Der Vulkan Pacaya in Guatemala

Es gibt nicht viele Orte auf der Welt, an denen Du über ein erkaltetes Lavafeld eines aktiven Vulkans wanderst, heißen Dampf zwischen den Felsen aufsteigen siehst und dabei Marshmallows über vulkanischer Hitze rösten kannst.

Genau das erwartet Dich am Vulkan Pacaya.

Für viele Reisende steht der Acatenango ganz oben auf der Wunschliste. Uns ging es genauso. Der Pacaya war für uns zunächst eher eine Vorbereitung auf die deutlich anspruchsvollere Vulkanwanderung. Rückblickend würden wir den Ausflug aber jederzeit wieder machen. Denn auch wenn der Pacaya nicht ganz so spektakulär ist wie der Blick auf den ausbrechenden Fuego, stehst Du hier mitten in einem riesigen Lavafeld eines aktiven Vulkans – ein Erlebnis, das wir so zuvor noch nie hatten.

Besonders beeindruckend fanden wir den Moment, als zwischen den schwarzen Lavasteinen überall heiße Luft aus dem Boden aufstieg. Plötzlich wird einem bewusst, dass unter den eigenen Füßen enorme Kräfte wirken. In solchen Augenblicken merkt man, wie klein der Mensch gegenüber der Natur eigentlich ist. Der Vulkan macht, was er will – unabhängig davon, welche Pläne wir gerade haben.

Wir auf dem aktiven Vulkan Pacaya

Der Vulkan Pacaya auf einen Blick

📍 Höhe: ca. 2.500 Meter
🥾 Wanderung: leicht bis mittelschwer
⏱️ Dauer: etwa 4–5 Stunden inklusive Transfer ab Antigua
🚐 Start: Antigua oder Guatemala-Stadt
🌋 Highlight: Aktives Lavafeld, heiße Dampfaustritte und Vulkanlandschaft
🔥 Perfekt für: Einsteiger und alle, die einen aktiven Vulkan erleben möchten
Unsere Bewertung: ★★★★★
💡 Gut zu wissen: Der Pacaya ist keine „kleine Version“ des Acatenango. Beide Wanderungen unterscheiden sich deutlich und ergänzen sich perfekt. Wenn Du genügend Zeit hast, empfehlen wir Dir beide Touren.

1. Lohnt sich der Pacaya?

Unsere Antwort lautet ganz klar: Ja. Vor allem dann, wenn Du noch einen zusätzlichen Tag in Antigua hast. Viele Besucher entscheiden sich ausschließlich für den Acatenango. Das können wir verstehen, denn diese Wanderung gehört zu den spektakulärsten Erlebnissen Guatemalas. Trotzdem würden wir den Pacaya nicht auslassen.

Die Wanderung ist deutlich kürzer und weniger anstrengend, vermittelt aber ein völlig anderes Erlebnis. Du läufst durch erkaltete Lavafelder, siehst heißen Dampf aus dem Boden aufsteigen und bewegst Dich direkt an einem der aktivsten Vulkane des Landes. Gerade diese Nähe zur vulkanischen Aktivität macht den Pacaya für uns so besonders.

Aussicht vom Weg hinauf auf den Pacaya

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2. Die Wanderung auf den Pacaya

Bereits die Anfahrt macht deutlich, dass Dich hier keine klassische Bergwanderung erwartet. Der Parkplatz liegt bereits weit oben an der Flanke des Vulkans. Dadurch entfällt der lange Aufstieg, wie man ihn beispielsweise vom Acatenango kennt.

Natürlich geht es trotzdem überwiegend bergauf. Vor allem auf den letzten Metern läufst Du über loses Lavagestein und Geröll, weshalb festes Schuhwerk unbedingt empfehlenswert ist. Anstrengend fanden wir die Wanderung allerdings nicht.

Wenn Du eine normale Grundkondition mitbringst, solltest Du die Strecke problemlos schaffen. Gerade deshalb eignet sich der Pacaya auch hervorragend für Reisende, die zum ersten Mal auf einem Vulkan unterwegs sind.


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3. Ein aktiver Vulkan zum Anfassen

Das eigentliche Highlight beginnt dort, wo die Vegetation endet. Plötzlich stehst Du mitten auf einem riesigen schwarzen Lavafeld. Überall steigt heißer Dampf zwischen den Steinen auf, einzelne Bereiche sind angenehm warm und die Landschaft wirkt fast wie von einem anderen Planeten. Auch wenn wir bei unserem Besuch keine flüssige Lava gesehen haben, war das Gefühl beeindruckend. Zu wissen, dass unter den eigenen Füßen noch immer enorme Hitze herrscht und der Vulkan jederzeit wieder aktiv werden kann, sorgt gleichzeitig für Ehrfurcht und ein leicht mulmiges Gefühl. Genau diese Mischung aus Faszination und Respekt machte den Pacaya für uns so besonders.

Marshmallows oder Pizza?

Zwischen den dampfenden Lavasteinen nutzte unser Guide die natürliche Hitze des Vulkans, um mitgebrachte Marshmallows zu rösten. Allein das war schon ein tolles Erlebnis.

Viele Guides bieten außerdem an, Pizza auf den heißen Lavasteinen zu backen. Zugegeben – natürlich ist das ein Angebot für Touristen. Aber irgendwie passt es genau zu diesem Ort und gehört inzwischen fast schon zum Pacaya-Erlebnis dazu. Wir selbst haben keine Pizza gegessen, sie sah allerdings überraschend gut aus. Wenn Du Lust darauf hast, ist das auf jeden Fall eine witzige Erinnerung an den Tag.


4. Pacaya oder Acatenango – Welche Wanderung lohnt sich mehr?

Diese Frage haben wir uns vor unserer Reise ebenfalls gestellt. Nachdem wir beide Wanderungen gemacht haben, würden wir sie aber gar nicht als Konkurrenz sehen. Sie bieten nämlich völlig unterschiedliche Erlebnisse.

Der Pacaya

  • ✔ deutlich einfacher
  • ✔ als Halbtagesausflug möglich
  • ✔ aktiver Vulkan
  • ✔ dampfende Lavafelder
  • ✔ Marshmallows oder Pizza auf Vulkanhitze
  • ✔ ideal für Einsteiger

Der Acatenango

  • ✔ körperlich deutlich anspruchsvoller
  • ✔ zweitägige Tour
  • ✔ spektakuläre Aussicht auf den ausbrechenden Fuego
  • ✔ Sonnenaufgang auf fast 4.000 Metern
  • ✔ absolutes Highlight unserer Guatemala-Reise
💚 Unser Fazit:

Wenn Du nur Zeit für eine Wanderung hast, würden wir ganz klar den Acatenango wählen. Hast Du jedoch noch einen zusätzlichen Tag Zeit, solltest Du den Pacaya unbedingt ebenfalls einplanen. Die beiden Touren ergänzen sich hervorragend und vermitteln zwei völlig unterschiedliche Eindrücke der faszinierenden Vulkanlandschaft Guatemalas.

Wanderung hinauf zum Gipfel des Pacaya

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5. Unsere Tipps für die Wanderung

Damit Du den Pacaya möglichst entspannt genießen kannst, haben wir noch ein paar praktische Hinweise zusammengestellt.

Trage feste Wanderschuhe

Der größte Teil der Strecke ist zwar gut begehbar, auf den letzten Metern läufst Du jedoch über loses Lavagestein und Geröll. Mit Turnschuhen funktioniert das zwar grundsätzlich, deutlich angenehmer sind aber leichte Wanderschuhe mit gutem Profil.

Nimm ausreichend Wasser mit

Auch wenn die Wanderung nicht besonders lang ist, geht es fast ausschließlich bergauf. Vor allem in der Sonne wird es schnell warm. Mindestens eine große Flasche Wasser solltest Du deshalb dabeihaben.

Eine Jacke gehört trotzdem in den Rucksack

Am Parkplatz kann es angenehm warm sein. Oben auf dem Lavafeld weht dagegen häufig ein kräftiger Wind. Gerade wenn Wolken aufziehen, kann es überraschend kühl werden.

Informiere Dich über die aktuelle Aktivität

Der Pacaya ist ein aktiver Vulkan. Je nach vulkanischer Aktivität können Wanderwege kurzfristig gesperrt oder angepasst werden. Informiere Dich deshalb vor Deinem Besuch oder frage Deinen Touranbieter nach der aktuellen Situation.

Pferde würden wir nicht nutzen

Während des Aufstiegs wirst Du wahrscheinlich immer wieder Einheimische treffen, die Reitpferde anbieten. Unsere Meinung dazu ist eindeutig: Wenn Du gesundheitlich in der Lage bist, solltest Du den Pacaya selbst zu Fuß gehen. Die Wanderung ist zwar stetig bergauf, insgesamt aber nicht besonders lang oder technisch schwierig. Aus unserer Sicht müssen die Pferde dafür nicht eingesetzt werden.

Aussicht vom Pacaya

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6. Unser Fazit

Für uns war der Pacaya die perfekte Ergänzung zum Acatenango. Die Wanderung ist deutlich einfacher, vermittelt aber dennoch ein echtes Vulkanerlebnis.

Besonders beeindruckt hat uns das Gefühl, mitten auf einem aktiven Vulkan durch erkaltete Lavafelder zu laufen und zu wissen, dass unter den eigenen Füßen noch immer enorme Kräfte wirken. Genau diese Mischung aus Faszination, Respekt und Abenteuer macht den Pacaya für uns zu einem der schönsten Tagesausflüge rund um Antigua.

Wenn Du genügend Zeit hast, würden wir den Pacaya deshalb auf jeden Fall zusätzlich zum Acatenango einplanen.

Je nach Aktivität kannst du bis zum Gipfel hinaufsteigen, wir konnten nicht weiter als hier, da er zu aktiv war

FAQ zur Pacaya Vulkan Tour

❓Wie schwer ist die Wanderung auf den Pacaya?

Die Wanderung ist leicht bis mittelschwer. Zwar geht es fast durchgehend bergauf, die Strecke ist aber vergleichsweise kurz, da der Parkplatz bereits weit oben an der Vulkanflanke liegt. Lediglich auf den letzten Metern läufst Du über loses Lavagestein und Geröll. Mit einer normalen Grundkondition ist die Tour gut machbar.

❓ Kann man auf dem Pacaya flüssige Lava sehen?

Das hängt ganz von der aktuellen vulkanischen Aktivität ab. Bei unserem Besuch war die Lava bereits erkaltet. Trotzdem stieg an vielen Stellen heißer Dampf aus dem Boden auf und die Landschaft wirkte unglaublich beeindruckend. Mit etwas Glück kannst Du bei stärkerer Aktivität sogar fließende Lava beobachten.

❓ Lohnt sich die Pizza auf dem Vulkan?

Auch wenn sie natürlich ein touristisches Angebot ist, finden wir die Idee ziemlich originell. Wir selbst haben keine Pizza gegessen, sondern zusammen mit unserem Guide Marshmallows über der natürlichen Hitze des Vulkans geröstet. Allein dieses Erlebnis hat den Ausflug noch einmal besonderer gemacht. Wenn Du Lust auf eine außergewöhnliche Erinnerung hast, spricht aus unserer Sicht nichts gegen die Vulkanpizza.

❓ Kann man den Pacaya ohne Guide besuchen?

Nein. Der Pacaya Nationalpark darf nur mit einem lokalen Guide betreten werden. Du kannst entweder eine organisierte Tour ab Antigua oder Guatemala-Stadt buchen oder direkt am Eingang einen zertifizierten Guide engagieren.

❓ Ist der Pacaya für Anfänger geeignet?

Ja. Gerade deshalb würden wir den Pacaya als ersten Vulkan in Guatemala empfehlen. Die Wanderung ist deutlich kürzer und weniger anspruchsvoll als der Acatenango, vermittelt aber trotzdem einen faszinierenden Eindruck davon, wie beeindruckend aktive Vulkane sein können.

Vom Parkplatz siehst du alle 3 Vulkane um Antigua: den Aqua, den Acetenango und den aktiven Fuego

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