China Sehenswürdigkeiten

40 Highlights für deine
Reise

Dreimal waren wir in China, und alle drei Reisen hätten kaum unterschiedlicher sein können. 2015 saßen wir 17 Tage lang in einer Pauschalreise: vier Tage auf dem Yangtze, von Yichang nach Chongqing, danach Tibet und die Bahnfahrt von Lhasa nach Xi’an, die 32 Stunden dauerte. Zehn Jahre später, 2025, haben wir das Land in 30 Tagen auf eigene Faust bereist, mit Hochgeschwindigkeitszug, Inlandsflug und der App DiDi in der Tasche. Unser Zeitfenster fiel damals in die Golden Week Anfang Mai, und wir können bestätigen, was alle sagen: Es war extrem voll. März 2027 kehrten wir für sechs Tage nach Shanghai zurück.

China lässt sich nicht in einem Satz zusammenfassen, und ein Artikel kann das auch nicht leisten. Das Land ist ungefähr so groß wie ganz Europa, mit Wüsten im Nordwesten, Karstlandschaften im Süden, Hochgebirge in Tibet und Städten, deren Skyline man erst versteht, wenn man mitten darin steht. Wer zum ersten Mal plant, steht schnell vor der Frage, wo er anfangen soll. Genau dafür ist dieser Artikel gedacht.

Wir stellen Dir 40 Orte vor, geografisch sortiert, damit Du Deine Route nicht kreuz und quer über die Karte legst. Zu 22 davon können wir aus eigener Erfahrung erzählen. Bei den übrigen 18, die wir noch nicht besucht haben, steht das klar dabei; dort stützen wir uns auf Recherche und die Berichte anderer Reisender. Zu jedem Ort findest Du Reisezeit, Öffnungszeiten, Eintritt, Anfahrt und unsere Einschätzung, wie viel Zeit Du einplanen solltest. Wo wir bereits einen ausführlichen Artikel geschrieben haben, verlinken wir darauf.

China Sehenswürdigkeiten
Blick vom Tianmen Mountain auf die Bergwelt in Zhangjiajie

Unsere 3 persönlichen Highlights in China

„Wenn wir morgen noch einmal nach China reisen würden – welche drei Erlebnisse dürften auf keinen Fall fehlen?“

🥇 Lhasa und der Potala-Palast

Tibet haben wir 2015 besucht, und die Reise hat uns tief berührt. Der Potala-Palast thront auf dem Marpo Ri über der Stadt, Lhasa selbst liegt auf rund 3.650 Metern, und wer aus dem Flachland kommt, sollte jede Treppenstufe ruhig angehen. Rund um den Jokhang-Tempel und die Barkhor-Straße liegt das religiöse Herz der Stadt. Zurück nach Xi’an sind wir mit der Tibetbahn gefahren, 32 Stunden im Zug, statt zum Flughafen zu gehen. Der Besuch ist organisatorisch aufwendig: Du brauchst eine Reisegenehmigung, einen Guide und eine feste Reservierung für den Palast, die Du früh planen musst.

🥈 Tianmen Mountain, Zhangjiajie

Der Zhangjiajie Forest Park ist der bekanntere Teil der Region, aber der Tianmen Mountain war für uns sogar noch schöner. Die Seilbahn gehört mit rund 7,5 Kilometern zu den längsten der Welt, sie braucht etwa eine halbe Stunde und überwindet über 1.200 Höhenmeter. Oben führen Glaswege in bis zu 1.400 Metern Höhe an die Felswand, und das Himmelstor, eine natürliche Öffnung im Fels, lässt sich über 999 Stufen erreichen.

🥉 Ruyi Peak, Yangshuo

Auf den Ruyi Peak sind wir durch Zufall gekommen, ein YouTube-Video hatte uns darauf gebracht. Im Nachhinein gehört er zu den besten Aussichtspunkten unserer gesamten China-Reise. Die Seilbahn bringt Dich in rund zehn Minuten nach oben, danach führen Wege, die sich in ein bis eineinhalb Stunden ablaufen lassen, über den Gipfel. Von der runden Plattform siehst Du die Karstkegel rund um Yangshuo in alle Richtungen, mit den Feldern und dem Flusslauf dazwischen.

Lhasa und der Potalapalast
Der Tianmen Mountain
Der Ruyi Peak

China nach Regionen – Wo befinden sich die schönsten Sehenswürdigkeiten?

Wir haben die 40 Highlights in neun Regionen eingeteilt, die sich jeweils gut als Reiseabschnitt eignen.

Ostchina mit Shanghai, Suzhou, Hangzhou und dem Huangshan ist der bequemste Einstieg. Die Städte liegen so dicht beieinander, dass Suzhou und Hangzhou als Tagesausflüge ab Shanghai funktionieren, und der Flughafen Pudong ist ein großer internationaler Knotenpunkt.

Nordchina deckt Peking mit seinen vier Klassikern ab, außerdem den Taishan, die Longmen-Grotten, das Städtchen Pingyao und im Winter Harbin, das weit im Nordosten liegt und eine eigene Reise verdient.

Im Nordwesten liegen Xi’an mit der Terrakotta-Armee, die Mogao-Grotten bei Dunhuang und die Regenbogenberge von Zhangye. Xi’an ist der Anfang der alten Seidenstraße, und entlang dieser Strecke wird das Land trockener, weiter und leerer.

Der Südwesten um Chongqing und Chengdu ist unser Tipp für eine Reise abseits der klassischen Peking-Xi’an-Shanghai-Route: Karstschluchten, Felsbuddhas, Pandas, scharfes Essen und zwei sehr unterschiedliche Millionenstädte. Der Jiuzhaigou-Nationalpark liegt im Norden der Provinz Sichuan, ist aber von Chengdu aus erreichbar.

Hunan ist die Region der Sandsteinsäulen von Zhangjiajie und der alten Wasserstadt Fenghuang.

In Guangxi liegt das Karstgebiet um Guilin und Yangshuo, bekannt durch die Li-Fluss-Fahrt und die Kegelberge.

Yunnan ist ganz anders: Altstädte, Gebirgsschluchten und die Grenze zu Tibet, mit Dali, Lijiang, der Tigersprungschlucht und Shangri-La. Die Region liegt zwischen 1.900 und 3.300 Metern Höhe, das Klima ist angenehm mild.

Tibet erreichst Du nur mit Genehmigung und Guide, dafür per Flug oder mit der Tibetbahn.

Der Süden zwischen Guangzhou, Shenzhen, Hongkong und Macau ist dicht besiedelt, gut vernetzt und ein guter Abschluss oder Auftakt einer Reise, weil die Verbindungen so einfach sind.

Die chinesische Mauer bei Peking

Die 40 schönsten Sehenswürdigkeiten in China

Damit Du die Entfernungen einschätzen kannst, findest Du hier eine interaktive Karte mit allen 40 Highlights aus diesem Artikel. Auf der Karte siehst Du schnell, wie weit die Wege sind. Zwischen Peking und Lhasa liegen mehr als 3.000 Kilometer Luftlinie, zwischen Harbin und Hongkong noch deutlich mehr. Mehr als zwei, drei Regionen solltest Du in eine Reise nicht packen. Die Hochgeschwindigkeitszüge sind schnell und günstig, trotzdem summieren sich die Fahrtage.


Ostchina

Ostchina ist der Teil des Landes, in dem sich die meisten Reisen am leichtesten starten lassen. Shanghai liegt an einem der großen internationalen Drehkreuze, und von dort aus sind Suzhou, Hangzhou und der Huangshan mit dem Schnellzug in ein bis vier Stunden zu erreichen. Die Landschaft wechselt zwischen Kanalstädten, Teeplantagen und den Granitgipfeln des Huangshan, ohne dass Du dafür lange Strecken zurücklegen musst. Für uns war Shanghai 2015 der Einstieg in unsere erste China-Reise, und wir kamen im März 2027 für sechs Tage zurück. Wer wenig Zeit hat, deckt diese Region gut in einer Woche ab, wer länger bleibt, kann sie mit Peking im Norden verbinden.

1. Shanghai – Bund und Yu-Garten

Shanghai war 2015 unsere Einstiegsstadt, von hier aus ging es mit dem Hochgeschwindigkeitszug weiter nach Yichang zur Yangtze-Kreuzfahrt. Der Bund zieht sich am Huangpu-Fluss entlang, auf der einen Seite Kolonialbauten mit britischem, französischem und deutschem Einfluss, auf der anderen die Hochhäuser von Pudong.

Der Kontrast ist der eigentliche Grund, warum man hier abends spazieren geht. Ein paar Straßen weiter liegt der Yu-Garten aus der Ming-Zeit, 1559 angelegt, mit Teichen, Pavillons, Felsen und Brücken. Direkt daneben steht das Huxinting-Teehaus an der Zickzackbrücke. Der Garten ist selten leer, morgens gleich nach der Öffnung ist es am ruhigsten. Für März 2027 haben wir sechs Tage Shanghai geplant und wollen dann auch das Umland genauer anschauen.

  • Beste Reisezeit: Frühling (April/Mai) und Herbst (Oktober/November), im Sommer wird es schwül. Öffnungszeiten: Bund rund um die Uhr; Yu-Garten täglich etwa 8:45 bis 17:00 Uhr.
  • Eintritt: Bund kostenlos; Yu-Garten ca. 40 Yuan, saisonabhängig.
  • Anfahrt: Flughafen Pudong, Maglev in rund 8 Minuten für ca. 50 Yuan zur Metro; Bund: Metro Linie 2 oder 10.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei bis drei Tage, mit einem Tagesausflug nach Suzhou oder Hangzhou.
  • Unser Tipp: Geh zum Bund erst nach Sonnenuntergang, wenn die Fassaden beleuchtet sind.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Artikel über Shanghai

Kurz & knapp

📍 Region: Ostchina
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2–3 Tage
💰 Eintritt: kostenlos bis günstig
Geeignet für: Städtereise, Architektur, Fotografie, Einsteiger


2. Suzhou

Suzhou haben wir bisher noch nicht besucht. Die Stadt gilt als eine der schönsten Gartenstädte Chinas, und mehrere der klassischen Gärten stehen auf der UNESCO-Liste. Genannt werden dabei immer wieder der Garten des Bescheidenen Beamten und der Löwenwaldgarten, beide mit Teichen, Steinformationen und Pavillons, die nach strengen Regeln komponiert sind. Der Kanalverlauf im Viertel um die Pingjiang Road wird in Reiseberichten als angenehmer Kontrast zu den Gartenanlagen beschrieben, weil man dort ohne Ticket durch Gassen laufen kann. Suzhou liegt nur eine halbe Stunde per Schnellzug von Shanghai entfernt, sodass die Stadt sich als Tagesausflug anbietet, auch wenn manche Reisende dort lieber übernachten, um die Gärten vor den Reisegruppen zu sehen.

  • Beste Reisezeit: April/Mai und Oktober/November.
  • Öffnungszeiten: Gärten meist täglich etwa 7:30 bis 17:30 Uhr.
  • Eintritt: Je Garten ca. 70–90 Yuan, Kombitickets möglich.
  • Anfahrt: Schnellzug ab Shanghai Hongqiao in rund 25–35 Minuten.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Ein Tag, zwei Gärten und ein Spaziergang am Kanal.
  • Unser Tipp: Beginne früh, die Gärten füllen sich ab dem späten Vormittag.
Kurz & knapp

📍 Region: Ostchina
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht) |
🕒 Aufenthaltsdauer: 1 Tag
💰 Eintritt: günstig bis moderat
Geeignet für: Kultur, Gärten, Fotografie, Tagesausflug


3. Hangzhou und der Westsee

Hangzhou steht auf unserer Liste, aber wir waren noch nicht dort. Im Mittelpunkt liegt der Westsee, ein UNESCO-Kulturerbe, den Dichter und Maler seit Jahrhunderten besingen. Der Uferweg lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad umrunden, Boote fahren zu den kleinen Inseln im See. Am Rand der Stadt liegen der buddhistische Lingyin-Tempel und die Teeplantagen von Longjing, wo der berühmte Grüntee wächst. Reisende beschreiben den See als besonders reizvoll bei Dunst oder leichtem Regen, dann verschwimmen die Uferlinien. An Feiertagen und Wochenenden wird es voll, und der Weg am Ostufer verwandelt sich in eine Menschenschlange. Von Shanghai aus dauert der Schnellzug rund eine Stunde.

  • Beste Reisezeit: April und Oktober bis November; im Sommer sehr heiß.
  • Öffnungszeiten: Westsee rund um die Uhr; Lingyin-Tempel täglich etwa 7:00 bis 18:00 Uhr.
  • Eintritt: Westsee kostenlos; Lingyin-Tempel ca. 75 Yuan inklusive Nebenanlagen.
  • Anfahrt: Schnellzug ab Shanghai Hongqiao in ca. 1 Stunde bis Hangzhou East.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Ein bis zwei Tage; wer nur einen Tag hat, mietet ein Fahrrad und lässt den Tempel aus.
  • Unser Tipp: Meide chinesische Feiertage, dann sind die Uferwege und der Tempel kaum zumutbar.
Kurz & knapp

📍 Region: Ostchina
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1–2 Tage
💰 Eintritt: kostenlos bis günstig
Geeignet für: Spaziergänge, Kultur, Tee, Radfahren


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4. Huangshan, die Gelben Berge

Den Huangshan kennen wir nur aus Berichten, aber er gehört seit Jahrhunderten zu den meistgemalten Bergen Chinas. Bizarre Granitgipfel ragen aus Wolkenmeeren, dazwischen krallen sich Kiefern in die Felsen. Die Berge sind ein UNESCO-Welterbe und bieten Wege, die mit Steintreppen ausgebaut sind, sodass der Aufstieg auch ohne Kletterausrüstung klappt. Viele Besucher übernachten oben, um Sonnenuntergang und Sonnenaufgang zu erleben, und berichten dabei von Wartezeiten an den Seilbahnen und überfüllten Aussichtspunkten in der Hauptsaison. Am zuverlässigsten für klare Sicht gelten der Herbst und der Winter, wenn Raureif auf den Kiefern liegt. Im Sommer bringt der Nebel oft die dichteren Wolkenmeere, aber auch mehr Regen.

  • Beste Reisezeit: Oktober bis November für klare Sicht, Winter für Raureif.
  • Öffnungszeiten: Park ganztägig, die Seilbahnen fahren etwa von 6:30 bis 17:00 Uhr.
  • Eintritt: Ca. 190 Yuan (März–November) bzw. ca. 150 Yuan (Dezember–Februar), Seilbahn extra.
  • Anfahrt: Schnellzug bis Huangshan North, weiter per Bus zum Fuß des Bergs.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei Tage mit einer Übernachtung auf dem Berg.
  • Unser Tipp: Buche die Unterkunft oben früh, in der Hauptsaison sind die Betten schnell weg.
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📍 Region: Ostchina
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2 Tage
💰 Eintritt: moderat
Geeignet für: Wandern, Fotografie, Naturfreunde


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Nordchina

Nordchina wird von Peking dominiert, aber die Region reicht weit über die Hauptstadt hinaus. Rund um Peking liegen gleich vier der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes, alle mit der Metro oder einem kurzen Ausflug erreichbar. Weiter südlich warten der heilige Berg Taishan, die Longmen-Grotten bei Luoyang und die gut erhaltene Altstadt von Pingyao, allesamt gute Zwischenstopps auf dem Weg nach Xi’an. Harbin liegt dagegen weit im Nordosten und lohnt sich vor allem im Winter wegen des Eisfestivals, eher als eigene Reise denn als Abstecher. Wir haben in dieser Region vor allem die Pekinger Klassiker selbst gesehen, den Rest kennen wir aus Recherche.

5. Peking – Verbotene Stadt

Die Verbotene Stadt war über fünf Jahrhunderte der Sitz der Kaiser, ein Palastkomplex mit fast tausend Gebäuden und mehr als 9.000 Räumen. Wir waren dort, und die schiere Größe ist das Erste, was Du wissen solltest: Die Mittelachse zieht sich vom Tor des Himmlischen Friedens bis zum Nordtor durch eine Folge von Höfen, und die Strecke ist länger, als sie auf der Karte aussieht. Wichtig ist die Organisation. Der Zugang funktioniert nur mit Online-Reservierung und Reisepass, und Montag ist Ruhetag. Wer das nicht früh bucht, steht vor verschlossenem Tor.

  • Beste Reisezeit: April/Mai und September/Oktober.
  • Öffnungszeiten: Ca. 8:30 bis 17:00 Uhr, montags geschlossen.
  • Eintritt: Ca. 60 Yuan in der Hauptsaison; Reservierung Pflicht, mindestens eine Woche vorher buchen.
  • Anfahrt: Metro Linie 1 bis Tian’anmen Ost oder West.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Mindestens einen halben Tag, besser den ganzen Vormittag.
  • Unser Tipp: Nimm den Reisepass mit, sonst kommst Du trotz Ticket nicht durch die Kontrolle.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Artikel über Peking

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📍 Region: Nordchina
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: halber Tag
💰 Eintritt: günstig
Geeignet für: Kultur, Geschichte, Erstbesucher


6. Peking – Himmelstempel

Der Himmelstempel liegt im Süden der Stadt, wo die Kaiser für gute Ernten beteten. Der Park drumherum ist größer als der Tempel selbst und dient den Pekingern als Treffpunkt, morgens wird hier häufig Tai-Chi geübt oder Karten gespielt. Die runde Halle des Erntegebets, mit ihrem dreifach gestuften blauen Dach, gilt als das Wahrzeichen. Sie wurde ohne einen einzigen Nagel gebaut, und diese Bauweise erkennt man an den dicken, lackierten Holzsäulen im Inneren. Die Anlage ist so aufgebaut, dass sie den Übergang von der Erde zum Himmel symbolisiert, mit runden Formen für den Himmel und eckigen für die Erde.

  • Beste Reisezeit: Frühling und Herbst.
  • Öffnungszeiten: Park ca. 6:00 bis 21:00 Uhr, Hallen ca. 8:00 bis 17:00 Uhr.
  • Eintritt: Ca. 30 Yuan für den Park, Kombiticket mit den Hallen etwas mehr.
  • Anfahrt: Metro Linie 5 bis Tiantandongmen.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei bis drei Stunden, am besten am Morgen.
  • Unser Tipp: Komm früh, dann siehst Du den Park im Alltag der Pekinger, nicht nur als Sehenswürdigkeit.
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📍 Region: Nordchina
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2–3 Stunden
💰 Eintritt: günstig
Geeignet für: Kultur, Fotografie, Entspannung, Erstbesucher


7. Peking – Sommerpalast

Der Sommerpalast im Nordwesten der Stadt war die Sommerresidenz der Kaiser, ein riesiges Gelände aus Hügel, See und Pavillons. Der Kunming-See nimmt drei Viertel der Fläche ein, am Ufer zieht sich der Lange Korridor entlang, ein überdachter Wandelgang mit Tausenden bemalten Balken. Wir waren dort. Das Marmorboot am Nordufer ist das bekannteste Fotomotiv, der Rest erschließt sich am besten zu Fuß und ohne festes Programm. Wer die Verbotene Stadt gesehen hat, versteht hier, wie der Hof im Sommer gelebt hat: nicht zwischen Mauern, sondern am Wasser.

  • Beste Reisezeit: Frühling, wenn die Bäume blühen, und Herbst.
  • Öffnungszeiten: Ca. 6:30 bis 18:00 Uhr, abhängig von Saison.
  • Eintritt: Ca. 30 Yuan für den Park, mit Kombiticket bis ca. 60 Yuan.
  • Anfahrt: Metro Linie 4 bis Beigongmen.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Ein halber Tag, mit Zeit für eine Bootsfahrt.
  • Unser Tipp: Nimm Wasser mit, im Sommer ist der Park heiß und der Weg um den See lang.
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📍 Region: Nordchina
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: halber Tag
💰 Eintritt: günstig
Geeignet für: Kultur, Spaziergänge, Fotografie


8. Chinesische Mauer

Bei der Mauer stellt sich sofort die Frage, welcher Abschnitt es sein soll, denn sie ist mehrere tausend Kilometer lang, und rund um Peking gibt es gleich mehrere Zugänge. Badaling ist der bekannteste und mit Abstand voll. Mutianyu gilt als am besten restauriert und weniger überlaufen, und die Seilbahn bringt Dich hinauf. Jinshanling liegt weiter draußen und ist für Wanderer geeignet, Jiankou ist wild und nur etwas für Erfahrene. Wir waren an der Mauer. Als Einstieg empfehlen wir Mutianyu, wenn Du zum ersten Mal hier bist und nicht stundenlang wandern willst. Die Wehrtürme wechseln sich mit steilen Abschnitten ab, und die Ausblicke auf die Bergrücken reichen weit.

  • Beste Reisezeit: April/Mai und Oktober, im Winter kann es sehr kalt und glatt sein.
  • Öffnungszeiten: Je nach Abschnitt etwa 8:00 bis 17:30 Uhr.
  • Eintritt: Mutianyu ca. 45 Yuan plus Seilbahn, Badaling ca. 40 Yuan, Jinshanling ca. 65 Yuan.
  • Anfahrt: Von Peking per Tour, Taxi oder Bus, je nach Abschnitt 1 bis 2 Stunden.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Ein voller Tag inklusive Anreise.
  • Unser Tipp: Starte früh, ab Mittag füllen sich die Abschnitte.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Artikel über Peking mit allen Infos für deinen Besuch der Chinesischen Mauer

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📍 Region: Nordchina | ⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5) | 🕒 Aufenthaltsdauer: 1 Tag | 💰 Eintritt: günstig bis moderat | Geeignet für: Wandern, Fotografie, Geschichte, Erstbesucher


9. Taishan

Der Taishan in der Provinz Shandong ist einer der fünf heiligen Berge des Taoismus und seit Jahrhunderten Ziel von Pilgern. Wir waren noch nicht dort, kennen aber die Beschreibungen: Rund 6.000 Steinstufen führen zum Gipfel auf 1.545 Metern, kaiserliche Inschriften säumen den Weg, und viele Besucher steigen nachts auf, um den Sonnenaufgang zu sehen. Wer nicht laufen möchte, nimmt die Seilbahn, die einen Großteil der Höhe überwindet. Berichte erwähnen, dass es oben auch im Sommer kühl ist und Nebel die Aussicht schnell nimmt. Der Berg liegt gut anderthalb Stunden Schnellzug südlich von Peking, was ihn zu einer Möglichkeit für einen Zwischenstopp macht.

  • Beste Reisezeit: Herbst für klare Sicht.
  • Öffnungszeiten: Der Berg ist ganztägig zugänglich, Seilbahnen fahren tagsüber.
  • Eintritt: Ca. 115–125 Yuan, Seilbahn extra.
  • Anfahrt: Schnellzug nach Tai’an, weiter per Bus oder Taxi zum Eingang.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Ein bis zwei Tage; wer den Sonnenaufgang will, übernachtet oben.
  • Unser Tipp: Plan Handschuhe und eine Jacke ein, oben ist es deutlich kälter als unten.
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📍 Region: Nordchina
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1–2 Tage
💰 Eintritt: moderat
Geeignet für: Wandern, Kultur, Pilgerorte, Sonnenaufgang


10. Longmen-Grotten

Die Longmen-Grotten bei Luoyang gehören zu den großen buddhistischen Felsenkunststätten Chinas, wir haben sie noch nicht besucht. Über Jahrhunderte wurden hier am Ufer des Yi-Flusses zehntausende Statuen in den Kalkstein gehauen. Das Zentrum bildet die große Vairocana-Figur im Fengxian-Tempel, ungefähr 17 Meter hoch und, so wird es beschrieben, mit einem Gesichtsausdruck, der eher menschlich als göttlich wirkt. Der Ort wirkt am Fluss großzügiger als andere Grotten, weil man an beiden Ufern entlanglaufen kann. Wer die Felsbilder von Dazu bei Chongqing kennt, sieht hier einen deutlich älteren Stil.

  • Beste Reisezeit: Frühling und Herbst.
  • Öffnungszeiten: Ca. 8:00 bis 17:30 Uhr, abhängig von der Saison.
  • Eintritt: Ca. 90 Yuan.
  • Anfahrt: Schnellzug nach Luoyang Longmen, dann kurz per Taxi oder Bus.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Ein halber Tag, gut kombinierbar mit einem Stopp auf dem Weg von Peking nach Xi’an.
  • Unser Tipp: Nimm Dir Zeit für die kleineren Nischen abseits der großen Buddhas.
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📍 Region: Nordchina
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: halber Tag
💰 Eintritt: moderat
Geeignet für: Kultur, Geschichte, Fotografie


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Baedeker Reiseführer China
Der Reiseführer, der alles hat. Hier liest du über das Land selbst, die schönsten Sehenswürdigkeiten und bekommst allerhand Tipps zu Unterkünften und Restaurants. Der Allrounder sozusagen.

DuMont Reisehandbuch – Reiseführer China
Eine schöne Alternative zum Baedeker ist der Reiseführer von Dumont. Er ist ebenfalls sehr ausführlich und bietet alles was man für eine Reise durch China braucht. 

Fettnäpfchenführer China: Der Wink mit dem Hühnerfuß
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Unterwegs in China – Das große Reisebuch
Mit wunderschönen Fotografien zeigt dieser Bildband all die Schönheit des Landes. Ein perfekter Einstieg um sich die schönsten Orte für Deine Reise heraus zu suchen.


11. Pingyao

Pingyao ist eine der am besten erhaltenen alten Städte Chinas, und wir wissen von den Berichten anderer Reisender, dass sich der Besuch als Zwischenstopp zwischen Peking und Xi’an anbietet. Die rund sechs Kilometer lange Stadtmauer umschließt Gassen mit Innenhöfen, Torhäusern und den früheren Bankhäusern der Stadt. Der Rishengchang, gegründet 1823, gilt als erste Bankkette des Landes und ist heute ein Museum. Die Stadt zeigt sich abends am schönsten, wenn Laternen die Gassen beleuchten, wird tagsüber aber von Reisegruppen durchlaufen. Wer übernachtet, erlebt die Gassen in Ruhe morgens und abends.

  • Beste Reisezeit: Mai bis Oktober.
  • Öffnungszeiten: Sehenswürdigkeiten meist ca. 8:00 bis 17:30 Uhr, die Gassen sind jederzeit begehbar.
  • Eintritt: Kombiticket für die Altstadt ca. 125 Yuan, wenige Tage gültig.
  • Anfahrt: Schnellzug bis Pingyao Gucheng; ab Peking rund 4 Stunden, ab Xi’an rund 3 Stunden.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Eine Übernachtung, damit Du die Altstadt auch abends erlebst.
  • Unser Tipp: Wähle ein Gästehaus im Innenhof, das ist die typische Unterkunft der Stadt.
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📍 Region: Nordchina
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1–2 Tage
💰 Eintritt: moderat
Geeignet für: Kultur, Geschichte, Fotografie, Zwischenstopp


12. Harbin – Eisfestival

Harbin liegt im Nordosten, fast an der Grenze zu Russland, und im Winter verwandelt sich die Stadt in ein Freiluftmuseum aus Eis. Wir waren noch nicht dort, können aber beschreiben, was Reisende hervorheben: Auf dem Gelände der Eis- und Schneewelt entstehen aus Eisblöcken vom zugefrorenen Songhua-Fluss ganze Paläste und Türme, nachts farbig beleuchtet. Dazu kommen Schneeskulpturen auf der Sonneninsel und die russisch geprägte Altstadt mit ihren Kirchen. Die Temperaturen liegen im Januar oft bei minus 20 bis minus 30 Grad, und ohne Thermokleidung hält man es draußen nicht lange aus. Das Festival läuft meist von Dezember bis Februar, der genaue Termin hängt von der Kälte ab.

  • Beste Reisezeit: Januar bis Anfang Februar.
  • Öffnungszeiten: Die Eisanlagen öffnen abends und sind bis spät in die Nacht beleuchtet.
  • Eintritt: Ca. 300 Yuan und mehr für die Eis- und Schneewelt, Preise schwanken je nach Saison.
  • Anfahrt: Schnellzug oder Flug ab Peking, rund 8 Stunden Bahn beziehungsweise 2 Stunden Flug.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei bis drei Tage für Eiswelt, Sonneninsel und Altstadt.
  • Unser Tipp: Kaufe Handschuhe und Thermounterwäsche schon in Deutschland, vor Ort werden Winterkleider teuer.
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📍 Region: Nordchina
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht) 🕒 Aufenthaltsdauer: 2–3 Tage
💰 Eintritt: höher
Geeignet für: Winterreisen, Fotografie, besondere Erlebnisse


Nordwestchina

Ab Xi’an beginnt die alte Seidenstraße, und mit ihr verändert sich das Land spürbar: trockener, weiter, mit weniger Menschen auf den Straßen. Die Mogao-Grotten bei Dunhuang und die Regenbogenberge von Zhangye liegen beide im Hexi-Korridor und lassen sich gut zu einer Route verbinden, allerdings mit langen Zugfahrten dazwischen. Xi’an selbst ist mit dem übrigen Land dicht vernetzt und deshalb der übliche Ausgangspunkt, bevor es weiter Richtung Westen geht. Wir waren bislang nur in Xi’an, die Wüstenregion steht noch auf unserer Liste. Wer Zeit hat, sollte hier nicht hetzen, die Distanzen sind größer, als die Karte vermuten lässt.

13. Xi’an

Xi’an war für Jahrhunderte die Hauptstadt Chinas und ist heute der Ausgangspunkt der alten Seidenstraße. Die Altstadt ist von einer 13,7 Kilometer langen Stadtmauer umgeben, zwölf Meter hoch und bis zu 18 Meter breit, und Du kannst sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad komplett umrunden. Innerhalb der Mauern gilt eine Höhenbegrenzung für Gebäude, das Zentrum wirkt dadurch niedriger als in den meisten chinesischen Großstädten. Wir haben in Xi’an an einem Dumpling-Buffet mit zwölf verschiedenen Sorten teilgenommen, und in den Parks fiel uns das morgendliche Leben auf: Tai-Chi, Gruppentanz, Mahjong und Musik. Die Terrakotta-Armee steht meist im Mittelpunkt der Reisepläne, aber Xi’an selbst verdient mehr als einen Zwischenstopp.

  • Beste Reisezeit: April/Mai und September/Oktober; im Sommer heiß, im Winter kalt.
  • Öffnungszeiten: Stadtmauer täglich, ca. 8:00 bis 22:00 Uhr; Muslimisches Viertel bis in den Abend.
  • Eintritt: Stadtmauer ca. 54 Yuan, Fahrradverleih extra; die Altstadtviertel sind frei.
  • Anfahrt: Flughafen Xianyang, Taxi ca. 100 Yuan oder Shuttlebus ca. 25 Yuan; Metro für unter einem Euro.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei bis drei Tage inklusive Terrakotta-Armee.
  • Unser Tipp: Plane die Mauerrunde am späten Nachmittag, wenn die Hitze nachlässt.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Artikel über Xi’an

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📍 Region: Nordwestchina
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2–3 Tage
💰 Eintritt: günstig
Geeignet für: Kultur, Kulinarik, Geschichte, Radfahren


14. Terrakotta-Armee

Die Terrakotta-Armee wurde 1974 von Bauern beim Brunnenbau entdeckt und bewacht das Grab des ersten Kaisers Qin Shihuangdi. Tausende lebensgroße Krieger stehen in Formation, jeder mit eigenem Gesicht, viele noch mit Resten der ursprünglichen Bemalung. Wir waren dort und können bestätigen, dass die Ausgrabung noch nicht abgeschlossen ist: Du siehst Archäologen bei der Rekonstruktion zerbrochener Figuren. Der Andrang ist enorm, bis zu 65.000 Besucher pro Tag sind zugelassen, und Tickets sollten mindestens sieben Tage im Voraus reserviert werden. Von den drei großen Gruben ist die erste am größten, in der dritten sind die Figuren am besten erhalten, dafür sind die Hallen dort klein.

  • Beste Reisezeit: Frühling und Herbst, morgens gleich nach der Öffnung.
  • Öffnungszeiten: Täglich ca. 8:30 bis 17:30 Uhr.
  • Eintritt: 120 Yuan (ca. 16 Euro), Reservierung erforderlich, Reisepass mitbringen.
  • Anfahrt: Ab Xi’an rund eine Stunde per Bus, Taxi oder organisiertem Transfer.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Ein halber Tag, besser mit Führer oder Audioguide.
  • Unser Tipp: Buche das Ticket früh und komme zur Öffnung, danach füllen sich die Hallen schnell.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Artikel über Xi’an und die Terrakotta-Armee

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📍 Region: Nordwestchina
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: halber Tag
💰 Eintritt: günstig
Geeignet für: Geschichte, Kultur, Erstbesucher


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15. Mogao-Grotten bei Dunhuang

Die Mogao-Grotten am Rand der Wüste Gobi zählen zu den bedeutendsten buddhistischen Kunststätten der Welt. Selbst waren wir noch nicht dort, aber die Eckdaten stehen fest: Über tausend Jahre lang wurden hier Höhlen in die Felswand gegraben und mit Wandmalereien und Skulpturen ausgestattet, mehrere Hundert davon sind erhalten. Besucher kommen nur mit vorab gebuchtem Ticket und zeitlich fest eingeteilten Führungen hinein, Fotografieren in den Höhlen ist untersagt. Die Besucherzahlen pro Tag sind begrenzt, weil die Malereien sonst durch Feuchtigkeit leiden. Zur Anreise nach Dunhuang bieten sich Flug oder Zug an, die Stadt liegt am westlichen Ende des Hexi-Korridors und lässt sich gut mit Zhangye verbinden.

  • Beste Reisezeit: April bis Oktober, im Winter ist es sehr kalt.
  • Öffnungszeiten: Täglich, zu festen Führungszeiten, ca. 8:30 bis 17:30 Uhr.
  • Eintritt: In der Hauptsaison ca. 200 Yuan, in der Nebensaison weniger; Vorab-Buchung Pflicht.
  • Anfahrt: Ab Dunhuang rund 25 Kilometer per Bus oder Taxi.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei bis drei Tage in Dunhuang, mit Wüstendünen und der Oase Yueyaquan.
  • Unser Tipp: Buche das Ticket, sobald die Reisedaten feststehen, in der Hochsaison sind die Kontingente schnell weg.
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📍 Region: Nordwestchina
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2–3 Tage
💰 Eintritt: moderat
Geeignet für: Kultur, Kunstgeschichte, Fotografie, Wüste


16. Zhangye Danxia – die Regenbogenberge

Die Regenbogenberge von Zhangye in der Provinz Gansu sind eine der auffälligsten Landschaften Chinas, und wir waren noch nicht dort. Rote, gelbe, grüne und blaue Gesteinsschichten aus Sandstein und Mineralien wurden über Millionen von Jahren gefaltet und erodiert, bis Streifenmuster in Hügelform entstanden. Der Danxia-Geopark gehört zum UNESCO-Welterbe, Stege und Aussichtsplattformen führen zu mehreren Punkten. Am schönsten sollen die Farben im Licht der tief stehenden Sonne wirken, also am Morgen oder späten Nachmittag, und nach Regen. Reisende berichten aber auch, dass Fotos im Netz stark bearbeitet sind und die Farben vor Ort dezenter ausfallen. Wer sich darauf einstellt, wird trotzdem eine besondere Landschaft sehen.

  • Beste Reisezeit: Mai bis Oktober, am besten bei Sonnenauf- oder -untergang.
  • Öffnungszeiten: Täglich, in der Sommersaison etwa von 7:00 bis 19:00 Uhr.
  • Eintritt: Ca. 60–75 Yuan, dazu ein Shuttlebus im Park.
  • Anfahrt: Schnellzug bis Zhangye, weiter per Bus oder Taxi zum Geopark.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Ein Tag, gerne mit Übernachtung in Zhangye, um die beste Lichtzeit mitzunehmen.
  • Unser Tipp: Wähle die Aussichtspunkte nach Sonnenstand aus, die Farbwirkung schwankt stark.
Kurz & knapp

📍 Region: Nordwestchina
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1 Tag
💰 Eintritt: günstig
Geeignet für: Fotografie, Naturfreunde, Roadtrips


Südwestchina: Chongqing und Sichuan

Der Südwesten war 2025 der Teil unserer Reise, der uns am meisten überrascht hat, und er ist bis heute der Abschnitt, den wir am häufigsten weiterempfehlen. Chongqing und Chengdu liegen nur eine Zugstunde auseinander und lassen sich gut in einer Route verbinden, mit Tagesausflügen zu den Felsbildern von Dazu und dem Karst von Wulong dazwischen. Wer Pandas sehen will, kommt an Chengdu nicht vorbei, und wer Ruhe vor der Hitze sucht, findet sie im Jiuzhaigou-Tal weiter im Norden der Provinz Sichuan. Die Yangtze-Kreuzfahrt verbindet diese Region mit Ostchina, für uns war sie 2015 der Auftakt zu Tibet. Verglichen mit Peking oder Shanghai ist hier deutlich weniger internationaler Tourismus unterwegs.

17. Chongqing

Chongqing ist eine Stadt aus Hügeln, Brücken und Hochhäusern, die sich über dem Zusammenfluss von Jangtse und Jialing stapeln. Wir waren 2025 dort und haben unter anderem in einem heruntergekommenen Lagerhaus einen Fleisch- und Gemüsemarkt besucht, bei 30 Grad mit Innereien, lebenden Fröschen und einer riesigen Gemüseauswahl im Obergeschoss, eine Herausforderung für die Sinne und für uns das wahre China abseits der Touristenmärkte. Hongyadong, der Häuserkomplex an der Klippe, ist abends am schönsten, die Yangtze-Seilbahn ist günstig und schnell. Die berühmte U-Bahn-Station Liziba, wo die Metro durch ein Wohnhaus fährt, ist für uns mehr Social-Media-Hype als Erlebnis. Essen ist hier ein Thema für sich: Hotpot, scharfe Nudelsuppe und saure, scharfe Glasnudeln.

  • Beste Reisezeit: Frühling und Herbst; der Sommer ist heiß und feucht.
  • Öffnungszeiten: Hongyadong täglich ca. 10:00 bis 22:00 Uhr, Yangtze-Seilbahn ca. 7:00 bis 22:00 Uhr.
  • Eintritt: Hongyadong kostenlos, Yangtze-Seilbahn ca. 30 Yuan pro Strecke, Raffles City „The Crystal“ ca. 100 Yuan.
  • Anfahrt: Metro und DiDi; an Fahrkartenautomaten funktionieren AliPay und WeChat oft nicht, nimm Bargeld mit.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei Tage für die Stadt, vier bis fünf mit Ausflügen zu Wulong und Dazu.
  • Unser Tipp: Geh nach Sonnenuntergang zum Zusammenfluss, wenn die Skyline beleuchtet ist.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Artikel über Chongqing

Kurz & knapp

📍 Region: Südwestchina
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2–4 Tage
💰 Eintritt: günstig
Geeignet für: Städtereise, Kulinarik, Fotografie


18. Wulong Karst

Der Wulong Karst Nationalpark liegt etwa zwei Bahnstunden von Chongqing entfernt und gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe Südchinas. Bekannt sind die Drei Natürlichen Brücken, gewaltige Felsbögen über einer Schlucht, und die Longshuixia-Schlucht mit ihren Wasserfällen. Wir waren dort und würden festes Schuhwerk empfehlen, denn die Wege sind teils nass und uneben, und bei den Wasserfällen kann man durchnässt werden. Wechselkleidung ist keine Übertreibung. Für steile Stücke gibt es Aufzüge, die man statt der Treppen nehmen kann. Der Park ist groß, und ohne frühen Start kommt man nicht weit.

  • Beste Reisezeit: Frühling bis Herbst.
  • Öffnungszeiten: Beide Hauptattraktionen täglich ca. 8:30 bis 17:30 Uhr.
  • Eintritt: Drei Natürliche Brücken ca. 125 Yuan, Longshuixia ca. 150 Yuan, Shuttlebusse ca. 15–40 Yuan.
  • Anfahrt: Zug ab Chongqing bis Wulong, dann Bus oder Taxi; oder eine geführte Tour für ca. 70 Euro.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Ein Tag, am besten mit frühem Start.
  • Unser Tipp: Nimm Bargeld oder AliPay/WeChat Pay mit, nicht überall funktionieren ausländische Karten.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Artikel über den Wulong Karst

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📍 Region: Südwestchina
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1 Tag
💰 Eintritt: moderat
Geeignet für: Wandern, Natur, Fotografie


19. Dazu-Felsbilder

Die Felsbilder von Dazu, rund drei Stunden von Chongqing entfernt, gehören zu den wichtigsten buddhistischen Steinmetzarbeiten Chinas und stehen auf der UNESCO-Liste. Für uns war der Besuch ein absolutes Highlight unserer Zeit in Chongqing, denn so etwas hatten wir vorher nicht gesehen. Es gibt zwei Hauptorte: Beishan mit kleineren, detailreichen Nischen, und Baodingshan mit einer langen U-förmigen Anlage aus Reliefs, Szenen und dem liegenden Buddha. Baodingshan ist gut besucht. Beginne in Beishan und spar Dir Baodingshan für den Nachmittag auf, dann hast Du besseres Licht. Zwischen den Standorten fährt ein Pflicht-Shuttle, und Tafeln bieten englische Erklärungen.

  • Beste Reisezeit: Frühling und Herbst.
  • Öffnungszeiten: Beishan ca. 8:00 bis 18:00 Uhr, Baodingshan ca. 8:30 bis 17:30 Uhr.
  • Eintritt: Beishan ca. 70 Yuan, Baodingshan ca. 115 Yuan, Kombiticket mit Shuttle ca. 150 Yuan.
  • Anfahrt: Bus ab Chongqing Caiyuanba in 2,5 bis 3 Stunden für ca. 60 Yuan, oder Tagestour ab ca. 27 Euro.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Ein Tag, mit bequemen Schuhen.
  • Unser Tipp: Baue die Tour so, dass Beishan am Vormittag und Baodingshan nachmittags kommt.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Artikel über Dazu

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📍 Region: Südwestchina
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1 Tag
💰 Eintritt: günstig
Geeignet für: Kultur, Kunstgeschichte, Fotografie


20. Drei-Schluchten-Staudamm und Yangtze-Kreuzfahrt

Die Yangtze-Kreuzfahrt war 2015 ein echtes Highlight unserer ersten China-Reise. Wir sind vier Tage von Yichang nach Chongqing gefahren, angereist waren wir mit dem Hochgeschwindigkeitszug aus Shanghai. Yichang ist für chinesische Verhältnisse eine kleine Stadt mit rund vier Millionen Einwohnern. Der Drei-Schluchten-Staudamm ist 1.853 Meter lang und 181 Meter hoch, das größte Wasserkraftwerk der Welt, und die Passage durch die fünfstufige Schleuse dauert etwa drei Stunden. Für den Bau mussten über 1,2 Millionen Menschen umgesiedelt werden. Auf der Strecke liegen die Mini-Schluchten bei Wushan, die rote zwölfstöckige Pagode von Shibaozhai aus dem Jahr 1750 und Fengdu, die Geisterstadt.

  • Beste Reisezeit: Frühling und Herbst, im Sommer ist es heiß und diesig.
  • Öffnungszeiten: Die Schiffe fahren nach festem Fahrplan, das Staudammgelände ist tagsüber geöffnet.
  • Eintritt: Preise der Kreuzfahrt variieren je nach Anbieter und Kabinenklasse; kein einheitlicher Tarif.
  • Anfahrt: Zug oder Flug nach Yichang, das Schiff endet in Chongqing; alternativ in umgekehrter Richtung.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Vier Tage für die klassische Strecke, mit Landausflügen unterwegs.
  • Unser Tipp: Vergleiche die Anbieter und frage nach den enthaltenen Ausflügen, sie unterscheiden sich deutlich.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Artikel über den Drei-Schluchten-Staudamm

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📍 Region: Südwestchina
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐ (3/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 3-4 Tage
💰 Eintritt: moderat bis höher
Geeignet für: Kreuzfahrt, Landschaft, Geschichte


21. Chengdu

Chengdu wirkt wie eine entspannte Riesenstadt, mit einem Lebensgefühl, das eher aus Teehäusern als aus Wolkenkratzern kommt. Die Mischung aus Geschichte, Tradition und Moderne zeigt sich in der Jinli Street, im Wenshu-Kloster und beim Besuch der Sichuan-Oper. Der Wuhou-Tempel kostet 50 Yuan Eintritt, den Qingcheng-Berg besuchst Du als Tagesausflug, 80 Yuan für die Vorderseite, 20 Yuan für die Rückseite. Die Metro ist mit zwei bis vier Yuan pro Fahrt extrem günstig. Kulinarisch ist die Stadt scharf: Das Sichuan-Essen ist berühmt für den betäubenden Pfeffer, und wer davon nicht genug bekommt, findet ihn in jedem Straßenimbiss. Für die meisten Reisenden ist Chengdu der Ausgangspunkt der Panda-Station, und beides zusammen ergibt einen guten Einstieg in den Südwesten.

  • Beste Reisezeit: März bis Mai und September bis November.
  • Öffnungszeiten: Wuhou-Tempel täglich, in der Regel ca. 8:00 bis 18:00 Uhr.
  • Eintritt: Wuhou-Tempel 50 Yuan, Qingcheng-Berg 80 bzw. 20 Yuan.
  • Anfahrt: Flughäfen Tianfu und Shuangliu; Schnellzüge aus Peking, Shanghai oder Hongkong in 6 bis 10 Stunden.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Drei Tage mit Panda-Station und einem Tempel- oder Bergausflug.
  • Unser Tipp: Nutze DiDi für Taxifahrten, die Preise stehen vorher fest.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Artikel über Chengdu

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📍 Region: Südwestchina
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2–3 Tage
💰 Eintritt: günstig
Geeignet für: Städtereise, Kulinarik, Kultur


22. Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding

Die Panda-Aufzuchtstation im Norden von Chengdu haben wir im Mai 2025 besucht, und wir sind einen ganzen Tag dort geblieben, mit über 20.000 Schritten auf dem Zähler. Die Anlage ist rund drei Kilometer lang, Shuttlebusse fahren durch den Park. Das Wichtigste ist die Uhrzeit: Wer aktive Pandas sehen will, muss früh da sein, denn zur Fütterung am Morgen sind sie in Bewegung, ab Mittag schlafen die meisten. Sie bleiben außerdem nur so lange draußen, bis es wärmer als 26 Grad wird. Wir empfehlen das West-Tor, das weniger überlaufen und großzügiger angelegt ist als das Süd-Tor. Auf dem Gelände leben rund 237 Große Pandas und 76 Kleine Pandas (Stand 2025).

  • Beste Reisezeit: Frühling und Herbst; im Sommer bleiben die Pandas wegen der Hitze früh drinnen.
  • Öffnungszeiten: Ab 7:30 Uhr.
  • Eintritt: Ca. 55 Yuan (rund 7 Euro), Dein Reisepass dient als Ticket.
  • Anfahrt: DiDi ab dem Zentrum rund 30 Minuten für ca. 30 Yuan.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Mindestens ein halber Tag, besser ein ganzer.
  • Unser Tipp: Kauf Souvenirs auf der Chunxi Road statt im Park, dort ist es günstiger.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Artikel über die Panda-Station

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📍 Region: Südwestchina
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: halber bis ganzer Tag
💰 Eintritt: günstig
Geeignet für: Familien, Tierfreunde, Fotografie


23. Leshan – Großer Buddha

Der Große Buddha von Leshan wurde im 8. Jahrhundert aus einer Felswand gehauen, er ist rund 71 Meter hoch und damit die höchste Steinbuddhastatue der Welt. Wir haben ihn noch nicht besucht, kennen ihn aber aus Berichten, die betonen, dass die eigentliche Größe erst zu ahnen ist, wenn man neben den Füßen steht: Ein Zeh ist größer als eine Person. Ein schmaler Treppenweg führt an der Seite des Buddhas hinab, dabei bilden sich lange Schlangen. Wer den Blick von unten lieber ohne Menschenmassen genießt, nimmt das Boot auf dem Fluss. Leshan liegt rund eine Stunde Schnellzug von Chengdu entfernt und lässt sich gut als Tagesausflug einplanen.

  • Beste Reisezeit: Frühling und Herbst.
  • Öffnungszeiten: Täglich, etwa 7:30 bis 18:30 Uhr.
  • Eintritt: Ca. 80–90 Yuan, Bootsfahrt extra.
  • Anfahrt: Schnellzug ab Chengdu bis Leshan in rund einer Stunde, weiter per Bus oder Taxi.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Ein Tag, mit Start am frühen Morgen.
  • Unser Tipp: Komme früh, damit Du am Treppenweg weniger wartest.
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📍 Region: Südwestchina
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1 Tag
💰 Eintritt: günstig
Geeignet für: Kultur, Geschichte, Tagesausflug


24. Jiuzhaigou-Tal

Das Jiuzhaigou-Tal im Norden der Provinz Sichuan ist berühmt für seine türkisfarbenen Seen und Wasserfälle, die Farbe entsteht durch Kalk und Algen. Wir haben es noch nicht besucht. Reisende berichten, dass der Herbst mit seiner Laubfärbung die meistbesuchte Jahreszeit ist, dann sind die Tickets Monate im Voraus vergriffen. Das Gebiet wurde 2017 von einem Erdbeben getroffen und in den Folgejahren teilweise wieder geöffnet, vor der Buchung solltest Du prüfen, welche Bereiche aktuell zugänglich sind. Bis zu 40.000 Besucher pro Tag sind in der Spitze möglich, der Betrieb läuft mit Shuttlebussen, die an den Aussichtspunkten halten. Im Winter sind die Preise niedriger, die Seen sind teils gefroren.

  • Beste Reisezeit: September bis Anfang November für die Laubfärbung, März bis Mai für weniger Betrieb.
  • Öffnungszeiten: Täglich, meist ab dem Vormittag bis zum späten Nachmittag.
  • Eintritt: Hauptsaison (1. April bis 15. November) mit Shuttlebus rund 250 Yuan, in der Nebensaison deutlich weniger.
  • Anfahrt: Zug von Chengdu bis Huanglong-Jiuzhai (ca. 2 Stunden), dann rund 1,5 Stunden per Auto; oder Flug in einer Stunde plus zwei Stunden Fahrt.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei Tage für ein entspanntes Tempo, ein Tag ist knapp.
  • Unser Tipp: Buche in der Herbstsaison mindestens zwei Monate im Voraus.
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📍 Region: Südwestchina
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1–2 Tage
💰 Eintritt: moderat bis höher
Geeignet für: Natur, Fotografie, Herbstreisen


Hunan: Zhangjiajie und Fenghuang

Hunan haben wir 2025 vor allem wegen der Sandsteinsäulen von Zhangjiajie angesteuert, und die Region hat uns mit mehr überrascht, als wir erwartet hatten. Der Forest Park und der Tianmen Mountain liegen nah beieinander und lassen sich gut in drei bis vier Tagen verbinden, mit Zugverbindungen nach Changsha, Chongqing und Guilin. Fenghuang liegt eine Zugstunde weiter südlich und ist ein guter ruhiger Abschluss nach den Wanderungen und Seilbahnen der Nationalparks. Wetterbedingt lohnt sich hier etwas Pufferzeit, weil Nebel und Regen Sichtweiten und Seilbahnbetrieb schnell verändern können. Für uns gehört diese Region zu den dichtesten Abschnitten unserer gesamten Reise.

25. Zhangjiajie Forest Park

Die Sandsteinsäulen im Wulingyuan-Gebiet haben den Film Avatar mitgeprägt, und wer im Park steht, erkennt schnell, warum. Hunderte Felsnadeln ragen aus dem Wald, dazwischen hängt oft Nebel. Wir sind dort gewandert und mit der Seilbahn gefahren. Der Park ist groß, ein früher Start hilft. Der Bailong-Aufzug ist mit 326 Metern der höchste Außenaufzug der Welt, komplett verglast, die Fahrt dauert zwei Minuten. Wir empfehlen zwei Tage und eine Übernachtung in Wulingyuan am Osteingang. Das Ticket gilt vier aufeinanderfolgende Tage, ist also für längere Aufenthalte sinnvoll. Wer Nebel erwischt, sieht stellenweise wenig, dafür wirken die Säulen dann fast wie gemalt.

  • Beste Reisezeit: April bis Oktober; Nebel im Frühjahr, klarere Sicht im Herbst.
  • Öffnungszeiten: Ab ca. 7:00 Uhr.
  • Eintritt: Ca. 345 Yuan für den Park, mit Seilbahnen und Aufzug ca. 450 bis 570 Yuan; vier Tage gültig.
  • Anfahrt: Schnellzug bis Zhangjiajie, dann 45 Minuten per Shuttle oder Taxi nach Wulingyuan.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei Tage im Park, ein weiterer Tag für den Tianmen Mountain.
  • Unser Tipp: Sei zur Öffnung am Osttor, dann bist Du vor den Reisegruppen oben.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Artikel über den Zhangjiajie Forest Park

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📍 Region: Hunan
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2 Tage
💰 Eintritt: moderat
Geeignet für: Wandern, Fotografie, Natur, Naturfreunde


26. Tianmen Mountain

Für uns ist der Tianmen Mountain sogar noch schöner als der Forest Park. Die Seilbahn ist mit rund 7,5 Kilometern eine der längsten der Welt und braucht etwa eine halbe Stunde, sie überwindet über 1.200 Höhenmeter. Oben führen Glaswege in bis zu 1.400 Metern Höhe an der Felswand entlang, im Volksmund der Weg des Glaubens. Das Himmelstor, eine 131 Meter hohe Öffnung im Fels, erreichst Du über 999 Stufen, oder mit Rolltreppen. Die berühmte Straße mit den 99 Kurven war bei unserem Stand von 2025 gesperrt. Tickets buchst Du vorab über Klook oder Trip.com, weil nur eine begrenzte Zahl von Besuchern eingelassen wird. Von den drei Routen A, B und C empfehlen wir Route A. Snacks und Wasser solltest Du selbst mitbringen.

  • Beste Reisezeit: Frühling und Herbst, bei klarer Sicht.
  • Öffnungszeiten: Ganztägig, ab dem frühen Vormittag; aktuelle Zeiten vor der Buchung prüfen.
  • Eintritt: Ticket über Klook oder Trip.com, Preis je nach Route und Saison.
  • Anfahrt: Ab Stadt Zhangjiajie per Shuttlebus (13 Yuan) direkt zur Talstation.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Ein voller Tag, beginne früh.
  • Unser Tipp: Nimm Verpflegung mit, oben gibt es kaum etwas zu kaufen.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Artikel über den Tianmen Mountain

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📍 Region: Hunan
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1 Tag
💰 Eintritt: moderat
Geeignet für: Fotografie, Wandern, Aussichtspunkte, Naturfreunde


27. Fenghuang

Fenghuang ist eine alte Wasserstadt am Tuojiang-Fluss, und auf uns wirkte sie nicht wie ein Freilichtmuseum. Tagsüber sind die Gassen und Stelzenhäuser voller Reisegruppen, nach Sonnenuntergang verändert sich die Stimmung: Lichter spiegeln sich im Wasser, Livemusik dringt aus den Bars. Wir empfehlen einen Tag und eine Nacht, das reicht aus, um die Altstadt bei Licht und im Dunkeln zu sehen. Wähle Deine Unterkunft in einer Nebenstraße, nicht direkt am Fluss, denn an den Ufern läuft die Musik bis etwa zwei Uhr nachts. Buche auf Trip.com, dort gibt es mehr Auswahl als auf Booking. Eine Bootsfahrt auf dem Fluss kostet wenig und lohnt sich besonders, wenn Du die Ufer aus anderer Perspektive sehen willst.

  • Beste Reisezeit: Frühling und Herbst; früh am Morgen oder nach Sonnenuntergang ist es leerer.
  • Öffnungszeiten: Altstadt rund um die Uhr, Sehenswürdigkeiten tagsüber.
  • Eintritt: Hongqiao-Brücke kostenlos, Kombikarte ca. 148 Yuan, Boot 15–20 Yuan.
  • Anfahrt: Bahnhof Fenghuang Gucheng, dann Shuttlebus (7 Yuan, 45 Minuten) oder DiDi; Züge ab Zhangjiajie, Changsha und Chongqing.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Eine Nacht.
  • Unser Tipp: Unterkunft in der zweiten Reihe wählen.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Artikel über Fenghuang

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📍 Region: Hunan
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1 Tag und 1 Nacht
💰 Eintritt: günstig
Geeignet für: Kultur, Fotografie, Nachtleben, Altstadt


Guangxi: Guilin und Yangshuo

Guangxi ist die Region, die die meisten Menschen sofort mit China verbinden, auch wenn sie den Namen der Provinz nicht kennen: die Kegelberge, die auf unzähligen Postkarten und dem 20-Yuan-Schein zu sehen sind. Guilin dient meist nur als Ankunftsort, das eigentliche Ziel liegt südlich davon, rund um Yangshuo und den Yulong-Fluss. Von dort aus lassen sich die Li-Fluss-Kreuzfahrt und der Ruyi Peak gut zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per DiDi erreichen, große Distanzen gibt es in dieser Region kaum. Wir haben hier einige unserer entspanntesten Tage der ganzen Reise verbracht. Wer nach Zhangjiajie kommt, braucht für die Weiterfahrt nach Guilin nur wenige Zugstunden.

28. Guilin und Yangshuo – die Karstlandschaft

Die Kegelberge um Guilin und Yangshuo gehören zu den bekanntesten Motiven Chinas, die Li-Fluss-Landschaft ziert sogar den 20-Yuan-Schein. Guilin selbst ist die Stadt, in der Du landest oder mit dem Schnellzug ankommst, mit der Zhengyang-Fußgängerzone, den Doppelpagoden und dem Elefantenrüssel-Hügel, der bei Sonnenauf- und -untergang besonders schön ist. Der eigentliche Grund, hierher zu kommen, liegt im Süden: Yangshuo und der Yulong-Fluss. Wir haben dort mehrere Tage am Fluss verbracht, im Dreamland Inn, etwa 20 Minuten außerhalb der Stadt, mit riesigen Panoramafenstern und Vogelgezwitscher statt Touristentrubel. Es war die schönste Unterkunft unserer gesamten China-Reise. Reisterrassen sind von Mai bis Oktober am besten zu sehen. Ein Bambusboot auf dem Yulong kostet etwa 350 Yuan pro Boot, für höchstens zwei Personen und 160 Kilo.

  • Beste Reisezeit: April bis Oktober, die Reisterrassen im Sommer.
  • Öffnungszeiten: Landschaft frei zugänglich, Bootsfahrten tagsüber.
  • Eintritt: Bambusboot ca. 350 Yuan pro Boot; Fahrrad ab ca. 50 Yuan pro Tag, E-Roller ca. 80–100 Yuan.
  • Anfahrt: Schnellzug nach Guilin, weiter mit dem Bus nach Yangshuo in 1,5 bis 2 Stunden.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Drei bis vier Tage, davon mindestens zwei in Yangshuo.
  • Unser Tipp: Übernachte außerhalb der West Street am Yulong-Fluss, dort ist es ruhig.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Artikel über Guilin und über Yangshuo

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📍 Region: Guangxi
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 3–4 Tage
💰 Eintritt: günstig
Geeignet für: Natur, Radfahren, Fotografie, Entspannung


29. Li-Fluss-Kreuzfahrt

Die Fahrt auf dem Li-Fluss von Guilin nach Yangshuo dauert rund vier Stunden und führt an Karstbergen, kleinen Dörfern und Fischern auf Bambusflößen vorbei. Wir sind sie mit einem Vier-Sterne-Schiff mit Buffet gefahren und haben dafür 500 Yuan pro Person bezahlt. Die Preise beginnen bei etwa 350 Yuan, je nach Schiffsklasse und Verpflegung. Vom Anleger in Yangshuo läufst Du noch etwa 20 Minuten in den Ort, oder nimmst ein Taxi. Die Fahrt ist der klassische Weg, die Karstlandschaft zu sehen, und für uns gehört sie neben den Tagen am Yulong-Fluss zu den Höhepunkten in dieser Region. Sie ist aber auch touristisch: Rechne mit vielen anderen Booten.

  • Beste Reisezeit: April bis Oktober.
  • Öffnungszeiten: Abfahrten meist vormittags, Dauer ca. 4 Stunden.
  • Eintritt: Ab ca. 350 Yuan, mit Vier-Sterne-Schiff und Buffet 500 Yuan (Stand 2025).
  • Anfahrt: Von Guilin per Bus zum Anleger, Endpunkt Yangshuo.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Ein halber Tag, am besten in Kombination mit Übernachtung in Yangshuo.
  • Unser Tipp: Vergleiche die Schiffsklassen, die Preise reichen von rund 350 bis 500 Yuan.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Artikel über Yangshuo

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📍 Region: Guangxi
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: halber Tag
💰 Eintritt: moderat
Geeignet für: Landschaft, Kreuzfahrt, Fotografie


30. Ruyi Peak

Der Ruyi Peak gehörte 2025 zu den besten Aussichtspunkten unserer gesamten China-Reise. Wir sind durch Zufall auf ein YouTube-Video gestoßen, und das hat uns hierher geführt. Der Berg liegt zehn bis fünfzehn Kilometer südlich von Yangshuo, eine Fahrt mit dem Taxi dauert 20 bis 30 Minuten. Die Seilbahn braucht etwa zehn Minuten in modernen Gondeln, oben führen Wege in ein bis eineinhalb Stunden über den Gipfel. Von der runden Plattform siehst Du die Karstkegel in alle Richtungen, mit Feldern und Flusslauf dazwischen. Besonders empfohlen wird der Sonnenuntergang, wir würden für die Sicht einen klaren Tag am Vormittag oder späten Nachmittag wählen.

  • Beste Reisezeit: Vormittag oder später Nachmittag bei klarer Sicht.
  • Öffnungszeiten: Ca. 8:00 bis 17:30 Uhr, saisonabhängig.
  • Eintritt: 200 Yuan pro Person inklusive Seilbahn (Stand 2025).
  • Anfahrt: DiDi ab Yangshuo, 2025 rund 42 Yuan; alternativ Roller oder Fahrrad.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei bis drei Stunden für Seilbahn, Rundweg und Aussicht.
  • Unser Tipp: Nimm den Roller nur, wenn Du Erfahrung hast; DiDi ist die stressfreie Alternative.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Artikel über den Ruyi Peak

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📍 Region: Guangxi
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2–3 Stunden
💰 Eintritt: moderat
Geeignet für: Aussichtspunkte, Fotografie, Naturfreunde


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Yunnan

Yunnan liegt im äußersten Südwesten Chinas und fühlt sich streckenweise wie ein eigenes Land an: hohe Altstädte, tiefe Schluchten und ein spürbarer tibetischer Einfluss, je weiter Du nach Norden kommst. Dali, Lijiang, die Tigersprungschlucht und Shangri-La lassen sich in dieser Reihenfolge gut mit Bus und Bahn verbinden, wobei die Höhe von Ort zu Ort zunimmt. Reisende, die zuvor in Tibet waren, erkennen in Shangri-La vieles wieder, ohne die Genehmigungen und den Aufwand, die eine Tibet-Reise sonst mit sich bringt. Wir kennen diese Region bislang nur aus Recherche und stützen uns hier stärker auf Berichte anderer als in den übrigen Kapiteln. Wer Höhenluft nicht gewohnt ist, sollte die ersten Tage in Shangri-La bewusst ruhig angehen.

31. Dali

Dali liegt auf knapp 2.000 Metern am Erhai-See, mit dem Cangshan-Gebirge im Rücken. Wir haben die Stadt noch nicht besucht. Berichte beschreiben die Altstadt mit ihren Mauern und Gassen als angenehm entspannt, die Region ist Heimat der Bai, einer Minderheit mit eigener Architektur und Tracht. Die drei Pagoden des Chongsheng-Tempels sind das Wahrzeichen, der Erhai lässt sich mit dem Fahrrad umrunden. Dali gilt bei Reisenden als Gegenstück zum touristischeren Lijiang, mit etwas weniger Programm und mehr Ruhe. Die Bahnanbindung ist gut, ab Kunming dauert die Fahrt rund zwei Stunden.

  • Beste Reisezeit: März bis Mai und September bis November.
  • Öffnungszeiten: Altstadt jederzeit; Drei Pagoden ca. 8:00 bis 18:00 Uhr.
  • Eintritt: Altstadt frei; Drei Pagoden ca. 75 Yuan.
  • Anfahrt: Schnellzug ab Kunming in ca. 2 Stunden.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei Tage; ein Tag am See, ein Tag in der Altstadt.
  • Unser Tipp: Miete ein Fahrrad und fahre am Erhai-See entlang, die Uferstraße ist flach.
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📍 Region: Yunnan
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2 Tage
💰 Eintritt: günstig
Geeignet für: Altstadt, Radfahren, Entspannung, Kultur


32. Lijiang – Altstadt

Die Altstadt von Lijiang steht auf der UNESCO-Liste und ist das kulturelle Zentrum der Naxi. Wir haben sie noch nicht besucht. Kanäle durchziehen ein Gewirr aus Pflastergassen und Holzhäusern, über allem erhebt sich der Jadedrachen-Schneeberg mit knapp 5.600 Metern. Reisende beschreiben die Hauptgassen als kommerziell und überfüllt, die ruhigeren Ecken finden sich früh morgens oder in den Seitenstraßen. Die Stadt liegt auf rund 2.400 Metern, ein Hinweis für alle, die ohne Höhenerfahrung anreisen. Lijiang dient häufig als Ausgangspunkt für die Tigersprungschlucht und die Fahrt nach Shangri-La.

  • Beste Reisezeit: März bis Mai und September bis November.
  • Öffnungszeiten: Altstadt jederzeit zugänglich.
  • Eintritt: Altstadt meist über eine Instandhaltungsgebühr von ca. 50 Yuan; Regeln prüfen.
  • Anfahrt: Flug oder Zug ab Kunming oder Dali.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei bis drei Tage, mit einem Ausflug zum Jadedrachen-Schneeberg.
  • Unser Tipp: Gehe früh morgens durch die Gassen, dann gehört Dir die Altstadt fast allein.
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📍 Region: Yunnan
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2–3 Tage
💰 Eintritt: günstig
Geeignet für: Altstadt, Kultur, Fotografie


33. Tigersprungschlucht

Die Tigersprungschlucht gehört zu den tiefsten Schluchten der Welt: Der Jangtse, hier Jinsha genannt, fließt zwischen dem Jadedrachen- und dem Haba-Schneeberg mehr als 3.000 Meter unter den Gipfeln. Wir waren noch nicht dort. Der bekannte Wanderweg durch die obere Schlucht dauert üblicherweise zwei Tage mit Übernachtung in einem der Gästehäuser am Hang. Die Pfade sind teilweise schmal und ausgesetzt, nach Regen kann es zu Steinschlag kommen, Wetter und Wegzustand solltest Du vor dem Start klären. Von Lijiang aus dauert die Anreise zum Ausgangspunkt Qiaotou rund zwei Stunden mit dem Bus.

  • Beste Reisezeit: März bis Mai und September bis November; in der Regenzeit im Sommer nicht empfohlen.
  • Öffnungszeiten: Der Wanderweg ist tagsüber begehbar; Eintritt wird am Eingang kassiert.
  • Eintritt: Ca. 65 Yuan. Anfahrt: Bus ab Lijiang bis Qiaotou in ca. 2 Stunden.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei Tage, mit Übernachtung an der Strecke.
  • Unser Tipp: Erkundige Dich vor dem Start bei Deinem Gästehaus nach dem Wegzustand.
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📍 Region: Yunnan
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2 Tage
💰 Eintritt: günstig
Geeignet für: Wandern, Trekking, Naturfreunde


34. Shangri-La

Shangri-La, früher Zhongdian genannt, liegt auf rund 3.300 Metern und hat den Namen wegen des Romans „Der verlorene Horizont“ bekommen. Wir waren noch nicht dort. Prägend ist die tibetische Kultur: das Kloster Songzanlin mit seiner goldenen Dachlandschaft, die Altstadt Dukezong mit dem riesigen Gebetsrad und die Hochebene mit Yak-Herden. Reisende weisen auf die Höhe hin, die ohne Akklimatisierung schnell Kopfschmerzen macht. Seit einigen Jahren gibt es eine Bahnverbindung von Lijiang, alternativ fährt der Bus in rund vier Stunden. Wer bereits in Tibet war, kennt vieles wieder, aber die Landschaft ist eine andere.

  • Beste Reisezeit: Mai bis Oktober; im Winter kalt und teils Straßensperren.
  • Öffnungszeiten: Kloster ca. 8:30 bis 17:30 Uhr.
  • Eintritt: Kloster Songzanlin ca. 115 Yuan.
  • Anfahrt: Bahn oder Bus ab Lijiang.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei Tage, der erste zur Akklimatisierung.
  • Unser Tipp: Plane den ersten Tag ruhig, Alkohol und Anstrengung solltest Du in der Höhe meiden.
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📍 Region: Yunnan
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2 Tage
💰 Eintritt: moderat
Geeignet für: Kultur, Klöster, Höhenlandschaft


Tibet

Tibet ist der Teil Chinas, der die meiste Vorbereitung verlangt, und für uns war er zugleich der, der am längsten nachgewirkt hat. Ohne Reisegenehmigung, lizenzierten Guide und feste Reservierungen kommst Du hier nicht weiter, und die Höhe von Lhasa auf rund 3.650 Metern verlangt Zeit zur Akklimatisierung. Anreise und Rückreise gehören für uns zum Erlebnis dazu, ob per Flug oder mit der Tibetbahn, die selbst über 4.000 Meter hohe Pässe führt. Die Region lässt sich gut mit Sichuan oder Yunnan verbinden, je nachdem, aus welcher Richtung Du anreist. Plane für Tibet spürbar mehr Vorlaufzeit ein als für den Rest der Reise.

35. Lhasa und der Potala-Palast

Lhasa liegt auf rund 3.650 Metern, und der Potala-Palast ist das Wahrzeichen der Stadt und lange Zeit Sitz des Dalai Lama. Wir waren 2015 dort, und die Reise hat uns tief berührt. Die Vorbereitung ist aufwendig. Du brauchst eine Reisegenehmigung, die ausschließlich lizenzierte tibetische Agenturen beantragen, mit 8 bis 9 Werktagen Bearbeitung, beschleunigt 4 bis 5. Der Palast verlangt eine feste Reservierung, mindestens sieben bis zehn Tage im Voraus, und pro Tag werden nur etwa 2.300 Besucher eingelassen. Der Eintritt beträgt in der Hauptsaison (1. Mai bis 31. Oktober) 200 Yuan, in der Nebensaison 100 Yuan. Reisen sind nur mit Guide erlaubt. Der Palast ist zu Fuß nur über Treppen zu erreichen, gib Dir also Zeit für die Höhe.

  • Beste Reisezeit: April bis Oktober; im Winter kalt, dafür ruhiger.
  • Öffnungszeiten: Potala mit festen Zeitfenstern, meist vormittags; Reservierung Pflicht.
  • Eintritt: 200 Yuan (1. Mai–31. Oktober), 100 Yuan (1. November–30. April).
  • Anfahrt: Flug oder Tibetbahn; Genehmigung und Guide erforderlich.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Vier bis fünf Tage, die ersten ruhig für die Höhe.
  • Unser Tipp: Barkhor-Straße am frühen Morgen, dann ist sie am ruhigsten.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Artikel über Tibet

Kurz & knapp

📍 Region: Tibet
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 4–5 Tage
💰 Eintritt: moderat
Geeignet für: Kultur, Religion, Höhenreisen, Erfahrene


36. Die Tibetbahn

Die Qinghai-Tibet-Bahn ist die höchstgelegene Bahnstrecke der Welt. Sie führt über rund 4.000 Kilometer, mehr als 960 davon in über 4.000 Metern Höhe, und erreicht am Tanggula-Pass 5.068 Meter. Wir sind 2015 von Lhasa nach Xi’an gefahren, 32 Stunden im Zug. Die Waggons sind mit Sauerstoffversorgung und Druckausgleich ausgestattet, medizinisches Personal ist an Bord. Abfahrtsorte sind Peking, Chengdu, Xi’an und Xining, die Fahrtdauer liegt je nach Route zwischen 22 und 40 Stunden. Wer sich langsam an die Höhe gewöhnen will, fährt am besten ab Xi’an oder Xining nach Lhasa, statt hinzufliegen.

  • Beste Reisezeit: Mai bis Oktober; im Winter sehr kalt.
  • Öffnungszeiten: Fester Fahrplan, Buchung frühzeitig.
  • Eintritt: Fahrpreis je nach Klasse (Hart-Schlafwagen, Weich-Schlafwagen, Deluxe).
  • Anfahrt: Ab Peking, Xi’an oder Xining.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Mindestens eine Fahrt in die Reise einplanen; die Strecke ist selbst das Erlebnis.
  • Unser Tipp: Reise in Richtung Lhasa ab Xining oder Xi’an, damit sich der Körper langsam an die Höhe gewöhnt.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Artikel über Tibet

Kurz & knapp

📍 Region: Tibet
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 22–40 Stunden Fahrt
💰 Eintritt: moderat
Geeignet für: Bahnreisen, Landschaft, Abenteuer


Südchina

Der Süden zwischen Guangzhou, Shenzhen, Hongkong und Macau ist die am dichtesten vernetzte Region dieses Artikels, mit Schnellzügen, die die vier Städte in unter einer Stunde verbinden. Guangzhou und Shenzhen liegen auf dem chinesischen Festland und folgen dessen Einreiseregeln, während Hongkong und Macau eigene Grenzkontrollen und eigene Währungen haben. Für uns war Hongkong mit drei Tagen ein guter Abschluss unserer Drei-Wochen-Route, kulinarisch und von der Architektur her ein Kontrast zu allem, was wir vorher gesehen hatten. Guangzhou, Shenzhen und Macau kennen wir bisher nur aus Berichten anderer Reisender. Wer wenig Zeit hat, kann sich in dieser Region auf zwei der vier Städte beschränken, ohne viel zu verpassen.

37. Guangzhou

Guangzhou, früher Kanton, ist die Hauptstadt der Provinz Guangdong und eine der ältesten Handelsstädte Chinas. Wir haben sie noch nicht besucht. Reisende nennen vor allem den Canton Tower mit seiner Aussichtsplattform, die Insel Shamian mit ihren Kolonialbauten und die Ahnenhalle der Familie Chen, ein Beispiel klassischer Kantoner Architektur. Die eigentliche Besonderheit liegt beim Essen: Dim Sum in Teehäusern am Vormittag gilt als kulinarischer Höhepunkt der Stadt. Von hier aus fährt der Schnellzug in etwa 50 Minuten nach Hongkong West Kowloon, was Guangzhou zu einem guten Einstieg oder Abschluss macht.

  • Beste Reisezeit: Oktober bis Dezember; im Sommer heiß und feucht.
  • Öffnungszeiten: Sehenswürdigkeiten meist ca. 9:00 bis 17:00 Uhr.
  • Eintritt: Ahnenhalle Chen ca. 10 Yuan; Canton Tower je nach Ticket deutlich höher.
  • Anfahrt: Flughafen Baiyun, Schnellzug ab Hongkong in rund 50 Minuten.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei Tage, mit einem Vormittag für Dim Sum.
  • Unser Tipp: Frühstücke in einem traditionellen Teehaus, dort läuft der Vormittag mit Dim-Sum-Wagen.
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📍 Region: Südchina
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 2 Tage
💰 Eintritt: günstig bis moderat
Geeignet für: Kulinarik, Städtereise, Architektur


38. Shenzhen

Shenzhen war in den 1970er Jahren ein Fischerdorf und ist heute eine Metropole mit Hochhäusern, Elektronikmärkten und Technologiekonzernen. Wir haben sie noch nicht besucht. Reisende nennen die Aussichtsplattformen der Wolkenkratzer im Zentrum, das Dorf Dafen, in dem ein großer Teil der Ölgemälde für den Weltmarkt entsteht, und den Uferpark an der Shenzhen Bay. Elektronikfans zieht es zum Markt in Huaqiangbei. Die Grenze nach Hongkong liegt direkt vor der Tür, mit mehreren Übergängen.

  • Beste Reisezeit: Oktober bis Dezember.
  • Öffnungszeiten: Aussichtsplattformen meist bis in den Abend, Märkte tagsüber.
  • Eintritt: Viele Ziele kostenlos, Aussichtsplattformen kostenpflichtig.
  • Anfahrt: Metro und Schnellzug; Grenzübergänge nach Hongkong (Lo Wu, Futian).
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Ein bis zwei Tage.
  • Unser Tipp: Nutze Shenzhen als Startpunkt oder Ausstieg für Hongkong, die Verbindung ist sehr einfach.
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📍 Region: Südchina
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1–2 Tage
💰 Eintritt: günstig
Geeignet für: Städtereise, Architektur, Technik


39. Hongkong

Hongkong haben wir bereist, und dazu gibt es einen eigenen Artikel mit allen Details. Für den Besuch empfehlen wir drei Tage mit Victoria Peak, Big Buddha und den Inseln, so haben wir es auch in unserer Drei-Wochen-Route beschrieben. Die Stadt ist eine Mischung aus dichter Bebauung, Bergen und Inseln, und dazwischen liegt der Hafen. Der Peak Tram bringt Dich auf den Aussichtsberg, die Seilbahn Ngong Ping 360 zum großen Buddha auf Lantau. Hongkong hat eigene Einreiseregeln und eine eigene Währung, der Übergang nach Festlandchina läuft über eine Grenzkontrolle.

  • Beste Reisezeit: Oktober bis Dezember; im Sommer schwül, Taifunsaison möglich.
  • Öffnungszeiten: Peak Tram täglich ca. 7:00 bis 24:00 Uhr.
  • Eintritt: Peak Tram ca. 100 Hongkong-Dollar (Hin- und Rückfahrt), Ngong Ping Seilbahn je nach Ticket.
  • Anfahrt: Flughafen Hongkong, Schnellzug ab Guangzhou oder Shenzhen.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Drei Tage, mit einem Tag auf den Inseln.
  • Unser Tipp: Nutze die Octopus-Karte für Metro, Bus und Fähren.

➡️ Hier findest Du unseren Hongkong Reiseblog

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📍 Region: Südchina
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4/5)
🕒 Aufenthaltsdauer: 3 Tage
💰 Eintritt: günstig bis moderat
Geeignet für: Städtereise, Aussichtspunkte, Kulinarik


40. Macau

Macau war bis 1999 portugiesisch, und das sieht man an den Fassaden, Plätzen und der Küche, die portugiesische und kantonesische Einflüsse mischt. Wir haben die Stadt noch nicht besucht. Das historische Zentrum steht auf der UNESCO-Liste, dazu gehören der Senado-Platz und die Ruinen der Paulskirche, deren Fassade als Wahrzeichen der Stadt gilt. Auf der anderen Seite stehen die Kasinos, die Macau zum größten Glücksspielzentrum der Welt gemacht haben. Von Hongkong aus fährt die Fähre oder der Bus über die Brücke in rund einer Stunde. Wer nur Zeit hat, kann Macau in einem Tag als Ausflug einplanen.

  • Beste Reisezeit: Oktober bis Dezember.
  • Öffnungszeiten: Historisches Zentrum jederzeit, Museen ca. 10:00 bis 18:00 Uhr.
  • Eintritt: Ruinen der Paulskirche und Senado-Platz kostenlos.
  • Anfahrt: Fähre oder Brückenbus ab Hongkong in ca. 1 Stunde.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Ein Tag, besser eine Nacht.
  • Unser Tipp: Probiere die Pastéis de nata, die portugiesischen Puddingtörtchen, in einer der lokalen Bäckereien.
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📍 Region: Südchina
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Aufenthaltsdauer: 1 Tag
💰 Eintritt: kostenlos bis günstig
Geeignet für: Städtereise, Kultur, Kulinarik


Welche China Reise passt zu Dir?

China-Reiserouten nach Reisedauer

ReisedauerEmpfohlene RouteRegionen
1 WochePeking mit Verbotener Stadt, Himmelstempel, Sommerpalast und Chinesischer Mauer – oder alternativ Shanghai mit Tagesausflügen nach Suzhou und Hangzhou. Für mehr reicht die Zeit kaum, die Anreise allein kostet schon einen Tag.Nordchina oder Ostchina
2 WochenDer Klassiker: Shanghai, Xi’an mit der Terrakotta-Armee und Peking, verbunden per Hochgeschwindigkeitszug. Das ist die Route, mit der die meisten Erstbesucher gut fahren.Ostchina, Nordwestchina, Nordchina
3 WochenDer Klassiker plus Südwesten: Shanghai, Xi’an, Peking, dazu Chengdu mit den Pandas und Chongqing mit den Felsbildern von Dazu. Genug Zeit für Zug statt Flug zwischen den Stationen.Ostchina, Nordwestchina, Nordchina, Südwestchina
4 WochenSo sind wir 2025 gereist: Chengdu, Chongqing, Zhangjiajie, Fenghuang, Guilin und Yangshuo, abgerundet mit Shanghai oder Peking am Anfang oder Ende. Diese Route lässt sich individuell in einem eher entspannten Tempo bereisen.Südwestchina, Hunan, Guangxi, plus Ost- oder Nordchina
ab 6 WochenGenug Zeit für das ganze Land: die klassische Route im Osten und Norden, der Südwesten mit Chongqing und Chengdu, Hunan und Guangxi, dazu Yunnan und Tibet als eigener Reiseabschnitt. Wer will, hängt am Ende noch Hongkong, Guangzhou oder Macau im Süden an.Alle neun Regionen, mit Zeitpuffer für die langen Strecken nach Tibet und in den Nordwesten

Zur Einordnung: Unsere eigene Pauschalreise 2015 dauerte 17 Tage und deckte Peking, Shanghai, Xian, Yangtze und Tibet ab, unsere individuelle Reise 2025 waren 30 Tage für den Südwesten, Hunan und Guangxi. Wer alle 40 Highlights aus diesem Artikel sehen will, braucht realistisch mehrere Reisen, nicht eine einzige.

Erstbesucher sollten sich nicht zu viel vornehmen. Shanghai, Xi’an und Peking lassen sich in zwei bis drei Wochen gut verbinden, die Strecken sind mit dem Schnellzug kurz, und Du bekommst mit der Verbotenen Stadt, der Terrakotta-Armee und dem Bund gleich drei völlig unterschiedliche Seiten des Landes zu sehen. Wer danach noch Lust hat, hängt ein paar Tage in Chengdu für die Pandas an, das lässt sich gut ab Xi’an per Zug erreichen.

Backpacker und Individualreisende kommen in China überraschend gut allein zurecht, solange DiDi und ein VPN auf dem Handy installiert sind. Der Südwesten mit Chongqing, Chengdu, Zhangjiajie und Yangshuo bietet auf drei bis vier Wochen eine Route mit viel Abwechslung und spürbar weniger internationalem Tourismus als die klassische Strecke. Gästehäuser und Nachtzüge sind hier günstig, und die Distanzen lassen sich mit etwas Zeit gut auf eigene Faust bewältigen, so wie wir es 2025 gemacht haben.

Roadtrip-Reisende haben es in China schwerer als anderswo, weil ausländische Führerscheine nicht anerkannt werden und ein eigener Mietwagen praktisch ausfällt. Am nächsten kommt dem Roadtrip-Gefühl eine Fahrt mit Fahrer durch Yunnan, von Dali über Lijiang bis Shangri-La, oder eine Strecke durch den Nordwesten entlang der alten Seidenstraße zwischen Xi’an und Dunhuang. Beide Routen führen durch Landschaft, die sich zum Anhalten eignet, nur eben nicht am eigenen Steuer.

Naturfreunde sollten sich Zeit für den Südwesten und den Süden nehmen: Zhangjiajie mit seinen Sandsteinsäulen, der Karst um Guilin und Yangshuo, dazu der Wulong Nationalpark und, mit mehr Vorlauf, das Jiuzhaigou-Tal. Wer noch weiter gehen will, kombiniert das mit Tibet oder den Regenbogenbergen von Zhangye, auch wenn beide Ziele deutlich mehr Reisezeit und Organisation verlangen.

Kulturinteressierte finden in China auf engstem Raum mehrere Jahrtausende Geschichte. Xi’an mit der Terrakotta-Armee, Peking mit seinen kaiserlichen Anlagen und die Felsbilder von Dazu und Longmen zeigen, wie unterschiedlich sich Dynastien und Religionen im Land niedergeschlagen haben. Tibet mit dem Potala-Palast ist die intensivste, aber auch aufwendigste Ergänzung dazu, für die Du deutlich mehr Vorbereitung brauchst als für den Rest der Reise.

Wer wenig Zeit hat, bleibt bei einer Region und lässt den Rest für die nächste Reise übrig, so wie wir es mit Shanghai für März 2027 gemacht haben. Zwei Wochen reichen für eine Kombination aus zwei Regionen, etwa Peking und Xi’an oder Chongqing und Chengdu, drei bis vier Wochen erlauben eine Route über drei Regionen hinweg. Die Fahrzeiten zwischen den Regionen sind der Faktor, der bei der Planung am häufigsten unterschätzt wird.

Chongqing hat sogar eine Seilbahn über den Fluss

Fazit

China war für uns nicht eine Reise, sondern zwei, und die zweite hat die erste nicht ersetzt, sondern ergänzt. 2015 haben wir in 17 Tagen die großen Stationen gesehen, mit Yangtze, Tibet und der langen Bahnfahrt nach Xi’an. 2025 sind wir individuell in den Südwesten und nach Guangxi gefahren, und dort sind Orte wie der Tianmen Mountain, der Ruyi Peak oder die Felsbilder von Dazu entstanden, die wir Dir ans Herz legen möchten.

Für Erstbesucher empfehlen wir eine Kombination aus Shanghai, Xi’an und Peking, ergänzt um eine Region Deiner Wahl: Südwesten für Natur und Essen, Yunnan für Altstädte und Berge, Tibet für eine Reise, die mehr Vorbereitung braucht. Wer mit dem Rucksack unterwegs ist, kommt mit Zug, DiDi und Trip.com gut zurecht. Roadtrip-Reisende sollten vorab klären, wie die Fahrerlaubnis geregelt ist, denn ausländische Führerscheine gelten in China nicht, ein Mietwagen ist deshalb kaum üblich. Hier sind Bahn und Fahrer die einfachere Lösung.

Achte bei der Planung auf drei Dinge: Reisezeit außerhalb der Feiertage, Reservierungen für die Verbotene Stadt, die Terrakotta-Armee und den Potala-Palast, und die Größe des Landes, die aus jeder Route eine Auswahl macht. Von den 18 Orten, die wir noch nicht kennen, wollen wir bald weitere sehen.

Zu Fuss oder mit dem Fahrrad erkundet man die Karstfelsenregion in Yangshuo am Besten

Häufig gestellte Fragen zu Sehenswürdigkeiten in China

Was muss man in China gesehen haben?

Für Erstbesucher gehören Peking mit Verbotener Stadt, Himmelstempel und Chinesischer Mauer, Xi’an mit der Terrakotta-Armee und Shanghai mit dem Bund fast immer dazu. Diese Route ist gut erreichbar, und die Orte lassen sich mit dem Schnellzug verbinden. Wer schon etwas mehr Zeit hat, sollte zusätzlich in den Südwesten schauen: Chengdu mit den Pandas, Chongqing, Zhangjiajie und die Karstlandschaft um Yangshuo haben uns auf unserer Reise 2025 besonders gefallen. Tibet mit dem Potala-Palast ist der aufwendigste Teil, aber für uns auch der, der am längsten nachwirkt. Unsere Empfehlung: Nimm Dir lieber weniger Orte vor und lass mehr Zeit für die Wege dazwischen, die Entfernungen sind größer, als sie auf der Karte wirken.

Wie viele Tage braucht man für eine China-Reise?

Für die klassische Route mit Shanghai, Xi’an und Peking reichen zwei Wochen, wenn Du zügig unterwegs bist. Wir haben 2015 in 17 Tagen eine Pauschalreise mit Yangtze-Kreuzfahrt und Tibet gemacht, das war dicht getaktet. 2025 waren es 30 Tage individuell, und das hat sich deutlich entspannter angefühlt. Wer nach Südwestchina oder Yunnan möchte, sollte mindestens drei Wochen einplanen. Denke daran, dass die visafreie Einreise für Deutsche aktuell auf 30 Tage begrenzt ist. Wer länger bleiben will, braucht ein reguläres Visum.

Wann ist die beste Reisezeit für China?

Meist sind Frühling (April bis Mai) und Herbst (September bis Oktober) am angenehmsten, weil es weder zu heiß noch zu kalt ist. Der Sommer bringt Hitze und im Süden Regen, der Winter ist im Norden sehr kalt, dafür ist er die Zeit des Eisfestivals in Harbin. Tibet und Yunnan sind von Mai bis Oktober am besten zugänglich. Vermeiden solltest Du die chinesischen Feiertage: die Golden Week Anfang Oktober und die Zeit um den 1. Mai sowie das Neujahrsfest im Januar oder Februar. Wir waren 2025 in der Golden Week Anfang Mai und fanden es extrem voll.

Brauche ich ein Visum für China?

Deutsche Staatsbürger können nach aktuellem Stand bis zum 31. Dezember 2026 für Tourismus und Besuchsreisen bis zu 30 Tage ohne Visum einreisen. Die Regelung wurde mehrfach verlängert, prüfe vor der Buchung den aktuellen Stand beim Auswärtigen Amt oder der chinesischen Botschaft. Für Tibet brauchst Du zusätzlich eine Reisegenehmigung, die nur lizenzierte tibetische Agenturen beantragen können, und Du darfst nur mit Guide reisen. Der Reisepass sollte bei der Einreise noch mehrere Monate gültig sein. Für Hongkong und Macau gelten eigene Einreiseregeln, ein Visum brauchen Deutsche für kurze Aufenthalte dort in der Regel nicht.

Wie kommt man am besten zwischen den Highlights voran?

Das Netz der Hochgeschwindigkeitszüge ist das Rückgrat der Reise: schnell, pünktlich und günstig. Tickets buchst Du über Trip.com, das auch auf Englisch funktioniert. Für Strecken über sechs bis sieben Stunden lohnt sich ein Inlandsflug. In den Städten bewegst Du Dich mit der Metro und der Taxi-App DiDi, die Preise vorab anzeigt. Zu abgelegenen Zielen wie Wulong oder Dazu bieten sich Tagestouren über Klook oder Trip.com an. Tibet erreichst Du per Flug oder mit der Tibetbahn, wir sind sie 2015 von Lhasa nach Xi’an gefahren.

Was kostet eine Reise zu den Sehenswürdigkeiten in China?

Wir haben in unserem Travelguide etwa 30 bis 60 Euro pro Person und Tag angesetzt, je nach Komfort und Region. Eintritte sind oft günstig: die Panda-Station kostet rund 7 Euro, die Terrakotta-Armee ca. 16 Euro. Teurer werden Nationalparks mit Seilbahnen wie Zhangjiajie, Kreuzfahrten und Tibet, wo Genehmigung und Guide zusätzliche Kosten verursachen. Rechne auch mit Reservierungsgebühren bei Buchung über Portale. Wer Hochgeschwindigkeitszüge nutzt, spart gegenüber Inlandsflügen meist deutlich.

Wie klappt Bezahlen, Internet und Verständigung?

Bezahlt wird in China fast überall mit Alipay oder WeChat Pay. Für Touristen funktionieren ausländische Kreditkarten in den Apps inzwischen, aber nicht überall. Nimm zusätzlich Bargeld mit. In Chongqing zum Beispiel klappt die Zahlung per App an den Fahrkartenautomaten der Metro oft nicht. Installiere vor der Einreise ein VPN, weil Google, WhatsApp und andere Dienste gesperrt sind. Englisch sprechen nur wenige Einheimische, Übersetzungs-Apps helfen weiter, auch beim Bestellen im Restaurant. Wie das alles genau funktioniert und du das einrichtest, erklären wir dir in unserem China Travelguide.