Essen & Trinken in Thailand

Unsere Erfahrungen mit der Landesküche

Als wir zum ersten Mal in Bangkok aus dem Taxi gestiegen sind, hat uns nicht der Verkehr oder die Hitze überrascht, sondern der Geruch. Gebratener Knoblauch, Fischsauce, gegrilltes Fleisch, irgendwo dazwischen Zitronengras – an fast jeder Straßenecke steht ein Wok, und man merkt sofort, dass Essen in Thailand keine Nebensache ist. Wir waren mehrere Monate im Land unterwegs, von Bangkok über den Norden bis zu den Inseln im Süden, und haben in dieser Zeit wahrscheinlich öfter über das nächste Essen nachgedacht als über die nächste Sehenswürdigkeit.

Das war für uns keine Überraschung, wir hatten schon vorher gehört, dass die thailändische Küche zu den besten der Welt gehört. Überrascht hat uns eher, wie unterschiedlich sie sich von Region zu Region anfühlt. Was in Bangkok als Straßenklassiker gilt, schmeckt in Chiang Mai schon anders, und was auf einer Insel im Golf von Thailand auf dem Teller landet, hat mit der Küche im Norden oft nur noch den Namen gemeinsam. Curry ist nicht gleich Curry, und ein Pad Thai vom Nachtmarkt in Bangkok ist ein anderes Gericht als das Pad Thai, das dir in einem Touristenrestaurant auf Koh Chang serviert wird.

Am meisten begeistert haben uns die Gerichte, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken: eine Schüssel Khao Soi in einem kleinen Laden in Chiang Mai, in dem außer uns nur Einheimische saßen. Ein Teller Pad Kra Pao, den wir wochenlang fast täglich irgendwo gegessen haben, weil er einfach überall gut und günstig war. Oder die Currys, die je nach Küche mal milder, mal richtig scharf ankamen, je nachdem, wer gerade gekocht hat. Diese Unterschiede zu entdecken, hat uns mehr über Thailand erzählt als so manches Museum.

Eine Sache, die uns schnell klar wurde: Je touristischer der Ort, desto verwestlichter das Essen. Auf der Khao San Road in Bangkok oder in den Beach-Restaurants mancher Inseln bekommst du Burger, Pommes und ein Pad Thai, das kaum noch scharf ist, weil es auf europäische und amerikanische Gaumen ausgelegt wurde. Uns hat es dagegen am besten geschmeckt, wo die Thais selbst essen gehen. In Bangkok und Chiang Mai ist das erstaunlich leicht zu finden, zum Beispiel auf dem Food Court im Terminal 21, wo mittags genauso viele Einheimische wie Touristen sitzen. Auf kleineren, touristisch geprägten Inseln war das schon schwieriger, dort ist vieles auf einen milderen Geschmack ausgerichtet, weil ein Großteil der Gäste eben keine scharfe Küche gewohnt ist.

Und die gute Nachricht vorweg: Essen in Thailand ist günstig. Selbst mit einem kleinen Reisebudget kannst du dich durch die Küche probieren, ohne bei jedem Gericht auf den Preis schauen zu müssen. Wie günstig genau, dazu unten mehr.

In diesem Artikel nehmen wir dich mit durch die Gerichte, Getränke und kulinarischen Erlebnisse, die uns aus mehreren Monaten Thailand am meisten im Gedächtnis geblieben sind, inklusive der Preise, die du realistisch einplanen solltest, und ein paar Rezepten zum Nachkochen für zu Hause.




Die Küche Thailands auf einen Blick

Thailändisch kochen heißt vor allem: Balance zwischen scharf, sauer, süß und salzig. Kaum eine Küche bringt diese vier Geschmacksrichtungen so konsequent in einem einzigen Gericht zusammen. Zitronengras, Galgant, Kaffir-Limettenblätter, Koriander, Chili, Knoblauch und Fischsauce gehören zur Grundausstattung fast jeder Garküche, dazu kommt je nach Region reichlich Kokosmilch oder eher wenig davon.

Grob unterscheidet man vier kulinarische Regionen. Der Norden rund um Chiang Mai kocht milder und erdiger, mit Einflüssen aus Myanmar und Laos, Kokosmilch spielt hier eine kleinere Rolle. Der Nordosten, Isan genannt, ist bekannt für gegrilltes Fleisch, klebrigen Reis und Som Tam, den scharf-sauren Papayasalat. Die Zentralregion um Bangkok gilt als die Küche, die die meisten Menschen außerhalb Thailands kennen, mit Currys, Pad Thai und einer eher ausgewogenen Würzung. Der Süden schließlich kocht am schärfsten und setzt stark auf Kurkuma, frische Kräuter und natürlich Meeresfrüchte.

Gegessen wird in Thailand oft und in kleinen Portionen. Viele Thais essen mehrmals am Tag, dazwischen wird gesnackt, an jeder Ecke gibt es etwas zu kaufen. Ein klassisches westliches Drei-Gänge-Menü ist eher unüblich, stattdessen werden Gerichte meist gemeinsam in die Tischmitte gestellt und geteilt. Besteck gibt es fast überall Gabel und Löffel, gegessen wird mit dem Löffel, die Gabel dient nur zum Schieben.

Die typischen Gerichte Thailands

🍜 Pad Thai

Pad Thai ist wahrscheinlich das Gericht, das die meisten Reisenden schon vor der Ankunft kennen, gebratene Reisnudeln mit Ei, Tofu oder Garnelen, Sojasprossen und einer süß-sauren Tamarindensauce, dazu geröstete Erdnüsse und eine Limette zum Nachwürzen. Wir haben es an unzähligen Ständen probiert, und die Qualität schwankt stark. Am besten hat es uns dort geschmeckt, wo der Wok richtig heiß war und die Nudeln leicht rauchig schmeckten, das sogenannte Wok Hei. In Touristenlokalen war es uns oft zu süß und zu weich gebraten. Unser Rezept zum Nachkochen findest du hier: Pad Thai selber machen.

🍲 Tom Yum

Die scharf-saure Suppe mit Zitronengras, Galgant, Kaffirlimettenblättern, Chili und Limettensaft war für uns eines der Gerichte, das wir am häufigsten bestellt haben, meistens als Tom Yum Goong mit Garnelen. Es gibt sie klar oder mit Kokosmilch verfeinert, wir mochten die klare Variante lieber, weil die Säure und Schärfe dann direkter durchkommen. Ein gutes Tom Yum erkennst du daran, dass es nach dem ersten Löffel schon die Nase kribbeln lässt. Unser Rezept dazu: Tom Yum Suppe nachkochen.

🥥 Massaman Curry

Das mildeste der klassischen Currys, mit Wurzeln in der muslimischen Küche des Südens, dazu Einflüssen aus Persien und Indien. Zimt, Kardamom und Sternanis geben ihm eine ganz andere Richtung als den anderen Currys, weniger scharf, dafür süßer und wärmer gewürzt. Meist wird es mit Rindfleisch oder Hühnchen zubereitet, dazu Kartoffeln und Erdnüsse. Für alle, die thailändisch essen wollen, aber nicht scharf mögen, ist das Massaman Curry ein guter Einstieg.

🌿 Grünes Curry

Kaeng Khiao Wan, wörtlich „süßes grünes Curry“, ist trotz des Namens meist deutlich schärfer als das Massaman Curry. Die grüne Farbe kommt von frischen grünen Chilis, Basilikum und Koriander, die zusammen mit Kokosmilch zu einer Paste verarbeitet werden. Wir haben es meist mit Hühnchen und thailändischer Aubergine gegessen, die kleinen runden Auberginen geben dem Gericht einen leicht bitteren Kontrast. In Bangkok war unser grünes Curry deutlich schärfer als das, was wir später auf einer Insel im Süden bestellt haben, obwohl der Süden eigentlich für schärfere Küche bekannt ist. Das zeigt, wie sehr Currys von Koch zu Koch variieren.

🌶️ Rotes Curry

Kaeng Phet, das rote Curry, war für uns oft das schärfste der drei klassischen Currys, mit roter Chilipaste, Galgant und Kaffirlimettenblättern. Je nach Region schmeckt es unterschiedlich, manchmal mit Bambussprossen, manchmal mit Fisch oder Meeresfrüchten. Wir haben zu Hause eine eigene Version mit Ananas entwickelt, die Süße der Frucht gleicht die Schärfe schön aus. Das Rezept dazu findest du hier: Rotes Thai-Curry mit Ananas.

🍜 Khao Soi

Khao Soi ist eine Spezialität aus dem Norden und in Bangkok kaum zu finden, dafür in Chiang Mai an praktisch jeder Ecke. Die Currysuppe mit Kokosmilch, weichen Eiernudeln und knusprig frittierten Nudeln obendrauf, meist mit Hühnchen, war für uns eines der Highlights der ganzen Reise. Serviert wird sie mit eingelegtem Senfkohl, rohen Schalotten und Limette, die du nach Geschmack untermischst. Wir haben Khao Soi an mehreren Ständen in Chiang Mai probiert, und die Unterschiede waren teils erheblich, von mild und cremig bis richtig würzig mit deutlicher Currynote. Mehr zu unseren Lieblingsplätzen in der Stadt findest du in unserem Foodguide für Chiang Mai.

🥭 Mango Sticky Reis

Khao Niao Mamuang, klebriger Reis mit frischer Mango und warmer, gesüßter Kokosmilch, dazu oft ein paar geröstete Mungbohnen für den Crunch. Das war unser meistbestelltes Dessert im ganzen Land, einfach, aber wenn die Mango reif genug ist, kaum zu toppen. Wichtig ist die Reife der Mango, unreife oder faserige Früchte machen das ganze Gericht zunichte. Am besten war es für uns während der Mango-Saison zwischen März und Juni.

🥞 Roti

Der Roti, ursprünglich aus Indien, hat sich in Thailand zu einem eigenen Streetfood-Klassiker entwickelt. Dünner Teig wird auf einer heißen Platte ausgezogen, gebraten und dann meist mit Banane, Kondensmilch und Schokolade gefüllt, süß, fettig, unglaublich befriedigend nach einem langen Tag. Es gibt auch herzhafte Varianten mit Ei, die uns morgens öfter als Frühstück gedient haben. Die Zubereitung an sich ist schon ein kleines Straßenschauspiel, die Verkäufer schlagen den Teig mit sichtbarer Übung dünn.

🥥 Kanom Krok

Diese kleinen Kokospfannkuchen aus einer gusseisernen Pfanne mit runden Vertiefungen waren für uns eine echte Entdeckung, außen knusprig, innen weich und cremig, mit einem deutlichen Kokosgeschmack. Man bekommt sie meist an kleinen Ständen, oft von älteren Frauen zubereitet, die routiniert einen Teigklecks nach dem anderen in die heiße Form geben. Ein süßer Snack für zwischendurch, den wir öfter auf Märkten entdeckt haben als in Restaurants.

🥟 Dumplings

Der chinesische Einfluss auf die thailändische Küche zeigt sich am deutlichsten bei den Dumplings, die man in Thailand an fast jedem Nachtmarkt findet, gedämpft oder frittiert, gefüllt mit Schweinefleisch, Garnelen oder Gemüse. In Bangkoks Chinatown und in Vierteln mit chinesischer Geschichte wie Talat Noi haben wir die besten gegessen, meist an kleinen Familienbetrieben, die seit Jahrzehnten am selben Fleck stehen. Mehr zu diesem besonderen Viertel liest du in unserem Artikel über Talat Noi in Bangkok.

🥞 Khanom Buang

Diese knusprigen thailändischen Crêpes, mit einer cremigen Meringue-Füllung und Toppings wie geraspelter Kokosnuss, kandiertem Eigelb oder kleinen getrockneten Garnelen, sind auf den ersten Blick verwirrend, süß und herzhaft in einem Bissen. Nicht jedem schmeckt die Kombination, uns hat sie überrascht, vor allem die Version mit Kokosraspeln fanden wir richtig gut. Auf Märkten wird der Teig meist direkt vor Ort auf einer heißen Platte hauchdünn ausgestrichen, ein Handwerk, das offensichtlich Übung braucht.

🌶️ Pad Kra Pao

Wenn wir ein Gericht nennen müssten, das wir am häufigsten gegessen haben, wäre es Pad Kra Pao, gebratenes Hackfleisch mit viel thailändischem Basilikum, Chili und Knoblauch, klassisch mit Spiegelei und Reis serviert. Es ist das Gericht, das du fast überall bekommst, in jeder Garküche, jedem kleinen Familienrestaurant, oft für kaum mehr als 50 Baht. Für uns war es der Alltagsklassiker schlechthin, schnell, zuverlässig gut, und je nach Koch unterschiedlich scharf. Unser Rezept zum Nachkochen: Pad Kra Pao selber machen.

Typische Getränke in Thailand

Kaffee

Thailand baut im Norden, vor allem rund um Chiang Mai und Chiang Rai, eigenen Kaffee an, und in den letzten Jahren ist eine richtige Café-Kultur entstanden. In Chiang Mai haben wir einige der besten Cold Brews unserer ganzen Reise getrunken, in kleinen, oft sehr durchdesignten Cafés. Daneben gibt es überall den klassischen Thai-Kaffee, stark gebrüht, mit gezuckerter Kondensmilch und auf Eis serviert, deutlich süßer als das, was man aus europäischen Cafés kennt. An 7-Eleven-Filialen bekommst du fertigen Eiskaffee schon für unter 20 Baht, in einem normalen Café mit Sitzplätzen kostet ein Kaffee eher 60 bis 100 Baht.

Bier

Chang, Singha und Leo sind die drei großen thailändischen Biermarken, alle drei helle, leicht süffige Lagerbiere, die gut zur Hitze passen. Chang hat mit etwa 6,4 Prozent Alkohol den stärksten Kick der drei, Singha gilt als etwas hochwertiger und teurer, Leo ist meist die günstigste Option. Wir haben über die Monate eine leichte Vorliebe für Singha entwickelt, uns aber nie beschwert, wenn nur Chang oder Leo im Kühlschrank stand. In kleinen Läden zahlst du für eine 0,33-Liter-Flasche aus dem Supermarkt umgerechnet meist unter einem Euro, in Bars und Restaurants natürlich mehr.

Softdrinks und Thai Iced Tea

Cha Yen, der thailändische Eistee, orange gefärbt durch schwarzen Tee mit Gewürzen, gesüßt mit Zucker und Kondensmilch, war für uns nach einem scharfen Gericht oft die perfekte Abkühlung. Daneben gibt es unzählige Fruchtsäfte und Shakes an Streetfood-Ständen, frisch gepresst vor deinen Augen, mit oder ohne Zucker. Wassermelonen-, Mango- und Ananassaft haben uns durch die heißesten Nachmittage gerettet, meist für 30 bis 50 Baht der Becher.

Regionale Spezialitäten

Im Süden und auf den Inseln stößt du häufiger auf Sangsom oder Hong Thong, thailändischen Rum, der gerne mit Cola und Limette als Sangsom Bucket serviert wird, vor allem in Strandbars ein fester Bestandteil der Abende. Für unseren Geschmack war das mehr Partygetränk als kulinarisches Erlebnis, aber probiert haben wir es natürlich trotzdem. Im Norden sind wir dagegen eher auf handwerklich gebrautes Bier aus kleinen Chiang-Mai-Brauereien gestoßen, eine Szene, die in den letzten Jahren spürbar gewachsen ist.

Restauranttipps

Der wichtigste Tipp, den wir nach mehreren Monaten im Land geben können: Schau, wo die Thais selbst essen. Läden ohne englische Speisekarte, mit Plastikstühlen auf dem Gehweg und einer Schlange zur Mittagszeit, sind fast immer ein gutes Zeichen. In Bangkok und Chiang Mai ist das leicht zu finden, zum Beispiel im Food Court im Terminal 21 in Bangkok, wo die Auswahl riesig ist und die Preise trotzdem niedrig bleiben. Unsere gesammelten Lieblingsadressen in der Hauptstadt findest du in unserem Guide für Bangkok, für den Norden in unserem Foodguide für Chiang Mai.

Orte wie die Khao San Road in Bangkok würden wir dagegen eher meiden, wenn es um authentisches Essen geht. Dort ist alles auf Touristen ausgelegt, die Preise sind höher und die Gerichte oft angepasst und weniger scharf. Auf kleineren, touristisch geprägten Inseln im Süden war es teils schwieriger, lokale Küche zu finden, weil ein Großteil der Restaurants auf westliche Gäste und deren Vorlieben ausgerichtet ist. Auf größeren Inseln oder in Orten mit mehr Einheimischen lohnt sich die Suche nach kleinen Garküchen abseits der Strandpromenade meistens trotzdem.

Reservierungen sind in normalen Restaurants unüblich, nur in gehobenen Lokalen oder zu besonderen Anlässen solltest du vorher anrufen oder online buchen. Trinkgeld ist in Thailand keine Pflicht, wird aber in Restaurants mit Bedienung gerne gesehen, üblich sind etwa 10 Prozent oder das Aufrunden der Rechnung. In einfachen Garküchen und an Streetfood-Ständen wird meist kein Trinkgeld erwartet. Bezahlt wird an kleinen Ständen ausschließlich bar, in Restaurants und Supermärkten in Städten wird Kartenzahlung immer üblicher, auf dem Land oder an sehr einfachen Ständen solltest du trotzdem immer etwas Bargeld dabeihaben.

Lecker Streetfood gibts jeden Sonntag in Chiang Mai auf der Walking Street, einem riesigen Nachtmarkt in der Altstadt

Supermärkte & Selbstversorgung

7-Eleven ist in Thailand allgegenwärtig, oft findest du gleich mehrere Filialen an einer einzigen Straßenkreuzung. Für schnelle Snacks, Wasser, Kaffee und Bier sind sie ideal und günstig, für richtiges Kochen aber wenig geeignet. Größere Supermärkte wie Big C, Tesco Lotus oder Tops Market gibt es in den meisten größeren Städten, dort bekommst du auch importierte Produkte, wenn dir mal nach etwas Vertrautem von zu Hause ist, allerdings zu deutlich höheren Preisen als lokale Ware.

Für uns hat sich Selbstkochen nur gelohnt, wenn wir länger an einem Ort mit eigener Küche geblieben sind, zum Beispiel während eines längeren Aufenthalts auf Koh Chang oder Koh Mak. Ansonsten war Street Food meist günstiger und weniger Aufwand als selbst einzukaufen und zu kochen. Wer selbst kochen möchte, findet auf den lokalen Märkten frisches Gemüse, Fleisch und Fisch zu sehr fairen Preisen, deutlich günstiger als in den Supermärkten. Gewürzpasten für Currys gibt es fertig in kleinen Plastiktüten an jedem Marktstand, ein guter Shortcut, wenn du keine Lust hast, alles von Grund auf selbst anzurühren.

Kulinarische Erlebnisse

Kochkurs in Bangkok

Der Kochkurs in Bangkok war für uns eines der Highlights der ganzen Reise, und den würden wir uneingeschränkt weiterempfehlen. Wir haben mit einer kleinen Gruppe zunächst einen Markt besucht, um Zutaten einzukaufen und mehr über die Grundlagen der Küche zu lernen, bevor es in die Kochschule ging. Dort haben wir unter Anleitung mehrere Gerichte selbst zubereitet, von der Currypaste bis zum fertigen Curry, inklusive der ganzen Fehler, die beim ersten Mal eben passieren. Was uns am meisten mitgenommen hat: Wie viel frisches, richtig zerstoßenes Gewürz ausmacht, im Vergleich zu den fertigen Pasten aus dem Supermarkt. Unseren ausführlichen Erfahrungsbericht zum Kochkurs findest du hier: Kochkurs in einer Kochschule in Bangkok.

Nachtmärkte

Nachtmärkte sind wahrscheinlich der einfachste Weg, dich in kurzer Zeit durch möglichst viele Gerichte zu probieren. Kleine Portionen, viele Stände nebeneinander, du kannst dich von einem zum nächsten hangeln, ohne dich auf ein Gericht festlegen zu müssen. In Bangkok waren die Märkte rund um Chinatown und in Vierteln wie Talat Noi unsere Favoriten, dicht gedrängt, laut, aber genau deshalb so unterhaltsam. In Chiang Mai lohnt sich der Sonntagsmarkt in der Altstadt, dort trifft Streetfood auf Handwerk und Live-Musik. Für uns war jeder Nachtmarktbesuch auch ein kleines Abenteuer, weil wir selten genau wussten, was wir bestellt hatten, bis der Teller vor uns stand.

🍳 Unsere Rezepte aus Thailand

Wer Lust bekommen hat, ein Stück Thailand mit nach Hause zu nehmen: Diese Gerichte haben wir bereits als ausführliche Rezepte für dich festgehalten.

Was Essen in Thailand kostet

Thailand gehört zu den günstigsten Ländern Asiens, wenn es um Essen geht, das hat sich auch 2026 nicht grundlegend geändert, auch wenn die Preise in Restaurants zuletzt etwas gestiegen sind. Zur groben Orientierung, zusammengefasst aus unseren eigenen Erfahrungen und aktuellen Preisen vor Ort:

  • Frühstück: Streetfood wie Roti oder eine Nudelsuppe kostet meist 40 bis 100 Baht (etwa 1 bis 2,50 Euro).
  • Mittagessen: Ein Gericht in einer lokalen Garküche oder auf einem Food Court liegt meist zwischen 60 und 150 Baht (etwa 1,50 bis 3,70 Euro).
  • Abendessen: In einem einfachen Restaurant mit Bedienung zahlst du für ein Gericht etwa 100 bis 300 Baht (etwa 2,50 bis 7,50 Euro), in klimatisierten Mittelklasse-Restaurants auch bis zu 400 Baht.
  • Getränke: Ein Bier aus dem Supermarkt kostet umgerechnet unter einem Euro, in der Bar meist 80 bis 150 Baht. Ein Kaffee liegt zwischen 20 Baht am Straßenstand und 100 Baht im Café.
  • Supermarkt: Für einfache Selbstverpflegung, Grundzutaten für ein bis zwei Personen und einen Tag, kannst du mit etwa 150 bis 250 Baht rechnen, auf lokalen Märkten meist günstiger als im Supermarkt.

Mit einem Tagesbudget von rund 300 bis 450 Baht, also etwa 7 bis 11 Euro, kommst du bei drei Streetfood- oder Garküchen-Mahlzeiten plus Snacks und Getränken gut durch den Tag. Wer öfter in klimatisierten Restaurants isst oder gerne Cocktails trinkt, sollte deutlich mehr einplanen.

Praktische Tipps

  • Leitungswasser solltest du in Thailand nicht trinken, auch Einheimische kaufen meist Flaschenwasser oder nutzen Wasserspender, die in vielen Unterkünften und Straßen zu finden sind. Große Flaschen bekommst du günstig an jedem 7-Eleven oder kleinen Laden.
  • Vegetarisch und vegan zu essen ist in Thailand grundsätzlich gut möglich, vor allem in Städten mit gutem Angebot an Streetfood-Ständen und Restaurants. Schwieriger wird es auf dem Land oder bei sehr traditionellen Gerichten, viele Currys und Saucen enthalten Fischsauce, auch wenn kein Fleisch sichtbar ist. Der Satz „Mangsawirat“ für vegetarisch oder „Gin Jeh“ für streng vegan hilft weiter, auch wenn nicht jeder Verkäufer Englisch spricht.
  • Bei Allergien, vor allem gegen Erdnüsse oder Meeresfrüchte, solltest du besonders aufmerksam sein, da viele Gerichte Erdnüsse, Fischsauce oder Garnelenpaste enthalten, auch wenn es auf den ersten Blick nicht danach aussieht. In touristischeren Restaurants ist das Personal meist besser darauf vorbereitet, an einfachen Streetfood-Ständen ist Kommunikation manchmal schwieriger.
  • Zur Hygiene bei Streetfood: Wir haben in mehreren Monaten kaum Probleme gehabt, solange wir auf gut besuchte Stände mit hohem Durchlauf geachtet haben. Frisch zubereitetes, heißes Essen ist meist unbedenklich, bei bereits fertig zubereiteten und offen stehenden Speisen sind wir vorsichtiger geworden.
  • Essenszeiten sind in Thailand flexibler als in Deutschland, viele Stände haben schon früh morgens geöffnet und bis spät in die Nacht, gerade Nachtmärkte laufen oft erst nach Einbruch der Dunkelheit richtig an.

FAQ zum Essen & Trinken in Thailand

Was sollte man in Thailand unbedingt probieren?

Pad Thai und Tom Yum sind die bekanntesten Gerichte, aber wer wirklich in die Küche eintauchen will, sollte auch Pad Kra Pao, ein grünes oder rotes Curry und, wenn du im Norden bist, Khao Soi probieren. Zum Nachtisch lohnt sich Mango Sticky Reis, vor allem während der Mango-Saison zwischen März und Juni. Regionale Spezialitäten wie Som Tam im Nordosten oder frische Meeresfrüchte im Süden runden das Bild ab.

Ist Essen in Thailand teuer?

Nein, im Gegenteil, Thailand gehört zu den günstigsten Reisezielen Asiens, wenn es um Essen geht. Streetfood kostet meist zwischen 40 und 100 Baht pro Gericht, ein Restaurantbesuch mit Bedienung liegt oft bei 100 bis 300 Baht. Mit einem Budget von 300 bis 450 Baht am Tag isst du dich gut durch.

Kann man Streetfood in Thailand bedenkenlos essen?

Grundsätzlich ja. Wir haben über mehrere Monate kaum Probleme gehabt, solange wir auf Stände mit hohem Durchlauf und frischer Zubereitung geachtet haben. Ein guter Indikator ist eine Schlange von Einheimischen, das spricht meist für Frische und Qualität. Bei bereits fertig zubereiteten, offen ausliegenden Speisen sind wir vorsichtiger. Aufpassen sollte man auch bei der Schärfe der Gerichte – die Thais lieben scharfes essen.

Gibt es in Thailand vegetarische Gerichte?

Ja, vor allem in Städten ist das Angebot gut, viele Currys, Nudel- und Reisgerichte lassen sich vegetarisch bestellen. Vorsicht ist trotzdem geboten, da viele Gerichte standardmäßig Fischsauce enthalten, auch wenn kein Fleisch zu sehen ist. Wer streng vegan isst, sollte das explizit dazusagen, zum Beispiel mit dem Begriff „Gin Jeh“.

Wie viel Trinkgeld ist in Thailand üblich?

Trinkgeld ist keine Pflicht, wird in Restaurants mit Bedienung aber gerne gesehen. Üblich sind etwa 10 Prozent der Rechnung oder das Aufrunden auf einen glatten Betrag. An Streetfood-Ständen und in einfachen Garküchen wird normalerweise kein Trinkgeld erwartet.

Kann man in Thailand Leitungswasser trinken?

Nein, Leitungswasser solltest du meiden. Flaschenwasser ist überall günstig erhältlich, viele Unterkünfte und öffentliche Orte bieten außerdem Wasserspender zum Nachfüllen an.

Welche Getränke sind in Thailand typisch?

Neben Kaffee aus dem Norden und den drei großen Bieren Chang, Singha und Leo ist Cha Yen, der süße Thai-Eistee, ein echter Klassiker. Dazu kommen frisch gepresste Fruchtsäfte und Shakes an fast jedem Streetfood-Stand, im Süden trifft man häufiger auf Sangsom-Rum als Partygetränk.

Gibt es in Thailand gute Supermärkte?

Ja, 7-Eleven ist praktisch überall zu finden und eignet sich gut für Snacks und Getränke. Für richtige Einkäufe eignen sich größere Ketten wie Big C oder Tesco Lotus besser, lokale Märkte sind für frisches Gemüse, Fleisch und Fisch aber meist die günstigere und bessere Wahl.