Die Montebello Lakes in Mexiko
Lohnt sich der Ausflug zu den türkisfarbenen Seen in Chiapas?
Als wir unsere Tour nach El Chiflón buchten, wussten wir ehrlich gesagt kaum etwas über die Lagunas de Montebello. Der Wasserfall war für uns der eigentliche Grund für den Ausflug – die Seen waren eher ein Bonus. Umso überraschter waren wir, als wir nach der langen Fahrt plötzlich mitten in einer riesigen Seenlandschaft standen.
Mehr als 50 Bergseen, viele davon in den unterschiedlichsten Blau- und Türkistönen, liegen hier direkt an der Grenze zu Guatemala. Die Landschaft erinnerte uns stellenweise eher an die Alpen als an Mexiko. Wälder, Berge und glasklares Wasser – mit Kakteen, Wüste oder Stränden hatte das überhaupt nichts zu tun.
Auch wenn die Lagunas de Montebello für uns nicht ganz an den beeindruckenden El Chiflón herankamen, waren sie der perfekte Abschluss eines abwechslungsreichen Tagesausflugs. Allein für die Seen würden wir die lange Anfahrt wahrscheinlich nicht auf uns nehmen – in Kombination mit El Chiflón würden wir die Tour aber jederzeit wieder machen.

Die Montebello Lakes auf einen Blick
📍 Region: Chiapas
🏛️ Anreise: Tour oder Mietwagen
🌿 Highlight: verscheidene Seen
⏳ Empfohlene Aufenthaltsdauer: Halber Tag
🏨 Kosten: ca. 30–45 € als Tagestour in Verbindung mit dem El Chiflon Wasserfall
⭐ Unsere Bewertung: ★★★★☆
1. Die Lagunas de Montebello
Der Nationalpark Lagunas de Montebello liegt im Bundesstaat Chiapas direkt an der Grenze zu Guatemala und umfasst über 50 Seen, die auf einer Höhe von etwa 1.200 bis 1.500 Metern liegen.
Jeder See wirkt ein wenig anders. Manche leuchten intensiv türkis, andere schimmern eher dunkelblau oder grün – je nach Sonneneinstrahlung, Wetter und Mineralien im Wasser. Gerade diese Vielfalt hat uns überrascht. Wir hatten vorher mit einem oder zwei schönen Seen gerechnet und fanden stattdessen eine ganze Region voller kleiner und großer Bergseen vor. Während unserer Tour besuchten wir insgesamt fünf bis sechs verschiedene Seen. Dadurch wurde der Ausflug nie langweilig, denn jeder Stopp bot wieder eine etwas andere Landschaft.
Der Eintritt zum Nationalpark liegt bei rund 30 bis 60 Pesos pro Person, je nachdem wie viele Seen ein Ticket abdeckt – wer mit dem Auto unterwegs ist, zahlt zusätzlich eine kleine Fahrzeuggebühr von rund 34 Pesos. Im Rahmen einer organisierten Tour ist das in der Regel bereits im Tourpreis enthalten.

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2. Unsere Highlights
Lago Pojoj
Der Lago Pojoj war für uns der schönste See des Tages. Hier kamen die intensiven Türkistöne besonders gut zur Geltung und zum ersten Mal wurde uns bewusst, wie außergewöhnlich diese Landschaft eigentlich ist. Am Ufer gibt es einige Restaurants und die Möglichkeit, eine kleine Bootsfahrt zu unternehmen – je nach Dauer und Boot rechne mit etwa 100 bis 200 Pesos pro Person. Wir haben darauf verzichtet und stattdessen einfach die Aussicht genossen. Gerade wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann hier problemlos eine längere Pause einlegen.



Lago Internacional
Der Lago Internacional sorgte bei uns vor allem für ein Schmunzeln. Plötzlich standen wir direkt an der Grenze zu Guatemala – völlig ungeplant.
Über einen kleinen Weg kannst Du einfach zu einem Markt auf der guatemaltekischen Seite hinüberlaufen. Der Grenzübertritt wirkt hier erstaunlich unkompliziert und eher wie ein Spaziergang als wie ein klassischer Länderwechsel. Das ist auch kein Zufall: An dieser Stelle gibt es keine offizielle Grenzkontrolle, Du brauchst also weder Pass noch Stempel, um kurz auf die guatemaltekische Seite zu schauen – ein informeller, touristisch etablierter Übertritt, kein regulärer Grenzübergang. Wir haben nichts gekauft, fanden den kleinen Markt aber trotzdem spannend. Solche spontanen Grenzerlebnisse gehören einfach zu den Dingen, mit denen wir auf Reisen überhaupt nicht rechnen.



Cinco Lagos
Unser letzter Stopp führte uns zu den Cinco Lagos. Mittlerweile neigte sich die Sonne bereits dem Horizont entgegen und tauchte die Seen in ein warmes Abendlicht. Gerade dadurch wirkte die Landschaft noch einmal besonders schön. Von einem Aussichtspunkt blickst Du gleichzeitig auf mehrere Seen, die zwischen den bewaldeten Hügeln liegen. Für uns war das der perfekte Abschluss der Tour.

3. Wie kommst Du zu den Lagunas de Montebello?
Der Nationalpark liegt etwa 150 Kilometer östlich von San Cristóbal de las Casas und fast direkt an der Grenze zu Guatemala. Mit dem Mietwagen benötigst Du ungefähr drei Stunden.
Im Park führen Straßen zu den verschiedenen Seen und nahezu jeder größere See verfügt über einen eigenen Parkplatz. Wer mehr Zeit mitbringt, kann zwischen einigen Seen auch wandern oder sogar auf Campingplätzen direkt am Wasser übernachten. Die meisten Besucher entscheiden sich jedoch – so wie wir – für eine organisierte Tagestour in Kombination mit El Chiflón.

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4. Lohnt sich eine Tagestour?
Aus unserer Sicht eindeutig ja. Die meisten Touren starten morgens in San Cristóbal de las Casas, besuchen zunächst den Wasserfall El Chiflón und fahren anschließend weiter zu den Lagunas de Montebello.
Genau diese Reihenfolge würden wir auch empfehlen. Der Wasserfall ist das große Highlight des Tages. Die Seen sorgen anschließend für einen deutlich ruhigeren Abschluss und bilden einen schönen Kontrast zu den tosenden Wassermassen am Vormittag. Allein für die Lagunas de Montebello würden wir die lange Anfahrt allerdings wahrscheinlich nicht noch einmal auf uns nehmen.


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5. Unser Fazit
Die Lagunas de Montebello haben uns positiv überrascht.
Vorher hatten wir noch nie von dieser Seenlandschaft gehört und hätten niemals erwartet, in Mexiko plötzlich zwischen türkisfarbenen Bergseen zu stehen. Gerade die unterschiedlichen Farben der Seen und die ruhige Atmosphäre haben uns sehr gefallen.
Trotzdem würden wir die Lagunas de Montebello nicht als eigenständiges Highlight einer Mexiko-Reise bezeichnen. Dafür ist die Anfahrt von San Cristóbal einfach zu lang.
Ganz anders sieht es jedoch in Kombination mit El Chiflón aus. Der gewaltige Wasserfall am Vormittag und die entspannte Seenlandschaft am Nachmittag ergänzen sich perfekt und ergeben einen abwechslungsreichen Tagesausflug.
Wer mit dem Camper oder Mietwagen unterwegs ist und gerne in der Natur übernachtet, sollte sogar überlegen, eine Nacht in der Region zu bleiben. Die Lagunas de Montebello wirken auf uns wie ein Ort zum Entschleunigen – mit Zeit zum Wandern, Campen oder einfach zum Genießen. Das schnelle Abfahren von See zu See wird der Landschaft dagegen kaum gerecht.

FAQ zu den Lagunas de Montebello
Lohnen sich die Lagunas de Montebello?
Ja, besonders in Kombination mit El Chiflón. Allein würden wir die lange Anfahrt eher nicht empfehlen.
Wie viele Seen sieht man bei einer Tour?
Bei uns waren es etwa fünf bis sechs Seen. Welche genau angefahren werden, hängt vom jeweiligen Touranbieter ab.
Was kostet der Eintritt zum Nationalpark?
Rechne mit rund 30 bis 60 Pesos pro Person, je nach Ticket, plus einer kleinen Fahrzeuggebühr von etwa 34 Pesos. Bei einer organisierten Tour ist das meist schon im Preis enthalten.
Kann man nach Guatemala laufen?
Ja. Am Lago Internacional kannst Du einen kleinen Markt auf der guatemaltekischen Seite besuchen. Einen Pass brauchst Du dafür nicht, da es sich um einen informellen, touristisch etablierten Übertritt ohne offizielle Grenzkontrolle handelt. Für uns war das ein unerwartetes und witziges Erlebnis.
Kann man in den Lagunas de Montebello übernachten?
Ja. Rund um einige Seen gibt es Unterkünfte und Campingplätze. Wer individuell reist, kann hier problemlos mehr Zeit verbringen als bei einer Tagestour.
Was ist schöner – El Chiflón oder die Lagunas de Montebello?
Für uns ganz klar El Chiflón. Die Lagunas de Montebello waren jedoch die perfekte Ergänzung und haben den Tagesausflug wunderbar abgerundet.
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