Tauchschein auf Koh Tao
Unser Erfahrungsbericht zum Tauchen lernen in Thailand
Der Gedanke, unseren Tauchschein zu machen, begleitet uns schon seit geraumer Zeit. Während unseres Schnorchelabenteuers auf den Galapagos-Inseln im Jahr 2022 wurden wir erstmals richtig in die geheime Welt unter Wasser gezogen.
Die faszinierenden Entdeckungen, die wir dort machten, begeisterten uns zutiefst und weckten die Sehnsucht nach mehr. Schon damals begannen wir zu recherchieren, wann und wo es sich anbieten würde, unseren Tauchschein zu machen. Preislich stellte sich schnell heraus, dass Asien die sinnvollste Wahl wäre.
Obwohl es zeitlich und routentechnisch während unserer Weltreise 2022/23 nicht geklappt hat, geriet der Gedanke nie in Vergessenheit. Als wir 2024 beschlossen, wieder nach Thailand zu reisen und dieses Mal den Süden mit seinen Inseln zu erkunden, war das Thema Tauchschein sofort wieder präsent. Nach intensiver Recherche und der Befragung unserer Community in den sozialen Netzwerken stand eine Tauchschule besonders im Fokus, die wir bereits vorher als vielversprechend herausgesucht hatten: Rainbow Fish Divers auf Koh Tao.

Tauchschein auf Koh Tao auf einen Blick
📍 Region: Golf von Thailand, Koh Tao
🏛️ Perfekt für: Einsteiger, die entspannt und günstig ihren Tauchschein machen wollen
⏳ Empfohlene Aufenthaltsdauer: 4 Tage für den Open Water Diver, 6 Tage inkl. Advanced Diver
🚗 Fortbewegung/Anreise: Fähre ab Chumphon oder Koh Samui, auf der Insel zu Fuß oder mit dem Roller
💰 Preisniveau: ab ca. 11.999 Baht (rund 300–320 Euro) für den Open Water Diver
☀️ Beste Reisezeit: ganzjährig möglich, wobei März bis Ende September meist die klarste Sicht bietet
1. Was waren unsere Entscheidungskriterien für den Tauchschein auf Koh Tao?
Koh Tao gilt als eine der schönsten Inseln zum Schnorcheln und Tauchen im Golf von Thailand und beherbergt die höchste Anzahl an Tauchschulen der Region. Auf dieser kleinen Insel existiert eine lebendige Tauchercommunity, und zahlreiche Tauchschulen bieten ihre Dienste an.
1. Deutschsprachige Tauchschule. Unsere Priorität lag darauf, eine Tauchschule auf Koh Tao zu finden, die Deutsch spricht. Obwohl uns bewusst war, dass viele Begriffe und Anweisungen später auf Englisch sein würden, war es uns beim Tauchschein wichtig, alles zu verstehen und eine gute Kommunikation mit dem Tauchlehrer zu haben. Beim Tauchen lernen begleiten einen häufig Ängste und Unsicherheiten, daher war uns eine klare Verständigung besonders wichtig.
2. Der Preis. Wir suchten gezielt nach einer Tauchschule mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis für den Tauchkurs, wenn möglich mit sinnvollen Zusatzleistungen.
3. Massentourismus auf Koh Tao – lohnt sich die Insel noch? Das ist mittlerweile ein Kriterium, über das wir vorher gar nicht so nachgedacht hatten, das inzwischen aber immer wichtiger wird. Koh Tao hat gerade in den letzten zwei Jahren spürbar an Touristen zugelegt, und die Hauptgebiete rund um Sairee Beach und Mae Haad gleichen inzwischen streckenweise dem Massentourismus, den man sonst eher von Ko Phi Phi oder Ko Samui kennt: volle Straßen, dichter Bootsverkehr und wachsender Druck auf Müllentsorgung und Infrastruktur der Insel. Das muss nichts Schlechtes bedeuten, aber du solltest vorher für dich klären, ob das zu deinen Reisevorstellungen passt oder ob du eher eine ruhigere Insel für deinen Tauchschein suchst. Wer abseits der Hauptorte bleibt oder außerhalb der Hauptsaison anreist, merkt davon deutlich weniger.

2. Rainbow Fish Divers auf Koh Tao
Die Tauchschule Rainbow Fish Divers auf Koh Tao wird von einem deutschen Auswanderer geleitet und ist somit eine deutschsprachige Tauchschule. Das erwies sich für uns als großer Vorteil, da alle Tauchlehrer Deutsch sprechen.
Die Schule bietet verschiedene Tauchkurse an, darunter den Open Water Diver bis 18 m, den Advanced Diver bis 30 m sowie weitere Spezialkurse. Auch einzelne Tauchgänge (Fun Dives) können gebucht werden. Die Kurse sind in Paketen organisiert, sodass sich je nach Vorstellungen und Budget zusätzliche Tauchgänge oder gleich der Advanced Kurs dazubuchen lassen – das ist meist günstiger, als beides einzeln zu buchen.
Wir können die Tauchschule wärmstens empfehlen: Wir haben uns immer sicher gefühlt, hatten einen geduldigen Lehrer, und die gesamte Organisation hat sehr gut funktioniert.
Preisliste: Auf der offiziellen Website findest du alle aktuellen Infos zu den Tauchkursen und den Preisen


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3. Kosten für den Tauchschein auf Koh Tao
Damit du eine Vorstellung bekommst, was so ein Tauchkurs kostet, hier die aktuelle Preisliste von Rainbow Fish Divers (Stand 2026):
- Open Water Diver – Mini Paket (4 Tage, 6 Tauchgänge, reiner Kurs): 11.999 Baht
- Open Water Diver – Deluxe Paket (6 Tage, 8 Tauchgänge inkl. Thai-Massage, Leihroller für einen Tag und T-Shirt): 14.499 Baht
- Open Water + Advanced – Super Taucher Paket (6 Tage, 10 Tauchgänge, 2 Tauchscheine, inkl. Massage und T-Shirt): 19.999 Baht
Falls du nur den Open Water Kurs buchst, dich aber vor Ort für den Advanced Kurs entscheidest, kostet dieser separat 7.999 Baht, sofern du ihn innerhalb von 6 Monaten nach deinem Open Water Diver bei Rainbow Fish Divers dranhängst. Regulär liegt der Advanced Kurs bei 9.999 Baht.
Für rund 11.999 Baht, also etwa 300 bis 320 Euro (der genaue Betrag hängt vom aktuellen Wechselkurs ab), bekommst du also deinen Open Water Diver – ein sehr attraktiver Preis, den du in anderen Teilen der Welt kaum findest. Die Unterkunft ist in den aktuellen Kurspaketen nicht automatisch enthalten, lässt sich aber bei Bedarf direkt bei der Buchung erfragen.
Ein Hinweis noch zu den Preisen: Alle genannten Preise gelten für den SSI-Tauchschein. Wer stattdessen einen PADI-Schein möchte, zahlt bei Rainbow Fish Divers 1.500 Baht Aufpreis pro Kurs, bekommt dafür aber ein gedrucktes Kursbuch statt nur des Online-Zugangs.
Es ist erwähnenswert, dass es auf Koh Tao eine Vielzahl von Tauchschulen gibt. Am Hauptstrand Sairee Beach reihen sie sich wie Perlen an einer Kette auf, und die Konkurrenz ist entsprechend hoch. Der preisliche Unterschied zwischen den Schulen dürfte daher nicht allzu groß sein.tiert.

4. Tauchen ist gefährlich!
Ja und nein!
Für den Open Water und den Advanced Tauchschein sind eine bestimmte Anzahl an Tauchgängen sowie vorgeschriebene Übungen im Wasser erforderlich, um zu zeigen, dass man nicht nur tauchen kann, sondern auch weiß, was zu tun ist, wenn etwas nicht wie geplant verläuft.
Der Unterricht ist entsprechend gründlich.
Von Anfang an wird jedoch schnell klar: Der Mensch hat eigentlich nichts in 18 Metern Tiefe und mehr zu suchen. So faszinierend die Unterwasserwelt auch ist, der menschliche Körper ist nicht für solche Druckverhältnisse und Bedingungen gemacht. Tauchen birgt also gewisse Gefahren, aber hier kommt das große Aber: Es gibt viele Sicherheitsvorkehrungen und Geräte, die das Tauchen für uns Menschen sehr sicher machen. Das bedeutet jedoch nicht, dass man sich von Anfang an sicher fühlt. Ein Tauchkurs besteht hauptsächlich aus dem Erlernen von Tauchtechniken und Übungen. Das eigentliche Tauchen und Beobachten der Fische kommt erst nach dem Kurs. Zu Beginn stehen Übungen im Vordergrund, und das kann ziemlich anstrengend sein. Uns war das vorher tatsächlich nicht so bewusst.


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5. Tauchschein bei PADI vs. SSI
Aktuell gibt es zwei große Anbieter auf dem Markt, die als zertifizierte Tauchverbände gelten: PADI und SSI.
PADI ist der größte Tauchverband weltweit und dürfte den meisten ein Begriff sein. Unsere Erfahrung und die Rückmeldungen, die wir erhalten haben, deuten darauf hin, dass PADI einen eher strengen, linearen Ablauf für den Tauchschein hat. Hier erfolgt zuerst die Theorie, dann die theoretische Prüfung, und erst danach geht es ins Wasser. Dort werden die Übungen Schritt für Schritt durchgeführt, und wird eine nicht bestanden, stoppt der Kurs, bis sie erfolgreich absolviert ist. Der Ablauf ist also recht strikt und aufeinander aufbauend.
SSI ist zwar in Deutschland weniger bekannt als PADI, weltweit aber mittlerweile der zweitgrößte Tauchverband und gerade in Asien stark vertreten – kein Exot mehr, sondern eine etablierte, gleichwertige Alternative, die überall anerkannt wird. Der Vorteil bei SSI liegt darin, dass Theorie und Praxis flexibler ineinandergreifen können. Die gleichen Übungen und theoretischen Kenntnisse müssen natürlich auch hier bestanden werden, aber falls etwas nicht sofort funktioniert, geht es mit anderen Übungen weiter. Die fehlende Übung wiederholt man dann später, wenn man vielleicht mehr Sicherheit gewonnen hat. Das sehen wir als großen Vorteil, denn wenn etwas nicht auf Anhieb klappt, bedeutet das nicht automatisch, dass der Kurs stoppt. Für uns würde das eher zusätzliche Unsicherheit schaffen, statt Sicherheit zu vermitteln. Daher würden wir nach unserem Kenntnisstand SSI empfehlen.
Praktisch relevant: Bei Rainbow Fish Divers gilt der SSI-Preis als Standard, PADI kostet 1.500 Baht Aufpreis pro Kurs. Zudem verlangt PADI eine Mindestteilnehmerzahl von 5 Personen für den Open Water Kurs und 4 Personen für den Advanced Kurs – bei SSI gibt es diese Einschränkung nicht, was den Kurs auch in ruhigeren Nebensaison-Zeiten zuverlässig stattfinden lässt.

6. Wie läuft so ein Kurs ab? Unser Tauchkurs auf Koh Tao
Beim Einchecken in der Tauchschule erhielten wir bereits einige Hausaufgaben für den nächsten Tag. SSI stellt eine Online-Plattform zur Verfügung, auf der wir im Voraus Texte und Videos zum Thema Tauchen anschauen sollten.
Tag 1 – Theorie und erstes Mal im Wasser
Am ersten Tag begannen wir mit der Theorie, die vieles wiederholte, was wir bereits am Vortag gelesen hatten. Es ging um grundlegende Aspekte des Tauchens, wie die Auswirkungen steigender Tiefe auf unseren Körper, das Verhalten von Luft im Körper, den Luftverbrauch beim Tauchen und wie viel Luft sich in unserer Tauchflasche befindet. Das Equipment wurde vorgestellt, und wir durften es selbst zusammenbauen und uns auf unseren ersten „Tauchgang“ vorbereiten, der eigentlich nur das erste Mal mit der kompletten Ausrüstung ins flache Wasser am Strand ging. Der Vorteil einer Tauchschule auf einer Insel: Man kann direkt am Strand ein paar Meter ins Meer waten und dort üben. An vielen anderen Orten der Welt finden diese ersten Übungen im Pool statt.
Dort standen wir nun in etwa 2 Metern Tiefe und machten uns mit dem Equipment vertraut. Das Atmen unter Wasser mit dem Atemregler war anfangs gewöhnungsbedürftig. Wir übten das Ab- und Aufsetzen der Tauchmaske unter Wasser, das Auspusten von Wasser aus der Maske und das Ab- und Ansetzen des Atemreglers unter Wasser. Nach diesen Übungen tauchten wir ein wenig im flachen Wasser, um das Tarieren zu üben und die ersten Fische zu sehen.
Was ist Tarieren? Unter Wasser sind wir quasi schwerelos, und abhängig von unserem Gewicht, dem Bleigewicht am Gürtel und der Luftmenge in Flasche und Anzug sinken wir ab oder steigen auf. Tarieren bedeutet, ausgeglichen im Wasser zu schweben und durch die Atmung ein leichtes Auf- und Absteigen zu steuern. So gleitest du mit der geringsten Anstrengung und damit dem geringsten Sauerstoffverbrauch durchs Wasser. Das klingt leichter, als es ist, und braucht Übung. Wir haben das in 4 Tagen nicht perfektioniert, was völlig normal ist.
Tag 2 – Übungen und noch mehr Übungen
Der zweite Tag begann wieder mit Theorie, bevor wir erneut für 3 Stunden ins Wasser gingen und verschiedene Übungen absolvierten. Diese umfassten erneut das Ab- und Aufsetzen der Maske, das Ab- und Ansetzen des Atemreglers, das Aus- und Anziehen des Bleigewichts unter Wasser sowie das komplette An- und Ausziehen der Tauchausrüstung.
Wir lernten, wie man allein oder mit einem Tauchpartner im Notfall aufsteigt. Katja erreichte dabei ihre Grenzen, und es wurde deutlich anstrengender. Zudem waren wir erstmals in einer Tiefe von 3 bis 5 Metern, wo plötzlich die Ohren wehtaten, was den Druckausgleich notwendig machte.
Am Ende durften wir wieder im flachen Riff tauchen und weitere Fische und Korallen betrachten.
Tag 3 – Theorieprüfung und das erste Mal aufs Boot
Tag 3 begann erneut mit Theorie, und am Mittag absolvierten wir unsere Theorieprüfung in Form eines Multiple-Choice-Tests. Durch die parallele praktische Erfahrung war der Test leicht zu bewältigen.
Nach der bestandenen Prüfung ging es am Nachmittag erstmals auf ein Boot und hinaus aufs Meer. Das Zusammenbauen der Ausrüstung auf dem schwankenden Boot war nicht einfach, und der Sprung mit der schweren Ausrüstung vom Boot war vor allem für Katja eine große Herausforderung.
Wenn es dann aber am Seil zum ersten Mal tief hinuntergeht, sind Ängste vergessen, und wir konzentrierten uns vollständig auf uns selbst und den Druckausgleich. Wir tauchten erstmals auf 10 Meter Tiefe und wiederholten die Übungen der letzten Tage.
Beim zweiten Tauchgang ging es etwas tiefer, auf etwa 12 Meter. Auch hier standen wieder Übungen im Vordergrund, aber eine kurze Runde über das Riff war ebenfalls dabei.
Tag 4 – Das erste Mal auf 18 Meter
An Tag 4 gingen wir früh raus mit dem Boot, um unsere letzten beiden Tauchgänge für den Open Water Diver zu machen.
Der erste Tauchgang führte uns erstmals auf 18 Meter Tiefe. Der Unterschied zwischen 10 und 18 Metern war kaum spürbar. Wieder standen einige Übungen auf dem Programm, und ein Videograf begleitete uns an diesem Tag für ein kleines Kursvideo.
Der zweite Tauchgang ging auf 16 Meter, ohne Übungen – nur reines Tauchen und Beobachten von Korallen und Fischen. Glücklicherweise konnten wir sogar eine Schildkröte unter Wasser sehen.
Nach den Tauchgängen erhielten wir unser Tauch-Logbuch und füllten es aus. Damit waren wir offiziell Open Water Diver! Ein großartiges Gefühl. Am Abend schauten wir uns unser Video vom letzten Kurstag an, das für uns erstellt wurde.

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7. Advanced Tauchkurs bis 30 Meter
Wer möchte, kann direkt den Advanced Tauchkurs anschließen. Das dauert weitere 2 Tage. An einem Tag geht es wieder ins Wasser am Strand für verschiedene Übungen zur Tarierung und Unterwassernavigation. Am nächsten Tag geht es erneut aufs Boot für zwei Tauchgänge. Der erste Tauchgang beinhaltet die Anwendung der gelernten Navigationsfähigkeiten unter Wasser, der zweite führt auf 30 Meter zu einem Wrack. Danach bist du Advanced Diver bis 30 Meter.
18 oder gleich 30 Meter? Was brauchst du?
Das lässt sich pauschal nicht sagen. Tauchplätze auf der Welt variieren in ihrer Tiefe. Je nach Tauchschein kannst du an bestimmten Tauchgängen teilnehmen oder eben nicht. Tiefer als 40 Meter zu tauchen ist ohnehin nicht erlaubt und erfordert eine zusätzliche Ausbildung. Wenn du den Open Water Diver hast und dich körperlich in der Lage fühlst, den Advanced Kurs direkt anzuhängen, ist das ratsam – es ist insgesamt günstiger, und du hast die 30 Meter sicher.
Wir waren nach den 4 Tagen Open Water bereits erschöpft, und die ungewohnte Belastung auf den Ohren machte sich ordentlich bemerkbar. Daher haben wir uns gegen die direkte Erweiterung des Kurses entschieden. Wenn du nach einem Jahr oder länger wieder tauchst, ist ein Auffrischungskurs ratsam. Auch wenn du später den Advanced Kurs machen möchtest, ist ein kurzer Auffrischungskurs Pflicht, falls der Open Water Diver zu lange her ist.



FAQ: Häufige Fragen zum Tauchschein auf Koh tao
Wie lange dauert der Tauchschein auf Koh Tao?
Für den Open Water Diver solltest du 4 Tage einplanen, verteilt auf Theorie, Übungen im flachen Wasser und die ersten Bootstauchgänge. Wer direkt den Advanced Diver dranhängt, braucht 2 weitere Tage – macht 6 Tage insgesamt für beide Scheine. Rechne dazu noch mindestens einen Tag Puffer ein, falls das Wetter mal nicht mitspielt oder du eine Übung wiederholen musst.
Was kostet der Tauchschein auf Koh Tao wirklich?
Bei Rainbow Fish Divers zahlst du für den Open Water Diver im Mini-Paket 11.999 Baht (rund 300–320 Euro), im Deluxe-Paket mit Massage, Leihroller und T-Shirt 14.499 Baht. Wer direkt Open Water und Advanced zusammen bucht, kommt im Super-Taucher-Paket auf 19.999 Baht und spart gegenüber der Einzelbuchung. Die Preise gelten für den SSI-Schein – für PADI kommen pro Kurs 1.500 Baht Aufpreis dazu. Unterkunft ist da noch nicht mit drin, lässt sich aber bei der Buchung dazu erfragen.
PADI oder SSI – welcher Tauchschein ist besser für Anfänger?
Beide Zertifikate werden weltweit anerkannt, der Unterschied liegt im Ablauf. PADI arbeitet strikt linear: erst komplette Theorie, dann Prüfung, dann Wasser – und klappt eine Übung nicht, wird der Kurs gestoppt, bis sie sitzt. Bei SSI greifen Theorie und Praxis flexibler ineinander, eine nicht bestandene Übung wird einfach später wiederholt, ohne dass der ganze Kurs stillsteht. Für uns war das der entspanntere Weg, gerade weil man beim Tauchenlernen sowieso schon genug im Kopf hat. Praktisch kommt dazu: PADI verlangt bei vielen Schulen eine Mindestteilnehmerzahl (bei Rainbow Fish Divers 5 Personen für Open Water), SSI nicht – das macht SSI-Kurse auch in der Nebensaison verlässlicher planbar.
Muss ich schwimmen können, um den Tauchschein zu machen?
Ja. Sowohl PADI als auch SSI verlangen vor dem ersten Tauchgang einen einfachen Schwimmtest – meist eine bestimmte Strecke am Stück schwimmen (mit oder ohne Ausrüstung, je nach Verband) und anschließend rund 10 Minuten an der Wasseroberfläche treiben oder Wasser treten. Ein Wettkampfschwimmer musst du dafür nicht sein, aber du solltest dich im Wasser grundsätzlich sicher fühlen.
Ab welchem Alter kann man den Tauchschein auf Koh Tao machen?
Für den regulären Open Water Diver liegt das Mindestalter bei beiden Verbänden bei 15 Jahren, Jugendliche ab 10 Jahren können den Junior Open Water Diver mit Tiefenbeschränkung machen. Eine Höchstaltersgrenze gibt es nicht, allerdings solltest du bei bestehenden Vorerkrankungen vorher ärztlich abklären, ob dem Tauchen etwas entgegensteht.
Lohnt sich Koh Tao noch oder ist die Insel zu touristisch geworden?
Das kommt darauf an, was du suchst. Rund um Sairee Beach und Mae Haad ist in den letzten Jahren spürbar mehr los, mit vollen Straßen und dichtem Bootsverkehr. Für den Tauchschein selbst spielt das kaum eine Rolle, da die Übungsgebiete und Tauchplätze davon wenig mitbekommen. Wer es ruhiger mag, bucht außerhalb der Hauptsaison oder bleibt abseits der Haupteinkaufsstraßen – die Insel hat auch heute noch genug ruhige Ecken.
Kann ich Open Water und Advanced Diver direkt hintereinander machen?
Ja, das geht und ist meistens auch die günstigere Variante, wenn du beide Scheine ohnehin machen willst. Körperlich ist es aber eine andere Hausnummer: Nach 4 Tagen Open Water waren wir bereits geschafft, vor allem die Ohren brauchten eine Pause vom ständigen Druckausgleich. Wenn du dich fit genug fühlst, spricht nichts dagegen, direkt weiterzumachen – hör aber auf deinen Körper und leg notfalls einen Tag Pause ein. Verpasst du den direkten Anschluss, kannst du den Advanced Kurs bei Rainbow Fish Divers noch bis 6 Monate nach dem Open Water zum vergünstigten Preis nachbuchen.
Bis zu welcher Tiefe darf ich mit Open Water und Advanced Diver tauchen?
Mit dem Open Water Diver darfst du bis 18 Meter tauchen, mit dem Advanced Diver bis 30 Meter. Tiefer als 40 Meter zu tauchen ist generell nicht erlaubt und erfordert eine zusätzliche Spezialausbildung. Welcher Schein für dich reicht, hängt auch davon ab, welche Tauchplätze du später besuchen willst – viele der schönsten Riffe liegen ohnehin im Bereich bis 18 Meter.
Was, wenn ich seit meinem Tauchschein länger nicht mehr getaucht bin?
Dann lohnt sich ein Refresher-Kurs, bevor es wieder ins Wasser geht. Das ist keine Pflicht, aber empfehlenswert, um Handgriffe wie den Druckausgleich oder Notfallübungen wieder sicher zu beherrschen. Willst du später den Advanced Diver anschließen und dein Open Water Diver liegt schon eine Weile zurück, verlangen die meisten Tauchschulen den Refresher sogar verpflichtend, bevor sie dich weitermachen lassen.
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