15 besondere Unterkünfte in Japan
Außergewöhnliche und ungewöhnliche Hotels und Unterkünfte in Japan
DIESE HOTELS MACHEN DEINEN AUFENTHALT IN JAPAN UNVERGESSLICH
Japan überrascht dich ständig mit Gegensätzen. Neben einem Tempel aus dem 9. Jahrhundert steht plötzlich ein Hochhaus mit LED-Fassade, und in einem Land, das für seine strengen Rituale bekannt ist, checkst du in manchen Hotels bei einem Dinosaurier-Roboter ein. Diese Gegensätze zeigen sich nirgends so deutlich wie bei den Unterkünften. Klassische Business-Hotels und traditionelle Ryokans gibt es überall, aber daneben hat sich in den letzten Jahren eine ganze Szene an ausgefallenen Häusern entwickelt, die man so woanders nicht findet.
Wir waren 14 Tage in Japan unterwegs, mit Stationen in Osaka, Kyoto und Tokyo. Für die eigentliche Reise haben wir auf solide, gut gelegene Standardhotels gesetzt – dazu gleich mehr. Die 15 Häuser in diesem Artikel haben wir dagegen speziell recherchiert: Roboterhotels, Kapselhotels, eine Tempelunterkunft, ein schwimmendes Luxusresort auf dem Meer. Sie eignen sich weniger als Basis für den ganzen Trip, dafür umso mehr für eine oder zwei Nächte, wenn du etwas erleben willst, das über das normale Hotelzimmer hinausgeht.

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Erstmal die Basis: 5 Unterkünfte, die wir für unsere 14 Tage genutzt haben
Bevor es zu den kuriosen Häusern geht, ein paar praktische Tipps. Auf einer Japan-Reise verbringst du die meiste Zeit nicht in Design-Hotels, sondern in ordentlichen, zentral gelegenen Zimmern, in denen du gut schläfst und schnell wieder los kannst. Zwei der folgenden Unterkünfte haben wir selbst getestet, die anderen drei haben wir aufgrund guter Bewertungen und Lage ergänzt – das ist jeweils klar gekennzeichnet.
🏨 1. Travelodge Kyoto Shijo Kawaramachi – unser Standort in Kyoto (selbst getestet)
Mitten im Kawaramachi-Viertel, keine zehn Gehminuten von Gion und dem Kamo-Fluss entfernt, war die Travellodge Kyoto* unser Zuhause für die Kyoto-Tage. Die Zimmer sind klein, wie fast überall in Japans Innenstädten, aber sauber und funktional. Was uns überzeugt hat, war schlicht die Lage: Restaurants, Bars und die Einkaufsstraße Shijo-dori liegen direkt vor der Tür, und auch spät abends kommt man problemlos zurück. Für alle, die tagsüber viel unterwegs sind und abends nur noch schlafen wollen, reicht das vollkommen. Wer größere Zimmer oder viel Ausstattung erwartet, sollte eher zu einem anderen Haus greifen.
⭐ Highlight: Lage mitten im Kawaramachi-Viertel 📍 Ort: Kyoto 💰 Preis: ca. 60–90 Euro pro Nacht 🎟 Besonderheit: gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, ideal als Basis für Sightseeing
🏨 2. RIHGA Place Higobashi – unsere Basis in Osaka (selbst getestet)
In Osaka haben wir im RIHGA Place Higobashi* übernachtet, einem unauffälligen, aber sehr praktischen Hotel direkt an der Higobashi-Station. Von hier aus waren wir in wenigen Minuten in der Innenstadt und ebenso schnell wieder raus aus dem Trubel, wenn wir Ruhe wollten. Die Zimmer sind schlicht eingerichtet, das WLAN funktioniert zuverlässig, und das Personal war bei jeder Frage hilfsbereit. Ein Hotel, das nichts falsch macht, aber auch nichts, worüber man lange erzählen müsste. Genau das macht es zu einer guten Wahl, wenn du in Osaka in erster Linie schlafen und nicht wohnen willst.
⭐ Highlight: ruhige, aber zentrale Lage direkt an der Metro 📍 Ort: Osaka 💰 Preis: ca. 55–75 Euro pro Nacht 🎟 Besonderheit: gute Anbindung an Namba und Umeda
🏨 3. The Knot Tokyo Shinjuku – Empfehlung für Tokyo
In Tokyo haben wir selbst kein Hotel, das wir empfehlen möchten, deshalb hier eine Alternative, die bei Reisenden konstant gut bewertet wird: The Knot Tokyo Shinjuku* liegt im Westen von Shinjuku, nah am Rathaus und den Wolkenkratzern, aber trotzdem in einer vergleichsweise ruhigen Seitenstraße. Das Design ist moderner und etwas persönlicher gehalten als in vielen Ketten-Hotels der Umgebung. Für alle, die Shinjuku als Basis nutzen wollen, weil von dort aus fast jede Ecke Tokyos mit der Bahn erreichbar ist, ist das eine solide Wahl.
⭐ Highlight: modernes Design zu fairem Preis 📍 Ort: Tokyo, Shinjuku 💰 Preis: ca. 80–95 Euro pro Nacht 🎟 Besonderheit: gute Anbindung an die Bahnlinien Richtung ganz Tokyo
🏨 4. MIMARU Tokyo Shinjuku West – Empfehlung für Familien und Gruppen
Wer zu dritt oder viert unterwegs ist, stößt in Japan schnell an die Grenzen normaler Hotelzimmer. MIMARU* löst das mit Apartment-Zimmern, die eine kleine Küche, Waschmaschine und getrennte Schlafbereiche mitbringen. Für die Shinjuku-Filiale gilt das Gleiche wie für andere MIMARU-Standorte: kein Design-Highlight, aber praktisch, wenn ihr abends noch etwas kochen oder Wäsche waschen wollt.
⭐ Highlight: Apartment-Zimmer mit Küche statt Standardzimmer 📍 Ort: Tokyo, Shinjuku 💰 Preis: ca. 300–450 Euro pro Nacht (für bis zu 4 Personen) 🎟 Besonderheit: eigene Küche, gut für längere Aufenthalte
🏨 5. Super Hotel Asakusa – Empfehlung für den Tempelbezirk
Wenn deine Reise eher in Asakusa spielt, also näher an Sensoji-Tempel und dem alten Tokyo, ist das Super Hotel Asakusa* eine gute Alternative zu Shinjuku. Die Zimmer sind, wie bei der Kette üblich, eher klein, dafür ist das Frühstück kostenlos und ordentlich, eine Mischung aus japanischen und westlichen Gerichten.
⭐ Highlight: kostenloses Frühstück, Lage nah am Sensoji-Tempel 📍 Ort: Tokyo, Asakusa 💰 Preis: ca. 50–115 Euro pro Nacht 🎟 Besonderheit: gutes Frühstück inklusive, ruhigeres Viertel als Shinjuku

Die 15 ungewöhnlichsten und skurrilsten Hotels in Japan
Und jetzt zu den Häusern, wegen denen du diesen Artikel wahrscheinlich geöffnet hast. Wir haben die Liste seit der ersten Veröffentlichung noch einmal komplett durchgesehen: Ein Hotel aus der ursprünglichen Auswahl, das Claska in Meguro, hat 2020 dauerhaft geschlossen. Wir haben es durch eine vergleichbare Alternative ersetzt. Bei allen anderen Häusern haben wir Namen, Standorte und Buchungslinks aktuell geprüft.
🌿 1. Henn na Hotel – eincheckt von Dinosauriern und Robotern
Henn na heißt übersetzt „seltsames Hotel“, und der Name ist Programm. An mehreren Standorten übernehmen Roboter den Check-in, an manchen davon sogar lebensgroße Dinosaurier-Modelle. In Osaka*, etwa in den Filialen Shinsaibashi und Namba, begrüßen dich Dino-Roboter am Empfang, während in Maihama bei Tokyo Disney gleich ein ganzer T-Rex am Tresen steht. Die Zimmer selbst sind erstaunlich normal: funktional eingerichtet, wie man es aus japanischen Business-Hotels kennt. Die Kette ist inzwischen auf über 20 Standorte gewachsen, unter anderem in Tokyo, Osaka, Kyoto und Nara. Für alle, die einmal ein Hotel mit Roboter-Personal erlebt haben wollen, ohne dabei auf einen normalen Hotelkomfort zu verzichten, ist das ein guter Einstieg.
⭐ Highlight: Check-in durch Dinosaurier- und Roboter-Personal 📍 Ort: mehrere Standorte, u. a. Tokyo, Osaka, Kyoto, Nara 💰 Preis: ca. 50–90 Euro pro Nacht 🎟 Besonderheit: Guinness-Rekord als erstes von Robotern betriebenes Hotel
🌿 2. Mongolia Village Tenger – Glamping in der mongolischen Jurte
Im Örtchen Nasu, etwa zwei Zugstunden nördlich von Tokyo, stehen über 30 mongolische Jurten zwischen Wiesen und Wald. Innen sind sie überraschend komfortabel: richtige Betten statt Isomatten, Klimaanlage, sogar ein kleiner Fernseher. Nachts, wenn man durch die Dachöffnung der Jurte den Sternenhimmel sieht, merkt man, warum das Konzept funktioniert. Zum Abendessen gibt es mongolisches BBQ, oft begleitet von Live-Musik. Für alle, die Camping-Atmosphäre wollen, ohne auf ein festes Bett zu verzichten, ist das Mongolia Village Tenger* eine der ungewöhnlicheren Übernachtungsformen in Japan.
⭐ Highlight: Übernachtung in einer echten mongolischen Jurte 📍 Ort: Nasu, Präfektur Tochigi 💰 Preis: ca. 70–100 Euro pro Nacht 🎟 Besonderheit: mongolisches BBQ-Dinner inklusive
🌿 3. Book and Bed Tokyo – schlafen zwischen 4.000 Büchern
Book and Bed* kombiniert Buchhandlung und Herberge. Über 4.000 Bücher stehen in offenen Regalen, in die kleine, gemütliche Schlafkojen eingebaut sind. Wer nachts nicht müde wird, greift sich einfach ein Buch aus dem Regal neben dem Kopfkissen. Die Kojen sind schmal, das ist bei diesem Konzept klar, und wer Privatsphäre in einem klassischen Zimmer sucht, ist hier falsch. Für Leseratten und alle, die eine unkonventionelle Nacht in Tokyo einlegen wollen, ist es dagegen genau richtig. Der Standort in Shinjuku ist weiterhin geöffnet und über Booking.com buchbar.
⭐ Highlight: Schlafkojen direkt im Bücherregal 📍 Ort: Tokyo, Shinjuku 💰 Preis: ca. 40–60 Euro pro Nacht 🎟 Besonderheit: Zugang zu über 4.000 Büchern rund um die Uhr
🌿 4. Asakusa Tobu Hotel – Hello-Kitty-Zimmer im alten Tokyo
Ein paar Gehminuten vom Sensoji-Tempel entfernt bietet das Asakusa Tobu Hotel* sechs Zimmer im Hello-Kitty-Design an, in zwei Varianten: „Sakura Tennyo“ mit rosafarbenen Tatami-Matten und Kirschblüten-Motiven, oder „Wa-Modern“, eine Mischung aus japanischer und westlicher Einrichtung. Alle Themenzimmer bieten Platz für bis zu vier Personen. Für Fans der Figur ist das ein klarer Anlaufpunkt, für Familien mit kleinen Kindern ohnehin. Wer nüchterne Zimmer bevorzugt, bucht im selben Haus einfach eines der normalen Standardzimmer und profitiert trotzdem von der Lage direkt gegenüber dem Bahnhof Asakusa.
⭐ Highlight: sechs Hello-Kitty-Themenzimmer für bis zu vier Personen 📍 Ort: Tokyo, Asakusa 💰 Preis: ca. 90–140 Euro pro Nacht (Themenzimmer, je nach Saison) 🎟 Besonderheit: zentrale Lage direkt am Bahnhof Asakusa

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🌿 5. Setouchi Retreat Aonagi – Design-Suiten von Tadao Ando
Der Stararchitekt Tadao Ando hat das Setouchi Retreat Aonagi* ursprünglich als Museum entworfen, bevor es zu einem Hotel mit nur sieben Suiten umgebaut wurde. Jede Suite ist über 100 Quadratmeter groß, mit eigenem Pool oder Jacuzzi und Blick auf die Inseln des Seto-Binnenmeers. Das Haus firmiert inzwischen unter dem Namen „Setouchi Retreat by Onko Chishin“, ist aber weiterhin dasselbe Gebäude und dieselbe Adresse. Das ist kein Budget-Tipp, sondern eher etwas für einen besonderen Anlass. Wer sich das leisten will oder kann, bekommt dafür eine der ruhigsten und architektonisch stärksten Unterkünfte des Landes.
⭐ Highlight: Suiten mit privatem Pool, entworfen von Tadao Ando 📍 Ort: Matsuyama, Präfektur Ehime 💰 Preis: ab ca. 400 Euro pro Nacht (im gehobenen Preissegment) 🎟 Besonderheit: nur sieben Suiten, ehemaliges Museumsgebäude
🌿 6. 9 Hours Capsule Hotel – schlafen im Pod
9 Hours* steht für ein Konzept: eine Stunde duschen, sieben Stunden schlafen, eine Stunde für alles andere. Die Kapseln sind schmal, aber clever durchdacht, mit indirekter Beleuchtung, eigenem Alarmsystem und guter Bettwäsche. Standorte gibt es unter anderem in Tokyo, Kyoto, Osaka, Fukuoka und Sendai. Für alle, die eine bezahlbare Nacht in zentraler Lage suchen und Privatsphäre nicht über Komfort stellen, ist das eine der besten Optionen unter den Kapselhotels. Für längere Aufenthalte oder Reisende mit viel Gepäck eignet es sich weniger.
⭐ Highlight: durchdachtes Design trotz minimalem Raum 📍 Ort: mehrere Standorte, u. a. Tokyo, Kyoto, Osaka 💰 Preis: ca. 30–50 Euro pro Nacht 🎟 Besonderheit: striktes, aber effizientes 9-Stunden-Konzept
🌿 7. Benesse House – wohnen zwischen zeitgenössischer Kunst
Auf der Kunstinsel Naoshima verschmelzen Museum und Hotel zu einem Gebäude. Auch Tadao Ando hat hier seine Handschrift hinterlassen, verteilt auf vier Gebäudeteile: Museum, Oval, Park und Beach. Als Gast hast du nach Museumsschluss weiterhin Zugang zu den Ausstellungsräumen, wenn die Tagesbesucher längst wieder auf dem Festland sind. Für Kunstinteressierte ist das eines der wenigen Hotels, bei denen der Aufenthalt selbst schon Teil des kulturellen Programms ist. Wer nur schlafen will, findet auf der Insel günstigere Alternativen.
⭐ Highlight: Übernachtung inmitten zeitgenössischer Kunst, Zugang außerhalb der Öffnungszeiten 📍 Ort: Naoshima, Präfektur Kagawa 💰 Preis: ab ca. 250 Euro pro Nacht 🎟 Besonderheit: eigenes Museum, Architektur von Tadao Ando

🌿 8. Hotel Gracery Shinjuku – übernachten unter Godzilla
Über dem Hotel Gracery Shinjuku* thront ein riesiger Godzilla-Kopf, der zu bestimmten Uhrzeiten sogar brüllt und Nebel ausstößt. Im „Godzilla vs. King Ghidorah“-Zimmer fühlst du dich wie mitten in einem Filmset, mit Figuren, Postern und direktem Blick auf den Monsterkopf vom Fenster aus. Reservieren lässt sich das Themenzimmer ausschließlich online, telefonisch nimmt das Hotel keine Buchungen dafür an. Für Filmfans ist das ein Pflichttermin, für alle anderen einfach ein solides Hotel mitten in Shinjuku, direkt über dem Kino- und Unterhaltungskomplex Toho.
⭐ Highlight: Godzilla-Themenzimmer mit Blick auf den Monsterkopf 📍 Ort: Tokyo, Shinjuku 💰 Preis: ca. 90–160 Euro pro Nacht (Themenzimmer teurer) 🎟 Besonderheit: Reservierung des Godzilla-Zimmers nur online möglich
🌿 9. Shukubo Koya-san Eko-in – eine Nacht im buddhistischen Tempel
Der Tempelberg Koyasan gehört zu den spirituellen Zentren Japans, und im Eko-in-Tempel* kannst du wie ein Mönch übernachten: auf Tatami-Matten, mit Futon-Bett, vegetarischer Tempelküche und der Möglichkeit, an der morgendlichen Goma-Feuerzeremonie teilzunehmen. Wer mag, meditiert am Abend zuvor mit den Mönchen. Das ist keine Unterkunft für Komfortsuchende, eher für alle, die einen Perspektivwechsel wollen. Die Bewertungen sind durchweg sehr gut, was auch daran liegt, dass die Erwartungshaltung vorher klar ist: hier geht es nicht um Luxus, sondern um Erfahrung.
⭐ Highlight: Teilnahme an Morgengebet und Feuerzeremonie 📍 Ort: Koyasan, Präfektur Wakayama 💰 Preis: ca. 130–200 Euro pro Nacht (inkl. zwei Mahlzeiten) 🎟 Besonderheit: über 1.000 Jahre alter Tempel, vegetarische Mönchsküche
🌿 10. First Cabin Akasaka – Business-Class-Feeling im Kapselformat
First Cabin* orientiert sich optisch an Flugzeugkabinen: „Business“ und „First Class“ statt Economy, dazu deutlich mehr Platz als in klassischen Kapselhotels. Der Mutterkonzern meldete 2020 Insolvenz an, mehrere Standorte schlossen, die Filiale in Akasaka ist aber weiterhin in Betrieb und wird laufend bei Booking.com bewertet. Ideal für alle, die das Kapselhotel-Erlebnis wollen, aber etwas mehr Bewegungsfreiheit brauchen als in einem Standard-Pod. Die Lage in Akasaka ist zentral und gut an die Metro angebunden.
⭐ Highlight: geräumigere Kabinen im Flugzeug-Stil 📍 Ort: Tokyo, Akasaka 💰 Preis: ca. 50–75 Euro pro Nacht 🎟 Besonderheit: getrennte Lounge- und Duschbereiche
🌿 11. BnA Hotel Koenji – übernachten in einem Kunstwerk
Im alternativen Viertel Koenji, bekannt für Vintage-Läden und Livemusik-Bars, hat ein kleines Kollektiv aus Künstlern und Hoteliers das BnA Hotel* gegründet. Jedes Zimmer ist von einer anderen Künstlerin oder einem anderen Künstler gestaltet, von wandfüllenden Gemälden bis zu skulpturalen Möbeln, und die Kunstschaffenden werden an jeder Buchung finanziell beteiligt. Das Haus ersetzt in dieser Liste das Claska Hotel in Meguro, das 2020 wegen Erdbebensicherheitsauflagen dauerhaft geschlossen hat. Für Design- und Kunstinteressierte ist BnA Koenji ein würdiger Nachfolger, auch wenn das Konzept ein anderes ist: kleiner, unabhängiger, dafür noch näher an der lokalen Kunstszene.
⭐ Highlight: von lokalen Künstlern individuell gestaltete Zimmer 📍 Ort: Tokyo, Koenji 💰 Preis: ca. 90–130 Euro pro Nacht 🎟 Besonderheit: Künstler erhalten einen Anteil an jeder Buchung

🌿 12. Hotel Kanra Kyoto – moderner Minimalismus mit Zypressenbad
Kanra* verbindet reduziertes, modernes Design mit traditionellen Materialien: Holz, Tatami, Papier-Shoji. Jedes Zimmer hat eine eigene Badewanne aus Hinoki-Zypressenholz, die dem Wasser einen charakteristischen, leicht harzigen Duft verleiht. Draußen liegt die Altstadt von Kyoto, drinnen ist es überraschend still. Das Hotel gehört preislich zu den gehobeneren Optionen in dieser Liste, ist dafür aber auch eines der bestbewerteten. Wer sich einmal etwas gönnen möchte, findet hier ruhigen Luxus ohne überladene Ausstattung.
⭐ Highlight: private Badewanne aus Zypressenholz in jedem Zimmer 📍 Ort: Kyoto 💰 Preis: ca. 200–350 Euro pro Nacht 🎟 Besonderheit: Teezeremonie und kulinarische Erlebnisse mit lokalen Zutaten
🌿 13. Guntu – das schwimmende Ryokan auf dem Seto-Binnenmeer
Guntu ist kein Hotel im klassischen Sinn, sondern ein Schiff mit 19 Suiten, das langsam zwischen den Inseln des Seto-Binnenmeers kreuzt. An Bord gibt es private Freiluftbäder, ein Restaurant mit regionaler Küche und die Möglichkeit, an Landausflügen auf einzelne Inseln teilzunehmen. Die Zahl der Gäste ist strikt begrenzt, was die Atmosphäre sehr ruhig hält. Der Preis liegt deutlich über allem anderen in dieser Liste, mehrere Hundert Euro pro Person und Nacht, inklusive Verpflegung. Das ist eindeutig kein Budget-Tipp, sondern ein einmaliges Erlebnis für einen besonderen Anlass. Gebucht wird direkt über die offizielle Website, nicht über Booking.com.
⭐ Highlight: Übernachtung auf einem privaten Kreuzfahrtschiff mit nur 19 Suiten 📍 Ort: Seto-Binnenmeer, Region Hiroshima/Onomichi 💰 Preis: ab ca. 1.000 Euro pro Person, meist im Zwei-Nächte-Paket 🎟 Besonderheit: Landausflüge zu Inseln des Binnenmeers inklusive
🌿 14. Zao Onsen Omiya Ryokan – heiße Quellen und Schneemonster
Im Winter verwandeln sich die Bäume rund um Zao Onsen* in sogenannte „Juhyo“, vereiste Nadelbäume, die wie eingefrorene Kreaturen aussehen und nachts beleuchtet werden. Das Omiya Ryokan liegt mitten in diesem Skigebiet und bietet klassische Ryokan-Zimmer mit Zugang zu schwefelhaltigen heißen Quellen, die für ihre heilende Wirkung bekannt sind. Im Sommer wird es hier deutlich ruhiger, dafür lassen sich die Wanderwege der Umgebung gut erkunden. Für Onsen-Fans und alle, die Japans Winterlandschaft abseits der Städte erleben wollen, ist das Ryokan ein guter Ausgangspunkt.
⭐ Highlight: Onsen-Bäder mit Blick auf die vereisten „Schneemonster“-Bäume 📍 Ort: Zao Onsen, Präfektur Yamagata 💰 Preis: ca. 100–180 Euro pro Nacht (inkl. Frühstück) 🎟 Besonderheit: schwefelhaltige heiße Quellen direkt im Haus
🌿 15. Capsule Hotel Anshin Oyado Premier Shinjuku – gehobenes Kapselhotel
Dieses Kapselhotel* hebt das Konzept spürbar an: Massagesessel, private Dampfsauna-Kabinen, ein Onsen-Bereich und kostenlose Getränke in der Lounge gehören zur Standardausstattung. Die Kapseln selbst sind zwar weiterhin kompakt, aber mit einem durchdachten Schlafsystem ausgestattet, das für japanische Verhältnisse ungewöhnlich viel Komfort bietet. Die Lage direkt am Bahnhof Shinjuku macht es zu einer praktischen Wahl für alle, die eine erschwingliche, aber nicht zu spartanische Übernachtung suchen.
⭐ Highlight: Onsen-Bereich und Wellness-Ausstattung im Kapselhotel 📍 Ort: Tokyo, Shinjuku 💰 Preis: ca. 45–70 Euro pro Nacht 🎟 Besonderheit: kostenlose Getränke und Dampfsauna in der Lounge
Häufig gestellte Fragen zu Unterkünften in Japan
Wo sollte man in Japan am besten übernachten?
Das hängt stark von deiner Route ab. Für eine klassische Rundreise bieten sich Tokyo, Kyoto und Osaka als Basisstationen an, dazwischen ergänzt durch Regionen wie Koyasan für Tempelkultur oder das Seto-Binnenmeer für Kunst und Natur. Wer wenig Zeit hat, bleibt am besten in diesen drei Großstädten und nutzt sie als Ausgangspunkt für Tagesausflüge. Für alle, die etwas außerhalb der Touristenrouten suchen, lohnen sich Regionen wie Yamagata oder Ehime, wo Unterkünfte oft günstiger und ruhiger sind. Wichtig ist vor allem die Nähe zu einer Bahnstation, da du in Japan die meisten Strecken mit dem Zug zurücklegst.
Wie teuer sind Hotels in Japan?
Die Preisspanne ist groß. Kapselhotels und einfache Business-Hotels bekommst du oft schon für 30 bis 60 Euro pro Nacht, solide Mittelklasse-Hotels wie unsere Basis-Tipps liegen meist zwischen 55 und 100 Euro. Design- und Boutique-Hotels bewegen sich zwischen 100 und 250 Euro, während Luxushäuser wie Guntu oder Kanra Kyoto deutlich darüber liegen können. Im internationalen Vergleich ist Japan für die gebotene Qualität eher moderat bepreist, besonders bei den einfacheren Häusern.
Sind Kapselhotels für jeden geeignet?
Nicht ganz. Kapselhotels funktionieren gut für kurze Aufenthalte, Alleinreisende und alle, die wenig Gepäck dabei haben. Wer unter Platzangst leidet oder viel Stauraum braucht, wird sich dort weniger wohlfühlen. Die meisten Kapselhotels trennen zudem nach Geschlechtern, sodass Paare oder Familien getrennt übernachten müssen, sofern das Hotel keine Familienkapseln anbietet. Für ein einmaliges Erlebnis oder eine günstige Übernachtungsmöglichkeit in zentraler Lage sind sie trotzdem eine gute Option.
Welche Unterkunft eignet sich besonders für Paare?
Das Setouchi Retreat Aonagi mit privatem Pool und Meerblick ist für einen besonderen Anlass zu zweit kaum zu schlagen, ebenso das Hotel Kanra Kyoto mit der eigenen Zypressenholz-Badewanne im Zimmer. Wer es ruhiger und naturnaher mag, findet im Guntu auf dem Seto-Binnenmeer eine der intimsten Unterkünfte des Landes, allerdings auch eine der teuersten.
Welche Unterkunft eignet sich für Familien?
Für Familien mit Kindern bietet sich das Asakusa Tobu Hotel mit seinen Hello-Kitty-Zimmern an, die Platz für bis zu vier Personen bieten. Ebenfalls praktisch ist MIMARU in Tokyo, wo die Apartment-Zimmer mit eigener Küche gerade für längere Aufenthalte oder mehrere Kinder mehr Flexibilität bringen als ein Standardzimmer.
Gibt es in Japan auch bezahlbare, normale Hotels abseits der ausgefallenen Konzepte?
Ja, und für die meisten Reisenden sind das sogar die wichtigeren Unterkünfte, weil man dort die meisten Nächte verbringt. Unsere fünf Basis-Tipps – darunter das Travelodge Kyoto und das RIHGA Place Higobashi in Osaka, die wir selbst getestet haben – zeigen, dass gute Lage und Zuverlässigkeit auch ohne Design-Konzept funktionieren. Ketten wie Super Hotel oder MIMARU sind in fast jeder größeren Stadt Japans vertreten.
Welche Unterkunft liegt besonders naturnah?
Die Jurten von Mongolia Village Tenger in Nasu und das Zao Onsen Omiya Ryokan in Yamagata bringen dich am nächsten an Japans Natur heran, das eine mit Blick auf die Sterne durch die Jurtenöffnung, das andere mit heißen Quellen mitten im Winterwald. Auch Guntu zählt dazu, allerdings auf dem Wasser statt an Land.
Welche Unterkunft würden wir persönlich empfehlen?
Von den 15 ausgefallenen Häusern hat uns die Kombination aus Roboter-Check-in und normalem Hotelkomfort beim Henn na Hotel am meisten überrascht, weil man dort sieht, wie ernst manche japanische Ketten Automatisierung nehmen, ohne dass die Übernachtung dadurch unpersönlicher wird. Für die eigentliche Reise waren unsere unspektakulären Basis-Hotels in Kyoto und Osaka aber mindestens genauso wichtig, weil sie einfach funktioniert haben.
