Travelguide China
Plane deine China Reise
„Plane deine Reise nach China mit unserem ausführlichen Travel Guide. Erfahre alles über die beste Reisezeit, Kosten, Sehenswürdigkeiten, Internet und digitales Bezahlen, Transport, Sicherheit und unsere persönlichen Erfahrungen aus 3 Reisen durchs Land.“
China hat ungefähr die Fläche Europas. Wer das beim Planen unterschätzt, sitzt am Ende sechs Stunden im Schnellzug, nur um vom einen Highlight zum nächsten zu kommen. Auf einer einzigen Reise kannst du hier Pandas beim Frühstück zusehen, über Glasbrücken zwischen Sandsteinsäulen laufen, in Chongqing eine U-Bahn durch ein Wohnhaus fahren sehen und wenige Tage später auf einem Fahrrad zwischen Karstbergen sitzen, die aussehen wie mit Tusche gemalt.
Die Klassiker sind schnell aufgezählt: die Große Mauer, die Verbotene Stadt in Peking, die Terrakotta-Armee in Xi’an, dazu Shanghais Skyline am Bund. Interessanter wird es abseits davon. Zhangjiajie mit seinen Avatar-Bergen, die Karstlandschaft um Guilin und Yangshuo, Chengdu mit seinen Pandas und der scharfen Küche, das steile, laute Chongqing. Und wer Zeit und die Genehmigung mitbringt, findet in Tibet eine Landschaft und eine Kultur, die mit dem übrigen China wenig gemeinsam hat.
Kannst du China auf eigene Faust bereisen, ohne Touranbieter? Ja, mit der richtigen Vorbereitung ist das problemlos machbar. Oft macht man sich vorher mehr Gedanken als nötig und merkt vor Ort, dass es einfacher läuft als gedacht. Nur eins solltest du wissen: China ist anders. Das Land ist riesig, die Städte sind gigantisch, und während manche Ecken schon im Jahr 2050 zu leben scheinen, wirken andere wie aus der Vergangenheit. Deshalb beantwortet dieser Guide auch die Praxisfragen: Wie kommst du ins Land, wie bezahlst du, wie buchst du Unterkünfte, Züge und Touren, wie kommst du von A nach B, und funktioniert das Internet überhaupt?
Wir waren bisher dreimal in China. 2015 sind wir in 17 Tagen von Shanghai über eine Yangtze-Kreuzfahrt nach Chongqing, weiter nach Lhasa in Tibet, dann nach Xi’an und Peking gereist. 2025 folgten 30 Tage von Chengdu über Chongqing, Zhangjiajie und Fenghuang nach Guilin, Yangshuo und Hongkong. Im März 2027 haben wir dann sechs Tage Shanghai besucht.

Entdecke China auf unserem Reiseblog:
China auf einen Blick

🏷️ Tagesbudget
Je nach Reisestil solltest du ungefähr mit folgendem Tagesbudget pro Person rechnen:
- Budget: ca. 30-50 Euro
- Mittelklasse: ca. 60-120 Euro
- Komfort: ab 150 Euro
China ist günstiger als sein Ruf, solange du dich nicht ausschließlich in Shanghai, Peking oder Hongkong aufhältst. Essen, Nahverkehr und Schnellzüge kosten wenig. Teuer werden Eintritte in große Naturparks, Seilbahnen und Unterkünfte in den Metropolen, vor allem während chinesischer Feiertage.
Land und Leute
| Hauptstadt | Peking (Beijing) |
| Einwohner | ca. 1,4 Milliarden |
| Größe | ca. 9,6 Millionen km², etwa 27-mal Deutschland |
Die Zahlen sagen weniger als ein Blick auf die Karte: Zwischen Harbin im Nordosten und Hainan im Süden liegen gut 3.000 Kilometer Luftlinie. Deshalb gilt die wichtigste Planungsregel gleich am Anfang: lieber wenige Regionen richtig sehen als alle halb.
Sprache
Amtssprache ist Mandarin (Hochchinesisch). Ohne Chinesischkenntnisse kommst du trotzdem durch, aber nicht über Englisch. Außerhalb großer Hotels und Touristenzentren sprechen nur wenige Menschen Englisch. Eine Übersetzungs-App mit Kamera- und Sprachfunktion ist deshalb Pflicht, und Speisekarten haben oft Bilder. Ein paar chinesische Worte wie Nǐ hǎo (Hallo) und Xièxie (Danke) bringen dir spürbar mehr Freundlichkeit ein.
Währung und Bezahlen
Die Währung heißt Renminbi, gezählt wird in Yuan (CNY). Der EZB-Referenzkurs lag Anfang September 2026 bei rund 7,8 Yuan pro Euro, ein Yuan entspricht also gut 12 Cent. Im Alltag bezahlen Chinesen fast ausschließlich mit dem Handy, ausländische Kreditkarten funktionieren nur in größeren Hotels und einigen Restaurants. Realistisch bist du mit Alipay und WeChat Pay unterwegs, dazu etwas Bargeld als Reserve. Warum du beides einrichten solltest, erklären wir im Kapitel „Bezahlen, Internet und Buchen“.
Zeitverschiebung
China hat landesweit nur eine Zeitzone (UTC+8) und keine Sommerzeit. Im deutschen Sommer ist es dort 6 Stunden später, im Winter 7 Stunden.
Religion
Der Staat ist offiziell atheistisch, geprägt wird der Alltag aber von Buddhismus, Daoismus und Konfuzianismus, die oft nebeneinander gelebt werden. Dazu kommen Islam (vor allem im Nordwesten und in Xi’an), Christentum und in Tibet der tibetische Buddhismus. Für dich heißt das: Tempel sind meist Museen und Pilgerorte zugleich, und in Tibet begegnen dir Gläubige, die ihre Klosterrunden mit Niederwerfungen zurücklegen.
Warum sich eine Reise nach China lohnt?
💚 Unsere Erfahrung
Zwischen unseren ersten beiden Reisen liegen zehn Jahre, und China hat sich in dieser Zeit spürbar verändert. Die erste 2015 haben wir noch als Pauschalreise mit Guide gemacht. Bei der zweiten Reise lief fast alles selbst organisiert über Alipay, WeChat und Apps. Geblieben ist das Gefühl, in einem Land unterwegs zu sein, das nach eigenen Regeln funktioniert.
Unsere Highlights, kurz und knapp:
- Tibet und Lhasa (2015): Die Kombination aus Höhe, Klöstern und Pilgerströmen hat mit dem übrigen China wenig zu tun. Mehr dazu in unserem Tibet-Guide.
- Pandas in Chengdu: Die Aufzuchtstation morgens zur Fütterungszeit gehört zu unseren Highlights.
- Zhangjiajie und der Tianmen Mountain: Die Felssäulen im Forest Park und die Serpentinen am Tianmen Mountain sind Naturschauspiel und Ingenieursleistung in einem.
- Chongqing und der Wulong Karst: Die vertikale Großstadt bleibt im Gedächtnis, dazu der Wulong Karst als Tagesausflug mit ganz anderer Kulisse.
- Yangshuo und die Karstfelsen: Radeln und Bambusfloss zwischen den Bergen, ruhiger und entspannter als der Rest der Route. Alles dazu im Yangshuo-Artikel.
Was uns überrascht hat: wie selbstverständlich vieles ohne gemeinsame Sprache funktioniert, solange das Handy mitspielt. Und wie sehr das ein Risiko ist, wenn es das nicht tut.
Für wen eignet sich China?
- Naturfreunde kommen im Süden und Westen auf ihre Kosten. Zhangjiajie, die Karstlandschaft um Guilin und Yangshuo und der Wulong Karst bei Chongqing liegen jeweils nur wenige Zugstunden von einer größeren Stadt entfernt. Abgelegenere Regionen wie Yunnan, Sichuan oder Tibet brauchen mehr Zeit und Vorbereitung.
- Roadtrips sind in China schwierig. Ausländische Führerscheine werden nicht anerkannt, ein Mietwagen ohne chinesische Fahrerlaubnis ist für Touristen praktisch nicht möglich. Wer eine Rundreise plant, fährt Zug, fliegt oder bucht einen Fahrer.
- Backpacker finden ein zuverlässiges, günstiges Netz aus Schnellzügen, U-Bahnen und Hostels, allerdings mit weniger Backpacker-Infrastruktur als in Thailand oder Vietnam. Das Handy ist dein wichtigstes Reisewerkzeug.
- Familien reisen gut, wenn sie Distanzen realistisch planen. Pandas, Freizeitparks und Schnellzüge kommen bei Kindern an, lange Sightseeing-Tage in der Hitze weniger.
- Fotografen haben von Nebelmorgen in Zhangjiajie bis zur Skyline von Chongqing und Shanghai reichlich Motive. Drohnen sind allerdings stark reglementiert.
- Strandurlauber sollten China nicht für einen Badeurlaub wählen. Die Insel Hainan ist die Ausnahme, spielt für die meisten Rundreisen aber keine Rolle.
- Wanderer finden in Zhangjiajie, um Yangshuo und an der Großen Mauer viele Wege, meist mit gut ausgebauten Treppen und Aussichtspunkten.
- Luxusreisende bekommen in Shanghai, Peking, Chengdu und Hongkong sehr gute Hotels zu Preisen, die deutlich unter europäischem Niveau liegen.
- Kulturinteressierte finden in Xi’an, Peking, Tibet und den Wasserstädten das größte Angebot.
Für wen ist China weniger geeignet?
Wer spontan reisen und alles offen lassen will, tut sich schwer: Zugtickets gibt es nur 14 Tage im Voraus, und in der Hochsaison sind beliebte Verbindungen schnell voll. Auch wer ohne Smartphone, ohne Bereitschaft für Apps und ohne VPN reisen möchte, wird sich über vieles ärgern. Menschen, die Ruhe und Platz suchen, sollten die großen Sehenswürdigkeiten meiden oder außerhalb der Feiertage besuchen. Und wer erwartet, dass sich Einheimische auf Englisch verständigen, wird enttäuscht.
1. Beste Reisezeit für China
Eine einzige beste Reisezeit gibt es nicht. China reicht von der Winterkälte im Nordosten bis zum Tropenklima auf Hainan, vom Hochgebirge in Tibet bis zur Monsunküste bei Shanghai. Wer eine Rundreise durch mehrere Regionen plant, sollte deshalb zwei Dinge im Blick haben: das Wetter in den einzelnen Gebieten und die chinesischen Feiertage, die das Reisen in manchen Wochen schwer machen. Als Faustregel funktionieren April bis Mai und September bis Oktober in den meisten Landesteilen am besten. Zwischen den Jahreszeiten ist es mild, die Luft ist klarer und die Hitze noch nicht draußen.
Regionen im Vergleich
Peking und der Norden. Die Winter sind kalt und trocken, im Januar liegen die Tageswerte um den Gefrierpunkt. Der Sommer ist heiß und feucht mit den meisten Regenfällen im Juli und August. Am angenehmsten sind April bis Mai und September bis Oktober. Die Große Mauer sieht im Herbst besonders gut aus, wenn sich die Bäume verfärben.

Shanghai und die Ostküste. Im Frühling und Herbst ist das Wetter mild. Von Juni bis August wird es schwül und heiß, zwischen Juli und September kann es Taifune geben. Der Winter ist feucht-kühl und selten frostig.

Xi’an. Auf dem Weg zur Terrakotta-Armee bist du im Frühling und Herbst am besten aufgehoben. Im Sommer wird es heiß, im Winter kalt und trocken.
Sichuan (Chengdu) und Chongqing. Beide Städte liegen im Sichuan-Becken, wo im Winter oft Hochnebel hängt und die Sonne selten durchkommt. Chongqing zählt im Sommer zu den heißesten Städten des Landes, Temperaturen um 40 Grad sind keine Seltenheit. Besser sind März bis Mai und September bis November.
Zhangjiajie und Hunan. Von April bis Oktober ist der Park geöffnet und grün. Im Frühling und Sommer hängen oft Nebel und Wolken zwischen den Felssäulen, das sieht besonders gut aus, verringert aber gelegentlich die Sicht. Der Herbst gilt als klarste Zeit, ist aber am vollsten.
Guilin und Yangshuo. Der Frühling bringt viel Regen, oft von April bis Juni. Von Juli bis August ist es sehr heiß und schwül. Am besten passt der Herbst von September bis November, dann sind Sicht, Temperaturen und Flüsse angenehm. Die Reisterrassen von Longji stehen im Mai und Juni unter Wasser, im Sommer sind sie satt grün, im September und Oktober goldgelb.

Tibet. Reisen lässt sich zwischen April und Oktober, die Hauptreisezeit ist Mai bis September. Im Winter sind viele Unterkünfte und Strecken geschlossen, in der Höhe wird es sehr kalt.

Nordosten (Harbin). Das Eis- und Schneefestival findet im Winter statt, meist von Anfang Januar bis Februar. Es wird dann bis zu minus 30 Grad kalt.
Hauptsaison, Nebensaison, Zwischensaison
Hauptsaison ist im chinesischen Sinne nicht die Zeit, in der Europäer reisen, sondern die der Feiertage. Der wichtigste ist die Golden Week zum 1. Mai: eine fünftägige gesetzliche Feiertagswoche, die den Inlandstourismus fördern soll. Es sind die einzigen fünf aufeinanderfolgenden Tage im Jahr, an denen praktisch alle Chinesen gleichzeitig frei haben, rund 1,4 Milliarden Menschen sind dann im eigenen Land unterwegs. An der Großen Mauer, in Zhangjiajie oder in Shanghai heißt das: extrem voll. Dasselbe gilt für das Chinesische Neujahr und die Nationalfeiertagswoche vom 1. bis 7. Oktober. Züge sind Wochen vorher ausverkauft, Bahnhöfe überfüllt, Hotels teurer und Sehenswürdigkeiten kaum genießbar. Auch die Sommerferien im Juli und August führen zu vollen Zielen.
Zwischensaison sind März bis April, Mai (außer der Feiertagswoche) und November. Das Wetter ist gut, die Preise moderat und die Ziele gut zu erreichen.
Nebensaison ist der Winter mit Ausnahme der Neujahrszeit. Wer Kälte verkraftet, findet leere Sehenswürdigkeiten in Peking, Xi’an und Harbin.
Beste Reisezeit für Pandas und Besonderes
Pandas gibt es das ganze Jahr, entscheidend ist die Uhrzeit. Die Aufzuchtstation in Chengdu öffnet um 7:30 Uhr, dann ist Fütterungszeit, und die Tiere sind am aktivsten. Bei über 26 Grad ziehen sie sich in klimatisierte Bereiche zurück, im Sommer lohnt sich also das Aufstehen doppelt. Die Rapsblüte in Regionen wie Wuyuan steht im März und April in voller Pracht, die Herbstfärbung im Norden im Oktober.
🌦️ Monatliche Übersicht
| Monat | Empfehlung | Besonderheiten |
| Januar | Bedingt | Sehr kalt im Norden, Eisfestival in Harbin, Süden mild aber oft grau. Vor Neujahr steigen die Preise. |
| Februar | Bedingt | Chinesisches Neujahr, Züge und Unterkünfte überlastet. In Yunnan und Sichuan schon früher Frühling. |
| März | Gut | Frühlingsbeginn, Rapsblüte in Jiangxi, im Norden noch frisch. |
| April | Sehr gut | Mildes Wetter fast überall, in Guilin beginnt die Regenzeit. |
| Mai | Sehr gut | Angenehme Temperaturen, aber Tag der Arbeit (1.–5. Mai) meiden. Tibet-Saison beginnt. |
| Juni | Durchwachsen | Beginn der Regenzeit im Süden und am Yangtze, es wird heiß. |
| Juli | Bedingt | Heiß, feucht, Sommerferien und Taifune. Gut für Tibet und Hochlandregionen. |
| August | Bedingt | Ähnlich wie Juli, Chongqing extrem heiß, Tibet stabil. |
| September | Sehr gut | Sommerhitze lässt nach, Taifune möglich, wenige Feiertage. |
| Oktober | Gut | Beste Sicht und Farben, allerdings Nationalfeiertagswoche vom 1. bis 7. Oktober meiden. |
| November | Sehr gut | Klare Luft, wenig Touristen, im Norden schon kalt. |
| Dezember | Bedingt | Trockene Kälte im Norden, Süden mild. Guter Monat für günstige Deals und leere Sehenswürdigkeiten. |
Fazit zur besten Reisezeit
Wenn du dich nicht festlegen kannst, plane April, Mai (außerhalb des 1. bis 5. Mai), September oder November. Meide die Feiertagswochen konsequent, das ist der größte einzelne Hebel für eine entspannte Reise.
💚 Unsere Erfahrung
2025 waren wir während der Golden Week in China, einfach weil es sich nicht anders einrichten ließ. Wir waren aber absolut nicht darauf vorbereitet, wie überfüllt es wirklich wird. Es war krass! Die Eindrücke haben wir hier in einem Video auf unserem YouTube-Kanal festgehalten. Unsere Empfehlung ist deshalb eindeutig: Reise, wenn du kannst, nicht zwischen dem 1. und 5. Mai nach China, und leg deine Reise generell neben die chinesischen Feiertage. Das spart dir viel Stress und Nerven.
2. Wie lange solltest du für China einplanen?
Die Frage lässt sich nur über die Entfernungen beantworten. Zwischen Peking und Chengdu liegen rund 1.800 Kilometer, zwischen Shanghai und Guilin ungefähr 1.400. Schnellzüge machen vieles möglich, doch fünf Stunden Fahrt pro Etappe summieren sich. Die visumfreie Einreise ist auf 30 Tage begrenzt, mehr brauchst du für eine erste Reise ohnehin nicht. Entscheidend ist, wie viele Regionen du sehen willst. Als Faustregel: pro Region zwei bis vier Tage, plus Puffer für Anreise, Feiertage und Ruhetage.
China in 5–7 Tagen
Mit einer Woche lässt sich das historische China erleben, wenn du dich auf drei Städte beschränkst.
Tag 1–2: Shanghai. Ankunft, Bund-Promenade mit Blick auf die Skyline von Pudong, Yu-Garten und ein Abend in der Altstadt. Mehr Ideen findest du in unserem Shanghai-Artikel.
Tag 3–4: Xi’an. Mit dem Schnellzug oder per Inlandsflug nach Xi’an. Die Terrakotta-Armee braucht einen halben Tag, dazu kommen die Stadtmauer, die du mit dem Fahrrad umrunden kannst, und das muslimische Viertel mit seinen Streetfood-Ständen. Details im Xi’an-Guide.
Tag 5–7: Peking. Etwa fünf Stunden im Schnellzug. Verbotene Stadt, Himmelstempel, Sommerpalast und ein ganzer Tag für die Große Mauer. Alles Weitere steht im Peking-Artikel.
Die Reihenfolge ist sinnvoll, weil du von Shanghai nach Peking einmal quer durch das Land fährst, statt hin und her zu reisen. Die Flüge nach Shanghai und ab Peking sind außerdem meist günstiger als ein Rundflug ab einem Ort.
💚 Unsere Erfahrung
Diese drei Städte gehörten 2015 zu unserer Route, dort kennen wir Shanghai, Xi’an und Peking. Zwei Dinge würden wir heute genauso machen und empfehlen sie weiter: die Terrakotta-Armee mindestens fünf Tage vorher online buchen, weil die Tickets an deinen Reisepass geknüpft sind, und an der Großen Mauer den Abschnitt Mutianyu wählen. Er ist schöner und weniger überlaufen als Badaling.
China in 10–14 Tagen
Mit zwei Wochen lässt sich die Kulturroute um eine Landschaft ergänzen. Unsere ausführliche 2-Wochen-Route sieht so aus:
Tag 1–3: Shanghai mit Tagesausflug in ein Wasserdorf wie Zhujiajiao oder mit dem Schnellzug nach Hangzhou oder Suzhou, jeweils etwa eine Stunde entfernt.
Tag 4–6: Xi’an mit Terrakotta-Armee, Stadtmauer und Muslimischem Viertel.
Tag 7–9: Peking mit Verbotener Stadt, Himmelstempel, Sommerpalast und der Mauer bei Mutianyu.
Tag 10–12: Natur. Entweder Zhangjiajie mit Felssäulen, Bailong-Aufzug und Glasbrücken oder Guilin und Yangshuo mit Li-Fluss-Fahrt, Bambusfloss und Fahrradtour.
Tag 13–14: Rückreise. Mit dem Schnellzug nach Hongkong (rund 3 Stunden ab Guilin) oder zurück nach Shanghai, danach Heimflug.
China in 3 Wochen
Wenn du drei Wochen hast, lohnt es sich, den Standard zu verlassen. Diese Route sind wir 2025 im Kern gereist, sie führt von Chengdu nach Hongkong und kommt ohne einen einzigen langen Fernflug im Inland aus. Keine Zugfahrt dauert länger als sechs Stunden. Hier findest du unsere komplette 3 Wochen Route mit allen Details.
- Tag 1–3: Chengdu. Pandastation, Jinli-Altstadt, Teehaus im People’s Park, Sichuan-Küche. Mehr im Chengdu-Guide.
- Tag 4–8: Chongqing. Anreise per Schnellzug in rund anderthalb Stunden. Seilbahn über den Yangtze, Altstadtviertel Ciqikou und Shibati, Tagesausflüge zu Wulong Karst und den Felsskulpturen von Dazu. Alles im Chongqing-Artikel.
- Tag 9–12: Zhangjiajie. Sechs Stunden mit dem Zug plus Transfer. Forest Park, Tianmen Mountain und Glasbrücke.
- Tag 13: Fenghuang. Alte Flussstadt mit Holzhäusern, zum Abend besonders schön. Siehe Fenghuang-Guide.
- Tag 14: Guilin. Zug mit Umstieg in Changsha, abends Zwillingspagoden.
- Tag 15: Li-Fluss. Bootsfahrt von Guilin nach Yangshuo, etwa vier bis fünf Stunden.
- Tag 16–17: Yangshuo. Yulong-Fluss, Bambusfloss, Ruyi Peak.
- Tag 18–20: Hongkong. Schnellzug über Shenzhen, Victoria Peak, Star Ferry, Lamma Island.
- Tag 21: Rückflug.
China in 4 Wochen
Mit knapp 30 Tagen, kannst du die Dreiwochenroute entspannter angehen. Du bleibst in Chengdu und Chongqing länger, planst in Zhangjiajie einen weiteren Tag ein und hältst dir Puffer für Feiertage, Regen oder einen Ruhetag frei. Wer stattdessen mehr sehen will, ergänzt Shanghai am Ende oder nimmt einen Abstecher nach Xi’an mit. Ob es sinnvoll ist, in der vierten Woche noch eine neue Region zu erobern, hängt von deinem Tempo ab. Zu viele Ortswechsel gehen schnell auf die Kraft.
Mietwagen, Roller oder öffentliche Verkehrsmittel?
Als Tourist ohne chinesischen Führerschein kannst du in China keinen Mietwagen fahren. Deshalb stellt sich die Frage praktisch nicht: Du reist mit Schnellzug, Inlandsflug, Metro und Didi. Wer einzelne Strecken bequem will, bucht einen Fahrer mit Wagen, etwa für Tagesausflüge zu einer Sehenswürdigkeit auf dem Land.
Der Vorteil des öffentlichen Netzes: Es ist günstig, pünktlich und du kommst ohne Parkplatzsuche direkt im Zentrum an. Nachteil: Du musst Tickets planen, denn Zugtickets sind erst 14 Tage vor Abfahrt buchbar.
💚 Unsere Erfahrung
Wir haben Züge über Trip.com* gebucht. Warum wir dort nicht mit der automatischen Vorbuchung arbeiten würden, steht im Kapitel zur Fortbewegung. Grundsätzlich gilt: Buche genau 14 Tage vor Abfahrt.
Unser Fazit zur Reisedauer
Eine Woche reicht für Shanghai, Xi’an und Peking. Zwei Wochen erlauben eine Landschaft dazu, drei Wochen eine Route abseits der Klassiker mit Pandas, Karst und Hongkong. Vier Wochen lohnen sich, wenn du in China wirklich ankommen und dir Ruhetage gönnen willst.
3. Was kostet China?
China lässt sich sehr unterschiedlich bereisen. Wer lokal isst, Metro fährt und in einfachen Hotels schläft, kommt mit 30 bis 50 Euro pro Person und Tag aus. Wer Seilbahnen, Touren und Unterkünfte in Shanghai, Peking oder Hongkong bucht, landet schnell bei 100 Euro und mehr. Alle Angaben verstehen sich pro Person, ohne Flug und in Euro (Kurs rund 7,8 Yuan). Preise ändern sich, deshalb sind es Richtwerte.
💚 Unsere Erfahrung
Ins Gewicht fallen vor allem die Eintritte in die großen Naturparks. Wer in Zhangjiajie alle Lifte und Kabinenbahnen nutzen will, zahlt mit dem Ticket rund 65 Euro. Metro, Didi und Essen sind dagegen günstig, Didi-Fahrten kosten oft nur wenige Euro.
Unterkünfte
| Kategorie | Preis pro Nacht (Doppelzimmer) | Beispiel |
| Budget | 20–30 € | Hostels, einfache Hotels |
| Mittelklasse | 30–100 € | 3–4-Sterne-Hotels, Boutique-Unterkünfte |
| Komfort | ab 100 € | 5-Sterne-Häuser, Design-Hotels |
Bis vor einigen Jahren durften nur ausgewählte Hotels ausländische Gäste aufnehmen, inzwischen sind offiziell alle Unterkünfte dazu verpflichtet. In der Praxis sind für Ausländer auf Buchungsplattformen trotzdem deutlich weniger Häuser sichtbar. Wir haben fast alle Unterkünfte wie gewohnt über Booking.com gebucht. Die Kommunikation lief problemlos über den Chat mit Übersetzungsfunktion, auch wenn die meisten Hotels kein Englisch sprechen. In vielen Beschreibungen steht, dass jemand Englisch spricht, verlass dich aber nicht darauf. Bezahlt wurde mal automatisch bei der Buchung, mal erst beim Check-in. Das war von Haus zu Haus verschieden und vorher nicht immer eindeutig.
Auch Trip.com* bietet Hotels an. Bei uns waren die Zimmer dort oft teurer als auf Booking.com, obwohl Rabatte angezeigt wurden. Vergleiche die Preise und achte auf die Buchungssprache, denn manche günstigen Zimmer sind nur für chinesische Staatsbürger buchbar.
Jeder Gast muss gesetzlich bei der örtlichen Polizei registriert werden. Hotels übernehmen das: Beim Check-in wird dein Reisepass kopiert und deine Ankunft gemeldet, völlig normal. Bei Airbnb und ähnlichen Plattformen musst du dich oft selbst melden, was kompliziert sein kann. Für eine Individualreise sind Hotels deshalb einfacher und stressfreier.
Noch ein Tipp: In vielen Hotels wird ein gebuchtes Zimmer nach 18 Uhr wieder freigegeben, wenn du nicht Bescheid gibst. Manchmal steht das in der Buchungsinfo. Schreib der Unterkunft deshalb vorab deine voraussichtliche Ankunftszeit, dann ist dein Zimmer garantiert für dich reserviert.
Essen und Trinken
Das Essen in China ist ein absolutes Highlight jeder Reise – egal ob du Fleischliebhaber bist oder vegetarisch isst. Die chinesische Küche ist unglaublich vielfältig und bietet je nach Region ganz unterschiedliche Aromen, Zutaten und Zubereitungsarten. Von dampfenden Nudelsuppen über gebratene Teigtaschen bis hin zu würzigen Gemüsegerichten – es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Unsere persönlichen Favoriten: die gebratenen grünen Bohnen mit Chili und Knoblauch oder die scharfen Pepperoni mit schwarzem Essig – einfach köstlich!
Zwar sind die meisten Speisekarten nur auf Chinesisch, aber oft mit Bildern versehen. In Kombination mit einer Übersetzungs-App wie Google Lens oder Papago kannst du trotzdem gut bestellen. Scheu dich nicht: Zeigen, nicken, lächeln – das klappt meistens wunderbar.
In China isst man oft gemeinsam an großen runden Tischen. Es ist üblich, dass jede Person etwa zwei Gerichte bestellt, die dann in die Mitte gestellt und geteilt werden. So hast du eine bunte Auswahl an Speisen vor dir, und jeder kann von allem probieren – eine sehr gesellige und leckere Erfahrung!
Was dich vielleicht überrascht: Auf chinesischen Tischen herrscht oft ein kleines Chaos. Knochen, Gräten, Schalen oder andere ungenießbare Reste werden ganz selbstverständlich neben den Teller auf den Tisch gelegt. Für uns etwas ungewohnt, in China aber völlig normal. Das Essen ist lebendig, laut, voller Aromen – und Teil einer ganz eigenen, faszinierenden Kultur.
| Art | Preis | Beispiele |
| Günstig | 2–8 € | Street Food, Nudeln, Dumplings, lokale Restaurants |
| Mittel | 10–30 € | Hotpot, Peking-Ente, regionale Küche |
| Gehoben | ab 30 € | Restaurants in Shanghai, Peking, Hongkong |
| Getränke | 1–6 € | Tsingtao-Bier, Bubble Tea, Cocktails in Bars |
Transport
| Verkehrsmittel | Preis |
| U-Bahn und Bus | 0,50–2 € pro Fahrt |
| Didi (Fahrdienst-App) | 2–10 € pro Fahrt |
| Schnellzug | 10–100 €, je nach Strecke |
| Inlandsflug | 50–200 € |
Die Didi-App ist in Alipay integriert. Du gibst dein Ziel ein, bezahlst über die App und musst kein Wort mit dem Fahrer wechseln.
Aktivitäten und Eintritte
| Sehenswürdigkeit | Preis (ca.) |
| Verbotene Stadt | 8–10 € |
| Große Mauer (Tour) | 20–50 € |
| Panda-Station Chengdu | 7–10 € |
| Zhangjiajie Forest Park (4-Tage-Ticket) | 25–30 €, mit allen Liften ca. 65 € |
| Li-Fluss-Fahrt Guilin–Yangshuo | ab ca. 45 € (350 CNY) |
| Bambusfloss Yulong-Fluss | ca. 45 € pro Boot (350 CNY) |
Tickets und Touren buchst du am besten vorab. Welche Anbieter wir empfehlen und warum die Passnummer dabei so wichtig ist, steht im Kapitel „Bezahlen, Internet und Buchen“.
SIM-Karte & Internet
Eine eSIM für China, Hongkong und Macau kostet rund 20 Euro für 30 GB und 30 Tage. Warum du sie vor der Einreise aktivieren solltest, welche Anbieter wir empfehlen und wie du das VPN einrichtest, steht im Kapitel „Bezahlen, Internet und Buchen“.
Geld abheben & Kartenzahlung
Bezahlt wird fast überall per Alipay oder WeChat Pay, wie du beides einrichtest, erklären wir im nächsten Kapitel. Bargeld solltest du trotzdem als Reserve dabeihaben. Geldautomaten geben Yuan mit deiner Debit- oder Kreditkarte aus, je nach Bank fallen Gebühren an, meist einige Euro pro Abhebung. Hebe deshalb lieber seltener und mehr ab. Kreditkarten werden nur in größeren Hotels und einigen Restaurants akzeptiert.
Spartipps für China
- Iss dort, wo Einheimische essen. Speisekarten mit Bildern und die Übersetzungs-App reichen völlig.
- Nutze Metro und Didi. Beides ist günstiger und einfacher als Taxis.
- Buche Schnellzüge genau 14 Tage vorher, dann bekommst du die freie Auswahl an Verbindungen.
- Vergleiche Preise für Touren und Tickets zwischen Klook, Trip.com und direkter Buchung. GetYourGuide war bei uns für China zu teuer.
- Kaufe das Zhangjiajie-Ticket nach Bedarf. Wenn du nicht alle Lifte nutzt, sparst du mit dem Basisticket.
- Reise außerhalb der chinesischen Feiertage. Hotels und Flüge kosten dann oft ein Vielfaches.
- Buche Hotels außerhalb der Zentren, etwa in Yangshuo am Yulong-Fluss statt in der Westgasse.
- Hol dir eine eSIM statt Roaming. Sie ist günstiger und läuft zuverlässiger.
- Plane Inlandsflüge früh. Kurzfristig sind sie schnell doppelt so teuer.
- Prüfe deine Kartengebühren. Vergleiche vorab, was deine Bank für Auslandseinsätze und Abhebungen verlangt.
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4. Einreisebestimmungen für China
Die Einreise ist deutlich einfacher geworden, als sie es lange war. Für eine touristische Reise brauchst du als deutscher Staatsbürger derzeit kein Visum, musst aber ein paar Voraussetzungen erfüllen. Alle Angaben haben wir zum Stand 19. September 2026 geprüft, bei der Auslandsvertretung oder beim Auswärtigen Amt findest du die aktuelle Fassung.
Visum
Deutsche dürfen bis zu 30 Tage visumfrei nach China einreisen, für Tourismus, Geschäftsreisen, Familienbesuche und Transit. Die Regelung ist bis zum 31. Dezember 2026 befristet, wurde bisher aber mehrfach verlängert. Planst du eine Reise im Jahr 2027, schau vor der Buchung noch einmal nach, ob die Regel fortgeführt wird. Arbeit oder Studium sind nicht erlaubt. Wer länger bleiben will oder die Regelung entfällt, braucht ein Visum der Kategorie L, das rund 110 Euro kostet und vorab beantragt wird.
Die Bedingungen im Detail: Am Flughafen solltest du ein Ticket für die Ausreise innerhalb der 30 Tage, eine Hotelbuchung für die erste Nacht und ausreichend Geld nachweisen können. Bei der Ankunft füllst du eine Einreisekarte aus. Der Stempel im Pass lautet dann „No Visa Required, 30 Days“. Die Fingerabdrücke von Reisenden zwischen 14 und 70 Jahren werden bei der Einreise erfasst.
Alternativ kannst du vorab ein reguläres Visum beantragen, für 30 Tage oder länger. Dazu brauchst du in der Regel Buchungsbestätigungen für Flug und Hotel, teils auch für Zugtickets, und das Visum muss innerhalb von drei Monaten nach der Ausstellung genutzt werden. Für Zwischenstopps gibt es zudem eine Transitregelung: Wer in ein Drittland weiterfliegt, darf sich in bestimmten Regionen mit Großstädten wie Peking, Shanghai oder Chengdu bis zu 240 Stunden visumfrei aufhalten (früher galten 72 bzw. 144 Stunden). Welche Orte und Bedingungen gelten, hängt vom Einreisehafen ab, prüf das vorab.
Reisepass
Dein Reisepass sollte bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Das ist für Visa vorgeschrieben und für die visumfreie Einreise die sichere Variante. Außerdem solltest du zwei freie Seiten haben.
Rückflugticket
Der Nachweis der Weiter- oder Rückreise ist bei der visumfreien Einreise Pflicht. Halte das Ticket digital und ausgedruckt bereit, die Abflugdaten müssen innerhalb der 30 Tage liegen.
Impfungen
Pflichtimpfungen gibt es bei Einreise aus Deutschland nicht. Das Auswärtige Amt empfiehlt neben den Standardimpfungen vor allem Hepatitis A, je nach Route zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Japanische Enzephalitis und in einzelnen Regionen FSME. Sprich vor einer längeren Reise mit einem Reisemediziner, besonders wenn du abgelegene Gegenden planst.
Mückenschutz
In den subtropischen Regionen im Süden, etwa um Guilin, Yunnan oder Guangdong, kommen von Sommer bis Herbst Dengue-Infektionen vor. Ein Repellent mit DEET oder Icaridin und lange, leichte Kleidung sind sinnvoll. Eine Malariaprophylaxe ist für die typischen Reiserouten meist nicht nötig.
Drohnen
Drohnen sind in China streng reguliert. Sie müssen registriert werden, in vielen Bereichen (Flughäfen, Städte, Sperrgebiete) ist das Fliegen verboten. Rund um Peking wurde gerade eine neue Sperrzone für 300 Kilometer Umkreis errichtet, was bedeutet, das dir die Drohne wohl selbst bei einem Transit am Flughafen in Peking abgenommen wird. Für eine normale Rundreise lohnt sich der Aufwand kaum. Wir raten, die Drohne zu Hause zu lassen.
Besondere Hinweise
Das Internet ist staatlich kontrolliert, die Nutzung von VPN ist offiziell nicht erlaubt, in der Praxis nutzen Reisende sie aber. Im Straßenverkehr gilt strikt null Promille. Bei einem Unfall kann dein Reisepass eingezogen werden. Tibet darfst du nur mit einer Genehmigung und einem gebuchten Programm über eine lizenzierte Agentur bereisen. In Hongkong und Macau gelten eigene Einreisebestimmungen, Deutsche reisen in Hongkong bis zu 90 Tage ohne Visum ein.
💡 Unser Tipp
Bei unserer Einreise 2025 lief alles entspannt, niemand hat Fragen gestellt und der Stempel kam sofort. Trotzdem: Speichere Ticket und Hotelbuchung als Screenshot, bevor du losfliegst, das Mobilfunknetz kann am Flughafen noch fehlen. Die Einreisekarte kannst du vorab über das Online-Portal der Einwanderungsbehörde ausfüllen und dir so Zeit am Schalter sparen.
5. Bezahlen, Internet und Buchen: China auf eigene Faust
Wer China individuell bereist, braucht vor allem vier Dinge auf dem Handy: eine Bezahl-App, eine funktionierende Datenverbindung, ein VPN sowie Navigations- und Übersetzungs-Apps. Das klingt nach viel, ist aber mit ein bis zwei Abenden Vorbereitung erledigt. Die folgenden Abschnitte zeigen, wie wir es gemacht haben und wo es bei uns geklemmt hat.
Bezahlen mit Alipay und WeChat
In China wird fast alles digital bezahlt: per Smartphone, QR-Code, Gesichtserkennung oder sogar mit dem Handballen. Bargeld und Kreditkarten spielen kaum noch eine Rolle. Für viele Reisende ist das die größte Hürde, aber mit etwas Vorbereitung weniger kompliziert, als es klingt.
Alipay ist die wichtigste App für deine Reise. Damit bezahlst du, bestellst Essen, kaufst Fahrkarten, rufst ein Taxi und nutzt Cafés. So richtest du sie ein:
- Lade die App vor der Abreise auf dein Smartphone.
- Melde dich mit deiner Handynummer an. Du bekommst einen Verifizierungscode per SMS.
- Hinterlege eine Kreditkarte. Wir haben die DKB-Debitkarte verwendet.
- Fertig.
Alipay lässt sich nur mit einer Handynummer verknüpfen und läuft nicht auf mehreren Geräten gleichzeitig. Jeder braucht also seine eigene Registrierung. Die wichtigsten Funktionen, in der App von links nach rechts:
- Scannen: Der Verkäufer zeigt dir seinen QR-Code, du scannst ihn, gibst den Betrag ein und bezahlst.
- Transfer: Du zeigst deinen eigenen Barcode, der mit deiner Karte verknüpft ist. Der Verkäufer scannt ihn, und die Zahlung läuft automatisch.
- Reise (Ride Code): Für viele Städte erzeugst du QR-Codes für Metro und Bus. Beim Betreten und Verlassen der Station scannst du sie.
- Kartentasche (Wallet): Tickets, Mitgliedschaften und Bonuskarten. Das haben wir selbst kaum genutzt.
Dazu kommen zwei nützliche Extras. DiDi Travel ist die Taxi-App (mehr dazu im Kapitel Fortbewegung). Unter Mein Applet landen alle Anbieter, bei denen du über einen QR-Code bestellt hast: Viele Cafés und Shops, etwa die große Teekette Chagee, lassen dich nur so bestellen. Du scannst den Code vor Ort, zahlst über Alipay, und beim nächsten Mal ist der Anbieter sofort verfügbar.
WeChat ist in China das, was bei uns WhatsApp, Facebook, Google Pay und Instagram in einem sind: Kommunikation, Netzwerk und Bezahlsystem zugleich. Wie mit Alipay scannst du QR-Codes und sendest oder empfängst Beträge. Fast die gesamte Kommunikation läuft über WeChat, auch mit Hotels, Touranbietern und Restaurants. Jeder gibt dir seine WeChat-ID, und du schreibst mit automatischer Übersetzung: Du tippst auf Englisch, dein Gegenüber liest Chinesisch, und umgekehrt. So haben wir uns sogar auf chinesischen Gruppentouren problemlos verständigt, wussten immer Bescheid über Uhrzeiten und Abläufe und mussten keine einzige Nummer anrufen.
💚 Unsere Erfahrung: Bargeld als Plan B
Ohne Alipay, ergänzt durch WeChat, kommst du in China nicht weit. Sei aber darauf vorbereitet, dass die Apps mal nicht funktionieren. Die Erfahrungen gehen weit auseinander: Manche erledigen alles per App und brauchen nie Bargeld. Wir konnten auf einem Handy kein WeChat installieren, und auf dem anderen funktionierte Alipay erst nach der Einreise. Außerdem klappt die Zahlung nicht, wenn der Verkäufer keine internationalen Bankkarten akzeptiert. Das ist uns einmal in einem Teehaus passiert und am Automaten der Metro in Chongqing. Hab deshalb immer etwas Bargeld für den Notfall in der Tasche. Es ist in China durchaus noch üblich, dass Ausländer bar zahlen, und es wird auch akzeptiert. Ab 2027 soll man wohl auch Paypal mit AliPay und WeChat verknüpfen können, dann wäre das Problem mit der Akzeptanz ausländischer Karten kein Problem mehr.
SIM-Karte und VPN
Kommst du in China wie gewohnt ins Internet? Nicht ohne Vorbereitung. Viele Dienste sind hinter der „Great Firewall“ blockiert oder eingeschränkt: Google-Dienste wie Gmail, Maps und Translate, dazu Instagram, Facebook, WhatsApp und teilweise auch YouTube oder Wikipedia. Du brauchst deshalb zwei Dinge: eine funktionierende SIM mit mobilem Internet und ein gutes VPN. Die lokale Datenverbindung benötigst du auch für Alipay, Didi und die Orientierung. WLAN ersetzt sie nicht, denn Netze in Hotels und Bahnhöfen sind oft langsam, unzuverlässig oder ebenfalls eingeschränkt.
Zwei Tipps aus eigener Erfahrung:
- Aktiviere die eSIM vor der Einreise. Die eSIM, die wir außerhalb Chinas aktiviert haben, funktionierte einwandfrei. Eine zweite, die wir erst in China aktivierten, hatte angeblich Empfang, aber keine Datenverbindung.
- Wähle eine eSIM, die auch Hongkong und Macau abdeckt. Diese Karten laufen meist deutlich stabiler. Bei uns funktionierte die „China-Hongkong-Macau“-eSIM sogar im Festland besser als eine reine „China Mainland“-SIM.
Wir haben bei Trip.com* eine 30-GB-eSIM für 30 Tage (China, Hongkong, Macau) für rund 20 Euro gekauft, mit fast durchgehend stabilem 5G-Netz. Ebenfalls empfehlenswert und preislich ähnlich ist MobiMatter. Auch bekannte Anbieter wie Holafly, Airalo und Saily haben wir getestet, waren aber nicht überzeugt: Sie waren deutlich teurer und boten nicht immer die Hongkong-Kombination an.
Beim VPN nimmst du eine zuverlässige App, die du vor der Reise installierst und testest, etwa ExpressVPN, NordVPN oder Surfshark. Lade mehr als einen Anbieter herunter, falls einer geblockt wird oder instabil läuft. Welcher gerade funktioniert, variiert ständig. Die eSIMs von Trip.com haben ein VPN integriert, wir mussten keins zusätzlich aktivieren.
Navigation und Karten-Apps
Wer im Alltag mit Google Maps navigiert, merkt in China schnell: Es funktioniert nicht. Karten sind ungenau, Orte falsch markiert, oder die App lädt gar nicht. Das ist kein Wunder, denn Google-Dienste sind im chinesischen Netz größtenteils blockiert. Das haben wir stattdessen getestet:
- Apple Karten funktionieren in China hervorragend, wenn du ein iPhone hast. Die Navigation ist präzise, Adressen stimmen meist, viele Hotels und Sehenswürdigkeiten sind hinterlegt, teils sogar auf Englisch. Bei einer Booking-Unterkunft lässt du dir die Route direkt aus der Buchung in Apple Karten anzeigen. Bei Orten, die in verschiedenen Apps oft anders transkribiert werden, ist das ein echter Vorteil.
- Amap (高德地图) ist die chinesische Karten-App, extrem genau, mit Live-Verkehr, ÖPNV-Verbindungen und Sprachansagen, die Oberfläche gibt es auch auf Englisch. Die Bedienung ist anfangs gewöhnungsbedürftig, aber es lohnt sich.
- Organic Maps ist die beste Offline-Lösung: kostenlos, werbefrei, auf Basis von OpenStreetMap. Du lädst dir die Karten einzelner Regionen vorab herunter und kannst Orte pinnen, Routen planen und Restaurants oder Hotels speichern. Bei längeren Zugfahrten und in abgelegenen Gegenden war die App für uns Gold wert.
Verständigung ohne Chinesisch
Kommt man ohne Chinesisch durch China? Ja, absolut. In großen Städten und an touristischen Orten sind Beschilderungen, Metro-Pläne und Hinweise oft auch auf Englisch. Dazu kommt, dass China eines der digitalsten Länder der Welt ist. Mit Übersetzungs-Apps wie DeepL, Google Translate (per VPN) oder speziellen China-Übersetzern verständigst du dich nahezu überall. Wir haben über diese Apps ganze Gespräche geführt, mit Hotels, Fahrern, Restaurantmitarbeitern und sogar Tourguides. Das funktioniert erstaunlich gut. Der einzige Haken: Manche Chinesen sind ungeduldig und warten nicht gern, bis du alles eintippst oder vorliest. Sobald sie merken, dass du dich bemühst, sind die meisten aber sehr hilfsbereit und oft auch neugierig.
Ein paar Worte Chinesisch zaubern den Menschen trotzdem ein Lächeln ins Gesicht:
| Deutsch | Chinesisch | Schriftzeichen |
| Hallo | Nǐ hǎo | 你好 |
| Danke | Xièxiè | 谢谢 |
| Tschüss | Zàijiàn | 再见 |
| Ja | Shì | 是 |
| Nein | Bù shì | 不是 |
| Bitte | Qǐng | 请 |
| Toilette | Cèsuǒ | 厕所 |
| Wie viel kostet das? | Duōshǎo qián? | 多少钱 |
Die Aussprache muss nicht perfekt sein, allein der Versuch zählt.
Tickets und Touren buchen
Bei der Planung stößt du schnell auf Nationalparks und Sehenswürdigkeiten, für die du vorab Tickets brauchst. Die offiziellen Seiten sind dann oft auf Chinesisch, unübersichtlich oder nicht zugreifbar, und du wirst auf chinesische Plattformen weitergeleitet. Uns ging es genauso. Es gibt aber gute Möglichkeiten, Eintrittskarten und Touren im Voraus zu sichern. Gerade bei beliebten Zielen wie Zhangjiajie, Huangshan oder Jiuzhaigou und bei Erlebnissen wie Akrobatikshows, Teezeremonien oder den Pandas in Chengdu lohnt sich die Vorabbuchung. Als Ausländer bekommst du oft auch vor Ort noch ein Ticket, verlassen solltest du dich darauf aber nicht.
Wichtig ist die Passnummer: Fast alle Eintrittstickets sind damit verknüpft. Du brauchst kein Papierticket und zeigst am Eingang einfach deinen Reisepass. Gib die Nummer bei jeder Onlinebuchung deshalb korrekt und vollständig an, sonst wirst du trotz Buchung womöglich nicht eingelassen.
Klook war für uns der zuverlässigste Anbieter für Touren, Eintrittskarten und Shows. Die Infos sind klar, die Preise fair (vergleichbar mit den Preisen vor Ort), die Buchung ist einfach. Du gibst die Teilnehmerdaten samt Passnummer an, und bei vielen Touren meldet sich der lokale Anbieter direkt per WeChat. Auch Touren auf Chinesisch lassen sich buchen. Selbst wenn du vom Guide nichts verstehst, sagen dir die WeChat-Nachrichten, wann du wo sein musst, und mit einer Übersetzungs-App haben wir alles Wichtige verstanden. Chinesische Touren sind oft günstiger als englischsprachige.
Trip.com* eignet sich gut für Hotels, Züge und Flüge, bei Touren und Tickets fanden wir die Plattform etwas unübersichtlich. Manchmal siehst du nur Infos zur Attraktion, kannst aber keine Tickets kaufen. Als Alternative taugt sie trotzdem.
GetYourGuide ist für viele Länder unser Favorit, für China aber eher ungeeignet: Die Auswahl war sehr begrenzt, die Preise oft extrem hoch (meist teure Privattouren im dreistelligen Bereich) und kaum etwas am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet.
Mit Klook und Trip.com kommst du also gut klar: Klook für Erlebnisse, Eintritte und geführte Touren, Trip.com für Züge, eSIMs, Hotels und Transfers. Welche Ticketarten es bei einzelnen Sehenswürdigkeiten gibt und wie der Ablauf vor Ort aussieht, beschreiben wir in unseren Artikeln zu den jeweiligen Orten.
6. Do’s & Don’ts in China
In China stolperst du seltener über Benimmregeln als über Technik. Die meisten Fehler passieren beim Bezahlen, beim Internet und bei der Ticketplanung. Hier sind die Dinge, die wir jedem Reisenden mitgeben würden.
✅ Do’s – Das solltest du in China tun
- Richte Alipay und WeChat vor der Abreise ein. Beide Apps sind das Zahlungsmittel Nummer eins. 💚 Bei uns funktionierte Alipay auf einem Handy erst nach der Einreise, WeChat ließ sich auf einem anderen gar nicht installieren. Teste deshalb alles noch zu Hause.
- Aktiviere deine eSIM, bevor du einreist. 💚 Die eSIM, die wir vor der Reise eingerichtet hatten, lief sauber. Eine zweite, die wir erst in China aktivierten, hatte zwar Empfang, aber keine Daten.
- Installiere mehrere VPN-Apps. Anbieter werden immer wieder gesperrt. Ohne VPN sind Google, Instagram und WhatsApp nicht erreichbar.
- Nimm etwas Bargeld als Plan B mit. Wenn eine App streikt, brauchst du eine Alternative, sonst zahlst du an manchen Stellen gar nicht.
- Gib bei Tickets deine Passnummer korrekt an. Fast alle Eintrittskarten sind mit dem Pass verknüpft, und ein Zahlendreher am Eingang kostet Zeit.
- Schreib deiner Unterkunft vorab deine Ankunftszeit. So weiß das Hotel Bescheid und hält dein Zimmer frei, auch bei später Ankunft.
- Nutze Didi statt Taxi. Die App ist in Alipay eingebunden, das Ziel wird eingegeben, du musst mit dem Fahrer kein Wort wechseln.
❌ Don’ts – Diese Fehler solltest du vermeiden
- Reise nicht zur Golden Week. Am 1. Mai und in der ersten Oktoberwoche ist das halbe Land unterwegs. 💚 Wir waren 2025 Anfang Mai in China und haben extrem lange Schlangen erlebt.
- Verlass dich nicht auf eine automatische Zugvorbuchung. Bei ausverkauften Zügen landest du auf einer Warteliste und weißt lange nicht, ob du mitfährst.
- Sprich mit Fremden nicht über Politik, Tibet oder Taiwan. Das Thema ist sensibel, und Gespräche können für dein Gegenüber unangenehm werden
- Zeig nicht mit den Füßen auf Menschen oder Buddha-Statuen. Das gilt in China und besonders in Tibet als respektlos.
- Bestell nicht blind scharf. Sichuan- und Hunan-Küche können sehr scharf sein. 💚 Wir haben gebratene grüne Bohnen mit Chili geliebt, aber die Schärfe unterschätzt man leicht. Frag nach „wei la“ (wenig scharf), wenn du unsicher bist.
- Ärgere dich nicht über Tischmanieren. Was auf chinesischen Tischen liegen bleibt, erklären wir im Kapitel „Essen in China“.
7. Top 5 Sehenswürdigkeiten in China
China hat mehr Ziele, als eine Reise fassen kann. Diese fünf würden wir jedem mitgeben, der zum ersten Mal kommt, weil sie zusammen die Bandbreite des Landes zeigen: Geschichte, Ingenieurskunst, zwei sehr unterschiedliche Landschaften und ein Tier, das jeder kennt. Weitere Highlights in China findest Du auf unserer Seite zu den Sehenswürdigkeiten in China.
1. Große Mauer bei Mutianyu
Die Große Mauer besteht aus vielen Abschnitten und Mauerzügen, die über Jahrhunderte entstanden sind und insgesamt mehr als 20.000 Kilometer messen. Für einen Tagesausflug ab Peking kommen vor allem Badaling, Mutianyu und Jinshanling infrage. Badaling ist am besten ausgebaut und entsprechend voll. Mutianyu liegt gut 70 Kilometer nördlich von Peking, ist restauriert und bietet Seilbahn und Rodelbahn, ohne so überlaufen zu sein. Die Mauer schlängelt sich hier über bewaldete Rücken, mit Wachttürmen im Abstand von wenigen Hundert Metern. Wer wandert, kann den Abschnitt in ein bis zwei Stunden überschauen und bekommt ein Gefühl für die Dimension. Am besten kommst du früh am Morgen oder unter der Woche.
💚 Unsere Erfahrung: Wir haben die Große Mauer besucht und würden jedem Mutianyu empfehlen, weil der Abschnitt schöner und ruhiger ist als Badaling. Mehr zum Gesamtprogramm findest du im Peking-Guide.
2. Terrakotta-Armee in Xi’an
Die Grabanlage des ersten Kaisers Qin Shihuangdi wurde 1974 von Bauern beim Brunnenbau entdeckt. In drei großen Hallen stehen tausende lebensgroße Krieger aus Ton, gemacht in Serie, aber jeder mit anderem Gesichtsausdruck, anderer Frisur und Haltung. Ein Teil der Figuren ist noch in der Erde und wird nach und nach freigelegt. Die Anlage liegt etwa 40 Kilometer von Xi’an entfernt, du erreichst sie mit Bus oder Didi. Rechne mit einem halben Tag. Tickets sind an deinen Pass gebunden und in der Hochsaison schnell vergeben, buche sie mindestens fünf Tage vorher online. Danach lohnt sich der Rest von Xi’an: die Stadtmauer, die du mit dem Fahrrad umrunden kannst, und das muslimische Viertel mit seinen Streetfood-Ständen. Mehr dazu im Xi’an-Artikel.
3. Zhangjiajie und der Tianmen Mountain
Im Wulingyuan-Gebiet in der Provinz Hunan ragen tausende Sandsteinsäulen aus dem Nebel, bis zu mehreren Hundert Metern hoch. Der Film „Avatar“ hat den Ort weltbekannt gemacht. Im Zhangjiajie Forest Park fährst du mit dem Bailong-Aufzug, dem höchsten Außenaufzug der Welt, 326 Meter in zwei Minuten nach oben, gehst auf Panoramaweg und Glasbrücke und fährst mit der Seilbahn zum Tianzi Mountain. Am Tianmen Mountain erwarten dich eine Seilbahn, ein Glasweg an der Felswand und die Himmelstreppe. Das Ticket für den Forest Park gilt vier Tage. Schlaf in Wulingyuan, dann bist du zur Öffnung um 7 Uhr im Park und vor den Menschenmassen.
💚 Unsere Erfahrung: Wir hatten vier Tage in Zhangjiajie und finden zwei bis drei Tage für den Park selbst ideal. Unterkunft hatten wir im Guihua Road Hostel, das liegt zentral für den frühen Start.
4. Guilin und Yangshuo
Die Karstberge zwischen Guilin und Yangshuo sehen aus, als hätte jemand sie in die Landschaft gesetzt, mit Flüssen, Reisfeldern und Bambushäinen dazwischen. Die klassische Anreise ist die Li-Fluss-Fahrt von Guilin nach Yangshuo, rund vier bis fünf Stunden, Tickets ab etwa 350 Yuan. In Yangshuo kannst du am Yulong-Fluss mit dem Rad fahren, auf einem Bambusfloss treiben oder auf dem Ruyi Peak mit der Seilbahn auf eine Glasbrücke steigen. Die Innenstadt mit der West Street ist touristisch, die Umgebung dagegen ruhig. Mehr erfährst du in unserem Yangshuo-Artikel.
💚 Unsere Erfahrung: Unsere schönste Unterkunft war das Dreamland Inn, rund 20 Minuten außerhalb am Yulong-Fluss. Die Ruhe und der Blick auf die Berge waren der Grund, warum wir Yangshuo zu unseren Highlights zählen. Für das Bambusfloss haben wir etwa 350 Yuan pro Boot bezahlt.
5. Pandas in Chengdu
Die Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding wurde 1987 gegründet und ist die größte Aufzuchtstation der Welt. Dort leben rund 237 Große und 76 Kleine Pandas. Die Station öffnet um 7:30 Uhr, und genau dann beginnt die Fütterung, wenn die Bären am aktivsten sind. Ab 26 Grad ziehen sie sich zurück, im Sommer solltest du also vor dem Frühstück da sein. Der Eintritt kostet etwa 7 bis 8,50 Euro, dein Reisepass dient als Ticket. Anfahrt per Didi ab der Innenstadt: rund 30 Minuten und etwa 30 Yuan. Der Südeingang ist voller, am Westeingang ist es ruhiger. Plane einen halben bis ganzen Tag ein.
💚 Unsere Erfahrung: Die Pandas gehören zu unseren Highlights der Reise, auch wenn es eine touristische Attraktion ist. Kommt früh, dann seht ihr sie beim Fressen.
8. Sicherheit in China
China ist für Reisende ein Land mit niedriger Gewaltkriminalität. Das Auswärtige Amt beschreibt sie als vergleichsweise gering, weist aber auf Taschendiebstahl, Handyraub und Betrug hin. Die größeren Probleme liegen woanders: im Straßenverkehr, bei Sprachbarrieren im Krankheitsfall und bei staatlicher Überwachung, an die du dich gewöhnen musst.
Ist China sicher?
Im Alltag ja. Wer sich an einfache Regeln hält, bewegt sich in den meisten Städten auch abends entspannt. Zugleich ist das Internet staatlich kontrolliert, Geräte können überprüft werden, und bei Konflikten mit Behörden sind Ausländer in einer schwachen Position. Für Touristen spielt das selten eine Rolle, bleibt aber ein Grund für Vorsicht bei politischen Themen und bei Fotos von Militär- und Polizeianlagen.
💚 Unsere Erfahrung
Am ehesten aufgefallen sind uns die Kontrollen im Alltag. Beim Hotel-Check-in wird dein Reisepass kopiert und deine Ankunft gemeldet, am Bahnhof wird er gescannt, und vor dem Einsteigen gibt es eine Sicherheitskontrolle wie am Flughafen. Das gilt als normal und hat uns nie behindert. Wichtiger war die Technik: Wer Alipay, eSIM und VPN nicht vorbereitet hat, steht schnell hilflos da.
Unsere Sicherheitstipps
- Trag Dokumente und Handy sicher. Taschendiebstahl kommt in Menschenmengen vor, etwa an großen Sehenswürdigkeiten, in der Metro und in Zügen. Halte dein Handy in Reichweite, es ist dein Zahlungsmittel.
- Fahr mit Didi statt mit unbekannten Taxis. Preis und Route stehen vorab in der App, das verhindert Streit.
- Sei vorsichtig bei ungebetenen Einladungen. In Touristenvierteln wie in Peking und Shanghai werden Reisende von freundlichen Fremden zu Teezeremonien oder Kunstausstellungen gelockt und danach zu überhöhten Rechnungen gedrängt.
- Achte im Straßenverkehr auf Elektroroller. Sie sind leise und fahren auch mal auf dem Gehweg. Auch bei grüner Ampel lohnt ein Blick nach rechts.
- Trink nur abgefülltes oder abgekochtes Wasser. Leitungswasser ist in China nicht zum Trinken gedacht.
- Schließ eine Auslandsreise-Krankenversicherung mit Rückholung ab. Die Verständigung in Krankenhäusern ist schwierig, die Behandlung teils teuer.
- Trink im Straßenverkehr keinen Alkohol. In China gilt strikt null Promille, bei Unfällen kann dein Pass eingezogen werden.
- Kopiere deinen Reisepass. Ein Foto in der Cloud und eine Kopie im Gepäck helfen, wenn er verloren geht.
Naturgefahren
- Taifune und Überschwemmungen. Von Juni bis Oktober treffen Taifune die Süd- und Ostküste, in der Regenzeit kommt es auch im Landesinneren zu Überschwemmungen. Prüf vor der Abreise die Wetterlage, vor allem für Shanghai, Hongkong und den Süden. Ende August 2026 gab es zudem eine gletscherbedingte Flut in der tibetischen Grenzregion.
- Erdbeben. Vor allem der Westen und die Region um Sichuan sind seismisch aktiv. Für eine normale Reise ist das Risiko gering, du solltest aber wissen, wo Notausgänge sind.
- Höhenkrankheit. In Tibet liegt Lhasa auf rund 3.650 Metern. Plane zwei bis drei Tage zum Akklimatisieren, trink viel und geh die ersten Tage langsam an.
- Hitze und Luftqualität. Im Sommer wird es in Chongqing und in weiten Teilen des Südens extrem heiß. Im Winter belastet Smog vor allem den Norden, besonders Peking. Bei schlechter Luft hilft eine FFP2-Maske.
9. Fortbewegung in China
Chinas Verkehrsnetz ist das größte Argument für eine Individualreise. Das Schnellzugnetz verbindet fast alle wichtigen Ziele, ein dichtes Flugnetz deckt den Rest ab, und in jeder größeren Stadt fährt eine Metro. Die Herausforderung liegt weniger bei der Verfügbarkeit als bei den Details: Buchung, Bezahlung, Ausweiskontrollen.
Schnellzug
China verfügt über ein sehr gut ausgebautes Schnellzugsystem. Die modernen Züge fahren mit bis zu 300 km/h, und du kommst oft schneller und entspannter ans Ziel als mit dem Flugzeug. Schnellzüge erkennst du am „G“ vor der Zugnummer: Sie sind modern und sauber, haben reservierte Sitzplätze, Toiletten und meist Steckdosen. Daneben gibt es langsamere Züge mit „K“ oder „Z“, teils mit Schlafwagen oder einfacher Ausstattung. Die Bahnhöfe sind gut organisiert und eher mit Flughäfen vergleichbar als mit deutschen Bahnhöfen.
Vorteile: pünktlich, günstig, mitten in der Stadt, meist bequemer als ein Flug.
Nachteile: Ticketbeschaffung in der Hauptsaison, Ausweispflicht und lange Wege im Bahnhof.
Zugtickets buchen
Die offizielle chinesische Bahnseite verlangt in der Regel eine chinesische Kreditkarte oder ID und ist für Reisende oft umständlich oder gar nicht nutzbar. Unsere Empfehlung ist Trip.com: englische Oberfläche, Zahlung per internationaler Kreditkarte oder PayPal, ein intuitiver Buchungsprozess. Wichtig zu wissen: Zugtickets sind erst 14 Tage vor Abfahrt buchbar.
Bei Trip.com* kannst du dich schon vorher für einen bestimmten Zug vormerken. Du gibst deine Wunschverbindung an, dazu Alternativen wie andere Uhrzeiten oder Klassen, und sobald die Tickets freigeschaltet sind, versucht Trip die Buchung umzusetzen. Das klappt meistens, aber nicht immer. Ist der gewünschte Zug ausverkauft, landest du auf einer Warteliste und weißt womöglich erst kurz vor Abfahrt, ob du ein Ticket bekommst. Bei fest geplanten Hotels, Touren oder Transfers ist das nervenaufreibend. Buchst du dagegen direkt am 14. Tag vorher, wählst du deinen Sitzplatz selbst und siehst sofort, ob deine Verbindung verfügbar ist. Landest du doch auf einer Warteliste, kannst du kostenlos stornieren und bekommst dein Geld zurück. Das haben wir mehrfach gemacht, und auch die Stornierung bereits ausgestellter Tickets lief in der App reibungslos.
So läuft es am Bahnhof
Dein Ticket ist mit deiner Passnummer verknüpft, alles läuft über den Reisepass.
- Einlass: Am Eingang wird dein Pass gescannt. Mit gültigem Ticket darfst du hinein.
- Sicherheitskontrolle: Dein Gepäck wird wie am Flughafen durchleuchtet. Wasserflaschen dürfen mit hinein.
- Gate suchen: Das Abfahrtsgate steht in deiner Buchung bei Trip.com, vor Ort erscheinen die Zugnummern auf Bildschirmen. Oft gibt es eine eigene Reihe für Ausländer, erkennbar am Scanner, der groß genug für den Pass ist. Meist hilft dort ein Mitarbeiter.
- Warten und Boarding: Sobald deine Zugnummer am Gate erscheint, stellst du dich an und gehst danach direkt zum Bahnsteig.
- Wagen und Sitzplatz finden: Auf dem Boden sind Zonen markiert, etwa „Wagen 8 bei Zuglänge 16“. Das klingt kompliziert, ist aber schnell verstanden.
- Ankunft: Beim Verlassen des Bahnhofs wird dein Pass erneut gescannt.
Im Bahnhof findest du außerdem kleine Convenience Stores für Snacks und Getränke, meist saubere Toiletten und Ruhezonen mit Sitzplätzen.
Inlandsflug
Für große Distanzen, etwa Peking–Chengdu, lohnt sich der Flug. Preise liegen meist bei 50 bis 200 Euro, in Feiertagswochen deutlich höher. Buche früh, und rechne mit Sicherheitskontrolle und Wartezeit.
Vorteile: schnell auf langen Strecken.
Nachteile: Flughäfen liegen oft weit außerhalb, Verzögerungen sind häufig, und Handgepäckregeln sind streng.
Metro und Bus
In den meisten Städten ist die Metro das beste Verkehrsmittel: schnell, günstig und auch ohne Chinesischkenntnisse leicht verständlich. Du kannst dir am Automaten ein Ticket ziehen, häufig mit englischem Touchscreen, oder direkt am Gate mit Alipay oder WeChat bezahlen, entweder mit einem vorab generierten QR-Code oder über die Bezahlfunktion vor Ort. Klappt gar nichts, wird Bargeld vereinzelt noch akzeptiert, und im Notfall zieht ein Mitarbeiter auch mal ein Kartenlesegerät hervor, das ist aber die Ausnahme. Bei uns scheiterte die Zahlung einmal am Automaten der Metro in Chongqing, weil er keine internationale Bankkarte akzeptierte. Hilfreich ist die App MetroMan: Du lädst die Metro-Karte vieler Städte herunter, nutzt sie offline und siehst Routen, Umstiege und Fahrtzeiten.
Vorteile: günstig, schnell, kein Verhandeln.
Nachteile: Bezahlung ohne die richtigen Apps kompliziert, Metro zur Hauptverkehrszeit überfüllt.
Didi statt Taxi
Taxis gibt es in jeder Stadt, die Fahrer verstehen aber meist kein Englisch. Deshalb nutzen wir am liebsten Didi, die chinesische Version von Uber oder Grab. Der Standort wird automatisch erkannt, du gibst das Ziel auf Englisch oder per Karte ein, wählst die Fahrzeugklasse (Basic, Premium und so weiter) und siehst den Preis vorab. Fahrer, Fahrzeugtyp und Kennzeichen zeigt dir die App direkt an. Beim Einsteigen musst du kein Wort sagen. Am Ende bestätigt der Fahrer die Ankunft, du wirst zur Zahlung über Alipay aufgefordert, und oft ist der Fahrer da schon längst wieder weg. Eine Fahrt quer durch die Stadt kostet meist nur wenige Euro. Didi ist direkt in Alipay integriert. Hast du dich in Alipay mit einem Apple-Account registriert, brauchst du für Didi zusätzlich eine Handynummer.
Fähren und Schiffe
Flussfahrten gehören zu den schönsten Verkehrsmitteln in China. Auf dem Yangtze fahren Kreuzfahrtschiffe durch die Drei Schluchten, mehr dazu in unserem Artikel zu den Drei Schluchten und dem Yangtze. Auf dem Li-Fluss fährst du in vier bis fünf Stunden von Guilin nach Yangshuo, und in Hongkong gehört die Star Ferry zum Pflichtprogramm.
Mietwagen
Ausländische Führerscheine werden in China nicht anerkannt, ein Mietwagen ist für Touristen deshalb in der Praxis nicht möglich. Als Alternative kannst du für einzelne Ausflüge einen Fahrer buchen oder Tagestouren nutzen.
💚 Unsere Erfahrung
Unsere Reise 2025 haben wir komplett mit Schnellzug, Metro und Didi organisiert. Von Chengdu nach Chongqing dauerte die Fahrt gut eineinhalb Stunden, von Chongqing nach Zhangjiajie rund sechs Stunden plus etwa 40 Minuten Busfahrt. Nach Guilin ging es ab Fenghuang mit einem Umstieg in Changsha, und von Guilin fuhren wir mit dem Schnellzug über Shenzhen nach Hongkong, in rund drei Stunden. Die längste Fahrt dauerte nicht länger als sechs bis sieben Stunden. Beim ersten Mal, 2015, waren wir zudem auf dem Yangtze unterwegs.
Fazit zur Fortbewegung
Für die meisten Routen brauchst du keinen Inlandsflug. Der Schnellzug schlägt den Flug auf Strecken bis etwa sechs Stunden, Metro und Didi erledigen den Rest. Wichtig ist, dass Alipay, eSIM und Ticketbuchung vor der Abreise funktionieren.
10. Wissenswertes über China
China in Zahlen
| Fläche | ca. 9,6 Millionen km² |
| Einwohner | ca. 1,4 Milliarden |
| Hauptstadt | Peking |
| Höchster Berg | Mount Everest (Qomolangma), 8.849 m, an der Grenze zu Nepal |
| Längster Fluss | Yangtze (Chang Jiang), ca. 6.300 km |
| Nationalparks | erste fünf offizielle Nationalparks seit 2021, darunter der Giant-Panda-Nationalpark |
| UNESCO-Welterbe | rund 60 Stätten |
| Küstenlänge | ca. 14.500 km (Festland) |
| Besonderheiten | eine einzige offizielle Zeitzone, größtes Schnellzugnetz der Welt |
Interessante Fakten
- China hat trotz seiner Größe offiziell nur eine Zeitzone. Im äußersten Westen geht die Sonne deshalb im Sommer erst weit nach 22 Uhr Peking-Zeit unter, in Xinjiang gilt inoffiziell eine eigene Ortszeit.
- Das Schnellzugnetz hat eine Länge von mehr als 45.000 Kilometern und ist das größte der Welt. Vieles, wofür du in Deutschland ein Flugzeug nehmen würdest, erledigst du in China mit dem Zug.
- Chongqing hat über 32 Millionen Einwohner im Verwaltungsgebiet, das größer ist als Österreich. In der Stadt fährt die Metro an der Station Liziba durch ein Wohnhaus, ein beliebtes Fotomotiv.
- Der Bailong-Aufzug in Zhangjiajie ist mit 326 Metern der höchste Außenaufzug der Welt und bringt dich in rund zwei Minuten nach oben.
- Die Chengdu Research Base zählt rund 237 Große Pandas und 76 Kleine Pandas und ist damit die größte Aufzuchtstation der Welt. Frei lebende Pandas sind selten und leben in den Bergen von Sichuan, Shaanxi und Gansu.
- China hat 56 anerkannte ethnische Gruppen. Rund 90 Prozent der Bevölkerung sind Han-Chinesen, die übrigen leben vor allem im Westen und Süden, etwa Tibeter, Uiguren und Miao.
Fazit: Lohnt sich eine Reise nach China?
Ja, wenn du bereit bist, dich vorzubereiten. China ist kein Land, in das du spontan aufbrichst und dich vor Ort durchwurstelst. Die großen Entfernungen, die Sprache und die eigene digitale Welt aus Alipay, WeChat und gesperrten Diensten verlangen ein paar Abende Planung. Im Gegenzug bekommst du Landschaften, Geschichte und Städte, die du in dieser Kombination sonst nirgends findest, und ein Verkehrsnetz, das vieles einfacher macht als in manch europäischem Land.
Geeignet ist China für Reisende, die neugierig sind, mit Apps umgehen können und keinen Wert auf Sprachkomfort legen. Naturfreunde, Kulturinteressierte und Stadtliebhaber kommen gleichermaßen auf ihre Kosten. Weniger passend ist das Land für alle, die Ruhe suchen, spontan reisen oder Feiertagsmassen scheuen.
Für die Dauer gilt: Eine Woche reicht für Shanghai, Xi’an und Peking. Wer die Landschaften dazu nimmt, sollte zwei bis drei Wochen einplanen. Die beste Zeit sind April bis Mai und September bis November, jeweils außerhalb der Feiertagswochen.
💚 Unser persönliches Fazit
Zwei Reisen mit zehn Jahren Abstand haben uns gezeigt, wie viel es in China gibt und wie unterschiedlich es sich bereisen lässt. 2015 waren es Tibet, Yangtze und die klassischen Städte, 2025 Pandas, Zhangjiajie, Chongqing und die Karstlandschaft um Yangshuo.
Anders würden wir einiges machen: nicht zur Golden Week reisen, Alipay, WeChat und eSIM vorher testen, den Zug auf den Tag genau 14 Tage vorher buchen und statt überlaufener Abschnitte lieber Mutianyu an der Mauer ansteuern. Yangshuo würden wir wieder außerhalb des Zentrums am Yulong-Fluss buchen, die Pandas früh am Morgen besuchen.


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FAQ – Häufige Fragen zu China
Brauche ich ein Visum für China?
Als Deutscher nicht, wenn du bis zu 30 Tage bleibst. Die Regelung gilt derzeit bis 31. Dezember 2026, prüfe für spätere Reisen den aktuellen Stand.
Wie viel Geld brauche ich pro Tag?
Rund 30 bis 50 Euro als Budget-Reisender, 60 bis 120 Euro in der Mittelklasse. Eintritte in große Naturparks treiben das Budget nach oben.
Wann ist die beste Reisezeit?
April bis Mai und September bis November. Meide den 1. bis 5. Mai, die Nationalfeiertagswoche Anfang Oktober und das Chinesische Neujahr.
Brauche ich ein VPN?
Wenn du Google, Instagram oder WhatsApp nutzen möchtest, ja. Installiere mehrere Anbieter, eine eSIM mit integrierter Umleitung ist eine Alternative.
Kann ich in China mit Kreditkarte zahlen?
Nur in größeren Hotels und einigen Restaurants. Im Alltag zahlst du mit Alipay oder WeChat Pay, die du mit deiner Karte verknüpfst. Bargeld solltest du als Reserve dabeihaben.
Wie buche ich Zugtickets?
Über Trip.com mit Kreditkarte oder PayPal, genau 14 Tage vor Abfahrt. Dein Reisepass ist Pflicht.
Muss ich Chinesisch sprechen?
Nein. Übersetzungs-Apps und Bildspeisekarten reichen. Ein paar Worte kommen trotzdem gut an.
Kann ich ein Auto mieten?
Als Tourist ohne chinesischen Führerschein praktisch nicht. Nutze Zug, Flug und Didi.
Brauche ich für Tibet eine Genehmigung?
Ja, eine Tibet Travel Permit, die du nur über eine lizenzierte Agentur bekommst. Individuelles Reisen ist nicht erlaubt.
