Die schönsten Nationalparks in Thailand
12 unvergessliche Naturlandschaften
Thailand ist weit mehr als Tempel, Strände und Streetfood. Mit 156 Nationalparks schützt das Land eine der artenreichsten Naturlandschaften Südostasiens – von dichtem Regenwald über Kalksteininseln bis zu Nebelwäldern auf 2.500 Metern Höhe. Sechs der folgenden zwölf Parks haben wir auf unseren Thailand-Reisen selbst besucht und ausführlich für dich dokumentiert, die anderen sechs ordnen wir dir hier mit den wichtigsten Fakten ein. Am Ende jedes Abschnitts, zu dem es einen ausführlichen Artikel gibt, findest du den passenden Link.

Die Nationalparks im Vergleich
| Nationalpark | Region | Bekannt für | Eintritt (Stand 2026) |
| Khao Yai | Zentralthailand | Wilde Elefanten, Wasserfälle | 400 / 200 Baht |
| Phi Phi Inseln | Krabi | Maya Bay, Traumstrände | 200 / 100 Baht |
| Similan Inseln | Andamanensee | Tauchen, Schnorcheln | 500 / 250 Baht |
| Ao Phang Nga | Phang Nga | James Bond Island | 300 / 150 Baht |
| Khao Sok | Suratthani | Übernachten auf dem See | 300 + 40 Baht |
| Doi Inthanon | Chiang Mai | Höchster Berg Thailands | 300 / 150 Baht* |
| Erawan | Kanchanaburi | Siebenstufiger Wasserfall | 300 / 150 Baht |
| Ang Thong | Golf von Thailand | Emerald Lagoon | 300 / 150 Baht |
| Koh Chang | Trat | Regenwald & Inseln | 200 / 100 Baht |
| Khao Sam Roi Yot | Prachuap Khiri Khan | Phraya-Nakhon-Höhle | 200 / 100 Baht |
| Kaeng Krachan | Phetchaburi | Größter Nationalpark | 300 / 200 Baht |
| Kui Buri | Prachuap Khiri Khan | Elefanten-Safari | 200 Baht + 1.200 Baht Safari |
*bei Tagestour meist im Preis enthalten
1. Khao Yai National Park
Der älteste Nationalpark Thailands, gegründet 1962, ist mit rund 2.166 km² auch der drittgrößte des Landes und Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Dong Phayayen-Khao Yai. Dichter Dschungel, tosende Wasserfälle und eine der größten wilden Elefantenpopulationen Thailands (etwa 300 Tiere) machen ihn zu einem der besten Orte im Land für Tierbeobachtungen – daneben leben hier Gibbons, Sambar-Hirsche und über 300 Vogelarten.
Der Park liegt rund 175 km nordöstlich von Bangkok, am besten erreichbar über Pak Chong. Der Eintritt kostet 400 Baht für Erwachsene, 200 Baht für Kinder. Wir waren selbst zweimal dort und können das Greenleaf Guesthouse in Pak Chong samt Tagestour uneingeschränkt empfehlen.
👉 Alle Details, unsere Elefanten-Begegnung und Wanderwege findest du in unserem ausführlichen Khao-Yai-Artikel. Mehr zu Elefanten-Erlebnissen in ganz Thailand liest du in Wilde Elefanten in Thailand.

2. Hat Noppharat Thara-Mu Ko Phi Phi National Park
Dieser Park umfasst die weltberühmten Phi Phi Inseln – Phi Phi Don und das unbewohnte Phi Phi Leh mit der Maya Bay, bekannt aus dem Film „The Beach“ – sowie den Küstenbereich rund um Ao Nang. Spektakuläre Kalksteinklippen, kristallklares Wasser und Korallenriffe machen ihn zu einem der meistbesuchten Nationalparks Südthailands.
Erreichbar ist der Park per Boot ab Krabi oder Ao Nang, zahlreiche Tourenanbieter bieten Tagestouren mit Schnorcheln, Höhlenbesuchen und Strandstopps an. Der Eintritt beträgt 200 Baht für Erwachsene, 100 Baht für Kinder, wird meist separat von der Bootstour kassiert.
👉 Da die meisten Touren ab Krabi oder Ao Nang starten, lohnt sich vorab ein Blick in unsere Artikel zu Ao Nang und Railay Beach.

3. Mu Ko Similan National Park
Der Archipel aus 11 Inseln im Andamanischen Meer gilt als eines der besten Tauch- und Schnorchelgebiete Thailands, mit glasklarem Wasser, intakten Korallenriffen und weißen Sandstränden. Übernachtungen auf den Inseln selbst sind nicht erlaubt, die meisten Besucher kommen daher als Tagesausflügler oder auf mehrtägigen Bootstouren mit Übernachtung an Bord.
Ausgangspunkte sind Khao Lak oder Phuket, die Überfahrt dauert je nach Route und Wetter zwei bis drei Stunden. Der Park ist nur von Mitte Oktober bis Mitte Mai geöffnet, den Rest des Jahres sorgt die Monsunzeit für eine Schließung zum Schutz der Riffe. Der Eintritt liegt für Erwachsene bei 500 Baht, für Kinder bei 250 Baht.

4. Ao Phang Nga National Park
Schroffe Kalksteinfelsen, die senkrecht aus dem smaragdgrünen Wasser der Phang-Nga-Bucht ragen, dazu Höhlen, Mangrovenwälder und die weltberühmte James Bond Island (Khao Phing Kan), bekannt aus „Der Mann mit dem goldenen Colt“. Der Nationalpark liegt in der Provinz Phang Nga, zwischen Phuket und Krabi.
Die meisten Besucher erkunden den Park per Bootstour ab Phuket oder Krabi, oft mit Kajak-Stopps und Besuchen des schwimmenden Fischerdorfs Koh Panyee. Der Eintritt beträgt 300 Baht für Erwachsene, 150 Baht für Kinder – bei manchen Anbietern bereits im Tourpreis enthalten.
👉 Tours starten häufig auch direkt ab Ao Nang oder Railay Beach – mehr dazu in unseren Artikeln zu Ao Nang und Railay Beach.

5. Khao Sok National Park
Uralte Kalksteinfelsen, tiefer Regenwald und der türkisblaue Cheow Lan Lake machen Khao Sok zu einem der eindrücklichsten Naturerlebnisse Thailands – noch dazu vergleichsweise unbekannt im Vergleich zu den Inseln im Süden. Im Park leben Elefanten, Gibbons, Bären und sogar vereinzelte Tiger.
Ausgangspunkt ist meist Suratthani, von wo aus dich ein Minivan in etwa zwei Stunden nach Khao Sok bringt. Der Eintritt zum Cheow Lan Lake kostet 300 Baht zuzüglich 40 Baht Cleaning Fee. Unsere klare Empfehlung: nicht nur eine Tagestour, sondern mindestens eine Nacht in einer der schwimmenden Unterkünfte auf dem See verbringen.
👉 Unsere komplette Erfahrung mit dem Smiley Lakehouse, Kosten und Highlights liest du in unserem ausführlichen Khao-Sok-Artikel.

6. Doi Inthanon National Park
Mit 2.565 Metern ist der Doi Inthanon der höchste Berg Thailands, weshalb der gleichnamige Nationalpark auch „das Dach Thailands“ genannt wird. Auf dem Weg zum Gipfel durchquerst du mehrere Vegetationszonen bis hin zum feuchten Nebelwald, dazu kommen die Zwillingspagoden und der Kew Mae Pan Trail mit einem der schönsten Panoramen Nordthailands.
Die meisten Besucher erkunden den Park über eine organisierte Tagestour ab Chiang Mai für rund 1.300 bis 1.500 Baht, inklusive Eintritt und Guide. Wichtig zu wissen: Der Kew Mae Pan Trail ist jährlich von Juni bis Oktober zur Walderholung gesperrt.
👉 Unsere Erfahrungen zur Tagestour, allen Stationen und dem besten Anbieter findest du in unserem ausführlichen Doi-Inthanon-Artikel.

7. Erawan National Park
Bekannt für seinen siebenstufigen Wasserfall mit smaragdgrünen Pools zum Schwimmen, der dem Park seinen Namen gab. Dazu kommen Höhlen und gut ausgebaute Wanderwege, die den Erawan Nationalpark zu einem der beliebtesten Tagesausflüge ab Bangkok machen.
Von Bangkok aus fährst du mit Bus oder Zug ins rund 130 km entfernte Kanchanaburi, von dort bringt dich ein Taxi, Minivan oder Songthaew in etwa 1,5 bis 2 Stunden zum Parkeingang. Der Eintritt kostet 300 Baht für Erwachsene, 150 Baht für Kinder.

8. Mu Ko Ang Thong National Park
Ein Archipel aus 42 Inseln im Golf von Thailand, nordwestlich von Koh Samui, mit schroffen Kalksteinfelsen, verborgenen Lagunen und der berühmten Emerald Lagoon auf Koh Mae Ko. Der Park lässt sich ausschließlich im Rahmen einer organisierten Bootstour ab Koh Samui oder Koh Phangan besuchen.
Die Tour kostet zwischen 1.500 und 2.200 Baht pro Person, dazu kommt meist separat der Parkeintritt von 300 Baht (Kinder 150 Baht). Aus eigener Erfahrung würden wir die Tour eher ab Koh Phangan buchen, da dort spürbar weniger Boote unterwegs sind als ab Samui.
👉 Unsere komplette Tour inklusive Emerald Lagoon und Bua-Bok-Höhle liest du in unserem ausführlichen Ang-Thong-Artikel.

9. Mu Ko Chang National Park
Der Park umfasst die Insel Koh Chang und zahlreiche kleinere Inseln im Golf von Thailand, Provinz Trat, mit unberührten Stränden, dichtem Regenwald und beeindruckenden Wasserfällen. Koh Chang ist Thailands zweitgrößte Insel und deutlich ruhiger als die bekannteren Inseln im Süden.
Die Anreise erfolgt per Fähre oder Speedboot vom Laem-Ngop-Pier auf dem Festland, die Überfahrt dauert 30 bis 45 Minuten. Der Eintritt beträgt 200 Baht für Erwachsene, 100 Baht für Kinder.
👉 Mehr zur Insel selbst, Stränden und Unterkünften liest du in unserem Koh-Chang-Artikel.

10. Khao Sam Roi Yot National Park
Thailands erster Küstennationalpark, gegründet 1966, vereint markante Kalksteinberge, Mangrovenwälder und Thailands größtes Süßwasser-Feuchtgebiet auf engem Raum. Das bekannteste Highlight ist die Phraya Nakhon Höhle, in der mittags ein Sonnenstrahl durch ein Loch in der Decke auf einen königlichen Pavillon fällt.
Der Park liegt in der Provinz Prachuap Khiri Khan, südlich von Hua Hin, von wo aus du per Taxi oder Mietwagen anreist – öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht. Der Eintritt kostet 200 Baht für Erwachsene, 100 Baht für Kinder.
👉 Unsere Wanderung zur Höhle und zum Khao-Daeng-Aussichtspunkt beschreiben wir in unserem ausführlichen Khao-Sam-Roi-Yot-Artikel.

11. Kaeng Krachan National Park
Mit über 2.900 km² der flächenmäßig größte Nationalpark Thailands, mit Stauseen, Flüssen, Wasserfällen, Regenwald und Bergen. Die Tierwelt ist beeindruckend vielfältig: Elefanten, Leoparden, zahlreiche Affenarten und eine der artenreichsten Vogelpopulationen des Landes.
Von Bangkok aus fährst du mit dem Bus zum Southern Bus Terminal nach Phetchaburi und von dort weiter zum Park, alternativ mit Taxi oder privatem Transfer. Der Eintritt liegt bei 300 Baht für Erwachsene, 200 Baht für Kinder. Im Park gibt es Campingplätze und einfache Bungalows, eine Vorausbuchung empfiehlt sich vor allem in der Hochsaison.

12. Kui Buri National Park
Kui Buri gilt als der zuverlässigste Ort Thailands, um wilde Elefanten in freier Wildbahn zu beobachten – die Sichtungswahrscheinlichkeit liegt bei rund 95 %. Der Park liegt in der Provinz Prachuap Khiri Khan und beherbergt schätzungsweise 270 bis 350 Elefanten sowie eine der größten Gaur-Populationen Thailands.
Besuche sind nur im Rahmen einer Safari mit Geländefahrzeug und Guide möglich, täglich zwischen 14 und 18 Uhr. Der Eintritt kostet 200 Baht, dazu kommt die Safari-Gebühr von 1.200 Baht pro Gruppe (max. 6 Personen). Von Hua Hin aus dauert die Anfahrt etwa 1,5 bis 2 Stunden.
👉 Unsere Elefanten-Safari und alle Details liest du in unserem ausführlichen Kui-Buri-Artikel, mehr zu Elefanten-Erlebnissen in ganz Thailand in Wilde Elefanten in Thailand.

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FAQ: Häufige Fragen zu Nationalparks in Thailand
Wie viele Nationalparks gibt es in Thailand?
Aktuell schützt Thailand 156 Nationalparks, die zusammen rund 31 % der Landesfläche abdecken.
Welcher Nationalpark in Thailand eignet sich am besten für Elefanten-Sichtungen?
Der Kui Buri Nationalpark bietet mit rund 95 % die höchste Sichtungswahrscheinlichkeit, auch der Khao Yai Nationalpark ist für seine wilde Elefantenpopulation bekannt.
Was kostet der Eintritt in thailändische Nationalparks?
Ausländische Erwachsene zahlen je nach Park meist zwischen 200 und 500 Baht, Kinder in der Regel die Hälfte. Bei Insel- und Bootstouren kommt der Eintritt häufig zusätzlich zum Tourpreis hinzu.
Welcher Nationalpark eignet sich für einen Tagesausflug ab Bangkok?
Der Erawan Nationalpark und der Kaeng Krachan Nationalpark lassen sich beide gut als Tagesausflug ab Bangkok organisieren.
Welche Nationalparks lassen sich gut miteinander kombinieren?
Der Khao Sam Roi Yot Nationalpark und der Kui Buri Nationalpark liegen beide in der Nähe von Hua Hin und ergeben zusammen einen perfekten Tagesausflug – vormittags die Höhlen und Aussichtspunkte in Sam Roi Yot, nachmittags die Elefanten-Safari in Kui Buri.
In welchem Nationalpark kann ich auf dem Wasser übernachten?
Im Khao Sok Nationalpark gibt es mehrere schwimmende Unterkünfte auf dem Cheow Lan Lake – aus unserer Sicht eines der besten Naturerlebnisse in ganz Thailand.

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