Japan Reiseroute 3 Wochen

Drei Wochen Japan reichen nicht, um das ganze Land zu sehen – das schafft niemand, egal wie durchgetaktet die Route ist. Sie reichen aber, um mehr zu erleben als nur die üblichen drei Städte, die auf fast jeder Japan-Liste stehen. Diese Route verbindet die Klassiker Tokio, Kyoto und Osaka mit Stationen, an denen deutlich weniger Reisende unterwegs sind: das Kunsthandwerk-Städtchen Kanazawa, die Bergstadt Takayama, die Tempelanlage auf dem Koyasan und die Kunstinsel Naoshima im Seto-Inlandmeer. Zum Abschluss geht es nach Shikoku, die von Individualreisenden am seltensten besuchte der vier Hauptinseln Japans.

Der rote Faden dieser Reise ist der Wechsel zwischen Verdichtung und Ruhe. Auf die Reizüberflutung Tokios folgt die Bergwelt der japanischen Alpen, auf das Tempelrauschen Kyotos die Stille eines Klosters auf 800 Metern Höhe, auf die Industriestadt Osaka eine Insel, auf der zeitgenössische Kunst und Fischerdörfer nebeneinander existieren. Wer schon einmal eine Japan-Reise gebucht hat, die sich am Ende wie eine Aneinanderreihung von Bahnhöfen und Sehenswürdigkeiten anfühlte, wird diesen Rhythmus zu schätzen wissen.

Fortbewegung findest du hier hauptsächlich mit dem Zug. Japans Bahnnetz ist pünktlich, komfortabel und deckt fast jede Station dieser Route ab – für die Strecken zwischen den Großstädten ist der Shinkansen ohnehin die schnellste und bequemste Option, ein Mietwagen wäre dort sogar von Nachteil. Erst für Takayama und die Berge um Shirakawa-go lohnt sich stellenweise der Bus, und auf Naoshima sowie in Teilen Shikokus bist du am besten mit Fähre, Bus und gelegentlich einem Leihfahrrad unterwegs. Ein Mietwagen ist auf dieser Route also nicht nötig, kann aber für den Abschnitt in Shikoku eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn du abgelegenere Küstenorte sehen willst.

Diese Reise eignet sich für Individualreisende und Paare, die bereits eine gewisse Reiseerfahrung mitbringen oder bereit sind, sich auf ein Land einzulassen, in dem nicht überall Englisch gesprochen wird. Wer zum ersten Mal nach Asien reist, kommt trotzdem gut zurecht – Japan gehört zu den unkompliziertesten Ländern der Region, gerade weil Beschilderung, Zugverbindungen und Sicherheit so verlässlich sind.

Osaka hat uns besonders gut gefallen

Die Route durch Japan auf einen Blick

Reisedauer: 21 Tage
📍 Reiseart: Rundreise
🚗 Transport: Zug (Shinkansen), vereinzelt Bus oder Fähre
💰 Budget: Mittelklasse
🏛️ Perfekt für: Individualreisende, Paare, Reisende mit etwas Erfahrung
☀️ Highlight: Kunstinsel Naoshima im Seto-Inlandmeer

Routenübersicht

ReisetagOrtÜbernachtungen
Tag 1–3Tokio3
Tag 4Nikko1
Tag 5–6Kanazawa2
Tag 7–8Takayama2
Tag 9–11Kyoto3
Tag 12–13Osaka2
Tag 14Koyasan1
Tag 15–16Hiroshima & Miyajima2
Tag 17–18Naoshima2
Tag 19–20Matsuyama (Shikoku)2
Tag 21Rückreise über Osaka (Kansai Airport)

Tag 1–3: Tokio

Zwischen Neonlicht und Hinterhof-Tempeln

Tokio ist selten das, was man erwartet. Wer mit dem Bild einer einzigen riesigen Hochhausstadt anreist, findet stattdessen ein Geflecht aus eigenständigen Vierteln, die sich in Tempo, Architektur und Atmosphäre stark unterscheiden. Shibuya und Shinjuku liefern das erwartete Bild aus Leuchtreklame und Menschenmassen, während Yanaka nur eine U-Bahn-Station weiter aus Holzhäusern, kleinen Tempeln und einer Katzenfriedhof-Ruhe besteht, die kaum zur selben Stadt zu gehören scheint.

Drei Tage sind knapp bemessen für eine Stadt mit 23 Bezirken, reichen aber, um ein ehrliches Bild zu bekommen, wenn man sich nicht verzettelt. Sinnvoll ist es, sich auf zwei oder drei Viertel pro Tag zu konzentrieren, statt kreuz und quer durch die Stadt zu hetzen. Der erste Tag eignet sich gut für Asakusa mit dem Senso-ji-Tempel und den Blick von der Skytree- oder Tokyo-Tower-Aussichtsplattform, der zweite für Shibuya, Harajuku und Shinjuku, der dritte für ruhigere Ecken wie Yanaka oder einen Ausflug in den Ueno-Park mit seinen Museen.

Der Jetlag spielt bei der Planung eine Rolle, die oft unterschätzt wird: Aus Europa kommend, verschiebt sich die innere Uhr um sieben bis acht Stunden, und die ersten ein bis zwei Tage sind meist von früher Müdigkeit am Abend und frühem Aufwachen geprägt. Das lässt sich nutzen – ein Frühaufsteher-Vorteil zeigt sich zum Beispiel auf dem Toyosu-Fischmarkt, dessen Thunfischauktion bereits in den frühen Morgenstunden beginnt.

Tokio eignet sich für praktisch jede Zielgruppe: Food-Fans finden hier von der Straßenimbissbude bis zum Sternerestaurant alles, Architekturinteressierte stoßen auf einen Mix aus Nachkriegsmoderne und zeitgenössischem Design, und wer einfach nur eine faszinierende Großstadt erleben will, bekommt genau das. Wer mehr Zeit hat, kann einen Tagesausflug nach Kamakura mit seinem großen Buddha einplanen – bei 21 Tagen Gesamtreisezeit lohnt es sich aber eher, die Zeit für Nikko zu nutzen, das anders und weniger überlaufen ist.

Highlights
  • Senso-ji-Tempel und die Einkaufsstraße Nakamise-dori in Asakusa
  • Shibuya Crossing und die Aussicht vom Shibuya Sky
  • Meiji-Schrein und Straßenmode in Harajuku
  • Toyosu-Fischmarkt am frühen Morgen
  • Altstadtviertel Yanaka mit Handwerksläden und kleinen Cafés
Transport

Die meisten internationalen Flüge* landen entweder auf dem Narita- oder dem Haneda-Flughafen. Haneda liegt deutlich näher am Zentrum – mit dem Zug sind es rund 30 Minuten bis in die Innenstadt, von Narita dauert die Fahrt eher 60 bis 90 Minuten. Innerhalb Tokios kommst du am besten mit der U-Bahn voran; eine aufladbare IC-Karte (Suica oder Pasmo) lohnt sich vom ersten Tag an, da sie an praktisch jedem Automaten, in jedem Konbini und in vielen Restaurants funktioniert.

Unterkunftsempfehlungen

Unser Tipp: Reserviere den Toyosu-Fischmarkt-Besuch nicht am ersten Morgen, sondern erst am zweiten oder dritten Tag deines Aufenthalts – der Jetlag sorgt ohnehin dafür, dass frühes Aufstehen leichter fällt als zu Hause, und du bist nach der Anreise noch nicht komplett erschöpft.

-> Unseren Artikel zu Tokio mit allen Highlights und Tipps, findest Du Hier!


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Die besten Unterkünfte in Japan – hier haben wir übernachtet:
Righa Place Higobashi* in Osaka 
Travelodge* in Kyoto 
Takadanobaba Appartement* in Tokyo


Tag 4: Nikko

Waldtempel in den Bergen nördlich von Tokio

Nikko liegt gut zwei Zugstunden nördlich von Tokio und fühlt sich trotzdem an wie eine andere Welt. Die Tempel- und Schreinanlage um den Toshogu-Schrein, in dem der Shogun Tokugawa Ieyasu beigesetzt ist, gehört zu den aufwendigsten Bauten Japans – reich verziert, stark vergoldet und damit ein deutlicher Kontrast zur sonst eher zurückhaltenden japanischen Tempelarchitektur. Umgeben ist die Anlage von jahrhundertealten Zedernwäldern, die dem Ort seine besondere Stimmung geben.

Ein Tag reicht für einen fokussierten Besuch der Kernanlagen aus, wenn du früh startest. Wer bleiben möchte, findet in der Umgebung auch Wandermöglichkeiten am Kegon-Wasserfall oder rund um den Chuzenji-See, dafür braucht es aber einen zweiten Tag, den diese Route aus Zeitgründen nicht vorsieht. Für alle, die zum ersten Mal in Japan sind und noch keine Tempelmüdigkeit kennen, ist Nikko ein lohnender Kontrast zu den städtischen Tempeln Tokios und Kyotos – wer schon mehrere Tempelanlagen im Land gesehen hat, kann diese Station bei Zeitmangel auch streichen.

Nikko eignet sich besonders für Reisende, die Architektur und Natur verbinden wollen, ist aber mit seinen vielen Treppen und der Anlage in Hanglage kein Ort für Besucher mit eingeschränkter Mobilität.

Highlights
  • Toshogu-Schrein mit dem berühmten Relief der drei Affen
  • Rinno-ji-Tempel mit der Halle der drei goldenen Buddha-Statuen
  • Shinkyo-Brücke am Eingang zur Tempelanlage
  • Zedernallee entlang der Zufahrtsstraße
  • Kegon-Wasserfall (bei ausreichend Zeit)
Transport

Von Tokio aus fährst du am besten mit dem Tobu-Nikko-Express direkt vom Bahnhof Asakusa, die Fahrt dauert rund zwei Stunden. Alternativ ist eine Verbindung über den Shinkansen bis Utsunomiya mit Umstieg auf eine Regionalbahn möglich, die aber nicht schneller ist und den JR Pass nur teilweise sinnvoll nutzt. Da Nikko nur als Tagesausflug mit Gepäckaufbewahrung in Tokio eingeplant ist, empfiehlt sich die direkte Tobu-Verbindung. Vor Ort verkehren Busse zwischen Bahnhof und Tempelanlage im Zehn-Minuten-Takt.

Unterkunftsempfehlungen

Da Nikko in dieser Route als Tagesausflug* ohne Übernachtung eingeplant ist, entfällt eine gesonderte Hotelempfehlung – du übernachtest am Vorabend noch in Tokio und reist am folgenden Tag von dort direkt weiter nach Kanazawa.

Unser Tipp: Kaufe dir am Bahnhof Asakusa das kombinierte Nikko-Ticket, das Zugfahrt und Busse vor Ort abdeckt – das spart Zeit an den Automaten und ist günstiger als Einzelfahrscheine.


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Tag 5–6: Kanazawa

Kunsthandwerk und ein Garten, der zu den schönsten Japans zählt

Kanazawa wird in Reiseberichten gerne als Geheimtipp bezeichnet, was mittlerweile nicht mehr ganz stimmt – dank Shinkansen-Anbindung seit 2015 ist die Stadt deutlich bekannter geworden. Trotzdem bleibt sie im Vergleich zu Kyoto angenehm ruhig. Kanazawa wurde im Zweiten Weltkrieg kaum bombardiert, weshalb hier historische Viertel erhalten geblieben sind, die es in dieser Form in vielen anderen japanischen Städten nicht mehr gibt.

Zentrum eines Besuchs ist der Kenroku-en, einer der drei traditionell als schönste geltenden Gärten Japans, mit unterschiedlichen Anlagen für jede Jahreszeit. Direkt angrenzend liegt die Burg Kanazawa mit ihren charakteristischen weißen Mauern. Sehenswert sind außerdem die Altstadtviertel Higashi Chaya, in dem früher Geishas auftraten und heute Teehäuser sowie Goldblatt-Werkstätten zu finden sind, sowie das Samurai-Viertel Nagamachi mit seinen Lehmmauern und Kanälen.

Zwei Tage geben genug Raum, um die Stadt in Ruhe zu erkunden, ohne von einem Programmpunkt zum nächsten zu hetzen. Kulinarisch ist Kanazawa für seinen Fischmarkt Omicho bekannt, auf dem frischer Fisch aus dem Japanischen Meer verkauft wird – die Stadt liegt an der Westküste, wodurch sich die Auswahl deutlich von der in Tokio oder Osaka unterscheidet. Kanazawa eignet sich für alle, die traditionelles Kunsthandwerk, ruhige Gartenanlagen und gutes Essen ohne die Menschenmassen von Kyoto erleben wollen.

Highlights
  • Kenroku-en, einer der drei berühmtesten Gärten Japans
  • Burg Kanazawa
  • Altstadtviertel Higashi Chaya mit Goldblatt-Handwerk
  • Samurai-Viertel Nagamachi
  • Omicho-Fischmarkt
Transport

Von Tokio nach Kanazawa fährst du mit dem Hokuriku-Shinkansen, die Fahrt dauert etwa zweieinhalb Stunden und ist landschaftlich reizvoll, da die Strecke am Rand der japanischen Alpen entlangführt. Der JR Pass deckt diese Verbindung vollständig ab. Innerhalb der Stadt bist du am besten zu Fuß oder mit dem lokalen Rundbus unterwegs, der die wichtigsten Sehenswürdigkeiten verbindet.

Unterkunftsempfehlungen

Unser Tipp: Besuche den Kenroku-en früh am Morgen kurz nach Öffnung – dann ist er noch fast menschenleer, und das Licht steht besonders günstig für Fotos der Teiche und Steinlaternen.


Tag 7–8: Takayama

Fachwerkgassen und ein Tagesausflug ins Weltkulturerbe-Dorf

Takayama liegt eingebettet in den japanischen Alpen und hat sich seinen historischen Ortskern bis heute bewahrt. In der Altstadt Sanmachi Suji reihen sich dunkle Holzfassaden, alte Sake-Brauereien und kleine Handwerksläden aneinander – ein Bild, das an Zeiten erinnert, in denen die Stadt als Handelsknotenpunkt zwischen den Bergregionen florierte. Anders als in Kyoto wirkt dieser historische Kern nicht museal aufbereitet, sondern gewachsen: Viele Gebäude werden noch immer bewohnt oder als Geschäft genutzt.

Der eigentliche Grund, warum sich zwei Tage in dieser Region lohnen, liegt allerdings außerhalb der Stadt: Shirakawa-go, das Weltkulturerbe-Dorf mit seinen strohgedeckten Gassho-zukuri-Bauernhäusern, ist von Takayama aus in gut 50 Minuten mit dem Bus erreichbar und lässt sich problemlos als Tagesausflug einplanen. Die steilen, dreieckigen Dächer wurden ursprünglich so gebaut, damit der schwere Schnee der Region leichter abrutscht – im Winter wirkt das Dorf unter einer Schneedecke deshalb am stimmigsten, ist aber auch im Frühling und Herbst einen Besuch wert.

Takayama selbst ist überschaubar und lässt sich in einem halben Tag zu Fuß erkunden, weshalb sich der zweite Tag gut für den Ausflug nach Shirakawa-go anbietet. Die Region ist besonders für Reisende interessant, die dem reinen Stadthopping entkommen und etwas mehr von Japans ländlicher Seite sehen wollen, eignet sich aber auch für Kulinarik-Fans: Hida-Rindfleisch, eine der bekannten Wagyu-Varianten, stammt aus genau dieser Gegend.

Highlights
  • Altstadtviertel Sanmachi Suji mit historischen Sake-Brauereien
  • Morgenmarkt entlang des Miyagawa-Flusses
  • Takayama Jinya, ehemaliger Verwaltungssitz aus der Edo-Zeit
  • Hida-Rindfleisch probieren, zum Bsp. als Spieß auf dem Markt
  • Tagesausflug nach Shirakawa-go*
Transport

Von Kanazawa nach Takayama gibt es keine direkte Zugverbindung – die schnellste Option ist der Nohi-Bus, der die Strecke in rund zweieinhalb Stunden durch die Berge zurücklegt und vorab reserviert werden sollte, besonders in der Hauptsaison. Alternativ ist eine Zugverbindung mit Umstieg in Toyama möglich, die aber deutlich länger dauert. Für den Ausflug nach Shirakawa-go fahren ab Takayama regelmäßig Busse, deren Tickets sich auch als Kombiticket kaufen lassen.

Unterkunftsempfehlungen

Unser Tipp: Fahre mit einem der ersten Busse nach Shirakawa-go, idealerweise vor 9 Uhr. Reisebusse aus Nagoya und Takayama treffen meist ab Mittag ein, und das Dorf füllt sich dann deutlich.


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Tag 9–11: Kyoto

Die alte Kaiserstadt zwischen Tempeln, Gassen und Bambuswald

Kyoto war über tausend Jahre lang die Hauptstadt Japans, und dieser Status ist bis heute spürbar. Mit über 1.600 buddhistischen Tempeln und rund 400 Shinto-Schreinen ist die Dichte an historischen Bauwerken so hoch wie sonst nirgends im Land. Wer hier zum ersten Mal ankommt, unterschätzt oft, wie groß die Stadt tatsächlich ist – die Sehenswürdigkeiten verteilen sich über mehrere, teils weit auseinanderliegende Stadtteile, weshalb eine gute Tagesplanung wichtiger ist als in kompakteren Städten.

Drei Tage reichen für die wichtigsten Ecken: Higashiyama im Osten mit dem Kiyomizu-dera-Tempel und den gepflasterten Gassen von Sannenzaka und Ninenzaka, Arashiyama im Westen mit dem Bambushain und der Tenryu-ji-Tempelanlage, sowie das Fushimi Inari-Schreingelände mit seinen tausenden orangeroten Torii-Toren, das sich einen Berg hinaufzieht. Wer früh am Morgen dort ist, bevor die Reisebusse eintreffen, erlebt einen völlig anderen Ort als am Nachmittag.

Kyoto ist außerdem der ideale Ausgangspunkt für einen Tagesausflug nach Nara, das nur eine knappe halbe Stunde entfernt liegt. Dort leben mehrere hundert frei herumlaufende Rehe im Nara-Park, die als Boten der Götter gelten, und der Tempel Todai-ji beherbergt eine der größten Bronze-Buddha-Statuen Japans. Dieser Ausflug lässt sich gut auf einen der drei Kyoto-Tage legen, idealerweise nicht am ersten, da man nach der Anreise aus Takayama meist noch etwas Zeit zum Ankommen braucht.

Kyoto eignet sich für praktisch jede Zielgruppe, verlangt aber etwas Geduld: An den bekanntesten Orten wie Fushimi Inari oder Kiyomizu-dera ist mit deutlichem Andrang zu rechnen, besonders zur Kirschblüte und im Herbst während der Laubfärbung.

Highlights
Transport

Von Takayama nach Kyoto fährst du am besten mit dem Zug über Nagoya, wo du auf den Shinkansen umsteigst – insgesamt dauert die Verbindung rund drei Stunden. Innerhalb Kyotos kommst du mit Bussen gut voran, da das U-Bahn-Netz nur zwei Linien umfasst und viele Sehenswürdigkeiten nicht direkt abdeckt. Ein Tagesticket für die Busse lohnt sich an Tagen mit mehreren Stationen.

Unterkunftsempfehlungen

Unser Tipp: Starte den Besuch bei Fushimi Inari vor 7 Uhr morgens. Die Anlage hat keine Öffnungszeiten, und wer die oberen Torii-Wege bei Sonnenaufgang erreicht, hat sie oft für sich allein – ein deutlicher Unterschied zum Gedränge am späten Vormittag. Und wenn du Zeit hast, komm am Abend noch einmal vorbei.

-> Unseren Artikel zu Kyoto mit allen Highlights und Tipps, findest Du Hier!


Tag 12–13: Osaka

Streetfood-Hauptstadt mit eigenem Rhythmus

Osaka wird von vielen Reisenden nur als Zwischenstation zwischen Kyoto und dem Flughafen wahrgenommen, was der Stadt nicht gerecht wird. Osaka tickt spürbar anders als Tokio oder Kyoto: direkter, lauter, weniger förmlich. Das zeigt sich schon im lokalen Dialekt und in der Art, wie Menschen hier miteinander umgehen – Osaka gilt in Japan als die Stadt mit dem trockensten Humor.

Kulinarisch ist Osaka bekannt als Japans inoffizielle Streetfood-Hauptstadt. Im Viertel Dotonbori, mit seinen riesigen, beleuchteten Werbetafeln über dem gleichnamigen Kanal, reihen sich Stände für Takoyaki und Okonomiyaki aneinander – beides Gerichte, die genau hier ihren Ursprung haben. Wer kulinarisch interessiert ist, sollte sich für diesen Programmpunkt bewusst Zeit nehmen und nicht nur im Vorbeigehen probieren.

Neben dem Essen lohnt sich ein Besuch der Burg Osaka, die zwar größtenteils ein Nachbau ist, aber einen guten Überblick über die Stadtgeschichte bietet, sowie ein Abstecher ins Viertel Shinsekai mit seiner Retro-Atmosphäre aus den 1950er-Jahren. Zwei Tage reichen aus, um die Stadt kennenzulernen, ohne sie erschöpfend abzuarbeiten – Osaka ist ohnehin eher ein Ort zum Erleben als zum Abhaken einer Sehenswürdigkeitenliste. Die Stadt eignet sich besonders für Foodies und alle, die nach der eher zurückhaltenden Stimmung Kyotos wieder etwas mehr urbane Energie suchen.

Highlights
  • Dotonbori mit Streetfood und Leuchtreklame
  • Burg Osaka und der umliegende Park
  • Kuromon-Ichiba-Markt für frischen Fisch und Snacks
  • Retro-Viertel Shinsekai mit dem Tsutenkaku-Turm
  • Takoyaki und Okonomiyaki probieren
Transport

Von Kyoto nach Osaka verkehren mehrmals stündlich Züge, die Fahrt dauert je nach Verbindung 15 bis 30 Minuten und ist damit die kürzeste Zugstrecke dieser Route. Der JR Pass deckt diese Verbindung ab, für kurze Strecken lohnt sich aber auch die private Hankyu-Linie, die günstiger ist, wenn der Pass bereits abgelaufen ist. Innerhalb Osakas ist die U-Bahn das schnellste Fortbewegungsmittel.

Unterkunftsempfehlungen

Unser Tipp: Iss Takoyaki nicht am ersten Stand, den du siehst, sondern vergleiche vorher zwei oder drei Buden – die Unterschiede in Teigkonsistenz und Füllung sind größer, als man erwarten würde, und Einheimische haben meist einen klaren Favoriten.

-> Unseren Artikel zu Osaka mit allen Highlights und Tipps, findest Du Hier!


Tag 14: Koyasan

Übernachtung im buddhistischen Kloster

Koyasan ist eine der wenigen Stationen dieser Route, an denen die Übernachtung selbst zum Erlebnis wird. Auf einem bewaldeten Bergplateau auf etwa 800 Metern Höhe liegt das Zentrum des Shingon-Buddhismus, mit mehr als hundert Tempeln, von denen viele Gäste in einfachen Klosterzimmern beherbergen – inklusive vegetarischer Mönchsküche und der Möglichkeit, an einer frühmorgendlichen Meditationszeremonie teilzunehmen.

Tagsüber lohnt sich ein Spaziergang durch den Okunoin-Friedhof, den größten Friedhof Japans, auf dem zwischen jahrhundertealten Zedern über 200.000 Grabsteine und Gedenksteine liegen. Am eindrucksvollsten ist der Weg am späten Nachmittag oder frühen Abend, wenn Licht und Nebel eine fast unwirkliche Stimmung erzeugen. Ein Tag reicht aus, um sowohl den Friedhof als auch den zentralen Tempelkomplex Kongobu-ji zu besuchen, bevor am Abend die Ruhe des Klosterlebens beginnt.

Koyasan ist kein Ort für alle – wer mit einfachen Zimmern ohne Privatbad und einem frühen Zeitplan nichts anfangen kann, sollte diese Station eher überspringen. Für alle anderen ist es einer der Orte auf dieser Reise, an die man sich am längsten erinnert, gerade weil er sich so deutlich vom restlichen Reiseverlauf unterscheidet.

Highlights
  • Okunoin-Friedhof mit dem Mausoleum von Kobo Daishi
  • Kongobu-ji, Haupttempel der Shingon-Sekte
  • Übernachtung in einem Shukubo (Tempelunterkunft)
  • Vegetarische Mönchsküche (Shojin Ryori)
  • Morgendliche Gebetszeremonie (optional)
Transport

Von Osaka nach Koyasan fährst du mit der privaten Nankai-Linie ab Bahnhof Namba, die Fahrt dauert etwa 80 Minuten bis zur Talstation, von wo aus eine Seilbahn den letzten, steilen Abschnitt zum Plateau zurücklegt. Der JR Pass gilt hier nicht, da es sich um eine private Bahngesellschaft handelt – ein separates Ticket ist notwendig, aber vergleichsweise günstig. Vor Ort verkehren Busse zwischen den wichtigsten Tempeln.

Unterkunftsempfehlungen

Unser Tipp: Nimm nach Möglichkeit an der Abendführung durch den Okunoin-Friedhof teil, die viele Tempelunterkünfte anbieten. Ohne die Erklärungen zu den Grabsteinen und Legenden wirkt der Rundgang deutlich weniger eindrücklich.


Tag 15–16: Hiroshima & Miyajima

Erinnerungsort und Torii im Wasser

Hiroshima ist untrennbar mit dem 6. August 1945 verbunden, und der Besuch des Friedensparks sowie des Friedensmuseums gehört zu den emotional stärksten Programmpunkten dieser gesamten Reise. Die Ruine der Atombombenkuppel, direkt am Fluss gelegen, ist eines der wenigen Gebäude, die nach dem Abwurf stehen blieben, und wurde bewusst nicht restauriert. Der Besuch braucht Zeit und sollte nicht zwischen zwei andere Programmpunkte gequetscht werden.

Die Stadt selbst hat sich seit dem Krieg zu einer modernen, grünen Großstadt entwickelt, die neben dem Gedenken auch für ihre eigene Version des Okonomiyaki bekannt ist – hier wird der Teig anders geschichtet als in Osaka, was zu freundlich geführten Diskussionen zwischen den Städten führt. Ein halber bis ganzer Tag reicht für Hiroshimas Zentrum.

Der zweite Tag gehört der vorgelagerten Insel Miyajima, offiziell Itsukushima genannt. Bekannt ist sie vor allem für das rote Torii-Tor des Itsukushima-Schreins, das bei Flut scheinbar im Meer schwimmt. Neben dem Schrein lohnt sich eine Seilbahnfahrt auf den Berg Misen mit Blick über das Seto-Inlandmeer, sowie ein Spaziergang durch die kleine Inselstadt, in der frei herumlaufende Hirsche genauso selbstverständlich zum Straßenbild gehören wie in Nara. Miyajima eignet sich für einen entspannten Tagesausflug und lässt sich gut mit dem Hiroshima-Aufenthalt kombinieren.

Highlights
Transport

Von Osaka nach Hiroshima fährst du mit dem Sanyo-Shinkansen, die Fahrt dauert je nach Zugtyp zwischen 90 Minuten und etwas über zwei Stunden. Der JR Pass deckt diese Strecke ab. Nach Miyajima gelangst du über eine kurze Bahnfahrt zum Fährhafen Miyajimaguchi und eine anschließende, ebenfalls im JR Pass enthaltene Fährfahrt von etwa zehn Minuten.

Unterkunftsempfehlungen

Unser Tipp: Plane den Besuch bei Miyajima so, dass du sowohl Flut als auch Ebbe erlebst, falls die Zeiten es zulassen – bei Ebbe kann man bis dicht an das Torii-Tor laufen, bei Flut wirkt es, als würde es auf dem Wasser schweben. Beide Ansichten sind sehenswert, aber komplett unterschiedlich.


Tag 17–18: Naoshima

Kunstinsel im Seto-Inlandmeer

Naoshima ist die Station dieser Route, die am stärksten aus dem gewohnten Japan-Bild herausfällt. Auf einer kleinen Insel im Seto-Inlandmeer hat der Konzern Benesse seit den 1990er-Jahren mehrere Museen und Kunstinstallationen bauen lassen, unter anderem das Chichu Art Museum des Architekten Tadao Ando, das größtenteils unterirdisch angelegt ist und mit natürlichem Licht arbeitet. Dazu kommen verstreute Außeninstallationen, am bekanntesten die gelbe Kürbis-Skulptur von Yayoi Kusama am Hafen.

Was Naoshima besonders macht, ist die Kombination aus zeitgenössischer Kunst und einem gleichzeitig sehr bodenständigen Inselleben: Fischerboote liegen neben Kunstinstallationen, und in den engen Gassen des Dorfes Honmura haben lokale Künstler leerstehende traditionelle Häuser in kleine Kunstwerke verwandelt – das sogenannte Art House Project. Zwei Tage geben genug Zeit, um sowohl die großen Museen als auch die ruhigeren, kleineren Installationen zu besuchen, ohne von einem Ausstellungsraum zum nächsten zu hetzen.

Naoshima eignet sich in erster Linie für kunst- und designinteressierte Reisende, ist aber auch für alle attraktiv, die nach der urbanen Dichte von Osaka und Hiroshima eine langsamere, insulare Atmosphäre suchen. Wer mit Kunst wenig anfangen kann, wird hier vermutlich weniger Anknüpfungspunkte finden als an anderen Stationen dieser Reise.

Highlights
  • Chichu Art Museum von Tadao Ando
  • Kusamas gelbe Kürbis-Skulptur am Hafen
  • Art House Project im Dorf Honmura
  • Benesse House Museum mit Blick aufs Meer
  • Radtour über die Insel (Leihräder verfügbar)
Transport

Von Hiroshima nach Naoshima führt die Anreise über Okayama: Mit dem Shinkansen erreichst du Okayama in rund 40 Minuten, von dort geht es mit einer Regionalbahn weiter nach Uno und anschließend mit der Fähre nach Naoshima – die gesamte Reise dauert etwa zweieinhalb bis drei Stunden. Auf der Insel selbst kommst du am besten mit dem Leihfahrrad oder dem kostenlosen Shuttlebus zwischen den Museen voran.

Unterkunftsempfehlungen

Unser Tipp: Reserviere die Tickets für das Chichu Art Museum vorab online – der Einlass ist auf eine begrenzte Besucherzahl pro Zeitfenster beschränkt, und spontan vor Ort ist oft kein Platz mehr frei.


Tag 19–20: Matsuyama (Shikoku)

Heiße Quellen und Japans älteste Burg

Shikoku ist die kleinste der vier japanischen Hauptinseln und wird von den meisten internationalen Reisenden komplett ausgelassen – ein Grund mehr, warum sie den Abschluss dieser Route bildet. Matsuyama, die größte Stadt der Insel, ist bekannt für zwei Dinge: die Burg Matsuyama, eine der wenigen japanischen Burgen mit noch original erhaltenem Hauptturm, und das Dogo Onsen, eines der ältesten Thermalbäder Japans mit einer über tausendjährigen Geschichte.

Das Dogo Onsen diente Berichten zufolge als eine der Inspirationsquellen für das Badehaus in Miyazakis Film „Chihiros Reise ins Zauberland“, was dem imposanten Holzbau aus der Meiji-Zeit heute zusätzliche Aufmerksamkeit beschert. Der Hauptbau war lange Zeit für Renovierungsarbeiten eingerüstet, mittlerweile ist er aber wieder größtenteils zugänglich – vor Ort lohnt sich eine kurze Nachfrage zum aktuellen Stand.

Zwei Tage reichen für Matsuyama und einen entspannten Ausklang der Reise: ein Tag für die Burg und das historische Zentrum, ein zweiter für das Onsen-Viertel und, falls Zeit bleibt, einen Ausflug an die Küste. Shikoku ist zudem bekannt für den 88-Tempel-Pilgerweg, der die gesamte Insel umrundet – für diese Route reicht ein kleiner Eindruck davon, etwa durch einen Besuch eines der Pilgertempel in Matsuyama selbst. Die Insel eignet sich für alle, die nach drei intensiven Wochen einen ruhigeren, weniger touristischen Abschluss suchen.

Highlights
  • Burg Matsuyama mit Blick über die Stadt
  • Dogo Onsen, eines der ältesten Bäder Japans
  • Bummel durch die Einkaufsstraße Okaido
  • Ishite-ji, einer der Tempel des Shikoku-Pilgerwegs
  • Straßenbahnfahrt durch die Stadt
Transport

Von Naoshima reist du über Okayama zurück und nimmst dort den Marine Liner nach Takamatsu, anschließend mit dem Limited-Express-Zug weiter nach Matsuyama – insgesamt dauert diese Verbindung etwa drei Stunden. Alternativ verkehren von Hiroshima aus Fähren nach Matsuyama, was landschaftlich reizvoll ist, aber deutlich länger dauert. Innerhalb Matsuyamas ist die historische Straßenbahn das praktischste Fortbewegungsmittel.

Unterkunftsempfehlungen

Unser Tipp: Geh nicht sofort ins Hauptgebäude des Dogo Onsen, sondern probiere eines der kleineren, weniger überlaufenen Bäder im Viertel – die Qualität des heißen Quellwassers ist identisch, die Wartezeit aber deutlich kürzer.


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Tag 21: Rückreise über Osaka

Von Matsuyama aus fliegst du entweder direkt zum Flughafen Kansai bei Osaka (Flugzeit rund 50 Minuten) oder reist mit Fähre und Zug über Okayama zurück, was etwa vier bis fünf Stunden dauert. Wer noch etwas Puffer eingeplant hat, kann diesen letzten Tag für einen kurzen Zwischenstopp in Osaka nutzen, bevor es zum internationalen Rückflug geht.


Routenzusammenfassung

Diese Route funktioniert, weil sie zwei Dinge gleichzeitig liefert: die Sehenswürdigkeiten, die eine erste oder zweite Japan-Reise braucht, und eine Reihe von Stationen, an denen deutlich weniger los ist. Tokio, Kyoto und Osaka decken das ab, was man von Japan erwartet – Kanazawa, Takayama, Koyasan, Naoshima und Shikoku zeigen, wie vielfältig das Land jenseits davon ist. Der Wechsel zwischen Großstadt, Bergdorf, Klosterinsel und Kunstinsel sorgt dafür, dass sich die Reise nicht wie eine Aneinanderreihung ähnlicher Städte anfühlt.

Geeignet ist diese Route für Individualreisende und Paare mit etwas Reiseerfahrung, die bereit sind, sich neben den Klassikern auch auf ruhigere, teils weniger komfortable Stationen wie Koyasan einzulassen. Wer ausschließlich große Städte sehen möchte, kann Koyasan und Naoshima streichen und die gewonnene Zeit auf Tokio und Kyoto verteilen.

Erweiterungsmöglichkeiten

Mit mehr Zeit lässt sich diese Route gut ausbauen:

  • +3 Tage: Ein Abstecher nach Kumano Kodo für eine mehrtägige Pilgerwanderung durch die Berge der Kii-Halbinsel, oder ein zusätzlicher Tag in Tokio für einen Ausflug nach Kamakura.
  • +1 Woche: Ergänze die Insel Kyushu mit Fukuoka, dem Onsen-Ort Beppu und der Vulkanregion um Aso – eine eigenständige Region, die viele Reisende sonst komplett auslassen.
  • +2 Wochen: Erweitere die Route um Tohoku im Norden mit Orten wie Sendai und Matsushima sowie um Okinawa im Süden, das mit subtropischem Klima, eigener Kultur und Stränden noch einmal eine ganz andere Seite Japans zeigt.

Spartipps für deine Japan Rundreise

  • Kaufe den Japan Rail Pass nur, wenn deine Route tatsächlich viele lange Shinkansen-Strecken enthält – bei dieser Route mit vielen Regionalstrecken lohnt sich oft ein Vergleich mit regionalen Rail Passes oder Einzeltickets.
  • Nutze Konbini (Convenience Stores) für günstige, überraschend gute Mahlzeiten unterwegs, statt jede Mahlzeit im Restaurant einzuplanen.
  • Reserviere Unterkünfte in Koyasan und auf Naoshima frühzeitig – begrenztes Angebot führt hier schneller zu höheren Preisen als in den Großstädten.
  • Reise außerhalb der Kirschblüten- und Herbstlaub-Hochsaison, wenn dein Zeitplan es zulässt – Flüge und Unterkünfte sind dann spürbar günstiger.
  • Nutze Nachtbusse für lange Strecken, falls dein Zeitplan mehr Flexibilität als diese Route erlaubt – das spart eine Übernachtung.
  • Plane kostenlose Sehenswürdigkeiten wie den Fushimi Inari-Schrein oder den Friedenspark in Hiroshima bewusst ein, um das Budget für kostenpflichtige Museen wie das Chichu Art Museum freizuhalten.

Häufige Fragen zu einer Japan Rundreise

Wie viele Tage sollte man für Japan einplanen?

Für einen ersten Überblick reichen zwei Wochen, für eine Route wie diese mit mehr Tiefe und weniger bekannten Stationen sind drei Wochen ein guter Richtwert. Wer weniger Zeit hat, sollte eher weniger Stationen besuchen als die Aufenthaltsdauer pro Ort zu kürzen.

Wann ist die beste Reisezeit für Japan?

Frühling (März bis Mai) mit der Kirschblüte und Herbst (Oktober bis November) mit der Laubfärbung gelten als beste Reisezeiten, sind aber auch am stärksten besucht und entsprechend teurer. Wer Wert auf weniger Andrang legt, kann auch im Frühsommer vor der Regenzeit reisen.

Braucht man einen Mietwagen für diese Route?

Nein. Alle Stationen dieser Route sind gut mit Zug, Bus und Fähre erreichbar, ein Mietwagen wäre in den Großstädten sogar eher hinderlich. In Shikoku kann ein Mietwagen sinnvoll sein, wer die Küstenregionen abseits von Matsuyama erkunden möchte.

Lohnt sich der Japan Rail Pass für diese Route?

Das hängt von den aktuellen Preisen ab. Seit der Preiserhöhung 2023 lohnt sich der Pass nicht mehr automatisch für jede Route. Bei dieser Reise mit mehreren privaten Bahnstrecken (Koyasan, Takayama, Miyajima teilweise, Naoshima) lohnt sich ein genauer Vergleich der Gesamtkosten von Einzeltickets gegenüber einem 21-Tage-Pass.

Wie teuer ist eine dreiwöchige Japan-Reise ungefähr?

Für Unterkunft im Mittelklasse-Segment, Verpflegung und Transport solltest du mit etwa 100 bis 140 Euro pro Person und Tag rechnen, ohne Flüge. Wer bewusst spart, kommt auch mit weniger aus, wer Wert auf gehobenere Unterkünfte legt, entsprechend mehr.

Kann man die Route auch andersherum fahren?

Ja, grundsätzlich ist das möglich, allerdings ist ein Flug nach Tokio und ein Rückflug ab Osaka (oder umgekehrt) meist günstiger und praktischer als ein Rückflug von derselben Stadt aus, in der die Reise begonnen hat.

Ist diese Route für Anfänger geeignet?

Grundsätzlich ja, auch wenn sie etwas anspruchsvoller ist als eine reine Tokio-Kyoto-Osaka-Route. Stationen wie Koyasan, Takayama oder Shikoku verlangen etwas mehr Planung und Offenheit für Orte mit weniger englischsprachigem Service.

Welche Kreditkarte eignet sich für Japan?

Visa und Mastercard werden mittlerweile an den meisten Orten akzeptiert, in ländlicheren Regionen und kleineren Restaurants ist Bargeld aber nach wie vor wichtig. Eine Reisekreditkarte ohne Auslandseinsatzgebühren spart über drei Wochen spürbar Geld, und ausreichend Bargeld solltest du trotzdem immer dabeihaben.

Braucht man in Japan gute Englischkenntnisse?

In Tokio, Kyoto und Osaka kommt man mit Englisch gut zurecht, in kleineren Orten wie Kanazawa, Takayama oder auf Shikoku wird es deutlich seltener gesprochen. Übersetzungs-Apps und ein paar japanische Grundphrasen erleichtern die Reise dort erheblich.


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