Regionen in Thailand
„Die schönsten Reiseziele in Thailand nach Region geordnet im Überblick„
Als wir zum ersten Mal einen Flug nach Bangkok gebucht haben, dachten wir, wir würden „Thailand“ in ein paar Wochen kennenlernen. Am Ende sind aus der geplanten Rundreise über acht Wochen geworden, und selbst danach hatten wir das Gefühl, gerade erst angefangen zu haben. Thailand lässt sich nicht in einem Satz zusammenfassen. Der Norden fühlt sich an wie ein anderes Land als der Süden, und selbst zwischen Bangkok und Ayutthaya, die nur eine Zugstunde auseinanderliegen, liegen gefühlt Welten.
Wir sind bewusst ohne Mietwagen gereist. Zwischen den Regionen haben Inlandsflüge genommen, innerhalb der Regionen waren wir mit Bus und Zug unterwegs, und für die Inseln gab es kein Vorbeikommen an der Fähre. Diese Kombination hat uns gezwungen, langsamer zu reisen, als wir es mit einem eigenen Auto getan hätten. Nachtzüge nach Chiang Mai, Minivans über kurvige Bergstraßen, Fähren, die mal pünktlich ablegten und mal zwei Stunden Verspätung hatten. Im Rückblick war genau das eine der Sachen, die uns Thailand am meisten näher gebracht hat, weil man ständig mit Einheimischen und anderen Reisenden ins Gespräch kommt.
Was uns überrascht hat: wie unterschiedlich sich die einzelnen Landesteile anfühlen, obwohl die Distanzen auf der Landkarte oft klein wirken. Nordthailand ist bergig, kühler, geprägt von Tempeln, Bergvölkern und einem ruhigeren Tempo. Zentralthailand mit Bangkok als Zentrum ist laut, chaotisch, aber auch unglaublich vielseitig, mit Streetfood an jeder Ecke und Tagesausflügen zu Ruinenstädten und Nationalparks. Und der Süden teilt sich noch einmal in zwei völlig unterschiedliche Küsten: die Andamanensee mit ihren Kalksteinfelsen und Kletterspots, und die Golfküste mit ruhigeren Buchten und einer eigenen Inselwelt.
Am Ende der Reise haben wir uns gefragt, welche Region uns am meisten gegeben hat, und die Antwort war für uns überraschend eindeutig: Zentralthailand. Nicht wegen der Strände, denn die gibt es dort kaum, sondern wegen der Geschichte, dem Essen und den Tierbegegnungen, die wir sonst nirgendwo im Land in dieser Form erlebt haben. Das heißt nicht, dass die anderen Regionen schwächer waren. Der Norden hat uns mit seiner Ruhe und den Tempeln in den Bergen überzeugt, der Süden mit Wasser in Farben, die wir vorher nur von Fotos kannten. Aber wenn wir uns entscheiden müssten, wo wir noch einmal länger bleiben würden, wäre es immer Bangkok.
Wer sich vor der Reise fragt, ob man wirklich mehrere Regionen besuchen sollte oder ob eine Woche Strand plus ein paar Tage Bangkok reicht: aus unserer Erfahrung lohnt sich mehr Zeit, wenn sie da ist. Zwei Wochen reichen für einen ersten Eindruck, wie wir es auch in unserem Bericht zu einer zweiwöchigen Thailand-Rundreise beschrieben haben. Mit mehr Zeit lassen sich die Regionen aber deutlich entspannter verbinden, ohne dass jeder Tag verplant ist. Dafür findest du eine 3 Wochen Route und eine 4 Wochen Route zur Inspiration auf unserer Seite.
In diesem Artikel geht es um die vier Regionen, die wir selbst bereist haben: Nordthailand, Zentralthailand und die beiden Küsten im Süden. Zu jeder Region verlinken wir unsere ausführlichen Detailartikel, damit du direkt tiefer einsteigen kannst, sobald eine Region dein Interesse weckt.

Die Regionen in Thailand im Überblick
Bevor wir in die einzelnen Regionen im Detail gehen, hier ein kurzer Überblick, damit du einordnen kannst, welche Region zu deiner Reise passt.
- Nordthailand – Bergige Landschaft, Tempel, ein spürbar ruhigeres Lebenstempo. Chiang Mai und Chiang Rai sind die beiden Anlaufstellen, dazu Ruinenstädte wie Sukhothai.
- Zentralthailand – Bangkok als Ausgangspunkt, umgeben von Tagesausflügen zu Ruinenstädten, Nationalparks und kulinarischen Erlebnissen. Unsere persönliche Favoritenregion.
- Südthailand – Golfküste – Ruhigere Inseln wie Koh Samui und Koh Tao, dazu Nationalparks entlang der Westküste des Golfs bei Hua Hin.
- Südthailand – Andamanenseite – Kalksteinklippen, Klettern in Railay, Tauchen und die klassischen Postkarten-Strände rund um Krabi.
Wer sich zusätzlich für einen Gesamtüberblick zu Sehenswürdigkeiten im ganzen Land interessiert, dem legen wir unseren Artikel zu den besten Sehenswürdigkeiten in Thailand ans Herz, und für alle, die Nationalparks generell interessieren, haben wir eine Übersicht der Nationalparks in Thailand geschrieben.




Entdecke Thailand auf unserem Reiseblog:
Nordthailand
Wir sind mit dem Flieger direkt von Bangkok nach Chiang Mai angereist, und somit war Chiang Mai die erste Station unserer Thailandreise 2022. Das erste Mal Südostasien für uns. Die Luft war kühler, die Straßen ruhiger, und statt Hochhäusern sahen wir Berge am Horizont. Chiang Mai selbst ist überschaubar genug, um sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden, was eine willkommene Abwechslung nach 8 Monaten in Süd- und Zentralamerika für uns war.
Das erwartet dich
Nordthailand ist die Bergregion des Landes, mit Chiang Mai als größter Stadt und kulturellem Zentrum. Dutzende Tempel liegen über die Altstadt verteilt, dazu kommt der Doi Suthep hoch über der Stadt mit seinem goldenen Chedi und Blick über das Tal. Etwas weiter nördlich liegt Chiang Rai mit seinen ungewöhnlichen, modernen Tempelbauten, und südlich davon die Ruinenstadt Sukhothai, die historische Wiege des thailändischen Königreichs. Wer Wandern und Natur mag, findet im Doi Inthanon Nationalpark, dem höchsten Punkt Thailands, Wasserfälle und kühlere Temperaturen als im restlichen Land.
Unsere Erfahrungen
In Chiang Mai haben wir mehr Zeit mit Essen verbracht als geplant. Die Nachtmärkte, die kleinen Garküchen an den Straßenecken, ein Kochkurs, bei dem wir zum ersten Mal verstanden haben, wie viele frische Kräuter in ein gutes Curry gehören. Unsere Erfahrungen und Empfehlungen dazu haben wir in unserem Foodguide für Chiang Mai gesammelt. Der Ausflug zum Doi Suthep war einer der Vormittage, an denen wir bewusst früh losgefahren sind, um der Reisegruppen-Welle zu entkommen, und das hat sich ausgezahlt. In Chiang Rai wiederum hat uns weniger die Stadt selbst überzeugt als die aussergewöhnlichen Tempel, wegen denen die meisten überhaupt hinfahren. Was uns an Sukhothai gefallen hat: die Ruinen liegen weitläufig genug, dass man zu Fuss zwischen ihnen unterwegs sein kann, ohne ständig auf andere Besucher zu treffen, anders als in Ayutthaya im Zentrum des Landes.
Für wen lohnt sich Nordthailand?
Die Region passt gut zu allen, die Tempel und Geschichte mit Wandern und ruhigeren Landschaften verbinden wollen. Fotografisch ist besonders die Zeit rund um Sonnenaufgang am Doi Suthep oder Doi Inthanon ergiebig, wegen des Nebels in den Tälern. Für reine Strandurlauber ist Nordthailand dagegen die falsche Adresse, es gibt schlicht kein Meer. Familien mit älteren Kindern können hier gut einen ruhigeren Reiseabschnitt einbauen, gerade nach dem Trubel in Bangkok.
Zentralthailand
Bangkok hat uns direkt am ersten Abend überrollt. Hupende Tuk-Tuks, Garküchen, aus denen Rauch und Gerüche gleichzeitig aufsteigen, Wolkenkratzer neben buddhistischen Tempeln. Es hat ein paar Tage gedauert, bis wir uns in dieser Dichte zurechtgefunden haben, aber genau das hat die Stadt am Ende zu unserem Favoriten der ganzen Reise gemacht. Inzwischen waren wir schon 6 Mal in Bangkok und die nächste Reise in die Großstadt ist eigentlich immer schon geplant.
Das erwartet dich
Zentralthailand dreht sich um Bangkok, aber die Region ist mehr als nur die Hauptstadt. Von hier aus sind Tagesausflüge zur alten Königsstadt Ayutthaya möglich, zum Khao Yai Nationalpark mit seinen Wasserfällen und wilden Elefanten, oder zu kleineren Vierteln wie Talat Noi, das man abseits der klassischen Bangkok-Route eher zufällig entdeckt. Kulinarisch ist die Region das Zentrum des Landes, mit Streetfood-Legenden, Restaurants für jedes Budget und der Möglichkeit, in einer Kochschule selbst hinter den Herd zu treten.
Unsere Erfahrungen
Wir haben in Bangkok bewusst länger als geplant Zeit verbracht. Statt eines starren Sightseeing-Programms haben wir uns Viertel für Viertel vorgenommen, und Talat Noi war dabei die Überraschung, mit der wir nicht gerechnet hatten: enge Gassen, Streetart, kaum Touristen, dafür Nachbarschaftsleben pur. Unsere Notizen dazu haben wir in einem eigenen Artikel über Talat Noi in Bangkok festgehalten. Beim Essen haben wir zwei Extreme ausprobiert: einmal ein einfacher Streetfood-Stand, bei dem wir für unter zwei Euro besser gegessen haben als in manchem Restaurant zuhause, dazu unsere Erfahrungen im Artikel Restaurants und Thai-Gerichte in Bangkok, und einmal ein Kochkurs in einer Kochschule in Bangkok, bei dem wir gelernt haben, wie ein gutes Tom Yum wirklich schmecken sollte, samt Rezept zum Nachkochen. Der Ausflug nach Ayutthaya hat uns gezeigt, wie schnell man aus dem Bangkok-Trubel in eine völlig andere Atmosphäre wechseln kann, zwischen jahrhundertealten Backsteinruinen. Und im Khao Yai Nationalpark hatten wir das Glück, aus sicherer Entfernung wilde Elefanten zu beobachten, ein Moment, den wir in unserem Bericht über wilde Elefanten in Thailand genauer beschrieben haben.
Für wen lohnt sich Zentralthailand?
Wer Städtereisen, Kultur und Essen mag, ist hier richtig aufgehoben. Auch für Roadtrip-Fans, die von Bangkok aus in mehrere Richtungen Tagesausflüge planen wollen, eignet sich die Region gut als Basis. Für reine Strandliebhaber ist Bangkok selbst kein Ziel, allerdings lassen sich von hier aus mit Fähre und Bus auch die Inseln vor der Ostküste erreichen. Wir waren zusätzlich auf Koh Chang und dem deutlich kleineren Koh Mak, beides Inseln, die sich gut als Verlängerung eines Bangkok-Aufenthalts eignen, wenn schnell noch etwas Strand dazukommen soll. Wer nach Thailand reist, kommt per Langstreckenflug vermutlich eh in Bangkok an oder fliegt von hier aus zurück, daher plant ein paar Tage hier ein.
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Südthailand – Golfküste
Zur Golfküste zählen wir hier die Inselgruppe um Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao, sowie die Nationalparks an der Westküste des Golfs bei Hua Hin, namentlich Kui Buri und Khao Sam Roi Yot. Dazwischen liegt der Ang Thong Marine Nationalpark, ein Archipel aus kleinen Kalksteininseln, das sich per Bootstour von Koh Samui oder Koh Phangan aus erkunden lässt. Koh Tao gilt als eines der günstigeren Tauchziele Südostasiens, Koh Phangan ist bekannt für seine Vollmondpartys, hat abseits davon aber auch ruhigere Ecken zu bieten.
Unsere Erfahrungen
Wir haben auf Koh Tao unseren ersten Tauchkurs gemacht, nachdem wir jahrelang nur geschnorchelt hatten. Die Erfahrung, wie unterschiedlich sich Tauchen anfühlt und wie viel Vorbereitung so ein Kurs braucht, haben wir in unserem Artikel zum Tauchen lernen mit Tauchkurs aufgeschrieben. Die Bootstour in den Ang Thong Marine Nationalpark war einer der Tage, an denen uns das Wasser selbst am meisten beeindruckt hat, mit Aussichtspunkten über türkisfarbene Lagunen, die von den umliegenden Felsen fast komplett eingeschlossen sind. Weiter nördlich, bei Hua Hin, waren wir dagegen komplett aus dem Insel-Modus raus: Kui Buri Nationalpark ist eher für Safari-Fans interessant, mit wilden Elefanten in freier Wildbahn, während der Khao Sam Roi Yot Nationalpark mit seinen Höhlen und Feuchtgebieten ein anderes Naturerlebnis bietet als die Inseln weiter südlich.
Für wen lohnt sich die Golfküste?
Für alle, die Tauchen oder Schnorcheln interessiert, ist Koh Tao Pflichtprogramm. Wer es ruhiger mag als an der Andamanenseite, findet hier insgesamt weniger Massentourismus, mit Ausnahme der Partynächte auf Koh Phangan. Naturinteressierte, die auch mal ohne Strand auskommen, sollten sich die Nationalparks bei Hua Hin ansehen. Für Backpacker mit wenig Zeit ist die Golfküste allein wegen der längeren Fährverbindungen eher schwerer mit anderen Regionen zu kombinieren als der Süden an der Andamanenseite.
Südthailand – Andamanenseite
Die Andamanenseite ist geprägt von Krabi und seinen Stränden, allen voran Railay und Ao Nang als zentrale Anlaufstellen. Von hier starten Bootstouren zu vorgelagerten Inseln, dazu kommen Kletterrouten direkt an den Felsen über dem Strand. Landeinwärts liegt der Khao Sok Nationalpark, einer der ältesten Regenwälder der Welt, mit Übernachtungsmöglichkeiten auf schwimmenden Bungalows auf einem Stausee. Kulturell interessant ist der Tiger Cave Tempel bei Krabi, dessen Aufstieg über mehr als tausend Stufen mit einem Ausblick über die gesamte Region belohnt wird. In diesem Teil Thailands findest du aber noch viel mehr: Phuket, Koh Lanta, Koh Phi Phi, um nur einige Orte und Inseln zu nennen. Dieser Teil Thailands ist ein wahres Inselparadies.
Unsere Erfahrungen
In Ao Nang haben wir gemerkt, wie touristisch der Ort mittlerweile ist, mit entsprechend viel Infrastruktur, aber auch entsprechend vollen Stränden. Unsere ehrliche Einschätzung dazu findest du im Artikel zu Ao Nang. Railay dagegen hat uns trotz der vielen Kletterer und Tagestouristen überzeugt, gerade abends, wenn die Tagesboote weg sind und der Strand fast leer wird. Details dazu haben wir in unserem Bericht zu Krabi und Railay Beach gesammelt. Der Aufstieg zum Tiger Cave Tempel war anstrengender, als wir gedacht hatten, gerade in der Mittagshitze, aber der Blick oben hat es wettgemacht, mehr dazu in unserem Artikel über den Tiger Cave Tempel in Krabi. Im Khao Sok Nationalpark haben wir zwei Nächte auf dem Wasser verbracht, was sich stellenweise unwirklich still angefühlt hat im Vergleich zum Rest der Reise, nachzulesen in unserem Artikel zum Khao Sok Nationalpark.
Für wen lohnt sich die Andamanenseite?
Kletterer kommen an Railay kaum vorbei, die Auswahl an Routen direkt am Strand ist in dieser Form selten. Für Fotografie ist die Region wegen der Felsformationen eine der ergiebigsten im ganzen Land. Wer Ruhe sucht, sollte gezielt einzelne Orte wie Khao Sok einplanen und die stärker frequentierten Strände wie Ao Nang eher als Durchgangsstation sehen.
Unsere Reiserouten durch Thailand
Unsere Thailand-Reisen führten uns auf über 4 Monate kreuz und quer durchs ganze Land. Hier zeigen wir die unsere bisherigen 3 großen Reisen durch Thailand, mit den einzelnen Stationen.
Unsere Route 2022/23:
Chiang Mai mit Ausflügen in den Doi Inthanon NP und Chiang Rai
↓
Sukkothai
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Ayutthaya
↓
Bangkok
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Khao Yai Nationalpark
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Hua Hin – Khao Sam Roi Yot NP und Kui Buri NP
↓
Suratthani und der Khao Sok NP
↓
Weiterreise nach Malaysia auf dem Landweg
Unsere Route 2024:
Bangkok
↓
Ko Tao
↓
Koh Phangan
↓
Ao Nang
↓
Railey Beach
↓
Bangkok
Unsere Route 2025:
Bangkok
↓
Chiang Mai mit Ausflügen in den Doi Inthanon NP und Chiang Rai
↓
Sukkothai
↓
Ayutthaya
↓
Khao Yai Nationalpark
↓
Koh Chang
↓
Koh Maak
↓
Bangkok
Häufig gestellte Fragen zu den Regionen in Thailand
Welche Region eignet sich für den ersten Besuch in Thailand?
Für einen ersten Besuch würden wir zu einer Kombination aus Zentralthailand und einer der beiden Südküsten raten. Bangkok liefert den kulturellen und kulinarischen Einstieg, eine Insel im Süden sorgt für den Ausgleich mit Strand und Wasser. Nordthailand lohnt sich zwar genauso, braucht aber wegen der Entfernung zu den Küsten meist einen Inlandsflug mehr im Reiseplan. Wer nur eine Woche Zeit hat, sollte sich eher auf zwei Regionen beschränken, statt alles anzureißen. Unsere Erfahrung nach zwei separaten Reisen mit unterschiedlicher Länge zeigt, dass weniger Stationen mit mehr Zeit pro Ort am Ende in Erinnerung bleiben als ein durchgetaktetes Programm mit vier oder fünf Regionen in zwei Wochen.
Welche Region ist die schönste in Thailand?
Das lässt sich nicht objektiv beantworten, weil es stark davon abhängt, wonach man sucht. Landschaftlich hat uns die Andamanenseite mit ihren Kalksteinfelsen am meisten beeindruckt, kulturell und kulinarisch war für uns Zentralthailand vorn. Nordthailand punktet mit einer Ruhe, die man an den Küsten kaum findet. Am Ende war unser persönlicher Favorit Zentralthailand, aber das ist eine subjektive Entscheidung, die für jemanden mit Fokus auf Strandurlaub anders ausfallen dürfte.
Wo lohnt sich ein Roadtrip in Thailand?
Wir sind selbst ohne Mietwagen gereist, aber aus Gesprächen mit anderen Reisenden und eigenen Beobachtungen eignet sich vor allem Nordthailand gut für einen Roadtrip, mit kurvigen Bergstraßen zwischen Chiang Mai, Pai und Chiang Rai. Auch die Golfküste rund um Hua Hin lässt sich mit dem Auto gut verbinden, weil die Nationalparks dort abseits des öffentlichen Nahverkehrs liegen und mit eigenem Fahrzeug deutlich einfacher zu erreichen sind als mit Bus oder Songthaew.
Welche Region eignet sich zum Wandern in Thailand?
Nordthailand ist wegen der Berge um Chiang Mai und dem Doi Inthanon Nationalpark die Region mit den meisten Wandermöglichkeiten. Auch der Khao Sok Nationalpark an der Andamanenseite bietet Regenwaldwege, allerdings mit deutlich höherer Luftfeuchtigkeit und Temperatur als im Norden. Wer während der Wanderung auch noch auf Tempel und Kultur nicht verzichten will, ist im Norden klar besser aufgehoben.
Welche Region hat die schönsten Strände in Thailand?
Für klassische Postkartenstrände würden wir zur Andamanenseite raten, mit Railay und den vorgelagerten Inseln um Krabi. Wer es ruhiger und weniger überlaufen mag, findet an der Golfküste, etwa auf Koh Tao oder den ruhigeren Ecken von Koh Phangan, ebenfalls gute Strände, allerdings ohne die markanten Felsformationen der Andamanenseite. Beide Küsten haben unterschiedliche Stärken, weshalb sich ein direkter Vergleich schwer ziehen lässt.
Welche Region ist am günstigsten in Thailand?
Nordthailand war in unserer Erfahrung insgesamt die günstigste Region, sowohl bei Unterkünften als auch beim Essen. Die Inseln im Süden, insbesondere Koh Samui und die touristischeren Ecken um Ao Nang, liegen preislich spürbar höher, vor allem bei Bootstouren und Fährtickets. Zentralthailand mit Bangkok bewegt sich dazwischen, mit großer Preisspanne je nach Viertel und Unterkunftsart.
Welche Region ist am abwechslungsreichsten in Thailand?
Zentralthailand hat uns wegen der Kombination aus Großstadt, Ruinenstädten und Nationalparks in Tagesausflug-Reichweite am abwechslungsreichsten vorgekommen. Innerhalb weniger Tage waren wir in Tempeln, auf Streetfood-Märkten, in einem Nationalpark und in einer Kochschule, ohne die Region wechseln zu müssen.
Wie viele Regionen sollte man in Thailand besuchen?
Bei zwei bis drei Wochen würden wir zu zwei Regionen raten, etwa Zentralthailand plus eine Küste. Bei drei bis vier Wochen lässt sich der Norden gut ergänzen. Wir selbst waren über acht Wochen unterwegs und haben in dieser Zeit alle vier hier beschriebenen Regionen besucht, was uns rückblickend als guter Kompromiss zwischen Tiefe und Abwechslung erschien, ohne dass die Reise sich gehetzt angefühlt hat.

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