Fushimi Inari Schrein

Wir waren gleich zweimal am Fushimi Inari Schrein – einmal abends, kurz nach Sonnenuntergang, und einmal tagsüber für die komplette Wanderung auf den Berg. Beide Besuche fühlten sich an wie zwei unterschiedliche Orte, und genau deshalb würden wir dir empfehlen, dir für Fushimi Inari mehr als einen Termin zu reservieren, wenn deine Reiseroute es zulässt.

Fushimi Inari Schrein in Kyoto

Fushimi Inari auf einen Blick

📍 Region: Fushimi-ku, Süden Kyotos
🏛️ Perfekt für: Fotografen, Wanderer, spirituell Interessierte, alle die Kyotos bekanntestes Fotomotiv erleben wollen
⏳ Empfohlene Aufenthaltsdauer: 30–45 Minuten bis zur ersten Aussichtsebene, 2–3 Stunden für die komplette Rundwanderung
🚗 Fortbewegung/Anreise: JR Nara-Linie bis Inari oder Keihan-Linie bis Fushimi-Inari, beide nur wenige Gehminuten vom Eingang
💰 Preisniveau: Kostenlos
☀️ Beste Reisezeit: Ganzjährig zugänglich, am eindrucksvollsten früh morgens oder kurz nach Sonnenuntergang

1. Der Fushimi Inari Schrein: Geschichte und Bedeutung

Der Schrein geht auf das Jahr 794 zurück, als Kyoto zur neuen Hauptstadt Japans erklärt wurde und der Legende nach zu Ehren des Reisgottes Inari gegründet wurde. Inari gilt als Gottheit der Fruchtbarkeit, des Reises und des Wohlstands und wird traditionell in Fuchsgestalt dargestellt – die zahlreichen Fuchsstatuen auf dem gesamten Gelände sind ihre Boten. Besucher bringen bis heute Reis, Sake und andere Opfergaben dar, um Inari und ihre Boten wohlgesonnen zu stimmen.

Berühmt ist der Schrein für seine roten Torii-Tore, die sich wie ein Tunnel den 233 Meter hohen Inari-Berg hinaufziehen. Der bekannteste Abschnitt direkt am Anfang heißt Senbon Torii, „Tausend Torii“ – auf dem gesamten Berg kommen aber, über die Jahrhunderte gespendet, schätzungsweise bis zu 10.000 Tore zusammen.

Jedes Torii ist eine Spende von Privatpersonen oder Unternehmen, deren Namen auf der Rückseite eingraviert sind. Die kleineren Tore am Wegesrand stammen meist von Privatpersonen, die großen, dicht aneinandergereihten Tore am unteren Teil des Wegs überwiegend von Firmen. Ein kleines Torii zum Aufstellen an einem der Nebenschreine kostet um die 2.500 Yen, ein großes Tor am Hauptweg beginnt bei rund 400.000 Yen (ca. 2.200 Euro) und kann bei den größten Ausführungen über eine Million Yen kosten. Die Nachfrage ist entsprechend groß – für die begehrtesten Plätze soll es Wartelisten geben.

Tausende Toriis ziehen sich Reihe an Reihe durch den Wald den Berg hinauf

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2. Die Wanderung auf den Inari-Berg

Vom Eingang aus führt der Weg zunächst an den Hauptschreinen vorbei, dann hinein in die Torii-Tunnel. Nach etwa 30 bis 45 Minuten erreichst du die Aussichtsebene Yotsutsuji, die an klaren Tagen einen schönen Blick über Kyoto bietet – gerade zum Sonnenuntergang ein lohnenswerter Zwischenstopp.

Die Übersichtstafeln unterwegs sind mit Vorsicht zu genießen: Sie sind nicht maßstabsgetreu, sodass es an einer Stelle so aussieht, als hättest du gerade einmal die Hälfte der Strecke geschafft, obwohl es in Wirklichkeit nur noch rund ein Drittel des Wegs bis zum Gipfel ist. Genau hier geben viele Besucher entmutigt auf und drehen um – wer weiterläuft, wird belohnt: Je höher man kommt, desto leerer wird der Weg, und immer mehr kleine Nebenschreine mit eigenen gespendeten Torii und Fuchsstatuen säumen die Strecke. Die komplette Runde bis zum Ichi-no-mine-Schrein an der Bergspitze und auf der anderen Seite wieder hinunter dauert insgesamt etwa 2 bis 3 Stunden.

Aus eigener Erfahrung: Wenn du ein Ziel vor Augen hast, lohnt es sich durchzuhalten. Die Menschenmassen vom unteren Bereich verlieren sich schnell, und die Atmosphäre in den oberen, ruhigeren Abschnitten ist eine ganz andere als unten am Eingang.

Eingangstor am Fushimi Inari Schrein

3. Eintrittspreis und Öffnungszeiten des Fushimi Inari Schrein

Der Besuch der gesamten Anlage ist kostenlos und rund um die Uhr möglich – es gibt keine Öffnungszeiten oder Tore, die geschlossen werden.

Fuchsstatuen findest Du überall am Fushimi Inari Schrein

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4. Anfahrt zum Fushimi Inari Schrein

Mit der JR Nara-Linie bis Bahnhof Inari, von dort etwa 1 Minute zu Fuß bis zum Schreineingang. Ab Kyoto Hauptbahnhof kostet die Fahrt rund 240 Yen.

Mit der Keihan-Linie bis Bahnhof Fushimi-Inari, von dort rund 5 Minuten zu Fuß. Der Preis hängt vom Startbahnhof ab, liegt aber ebenfalls im günstigen Bereich einer normalen Kurzstrecke.

Der Fushimi Inari Schrein am Abend

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5. Wann ist der beste Zeitpunkt für deinen Besuch?

Der Besuch am Tag

Tagsüber ist am Eingang und in den unteren Torii-Tunneln richtig viel los – Fushimi Inari gehört zu den meistbesuchten Orten Kyotos, entsprechend voll wird es dort auch. Die gute Nachricht: Die wenigsten Besucher laufen bis ganz nach oben. Im oberen Drittel angekommen, kannst du auch tagsüber fast ungestört fotografieren, höchstens ein kurzer Moment Warten, bis jemand aus dem Bild gelaufen ist.

Wir sind erst am Nachmittag zum Schrein gefahren. Unten war entsprechend viel los – ein gutes Foto ganz ohne fremde Menschen im Bild zu bekommen, war streckenweise richtig schwer. Aber genau wie versprochen wurde es mit jedem Höhenmeter leerer, bis wir auf den letzten Abschnitten wieder fast allein unterwegs waren.

Der Besuch am Abend

Unsere klare Empfehlung, wenn du die Zeit für einen zweiten Besuch hast: Geh noch einmal in der Dunkelheit hin. Wir waren gegen 19 Uhr dort, kurz nach Sonnenuntergang – im Mai geht die Sonne in Kyoto bereits gegen 18:30 Uhr unter, sodass du anders als im europäischen Sommer nicht bis spät in die Nacht warten musst.

Die Beleuchtung in den Torii-Tunneln ist bewusst spärlich gehalten, was uns anfangs etwas überraschte, aber genau das erzeugt die besondere Stimmung: Immer wieder gibt es einzelne, stimmungsvoll beleuchtete Abschnitte mit einem faszinierenden Spiel aus Licht und Schatten. Da abends kaum jemand unterwegs ist, musst du dafür nicht einmal weit laufen – schon direkt am Anfang der Torii-Tore konnten wir in aller Ruhe fotografieren, ganz ohne die Menschenmassen vom Tag. Es hat sich für uns absolut gelohnt, noch einmal hinzufahren.


Unser Fazit

Fushimi Inari ist eine der wenigen Sehenswürdigkeiten Kyotos, die bei Tag und bei Nacht so unterschiedlich wirken, dass sich ein doppelter Besuch wirklich auszahlt. Am Tag lohnt sich die vollständige Wanderung bis zum Gipfel, am Abend die ruhige, fast meditative Atmosphäre gleich am Eingang. Wenn du dich für nur einen Termin entscheiden musst: Nimm den Abend, wenn dir Atmosphäre wichtiger ist als der Ausblick vom Gipfel, oder den frühen Vormittag, wenn du die komplette Wanderung erleben willst.

Abendstimmung auf dem Berg des Fushimi Inari Schrein

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Häufig gestellte Fragen zum Fushimi Inari Schrein

Wie viele Torii-Tore hat der Fushimi Inari Schrein wirklich?

Der berühmte Abschnitt direkt am Eingang heißt Senbon Torii, „Tausend Torii“, und genau danach ist er benannt. Zählt man aber alle Tore auf dem gesamten Berg zusammen, die über die Jahrhunderte von Privatpersonen und Unternehmen gespendet wurden, kommen schätzungsweise bis zu 10.000 Torii zusammen.

Muss ich bis zum Gipfel laufen, oder reicht auch ein kürzerer Besuch?

Nein, du entscheidest selbst, wie weit du gehst. Schon nach 30 bis 45 Minuten erreichst du die Aussichtsebene Yotsutsuji mit einem schönen Blick über Kyoto – für viele Besucher ein guter Wendepunkt. Wer die komplette Runde bis zum Ichi-no-mine-Schrein an der Bergspitze und wieder zurück gehen will, sollte 2 bis 3 Stunden einplanen.

Was kostet der Eintritt zum Fushimi Inari Schrein?

Der Besuch ist komplett kostenlos, auch die Wanderung auf den Berg. Es gibt kein Ticket und keine Kontrolle am Eingang.

Wie sind die Öffnungszeiten?

Es gibt keine festen Öffnungszeiten. Das gesamte Gelände ist rund um die Uhr zugänglich, es werden keine Tore geschlossen. Das macht Fushimi Inari zu einem der wenigen Orte in Kyoto, den du auch spätabends oder früh vor Sonnenaufgang besuchen kannst.

Wie komme ich am besten zum Fushimi Inari Schrein?

Am schnellsten geht es mit der JR Nara-Linie bis zum Bahnhof Inari, von dort bist du in etwa 1 Minute am Eingang. Ab Kyoto Hauptbahnhof kostet die Fahrt rund 240 Yen. Alternativ bringt dich die Keihan-Linie bis zum Bahnhof Fushimi-Inari, von dort sind es rund 5 Minuten zu Fuß.

Ist der Fushimi Inari Schrein abends sicher zu besuchen?

Kyoto zählt allgemein zu den sehr sicheren Reisezielen, und auch abends sind noch andere Besucher auf dem Gelände unterwegs. Die unteren Torii-Tunnel sind beleuchtet, wenn auch bewusst dezent – genau das sorgt für die besondere Stimmung. Ein Stirnlämpchen oder die Handy-Taschenlampe für die weniger beleuchteten Abschnitte schadet trotzdem nicht.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch – morgens, tagsüber oder abends?

Das hängt davon ab, was du erleben willst. Früh morgens oder tagsüber lohnt sich die komplette Wanderung, weil du bei Tageslicht die Aussicht vom Gipfel und die vielen kleinen Nebenschreine am Weg siehst. Kurz nach Sonnenuntergang ist dagegen kaum jemand unterwegs, und gerade der untere, sonst überlaufene Bereich um die Senbon Torii wirkt dann ganz anders. Am besten ist tatsächlich beides – wenn deine Reiseroute es zulässt.

Kann ich selbst ein Torii-Tor spenden?

Ja, das ist bis heute möglich und eine lange Tradition am Schrein. Ein kleines Torii für einen der Nebenschreine kostet etwa 2.500 Yen, ein großes Tor am Hauptweg beginnt bei rund 400.000 Yen (ca. 2.200 Euro) und kann bei den größten Ausführungen über eine Million Yen kosten. Für die begehrtesten Plätze am Hauptweg soll es Wartelisten geben.

Ist die Wanderung auf den Inari-Berg auch mit Kindern machbar?

Der Weg besteht größtenteils aus flachen Abschnitten und Treppenstufen und ist gut ausgebaut, allerdings stellenweise steil. Für die ersten 30 bis 45 Minuten bis Yotsutsuji ist er für die meisten Familien gut zu schaffen. Für die komplette Runde bis zum Gipfel solltest du bei Kindern realistisch einplanen, dass es länger dauert und du jederzeit umkehren kannst, wenn die Kraft nachlässt.


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Nico & Katja


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