Vietnam Sehenswürdigkeiten
25 Highlights für deine
Reise
„Wir zeigen Dir die schönsten Orte und Sehenswürdigkeiten, die Du auf deiner Reise nicht verpassen darfst.“
Vietnam war für uns 30 Tage lang eine einzige Route: von Saigon im Süden bis Hanoi im Norden, mit Stopps in Hoi An, Da Nang, Hue, Phong Nha, Ninh Binh und Cat Ba dazwischen. Wir sind das Land also nicht in einzelnen Etappen kennengelernt, sondern in einem Zug, mit Nachtbussen, ein paar Zugfahrten und irgendwann auch einfach zu Fuß, weil die nächste Stadt zwar noch drei Stunden entfernt war, sich aber schon wie ein anderes Vietnam anfühlte. Diese Erfahrung ist mittlerweile ein paar Jahre alt, und wir sind seither noch einmal zurückgekehrt, wieder auf einem Teil derselben Strecke von Saigon über Hoi An und Da Nang bis Hanoi – ein Zeichen dafür, wie wenig sich diese Route für uns erschöpft hat, obwohl wir sie schon einmal komplett abgefahren waren.
Was uns an Vietnam am meisten gepackt hat, ist der Kontrast innerhalb eines einzigen Landes: Im Süden drückende Hitze und der chaotische Verkehr von Saigon, in der Mitte Kaiserpaläste und Höhlensysteme, im Norden karge Kalksteinfelsen, die aus Reisfeldern oder aus dem Meer wachsen. Dazu eine Küche, die sich von Stadt zu Stadt spürbar verändert, und eine jüngere Geschichte, die an fast jedem größeren Ort noch sichtbar ist, ohne dass sie einem aufgedrängt wird. Wer nur eine Woche Zeit hat, muss sich entscheiden. Wer wie wir einen Monat einplant, kann das Land tatsächlich von unten nach oben durchqueren und merkt dabei, wie sehr sich Landschaft, Klima und Tempo von Region zu Region unterscheiden.
In diesem Artikel stellen wir Dir 25 Orte vor, die wir für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Vietnams halten – die meisten davon aus eigener Erfahrung, ein paar auch auf Basis von Recherche und übereinstimmenden Berichten anderer Reisender, wo wir es selbst noch nicht bis dorthin geschafft haben. Zu jedem Ort findest Du praktische Angaben zu Reisezeit, Öffnungszeiten, Eintritt und Anfahrt, außerdem unsere Einschätzung, wie viel Zeit sich lohnt. Am Ende warten eine Karte mit allen Stationen und Antworten auf die Fragen, die uns selbst vor der ersten Vietnam-Reise am meisten beschäftigt haben.

Entdecke Vietnam auf unserem Reiseblog:
Unsere 3 persönlichen Highlights in Vietnam
„Wenn wir morgen noch einmal nach Vietnam reisen würden – welche drei Erlebnisse dürften auf keinen Fall fehlen?“
🥇 Phong Nha-Ke Bang Nationalpark
Die Höhlen von Phong Nha waren der Programmpunkt, wegen dem wir überhaupt einen Umweg über diesen kleinen Ort im Zentrum Vietnams eingeplant hatten, und sie haben unsere Erwartungen noch übertroffen. Mit dem Boot geht es zunächst in die Phong Nha Höhle selbst, durch einen Fluss, der sich mitten durch den Kalkstein gefressen hat, dazu stellenweise fast vollständige Dunkelheit, die nur vom Bootsmotor und ein paar Lampen unterbrochen wird. In der Paradise Cave sind wir dann zu Fuß über Stege gelaufen, an Tropfsteinformationen vorbei, die seit Jahrtausenden wachsen und in manchen Kammern so hoch aufragen, dass die Lampen an der Decke kaum noch etwas ausleuchten.
🥈 Ninh Binh: Bootsfahrten durch Tam Coc
Die Bootsfahrten bei Tam Coc waren der Moment auf der ganzen Reise, in dem wir am längsten einfach nur still gesessen und geschaut haben. Ein Ruderer, oft mit den Füßen statt mit den Händen am Ruder, bringt Dich in einem kleinen Boot durch überflutete Reisfelder, vorbei an senkrechten Kalksteinfelsen, die sich im Wasser spiegeln, und durch niedrige Höhlentunnel, in denen man sich fast bücken muss. Landschaftlich war das für uns einer der ruhigsten und gleichzeitig eindrücklichsten Programmpunkte der ganzen Vietnam-Reise.
🥉 Hoi An Altstadt
Hoi An hat uns tagsüber gefallen und abends noch einmal auf eine andere Art. Am Tag sind wir durch die alten Handelshäuser gelaufen, an der japanischen Brücke vorbei und in kleine Schneiderwerkstätten hinein, in denen innerhalb von 24 Stunden ein Anzug oder Kleid nach Maß entstehen kann. Nach Sonnenuntergang, wenn tausende Papierlaternen entlang der Gassen und am Fluss angehen, verändert sich die Stimmung komplett. Dass die Altstadt inzwischen deutlich voller ist, als es die alten Fotos vermuten lassen, muss man dabei allerdings dazusagen, gerade in den Abendstunden rund um die Hauptgassen.
Vietnam nach Regionen – Wo befinden sich die schönsten Sehenswürdigkeiten?
Vietnam lässt sich für die Reiseplanung grob in vier Bereiche einteilen, die auch bei einer klassischen Rundreise meist in dieser Reihenfolge abgefahren werden.
Der Süden wird von Ho-Chi-Minh-Stadt dominiert, dem wirtschaftlichen und historischen Zentrum des ehemaligen Saigon. Von hier aus lassen sich sowohl die Cu Chi Tunnels als auch das Mekong-Delta als Tagesausflüge erreichen, weiter draußen im Meer liegen die deutlich ruhigeren Con Dao Islands, die sich eher für einen eigenen Zwischenstopp als für einen Tagestrip eignen.
Die Südküste und das zentrale Hochland fassen wir zusammen, weil sie auf vielen Routen direkt aufeinanderfolgen: Mui Ne mit seinen Sanddünen, Nha Trang als klassischer Badeort und die Insel Phu Quoc im Golf von Thailand liegen alle an der Küste, während Dalat als kühles Bergstädtchen einen Kontrapunkt im Hochland bildet. Diese Region wird auf einer reinen Nord-Süd-Route oft übersprungen, gerade weil sie einen eigenen Abstecher erfordert.
Zentralvietnam war für uns der geschichtlich und landschaftlich dichteste Abschnitt der ganzen Reise: Hue mit seinen Kaiserpalästen und Königsgräbern, der Wolkenpass hinüber nach Da Nang, die Marble Mountains, Hoi An mit seiner Altstadt, das nahe gelegene My Son Sanctuary und, etwas weiter im Landesinneren, die Höhlen von Phong Nha-Ke Bang. Zwischen Hue und Hoi An liegen selten mehr als zwei, drei Autostunden, sodass sich dieser Abschnitt gut in ein bis zwei Wochen verdichten lässt.
Der Norden rund um Hanoi bietet die größte Bandbreite auf kleinstem Raum: die Halong-Bucht beziehungsweise die ruhigere Lan Ha Bay ab Cat Ba, die trockene Karstlandschaft von Ninh Binh mit Tam Coc und Trang An, dazu die Bergregionen Sapa und Ha Giang, die beide eher für Trekking- und Motorradfans als für einen kurzen Abstecher gedacht sind. Wer wie wir am Ende der Reise in Hanoi ankommt, merkt schnell, dass diese Stadt sich noch einmal komplett anders anfühlt als der Süden, in dem die Reise begonnen hat.
Wer nicht die volle Strecke wie wir fahren will, kann sich auf zwei bis drei dieser Bereiche konzentrieren und den Rest für eine zweite Reise aufheben.

Die 25 schönsten Sehenswürdigkeiten in Vietnam
Damit Du Dir einen Überblick über die Lage der einzelnen Orte verschaffen kannst, findest Du hier eine interaktive Karte mit allen 25 Highlights aus diesem Artikel.
Die Karte macht deutlich, warum die klassische Vietnam-Route fast immer entlang der Küste verläuft, von Süd nach Nord oder umgekehrt: Die meisten Highlights liegen in einem schmalen Streifen zwischen Meer und Bergen, während Ausflüge ins Hochland wie Dalat oder in den äußersten Norden wie Ha Giang einen bewussten Abstecher von dieser Hauptachse verlangen.

1. Hanoi – Altstadt, Ho-Chi-Minh-Mausoleum und Kaffeekultur
Hanoi war für uns der Endpunkt der Reise, und die Stadt hat sich von Anfang an anders angefühlt als Saigon, ruhiger im Tempo, dichter in der Architektur. Die Altstadt mit ihren 36 Gassen, benannt nach den Waren, die dort früher gehandelt wurden, lässt sich am besten zu Fuß oder auf einem geliehenen Roller erkunden, am Abend, wenn sich Straßenstände und kleine Plastikhocker über die Gehwege ausbreiten.
Das Ho-Chi-Minh-Mausoleum und der angeschlossene Präsidentenpalast-Komplex haben wir am Vormittag besucht, mit strengem Dresscode und langer Warteschlange, die sich aber zügig bewegt. Danach sind wir zum Literaturtempel weiter, Vietnams erster Universität aus dem 11. Jahrhundert, und haben den Nachmittag mit Kaffee in einer der schmalen Gassen ausklingen lassen – die vietnamesische Kaffeekultur, mit Ei-Kaffee und Kokosnuss-Kaffee als Spezialitäten, wird in Hanoi so ernst genommen wie kaum irgendwo sonst im Land.
- Beste Reisezeit: Oktober bis April, wenn die Luftfeuchtigkeit niedriger ist; von Mai bis September wird es in Hanoi drückend heiß und feucht.
- Öffnungszeiten: Das Mausoleum ist morgens von etwa 7:30 bis 10:30 Uhr geöffnet, dienstags und freitags sowie im September für die jährliche Wartung geschlossen; die Altstadt selbst ist durchgehend zugänglich.
- Eintritt: Das Mausoleum ist kostenlos, der Literaturtempel kostet umgerechnet etwa 30.000 VND.
- Anfahrt: Der internationale Flughafen Noi Bai liegt rund 45 Minuten außerhalb, mit Taxi, Grab oder Flughafenbus erreichbar; innerhalb der Stadt kommst Du mit Taxi, Grab oder zu Fuß am besten voran.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Für Altstadt, Mausoleum und Literaturtempel würden wir mindestens zwei volle Tage einplanen.
- Unser Tipp: Reserviere Dir für das Mausoleum den frühen Vormittag, ab Mittag wird sowohl die Warteschlange als auch die Hitze deutlich unangenehmer.

Kurz & knapp
📍 Region: Norden
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2 Tage
💰 Eintritt: kostenlos bis ca. 30.000 VND
Geeignet für: Städtereisen, Kulinarik, Erstbesucher, Kulturinteressierte
2. Halong-Bucht und Lan Ha Bay ab Cat Ba Island
Statt der klassischen, oft überfüllten Halong-Bucht-Kreuzfahrt sind wir über Cat Ba Island in die Lan Ha Bay gefahren, die geologisch zur selben Karstformation gehört, touristisch aber deutlich weniger frequentiert ist. Die Kalksteinfelsen ragen genauso dramatisch aus dem Wasser wie auf den bekannten Halong-Bucht-Fotos, nur dass unser Boot über weite Strecken fast allein auf dem Wasser war.
Von Cat Ba Town aus sind wir mit einer kleinen Gruppe für einen Tag hinausgefahren, haben in einer versteckten Bucht gekajakt und sind an einem schwimmenden Fischerdorf vorbeigekommen, in dem noch einzelne Familien leben. Wer mehr Zeit hat, kann auch mehrtägig auf einem Boot übernachten; uns hat der Tagesausflug ab Cat Ba gereicht, um die Bucht ohne die Massen der klassischen Ha-Long-Touren ab Halong City zu erleben.
- Beste Reisezeit: Oktober bis April, wenn Regen und Nebel seltener sind; von Juli bis September steigt zusätzlich das Taifun-Risiko.
- Öffnungszeiten: Bootstouren starten meist zwischen 7:30 und 9 Uhr morgens ab Cat Ba Town.
- Eintritt: Tagestouren ab Cat Ba kosten je nach Umfang und Anbieter zwischen etwa 500.000 und 1.000.000 VND pro Person, inklusive Mittagessen.
- Anfahrt: Von Hanoi mit Bus und Fähre oder direkt per Speedboat nach Cat Ba, die Fahrt dauert insgesamt etwa 3,5 bis 4 Stunden.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Für einen Tagesausflug reicht ein Tag, für eine entspanntere Erfahrung mit Übernachtung auf dem Boot zwei bis drei Tage.
- Unser Tipp: Frag beim Buchen gezielt nach Lan Ha Bay statt der klassischen Halong-Bucht-Route, die Landschaft ist vergleichbar, aber deutlich ruhiger.

Kurz & knapp
📍 Region: Norden
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1–3 Tage
💰 Eintritt: ca. 500.000–1.000.000 VND
Geeignet für: Naturfreunde, Fotografie, Paare, Bootstouren
3. Ninh Binh – Trang An und Tam Coc
Ninh Binh wird gerne als „trockene Halong-Bucht“ beschrieben, was den Kern trifft, aber den Unterschied unterschlägt: Hier stehen die Kalksteinfelsen nicht im Meer, sondern in Reisfeldern und Flüssen, was der Landschaft eine ganz andere Ruhe gibt. Trang An, ein UNESCO-Weltkulturerbe, führt Dich mit dem Boot durch eine Serie von Höhlentunneln und an Tempeln vorbei, die teils erst über schmale Stege erreichbar sind.
Tam Coc, unweit von Trang An, ist die kompaktere Variante mit ähnlichem Prinzip, aber kürzerer Fahrtzeit und dafür oft mehr Betrieb auf dem Wasser. Wir haben uns für beide Zeit genommen, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, und hätten im Rückblick auch mit nur einer der beiden Touren einen vergleichbaren Eindruck bekommen – wer nur einen Tag in Ninh Binh hat, muss sich also nicht schuldig fühlen, sich für eine der beiden zu entscheiden.
- Beste Reisezeit: Mai und Juni, wenn die Reisfelder in kräftigem Grün stehen, oder September bis Oktober zur goldenen Erntezeit; Regenzeit ist von Juli bis September.
- Öffnungszeiten: Trang An täglich etwa 7 bis 17 Uhr, Tam Coc ähnlich, letzte Bootstouren jeweils am späten Nachmittag.
- Eintritt: Trang An etwa 250.000 VND inklusive Bootsfahrt, Tam Coc etwa 150.000 VND.
- Anfahrt: Ninh Binh liegt rund zwei Stunden südlich von Hanoi, erreichbar per Zug, Bus oder Roller; vor Ort kommst Du zu den Bootsanlegern am besten per Taxi oder Fahrrad.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Für eine der beiden Bootstouren plus etwas Zeit in der Umgebung würden wir einen vollen Tag einplanen, für beide zwei Tage.
- Unser Tipp: Buche die erste Bootsfahrt des Tages, gegen Mittag stauen sich die Boote an den engsten Stellen der Höhlentunnel.
➡️ Hier findest Du unseren Artikel zu Ninh Binh und allen Highlights der Region

Kurz & knapp
📍 Region: Norden
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1–2 Tage
💰 Eintritt: ca. 150.000–250.000 VND
Geeignet für: Naturfreunde, Fotografie, Bootstouren, Roadtrip-Reisende
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4. Hang Mua Aussichtspunkt
Der Hang Mua Aussichtspunkt liegt nur wenige Minuten von Tam Coc entfernt und verlangt als Eintrittspreis vor allem Kondition: Rund 500 steile Steinstufen führen zu einer Plattform, von der aus sich die gesamte Ninh-Binh-Landschaft auf einmal überblicken lässt. Wir sind am späten Nachmittag hinaufgestiegen, mit genug Pausen, um zwischendurch nach unten zu schauen, wie die Reisfelder zwischen den Kalksteinfelsen im Licht der tieferstehenden Sonne fast golden wirkten.
Oben angekommen steht eine Drachenstatue, die den Ort bei Reisenden bekannt gemacht hat, doch der eigentliche Wert liegt im Panorama: Der Fluss Ngo Dong schlängelt sich in Schleifen durch die Felder, dazwischen die Bootsrouten von Tam Coc, deutlich zu erkennen aus dieser Höhe. Wer die Sonnenuntergangszeit erwischt, teilt sich die Plattform mit deutlich mehr Menschen, bekommt dafür aber auch das beste Licht des Tages.
- Beste Reisezeit: Trockenzeit von Oktober bis April, wegen der Stufen bei Nässe rutschig; frühmorgens oder am späten Nachmittag wegen der Hitze.
- Öffnungszeiten: täglich etwa 7 bis 18 Uhr.
- Eintritt: ca. 100.000 VND.
- Anfahrt: Mit Fahrrad oder Roller ab Tam Coc oder Ninh Binh Stadt in 10 bis 15 Minuten erreichbar.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Für Aufstieg, Aussicht und Abstieg würden wir ein bis anderthalb Stunden einplanen.
- Unser Tipp: Nimm Wasser mit, oben gibt es keinen Verkaufsstand, und die Stufen haben streckenweise kein Geländer.
➡️ Hier findest Du unseren Artikel zum Hang Mua Aussichtspunkt

Kurz & knapp
📍 Region: Norden
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1–1,5 Stunden
💰 Eintritt: ca. 100.000 VND
Geeignet für: Fotografie, Wandern, Aktivurlauber, Sonnenuntergänge
Anzeige*
Die besten Unterkünfte in Vietnam – hier haben wir übernachtet:
Song Lua (Silk River Villa) in Hoi An
Nguyen Shack – Phong Nha Eco Resort in Phong Nha
Tam Coc Lake View Homestay in Tam Coc
Botanik House Saigon in Ho Chi Minh
5. Bai Dinh Pagode
Die Bai Dinh Pagode gilt als größte buddhistische Tempelanlage Vietnams, direkt neben dem historischen, deutlich kleineren Originaltempel wurde in den letzten Jahren ein monumentaler neuer Komplex errichtet. Die Dimensionen sind auf eine Art beeindruckend, die uns gleichzeitig etwas nachdenklich gemacht hat: Hunderte Arhat-Statuen entlang der Wege, eine zehn Meter hohe Bronze-Buddha-Statue im Haupttempel, dazu Glocken, die zu den größten Asiens zählen sollen.
Ob einem das gefällt oder eher befremdlich vorkommt, ist Geschmackssache, und wir sind bei unserem Besuch selbst zwischen beidem hin- und hergependelt. Architektonisch und historisch ist die Anlage weniger dicht als etwa die Kaiserstadt in Hue, dafür ist sie als reiner Kontrast zur restlichen Ninh-Binh-Landschaft einen Zwischenstopp wert, gerade weil sie so anders wirkt als die Natur- und Bootserlebnisse der Umgebung.
- Beste Reisezeit: Ganzjährig zugänglich, an vietnamesischen Feiertagen und zum Tet-Fest deutlich voller als an gewöhnlichen Tagen.
- Öffnungszeiten: täglich etwa 6 bis 21 Uhr.
- Eintritt: kostenlos, ein elektrisches Golfcart zwischen den Anlagenteilen kostet zusätzlich etwa 60.000 VND.
- Anfahrt: Rund 15 Minuten per Taxi oder Roller von Ninh Binh Stadt, gut mit einem Besuch von Trang An kombinierbar.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Ein bis zwei Stunden für einen Rundgang durch die wichtigsten Bereiche.
- Unser Tipp: Kombiniere den Besuch mit Trang An am selben Tag, beide liegen nur wenige Minuten voneinander entfernt.

Kurz & knapp
📍 Region: Norden
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐ (3/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1–2 Stunden
💰 Eintritt: kostenlos bis ca. 60.000 VND
Geeignet für: Kulturinteressierte, Architektur, Kurzbesuch, Regentage
6. Sapa – Reisterrassen und Bergdörfer
Sapa haben wir bei unserer bisherigen Route ausgelassen, stützen uns bei diesem Highlight also auf Recherche und die Berichte anderer Reisender statt auf eigene Eindrücke. Die Bergstadt im äußersten Norden Vietnams liegt auf über 1.500 Metern Höhe und ist Ausgangspunkt für Wanderungen durch terrassierte Reisfelder, die sich über ganze Talhänge ziehen, sowie für Besuche bei ethnischen Minderheiten wie den Hmong, Dao oder Tay, die dort seit Generationen leben.
Übereinstimmend berichten Reisende, dass mehrtägige Trekkingtouren mit Übernachtung in einem Homestay bei einer Familie den intensivsten Eindruck vermitteln, während Tagesausflüge ab Sapa Town eher an der Oberfläche bleiben. Der Fansipan, mit 3.147 Metern der höchste Berg Indochinas, lässt sich inzwischen auch bequem mit einer Seilbahn erreichen, was unter Vietnam-Reisenden nicht unumstritten ist, seit die Bergstation mit einem großen Freizeitkomplex ausgebaut wurde.
- Beste Reisezeit: September bis November zur goldenen Erntezeit oder März bis Mai, wenn die Felder frisch bepflanzt und grün sind; von Dezember bis Februar kann es empfindlich kalt und nebelig werden.
- Öffnungszeiten: Die Stadt und die Wanderwege sind frei zugänglich, die Fansipan-Seilbahn fährt täglich etwa von 7:30 bis 17:30 Uhr.
- Eintritt: Die Fansipan-Seilbahn kostet round-trip etwa 750.000 VND, geführte Trekkingtouren mit Homestay liegen meist zwischen 800.000 und 1.500.000 VND pro Tag.
- Anfahrt: Von Hanoi per Nachtbus (ca. 5–6 Stunden) oder seit einigen Jahren auch per Autobahn deutlich schneller mit dem Tagesbus erreichbar.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Nach übereinstimmenden Berichten lohnen sich mindestens zwei bis drei Tage, um eine mehrtägige Trekkingtour mit Homestay unterzubringen.
- Unser Tipp: Buche laut mehrfachen Reiseberichten die Trekkingtour lieber vor Ort über eine lokale Agentur oder Familie statt über einen großen Online-Anbieter, das Geld kommt so direkter bei den Dörfern an.

Kurz & knapp
📍 Region: Norden
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2–3 Tage
💰 Eintritt: ca. 750.000 VND (Seilbahn)
Geeignet für: Wandern, Kulturinteressierte, Naturfreunde, Aktivurlauber
7. Ha Giang Loop
Der Ha Giang Loop ist unter Vietnam-Reisenden inzwischen fast so bekannt wie die Halong-Bucht, obwohl wir ihn selbst noch nicht gefahren sind. Die mehrtägige Motorradroute führt durch die nördlichste Provinz Vietnams, über den Ma Pi Leng Pass und entlang von Serpentinen, die sich durch Karstberge und terrassierte Felder ziehen, bewohnt vor allem von Hmong- und Tay-Minderheiten.
Die meisten Reisenden fahren die Schleife über drei bis vier Tage, entweder selbst auf einem Automatikroller oder als Sozius bei einem sogenannten Easy Rider, einem lokalen Fahrer, der die Strecke kennt. Landschaftlich wird der Abschnitt um den Dong Van Karst Plateau Geopark und den Lung Cu Flag Tower, dem nördlichsten Punkt Vietnams, in nahezu jedem Bericht als Höhepunkt der Tour genannt. Wer sich das nicht selbst zutraut oder kein Motorrad fahren kann, findet inzwischen auch Jeep-Touren entlang derselben Route.
Wir haben 2026 aber auch vermehrt darüber gelesen, das sich der Ha Giang Loop immer mehr zu einem sehr negativen Partytourismus entwickelt und gerade die Easy Rider schlechte Arbeitsbedingungen haben und 7 Tage und länger ohne Pause am Steuer sitzen, was auch vermehrt zu Unfällen führt. Schaue also genau wo du buchst und wie die Bedingungen vor Ort sind.
- Beste Reisezeit: September bis Dezember, wenn Buchweizenblüten und Erntezeit für zusätzliche Farbe in der Landschaft sorgen; die Regenzeit von Juni bis August macht die Bergstraßen streckenweise rutschig.
- Öffnungszeiten: Die Straßen sind durchgehend befahrbar, Tageslicht empfiehlt sich für die meisten Passagen aus Sicherheitsgründen.
- Eintritt: Für die Strecke selbst fällt kein Eintritt an, ein Easy-Rider-Guide kostet für die gesamte Tour meist zwischen 2.000.000 und 3.500.000 VND.
- Anfahrt: Von Hanoi per Nachtbus nach Ha Giang Stadt (ca. 6–7 Stunden), von dort startet die eigentliche Schleife.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Nach übereinstimmenden Berichten sind drei bis vier Tage für die volle Schleife realistisch, mit ausreichend Pausen an den Aussichtspunkten.
- Unser Tipp: Achte laut mehreren Reiseberichten auf einen internationalen Führerschein mit Motorrad-Klasse oder ein vietnamesisches Fahrzeugdokument, Kontrollen entlang der Strecke kommen vor.

Kurz & knapp
📍 Region: Norden
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 3–4 Tage
💰 Eintritt: ca. 2.000.000–3.500.000 VND (Guide)
Geeignet für: Roadtrip-Reisende, Aktivurlauber, Fotografie, Abenteuerlustige
8. Phong Nha-Ke Bang Nationalpark
Der Phong Nha-Ke Bang Nationalpark war unser persönliches Top-Highlight der ganzen Vietnam-Reise, entsprechend ausführlich haben wir ihn bereits in der Einleitung beschrieben. Neben der Phong Nha Höhle und der Paradise Cave, unseren beiden eigenen Stationen, gilt der Park auch als Heimat der Son Doong Höhle, mit einem Volumen, das nach aktuellem Kenntnisstand größer ist als jede andere bekannte Höhle der Welt – zugänglich nur über eine mehrtägige, limitierte und entsprechend teure Expedition mit dem Anbieter Oxalis.
Für alle, die wie wir kein mehrtägiges Höhlenabenteuer buchen wollen, reichen Phong Nha Cave und Paradise Cave völlig aus, um einen Eindruck von der Dimension dieses Karstgebiets zu bekommen. Der kleine Ort Phong Nha selbst hat sich in den letzten Jahren zu einem angenehmen Basislager mit Guesthouses, Fahrradverleih und einfachen Restaurants entwickelt, von dem aus sich auch weitere Höhlen wie die Dark Cave mit Kajak- und Zipline-Elementen erreichen lassen.
- Beste Reisezeit: Februar bis August, in der Regenzeit von September bis November steigt der Wasserstand in den Höhlen und einzelne Touren fallen aus.
- Öffnungszeiten: Die Höhlen sind täglich etwa von 7 bis 16:30 Uhr im Rahmen geführter Bootstouren zugänglich.
- Eintritt: Phong Nha Cave inklusive Bootsfahrt etwa 150.000 VND, Paradise Cave etwa 250.000 VND, Son-Doong-Expeditionen ab rund 3.000 US-Dollar für mehrere Tage.
- Anfahrt: Von Hue oder Da Nang per Bus in etwa 4 bis 5 Stunden, ein kleiner Regionalflughafen in Dong Hoi liegt rund 45 Minuten entfernt.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Für die beiden Haupthöhlen und etwas Zeit im Ort würden wir zwei volle Tage einplanen.
- Unser Tipp: Buche die Bootstour zur Phong Nha Cave möglichst früh am Tag, die Warteschlange am Bootsanleger wird gegen Mittag deutlich länger.

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📍 Region: Zentralvietnam
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2 Tage
💰 Eintritt: ca. 150.000–250.000 VND
Geeignet für: Naturfreunde, Abenteuerlustige, Fotografie, Aktivurlauber
9. Hue – Kaiserstadt und Zitadelle
Hue war für uns der Ort, an dem sich die jüngere Kaisergeschichte Vietnams am dichtesten erleben lässt. Die Zitadelle, umgeben von einem breiten Wassergraben, umschließt die eigentliche Kaiserstadt mit dem Kaiserpalast, in dem die Nguyen-Dynastie bis 1945 residierte. Teile der Anlage wurden im Vietnamkrieg schwer beschädigt, was den Rundgang an manchen Stellen fast melancholisch macht: zwischen restaurierten Prachtbauten liegen immer wieder Ruinen, die bis heute nicht wiederaufgebaut sind.
Wir sind mehr als einen halben Tag durch die verschiedenen Hallen, Tore und Gärten gelaufen und haben uns für den zweiten Tag zu einer Tour zu den Kaisergräbern entschieden, die an der Thien Mu Pagode für uns endete, der höchsten Pagode Vietnams mit ihrem markanten siebenstöckigen Turm. Die Kombination aus Zitadelle und den Kaisergräbern hat uns einen runden Eindruck von der alten Kaiserstadt gegeben.
- Beste Reisezeit: Januar bis April, wenn Regen seltener und die Temperaturen angenehmer sind; von September bis November ist in Hue Regen- und teilweise Überflutungssaison.
- Öffnungszeiten: Die Zitadelle ist täglich von 7 bis 17:30 Uhr geöffnet, die Thien Mu Pagode durchgehend frei zugänglich.
- Eintritt: Die Zitadelle kostet etwa 200.000 VND, der Besuch der Thien Mu Pagode ist kostenlos.
- Anfahrt: Der Flughafen Phu Bai liegt rund 15 Kilometer südlich der Stadt, innerhalb Hues kommst Du mit Fahrrad, Roller oder Cyclo gut voran.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Für Zitadelle und Flussfahrt zur Thien Mu Pagode würden wir einen vollen Tag einplanen.
- Unser Tipp: Miete Dir für den Tag ein Fahrrad, die Distanzen innerhalb der Zitadelle sind größer, als es von außen aussieht.

Kurz & knapp
📍 Region: Zentralvietnam
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1 Tag
💰 Eintritt: kostenlos bis ca. 200.000 VND
Geeignet für: Geschichte, Kulturinteressierte, Fotografie, Erstbesucher
10. Die Königsgräber von Hue
Neben der Zitadelle selbst liegen rund um Hue mehrere Königsgräber der Nguyen-Kaiser verteilt, von denen wir uns für die drei bekanntesten entschieden haben: Tu Duc, Minh Mang und Khai Dinh. Jedes davon spiegelt einen anderen Geschmack und eine andere Ära wider, was den Unterschied zwischen den dreien für uns überraschend groß gemacht hat, obwohl sie alle demselben Zweck dienten.
Das Grab von Tu Duc hat uns am meisten überrascht: statt einer wuchtigen Grabanlage erwartet Dich hier ein Ensemble aus Pavillons und einem ruhigen Teich, das eher wie ein Landschaftsgarten wirkt. Minh Mangs Mausoleum ist streng symmetrisch angelegt und wirkt dadurch fast meditativ, während das Grab von Khai Dinh mit seiner Mischung aus vietnamesischer und europäischer Architektur, inklusive Glasmosaiken und Betonstruktur, aus der Reihe der übrigen Gräber deutlich heraussticht. Wer nur eines besuchen will, würden wir aus eigener Erfahrung zu Khai Dinh raten, einfach weil es sich am meisten von den Fotos unterscheidet, die man vorher meist von Hue gesehen hat.
- Beste Reisezeit: Januar bis April, außerhalb der Regenzeit.
- Öffnungszeiten: täglich etwa 7 bis 17:30 Uhr.
- Eintritt: Einzeltickets liegen je nach Grab bei etwa 100.000 bis 150.000 VND, ein Kombiticket für mehrere Sehenswürdigkeiten in Hue ist an mehreren Stellen erhältlich und günstiger als Einzeltickets.
- Anfahrt: Die Gräber liegen verteilt südlich und südwestlich der Stadt, am besten per Roller, Taxi oder organisierter Tour zu erreichen, da sie mehrere Kilometer voneinander entfernt liegen.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Für zwei bis drei Gräber würden wir einen halben bis ganzen Tag einplanen, je nach Fahrzeit dazwischen.
- Unser Tipp: Kombiniere die Gräber mit der Zitadelle über ein Kombiticket, das spart bei mehreren Stationen deutlich gegenüber Einzeltickets.
➡️ Hier findest Du unseren Artikel zu den Kaisergräbern rund um Hue

Kurz & knapp
📍 Region: Zentralvietnam
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: halber bis ganzer Tag
💰 Eintritt: ca. 100.000–150.000 VND pro Grab
Geeignet für: Geschichte, Architektur, Kulturinteressierte, Fotografie

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11. Der Wolkenpass zwischen Hue und Da Nang
Der Wolkenpass, auf Vietnamesisch Hai Van Pass, war für uns die schönste Fahrt der gesamten Reise, noch vor den bekannteren Straßen weiter im Norden. Die Küstenstraße schlängelt sich über mehrere hundert Höhenmeter zwischen Hue und Da Nang, mit einem Panorama, das auf der einen Seite das Südchinesische Meer zeigt und auf der anderen grüne Bergrücken, die oft tatsächlich in Wolken hängen, wovon der Name stammt.
- Beste Reisezeit: Februar bis Mai, wenn der Himmel klarer ist; in der Regenzeit von September bis Dezember liegt der Pass häufiger tatsächlich in Nebel und Wolken, was die Sicht einschränkt.
- Öffnungszeiten: durchgehend befahrbar, bei Nebel oder starkem Regen empfiehlt sich Vorsicht wegen der engen Kurven.
- Eintritt: kostenlos.
- Anfahrt: Mit dem eigenen Roller, einem gemieteten Fahrer oder als Teil eines Transfers zwischen Hue und Da Nang/Hoi An, meist gegen einen kleinen Aufpreis gegenüber der direkten Tunnelstrecke.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Für die Fahrt inklusive ein bis zwei Fotostopps reichen anderthalb bis zwei Stunden.
- Unser Tipp: Frag Deinen Fahrer oder Transferanbieter explizit nach der Route über den Pass statt durch den Tunnel, sonst wirst Du unter Umständen automatisch durchgefahren.

Kurz & knapp
📍 Region: Zentralvietnam
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐ (3/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1,5–2 Stunden
💰 Eintritt: kostenlos
Geeignet für: Roadtrip-Reisende, Fotografie, Naturfreunde, Aktivurlauber
12. Hoi An Altstadt
Zu Hoi An haben wir in unseren Top 3 bereits das Wichtigste gesagt: die alten Handelshäuser, die japanische Brücke, die Schneidereien und vor allem die Laternen am Abend. Ergänzend lohnt sich ein Blick auf den zentralen Markt am Morgen, wo Frisches direkt vom Boot und vom Feld verkauft wird, sowie ein Abstecher zum nahegelegenen An Bang Beach, der sich gut mit einem ruhigeren Nachmittag nach dem Trubel der Altstadt kombinieren lässt.
Die Altstadt selbst ist UNESCO-Weltkulturerbe und war einst einer der wichtigsten Handelshäfen Südostasiens, bevor der Fluss verschlammte und der Handel nach Da Nang abwanderte – genau dieser Stillstand hat dazu geführt, dass die historische Bausubstanz bis heute so gut erhalten ist. Dass die Gassen inzwischen an manchen Abenden regelrecht überlaufen sind, muss man einplanen; wer wie wir tagsüber und am frühen Abend unterwegs ist, bekommt trotzdem noch ruhigere Momente mit.
- Beste Reisezeit: Februar bis April, außerhalb der Regen- und Überflutungssaison von Oktober bis Dezember.
- Öffnungszeiten: Die Altstadt ist durchgehend zugänglich, das Altstadt-Ticket wird tagsüber an mehreren Verkaufspunkten kontrolliert.
- Eintritt: Das Old-Town-Ticket kostet etwa 120.000 VND und deckt den Zugang zu mehreren historischen Häusern und Museen ab.
- Anfahrt: Von Da Nang per Taxi oder Bus in etwa 45 Minuten, vom nächsten Regionalflughafen in Da Nang direkt erreichbar.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Für Altstadt, Markt und mindestens einen Laternen-Abend würden wir zwei Tage einplanen.
- Unser Tipp: Komm am späten Nachmittag, bevor die Laternen angehen, dann siehst Du die Gassen noch bei Tageslicht und bleibst für den Übergang in die Abendstimmung.

Kurz & knapp
📍 Region: Zentralvietnam
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2 Tage
💰 Eintritt: ca. 120.000 VND
Geeignet für: Fotografie, Paare, Kulinarik, Erstbesucher
13. My Son Sanctuary
Das My Son Sanctuary liegt gut 40 Minuten von Hoi An entfernt und war bei unserer Reise kein eigener Stopp, weshalb wir uns bei diesem Highlight für eine Tagestour ab Hoi An entschieden. Die Tempelruinen aus rotem Ziegelstein waren einst das religiöse Zentrum des Champa-Königreichs und sind bis heute mit hinduistischen Reliefs und Skulpturen verziert, die Götter wie Shiva darstellen.
Ein Teil der Anlage wurde im Vietnamkrieg durch amerikanische Bombardierungen zerstört wurde, was den Rundgang zwischen intakten und beschädigten Tempeln zu einem stillen, teils bedrückenden Erlebnis macht. Wer sich für Angkor Wat in Kambodscha oder ähnliche Tempelanlagen in der Region interessiert, findet in My Son eine kleinere, aber eigenständige Ergänzung, ohne die Wucht der bekannteren Anlagen in Kambodscha zu erreichen.
- Beste Reisezeit: Februar bis April, außerhalb der Regenzeit; früh am Morgen wegen der Hitze und der Reisegruppen, die ab Da Nang anreisen.
- Öffnungszeiten: täglich etwa 6:30 bis 17 Uhr.
- Eintritt: ca. 150.000 VND.
- Anfahrt: Von Hoi An per Taxi, Roller oder organisierter Tour in etwa 40 bis 45 Minuten.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Für deinen Besuch reichen zwei bis drei Stunden für einen Rundgang durch die wichtigsten Tempelgruppen.
- Unser Tipp: Fahr möglichst früh los, ab dem späten Vormittag treffen die großen Reisebusse aus Da Nang und Hoi An ein.

Kurz & knapp
📍 Region: Zentralvietnam
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2–3 Stunden
💰 Eintritt: ca. 150.000 VND
Geeignet für: Geschichte, Kulturinteressierte, Fotografie
14. Da Nang – Marble Mountains, Strände und Ba Na Hills
Da Nang war für uns weniger ein eigenständiges Ziel als ein praktischer Knotenpunkt zwischen Hue, Hoi An und den Marble Mountains, mit einem eigenen, langen Sandstrand direkt in der Stadt. Die moderne Küstenstadt hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert, mit neuen Hochhäusern und Resorts entlang der Küste, die dem Ort ein anderes Gesicht geben als das ländlichere Zentralvietnam rund um Hue oder Phong Nha.
Von Da Nang aus haben wir einen halben Tag für die Marble Mountains eingeplant, siehe dazu den folgenden Punkt, und einen Nachmittag für den Strand selbst genutzt, um nach mehreren intensiven Reisetagen einfach nichts zu tun. Die Ba Na Hills mit der berühmten Golden Bridge, die von zwei riesigen steinernen Händen getragen wird, haben wir aus Zeitgründen ausgelassen; nach Berichten anderer Reisender lohnt sich der Ausflug vor allem für die Seilbahnfahrt selbst und weniger für den angeschlossenen Freizeitpark im französischen Kolonialstil.
- Beste Reisezeit: Februar bis Mai, wenn Regen seltener fällt und das Meer ruhiger ist.
- Öffnungszeiten: Die Strände sind durchgehend zugänglich, die Ba-Na-Hills-Seilbahn fährt täglich etwa 7 bis 21 Uhr.
- Eintritt: Der Strand ist kostenlos, das Kombiticket für die Ba-Na-Hills-Seilbahn inklusive Golden Bridge liegt bei etwa 850.000 VND.
- Anfahrt: Der internationale Flughafen Da Nang liegt zentral in der Stadt, gut mit Taxi oder Grab in wenigen Minuten aus der Innenstadt erreichbar.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Als Basislager für zwei bis drei Nächte, mit einem halben Tag Strand und einem halben Tag Marble Mountains.
- Unser Tipp: Nutze Da Nang eher als Zwischenstopp mit gutem Flughafen als als Hauptziel, die eigentlichen Highlights der Region liegen in Hoi An und den Marble Mountains.

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📍 Region: Zentralvietnam
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐ (3/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2–3 Tage
💰 Eintritt: kostenlos bis ca. 850.000 VND (Ba Na Hills)
Geeignet für: Strandurlaub, Familien, Erstbesucher, Zwischenstopp
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15. Die Marble Mountains
Die Marble Mountains bestehen aus fünf einzelnen Kalk- und Marmorbergen, benannt nach den fünf Elementen Wasser, Holz, Feuer, Metall und Erde, von denen Thuy Son, der Wasserberg, der größte und meistbesuchte ist. Wir sind über einen Aufzug bis zu einer der oberen Ebenen gefahren und von dort zu Fuß weiter durch ein Netz aus Höhlen, Tunneln und Pagoden, die dicht mit buddhistischer Symbolik verziert sind.
Am eindrücklichsten war für uns die Huyen Khong-Höhle, in der Tageslicht durch eine Öffnung in der Decke fällt und auf Buddha-Statuen sowie kleine Altäre trifft, was der Höhle je nach Sonnenstand ein fast inszeniertes Lichtspiel gibt. Von den oberen Aussichtsplattformen reicht der Blick über Da Nang bis zum Meer, an klaren Tagen bis zu den Ausläufern des Wolkenpasses. Wer wenig Zeit hat, kann sich auf Thuy Son beschränken, die übrigen vier Berge sind touristisch deutlich weniger erschlossen.
- Beste Reisezeit: Februar bis Mai, außerhalb der Hauptregenzeit.
- Öffnungszeiten: täglich etwa 7 bis 17:30 Uhr.
- Eintritt: ca. 40.000 VND, der Aufzug kostet zusätzlich etwa 15.000 VND pro Richtung.
- Anfahrt: Rund 15 Kilometer südlich von Da Nang, per Taxi, Roller oder Bus in etwa 20 bis 25 Minuten erreichbar.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Für Thuy Son inklusive Höhlen und Aussichtspunkten würden wir zwei bis drei Stunden einplanen.
- Unser Tipp: Nimm für den Aufstieg den Aufzug und geh zu Fuß wieder hinunter, so siehst Du auf dem Rückweg noch einmal andere Abschnitte der Treppenwege.

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📍 Region: Zentralvietnam
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐ (3/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2–3 Stunden
💰 Eintritt: ca. 40.000–55.000 VND
Geeignet für: Kulturinteressierte, Fotografie, Architektur, Wandern
16. Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon)
Ho-Chi-Minh-Stadt, von den meisten Einheimischen und Reisenden weiterhin Saigon genannt, war unser Startpunkt und hat sofort das Tempo für die restliche Reise vorgegeben: dichter Verkehr, in dem sich gefühlt jede Kreuzung wie eine kleine Verhandlung anfühlt, dazwischen Hochhäuser neben französischer Kolonialarchitektur. Der Wiedervereinigungspalast, ehemals Sitz der südvietnamesischen Regierung, ist noch weitgehend im Originalzustand der 1970er-Jahre erhalten, inklusive Kommandobunker im Untergeschoss.
Die Notre-Dame-Kathedrale im Stadtzentrum war bei unserem Besuch wegen Restaurierungsarbeiten eingerüstet, was bei einer Reise nach Saigon inzwischen recht häufig der Fall ist – informiere Dich vor Ort, ob das Gerüst zum Zeitpunkt Deiner Reise noch steht. Abends sind wir durch das Nachtleben rund um die Bui Vien Street gelaufen, mit Bars, Straßenständen und deutlich mehr Tempo als tagsüber, und haben in einem der zahlreichen Rooftop-Bars noch einen Blick über die beleuchtete Skyline mitgenommen.
- Beste Reisezeit: Dezember bis April, in der Trockenzeit; von Mai bis November fällt regelmäßig kurzer, aber kräftiger Nachmittagsregen.
- Öffnungszeiten: Der Wiedervereinigungspalast ist täglich etwa 8 bis 11 Uhr und 13 bis 16 Uhr geöffnet.
- Eintritt: Der Wiedervereinigungspalast kostet etwa 65.000 VND, die Kathedrale ist kostenlos, sofern kein Umbau den Zugang einschränkt.
- Anfahrt: Der internationale Flughafen Tan Son Nhat liegt rund 20 bis 30 Minuten vom Zentrum entfernt, mit Taxi oder Grab gut erreichbar.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Für die historischen Sehenswürdigkeiten und einen Abend im Nachtleben würden wir zwei bis drei Tage einplanen.
- Unser Tipp: Nutze Grab statt klassischer Taxis, die Preise sind transparent und Diskussionen über die Route entfallen.

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📍 Region: Süden
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2–3 Tage
💰 Eintritt: kostenlos bis ca. 65.000 VND
Geeignet für: Städtereisen, Geschichte, Nachtleben, Erstbesucher
17. Die Cu Chi Tunnels
Die Cu Chi Tunnels liegen etwa 1,5 bis 2 Stunden nordwestlich von Saigon und waren bei unserer eigenen Route kein Stopp, weshalb wir uns hier auf Recherche und die Berichte anderer Reisender stützen. Das mehrstöckige unterirdische Tunnelnetz wurde vom Vietcong während des Vietnamkriegs genutzt, mit versteckten Eingängen, Lazaretten, Küchen und sogar Besprechungsräumen tief unter der Erde.
Geführte Touren führen laut übereinstimmenden Berichten durch einen extra für Besucher erweiterten Tunnelabschnitt, der auch für größere westliche Körpergrößen begehbar ist, ergänzt um Erklärungen zu den Fallen und Verstecken, mit denen sich die Kämpfer gegen die technisch überlegenen amerikanischen Truppen behaupteten. Wer sich intensiver mit dem Vietnamkrieg beschäftigen möchte, kombiniert den Ausflug häufig mit einem Besuch des War Remnants Museums in Saigon am selben oder folgenden Tag.
- Beste Reisezeit: Dezember bis April, in der Trockenzeit; die Tunnel selbst sind unabhängig vom Wetter zugänglich, der Weg dorthin bei Regen weniger angenehm.
- Öffnungszeiten: täglich etwa 7 bis 17 Uhr.
- Eintritt: ca. 110.000 bis 120.000 VND, organisierte Halbtagestouren ab Saigon inklusive Transport liegen meist zwischen 300.000 und 500.000 VND.
- Anfahrt: Per organisierter Tour ab Saigon oder mit dem eigenen Fahrer in etwa 1,5 bis 2 Stunden.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Nach übereinstimmenden Berichten reicht ein halber Tag inklusive An- und Abfahrt.
- Unser Tipp: Buche laut mehreren Reiseberichten eine Tour am frühen Morgen, später am Tag wird es in den engen Tunneln zusätzlich zur Hitze deutlich stickiger.

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📍 Region: Süden
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: halber Tag
💰 Eintritt: ca. 110.000–120.000 VND
Geeignet für: Geschichte, Kulturinteressierte, Erstbesucher, Aktivurlauber
18. Das War Remnants Museum
Das War Remnants Museum in Saigon zeigt auf mehreren Stockwerken Fotografien, Dokumente und militärisches Gerät aus dem Vietnamkrieg, mit einem klaren Fokus auf die Perspektive der vietnamesischen Zivilbevölkerung. Wir selbst haben es bei unserer Reise besucht.
Das Museum ist eindringlich und teils schwer verdaulich, insbesondere die Ausstellungen zu den Auswirkungen von Agent Orange und zu den Bedingungen in südvietnamesischen Gefangenenlagern. Die Darstellung erfolgt vor allem aus vietnamesischer Sicht, was für ein tieferes Verständnis für den Krieg sorgt, kennen wir doch vor allem die westlichen Erzählungen. Wer sich für die jüngere Geschichte Vietnams interessiert, wird das Museum als einen der wichtigsten, wenn auch emotional fordernden Programmpunkte in Saigon erleben.
- Beste Reisezeit: Ganzjährig geeignet, da die Ausstellungen komplett in Innenräumen liegen.
- Öffnungszeiten: täglich etwa 7:30 bis 17 Uhr.
- Eintritt: ca. 40.000 VND.
- Anfahrt: Zentral in Saigon gelegen, zu Fuß von den meisten Innenstadt-Unterkünften erreichbar oder per Taxi/Grab.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Nach übereinstimmenden Berichten reichen anderthalb bis zwei Stunden für einen Rundgang durch alle Etagen.
- Unser Tipp: Plane laut mehreren Reiseberichten danach bewusst etwas Ruhigeres ein, viele Besucher beschreiben den Besuch als emotional aufwühlender als erwartet.

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📍 Region: Süden
⭐ Unsere Bewertung: für uns ein Must-Do um sich mehr mit dem Land zu beschäftigen
🕒 Aufenthaltsdauer: 1,5–2 Stunden
💰 Eintritt: ca. 40.000 VND
Geeignet für: Geschichte, Kulturinteressierte, Erstbesucher, Regentage
19. Das Mekong-Delta
Das Mekong-Delta südlich von Saigon war bei unserer Reise ebenfalls kein eigener Stopp, weshalb wir uns bei diesem Highlight auf Recherche stützen. Die fruchtbare Flusslandschaft, durchzogen von unzähligen Kanälen, gilt als die „Reiskammer“ Vietnams und lässt sich am eindrücklichsten von einem kleinen Boot aus erleben, vorbei an schwimmenden Märkten, Obstplantagen und Dörfern, die fast ausschließlich über das Wasser miteinander verbunden sind.
Der bekannteste schwimmende Markt, Cai Rang bei Can Tho, wird nach übereinstimmenden Berichten am besten im Morgenlicht zwischen 5 und 7 Uhr besucht, bevor der Handel gegen Mittag deutlich nachlässt. Tagestouren ab Saigon decken meist nur die nächstgelegenen Kanäle ab, während mehrtägige Touren mit Übernachtung bei einer Familie oder auf einem Boot laut mehreren Reiseberichten ein deutlich authentischeres Bild des Deltas vermitteln als der reine Tagesausflug.
- Beste Reisezeit: Dezember bis April in der Trockenzeit; zur Erntezeit im September und Oktober zusätzlich mit besonders dichtem Bootsverkehr auf den Kanälen.
- Öffnungszeiten: Bootstouren starten meist zwischen 6 und 8 Uhr morgens.
- Eintritt: Tagestouren ab Saigon kosten je nach Anbieter und Umfang zwischen etwa 400.000 und 900.000 VND, mehrtägige Touren entsprechend mehr.
- Anfahrt: Von Saigon per Bus oder organisierter Tour in etwa 2 bis 3 Stunden bis Can Tho oder My Tho, den beiden gängigsten Ausgangspunkten.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Nach übereinstimmenden Berichten lohnt sich mindestens ein Tag, für eine intensivere Erfahrung zwei bis drei Tage mit Übernachtung.
- Unser Tipp: Wähle laut mehreren Reiseberichten eine kleinere Tourgruppe oder ein privates Boot, auf den großen Sammelbooten wirkt der Markt schnell wie eine reine Fotostation für Touristen. Eine Tagestour ist eine reine Touristenattraktion, dessen musst du dir bewusst sein. Wer Ruhe und keine Freundschaftsläden will sollte es auf eigene Faust besuchen.

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📍 Region: Süden
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1–3 Tage
💰 Eintritt: ca. 400.000–900.000 VND
Geeignet für: Naturfreunde, Kulinarik, Bootstouren, Individualreisende
20. Die Insel Phu Quoc
Phu Quoc, Vietnams größte Insel im Golf von Thailand, kennen wir bislang nur aus Berichten anderer Reisender, nicht aus eigener Erfahrung. Die Insel gilt als Vietnams Antwort auf die bekannteren Strandziele Thailands oder Balis, mit weißen Sandstränden, klarem Wasser und einer touristischen Infrastruktur, die in den letzten Jahren spürbar gewachsen ist.
Sao Beach im Süden und Long Beach nahe der Hauptstadt Duong Dong werden in nahezu jedem Bericht als die schönsten Strände der Insel genannt, während im Norden noch ruhigere, weniger erschlossene Buchten liegen sollen. Die Seilbahn nach Hon Thom, mit einer der längsten Überwasserstrecken der Welt, sowie ein großer Nachtmarkt mit frischen Meeresfrüchten gehören laut übereinstimmenden Reiseberichten zu den festen Programmpunkten der meisten Aufenthalte auf der Insel.
- Beste Reisezeit: November bis März, in der Trockenzeit; von Juni bis August fällt häufiger Regen, was Bootsausflüge einschränken kann.
- Öffnungszeiten: Die Strände sind durchgehend zugänglich, der Nachtmarkt in Duong Dong öffnet meist ab dem späten Nachmittag.
- Eintritt: Die meisten Strände sind kostenlos, die Seilbahn nach Hon Thom kostet round-trip etwa 300.000 VND.
- Anfahrt: Der Flughafen Phu Quoc ist von mehreren vietnamesischen Städten sowie einigen internationalen Zielen aus direkt angeflogen, alternativ per Fähre vom Festland.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Nach übereinstimmenden Berichten lohnen sich mindestens drei bis vier Tage, um Strände im Süden und Norden der Insel zu kombinieren.
- Unser Tipp: Buche laut mehreren Reiseberichten eine Unterkunft etwas außerhalb von Duong Dong, dort ist es an den Stränden deutlich ruhiger als in Zentrumsnähe.

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📍 Region: Südküste & Inseln
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 3–4 Tage
💰 Eintritt: kostenlos bis ca. 300.000 VND
Geeignet für: Strandurlaub, Paare, Familien, Tauchen
21. Nha Trang
Nha Trang an der zentralen Südküste Vietnams kennen wir ebenfalls nur aus Recherche, nicht aus eigener Erfahrung. Der langjährige Badeort gilt als einer der etabliertesten Strandorte des Landes, mit einer breiten Strandpromenade, zahlreichen Hochhaus-Resorts und einem entsprechend touristisch ausgerichteten Zentrum.
Die Po Nagar Cham Türme am Stadtrand, eine der bedeutendsten religiösen Stätten des Champa-Königreichs, werden in mehreren Berichten als kultureller Gegenpol zum sonst eher strandfokussierten Programm der Stadt genannt. Für Tauch- und Schnorchelausflüge dienen die vorgelagerten Inseln, insbesondere Hon Mun, als Ausgangspunkt, wobei mehrere Reiseberichte darauf hinweisen, dass die Sichtbedingungen und der Zustand der Riffe nicht mehr mit den bekannteren Tauchzielen Südostasiens vergleichbar sind.
- Beste Reisezeit: Januar bis August, außerhalb der Regen- und Sturmsaison von September bis Dezember.
- Öffnungszeiten: Die Po Nagar Cham Türme sind täglich etwa 6 bis 18 Uhr geöffnet.
- Eintritt: ca. 30.000 VND für die Cham-Türme, Boots- und Schnorcheltouren zu den Inseln je nach Anbieter zwischen 300.000 und 700.000 VND.
- Anfahrt: Der Flughafen Cam Ranh liegt etwa 30 bis 35 Kilometer südlich der Stadt, mit Shuttle oder Taxi erreichbar.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Nach übereinstimmenden Berichten reichen zwei bis drei Tage für Strand, Cham-Türme und einen Inselausflug.
- Unser Tipp: Prüfe laut mehreren aktuelleren Reiseberichten vorher den Zustand der Riffe rund um die Inseln, wenn Tauchen oder Schnorcheln der Hauptgrund für den Besuch ist.

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📍 Region: Südküste & Inseln
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2–3 Tage
💰 Eintritt: ca. 30.000 VND (Cham-Türme)
Geeignet für: Strandurlaub, Tauchen, Familien, Kurzbesuch
22. Mui Ne
Mui Ne kennen wir bislang nur aus Berichten anderer Reisender. Der Küstenort ist vor allem für seine roten und weißen Sanddünen bekannt, die direkt an den langen Sandstrand angrenzen und damit eine Landschaft ergeben, die in Vietnam sonst kaum vorkommt.
Die weißen Dünen, etwas außerhalb des Ortszentrums gelegen, werden übereinstimmend als die eindrücklicheren beider Dünenfelder beschrieben, mit der Möglichkeit zum Sandboarding auf gemieteten Plastikbrettern. Die roten Dünen näher am Zentrum sind kleiner, dafür bequemer für einen kurzen Sonnenuntergangsbesuch erreichbar. Wegen konstanter Winde hat sich Mui Ne zusätzlich als eines der wichtigsten Kitesurf-Ziele Südostasiens etabliert, was den Ort neben Strandurlaubern auch für eine ganz eigene Reisegruppe interessant macht.
- Beste Reisezeit: November bis April für ruhigeres Wetter, Ende Oktober bis April für konstante Windbedingungen zum Kitesurfen.
- Öffnungszeiten: Die Dünen sind durchgehend zugänglich, am eindrücklichsten kurz nach Sonnenaufgang, bevor die Hitze und die Tagesausflügler eintreffen.
- Eintritt: kostenlos, Sandboards werden vor Ort für kleine Beträge verliehen.
- Anfahrt: Von Saigon per Bus in etwa 4 bis 5 Stunden oder per Zug bis Phan Thiet mit anschließendem kurzen Transfer.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Nach übereinstimmenden Berichten reichen zwei Tage für beide Dünenfelder und etwas Strandzeit.
- Unser Tipp: Fahr laut mehreren Reiseberichten bereits vor Sonnenaufgang zu den weißen Dünen, tagsüber wird der Sand schnell zu heiß zum Barfußlaufen.

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📍 Region: Südküste & Inseln
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2 Tage
💰 Eintritt: kostenlos
Geeignet für: Fotografie, Aktivurlauber, Kitesurfen, Sonnenaufgänge
23. Dalat
Dalat im zentralen Hochland kennen wir ebenfalls nur aus Recherche und Berichten anderer Reisender. Die Stadt liegt auf rund 1.500 Metern Höhe und wird wegen ihres milden, ganzjährig kühleren Klimas oft als „Stadt des ewigen Frühlings“ bezeichnet, ein deutlicher Kontrast zur Hitze an Vietnams Küsten und im Süden.
Übereinstimmend heben Reiseberichte die französische Kolonialarchitektur hervor, die der Stadt ein Bild verleiht, das sich von jedem anderen Ort in diesem Artikel unterscheidet, dazu der Xuan Huong See im Zentrum und mehrere Wasserfälle in der Umgebung wie der Datanla- oder der Pongour-Wasserfall. Dalat gilt außerdem als Zentrum des vietnamesischen Kaffeeanbaus, mit zahlreichen Plantagen, die auch den seltenen und umstrittenen „Wieselkaffee“ (Ca Phe Chon) anbieten, bei dem die Bohnen den Verdauungstrakt eines Tieres durchlaufen, bevor sie geröstet werden.
- Beste Reisezeit: Dezember bis März für die kühlsten, trockensten Tage; die Regenzeit von Juni bis September bringt regelmäßig Nachmittagsschauer.
- Öffnungszeiten: Die Stadt und die meisten Aussichtspunkte sind frei zugänglich, einzelne Wasserfälle und Gärten haben eigene Öffnungszeiten meist zwischen 7 und 17 Uhr.
- Eintritt: Die Stadt selbst ist kostenlos, einzelne Wasserfälle und Gärten verlangen kleine Eintritte zwischen etwa 20.000 und 50.000 VND.
- Anfahrt: Der Flughafen Lien Khuong liegt rund 30 Minuten südlich der Stadt, alternativ per Nachtbus aus Saigon oder Nha Trang.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Nach übereinstimmenden Berichten lohnen sich zwei bis drei Tage für Stadtzentrum, Wasserfälle und eine Kaffeeplantage.
- Unser Tipp: Pack laut mehreren Reiseberichten eine leichte Jacke ein, gerade abends wird es in Dalat spürbar kühler, als man es aus dem restlichen Vietnam gewohnt ist.

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📍 Region: Südküste & Inseln
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2–3 Tage
💰 Eintritt: kostenlos bis ca. 50.000 VND
Geeignet für: Naturfreunde, Kulinarik, Kulturinteressierte, Paare
24. Con Dao Islands
Die Con Dao Islands im Südosten Vietnams kennen wir bislang ebenfalls nur aus Berichten, nicht aus eigenem Besuch. Der abgelegene Archipel ist deutlich schwerer zu erreichen als die übrigen Küstenziele in diesem Artikel, was ihn gleichzeitig zu einem der unberührtesten geschildert werden lässt, mit klarem Wasser, intakten Riffen und laut mehreren Berichten guten Chancen, Meeresschildkröten beim Eierlegen zu beobachten, je nach Saison.
Historisch war Con Dao vor allem für sein berüchtigtes Gefängnis bekannt, in dem während der französischen Kolonialzeit und später im Vietnamkrieg politische Gefangene unter extremen Bedingungen inhaftiert waren. Das Con Dao Museum und die erhaltenen Gefängnisanlagen, darunter die sogenannten „Tigerkäfige“, geben nach übereinstimmenden Berichten einen bedrückenden Einblick in diese Geschichte, während der Rest der Insel touristisch bewusst kleinteilig gehalten wird.
- Beste Reisezeit: Februar bis September, in der Trockenzeit; von Oktober bis Januar erschwert Monsun die Überfahrt und einzelne Tauchgänge.
- Öffnungszeiten: Das Gefängnismuseum ist täglich etwa 7 bis 11:30 Uhr und 13:30 bis 17 Uhr geöffnet.
- Eintritt: Museum und Gefängnisanlagen kosten zusammen meist unter 50.000 VND, Boots- und Tauchtouren liegen deutlich höher.
- Anfahrt: Direktflüge ab Saigon in etwa 45 Minuten, alternativ eine mehrstündige Fähre ab Vung Tau.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Nach übereinstimmenden Berichten lohnen sich mindestens drei Tage, gerade wegen der aufwendigen Anreise.
- Unser Tipp: Buche laut mehreren Reiseberichten Flüge und Unterkunft rechtzeitig, das Angebot an Zimmern und Sitzplätzen ist auf der Insel deutlich begrenzter als an den übrigen Küstenzielen in diesem Artikel.

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📍 Region: Südküste & Inseln
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 3 Tage
💰 Eintritt: ca. 50.000 VND
Geeignet für: Tauchen, Naturfreunde, Geschichte, Individualreisende
25. Streetfood und Kaffeekultur unterwegs
Anders als die übrigen 24 Highlights ist dieser letzte Punkt kein einzelner Ort, sondern etwas, das uns durch das ganze Land begleitet hat: die Streetfood- und Kaffeekultur Vietnams, die sich von Region zu Region spürbar verändert. In Saigon haben wir uns durch Banh Mi und Com Tam probiert, in Hue durch die deutlich schärferen, kaiserlich geprägten Gerichte wie Bun Bo Hue, in Hoi An durch die lokale Spezialität Cao Lau, und in Hanoi schließlich durch Pho und Bun Cha, die dort in einer Qualität und Dichte angeboten werden, wie wir es sonst nirgends im Land erlebt haben.
Genauso hat sich die Kaffeekultur von Süd nach Nord verändert: In Saigon eher süßer, mit viel Kondensmilch über Eis, in Hanoi kunstvoller mit Ei-Kaffee oder Kokosnuss-Kaffee. Für uns war genau dieser Wechsel zwischen den Küchen einer der Gründe, warum sich eine Reise von Süd nach Nord lohnt, statt sich auf eine einzelne Region zu beschränken: Man verpasst sonst mindestens die Hälfte dessen, was Vietnam kulinarisch ausmacht.
- Beste Reisezeit: Ganzjährig, unabhängig von der Reisezeit für die übrigen Ziele in diesem Artikel.
- Öffnungszeiten: Straßenstände öffnen meist früh am Morgen und teilweise erneut am Abend, Kaffeehäuser sind über den ganzen Tag verteilt geöffnet.
- Eintritt: Ein Gericht an einem Straßenstand kostet meist zwischen 25.000 und 50.000 VND, ein Kaffee zwischen 15.000 und 40.000 VND.
- Anfahrt: In jeder Stadt entlang der Route ohne eigenen Programmpunkt zugänglich.
- Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Kein fester Zeitblock, sondern etwas, das sich über die ganze Reise verteilt zwischen den anderen Programmpunkten einplanen lässt.
- Unser Tipp: Setz Dich dorthin, wo viele Einheimische sitzen statt viele Touristen, in aller Regel ein verlässlicheres Zeichen für gutes und faires Essen als jede Bewertung im Internet.

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📍 Region: landesweit
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: laufend
💰 Eintritt: ca. 15.000–50.000 VND pro Gericht/Kaffee
Geeignet für: Kulinarik, Individualreisende, Erstbesucher, Backpacker
Welche Vietnam Reise passt zu Dir?
Wie viel Vietnam lässt sich auf sehr unterschiedliche Arten bereisen, und nicht jede Route passt zu jedem Reisestil. Wer nur ein bis zwei Wochen Zeit hat, sollte sich unserer Erfahrung nach auf eine einzige Region konzentrieren statt auf die volle Strecke: Zentralvietnam von Hue bis Phong Nha bietet auf kurzer Distanz die größte Dichte an Geschichte, Höhlen und Küste, während sich der Norden rund um Hanoi, Ninh Binh und die Halong-Bucht in derselben Zeit eher für Landschaft und ruhigere Bootstouren eignet. Beide Varianten funktionieren auch als reine Kurzreise mit Direktflug nach Da Nang beziehungsweise Hanoi, ohne dass Du das ganze Land in zu wenigen Tagen durchhetzen musst.
Ergänzend zur Frage „Wer passt wohin“ noch der Blick auf die reine Zeitplanung – wie viel Route sich bei welcher Reisedauer realistisch unterbringen lässt, ohne dass es zur Hetzerei wird:
| Dauer | Empfohlene Route | Fokus |
| 1 Woche | Da Nang – Hoi An – Hue – Phong Nha (oder alternativ: Hanoi – Ninh Binh – Cat Ba/Halong-Bucht) | Eine einzige Region wirklich erleben, statt mehrere nur anzureißen |
| 2 Wochen (➡️ Unsere 2 Wochen Route) | Da Nang – Hoi An – Hue – Phong Nha – Ninh Binh – Hanoi – Cat Ba/Halong-Bucht | Zentralvietnam und Norden kombinieren, Süden bleibt außen vor |
| 3 Wochen | Saigon – Hoi An – Da Nang – Hue – Phong Nha – Ninh Binh – Hanoi – Cat Ba/Halong-Bucht | Unsere eigene Route, etwas gestrafft – Süden als Startpunkt, ohne Mekong-Delta oder Inseln |
| 4 Wochen (➡️ Unsere 4 Wochen Route) | wie 3 Wochen, plus Mekong-Delta vor Saigon und Sapa oder Ha Giang Loop nach Hanoi | Entspricht in etwa unserer eigenen 30-Tage-Reise, plus ein bis zwei Regionen mehr Tiefe |
| 5–6 Wochen | wie 4 Wochen, plus Dalat, Nha Trang oder Mui Ne im Süden sowie Phu Quoc oder Con Dao als Inselabschluss | Das ganze Land inklusive Zentralhochland, Südküste und Inseln |
Für Backpacker und Individualreisende mit drei bis fünf Wochen Zeit ist die klassische Route von Saigon bis Hanoi, wie wir sie selbst gefahren sind, nach wie vor die naheliegendste Wahl. Das dichte Netz an Nachtbussen und Zügen macht spontane Planung ohne viele Vorabbuchungen möglich, und die Preise für Unterkünfte und Streetfood bleiben dabei niedrig genug, dass sich auch ein längerer Aufenthalt nicht in ein größeres Budget verwandelt.
Roadtrip-Reisende, die selbst am Lenker sitzen wollen, finden in Vietnam zwei sehr unterschiedliche Strecken: den Wolkenpass zwischen Hue und Da Nang für eine kurze, aber intensive Panoramafahrt, und den mehrtägigen Ha Giang Loop im äußersten Norden für alle, die sich eine ganze Reise um das Motorrad herum bauen wollen. Beide Strecken lassen sich auch mit einem Fahrer statt selbst am Gas fahren, wenn Dir das lieber ist.
Naturfreunde kommen vor allem in Phong Nha, Ninh Binh und, sofern Du weiter nach Norden willst, in Sapa oder Ha Giang auf ihre Kosten – dort dominieren Höhlen, Karstlandschaft und terrassierte Reisfelder, weniger Städte und Museen. Kulturinteressierte sollten dagegen mehr Zeit in Hue, Hoi An und Hanoi einplanen, wo sich Kaiserzeit, Kolonialgeschichte und der Vietnamkrieg an vielen Orten unmittelbar nebeneinander zeigen, ergänzt um einen Abstecher zum My Son Sanctuary, wenn Dich Tempelanlagen zusätzlich interessieren.
Wer mit der Familie reist oder es insgesamt ruhiger mag, ist mit Da Nang, Phu Quoc oder Nha Trang besser bedient als mit der vollen Nord-Süd-Route: kürzere Wege, mehr Resorts mit Pool, und Strände, an denen sich auch ein Tag ohne festes Programm gut aushalten lässt. Für Paare wiederum sind aus unserer Sicht Hoi An am Abend und eine Übernachtung auf dem Boot in der Lan Ha Bay die beiden Punkte, an denen sich Vietnam am romantischsten zeigt, ohne dass das forciert wirkt.
Und für Erstbesucher mit wirklich wenig Zeit, sagen wir eine Woche, würden wir ehrlich sagen: Nimm Dir lieber eine kleinere Auswahl aus diesem Artikel vor und lass Dir für jeden Ort etwas Luft, statt zu versuchen, mehrere Regionen gleichzeitig abzuhaken. Vietnam lohnt sich unserer Erfahrung nach mehr, wenn Du langsamer reist, als es die Landkarte auf den ersten Blick nahelegt.nterschätzt, sodass eine entspannte Rundreise meist deutlich mehr Spaß macht als ein zu voller Reiseplan.

Fazit
Vietnam hat uns auf unserer ersten Reise über 30 Tage von Saigon bis Hanoi begleitet und dabei ein Land gezeigt, das sich innerhalb dieser einen Reise mehrfach komplett verändert hat. Die Höhlen von Phong Nha, die stille Bootsfahrt durch Tam Coc und die Laternenabende in Hoi An bleiben für uns die drei stärksten Bilder, aber genauso hat uns der Wolkenpass mit seiner Aussicht überrascht, obwohl wir vorher kaum davon gehört hatten. Dass wir inzwischen ein zweites Mal zurückgekehrt sind, wieder auf einem Teil derselben Route, zeigt am ehesten, wie wenig sich dieses Land für uns nach der ersten Reise erschöpft hat.
Wer sich für Vietnam entscheidet, bekommt ein Land, das sich schwer auf einen einzigen Reisestil festlegen lässt. Backpacker und Individualreisende finden entlang der Hauptroute von Saigon bis Hanoi ein dichtes, günstiges Angebot an Bussen, Zügen und Unterkünften, Roadtrip-Reisende kommen beim Wolkenpass oder dem Ha Giang Loop auf ihre Kosten, und Kulturinteressierte bekommen in Hue, den Königsgräbern und dem My Son Sanctuary mehr jüngere und ältere Geschichte, als sich in einem einzigen Land vermuten lässt. Naturfreunde wiederum können sich zwischen Höhlen in Phong Nha, Karstlandschaft in Ninh Binh und Bergregionen wie Sapa oder Ha Giang praktisch aussuchen, wie viel Trekking oder Bootstour sie in ihre Reise einbauen wollen.
Für Erstbesucher mit begrenzter Zeit würden wir empfehlen, sich auf eine Region zu konzentrieren. Entweder auf Zentralvietnam von Hue bis Phong Nha, den Süden von Ho Chi Minh City bis Da Nang oder auf den Norden rund um Hanoi, Ninh Binh und die Halong Bucht. Wer wie wir mindestens drei Wochen Zeit hat, kann die komplette Strecke von Saigon bis Hanoi fahren und bekommt dabei ein Land zu sehen, das sich zwischen Süden, Mitte und Norden fast wie drei unterschiedliche Reiseziele anfühlt. Die 25 Highlights in diesem Artikel sind dafür ein guter Ausgangspunkt, ersetzen aber nicht den Blick in ausführlichere Artikel zu einzelnen Orten und Regionen, die auf diesem Blog veröffentlicht sind.

Häufig gestellte Fragen zu Sehenswürdigkeiten in Vietnam
Was muss man in Vietnam gesehen haben?
Zu den Orten, die in kaum einer Vietnam-Reise fehlen, gehören die Höhlen des Phong Nha-Ke Bang Nationalparks, die Bootsfahrten durch Tam Coc und Trang An in Ninh Binh sowie die Altstadt von Hoi An mit ihren Laternen am Abend – für uns die drei stärksten Eindrücke unserer eigenen Reise. Dazu kommen die Kaiserstadt und die Königsgräber in Hue, der Wolkenpass zwischen Hue und Da Nang sowie die Halong-Bucht beziehungsweise die ruhigere Lan Ha Bay ab Cat Ba, wenn Zeit für den Norden bleibt. Wer nur ein bis zwei Wochen Zeit hat, sollte sich entweder auf Zentralvietnam von Hue bis Phong Nha oder auf den Norden rund um Hanoi, Ninh Binh und die Bucht konzentrieren, statt beides in zu kurzer Zeit durchzuhetzen.
Wie viele Tage braucht man für Vietnam?
Für einen ersten, dichten Eindruck der Hauptroute von Saigon bis Hanoi würden wir mindestens drei Wochen einplanen, wie unsere eigene 30-tägige Reise gezeigt hat. Wer sich auf eine Region beschränkt, etwa nur Zentralvietnam oder nur den Norden, kommt auch mit ein bis zwei Wochen zu einem runden Eindruck. Für das komplette Land inklusive Süden mit Mekong-Delta, Zentralhochland mit Dalat und Inseln wie Phu Quoc oder Con Dao solltest Du eher fünf bis sechs Wochen ansetzen. Vietnam ist von Nord nach Süd über 1.600 Kilometer lang, weshalb sich die reine Fahrzeit zwischen den Regionen stärker auf die Gesamtdauer auswirkt als in kompakteren Ländern der Region.
Was ist die beste Reisezeit für Vietnam?
Weil sich Vietnam über mehr als 15 Breitengrade erstreckt, gibt es keine einzelne beste Reisezeit für das ganze Land, sondern unterschiedliche Klimazonen im Norden, in der Mitte und im Süden. Für den Norden rund um Hanoi und Ninh Binh eignen sich am besten die Monate Oktober bis Dezember und März bis April, während Zentralvietnam mit Hue, Da Nang und Hoi An von Februar bis Mai am trockensten ist und der Süden rund um Saigon und das Mekong-Delta von Dezember bis April die geringsten Regenmengen verzeichnet. Wer wie wir das ganze Land in einer Route bereist, muss also zwangsläufig Kompromisse eingehen: Wir waren in einer Übergangszeit unterwegs und hatten in Zentralvietnam vereinzelt Regen, im Norden dagegen fast durchgehend trockenes Wetter.
Ist Vietnam ein günstiges Reiseland?
Im Vergleich zu Singapur oder den Küstenorten Thailands gehört Vietnam nach wie vor zu den günstigeren Reisezielen Südostasiens, gerade bei Unterkünften, Streetfood und dem Nahverkehr innerhalb der Städte. Eine Mahlzeit an einem Straßenstand kostet oft nur 25.000 bis 50.000 VND, ein einfaches Guesthouse-Zimmer liegt häufig zwischen 200.000 und 500.000 VND pro Nacht. Teurer wird es bei Inlandsflügen zwischen den weit voneinander entfernten Regionen sowie bei Eintritten für Highlights wie die Ba Na Hills oder mehrtägige Bootstouren in der Halong-Bucht. Wer wie wir überwiegend Bus und Zug statt Flüge nutzt und sich bei Unterkünften bewusst im mittleren Preissegment bewegt, kommt für einen Monat Vietnam insgesamt deutlich günstiger weg, als es der erste Blick auf einzelne Ticketpreise vermuten lässt.
Braucht man ein Visum für die Einreise nach Vietnam?
Für deutsche Staatsangehörige ist ein touristischer Aufenthalt in Vietnam für bis zu 45 Tage visafrei möglich, für Österreich und die Schweiz gelten teilweise abweichende Regelungen, die Du vor der Reise prüfen solltest. Wer länger als 45 Tage bleiben möchte, kann vorab ein E-Visum online beantragen, das in der Regel für bis zu 90 Tage gültig ist. Der Reisepass sollte bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein und mindestens eine leere Seite enthalten. Weil sich Einreisebestimmungen gelegentlich ändern, lohnt sich vor der Reise ein aktueller Blick auf die Seite des Auswärtigen Amts oder der vietnamesischen Einwanderungsbehörde.
Wie bewegt man sich am besten zwischen den Highlights in Vietnam fort?
Für die lange Strecke von Saigon bis Hanoi haben wir eine Mischung aus Nachtbussen, Zügen und einem Inlandsflug genutzt, was sich bei einer 30-tägigen Reise als guter Kompromiss zwischen Kosten und Zeit erwiesen hat. Nachtbusse mit Liegesitzen sind günstig und sparen einen Reisetag, weil Du während der Fahrt schläfst, während die Bahnstrecke etwa zwischen Hue und Da Nang landschaftlich zu den schönsten Zugfahrten Südostasiens gehört. Innerhalb der Städte sind Grab-Taxis oder Grab-Roller die unkomplizierteste Option, gerade wenn Du kein eigenes Fahrzeug mieten willst. Für sehr weite Strecken, etwa zwischen Hanoi und Saigon direkt oder zu abgelegeneren Zielen wie Phu Quoc und Con Dao, lohnt sich dagegen ein Inlandsflug, da die Busfahrt sonst mehr als 30 Stunden dauern würde.
Ist Vietnam für Individualreisende und Backpacker gut geeignet?
Vietnam gehört zu den unkompliziertesten Ländern Südostasiens für individuelle Reiseplanung, mit einem dichten Netz an Bussen und Zügen entlang der Hauptroute, verlässlichem Mobilfunknetz und einer touristischen Infrastruktur, die entlang der klassischen Route von Saigon bis Hanoi gut ausgebaut ist. Für unsere eigene 30-tägige Reise haben wir kaum etwas im Voraus fest gebucht, sondern Unterkünfte meist ein bis zwei Tage vorher reserviert, was in der Nebensaison problemlos funktioniert hat. Wer abseits der Hauptroute unterwegs ist, etwa in Ha Giang oder auf Con Dao, sollte dagegen etwas mehr Vorlauf einplanen, weil das Angebot an Unterkünften und Transportverbindungen dort spürbar dünner wird. Insgesamt eignet sich Vietnam sowohl für die erste eigenständige Südostasien-Reise als auch für erfahrene Backpacker, die gezielt abseits der Hauptroute unterwegs sein wollen.



