Khao Sam Roi Yot Nationalpark

„Berg mit dreihundert Gipfeln“ – so übersetzt sich der Name des Khao Sam Roi Yot Nationalparks, und er trifft die Landschaft ziemlich genau. Als erster Küstennationalpark Thailands, gegründet 1966, vereint er schroffe Kalksteinberge, Mangrovenwälder und einsame Strände auf engem Raum. Sein bekanntestes Motiv ist die Phraya Nakhon Höhle: ein königlicher Pavillon, den mittags ein einzelner Sonnenstrahl durch ein Loch in der Höhlendecke erleuchtet. Wir haben den Park an einem einzigen, dicht getakteten Tag erkundet und verraten dir, wie du das genauso machst.

Khao Sam Roi Yot Nationalpark
Der Khao Sam Roi Yot Nationalpark auf einen Blick

📍 Lage: Provinz Prachuap Khiri Khan, südlich von Hua Hin
🎯 Perfekt für: Höhlen, Aussichtspunkte, Vogelbeobachtung, Küstenlandschaft
Empfohlene Dauer: Vormittag bzw. halber Tag
🚗 Anreise: privates Taxi, Minivan oder Mietwagen ab Hua Hin, keine öffentlichen Verkehrsmittel
💰 Eintritt: 200 Baht Erwachsene / 100 Baht Kinder (Stand 2026)
☀️ Beste Reisezeit: ganzjährig, am besten früh morgens
🏨 Unsere Unterkunft: Basis in Hua Hin
Unser Highlight: Sonnenstrahl auf den Schrein in der Phraya Nakhon Höhle


1. Der Khao Sam Roi Yot Nationalpark im Überblick

Der Park erstreckt sich über rund 98 Quadratkilometer in der Provinz Prachuap Khiri Khan und beherbergt Thailands größtes Süßwasser-Feuchtgebiet, den Thung Sam Roi Yot Sumpf. Die markanten Karstformationen ragen direkt aus dem flachen Küstengebiet heraus und bilden zusammen mit Mangrovenwäldern, Flusssystemen und Sandstränden eine für Thailand ungewöhnlich abwechslungsreiche Kulisse. Der Park ist zudem Lebensraum für zahlreiche Vogelarten und Affen, darunter Makaken und Languren.

Aussicht vom Khao Deang Viewpoint auf die Karstfelsen und die Wasserbecken

2. Anreise: Von Hua Hin zum Khao Sam Roi Yot Nationalpark

Ausgangspunkt für den Besuch ist praktisch immer Hua Hin, die ehemalige Sommerresidenzstadt der thailändischen Könige und zentral gelegener Verkehrsknotenpunkt an der Golfküste. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es zum Nationalpark nicht, du brauchst also einen privaten Transport.

  • Mit Taxi oder Minivan: In Hua Hin werden überall private Tagestouren angeboten, meist für 1.500 bis 2.200 Baht. Du sprichst Abfahrtszeit und Stationen vorher ab, der Fahrer bringt dich anschließend von Attraktion zu Attraktion.
  • Mit dem Mietwagen: Wer lieber auf eigene Faust unterwegs ist, mietet sich für den Tag ein Auto. Von einem Roller würden wir wegen der teils größeren Distanzen im Park eher abraten.
  • Auch innerhalb des Nationalparks liegen die einzelnen Sehenswürdigkeiten weit auseinander, ein Fahrzeug brauchst du also ohnehin durchgehend.

Unser Tipp: Ein Vormittag reicht locker, um die Phraya Nakhon Höhle und einen Aussichtspunkt zu besuchen. Danach lohnt sich die Weiterfahrt in den rund eine Stunde entfernten Kui Buri Nationalpark, der erst ab 14 Uhr öffnet und dir die Chance auf wilde Elefanten bietet. Beide Parks lassen sich so perfekt an einem Tag verbinden – genau das haben wir selbst gemacht.


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3. Eintritt und Öffnungszeiten

Der Khao Sam Roi Yot Nationalpark hat täglich von 6:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Am angenehmsten ist ein Besuch früh am Morgen, sowohl wegen der Hitze als auch wegen der Ruhe, bevor die ersten Reisegruppen eintreffen.

Für ausländische Besucher gilt:

  • Erwachsene: 200 Baht
  • Kinder (3–14 Jahre): 100 Baht

Thailändische Staatsbürger zahlen 40 Baht (Erwachsene) beziehungsweise 20 Baht (Kinder). Nimm ausreichend Bargeld mit, Kartenzahlung wird kaum akzeptiert. Am Eingang zu Wanderung der Phraya Nakhon Höhle ist ein großer Parkplatz und einige Restaurants – perfekt für ein Mittagessen bevor du zum Aussichtspunkt weiterfährst.


4. Das Highlight: die Phraya Nakhon Höhle

Der Weg zur Höhle führt zunächst an einem schönen Strand vorbei, bevor es über einige Treppen und einen anspruchsvollen, aber gut machbaren Pfad nach oben geht. Wir sind früh gestartet und hatten den Weg fast für uns allein: Makaken sprangen am Wegesrand herum, und mit etwas Glück siehst du auch Brillenlanguren. Ein Straßenhund begleitete uns ein Stück, mit den Affen war er allerdings nicht gut Freund – es wurde geknurrt und gefaucht, uns Menschen ließen aber beide in Ruhe.

Oben angekommen entschädigt der Anblick für jeden Schweißtropfen: Die Höhle öffnet sich nach oben, Licht fällt von dort direkt auf einen kleinen Schrein, der genau auf diesen Lichteinfall ausgerichtet wurde. Gegen Mittag, wenn die Sonne im perfekten Winkel steht, wird das Bild noch intensiver – dafür ist es dann aber auch deutlich voller. Wir waren gegen 9 Uhr da und hatten die Höhle für uns, auf dem Rückweg gegen 11 Uhr kamen uns bereits deutlich mehr Besuchergruppen entgegen. Wer die Ruhe sucht, sollte also früh loslaufen. Plane für Auf- und Abstieg inklusive einer kurzen Pause rund drei Stunden ein.

Phraya Nakhon Höhle

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5. Weitere Highlights im Park

  • Khao Daeng Aussichtspunkt: Der Aufstieg dauert etwa 30 Minuten, ist aber deutlich anstrengender, als er klingt – der markierte Weg führt streckenweise über Stock und Stein, teils musst du sogar über Felsen klettern. Wir waren beim Aufstieg fast allein unterwegs, da sich nur wenige Besucher die Mühe machen. Oben wird man mit einer 360-Grad-Aussicht auf Küstenebene, Kalksteinberge und Mangrovenwälder belohnt, die den Anstieg sofort vergessen lässt.
  • Laem Sala Strand: Nur per Boot oder zu Fuß erreichbar, ideal zum Entspannen nach der Höhlenwanderung.
  • Thung Sam Roi Yot Süßwasser-Sumpf: Ein Holzsteg führt durch das Feuchtgebiet und die angrenzenden Mangroven – einer der besten Orte im Park für Vogelbeobachtungen.
  • Sai Cave: Eine leicht zugängliche Tropfsteinhöhle mit Stalaktiten und Stalagmiten, deutlich weniger aufwendig als die Phraya Nakhon Höhle.
  • Mangrovenwälder und Flusssysteme: Zu Fuß auf dem Mangrovenpfad oder per Boot lässt sich dieses Ökosystem hautnah erleben.
Aussichtspunkt Khao Daeng

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6. Unser Tagesausflug: Sam Roi Yot und Kui Buri an einem Tag

Ein privater Taxifahrer holte uns morgens um 8 Uhr in Hua Hin ab und brachte uns zum Parkeingang. Gegen 9 Uhr zahlten wir den Eintritt und starteten die Wanderung zur Phraya Nakhon Höhle, für die wir uns bewusst Zeit ließen. Mit einer Pause am Parkplatz danach waren wir insgesamt etwa drei Stunden unterwegs – und lagen damit genau richtig, denn auf dem Rückweg gegen 11 Uhr kamen uns bereits deutlich mehr Reisegruppen entgegen.

Anschließend ging es weiter zum Khao Daeng Aussichtspunkt. Nach 30 Minuten Aufstieg über Stock und Stein – und dem ein oder anderen Fluch über die Steilheit – wurden wir mit einer gigantischen Aussicht über den gesamten Park belohnt: Küstenebene, Kalksteinberge, Flüsse und Mangroven auf einen Blick.

Von dort fuhren wir weiter in den Kui Buri Nationalpark, der um 14 Uhr öffnete. Mit Guide und Jeep ging es rund zwei Stunden durch den Park, mit mehreren Stopps zur Elefantenbeobachtung – unser Guide ließ sich dabei nie hetzen und wartete geduldig, bis wir weiterfahren wollten. Die Rückfahrt von Kui Buri nach Hua Hin dauerte anschließend noch einmal etwa zwei Stunden. Für uns ein rundum gelungener Tag, an dem wir zwei sehr unterschiedliche Seiten Thailands erlebt haben: dramatische Küstenlandschaft am Vormittag, wilde Elefanten am Nachmittag.


Lust auf ein unbekanntes Highlight in der Region?

Ban Krut liegt gut zweihundert Kilometer suedlich von Khao Sam Roi Yot, an derselben Kueste, auf der Suedbahn nach Chumphon. Das Dorf hat einen eigenen Bahnhof, zwoelf Kilometer fast menschenleeren Strand und einen Tempel auf dem Huegel, Wat Thang Sai, mit Blick ueber die ganze Bucht. Es gibt keinen Beachclub und keine Barstrasse — die meisten Reisenden fahren nachts daran vorbei, ohne es zu merken. Wer die Ruhe von Khao Sam Roi Yot mag, findet hier noch mehr davon.

„Ich heisse Michael Lauritzen, wohne in Ban Krut und schreibe den einzigen unabhaengigen Reisefuehrer ueber den Ort: aboutbankrut.com, in elf Sprachen, ohne Bannerwerbung.“

Schaut gerne mal bei Michael vorbei!


FAQ: Häufige Fragen zum Khao Sam Roi Yot Nationalpark

Was ist das Highlight im Khao Sam Roi Yot Nationalpark?

Die Phraya Nakhon Höhle mit ihrem königlichen Pavillon, der von einem Lichtstrahl durch die Höhlendecke beleuchtet wird – am eindrucksvollsten zur Mittagszeit, am ruhigsten früh am Morgen.

Wie komme ich ohne Mietwagen zum Khao Sam Roi Yot Nationalpark?

Da es keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt, buchst du am besten eine private Taxi- oder Minivan-Tour ab Hua Hin (ca. 1.500–2.200 Baht für den Tag) oder schließt dich einer organisierten Tour an.

Was kostet der Eintritt in den Khao Sam Roi Yot Nationalpark?

200 Baht für ausländische Erwachsene, 100 Baht für Kinder zwischen 3 und 14 Jahren. Bargeld ist Pflicht, Kartenzahlung wird kaum akzeptiert.

Wie anstrengend ist die Wanderung zur Phraya Nakhon Höhle?

Anspruchsvoll, aber ohne Klettererfahrung machbar. Rechne mit festem Schuhwerk, etwas Kondition und insgesamt rund drei Stunden für Auf- und Abstieg inklusive Pause.

Lässt sich der Khao Sam Roi Yot Nationalpark mit anderen Ausflügen verbinden?

Ja, ideal mit dem Kui Buri Nationalpark, der rund eine Stunde entfernt liegt und ab 14 Uhr die besten Chancen auf wilde Elefanten bietet – wir haben genau diese Kombination an einem Tag gemacht.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?

Früh morgens, direkt bei Öffnung um 6 Uhr, oder am späten Nachmittag – dann ist es kühler und deutlich weniger los als zur Mittagszeit, wenn die meisten Tagestouren ankommen.


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Nico & Katja


Khao Sam Roi Yot war einer von mehreren Nationalparks auf unserer Route durch Thailand. Alle unsere Empfehlungen findest du in der Übersicht der schönsten Nationalparks Thailands.

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