Die schönsten Erlebnisse in Vietnam

Vietnam war 2023 unser elftes Land auf der Weltreise, fast ein Jahr waren wir da schon unterwegs, und trotzdem hat uns kaum ein Land so überrumpelt wie dieses. Schon am ersten Nachmittag in Ho Chi Minh City stehen wir vor einer vierspurigen Straße, auf der tausende Roller in alle Richtungen fließen, ohne dass der Verkehr für die Fußgängerampel auch nur kurz stoppt. Die Regel, die wir uns in den ersten Minuten selbst beibringen mussten: nicht stehen bleiben, nicht zögern, einfach gleichmäßig weiterlaufen, dann schlängeln sich die Roller um einen herum. Wer zaudert, steht Stunden am Straßenrand. Diese kleine, tägliche Mutprobe beim Überqueren einer x-beliebigen Straße hat uns mehr über Vietnam erzählt als jeder Reiseführer.

Mit 30 Tagen freiem Visum sind wir 2023 von Ho Chi Minh City über Hoi An, Da Nang und Hue bis nach Phong Nha, Ninh Binh und Cat Ba gereist, mit der Hauptstadt Hanoi als Schlusspunkt. Vier Wochen für ein Land, das sich über 1.650 Kilometer von Süd nach Nord zieht, klingt großzügig, war es aber nicht. Wir mussten ständig priorisieren und haben den Norden um Sapa komplett ausgelassen, obwohl er uns schon damals in Fotos aufgefallen war. 2027 sind wir zurückgekehrt, dieses Mal mit 45 statt 30 Tagen, seit Vietnam das visumfreie Kontingent für deutsche Reisende verlängert hat. Die ersten Etappen glichen unserer alten Route, Saigon, Hoi An, Da Nang, Hanoi, aber mit deutlich mehr Luft im Zeitplan.

Was uns beim ersten Besuch überrascht hat, war weniger die Landschaft als die Geschichte dahinter. Im Geschichtsmuseum in Ho Chi Minh City wird uns klar, dass Vietnam schon ein prächtiges Königreich hatte, während man sich in Europa im Mittelalter gegenseitig die Köpfe einschlug, davon hatten wir vorher keine Ahnung. Und im War Remnants Museum, ein paar Straßen weiter, holt einen die jüngere Geschichte mit einer Wucht ein, auf die kaum jemand vorbereitet ist. Die Fotografien dort sind schwer zu ertragen, und trotzdem würden wir jedem, der nach Vietnam reist, einen Besuch dort empfehlen.

Am meisten im Kopf geblieben ist uns trotzdem ein Naturerlebnis: die Höhlen im Phong Nha Ke Bang Nationalpark. Wir sind zwar nicht bis zur berühmten Son Doong Höhle vorgedrungen, die kostet mehrere tausend Dollar und muss Jahre im Voraus gebucht werden, aber schon die Paradise Cave hat uns bei 20 Grad Innentemperatur gegen 40 Grad draußen sprachlos gemacht. So etwas hatten wir auf der ganzen Weltreise vorher nicht gesehen. Kurz dahinter folgen die Bootsfahrten durch die Karstlandschaft bei Tam Coc und Ninh Binh, die berühmte trockene Halong Bucht, wegen der ich Vietnam schon Jahre vorher auf meiner Bucketlist hatte, und die Altstadt von Hoi An, durch die man einfach nur laufen muss, um zu verstehen, warum sie so viele Menschen anzieht.

Genau danach ist dieser Artikel auch sortiert: nicht nach Städten, sondern nach den Erlebnissen, die uns geblieben sind. Wir gehen sie mit dir durch, verlinken die ausführlichen Artikel zu den einzelnen Stationen und verraten am Ende, welche drei Erlebnisse für uns ganz oben stehen.

Bootstour zur Phong Nha Höhle im gleichnamigen Nationalpark

Höhlen und Karstlandschaften

Naturerlebnisse zwischen Phong Nha und der Halong Bucht

Vietnams Natur zeigt sich am eindrücklichsten unter der Erde und auf dem Wasser. Zwischen Phong Nha im Zentrum und der Bucht von Cat Ba im Norden liegen unsere intensivsten Naturmomente der ganzen Reise, und sie könnten unterschiedlicher kaum sein.

Unsere Erfahrungen

Von Hue aus sind wir mit dem Bus fünf Stunden in den Phong Nha Ke Bang Nationalpark gefahren, in dem 2009 die Son Doong Höhle entdeckt wurde, mit 200 Metern Höhe an manchen Stellen die größte Höhle der Welt. Für die Höhlen selbst haben wir uns wegen der Hitze für die Tour ohne größere Wanderung entschieden: die Paradise Cave, einen Kilometer weit begehbar und voller Stalagmiten, sowie die Phong Nha Cave, die man nur mit dem Boot erreicht und ein Stück weit hineinfährt. Beide sind auch ohne die Mehrtagestour zur Son Doong ein Erlebnis, das uns lange nachgegangen ist.

Von Phong Nha ging es über einen Zwischenstopp in Dong Hoi mit dem Zug weiter nach Ninh Binh, neun Stunden bei 36 Grad, weil die Klimaanlage ausgerechnet an diesem Tag streikte. In Tam Coc, dem kleinen Ort mitten in der sogenannten trockenen Halong Bucht, holten wir das dann aber wieder raus. Die Bootsfahrt durch die Reisfelder und Kalksteinfelsen, bei der die Bootsführerin mit den Füßen rudert, war früh morgens unter der Woche fast menschenleer. Einen Tag später sind wir die Route 3 in Trang An gefahren, mit drei Höhlen, durch die das Boot fährt, teilweise so niedrig, dass wir den Kopf einziehen mussten. Dazwischen liegt der Hang Mua Aussichtspunkt, den wir mit dem Fahrrad erreicht haben und auf dem man über viele Stufen zu zwei Aussichtsplattformen mit Blick auf genau die Landschaft steigt, die Ninh Binh berühmt gemacht hat.

Den Abschluss unserer Naturerlebnisse bildete eine Nacht auf dem Boot in der Lan Ha und Halong Bucht, gestartet von Cat Ba aus, wo weniger Schiffe unterwegs sind als vom Ort Halong selbst. Zwischen Kalksteininseln kajaken, durch kleine Höhlen in versteckte Lagunen paddeln und nachts leuchtendes Plankton beobachten, das nur zu bestimmten Jahreszeiten sichtbar wird, das war für mich die Erfüllung eines Wunsches, den ich schon vor der Reise hatte.

Die Höhlen im Phong Nha Ke Bang Nationalpark

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Bootsfahrt in der Lan Ha Bucht

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Kaiserzeit und Geschichte

Hue und die Cham-Ruinen von My Son

Vietnam war lange kein einheitliches Land, sondern eine Abfolge von Dynastien und Königreichen, von denen man in Europa selten hört. Zwei Orte haben uns davon am meisten gezeigt: die alte Kaiserstadt Hue und die Tempelruinen von My Son bei Hoi An.

Unsere Erfahrungen

Hue war von 1802 bis 1945 die Hauptstadt Südvietnams und Sitz der 13 Kaiser der Nguyen-Dynastie. Mit Audioguide sind wir zu Fuß durch die Zitadelle gelaufen, das ehemals streng abgeschottete Areal, das früher nur der König, seine Familie und hochrangige Beamte betreten durften. Viele Gebäude wurden in den Kriegen ab 1945 zerstört, und die Restaurierung läuft erst seit den 2000er-Jahren, entsprechend liegt noch einiges brach. Was steht, allen voran die Tore, Tempel und Gärten, ist trotzdem eine Reise wert.

Rund um Hue verteilen sich außerdem die Grabanlagen der Kaiser, meist auf kleinen Hügeln, weil das Grab immer der höchste Punkt der Umgebung sein sollte. Wir haben drei besucht, und alle drei waren komplett unterschiedlich. Kaiser Tu Duc ließ sich schon zu Lebzeiten eine ganze Gartenanlage bauen, in der er auch wohnte. Kaiser Khai Dinh, geprägt von seinen Reisen nach Frankreich, kombinierte asiatische und europäische Architektur zu einem kleinen, sehr prunkvollen Lustschloss.

Ein zweiter, kleinerer Beleg für die Geschichte vor der Kolonialzeit liegt bei Hoi An: My Son, eine einst 70 Gebäude umfassende Tempelanlage der Cham-Dynastie, die zur gleichen Zeit herrschte, in der die Khmer in Kambodscha Angkor errichteten. Von den ursprünglichen Bauten stehen heute noch etwa 20, der Rest fiel den Bombenangriffen des 20. Jahrhunderts zum Opfer. Die Anlage liegt in einem grünen Talkessel und wird seit Jahren von internationalen Teams restauriert, ihren alten Glanz wird sie aber wohl nicht mehr zurückbekommen.


Die schönsten Städte in Vietnam

Hoi An, Saigon und Hanoi

Manche Erlebnisse in Vietnam sind weniger eine einzelne Aktivität als ein Gefühl, das sich über mehrere Tage einstellt. Dazu zählen für uns vor allem drei Städte: Saigon, Hoi An und Hanoi, die uns auf ganz unterschiedliche Art im Kopf geblieben sind.

Unsere Erfahrungen

Saigon war unser Einstieg ins Land, hektisch, laut und voller Roller, wie wir eingangs schon beschrieben haben. Was uns dort am meisten hängengeblieben ist, waren aber nicht die Straßen, sondern die Museen. Das Geschichtsmuseum zeigt eine Seite Vietnams, die man in Europa kaum kennt, das War Remnants Museum dagegen die jüngere, schwer zu ertragende Geschichte des Landes.

Hoi An ist die wohl touristischste Stadt Vietnams, und das merkt man an den Souvenirläden und der vollen Uferpromenade am Abend. Trotzdem haben wir unseren Aufenthalt dort spontan verlängert. Die Altstadt blieb von den Bombenangriffen der Kriege weitgehend verschont, die alten Holzhäuser und die unzähligen bunten Lampions zeigen dadurch, wie Vietnam vor hundert Jahren ausgesehen haben könnte. Weg von der Hauptstraße wird es schnell leerer, und genau dort, bei einem Tee oder einem der vielen guten Bahn Mi Läden, haben wir die meiste Zeit verbracht. Von Da Nang aus, wo wir vor allem den 23 Kilometer langen Strand entlangspaziert sind, haben wir außerdem einen Ausflug zu den Marble Mountains gemacht, fünf Kalksteinhügel mit Pagoden, Schreinen und Höhlen, die man teilweise mit dem Fahrstuhl erreicht.

Zwischen den Städten waren wir mit Bus, Zug und gelegentlich auch dem Flugzeug unterwegs. Die Strecke zwischen Da Nang und Hue gilt als die schönste Zugfahrt Vietnams, und wir können das bestätigen: Der Zug schiebt sich mit gut 20 Kilometern pro Stunde über den Wolkenpass, die Wetterscheide zwischen Süd- und Nordvietnam, immer mit Blick auf Küste und Meer.

In Hanoi schließlich, unserem letzten Stopp 2023, sind wir mitten in die Feierlichkeiten zum Wiedervereinigungstag geraten und haben die autofreie Altstadt bei einem improvisierten Konzert erkundet. Ein Highlight dort war das Thang Long Wasserpuppentheater, eine Kunstform, die es nur in Vietnam gibt und bei der Schauspieler im Wasser stehend Holzpuppen hinter einem Vorhang bewegen, begleitet von Live-Musik auf traditionellen Instrumenten. Ein festes Besuchsprogramm hatten wir in Hanoi sonst kaum, wir sind einfach durch die Gassen der Altstadt getrieben.

Die Altstadt von Hoi An

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Ho Chi Minh City

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Fast alle, ehrlich gesagt. Aber wenn wir uns entscheiden müssten: die Höhlen in Phong Nha, weil wir so etwas vorher nirgendwo gesehen hatten, die Bootsfahrten um Ninh Binh, weil die Landschaft dort einfach jedes Foto übertrifft, das wir vorher davon gesehen hatten, und die Altstadt von Hoi An, weil sie auch beim zweiten Besuch noch genauso viel Atmosphäre hatte wie beim ersten. Was wir außerdem mitnehmen: Plant für Vietnam mehr Zeit ein, als ihr denkt. 30 Tage waren für uns 2023 spürbar zu knapp, mit den inzwischen möglichen 45 Tagen freiem Visum lässt sich das Land, inklusive Norden, deutlich entspannter bereisen.

Unsere persönlichen Top 3:

🥇 Die Höhlen im Phong Nha Ke Bang Nationalpark 🥈 Bootsfahrten durch die Karstlandschaft bei Tam Coc und Ninh Binh
🥉 Die Altstadt von Hoi An

Wer seine eigene Route zusammenstellen will: In unserer Vietnam-Rundreise in 4 Wochen und der kompakteren Vietnam-Rundreise in 2 Wochen haben wir unsere Stationen zu fertigen Routen verbunden.


Die wichtigsten Fragen zu Erlebnisse in Vietnam

Welche Erlebnisse sollte man in Vietnam nicht verpassen?

Für uns stehen die Höhlen im Phong Nha Ke Bang Nationalpark ganz oben, allein schon wegen der Größenordnung und der kühlen Luft dort drin. Direkt danach kommt eine Bootsfahrt durch die Karstlandschaft bei Tam Coc oder Trang An, am besten früh morgens unter der Woche, wenn noch nicht so viele Boote unterwegs sind. Wer Zeit hat, sollte außerdem mindestens zwei Tage in Hoi An einplanen, die Altstadt entfaltet sich erst, wenn man sie ohne festen Plan durchstreift. Für Geschichtsinteressierte sind die Kaisergräber bei Hue und das War Remnants Museum in Ho Chi Minh City Pflichtprogramm, auch wenn Letzteres kein leichter Besuch ist. Eine Übernachtung auf dem Boot in der Lan Ha oder Halong Bucht würden wir ebenfalls nicht auslassen, dafür braucht es aber etwas mehr Budget und Zeit als für einen reinen Tagesausflug.

Welche Aktivität bringt am meisten für ihr Geld?

Für uns klar die Höhlentour im Phong Nha Ke Bang Nationalpark, vor allem die Paradise Cave. Der Eintritt ist überschaubar, und du bekommst dafür Naturräume zu sehen, die es in dieser Größe kaum irgendwo sonst gibt. Auch die Bootsfahrt in Tam Coc bringt für relativ wenig Geld sehr viel Landschaft, gerade im Vergleich zu Attraktionen wie der Bai Dinh Pagode, die zwar in ihren Ausmaßen groß ist, sich für uns aber eher wie eine Touristenanlage als wie ein gelebter Ort angefühlt hat. Wer das Budget hat, sollte trotzdem einmal in die Übernachtung auf dem Boot in der Halong oder Lan Ha Bucht investieren, allein wegen des Kajakausflugs durch die kleinen Höhlen in die versteckten Lagunen.

Wie kommt man am besten durch Vietnam – Bus, Zug oder Flugzeug?

Wir haben alle drei genutzt, und jedes hat seinen Platz. Der Zug ist für uns die angenehmste Option, vor allem in einem eigenen Abteil, gerade auf der landschaftlich schönen Strecke zwischen Da Nang und Hue über den Wolkenpass. Er braucht aber deutlich mehr Zeit, unsere Fahrt von Ho Chi Minh City nach Da Nang hat 18 Stunden gedauert. Der Bus ist flexibler und meist günstiger, dafür auf langen Strecken bei tropischer Hitze anstrengender, gerade wenn die Klimaanlage einmal ausfällt. Zum Fliegen greifen wir vor allem dann, wenn wenig Zeit zur Verfügung steht und große Distanzen überbrückt werden müssen, etwa zwischen dem äußersten Süden und Norden des Landes. Unser Rat: Wer Zeit hat, sollte mindestens eine Zugstrecke mitnehmen, für den Rest der Route lohnt sich eine Mischung aus Bus und gelegentlichem Kurzstreckenflug.

Braucht man für die Höhlen und Bootstouren einen Guide?

Für die meisten Bootsfahrten in Tam Coc und Trang An gehört ein Guide beziehungsweise die Bootsführerin ohnehin zur Tour dazu, eigenständig fahren kann man dort nicht. In den Höhlen von Phong Nha ist ein Guide bei den gängigen Touren zur Paradise Cave und Phong Nha Cave ebenfalls automatisch dabei. Für My Son würden wir einen Guide klar empfehlen, die Geschichte der Cham-Dynastie ist ohne Erklärung schwer zu erschließen, die Anlage selbst gibt dafür wenig Kontext. In Hue kommt man mit einem Audioguide durch die Zitadelle gut allein zurecht, für die Kaisergräber ist das ebenso möglich, wenn man sich vorher ein wenig einliest. Für die Bootsübernachtung in der Halong oder Lan Ha Bucht ist ein Guide durch die Tourstruktur ohnehin automatisch mit dabei.

Welche Erlebnisse eignen sich für Familien?

Die Bootsfahrt in Tam Coc ist ruhig, sitzend und ohne größere Anstrengung, damit gut für Familien mit Kindern jeden Alters geeignet. Auch die Altstadt von Hoi An lässt sich in eigenem Tempo erkunden, ohne dass Kinder lange stillsitzen müssen. Vorsichtiger wären wir beim Fahrradausflug zur Bai Dinh Pagode, unsere eigene Tour ist am Ende deutlich länger geworden als geplant, für kleinere Kinder wäre das zu viel. Die Höhlen in Phong Nha sind grundsätzlich familientauglich, die Paradise Cave hat feste Wege und ist nicht sonderlich anstrengend, nur die Hitze davor und danach sollte man einplanen. Eine Übernachtung auf dem Boot in der Halong Bucht funktioniert ebenfalls gut mit Kindern, sofern sie schwimmen können, da die Stopps zum Baden und Kajakfahren einen großen Teil des Programms ausmachen.

Wie viele Tage sollte man für eine Vietnam-Reise einplanen?

Wir würden inzwischen mindestens drei, besser vier Wochen empfehlen, wenn ihr das Land von Süd nach Nord bereisen wollt, plus zusätzliche Tage für den Norden um Sapa. 2023 hatten wir nur 30 Tage und mussten Sapa deshalb komplett streichen, was wir im Nachhinein bereut haben. Seit das visumfreie Kontingent auf 45 Tage erweitert wurde, lässt sich die Reise deutlich entspannter angehen, gerade weil die langen Zug- und Busfahrten zwischen den Stationen selbst schon Zeit kosten. Wer nur zwei Wochen hat, sollte sich eher auf eine Region konzentrieren, etwa den Süden mit Ho Chi Minh City und dem Mekong Delta oder den Zentralteil mit Hoi An, Da Nang und Hue, statt zu versuchen, das ganze Land in dieser Zeit abzuklappern.

Tagestour oder Übernachtung auf dem Boot in der Halong oder Lan Ha Bucht?

Für uns eindeutig ja, auch wenn es mehr kostet als ein Tagesausflug. Der große Unterschied liegt im Programm: Statt nur durchzufahren, bleibt Zeit für zwei Kajakausflüge in versteckte Lagunen, zum Schwimmen an kleinen Stränden und, wenn die Saison passt, für leuchtendes Plankton am Abend. Wir haben uns für einen Anbieter ab Cat Ba entschieden, weil dort weniger Schiffe unterwegs sind als vom Ort Halong selbst, und das hat sich ausgezahlt, an manchen Stellen waren wir fast allein auf dem Wasser. Wer nur wenig Zeit hat, kann die Bucht auch als Tagestour besuchen, verpasst dann aber die Kajaktouren am frühen Morgen und Abend, die für uns zu den ruhigsten Momenten der ganzen Vietnam-Reise gehörten.


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