Essen & Trinken in Costa Rica

Hast du dich schon einmal gefragt, was das typische Essen in Costa Rica ist?

Zwei Monate waren wir in Costa Rica unterwegs, einmal quer durchs Land: von der Karibikküste über den Pazifik bis ins kühle Monteverde und weiter nach La Fortuna an den Fuß des Arenal-Vulkans. Und ehrlich gesagt sah unser Essensalltag dabei ziemlich anders aus, als wir es vorher erwartet hatten. Statt jeden Abend in einem Restaurant zu sitzen, haben wir die meiste Zeit selbst gekocht – einfach, weil zwei Monate Reise ins Budget passen müssen und Restaurantbesuche sich in Costa Rica schneller summieren, als man denkt.

Das heißt nicht, dass wir die Landesküche nicht kennengelernt haben. Im Gegenteil: Wer selbst kocht, steht zwangsläufig öfter auf Märkten, in Supermärkten und vor Gemüseständen als jemand, der jeden Tag eine Speisekarte liest.

Eine Ausnahme gab es trotzdem: Puerto Viejo an der Karibikküste. Dort sind wir tatsächlich öfter essen gegangen als irgendwo sonst im Land, und rückblickend waren das mit die besten Restaurants unserer gesamten Reise. Die Mischung aus costa-ricanischer und karibisch-kreolischer Küche, mit Kokosmilch, Gewürzen und einem spürbar entspannteren Tempo, hat uns dort mehr überzeugt als die eher bodenständige Küche im Landesinneren.

Am Pazifik dreht sich vieles um Fisch und schnelle, einfache Gerichte für die vielen Surfer und Tagestouristen. In Monteverde, wo es nachts kühl wird und ständig Nebel durch die Straßen zieht, wirkt die Küche fast schon europäisch angehaucht, mit Käse, frischem Gemüse und kleinen Cafés, die eher an die Alpen erinnern als an Mittelamerika. Und La Fortuna, direkt unterm Arenal, ist touristisch geprägt – viele Restaurants dort richten sich klar an Besucher, die nach dem Wasserfall-Wandern oder den heißen Quellen hungrig sind.

Zu den Preisen können wir dir leider keine genauen Zahlen nennen. Weil wir so selten essen waren, fehlt uns schlicht der Vergleichswert für Restaurants. Unser Eindruck aus den Supermärkten und von den wenigen Restaurantbesuchen war aber: Costa Rica ist für ein mittelamerikanisches Land nicht ganz günstig, in touristischen Orten wie La Fortuna oder Monteverde spürt man das noch einmal deutlicher als in normalen Städten.

In diesem Artikel nehmen wir dich mit durch die costa-ricanische Küche – durch die Gerichte, die wir probiert und teilweise selbst nachgekocht haben, durch die Getränke, die uns begleitet haben, und durch unseren Alltag als Selbstversorger quer durchs Land. Dazu ein paar praktische Tipps, falls du selbst nach Costa Rica reist und wissen willst, was dich beim Essen erwartet.




Die Küche Costa Ricas auf einen Blick

Reis und Bohnen sind die Basis der costa-ricanischen Küche, so viel stimmt auch nach unseren zwei Monaten im Land noch. Praktisch jedes klassische Gericht baut auf dieser Kombination auf, ergänzt um Fleisch, Fisch oder Gemüse, je nachdem, wo im Land man gerade ist. Gewürzt wird insgesamt eher zurückhaltend – Chili gehört meist als Sauce auf den Tisch, statt schon im Essen zu stecken, was uns nach anderen Ländern Mittelamerikas fast schon mild vorkam.

Die Karibikküste tanzt dabei etwas aus der Reihe. Dort kommt durch die afro-karibische Bevölkerung Kokosmilch ins Spiel, dazu Ingwer, Thymian und eine insgesamt würzigere, süßlichere Note. Am Pazifik dagegen dreht sich vieles um frischen Fisch und Meeresfrüchte, während im Landesinneren und in den Highlands rund um Monteverde traditionelle Tico-Küche mit mehr Gemüse, Milchprodukten und auch mal einem Hauch Käse dominiert – eine Folge des kühleren Klimas und der Milchwirtschaft dort oben.

Essenszeiten sind in Costa Rica vergleichsweise fest getaktet, zumindest verglichen mit klassischen Streetfood-Ländern Asiens. Frühstück gibt es meist früh, oft schon mit Gallo Pinto, Mittagessen ist die Hauptmahlzeit des Tages, und abends wird häufig etwas leichter gegessen. In kleinen Ortschaften schließen Restaurants und sogenannte Sodas – die typischen, familiengeführten Imbisse des Landes – teilweise schon früh am Abend, was uns anfangs überrascht hat.

Die typischen Gerichte Costa Ricas

🥘 Gallo Pinto

Gallo Pinto gilt als Nationalgericht Costa Ricas und wird traditionell zum Frühstück serviert. Reis und schwarze Bohnen werden gemeinsam angebraten und häufig mit Ei, Käse, Kochbananen oder Tortillas ergänzt. Kaum ein Tag beginnt in Costa Rica ohne Gallo Pinto, und das gilt auch für unsere Reise.

Weil wir so viel selbst gekocht haben, ist Gallo Pinto bei uns unterwegs fast zum Standardfrühstück geworden – Reis vom Vortag, eine Dose schwarze Bohnen, dazu Zwiebeln und etwas Koriander, mehr braucht es eigentlich nicht. Es ist eines der wenigen Gerichte, bei denen man sich als Reisender wirklich wie zu Hause fühlt, weil man es mit ein bisschen Übung überall nachkochen kann, egal wie klein die Küche ist.

🍛 Casado

Casado ist das klassische Mittagsgericht und besteht aus Reis, Bohnen, Salat, Kochbananen sowie einer Beilage wie Hähnchen, Rindfleisch, Schweinefleisch oder Fisch. Fast jedes kleine Familienrestaurant, jede Soda, bietet ihre eigene Version an.

In den wenigen Sodas, in denen wir tatsächlich gegessen haben, war Casado fast immer die verlässlichste Wahl – satt, unkompliziert und selten enttäuschend. Zu Hause haben wir uns eine Art Casado-light selbst zusammengestellt, wenn gerade Reis, Bohnen und irgendein Gemüse übrig waren. Nicht ganz das Original, aber nah genug dran.

🥔 Patacones

Patacones werden aus grünen Kochbananen hergestellt, flach gedrückt und knusprig frittiert. Sie werden häufig als Beilage oder kleiner Snack serviert und passen gut zu Guacamole oder Bohnenmus.

Kochbananen gab es in praktisch jedem Supermarkt und auf jedem Markt, egal in welcher Region wir gerade waren, weshalb Patacones bei uns unterwegs öfter auf dem Teller landeten als geplant. Etwas Öl, eine Pfanne, fertig – ein Gericht, das sich hervorragend für unterwegs eignet, wenn man mit einfacher Küchenausstattung auskommen muss.

🐟 Ceviche

Frischer Fisch oder Garnelen werden in Limettensaft mariniert und mit Zwiebeln, Paprika und Koriander verfeinert. Gerade an der Pazifik- und Karibikküste gehört Ceviche zu den beliebtesten Vorspeisen.

Ceviche ist eines der Gerichte, bei denen wir bewusst öfter mal essen gegangen sind, statt es selbst zu probieren – frischer Rohfisch unterwegs in einer einfachen Ferienunterkunft zuzubereiten, war uns dann doch nicht ganz geheuer. An der Pazifikküste haben wir es mehrfach probiert, und die Qualität war durchweg gut, was angesichts der Nähe zum Meer auch kein Wunder ist.

🥥 Rice & Beans

An der Karibikküste solltest du unbedingt Rice & Beans probieren. Anders als Gallo Pinto werden Reis und Bohnen hier gemeinsam in Kokosmilch gekocht und mit karibischen Gewürzen abgeschmeckt. Dazu gibt es häufig Hähnchen oder Fisch.

Genau das war eines der Gerichte, die uns in Puerto Viejo am meisten überzeugt haben. Wir haben es sowohl in kleinen Restaurants gegessen als auch selbst nachgekocht, sobald wir eine Kokosmilch-Dose im Supermarkt gefunden hatten – und ehrlich gesagt schmeckt die karibische Variante uns deutlich besser als das klassische Gallo Pinto aus dem Landesinneren.

🍌 Plátanos Maduros

Reife Kochbananen werden gebraten oder frittiert und schmecken angenehm süß. Sie gehören zu fast jeder traditionellen Mahlzeit dazu, egal ob als Beilage zum Casado oder als kleiner Snack zwischendurch.

Auch Plátanos Maduros gehörten bei uns bald zum Standardrepertoire, weil reife Kochbananen an jedem Marktstand herumlagen und sich kaum etwas schiefmachen lässt. Ein Gericht, das genau die richtige Balance zwischen süß und herzhaft trifft, wenn man nach einem langen Reisetag wenig Lust auf Kochen hat.

🍗 Chifrijo

Ein beliebter Snack aus Reis, Bohnen, Schweinefleisch, Avocado und frischen Tomaten. Besonders in Bars wird Chifrijo gerne zusammen mit einem kühlen Bier serviert.

Chifrijo haben wir nur ein paar Mal probiert, meist abends in einer Bar, wenn wir uns ausnahmsweise nicht selbst ans Kochen gemacht haben. Für uns eher ein Gelegenheitsgericht als etwas, das wir regelmäßig gegessen hätten, aber als herzhafter Snack zum Bier funktioniert es gut.

🥭 Tropische Früchte

Costa Rica ist ein Paradies für Obstliebhaber, und weil wir so viel selbst eingekauft haben, sind uns die Preisunterschiede zwischen Markt und Supermarkt besonders aufgefallen. Besonders empfehlenswert:

  • Mango
  • Papaya
  • Ananas
  • Maracuja
  • Guave
  • Sternfrucht
  • Wasserapfel

Auf lokalen Märkten, den sogenannten Ferias, bekommst du viele Früchte deutlich günstiger als im Supermarkt, oft auch in besserer Qualität, weil sie direkt von den umliegenden Fincas kommen.


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Typische Getränke Costa Ricas

☕ Kaffee

Costa Rica gehört zu den bekanntesten Kaffeeproduzenten der Welt, und Kaffee aus Regionen wie Tarrazú oder Monteverde genießt international einen sehr guten Ruf. Weil wir selbst gekocht haben, haben wir unseren Kaffee meist im Supermarkt gekauft und zu Hause aufgebrüht, statt ihn in Cafés zu trinken – dabei ist uns aufgefallen, dass die Auswahl und Qualität selbst im normalen Supermarktregal ziemlich gut war, deutlich besser jedenfalls als das, was man in manch anderem Land Mittelamerikas findet.

In Monteverde, wo ein Teil des besten Kaffees des Landes wächst, sind die Preise in den Cafés spürbar höher als anderswo – was angesichts der vielen Touristen, die dort für eine Plantagenführung vorbeikommen, nicht überrascht. Wer Kaffee ernsthaft interessiert, für den lohnt sich eine Führung durch eine der Plantagen dort, auch wenn wir selbst keine gemacht haben.

🥤 Frescos Naturales

Frisch gepresste Fruchtsäfte gehören zu jeder Costa-Rica-Reise dazu. Je nach Frucht werden sie mit Wasser (agua) oder Milch (leche) gemixt, und praktisch jede Soda hat mindestens ein oder zwei Sorten im Angebot.

Wir haben uns Frescos meist selbst gemacht, sobald wir einen Mixer zur Verfügung hatten – Mango, Papaya oder Ananas aus dem Supermarkt, dazu Wasser und ein bisschen Zucker, fertig. In den wenigen Sodas, in denen wir waren, haben wir sie aber genauso gerne bestellt, weil sie meist frischer und weniger süß schmecken als das, was man aus der Flasche kennt.

🥥 Pipa Fría

Eine gekühlte junge Kokosnuss ist an heißen Tagen die perfekte Erfrischung. Das Kokoswasser wird direkt aus der Frucht getrunken, oft mit einem einfachen Strohhalm.

An der Karibikküste und am Pazifik waren Pipas an fast jeder Straßenecke zu finden, meist für ein paar Hundert Colón vom Stand direkt neben der Straße. Für uns eines der unkompliziertesten Vergnügen der ganzen Reise: kein Kochen, kein Einkaufen, einfach anhalten und trinken.

🍺 Imperial

Imperial ist das bekannteste Bier Costa Ricas und praktisch überall erhältlich, vom kleinsten Dorfladen bis zur Strandbar. Daneben gibt es weitere lokale Marken wie Pilsen oder Bavaria, die sich geschmacklich aber kaum unterscheiden.

Ein kühles Imperial nach einem langen Reisetag gehörte bei uns regelmäßig dazu, meist aus dem Supermarkt mitgenommen statt in einer Bar getrunken. Geschmacklich ist es ein unkompliziertes, leichtes Lagerbier, nichts, worüber man lange nachdenken muss, aber genau das Richtige nach einem heißen Tag am Strand oder auf Wanderung.

🥃 Guaro

Guaro ist der traditionelle Zuckerrohrschnaps Costa Ricas und Grundlage vieler Cocktails. Besonders beliebt ist der Guaro Sour, eine Art lokale Variante des Whiskey Sour.

Restaurantstipps

Weil wir die meiste Zeit selbst gekocht haben, können wir dir hier keine lange Liste an Restaurantempfehlungen quer durchs Land geben. Die einzige Region, in der wir wirklich öfter essen waren, war die Karibikküste rund um Puerto Viejo – dort war das Angebot an kleinen, unabhängigen Restaurants mit karibisch-costa-ricanischer Küche so gut und wir so lange vor Ort, dass wir uns bewusst auch mal für Restaurant statt Küche entschieden haben.

Ein paar generelle Dinge, die uns beim Essengehen in Costa Rica trotzdem aufgefallen sind: Restaurantpreise enthalten von Gesetz wegen bereits eine Servicegebühr von 10 Prozent sowie 13 Prozent Mehrwertsteuer, beides sollte eigentlich im Preis auf der Karte stehen. Zusätzliches Trinkgeld ist nicht verpflichtend, wird aber bei gutem Service gerne gesehen. Reservierungen waren in den einfachen Sodas und kleinen Restaurants, in denen wir waren, nie nötig, das dürfte sich nur in gehobeneren Adressen in Städten wie San José oder in beliebten Orten wie La Fortuna ändern. Kartenzahlung hat bei uns fast überall funktioniert, auch in kleineren Restaurants, auf Märkten und in kleinen Sodas ist Bargeld aber weiterhin die sicherere Wahl.

Supermärkte & Selbstversorgung

Wenn wir ehrlich sind, war das hier unser eigentlicher kulinarischer Alltag in Costa Rica: einkaufen, kochen, wieder einkaufen. Bei zwei Monaten Reisezeit rechnet sich Selbstversorgung einfach, vor allem wenn man wie wir versucht, das Budget nicht komplett für Restaurantbesuche draufgehen zu lassen.

Das Supermarktangebot in Costa Rica ist gestaffelter, als wir erwartet hatten. Ganz unten stehen kleine, einfache Läden wie Pali, die vor allem Grundnahrungsmittel führen und entsprechend günstig sind, aber wenig Auswahl bieten. Eine Stufe darüber gibt es größere Ketten wie MaxiPali, Mega Super oder Super Compro mit deutlich breiterem Sortiment, dort haben wir die meisten unserer Einkäufe erledigt. Am oberen Ende steht Auto Mercado, eine gehobene Kette mit viel importierter Ware, Klimaanlage und spürbar höheren Preisen – ideal, wenn man mal etwas Bestimmtes aus der Heimat sucht, aber nichts, wo wir regelmäßig eingekauft haben.

Mindestens genauso wichtig wie die Supermärkte waren für uns die lokalen Ferias, die Wochenmärkte, auf denen Kleinbauern aus der Umgebung ihr Obst und Gemüse verkaufen. Dort war praktisch alles günstiger und meist auch frischer als im Supermarkt, besonders bei tropischen Früchten. Wer sich die Mühe macht, den Markttag der jeweiligen Stadt herauszufinden, spart nicht nur Geld, sondern bekommt auch einen viel direkteren Eindruck davon, was gerade regional wächst.

Ein Preisunterschied, der uns über die vier Regionen unserer Reise hinweg aufgefallen ist: In touristisch stark frequentierten Orten wie La Fortuna oder Monteverde war Einkaufen spürbar teurer als etwa an der Karibikküste oder in kleineren Orten am Pazifik. Das betraf nicht nur Restaurants, sondern auch ganz normale Supermarktregale – ein Umstand, mit dem man rechnen sollte, wenn man wie wir längere Zeit im Land unterwegs ist und aufs Budget achtet.

Unterwegs kochen: Vier Regionen, vier Küchen

Karibik: Kokosmilch, Gewürze und die Ausnahme vom Selbstkochen

Die Karibikküste rund um Puerto Viejo war die einzige Region, in der wir unseren Selbstversorger-Vorsatz regelmäßig über Bord geworfen haben. Das Angebot an kleinen Restaurants mit karibisch-costa-ricanischer Küche war einfach zu gut, um es zu ignorieren – Rice & Beans mit Kokosmilch, frischer Fisch, dazu diese entspannte, fast schon jamaikanisch angehauchte Atmosphäre, die man im Rest des Landes so nicht findet. Frische Kokosnüsse gab es an praktisch jedem Straßenstand, und die Supermärkte führten mehr karibisch geprägte Zutaten als anderswo im Land, etwa verschiedene Chilisaucen und mehr Gewürzvielfalt.

Pazifik: Fisch, Surfer und schnelle Küche

Am Pazifik, wo wir mehrere Stationen entlang der Küste gemacht haben, drehte sich vieles um Fisch und Meeresfrüchte, oft in Orten, die stark auf Surftouristen ausgerichtet sind. Ein Stück gegrillter Fisch mit Reis und etwas Gemüse ist dort die einfachste Art selbst zu kochen, unkompliziert und trotzdem abwechslungsreich, je nachdem, welcher Fisch gerade frisch angelandet worden war.

Monteverde: Käse, kühles Klima und Kaffee

Monteverde war klimatisch fast eine andere Welt: kühler, nebliger, mit einer Landwirtschaft, die sich komplett von der Küste unterscheidet. Statt tropischer Früchte gab es dort plötzlich Erdbeeren, Milchprodukte und guten lokalen Käse, eine Folge der Milchwirtschaft, die in dieser Höhenlage gut funktioniert. Zum Kochen war Monteverde für uns eine willkommene Abwechslung, weil sich auf einmal Gerichte mit frischem Gemüse und Käse anboten, die an der Küste in der Form schlicht nicht möglich gewesen wären.

La Fortuna: Vulkan, Touristen und höhere Preise

La Fortuna am Fuß des Arenal-Vulkans war die touristischste Station unserer Reise, was sich auch beim Essen bemerkbar gemacht hat. Viele Restaurants dort sind sichtlich auf Tagesausflügler ausgerichtet, die nach Wasserfall-Wanderung oder heißen Quellen hungrig ankommen, entsprechend höher lagen auch die Preise, sowohl in Restaurants als auch im Supermarkt. Wir haben in La Fortuna fast ausschließlich selbst gekocht, auch um dem touristischen Preisniveau ein Stück weit zu entgehen. Die klassischen Gerichte wie Casado oder Gallo Pinto findet man aber auch dort ohne Probleme, sowohl in den wenigen Sodas abseits der Touristenmeile als auch zum Selberkochen im Supermarkt um die Ecke.

Praktische Tipps für Essen in Costa Rica

  • Trinkgeld: Restaurants sind gesetzlich verpflichtet, eine Servicegebühr von 10 Prozent sowie 13 Prozent Mehrwertsteuer bereits im Preis auszuweisen. Zusätzliches Trinkgeld ist damit nicht verpflichtend, wird aber bei besonders gutem Service gern gesehen.
  • Leitungswasser: Das ist in Costa Rica regional sehr unterschiedlich. In größeren Städten wie San José sowie in Monteverde gilt Leitungswasser als sicher und wird von der staatlichen Wasserbehörde AyA regelmäßig kontrolliert. An der Küste, etwa in Teilen von Guanacaste, sowie in abgelegeneren Regionen wird das Wasser dagegen häufig aus Tanks oder Brunnen gespeist, und viele Unterkünfte weisen extra darauf hin, ob das Wasser dort trinkbar ist. Im Zweifel lohnt es sich, direkt in der Unterkunft nachzufragen.
  • Allergien: In Restaurants und Sodas war die Verständigung zu Allergien für uns unkompliziert, da Englisch in touristischen Regionen meist gut funktioniert. Kokosmilch und Meeresfrüchte stecken in vielen karibisch geprägten Gerichten, hier lohnt sich Nachfragen.
  • Vegetarisch/Vegan: Rein pflanzlich zu essen ist in Costa Rica machbar, aber nicht immer selbstverständlich. Gallo Pinto und Casado lassen sich meist problemlos vegetarisch bestellen, enthalten aber teils Schmalz oder werden in derselben Pfanne wie Fleisch zubereitet. Wer streng vegan reist, kocht in Costa Rica am einfachsten selbst, die Auswahl an frischem Gemüse und Obst auf Märkten und in Supermärkten ist dafür sehr gut.
  • Essenszeiten: Anders als in vielen Streetfood-Ländern sind die Essenszeiten in Costa Rica vergleichsweise klar getaktet. Frühstück gibt es früh, Mittagessen gilt als Hauptmahlzeit, und in kleineren Orten schließen Restaurants und Sodas teils schon am frühen Abend.
  • Reservierungen: In einfachen Sodas und kleinen Restaurants außerhalb der großen Städte sind Reservierungen normalerweise nicht nötig. In gehobeneren Restaurants, etwa in San José oder in touristischen Hotspots wie La Fortuna, kann sich eine Reservierung an Wochenenden trotzdem lohnen.
  • Kartenzahlung: In Supermärkten und den meisten Restaurants funktioniert Kartenzahlung gut. Auf Märkten, an Straßenständen für Pipas oder Obst sowie in kleineren Sodas ist Bargeld in Colón weiterhin die sicherere Wahl.
  • Hygiene bei Street Food: Da wir selbst kaum Street Food gegessen haben, können wir dazu wenig aus eigener Erfahrung sagen. Allgemein gilt aber auch in Costa Rica: Stände mit sichtbar hohem Durchlauf und frisch zubereiteten Speisen sind eine sicherere Wahl als Angebote, die länger in der Sonne stehen.
Essen in Costa Rica Geldscheine bezahlen
In Costa Rica zahlt man mit dem Colones und der hat tolle Geldscheine

Häufige Fragen zum Essen in Costa Rica

Was sollte man in Costa Rica unbedingt probieren?

Gallo Pinto zum Frühstück gehört für uns zu den Dingen, die man in Costa Rica einfach probiert haben sollte, schon weil es so fest zum Alltag im Land gehört. Dazu Casado als klassisches Mittagsgericht und, wenn du an die Karibikküste kommst, unbedingt Rice & Beans mit Kokosmilch, das für uns geschmacklich noch einen Tick besser war als das Gallo Pinto aus dem Landesinneren. Wer Meeresfrüchte mag, sollte an der Pazifik- oder Karibikküste Ceviche probieren.

Ist Essen in Costa Rica teuer?

Wir können dir dazu leider keine genauen Zahlen nennen, weil wir während unserer zwei Monate im Land kaum Restaurants besucht und stattdessen meist selbst gekocht haben. Unser Eindruck aus Supermärkten und den wenigen Restaurantbesuchen war aber, dass Costa Rica im mittelamerikanischen Vergleich nicht zu den günstigsten Ländern zählt. Besonders in touristischen Orten wie La Fortuna oder Monteverde haben wir spürbar höhere Preise wahrgenommen, sowohl beim Essengehen als auch beim ganz normalen Einkaufen im Supermarkt. Wer das Budget schonen will, fährt mit Selbstversorgung über lokale Ferias und einfache Supermärkte wie Pali oder MaxiPali deutlich günstiger.

Kann man in Costa Rica bedenkenlos Street Food und in kleinen Restaurants essen?

Da wir selbst kaum Street Food gegessen und nur selten in Restaurants waren, können wir hier vor allem allgemeine Einschätzungen weitergeben. Costa Rica gilt im regionalen Vergleich als eines der hygienisch unbedenklicheren Länder, gerade in touristisch erschlossenen Gebieten. Als Faustregel gilt auch hier: Stände und Sodas mit viel Kundschaft und sichtbar frischer Zubereitung sind eine gute Wahl. Uns persönlich ist während der gesamten Reise nichts passiert, was wir auf Essen zurückführen würden, allerdings haben wir durch das viele Selbstkochen auch entsprechend wenig Risiko eingegangen.

Gibt es in Costa Rica vegetarische Gerichte?

Ja, wobei rein pflanzliches Essen nicht überall selbstverständlich ist. Gallo Pinto und Casado lassen sich in den meisten Sodas und Restaurants vegetarisch bestellen, enthalten mancherorts aber Schmalz oder werden in derselben Pfanne wie Fleischgerichte zubereitet, weshalb Nachfragen sinnvoll ist. Für uns war Selbstkochen der einfachste Weg zu wirklich pflanzlicher Küche, da die Auswahl an frischem Gemüse und Obst auf Märkten und in Supermärkten durchgehend gut war. Wer streng vegan reist, sollte sich darauf einstellen, öfter selbst in der Küche zu stehen als in Restaurants nach passenden Optionen zu suchen.

Wie viel Trinkgeld ist in Costa Rica üblich?

Restaurants sind gesetzlich dazu verpflichtet, eine Servicegebühr von 10 Prozent sowie 13 Prozent Mehrwertsteuer bereits in die ausgewiesenen Preise einzurechnen. Damit ist zusätzliches Trinkgeld in Costa Rica anders als in vielen anderen Ländern nicht verpflichtend. Bei besonders gutem Service kannst du trotzdem gerne etwas aufrunden oder ein kleines Extra dazugeben, erwartet wird es aber nicht. In einfachen Sodas und an Marktständen ist Trinkgeld generell unüblich.

Kann man in Costa Rica Leitungswasser trinken?

Das kommt stark auf die Region an. In größeren Städten wie San José und auch in Monteverde gilt Leitungswasser als sicher und wird regelmäßig von der staatlichen Wasserbehörde kontrolliert. An Teilen der Küste, etwa in Guanacaste, sowie in abgelegenen Regionen speist sich das Wasser dagegen häufiger aus Tanks oder Brunnen, und die Qualität kann schwanken. Viele Unterkünfte weisen von sich aus darauf hin, ob das Wasser vor Ort trinkbar ist, im Zweifel lohnt sich also einfach die Nachfrage direkt bei der Unterkunft.