Kyoto
Die schönsten Sehenswürdigkeiten und Tempel für deine Japan-Reise
Über 2.000 Tempel soll es in Kyoto geben, und im Osten der Stadt, rund um Gion, stehen sie teilweise buchstäblich Tür an Tür. Wir haben uns durch einige davon gearbeitet, und ehrlich gesagt: Viele sind ähnlich aufgebaut – großes Eingangstor, ein paar Nebengebäude, oft eine Pagode, dann die Haupthalle. Umso wichtiger ist es, sich ein paar Highlights herauszupicken, statt krampfhaft alles abzuklappern. Genau dabei soll dir dieser Artikel helfen.
Zu vier der bekanntesten Sehenswürdigkeiten – Kinkaku-ji, Fushimi Inari, Kiyomizu-dera und dem Arashiyama-Bambuswald – haben wir eigene, ausführliche Artikel mit allen Details. Hier bekommst du den Überblick über die gesamte Stadt plus alles, was du sonst noch für deine Reiseplanung brauchst.

Kyoto auf einen Blick
📍 Region: Kansai, Insel Honshu, ca. 15 Minuten von Osaka
🏛️ Perfekt für: Kulturinteressierte, Tempel- und Geschichtsfans, Fotografen, Rundreisende
⏳ Empfohlene Aufenthaltsdauer: Mindestens 2 bis 3 Tage, mit Arashiyama und Umgebung eher 4
🚗 Fortbewegung/Anreise: Shinkansen oder Hankyu-/Keihan-Bahn ab Osaka, innerhalb der Stadt Bus und U-Bahn
💰 Preisniveau: Mittel, Tempeleintritte meist zwischen 500 und 1.000 Yen
☀️ Beste Reisezeit: März bis Mai (Kirschblüte) und September bis November (Herbstlaub)
1. Kyoto im Überblick
Mit rund 1,5 Millionen Einwohnern gilt Kyoto als kulturelles Herz Japans – über tausend Jahre lang war die Stadt politisches und kulturelles Zentrum des Landes. Enge Gassen mit traditionellen Holzhäusern, die Geisha-Kultur in Gion und eine bis heute lebendige Handwerkstradition prägen das Stadtbild.
Kyoto hat vier ausgeprägte Jahreszeiten, wobei Frühling und Herbst als beste Reisezeit gelten – angenehme Temperaturen treffen dann auf Kirschblüte beziehungsweise Herbstlaub. Wer wie wir im Mai da ist, verpasst zwar die Sakura, bekommt dafür aber ein sattes, dichtes Grün, das seinen eigenen Reiz hat.

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Righa Place Higobashi* in Osaka
Travelodge* in Kyoto
Takadanobaba Appartement* in Tokyo
2. Die bekanntesten Tempel in Kyoto
Kinkaku-ji (Goldener Pavillon)
Der mit Blattgold überzogene Pavillon spiegelt sich im umgebenden Teich und zählt zu den meistfotografierten Orten Japans. Unser eigenes Highlight hier: ein Reiher, der sich wie bestellt auf einen Stein im Teich stellte, mit dem goldenen Pavillon im Hintergrund – besser hätte das kein Fotograf inszenieren können. Sicherheitspersonal sorgt dafür, dass niemand versucht, Gold vom Pavillon abzukratzen.
- Eintritt: 500 Yen, täglich 9–17 Uhr, nur Barzahlung
- Alle Details in unserem Artikel zum Goldenen Pavillon

Fushimi Inari-Taisha
Tausende rote Torii-Tore schlängeln sich den Berg Inari hinauf. Wir waren gleich zweimal dort: abends, als die Anlage angenehm leer und in stimmungsvollem Licht-und-Schatten-Spiel lag, und tagsüber für die komplette Wanderung bis auf den Gipfel, die gut drei Stunden dauert. Der Unterschied ist enorm – je höher man kommt, desto weniger Menschen sind unterwegs, und die kleinen, von Privatpersonen gespendeten Torii säumen den Weg genauso wie die großen, von Firmen gestifteten unten am Eingang.
- Eintritt: frei, durchgehend geöffnet
- Alle Details in unserem Artikel zum Fushimi Inari

Kiyomizu-dera
Die auf Holzstelzen gebaute Haupthalle mit ihrer Aussichtsveranda ist architektonisch beeindruckend, entsprechend voll ist es hier fast immer.
- Eintritt: 500 Yen, täglich 6–18 Uhr (Juli/August bis 18:30 Uhr), zusätzliche Abendöffnungen zu bestimmten Terminen im Frühling, Sommer und Herbst
- Alle Details in unserem Artikel zum Kiyomizu-dera

Arashiyama mit Bambuswald und Tenryu-ji
Der Bambuswald ist eines der meistfotografierten Fotomotive Kyotos, direkt daneben liegt der Tenryu-ji mit seinem UNESCO-gelisteten Garten.
- Eintritt Tenryu-ji: Garten 500 Yen, Haupthalle zusätzlich 300 Yen, täglich 8:30–17:30 Uhr (Oktober bis März bis 17 Uhr)
- Alle Details in unserem Artikel zum Arashiyama-Bambuswald



3. Weitere bedeutende Tempel und Schreine
Chion-in
Das gewaltige Sanmon-Tor von Chion-in ist mit 24 Metern Höhe und 50 Metern Breite das größte Holztempeltor Japans, errichtet im frühen 17. Jahrhundert. Wir standen einfach nur staunend davor – was hier gebaut wurde, als in Europa vergleichbare Bauwerke noch undenkbar waren, ist beeindruckend. Hinter dem Tor schließt sich die eigentliche Tempelanlage mit der Haupthalle an.
- Eintritt: Gelände frei, Hojo-Garten 400 Yen, Yuzen-en-Garten 300 Yen (Kombiticket 500 Yen), Sanmon-Aufstieg bei geöffnetem Tor zusätzlich 800 Yen
- Öffnungszeiten: 9–16:30 Uhr (letzter Einlass 16 Uhr)

Nanzen-ji
Einer der bedeutendsten Zen-Tempel Kyotos mit weitläufigem Gelände und beeindruckendem Sanmon-Tor. Wir haben hier gezielt den kleinen Zen-Garten besucht – japanische Gartenkunst auf den Punkt gebracht.
- Eintritt: Gelände frei, Hojo-Garten 500 Yen, täglich 8:30–17 Uhr

Der Philosophenweg und Ginkaku-ji (Silberpavillon)
Der rund zwei Kilometer lange Spazierweg entlang eines Kanals ist zur Kirschblüte ein Fotomotiv, bei uns im Mai ohne Sakura aber immer noch ein wunderschön grüner Spaziergang. Der Weg führt an mehreren Tempeln vorbei, darunter der Ginkaku-ji.
- Eintritt Philosophenweg: frei
- Eintritt Ginkaku-ji: 1.000 Yen (seit April 2026 deutlich erhöht), täglich 8:30–17 Uhr

Nijo-jo
- Ehemalige Residenz der Tokugawa-Shogune und UNESCO-Weltkulturerbe, bekannt für die „Nachtigallenböden“, die bei jedem Schritt zwitschern.
- Eintritt: 800 Yen Gelände plus 500 Yen für den Ninomaru-Palast (Honmaru-Palast nur mit Voranmeldung, zusätzlich 1.000 Yen)
- Öffnungszeiten: 8:45–16 Uhr (letzter Einlass), Schließung 17 Uhr, dienstags im Januar, Juli, August und Dezember geschlossen
Heian-Schrein
- Erbaut zum 1.100-jährigen Bestehen Kyotos, mit großer Torii und Garten voller Kirschbäume, Brücken und Teiche.
- Eintritt: Schrein frei, Garten 600 Yen
- Öffnungszeiten: Schrein 6–17:30 Uhr, Garten 8:30–17 Uhr

Ryoan-ji
- Berühmt für seinen Zen-Steingarten mit 15 sorgfältig arrangierten Felsen.
- Eintritt: 600 Yen, täglich 8–17 Uhr (Dezember bis Februar bis 16:30 Uhr)
To-ji
- Bekannt für die höchste Holzpagode Japans, gegründet im 8. Jahrhundert, UNESCO-Weltkulturerbe.
- Eintritt: Gelände frei, Kondo und Kodo 800 Yen. Das Innere der Pagode ist nur zu speziellen Öffnungsterminen zugänglich (dann Kombiticket 1.200 Yen)
- Öffnungszeiten: täglich 8:30–17 Uhr
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4. Gion und der Kaiserpalast
Gion
Kyotos berühmtes Geisha-Viertel mit traditionellen Machiya-Häusern, Teehäusern und Geschäften. Ein Tipp aus eigener Erfahrung: Such dir im Gassengewirr rund um die Yasaka-Pagode die Stelle mit dem besten Blick auf Pagode und Viertel – dort sammeln sich auch die meisten Besucher im gemieteten Kimono für Fotos, und das Ergebnis lohnt sich.
- Eintritt: kostenloser Spaziergang durchs Viertel. Im April findet im Gion Kobu Kaburenjo-Theater die Miyako Odori statt, ein traditioneller Geisha-Tanz (Tickets meist 4.000 bis 7.000 Yen, aktuelle Termine vorher prüfen)



Kyoto Kaiserpalast
Die ehemalige kaiserliche Residenz lässt sich seit einigen Jahren kostenlos und ohne Voranmeldung auf einem festgelegten Rundweg besichtigen, Infotafeln erklären die Nutzung der einzelnen Gebäude. Uns hat es fast erwischt: Der Palast hatte an den beiden Tagen davor unangekündigt geschlossen, was wir erst vor Ort erfuhren. Am letzten Vormittag in Kyoto hat es dann doch noch geklappt – bei gnadenloser Sonne und praktisch keinem Schatten auf dem gesamten Gelände, also nimm Sonnenschutz mit.
- Eintritt: frei
- Öffnungszeiten: täglich außer montags, geschlossen an Jahreswechsel-Feiertagen und bei internen Veranstaltungen – am besten die offizielle Seite vor deinem Besuch checken


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Baedeker Reiseführer Japan
Der Reiseführer, der alles hat. Hier liest du über die Insel selbst, die schönsten Sehenswürdigkeiten und bekommst allerhand Tipps zu Unterkünften und Restaurants. Der Allrounder aus 2022 sozusagen.
Japan – zwischen Kirschblüten und Sushi: Praktischer Reiseführer
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Gebrauchsanweisung für Tokio und Japan
Sumo, Sony und Sashimi: So viel Japan kennt jeder. Mangas, Karaoke und andere Importe gehören längst auch bei uns dazu – und doch ist uns ihre Heimat fremd. Wer Lust auf unterhaltsame Lektüre hat und mal etwas anderes lesen möchte als den klassischen Reiseführer der ist hier richtig.
5. Essen und Grün: Nishiki Markt und Botanischer Garten
Nishiki Markt
Kyotos „Küche“, eine gut 400 Meter lange Marktstraße mit frischem Fisch, Gemüse und unzähligen Snacks. Bei uns gab es Dumplings, Donuts und einmal das berühmte japanische Rindfleisch – nett, aber für den Preis kein zweites Mal nötig. Praktisch: Der Markt liegt oft direkt im Zentrum, gut zu Fuß von vielen Hotels erreichbar.
- Eintritt: frei, Geschäfte meist 9–18 Uhr geöffnet



Botanischer Garten Kyoto
Japans ältester botanischer Garten mit über 12.000 Pflanzenarten auf 20 Hektar, besonders schön zur Kirschblüte und im Herbstlaub.
- Eintritt: 500 Yen Garten, Gewächshaus zusätzlich 200 Yen
- Öffnungszeiten: Garten 9–17 Uhr, Gewächshaus 9–16 Uhr, geschlossen 28.12. bis 4.1.

6. Mit Stil unterwegs: Der Kyo-Train Garaku
Der Kyo-Train Garaku ist keine eigene Premium-Linie mit Aufpreis, sondern ein besonders gestalteter Zug der Hankyu Railway, der nur samstags, sonntags und an Feiertagen auf der ganz normalen Hankyu-Kyoto-Linie zwischen Osaka-Umeda und Kyoto-Kawaramachi fährt. Du zahlst dafür nur den regulären Fahrpreis von rund 410 Yen, keinen Aufpreis – ein netter Bonus, wenn du zufällig am Wochenende unterwegs bist, aber kein Grund, extra danach zu planen.



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7. Der öffentliche Nahverkehr in Kyoto
Kyoto hat ein dichtes Netz aus Bussen, zwei U-Bahn-Linien (Karasuma- und Tozai-Linie) und Zügen.
Wichtig zu wissen: Es gibt den Subway & Bus 1-Day Pass für 1.100 Yen (Kinder 550 Yen), der unbegrenzte Fahrten auf beiden U-Bahn-Linien und im Busnetz erlaubt. Einzelfahrten mit der U-Bahn kosten je nach Strecke zwischen 210 und 350 Yen.
Für alle öffentlichen Verkehrsmittel funktioniert eine IC-Karte wie ICOCA oder Suica, erhältlich an den meisten Bahnhöfen. Google Maps zeigt dir zuverlässig Verbindung, Fahrzeit und Preis für jede Strecke an.

8. Unterkünfte in Kyoto
Kyoto bietet eine Vielzahl von Unterkunftsmöglichkeiten, von traditionellen Ryokans bis zu modernen Hotels und preiswerten Hostels.
Traditionelle Ryokans
- Hiiragiya Ryokan: Luxuriöser Ryokan mit über 200 Jahren Geschichte; Preise ab 50.000 Yen pro Nacht
- Gion Hatanaka: Ryokan im Herzen von Gion mit Kaiseki-Abendessen; Preise ab 30.000 Yen pro Nacht
Hotels
- Hotel Granvia Kyoto*: Direkt am Kyoto Hauptbahnhof, idealer Ausgangspunkt; Preise ab 15.000 Yen pro Nacht
- Kyoto Tower Hotel*: Zentrale Lage mit Blick über die Stadt; Preise ab 10.000 Yen pro Nacht
- Travelodge* in Kyoto: Stadtzentrum, super Lage, nah am Bahnhof
Hostels und Gästehäuser
- Piece Hostel Kyoto*: Modernes Design, nahe am Bahnhof; Preise ab 3.000 Yen pro Nacht
Airbnb und Ferienwohnungen
Es gibt zahlreiche Ferienwohnungen und Apartments in Kyoto, die über Plattformen wie Airbnb gebucht werden können.

9. Praktische Tipps für deinen Aufenthalt in Kyoto
- Am Kyoto Hauptbahnhof findest du das Tourist Information Center mit Beratung und Buchungsservice sowie kostenlose Stadtpläne.
- In Tempeln und Schreinen gilt: angemessene Kleidung, leise sprechen, Fotografierverbote beachten.
- Englisch wird an touristischen Orten meist verstanden, ein paar japanische Grundausdrücke kommen aber immer gut an.
- Bargeld ist in Japan nach wie vor wichtig – viele der genannten Tempel akzeptieren an der Kasse ausschließlich Yen in bar.
💚 Unsere Erfahrung
Kyoto lässt sich in ein paar Tagen anreißen, aber nicht wirklich erschöpfen – bei über 2.000 Tempeln ist das auch kaum verwunderlich. Wähle bewusst ein paar Highlights statt alles sehen zu wollen, plane für die bekanntesten Orte wie Fushimi Inari oder Kiyomizu-dera Zeitpuffer für die Menschenmassen ein, und lass dir notfalls für den Kaiserpalast oder einen ruhigen Tempel wie Chion-in etwas mehr Zeit.
Für uns war Kyoto der vorletzte Stopp einer langen Reise – von hier ging es mit dem Shinkansen und Tempo 240 weiter nach Tokyo, vorbei am wolkenlosen Mount Fuji, in die letzte Station unserer Weltreise.

Häufige Fragen zu Kyoto
Wie viele Tage sollte man für Kyoto einplanen?
Für die wichtigsten Highlights reichen 2 bis 3 Tage, mit Arashiyama und den Tempeln im Osten in Ruhe eher 4.
Ist Fushimi Inari bei Tag oder bei Nacht schöner?
Beides hat seinen Reiz. Abends ist es deutlich leerer und stimmungsvoller, tagsüber kannst du dafür die komplette Wanderung bis auf den Gipfel machen und siehst mehr vom Gelände. Da er kostenlos ist, lohnt es sich am Tag und am Abend vorbeizukommen.
Muss ich für den Kyoto Kaiserpalast reservieren?
Nein, der Besuch ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich, außer montags und an einzelnen Veranstaltungstagen. Prüfe die aktuellen Öffnungszeiten vorher online, damit es dir nicht wie uns ergeht.
Gibt es noch den Kyoto Bus-Tagespass?
Nein, der wurde 2023 abgeschafft. Nutze stattdessen den Subway & Bus 1-Day Pass für 1.100 Yen oder eine IC-Karte für Einzelfahrten.
Was ist der Unterschied zwischen den großen Tempeln?
Kinkaku-ji beeindruckt durch Gold und Teich, Kiyomizu-dera durch die Lage am Hang mit Ausblick, Fushimi Inari durch die endlosen Torii-Tore, und der Bambuswald in Arashiyama durch reine Naturkulisse ohne Gebäude im Zentrum.
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Nico & Katja

