Das Ghibli Museum im Tokio

Das Ghibli Museum in Mitaka, nahe Tokio, ist ein magischer Ort für Fans der berühmten Studio-Ghibli-Filme. Dieses einzigartige Museum bietet einen tiefen Einblick in die Welt der Ghibli-Animationen und ist ein Muss für alle, die die fantastischen Werke von Hayao Miyazaki und seinem Team lieben. Wir waren selbst dort – und mussten dafür einiges an Geduld und ein bisschen Kreativität bei der Ticketbeschaffung aufbringen. Wie das gelaufen ist und was du daraus lernen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Wir und Totoro im Ghibli Museum Tokio

Das Ghibli Museum in Tokio auf einen Blick

📍 Region: Mitaka, direkt an Tokio angrenzend
🏛️ Perfekt für: Studio-Ghibli-Fans, Familien, Kunst- und Animationsinteressierte
Empfohlene Aufenthaltsdauer: 2 bis 3 Stunden
🚗 Fortbewegung/Anreise: JR Chuo Line ab Tokio oder Shinjuku bis Mitaka Station, dann 15 Minuten zu Fuß durch den Inokashira Park oder mit dem Museumsbus
💰 Preisniveau: Niedrig (Eintritt 100 bis 1.000 Yen), Ticketbeschaffung kann aber teuer werden
☀️ Beste Reisezeit: Ganzjährig, das Museum ist ein Indoor-Erlebnis

1. Was ist das Ghibli Museum?

Das Ghibli Museum wurde von Hayao Miyazaki, dem Mitbegründer von Studio Ghibli, entworfen und 2001 eröffnet. Es ist ein interaktives Museum, das die kreative Welt der Ghibli-Filme lebendig werden lässt. Du kannst hier exklusive Kurzfilme sehen, Originalzeichnungen und Produktionsmaterialien bestaunen und interaktive Ausstellungen erleben, die die Magie der Animation erklären.


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2. Wie kommst du ab Tokio dorthin?

Der einfachste Weg, um von Tokio zum Ghibli Museum in Mitaka zu gelangen, ist mit dem Zug. Nimm die JR Chuo Line von der Tokyo Station oder Shinjuku Station und steige an der Mitaka Station aus. Die Fahrt dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Von der Mitaka Station aus kannst du entweder einen 15-minütigen Spaziergang durch den schönen Inokashira Park machen oder den Bus zum Museum nehmen, der direkt vor dem Bahnhof abfährt.unden eingeplant, und das war genau richtig: genug Zeit, um jeden Raum in Ruhe zu erleben, ohne dass es sich gehetzt anfühlte.


3. Was kostet der Eintritt?

Die Eintrittspreise für das Ghibli Museum betragen:

  • Erwachsene (19 Jahre und älter): 1.000 Yen
  • Jugendliche (13-18 Jahre): 700 Yen
  • Kinder (7-12 Jahre): 400 Yen
  • Kleinkinder (4-6 Jahre): 100 Yen
  • Kinder bis 3 Jahre: kostenlos

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4. Woher bekommst du Tickets?

Jetzt kommt der Teil, der hier leider keinen Spaß macht.

Tickets für das Ghibli Museum müssen, wie fast überall in Japan, im Voraus gekauft werden, da sie nicht vor Ort erhältlich sind. Du musst ein Ticket für einen festgelegten Tag und eine Uhrzeit (Time Slot) kaufen.

Weg 1: JTB Group Overseas (unser Tipp, bevor du es bei Lawson versuchst)

Was viele Reisende nicht wissen: Es gibt für Besucher von außerhalb Japans einen offiziellen Verkaufskanal über die JTB Group, der deutlich entspannter läuft als der Verkauf über Lawson. Die Tickets gehen dort bereits am 1. eines Monats für den Eintritt drei Monate später in den Verkauf (Tickets für September also schon am 1. Juni), Bezahlung in deiner lokalen Währung. Diesen Kanal kannst du nur nutzen, wenn du keinen japanischen Pass besitzt und dich außerhalb Japans befindest – für uns Reisende also genau der richtige Weg. Schau dafür auf der offiziellen Museumsseite unter den autorisierten Verkaufsstellen nach dem aktuellen JTB-Link, da sich diese gelegentlich ändern.

Weg 2: Lawson Tickets

In Japan können Tickets bei Lawson Convenience Stores über das Loppi-Ticketautomatensystem erworben werden. Dafür brauchst du japanische Sprachkenntnisse und Daten – also selten eine Option für uns Reisende direkt vor Ort.

Für internationale Besucher, die den JTB-Kanal verpasst haben oder nicht nutzen können, führt die offizielle Museumsseite zu Lawson Tickets. Eine Seite, für die man stressresistent sein muss und die für viele Attraktionen in Japan den Ticketverkauf übernimmt. Dort sind nur wenige Time Slots für internationale Besucher freigeschaltet, und du sitzt teilweise in langen Warteschleifen fest, bis du überhaupt die Chance auf ein Ticket bekommst.

Die Tickets werden immer zum 10. des Monats um 10 Uhr (japanische Zeit) für den nächsten Monat freigeschaltet. Hier musst du also pünktlich und schnell sein. Wenn du nicht direkt zur Freischaltung dabei bist, kann es sein, dass sie in wenigen Minuten ausverkauft sind. Es lohnt sich verschiedene Geräte wie IPhone, Tablet und Laptop und ebenso verschiedene Browserarten gleichzeitig zu nutzen, um die Chance zu erhöhen, irgendwo bis zum Ticketkauf durchzukommen.

Weg 3: Freelancer-Plattformen als letzter Ausweg

Für alle, die kein Ticket über die offiziellen Kanäle ergattern konnten, aber nicht auf den Besuch verzichten möchten, gibt es eine dritte Möglichkeit: auf Plattformen wie Fiverr nach „Ghibli Museum“ suchen. Es gibt Japaner, die daraus ein Geschäft gemacht haben, verzweifelten Touristen Tickets zu besorgen. Da sie vor Ort und in der Regel selbst Japaner sind, kommen sie teils noch an Tickets, wenn für uns online schon keine mehr verfügbar sind.

Allerdings zahlst du dann ein Vielfaches des Preises. Genau das haben wir gemacht, nachdem wir es zuerst selbst über Lawson versucht hatten und an ständig hängenden, überlasteten Seiten gescheitert waren. Insgesamt haben wir umgerechnet etwa 60 US-Dollar für zwei Tickets bezahlt – gut das Fünffache des regulären Preises. Die namensgebundenen Tickets wurden uns dafür direkt an unser erstes Hotel in Osaka geschickt, noch bevor wir überhaupt in Tokio angekommen waren, und lagen dort schon zu Beginn unserer Reise für uns bereit. Ob es dir das Geld wert ist, musst du für dich entscheiden – wir wollten den Besuch nicht verpassen und waren am Ende restlos begeistert vom Museum.


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5. Wie sind die Öffnungszeiten?

Das Ghibli Museum ist täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, außer an Dienstagen, wenn es geschlossen ist. Es ist auch an bestimmten Feiertagen und für Wartungsarbeiten geschlossen, daher ist es ratsam, die Website des Museums für aktuelle Informationen zu überprüfen.


6. Was gibt es dort zu sehen?

Das Ghibli Museum bietet eine Vielzahl von Ausstellungen und Aktivitäten:

Exklusive Kurzfilme: In einem kleinen Kino im Museum werden exklusive Kurzfilme gezeigt, die nur hier zu sehen sind.

Permanente Ausstellungen: Diese erklären den Animationsprozess und zeigen Originalzeichnungen und Produktionsmaterialien.

Wechselnde Ausstellungen: Diese thematischen Ausstellungen wechseln regelmäßig und bieten tiefere Einblicke in bestimmte Ghibli-Filme oder -Themen.

Nekobasu-Raum: Ein interaktiver Spielbereich für Kinder, der auf dem Katzenbus aus „Mein Nachbar Totoro“ basiert. Nur Kinder dürfen hier tatsächlich mitspielen – als Erwachsene bleibt einem an dieser Stelle nur das Zuschauen, was wir ehrlich gesagt ein bisschen schade fanden.

Museumsshop: Hier findest du exklusive Ghibli-Souvenirs und -Merchandise.

Café: Das Straw Hat Café bietet eine Auswahl an Speisen und Getränken in einem gemütlichen Ambiente.

Ein Besuch im Ghibli Museum ist ein zauberhaftes Erlebnis, das die Wunder der Ghibli-Welt zum Leben erweckt und einen tollen Einblick in die Entstehung dieser Animationsfilme gibt. Das Filmen und Fotografieren im Museum ist übrigens verboten – das finden wir gar nicht schlimm, denn so musst du einfach selbst hinfahren und den Zauber selbst erleben. Wir können es zu 100 % für jeden Ghibli-Fan empfehlen.


Häufige Fragen zum Ghibli Museum

Kann ich Tickets vor Ort im Museum kaufen?

Nein. Alle Tickets sind ausschließlich online im Voraus für ein festes Datum und eine feste Uhrzeit erhältlich.

Wie weit im Voraus sollte ich Tickets buchen?

Über den JTB-Kanal ab drei Monate im Voraus, über Lawson jeweils ab dem 10. des Vormonats. Je beliebter die Reisesaison, desto schneller ist beides ausverkauft.

Lohnt sich der Aufpreis über eine Freelancer-Plattform?

Das ist Geschmackssache und eine Frage des Budgets. Wir haben es genutzt, nachdem die offiziellen Kanäle nicht geklappt haben, und es hat zuverlässig funktioniert – du zahlst dafür aber deutlich mehr als den regulären Ticketpreis.

Wie viel Zeit sollte ich für den Besuch einplanen?

Zwei bis drei Stunden reichen, um die Ausstellungen, das Kino und den Museumsshop in Ruhe zu erleben.

Ist das Museum auch für Nicht-Ghibli-Fans interessant?

Bedingt. Der Fokus liegt stark auf der Entstehung der Animationsfilme – wer die Filme kennt und mag, holt deutlich mehr aus dem Besuch heraus.


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Nico & Katja


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