Highlights in Japan

Die 20 schönsten Orte & Sehenswürdigkeiten in Japan

Als unser Flieger zum Landeanflug auf Tokio ansetzte und sich unter uns dieses endlose Häusermeer ausbreitete, wussten wir: Diese zwei Wochen würden nicht annähernd reichen. Japan hat uns das von der ersten Minute an klargemacht. Wir sind mit einer Liste voller Klischees losgefahren – Sushi, Kirschblüten, Neonlichter – und mit einem Land zurückgekommen, das viel leiser, vielschichtiger und eigenwilliger ist, als es jedes Reisevideo zeigt.

Zwei Wochen sind wir durch das Land gereist, von Tokio über die Japanischen Alpen bis nach Kyoto, Nara, Osaka und Hiroshima. Mit dem Zug, größtenteils mit dem Japan Rail Pass, ein paar Etappen auch zu Fuß oder mit dem Bus in die Berge hinein. Genug, um ein Gefühl für das Land zu bekommen. Nicht annähernd genug, um alles zu sehen – Hokkaidos Wildnis, Okinawas Strände und der Süden von Kyushu stehen bei uns nach wie vor auf der Liste.

Dieser Artikel ist unsere zentrale Übersicht zu Japan: Wir stellen Dir 20 Orte vor, die aus unserer Sicht eine Japan-Reise ausmachen – von den Orten, die wir selbst besucht haben, bis zu jenen, die wir bei der Recherche für spätere Reisen immer wieder als unumgänglich empfohlen bekommen haben. Zu jedem Highlight findest Du praktische Infos zu Öffnungszeiten, Eintritt und Anfahrt sowie unsere Einschätzung, für wen sich der Ort lohnt.

Was Dich erwartet, ist ein Land der Gegensätze. Auf Tokios Straßenkreuzungen drängen sich hunderttausend Menschen am Tag, während wenige Zugminuten entfernt ein Tempelgarten so still daliegt, als hätte sich seit Jahrhunderten nichts verändert. Die Küche wechselt von der Ramen-Bar am Bahnhof bis zum kaiserlichen Kaiseki-Menü, und selbst die Landschaft schwankt zwischen Großstadtdschungel, Reisterrassen und aktiven Vulkanen.

Bevor es in die einzelnen Highlights geht, zeigen wir Dir auf einer Karte, wo diese Orte liegen, und ordnen sie den wichtigsten Regionen Japans zu. Das hilft bei der Routenplanung – denn wer wie wir nur zwei oder drei Wochen Zeit hat, muss auswählen. Los geht’s.

Hirsche füttern im Nara Park

Unsere 3 persönlichen Highlights in Japan

„Während unserer Japan-Rundreise haben wir viele beeindruckende Orte erlebt. Wenn wir heute noch einmal zurückkehren würden, wären diese drei Highlights für uns absolute Pflicht.“

🥇 teamLab Planets Tokyo – Für uns das beeindruckendste Erlebnis unserer ganzen Japanreise. Barfuß durch knietiefes Wasser waten, zwischen Lichtprojektionen und Blumenmeeren stehen, die Grenze zwischen Kunst und eigenem Körper verschwimmen lassen – das haben wir so noch nirgends erlebt.

🥈 Nara-Park und seine Hirsche – Über tausend zahme Sikahirsche, die frei durch die Stadt streifen und sich für ein paar Reiscracker sogar verbeugen. Zwischen jahrhundertealten Tempeln und Schreinen entsteht hier eine Atmosphäre, die es so kein zweites Mal in Japan gibt.

🥉 Spaziergang durch Arashiyama – Der Bambuswald bei Kyoto zählt zu den meistfotografierten Orten Japans, und das völlig zu Recht. Wenn die hohen Halme im Wind knarren und das Licht in schmalen Streifen durchbricht, versteht man sofort, warum.

Die Regionen Japans im Überblick

Japan lässt sich grob in sieben Regionen einteilen, die sich auch für die Reiseplanung eignen. Der Kanto-Raum rund um Tokio ist meist Start- und Endpunkt jeder Reise: Hier liegen neben der Hauptstadt auch Yokohama, Kamakura, Nikko und die Onsen-Region Hakone, alle in ein bis zwei Zugstunden erreichbar. Weiter westlich liegt Kansai, das kulturelle Herz des Landes mit Kyoto, Nara, Osaka und dem heiligen Berg Koya-san – die Distanzen zwischen diesen Orten sind so kurz, dass sich eine Basis in Kyoto oder Osaka für mehrere Tage anbietet.

Dazwischen, in den Japanischen Alpen (Chubu), liegen Kanazawa, Takayama, Shirakawa-go und Matsumoto, dazu der Mount Fuji und Nagoya. Diese Region eignet sich besonders für Reisende, die neben Tempeln auch Berglandschaften und alte Handwerkerstädte sehen möchten. Im Westen schließt sich Chugoku mit Hiroshima und der Insel Miyajima an, im Süden die Insel Kyushu mit Fukuoka und Nagasaki – beide oft unterschätzt, weil sie außerhalb der klassischen Route liegen.

Ganz im Norden liegt Hokkaido, Japans wilde, dünn besiedelte Insel mit Nationalparks und im Winter legendären Skigebieten. Ganz im Süden, subtropisch und mit eigener Kultur, liegt die Inselkette Okinawa. Beide Regionen erfordern zusätzliche Flug- oder Fahrzeit und lassen sich kaum in eine klassische zweiwöchige Reise durch Zentraljapan integrieren – wir empfehlen sie eher als eigene Reise oder Verlängerung.

Osaka Castle

Die 20 schönsten Sehenswürdigkeiten in Japan

Eine Übersicht auf der Karte


1. Tokio – Die pulsierende Metropole Japans

Tokio war unsere erste und letzte Station, und beide Male hat uns die Stadt überrumpelt – beim ersten Mal mit ihrer schieren Größe, beim zweiten Mal damit, wie unterschiedlich ihre Viertel wirklich sind. Der Meiji-Schrein liegt mitten in einem Wald, keine zehn Gehminuten von der Shopping-Meile Omotesando entfernt, und der Übergang zwischen beidem ist fast abrupt. Im historischen Asakusa mit dem Senso-ji-Tempel drängen sich Touristen und Einheimische gleichermaßen durch die Nakamise-Einkaufsstraße.

Für den Überblick lohnt sich der Tokyo Skytree, auch wenn wir am Ende lieber die kostenlose Aussichtsplattform im Rathaus von Shinjuku genutzt haben, um Geld zu sparen. Shibuya und Ginza sind fürs Shopping da, Akihabara für Technik und Anime, und die berühmte Shibuya-Kreuzung solltest Du mindestens einmal bei Dunkelheit überqueren, wenn die Leuchtreklamen ihre volle Wirkung entfalten.

Beste Reisezeit: März bis Mai (Kirschblüte) und Oktober/November (Herbstlaub), dann sind Temperaturen und Licht am angenehmsten.

Öffnungszeiten: Die meisten Viertel und Schreine sind frei zugänglich; der Tokyo Skytree hat täglich von 8 bis 22 Uhr geöffnet (letzter Einlass 20:30 Uhr).

Eintritt: Meiji-Schrein und Senso-ji sind kostenlos. Der Skytree kostet im Vorverkauf ab ca. 3.100 Yen (Wochentag) bzw. 3.400 Yen (Wochenende), Kinder bis 5 Jahre sind frei.

Anfahrt: Tokio ist über den Flughafen Narita oder Haneda erreichbar, innerhalb der Stadt kommst Du mit U-Bahn und JR-Linien überall hin.

Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Wir haben im Hotel Keihan Tokyo Yotsuya im Bezirk Shinjuku gewohnt, 200 Meter vom Zentrum entfernt, moderne Zimmer zu einem fairen Preis. Alternativ das Toshi Center Hotel im Bezirk Chiyoda (4 Sterne, 950 Meter vom Zentrum) mit ebenfalls modernen Zimmern.

Unser Tipp: Plane für Tokio mindestens drei, besser vier Tage ein – die Stadt ist in einzelne Viertel unterteilt, zwischen denen Du viel Zeit in der U-Bahn verbringst, wenn Du sie nicht grob nach Lage gruppierst.

-> Hier findest Du unseren Artikel zu den schönsten Sehenswürdigkeiten und Stadtvierteln in Tokio.

Kurz & knapp

📍 Region: Kanto
Unsere Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 3–4 Tage
💰 Eintritt: kostenlos bis ca. 3.400 Yen (Skytree) Geeignet für: Shopping, Nachtleben, Architektur, Kulinarik

2. Kyoto – Das kulturelle Herz Japans

Über 2.000 Tempel und Schreine soll es in Kyoto geben, und nach ein paar Tagen dort glauben wir das sofort. Der Kinkaku-ji, der Goldene Pavillon, ist der Ort, an dem wahrscheinlich jedes Reisefoto zu Japan mal herkam – zurecht, auch wenn der Andrang am Teich davor entsprechend groß ist. Unser persönliches Highlight war aber der Fushimi Inari-Taisha mit seinen tausenden roten Torii-Toren, die sich den Berg hinaufziehen: Wer über die ersten, immer vollen Minuten hinausgeht, bekommt einen stillen, fast privaten Schrein zu sehen. Wir waren einmal mittags und einmal am frühen Abend dort – der Abendbesuch hat uns deutlich besser gefallen.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Artikel über den Kinkaku-ji und unseren Artikel über den Fushimi Inari Schrein.

Ruhiger wird es im Arashiyama-Bambuswald, besonders am frühen Morgen, bevor die Reisegruppen eintreffen. Im historischen Gion-Viertel sind wir abends spazieren gegangen, an den alten Teehäusern vorbei, und haben tatsächlich zweimal eine Geisha auf dem Weg zu einem Termin gesehen – kurz, schnell, und mit deutlichem Abstand, wie es sich gehört. Kyoto ist die Stadt, in der wir am meisten einfach zu Fuß unterwegs waren, weil hinter jeder Ecke ein weiterer Schrein oder Garten liegt.

Beste Reisezeit: April (Kirschblüte) oder November (Ahornlaub), beides mit entsprechend mehr Besuchern.

Öffnungszeiten: Kinkaku-ji täglich 9 bis 17 Uhr (letzter Einlass 16:30 Uhr), Fushimi Inari durchgehend 24 Stunden geöffnet.

Eintritt: Kinkaku-ji 500 Yen für Erwachsene, 300 Yen für Schüler. Fushimi Inari und der Arashiyama-Bambuswald sind kostenlos.

Anfahrt: Kyoto liegt am Shinkansen-Netz, ab Tokio rund 2,5 Stunden. Innerhalb der Stadt fahren Busse und eine überschaubare U-Bahn, Fushimi Inari erreichst Du in 5 Minuten mit der JR Nara Line ab Bahnhof Kyoto.

Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Das Luck You Kyoto, ein traditionelles japanisches Gebäude mit hübschen Zimmern im Zentrum, oder das insomnia KYOTO OIKE, ein modernes Hotel direkt neben der Metro-Station.

Unser Tipp: Besuche den Kinkaku-ji möglichst zur Öffnung um 9 Uhr und Fushimi Inari erst ab dem späten Nachmittag – so umgehst Du an beiden Orten die Reisebusse.

-> Hier findest Du unseren Artikel zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Kyoto.

Kurz & knapp

📍 Region: Kansai
Unsere Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 3–4 Tage
💰 Eintritt: kostenlos bis 500 Yen pro Tempel Geeignet für: Kultur, Fotografie, Spiritualität, Wandern


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3. Hiroshima und Miyajima – Stadt des Friedens und schwimmendes Tor

Hiroshima ist kein Ort, den man wegen seiner Schönheit besucht, sondern wegen seiner Geschichte. Der Friedenspark mit dem Friedensmuseum hat uns beide sehr still gemacht – die Ausstellungsstücke sind direkt, ohne Effekthascherei, und gerade dadurch schwer auszuhalten. Wir haben uns für den Besuch bewusst einen halben Tag Zeit genommen und keine weiteren Termine danach eingeplant.

Danach ging es mit der Fähre zur Insel Miyajima, nur eine kurze Überfahrt entfernt. Das schwimmende Torii-Tor des Itsukushima-Schreins ist bei Flut das bekanntere Motiv, uns hat aber die Ebbe fast besser gefallen – dann kannst Du bis zum Tor hinauslaufen und es von unten betrachten. Die wilden Hirsche auf der Insel sind deutlich entspannter als die in Nara, was auch daran liegen mag, dass es weniger Kekse gibt.

Beste Reisezeit: Frühjahr und Herbst, die Sommermonate sind schwül.

Öffnungszeiten: Friedensmuseum ab 7:30 Uhr, Schließzeit saisonal unterschiedlich – vor Ort oder online prüfen.

Eintritt: Friedensmuseum ab ca. 200 Yen, Senioren ab 65 Jahren 100 Yen. Der Itsukushima-Schrein selbst kostet einen kleinen Eintritt, das Torii-Tor ist von außen frei zu sehen.

Anfahrt: Ab Kyoto oder Osaka mit dem Shinkansen nach Hiroshima (ca. 1,5–2 Stunden), von dort mit Straßenbahn und Fähre nach Miyajima.

Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: The Knot Hiroshima, ein modernes 4-Sterne-Hotel im Herzen der Stadt mit Dachterrasse und guter Lage für beide Ausflüge.

Unser Tipp: Frag beim Fährbetreiber oder online nach den Gezeitenzeiten und plane Deinen Besuch bewusst um Ebbe oder Flut herum, je nachdem, welches Bild Du vom Tor möchtest.

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📍 Region: Chugoku
Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht) 🕒 Aufenthaltsdauer: 1–2 Tage
💰 Eintritt: ab ca. 200 Yen
Geeignet für: Geschichte, Kultur, Fotografie, Familien

4. Osaka – Kulinarische Hauptstadt Japans

Osaka hat einen völlig anderen Rhythmus als Kyoto oder Tokio – lauter, direkter, hungriger. Das Osaka-Schloss mit seinem weitläufigen Park ist tagsüber einen Besuch wert, richtig lebendig wird die Stadt aber erst abends im Viertel Dotonbori, zwischen Leuchtreklamen, Straßenständen und dem Geruch von gegrilltem Oktopus.

Wir haben dort mehr Takoyaki gegessen, als wir zugeben wollen, dazu Okonomiyaki direkt am heißen Grill zubereitet. Für den Blick über die Stadt sind wir aufs Umeda Sky Building gefahren – die Aussichtsplattform zwischen den beiden Türmen ist ungewöhnlich konstruiert und bei Sonnenuntergang besonders eindrucksvoll. Osaka eignet sich außerdem gut als Basis für Tagesausflüge nach Nara und Kobe.

Beste Reisezeit: Frühjahr und Herbst, ähnlich wie Kyoto.

Öffnungszeiten: Osaka-Schloss täglich 9 bis 17 Uhr, Umeda Sky Building täglich 9:30 bis 22:30 Uhr (letzter Einlass 22 Uhr).

Eintritt: Osaka-Schloss (Turm) ca. 600 Yen, der umgebende Park ist kostenlos. Umeda Sky Building 1.500 Yen für Erwachsene, 700 Yen für Kinder bis 12 Jahre.

Anfahrt: Ab Kyoto mit dem Zug ca. 30 Minuten, ab Tokio mit dem Shinkansen etwa 2,5 Stunden.

Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Das Rihga Place Higobashi, ein 4-Sterne-Hotel mit direkter Lage an einer Metro-Station und im Vergleich günstig, oder das Hotel Vischio Osaka direkt in Umeda.

Unser Tipp: Geh abends bewusst ohne festen Plan durch Dotonbori und lass Dich von den Straßenständen leiten – die besten Sachen fanden wir eher zufällig als auf Empfehlung.

-> Hier findest Du unseren Artikel zu den schönsten Sehenswürdigkeiten und Ausflügen in Osaka.

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📍 Region: Kansai
Unsere Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2 Tage
💰 Eintritt: 600–1.500 Yen je nach Ort
Geeignet für: Kulinarik, Nachtleben, Architektur, Shopping

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Die besten Unterkünfte in Japan – hier haben wir übernachtet:
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5. Nara – Wo Hirsche und Tempel aufeinandertreffen

Nara war als halber Tagesausflug von Kyoto geplant und wurde bei uns zu einem ganzen. Im Nara-Park laufen die Hirsche wirklich frei umher, gelten als heilige Boten der Shinto-Götter und haben schnell raus, wer gerade Kekse gekauft hat. Manche verbeugen sich, bevor sie fressen, andere sind deutlich weniger geduldig – wir würden die Kekse mit ausgestrecktem Arm reichen und nicht zu lange zögern.

Dahinter liegt der Todai-ji-Tempel mit der größten bronzenen Buddha-Statue der Welt, die selbst nach Fotos in Reiseführern noch überraschend groß wirkt, wenn man tatsächlich davorsteht. Der Kasuga-Taisha-Schrein mit seinen tausenden Steinlaternen liegt etwas versteckter im Wald hinter dem Park und wird von deutlich weniger Besuchern angesteuert als der Todai-ji – für uns der ruhigere und persönlich sogar der stimmungsvollere der beiden Orte.

Beste Reisezeit: Ganzjährig angenehm, im Frühjahr blühen zusätzlich die Kirschbäume im Park.

Öffnungszeiten: Todai-ji täglich ca. 7:30 bis 17:30 Uhr, saisonal abweichend (Sommerplan oft 8 bis 17 Uhr). Der Nara-Park selbst ist frei zugänglich.

Eintritt: Todai-ji 600 Yen für Erwachsene, 300 Yen für Kinder. Hirschkekse kosten an den Ständen im Park ca. 200 Yen.

Anfahrt: Ab Kyoto oder Osaka mit dem Zug in 45 bis 75 Minuten, je nach Linie.

Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Das Hotel Neiraku, ein kleines Boutique-Hotel mit modernen Zimmern, der Nara-Park ist fußläufig erreichbar. Alternativ das neue Hotel Nara no Hamori, fünf Minuten vom Park entfernt mit großen, modernen Zimmern.

Unser Tipp: Halte die Kekse beim Füttern flach in der Hand und nicht über dem Kopf – manche Hirsche stupsen recht energisch nach, wenn sie ungeduldig werden.

-> Hier findest Du unseren Artikel mit allen Tipps und Infos zu Nara.

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📍 Region: Kansai
Unsere Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: Halbtags bis 1 Tag
💰 Eintritt: 600 Yen (Todai-ji), Park kostenlos Geeignet für: Familien, Fotografie, Kultur, Geschichte

6. Hokkaido – Japans wilder Norden

Hokkaido haben wir bei unserer Reise nicht geschafft – die Insel liegt weit im Norden und lässt sich kaum nebenbei in eine Route durch Zentraljapan einbauen. Nach allem, was wir für spätere Reisen recherchiert haben, ist sie aber genau deshalb interessant: Im Daisetsuzan-Nationalpark kannst Du wandern und in heißen Quellen sitzen, während um Dich herum noch echte Wildnis liegt. Der Shiretoko-Nationalpark ist UNESCO-Weltnaturerbe und bekannt für Bärenbeobachtungen.

Im Sommer blühen die Lavendelfelder von Furano, im Winter verwandelt sich die Insel in eines der besten Skigebiete Asiens – der Ort Niseko ist unter Wintersportlern für seinen Pulverschnee bekannt und entsprechend international geprägt.

Beste Reisezeit: Juli/August für Lavendel und Wandern, Dezember bis Februar für Ski und Snowboard.

Öffnungszeiten: Nationalparks sind durchgehend zugänglich, einzelne Besucherzentren haben feste Öffnungszeiten.

Eintritt: Die Nationalparks selbst sind kostenlos, Skipässe in Niseko liegen tagesabhängig meist zwischen 6.000 und 8.000 Yen.

Anfahrt: Flug nach Sapporo (New Chitose Airport) ab Tokio in ca. 1,5 Stunden, alternativ Shinkansen mit Umstieg.

Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Das Tida House Vacation Stay, ein uriges kleines Ferienhaus nahe am Nationalpark, oder das Hotel Route Inn Grand Kitami Ekimae mit eigenem Onsen im Haus.

Unser Tipp: Plane Hokkaido nach Möglichkeit als eigene Reise oder deutliche Verlängerung ein, nicht als Abstecher zwischen zwei anderen Zielen – die Distanzen sind größer, als es auf der Karte wirkt.

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📍 Region: Hokkaido
Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht) 🕒 Aufenthaltsdauer: mindestens 4–5 Tage
💰 Eintritt: kostenlos (Nationalparks)
Geeignet für: Wandern, Natur, Skifahren, Fotografie

7. Nikko – Historische Schreine in dichten Wäldern

Auch Nikko, nordwestlich von Tokio, haben wir bei unserer zweiwöchigen Reise zugunsten von Hakone ausgelassen – beide liegen als Tagesausflug von Tokio nahe beieinander, für beide reichte die Zeit nicht. Der Toshogu-Schrein gilt als einer der prunkvollsten Schreinkomplexe Japans und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe, mit aufwendigen Schnitzereien, darunter die berühmten drei Affen, die nichts Böses sehen, hören oder sagen.

Die Natur rund um Nikko ist eigenständig einen Besuch wert: Der Kegon-Wasserfall stürzt fast 100 Meter in die Tiefe, und im Herbst sollen die Wälder um Nikko zu den farbenstärksten in ganz Japan gehören.

Beste Reisezeit: Oktober/November für Herbstlaub, Frühsommer für grüne Wälder ohne Hitze.

Öffnungszeiten: Toshogu-Schrein 8 bis 17 Uhr (November bis März bis 16 Uhr), letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung.

Eintritt: Schrein 1.300 Yen, Museum zusätzlich 1.000 Yen, Kombiticket 2.100 Yen, Kinder 400 Yen.

Anfahrt: Ab Tokio mit dem Zug (Tobu oder JR) in ca. 2 Stunden, vom Bahnhof Nikko mit dem Bus oder zu Fuß (35–45 Minuten) zum Schrein.

Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Das Gableview Forest Inn, ein uriges Gasthaus mit familiärer Atmosphäre in schöner Waldlage, mit Onsen und guter Ausgangslage zum Erkunden.

Unser Tipp: Plane mindestens drei bis vier Stunden für den Schreinkomplex ein – er ist mit 120 Hektar deutlich größer, als die meisten Tagesausflüge einplanen.

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📍 Region: Kanto
Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht) 🕒 Aufenthaltsdauer: 1 Tag
💰 Eintritt: 1.300–2.100 Yen
Geeignet für: Kultur, Wandern, Architektur, Natur

8. Kamakura – Die kleine Kyoto am Meer

Kamakura, nur eine Stunde südlich von Tokio, stand auf unserer Liste, ist aber zugunsten von Hakone und Nikko einer Zeitentscheidung zum Opfer gefallen – bei nur zwei Wochen lässt sich nicht jeder Küstenort um Tokio unterbringen. Das Hauptmotiv ist der Große Buddha von Kamakura im Kotoku-in-Tempel, eine über 13 Meter hohe Bronzestatue im Freien, gegen einen kleinen Aufpreis auch von innen zu besichtigen.

Der Hasedera-Tempel bietet eine Aussicht auf Stadt und Ozean zugleich, der Tsurugaoka-Hachimangu-Schrein gilt als spirituelles Zentrum der Stadt. Die Bambusgärten des Hokokuji-Tempels sollen deutlich ruhiger sein als die in Kyoto, weil Kamakura insgesamt weniger überlaufen ist.

Beste Reisezeit: Frühjahr und Herbst, im Sommer wird es an der Küste schwül.

Öffnungszeiten: Kotoku-in April bis September 8 bis 17:30 Uhr, Oktober bis März 8 bis 17 Uhr.

Eintritt: 300 Yen, zusätzlich 50 Yen für das Innere der Statue.

Anfahrt: Ab Tokio mit der JR Yokosuka Line in ca. 1 Stunde direkt nach Kamakura.

Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Das Hotel Metropolitan Kamakura, ein 4-Sterne-Hotel im Zentrum, oder die Beach Side House SHELL, gute Zimmer und Apartments direkt am Strand.

Unser Tipp: Kombiniere den Besuch mit der Enoshima-Bahn, einer kleinen Straßenbahn, die von Kamakura an der Küste entlangfährt – für uns beim nächsten Mal ganz oben auf der Liste.

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📍 Region: Kanto
Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht) 🕒 Aufenthaltsdauer: 1 Tag
💰 Eintritt: 300–350 Yen
Geeignet für: Kultur, Strand, Fotografie, Familien


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9. Mount Fuji – Das Symbol Japans

Den Fuji haben wir nur von Weitem gesehen, an einem der wenigen Tage, an denen er nicht in Wolken verschwunden war – für die Besteigung selbst reicht die offizielle Saison von Juli bis Anfang September, außerhalb dieser Zeit ist der Berg gesperrt. Wer 2026 hinaufsteigen möchte, muss inzwischen vorab online reservieren: Auf dem beliebten Yoshida Trail gilt eine Gebühr von 4.000 Yen pro Person sowie ein Tageslimit von 4.000 Kletterern, um die Überlastung des Bergs einzudämmen.

Wer es gemütlicher mag, bleibt in der Region der Fuji Five Lakes. Von dort hast Du bei klarem Wetter freie Sicht auf den Berg, kannst Bootstouren unternehmen oder in einem Onsen sitzen und den Gipfel beim Sonnenuntergang beobachten.

Beste Reisezeit: Juli bis Anfang September für die Besteigung, ganzjährig für die Aussicht von den Fuji Five Lakes (klarste Sicht oft im Winter).

Öffnungszeiten: Wanderwege außerhalb der Saison gesperrt, Torkontrollen schließen zwischen 14 und 3 Uhr, um Nachtbesteigungen ohne Hüttenreservierung zu verhindern.

Eintritt: 4.000 Yen Gebühr für den Yoshida Trail (2026, Online-Reservierung erforderlich).

Anfahrt: Ab Tokio mit dem Bus direkt zu den 5th Stations der jeweiligen Route, Fahrzeit ca. 2,5 Stunden.

Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Das Shoji Mount Hotel mit direktem Blick auf den Fuji, Zimmer mit Gemeinschaftsbad, oder das Kakureyado Fujikawaguchiko, klein, gemütlich und mit Frühstück zu einem fairen Preis.

Unser Tipp: Reserviere den Kletterplatz frühzeitig online über das offizielle Buchungssystem – ohne QR-Code-Permit kommst Du 2026 nicht mehr auf den Yoshida Trail.

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📍 Region: Chubu (Fuji Five Lakes)
Unsere Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1–2 Tage (Aussicht) / 1–2 Tage (Besteigung)
💰 Eintritt: 4.000 Yen (Besteigung Yoshida Trail) Geeignet für: Wandern, Fotografie, Natur, Roadtrip

10. Kanazawa – Samurai, Geishas und Gärten

Kanazawa war für uns der Übergang zwischen Tokio und den Alpen, und wir waren überrascht, wie wenig internationale Touristen dort im Vergleich zu Kyoto unterwegs waren. Der Kenroku-en-Garten gilt als einer der drei schönsten Gärten Japans, und nach unserem Besuch können wir das nachvollziehen – vor allem die alten Kiefern, die mit Seilen gegen die Schneelast im Winter gestützt werden, haben uns mehr interessiert als die Blütenpracht im Frühling.

Im Samurai-Distrikt Nagamachi kannst Du durch schmale Gassen zwischen alten Lehmmauern laufen, im Geisha-Viertel Higashi Chaya historische Teehäuser besichtigen und teilweise auch betreten. Beide Viertel liegen zu Fuß erreichbar nah beieinander, was Kanazawa zu einer angenehm kompakten Stadt macht.

Beste Reisezeit: Frühjahr für Kirschblüte im Kenroku-en, Winter für die charakteristischen Schneeschutz-Konstruktionen an den Bäumen.

Öffnungszeiten: Kenroku-en 1. März bis 15. Oktober 7 bis 18 Uhr, sonst 8 bis 17 Uhr.

Eintritt: Kenroku-en 320 Yen, Nagamachi und Higashi Chaya sind als Viertel frei zugänglich, einzelne Häuser verlangen Eintritt.

Anfahrt: Ab Tokio mit dem Hokuriku-Shinkansen in ca. 2,5 Stunden direkt nach Kanazawa.

Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Das Tokyu Stay Kanazawa, modern und neu, alles fußläufig erreichbar, oder das KOKO Hotel Premier Kanazawa Korinbo, günstig und mit guter Ausgangslage.

Unser Tipp: Geh direkt bei Öffnung in den Kenroku-en – ab etwa 10 Uhr füllen sich die Wege mit Reisegruppen, und die Ruhe, die den Garten ausmacht, geht schnell verloren.

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📍 Region: Chubu (Japanische Alpen)
Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht) 🕒 Aufenthaltsdauer: 1–2 Tage
💰 Eintritt: 320 Yen (Kenroku-en)
Geeignet für: Kultur, Fotografie, Architektur, Geschichte

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11. Takayama – Traditionelles Japan in den Alpen

Takayama liegt eingebettet in die japanischen Alpen und war für uns der Ort, an dem sich das Reisetempo spürbar verlangsamt hat. Die Altstadt mit ihren dunklen Holzhäusern und traditionellen Sake-Brauereien wirkt, als hätte man sie direkt aus dem 19. Jahrhundert herausgeschnitten – in einigen Brauereien kannst Du gegen eine kleine Gebühr probieren, was in den offenen Fässern gerade reift.

Im Hida Folk Village etwas außerhalb der Stadt stehen über 30 traditionelle Häuser aus der Region, teils mit Strohdächern ähnlich wie in Shirakawa-go, aber deutlich weniger besucht. Wer im April oder Oktober dort ist, sollte das Takayama-Festival mitnehmen – wir haben es knapp verpasst, was einer der wenigen Orte ist, an denen wir die Reise gern anders getimt hätten.

Beste Reisezeit: April und Oktober wegen der Festivals, sonst Frühherbst für angenehme Temperaturen.

Öffnungszeiten: Hida Folk Village täglich 8:30 bis 17 Uhr.

Eintritt: Hida Folk Village 700 Yen, die Altstadt selbst ist frei zugänglich.

Anfahrt: Ab Nagoya oder Toyama mit dem Zug in ca. 1,5 bis 2 Stunden, ab Kanazawa mit dem Bus in ca. 1,5 Stunden.

Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Das KAYA, modern, groß und geräumig, alle Sehenswürdigkeiten fußläufig erreichbar, oder das Relax Hotel Takayama Station direkt am Bahnhof.

Unser Tipp: Nutze das Hida Folk Village als ruhigere Alternative oder Ergänzung zu Shirakawa-go, wenn Du dort auf weniger Menschen treffen möchtest.

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📍 Region: Chubu (Japanische Alpen)
Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht) 🕒 Aufenthaltsdauer: 1–2 Tage
💰 Eintritt: 700 Yen (Hida Folk Village)
Geeignet für: Kultur, Wandern, Fotografie, Kulinarik

12. Shirakawa-go – UNESCO-Weltkulturerbe im Schnee

Shirakawa-go gehört zu den Orten, die wir noch lange nach der Reise vor Augen hatten. Die Gassho-Zukuri-Bauernhäuser mit ihren steil aufragenden Strohdächern sind so konstruiert, um dem massiven Schneefall der Region standzuhalten, und tatsächlich noch bewohnt – kein Freilichtmuseum, sondern ein lebendiges Dorf mit rund 600 Einwohnern.

Wir waren im Spätherbst dort, kurz vor dem ersten Schnee, und die Felder um das Dorf lagen in einem satten Braun. Vom Aussichtspunkt Ogimachi, einen kurzen, aber steilen Fußweg oberhalb des Dorfes, hast Du das komplette Ensemble im Blick, eingerahmt von den umliegenden Bergen. Ein einzelnes Bauernhaus, das Wada-ke, lässt sich gegen einen kleinen Eintritt von innen besichtigen und zeigt, wie mehrere Generationen unter einem Dach gelebt haben.

Beste Reisezeit: Januar/Februar für die winterliche Illuminationszeit (vorab reservieren), Oktober/November für Herbstfarben ohne die Wintermassen.

Öffnungszeiten: Das Dorf ist frei zugänglich, einzelne Häuser wie das Wada-ke öffnen meist zwischen 9 und 17 Uhr.

Eintritt: Der Dorfrundgang und der Aussichtspunkt sind kostenlos, einzelne Häuser verlangen um die 300 bis 500 Yen.

Anfahrt: Mit dem Bus ab Takayama (ca. 50 Minuten) oder Kanazawa (ca. 75 Minuten), beide Strecken sind reservierungspflichtig in der Hochsaison.

Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Das Onyado Yuinosho, ein einzigartiges 5-Sterne-Erlebnis in einem traditionellen Ryokan mit sehr gutem Essen.

Unser Tipp: Übernachte, wenn möglich, direkt im Dorf in einem der Gassho-Häuser – tagsüber kommen die Besuchergruppen per Bus, abends und morgens gehört Dir das Dorf fast allein.

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📍 Region: Chubu (Japanische Alpen)
Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1 Tag (Tagesausflug) bis 1 Übernachtung
💰 Eintritt: kostenlos, einzelne Häuser 300–500 Yen
Geeignet für: Fotografie, Kultur, Wandern, Natur

13. Hakone – Heiße Quellen und Blick auf den Fuji

Hakone würden wir als Alternative zu Nikko wählen, vor allem wegen der Kombination aus Onsen, Vulkanlandschaft und der Chance auf einen Blick auf den Fuji. Die Bootsfahrt über den Ashinoko-See mit dem Berg im Hintergrund – vorausgesetzt, die Wolken spielen mit – ist eine wunderbare Art, die Region kennenzulernen. Im Hakone Open-Air Museum stehen Skulpturen mitten in der Landschaft, ein ungewöhnlicher Kontrast zu den vielen Innenraum-Museen, die wir sonst besucht haben.

Mit der Seilbahn geht es weiter zum Owakudani-Tal, wo aktive vulkanische Aktivität sichtbar wird – Schwefeldämpfe, heißes Wasser, ein deutlicher Geruch. Dort werden die berühmten schwarzen Eier verkauft, die in den heißen Quellen gekocht werden und angeblich Jahre zum Leben hinzufügen sollen. Danach ein Onsen, und der Tag war für uns perfekt austariert zwischen Aktivität und Ruhe.

Beste Reisezeit: Herbst für klare Fuji-Sicht, Frühling für milde Temperaturen in den Außenbereichen.

Öffnungszeiten: Hakone Open-Air Museum täglich 9 bis 17 Uhr, letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung.

Eintritt: Museum 1.600 Yen für Erwachsene, 1.200 Yen für Studierende, 800 Yen für Kinder. Die Owakudani-Seilbahn wird separat bezahlt.

Anfahrt: Ab Tokio mit dem Romancecar oder Shinkansen plus Regionalzug in ca. 1,5 bis 2 Stunden.

Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Das Ichinoyu Honkan, ein traditionelles Ryokan mit Zimmern im japanischen Stil in schöner Naturlage, oder das Hotel Zagakukan im Zentrum nahe dem Bahnhof.

Unser Tipp: Kauf das Hakone Free Pass am Bahnhof – er deckt Bus, Seilbahn, Bootsfahrt und viele Museumsrabatte ab und rechnet sich meist schon am ersten Tag.

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📍 Region: Kanto
Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1–2 Tage
💰 Eintritt: 1.600 Yen (Open-Air Museum), Fuji Free Pass empfohlen
Geeignet für: Entspannung, Natur, Fotografie, Familien

14. Fukuoka – Das Tor zu Kyushu

Fukuoka stand bei unserer Reise nicht auf dem Plan, da Kyushu von Zentraljapan aus einen deutlichen Umweg bedeutet. Nach Erzählungen von anderen Reisenden und unserer eigenen Recherche gehört die Stadt aber zu den unterschätzten Zielen Japans: entspannter als Tokio oder Osaka, mit einer eigenen, sehr direkten Streetfood-Kultur. In den Yatai, kleinen mobilen Garküchen, die abends an mehreren Stellen der Stadt aufbauen, wird Hakata Ramen serviert – angeblich eine der besten Ramen-Varianten des Landes.

Der Fukuoka-Turm bietet einen Panoramablick über die Stadt und die Bucht, der Ohori-Park mit seinem großen Teich gilt als grüne Oase mitten im Zentrum. Im Juli lohnt sich ein Besuch wegen des Hakata Gion Yamakasa, eines der bekanntesten Festivals Japans mit spektakulären, von Läufern getragenen Festwagen.

Beste Reisezeit: Frühjahr und Herbst, Juli für das Yamakasa-Festival.

Öffnungszeiten: Fukuoka-Turm täglich 9:30 bis 22 Uhr.

Eintritt: Fukuoka-Turm 800 Yen für Erwachsene, der Ohori-Park ist kostenlos.

Anfahrt: Ab Osaka mit dem Shinkansen in ca. 2,5 Stunden, ab Tokio in ca. 5 Stunden, alternativ per Flug in etwa 2 Stunden.

Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Das Hotel Vista Fukuoka Nakasu-Kawabata, modern und zentral mit eigenem Onsen im Haus, oder das Daiwa Roynet Hotel Hakata-Gion direkt an der Metro-Station.

Unser Tipp: Geh abends gezielt zu den Yatai am Fluss in Nakasu – die Stände wechseln teils täglich ihren Standort, ein Spaziergang lohnt sich mehr als eine feste Route.

Kurz & knapp

📍 Region: Kyushu
Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht) 🕒 Aufenthaltsdauer: 1–2 Tage
💰 Eintritt: 800 Yen (Turm)
Geeignet für: Kulinarik, Nachtleben, Architektur, Backpacker

15. Nagasaki – Stadt der Geschichte und Kultur

Nagasaki verbindet auf eine Art japanische und westliche Geschichte, wie wir es sonst in Japan nirgendwo gesehen haben – über Jahrhunderte war die Stadt der einzige Handelspunkt Japans zur Außenwelt. Der Friedenspark und das Atombombenmuseum erinnern, ähnlich wie in Hiroshima, an die Ereignisse von 1945 und sind entsprechend eindringlich.

Das historische Viertel Dejima zeigt die künstliche Insel, über die einst der gesamte Handel mit den Niederlanden lief, der Glover Garden die westlich inspirierten Villen ausländischer Kaufleute aus dem 19. Jahrhundert. Vom Mount Inasa aus soll man einen der drei schönsten Nachtausblicke Japans haben – auf unserer Liste für die nächste Reise weit oben.

Beste Reisezeit: Frühjahr und Herbst, milde Temperaturen ohne die Schwüle des Sommers.

Öffnungszeiten: Glover Garden täglich 8 bis 18 Uhr.

Eintritt: Glover Garden 620 Yen für Erwachsene, 310 Yen für Oberschüler, 180 Yen für Mittelschüler. Der Friedenspark ist kostenlos.

Anfahrt: Ab Fukuoka mit dem Zug in ca. 2 Stunden, ab Osaka in ca. 4 Stunden.

Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Das Hotel Monterey Nagasaki am Hafen mit großen Zimmern und guter Anbindung, oder das kleinere Hotel JAL City Nagasaki im Zentrum.

Unser Tipp: Kombiniere den Glover Garden mit der Rolltreppe, die zwischen den Ebenen des Hangs verläuft – bei Hitze eine deutliche Erleichterung gegenüber dem direkten Aufstieg zu Fuß.

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📍 Region: Kyushu
Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht) 🕒 Aufenthaltsdauer: 1 Tag
💰 Eintritt: kostenlos bis 620 Yen
Geeignet für: Geschichte, Kultur, Fotografie, Architektur

16. Koya-san – Spirituelle Reise ins Herz des Buddhismus

Der heilige Berg Koya-san stand bei uns auf der Liste für einen möglichen Abstecher von Osaka aus, ist am Ende aber der Zeitplanung zum Opfer gefallen. Als Zentrum des Shingon-Buddhismus gilt er als einer der ruhigsten und meditativsten Orte Japans. Der Okunoin-Friedhof, der größte Friedhof des Landes, zieht sich über zwei Kilometer durch alte Zedernwälder, gesäumt von tausenden bemoosten Grabsteinen.

Der Kongobu-ji-Tempel ist Hauptquartier der Shingon-Sekte, und viele der umliegenden Tempel bieten Übernachtungen in einem Shukubo an – inklusive vegetarischer Mönchsküche und der Möglichkeit, an einer Morgenzeremonie teilzunehmen. Für alle, die sich für buddhistische Praxis interessieren, wahrscheinlich die authentischste Gelegenheit dazu in ganz Japan.

Beste Reisezeit: Frühjahr und Herbst, im Winter kann es auf dem Berg kalt und verschneit sein.

Öffnungszeiten: Okunoin-Friedhof durchgehend zugänglich, Kongobu-ji meist 8:30 bis 17 Uhr.

Eintritt: Okunoin kostenlos, Kongobu-ji ca. 600 Yen.

Anfahrt: Ab Osaka mit der Nankai-Bahn und anschließender Zahnradbahn (Cable Car) in ca. 2 Stunden.

Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Das Koyasan Shukubo Jokiin, eine Übernachtung in einem buddhistischen Gasthaus mit echtem Tempelgefühl und entspannter Atmosphäre.

Unser Tipp: Buche die Tempelübernachtung frühzeitig, besonders an Wochenenden – die Zahl der Gästezimmer in den Shukubo ist begrenzt.

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📍 Region: Kansai
Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht) 🕒 Aufenthaltsdauer: 1 Übernachtung
💰 Eintritt: kostenlos bis 600 Yen
Geeignet für: Spiritualität, Kultur, Wandern, Entspannung

17. Okinawa – Tropisches Paradies Japans

Okinawa liegt geografisch und kulturell so weit vom Rest Japans entfernt, dass sich die Inselkette kaum in eine klassische Rundreise integrieren lässt – wir haben sie deshalb bewusst für eine spätere, eigene Reise zurückgestellt. Die Region war bis ins 19. Jahrhundert das eigenständige Königreich Ryukyu und hat bis heute eine eigene Sprache, Küche und Architektur.

Das Okinawa Churaumi Aquarium zählt zu den größten der Welt und ist vor allem für sein riesiges Beckenfenster mit Walhaien bekannt. Die Überreste des Shuri-Schlosses, einst Zentrum des Ryukyu-Königreichs, zeigen eine Architektur, die deutlich von China beeinflusst ist und sich sichtbar von Schlössern auf dem japanischen Festland unterscheidet. Dazu kommen Riffe mit kristallklarem Wasser, die zu den besten Tauch- und Schnorchelgebieten Ostasiens zählen sollen.

Beste Reisezeit: April/Mai und Oktober/November – außerhalb der Regenzeit (Mai/Juni) und der Taifunsaison (August/September).

Öffnungszeiten: Churaumi Aquarium in der Nebensaison 8:30 bis 18:30 Uhr (letzter Einlass 17:30 Uhr), in der Hauptsaison bis 20 Uhr.

Eintritt: Aquarium 2.180 Yen für Erwachsene, 1.440 Yen für Oberschüler, 710 Yen für Grund- und Mittelschüler, Kinder bis 6 Jahre frei.

Anfahrt: Flug nach Naha, von dort mit dem Bus oder Mietwagen ca. 2,5 Stunden zum Aquarium im Norden der Hauptinsel.

Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Die Villa Sachiibaru, eine eigene Villa direkt am Strand mit kostenlosen Fahrrädern, oder das Okuma Private Beach & Resort, ein 4-Sterne-Resort mit langem, ruhigem Sandstrand.

Unser Tipp: Miete einen Wagen – Okinawas Hauptinsel ist lang gestreckt, und der öffentliche Nahverkehr außerhalb von Naha ist dünn.

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📍 Region: Okinawa
Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht) 🕒 Aufenthaltsdauer: 3–5 Tage
💰 Eintritt: 2.180 Yen (Aquarium)
Geeignet für: Strand, Familien, Natur, Entspannung


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18. Matsumoto – Das Tor zu den japanischen Alpen

Matsumoto haben wir bei der Streckenplanung zugunsten von Takayama gestrichen, beide liegen in ähnlicher Richtung und beanspruchen jeweils einen vollen Tag. Die Burg Matsumoto, auch Krähenburg genannt wegen ihrer dunklen Holzfassade, gehört zu den wenigen original erhaltenen Burgen Japans – viele andere Burgtürme im Land sind Nachbauten aus Beton.

Die Stadt liegt eingebettet in die japanischen Alpen und eignet sich als Ausgangspunkt für Wanderungen in die umliegenden Berge. Das Japan Ukiyo-e Museum zeigt eine der größten Sammlungen traditioneller Holzschnitte des Landes, darunter Werke von Hokusai und Hiroshige.

Beste Reisezeit: Frühling für Kirschblüte vor der Burg, Herbst für die umliegenden Berge.

Öffnungszeiten: Burg täglich 8:30 bis 17 Uhr, während Golden Week und Obon bis 18 Uhr, letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung.

Eintritt: ca. 700 Yen für Erwachsene (Preise vor Reiseantritt online prüfen).

Anfahrt: Ab Tokio mit dem Limited Express Azusa in ca. 2,5 Stunden direkt nach Matsumoto.

Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Das Hotel Buena Vista, zentral gelegen direkt an einem großen Bahnhof mit großen, modernen Zimmern, oder das Matsumoto Hotel Kagetsu mit traditionellem japanischem Interieur und eigenem Onsen.

Unser Tipp: Besuche die Burg am späten Nachmittag – tagsüber bilden sich vor der schmalen Holzbrücke zum Eingang teils lange Schlangen.

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📍 Region: Chubu (Japanische Alpen)
Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht) 🕒 Aufenthaltsdauer: 1 Tag
💰 Eintritt: ca. 700 Yen
Geeignet für: Kultur, Architektur, Wandern, Fotografie

19. Nagoya – Industriestadt mit Charme

Nagoya gilt vielen als reine Durchgangsstation auf der Zugstrecke zwischen Tokio und Kyoto, hat aber durchaus eigene Highlights. Das Nagoya-Schloss ist bekannt für die goldenen Delfin-Ornamente auf dem Dach, ursprünglich Symbol für Wohlstand und Schutz vor Feuer. Für Autoliebhaber ist das Toyota Commemorative Museum of Industry and Technology einen Umweg wert, das SCMAGLEV and Railway Park zeigt Hochgeschwindigkeitszüge zum Anfassen.

Seit 2022 lockt außerdem der Ghibli-Park am Stadtrand, gebaut auf dem Gelände einer ehemaligen Weltausstellung. Anders als klassische Freizeitparks gibt es dort keine Fahrgeschäfte, sondern begehbare Filmkulissen aus den Studio-Ghibli-Werken – ein Muss für Fans, für alle anderen eher verzichtbar.

Beste Reisezeit: Frühling und Herbst, ganzjährig als Zwischenstopp geeignet.

Öffnungszeiten: Nagoya-Schloss täglich 9 bis 16:30 Uhr (Einlass bis 16 Uhr). Ghibli-Park an Wochentagen 10 bis 17 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen 9 bis 17 Uhr, dienstags geschlossen.

Eintritt: Nagoya-Schloss ca. 500 Yen. Ghibli-Park Tagespass ab 7.300 Yen unter der Woche, 7.800 Yen am Wochenende, Kinder etwa zum halben Preis.

Anfahrt: Nagoya liegt am Shinkansen zwischen Tokio (ca. 100 Minuten) und Kyoto/Osaka (ca. 35–50 Minuten).

Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Das Sotetsu Fresa Inn Nagoya Sakuradoriguchi direkt am Bahnhof mit typisch kompakten, modernen Zimmern, oder das Hotel Forza Nagoya Sakae mit größeren Zimmern im Stadtzentrum.

Unser Tipp: Buche Ghibli-Park-Tickets Wochen im Voraus über das offizielle Reservierungssystem – der Park verkauft ein festes Tageskontingent, das oft schnell ausgebucht ist.

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📍 Region: Chubu
Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht) 🕒 Aufenthaltsdauer: 1 Tag
💰 Eintritt: 500–7.800 Yen je nach Ziel
Geeignet für: Familien, Architektur, Technik, Kultur

20. Yokohama – Moderne Hafenstadt mit Flair

Yokohama, nur eine kurze Zugfahrt von Tokio entfernt, war für uns eher ein spontaner Nachmittag als ein geplanter Programmpunkt – und genau deshalb angenehm entspannt nach den dichten Tagen in Tokio. Der Bezirk Minato Mirai 21 mit seinen futuristischen Wolkenkratzern und dem großen Riesenrad direkt am Wasser zeigt ein modernes Japan, das sich deutlich von Tokios Enge unterscheidet.

Japans größte Chinatown liegt nur wenige Gehminuten entfernt und war für uns vor allem wegen der Dim-Sum-Stände einen Abstecher wert. Der Yamashita-Park am Hafen und das historische Rote Backsteingebäude, ein ehemaliges Zolllagerhaus, eignen sich gut für einen ruhigen Nachmittag zwischen Wasser und Shopping.

Beste Reisezeit: Ganzjährig angenehm, an Wochenenden abends besonders belebt durch die Riesenrad-Beleuchtung.

Öffnungszeiten: Minato Mirai, Chinatown und der Yamashita-Park sind frei und durchgehend zugänglich.

Eintritt: Die Viertel selbst kostenlos, einzelne Attraktionen wie das Riesenrad kosten separat (ca. 900 Yen).

Anfahrt: Ab Tokio mit der JR- oder Minatomirai-Linie in 25 bis 40 Minuten, je nach Startbahnhof.

Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Das APA Hotel & Resort Yokohama Bay Tower direkt am Hafen mit Spa-Bereich und Panoramablick, oder das Hotel New Grand im Stadtzentrum mit Blick aufs Wasser.

Unser Tipp: Plane Yokohama als Tagesausflug von Tokio statt als eigene Übernachtung ein – die Stadt lässt sich gut in einem Tag abdecken, wenn Du früh startest.

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📍 Region: Kanto
Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht) 🕒 Aufenthaltsdauer: 1 Tag
💰 Eintritt: kostenlos bis ca. 900 Yen
Geeignet für: Architektur, Kulinarik, Familien, Shopping

Welche Japan-Rundreise passt zu Dir?

Wie viel Du von Japan sehen kannst, hängt natürlich von Deiner verfügbaren Reisezeit ab. Bereits in zehn bis zwölf Tagen lässt sich die Golden Route mit den bekanntesten Highlights des Landes entdecken. Hast Du zwei Wochen Zeit, kannst Du zusätzlich die Japanischen Alpen mit Kanazawa, Takayama und Shirakawa-go sowie einen Abstecher nach Hiroshima und Miyajima entspannt in Deine Route integrieren. Mit drei Wochen oder mehr lässt sich zusätzlich eine ganze Region wie Hokkaido, Okinawa oder Kyushu anhängen.

Die folgende Übersicht hilft Dir bei der Planung Deiner Japan-Rundreise. Ausführliche Tagesetappen, Karten und viele praktische Tipps findest Du anschließend in unseren detaillierten Routenartikeln.

Unsere Empfehlung:

ReisedauerUnsere Empfehlung
10–12 TageGolden Route: Tokio, Kyoto, Nara & Osaka
2 Wochen+ Japanische Alpen (Kanazawa, Takayama, Shirakawa-go) & Hiroshima/Miyajima
3 Wochen++ Hokkaido, Okinawa oder Kyushu
💚Unser Tipp:

Plane lieber weniger Reiseziele ein und verbringe dafür mehr Zeit an den einzelnen Orten. Jeder Ortswechsel kostet in Japan Zeit für Kofferpacken, Bahnhof und Check-in, auch wenn die Züge pünktlich und schnell sind. Mit fünf bis sechs Stationen in zwei Wochen bist Du gut unterwegs – bei mehr Stationen fühlt sich die Reise schnell gehetzt an.


Häufig gestellte Fragen zu Japan

Wie viele Tage sollte man für eine Japan-Reise einplanen?

Für einen ersten Überblick über die Golden Route – Tokio, Kyoto, Nara und Osaka – reichen zehn bis zwölf Tage. Wir waren zwei Wochen unterwegs und konnten damit zusätzlich die japanischen Alpen mit Kanazawa, Takayama und Shirakawa-go sowie einen Abstecher nach Hiroshima einbauen. Wer auch Hokkaido, Okinawa oder Kyushu sehen möchte, sollte diese Regionen eher als eigene Reise planen, da die Distanzen innerhalb Japans größer sind, als es die Landkarte vermuten lässt. Drei Wochen sind ein guter Richtwert, wenn Du zusätzlich zur Golden Route noch eine Region wie die Alpen oder den Süden erkunden willst, ohne jeden Tag umzuziehen.

Was ist die beste Reisezeit für Japan?

Frühling (März bis Mai) und Herbst (Oktober/November) gelten wegen Kirschblüte beziehungsweise Ahornlaub und milder Temperaturen als beste Reisezeit, sind entsprechend aber auch am stärksten gebucht. Der Sommer ist heiß und schwül, dazu kommt von Juni bis Anfang Juli die Regenzeit im Süden und Zentraljapan. Der Winter eignet sich gut für Hokkaido und die Alpen wegen Schnee und Skifahren, in Kyoto und Tokio ist er dafür ruhiger und günstiger als die Hauptsaison. Wir waren im Spätherbst unterwegs und hatten damit klare Sicht auf den Fuji sowie angenehme Temperaturen für längere Fußwege.

Lohnt sich der Japan Rail Pass?

Das hängt stark von Deiner Route ab. Wer mehrere weite Strecken mit dem Shinkansen zurücklegt, etwa Tokio–Kyoto–Hiroshima–Tokio, kommt mit dem Pass meist günstiger weg als mit Einzeltickets. Bleibst Du dagegen hauptsächlich in einer Region wie Kansai oder fährst nur wenige lange Strecken, lohnen sich oft regionale Pässe oder Einzeltickets mehr. Wir haben den Pass für unsere zweiwöchige Route genutzt und ihn allein durch die Strecke Tokio–Kanazawa–Kyoto–Hiroshima–Tokio wieder herausgeholt. Rechne vor der Buchung genau nach, seit einer Preiserhöhung vor einigen Jahren lohnt sich der Pass nicht mehr automatisch für jede Reise.

Was sind die absoluten Must-See Sehenswürdigkeiten in Japan?

Wenn wir uns auf wenige Orte beschränken müssten, wären das Tokio als Startpunkt, Kyoto mit dem Fushimi Inari-Taisha und dem Kinkaku-ji, Nara mit seinem Hirschpark, Hiroshima mit Miyajima sowie mindestens ein Ort in den japanischen Alpen wie Shirakawa-go oder Takayama. Diese Kombination zeigt die wichtigsten Facetten des Landes: Großstadt, Tempelkultur, Geschichte und ländliches, traditionelles Japan. Alle 20 Orte in diesem Artikel lassen sich grob nach dieser Priorität sortieren, wenn Deine Zeit begrenzt ist.

Wie teuer ist eine Reise nach Japan?

Japan gilt als teures Reiseland, ist es im Vergleich zu Westeuropa mittlerweile aber nicht mehr durchgehend. Übernachtungen in einfachen Hotels oder Guesthouses gibt es ab etwa 40 bis 60 Euro pro Nacht, Bahnfahrten sind mit Rail Pass planbar, und Essen ist oft günstiger, als viele erwarten – ein gutes Ramen-Gericht kostet meist unter 10 Euro. Teurer wird es bei Eintritten in Themenparks wie dem Ghibli-Park, bei gehobenen Ryokan-Übernachtungen mit Halbpension und beim innerstädtischen Taxifahren. Mit einem mittleren Budget von 100 bis 150 Euro pro Person und Tag kommst Du in den meisten Regionen komfortabel zurecht.

Kommt man in Japan ohne Japanischkenntnisse zurecht?

Ja, auch wenn es an manchen Stellen etwas Geduld braucht. In größeren Städten sind Beschilderungen an Bahnhöfen und in der U-Bahn meist zweisprachig, viele Restaurants haben Speisekarten mit Fotos oder Plastikmodellen im Schaufenster. In ländlicheren Regionen wie den Alpen oder auf Inseln außerhalb der Touristenrouten wird es schwieriger, dort helfen Übersetzungs-Apps zuverlässig weiter. Wir sind mit Grundkenntnissen weniger Wörter und viel Zeigen und Nicken gut durchgekommen, ein Sprachführer oder eine Übersetzungs-App gehört aber in jedes Gepäck.

Wie plant man eine Rundreise durch Japan am besten?

Am einfachsten ist es, sich an der Golden Route zwischen Tokio und Osaka zu orientieren und von dort Abstecher in Regionen einzubauen, die zu Deinen Interessen passen – Berge und traditionelle Dörfer in Richtung Kanazawa und Takayama, Geschichte und Ruhe in Richtung Hiroshima, Natur und Weite in Richtung Hokkaido. Wichtig ist, nicht zu viele Orte in zu kurzer Zeit unterzubringen: Japans Zugverbindungen sind zuverlässig, aber jeder Ortswechsel kostet Zeit für Kofferpacken, Bahnhof und Check-in. Wir sind mit fünf bis sechs Stationen in zwei Wochen gut gefahren und hätten uns bei mehr Stationen gehetzt gefühlt.