Peru Rundreise 2 Wochen
Die perfekte Reiseroute
Peru ist ein Land, in dem du morgens am Pazifik frühstückst und abends auf 3.400 Metern Höhe Coca-Tee trinkst. Zwischen Küste, Wüste, Hochanden und Dschungel liegen oft nur ein paar Flugstunden, aber Welten. Für zwei Wochen bedeutet das: Du musst auswählen, und du musst die Höhe in die Planung einbeziehen. Wer in der falschen Reihenfolge reist, verbringt die ersten Tage in den Anden mit Kopfschmerzen.
Diese Route nimmt die klassische Mischung aus Küste, Wüste und Anden. Du beginnst auf Meereshöhe in Lima, fährst mit dem Bus nach Süden zu den Vogelinseln von Paracas und zur Wüstenoase Huacachina und fliegst von dort nach Cusco, der ehemaligen Hauptstadt der Inka. Es folgen das Heilige Tal, Machu Picchu und zum Schluss Arequipa, eine Kolonialstadt am Fuß von Vulkanen. Die Reihenfolge hat einen praktischen Grund: Die Höhe steigert sich schrittweise. Lima liegt auf Meereshöhe, Cusco auf 3.400 Metern, das Heilige Tal darunter auf rund 2.800 Metern, Machu Picchu auf 2.400 Metern und Arequipa auf 2.300 Metern. So erreichst du den höchsten Punkt gleich nach der Ankunft in den Anden und kommst dann in tiefere Lagen.
Gereist wird mit Fernbussen an der Küste, mit drei Inlandsflügen und mit dem Zug nach Machu Picchu. Einen Mietwagen brauchst du nicht. Die Route passt zu Individualreisenden und Paaren, die zum ersten Mal nach Peru kommen und die bekannten Stationen sehen wollen. Sie ist gut machbar, aber sie hat zwei lange Reisetage und viele Termine, die du früh buchen musst.
Die beste Reisezeit für die Anden liegt zwischen Mai und September, der Trockenzeit. Dann ist es tagsüber sonnig, nachts kalt, und die Wege sind trocken. In Lima ist dieselbe Zeit allerdings grau: Von Juni bis November hängt oft Küstennebel über der Stadt. Die Regenzeit dauert von November bis März und bringt Wolken und Schlamm in die Anden. Im Februar sind der Inka-Trail und einige Wege gesperrt.

2 Wochen Peru Reise auf einen Blick
📍 Region: Peru, Rundreise mit Highlight Machu Picchu
🏛️ Perfekt für: Erstbesucher, Paare, Individualreisende
⏳ Empfohlene Aufenthaltsdauer: 14 Tage (13 Nächte)
🚗 Fortbewegung/Anreise: Fernbus an der Küste, 3 Inlandsflüge, Zug nach Machu Picchu
💰 Preisniveau: Mittelklasse, grob 1.800 bis 2.600 € pro Person ohne internationalen Flug
☀️ Beste Reisezeit: Mai bis September
Routenübersicht
| Reisetag | Ort | Übernachtungen |
| Tag 1–2 | Lima | 2 |
| Tag 3–4 | Paracas | 2 |
| Tag 5 | Huacachina | 1 |
| Tag 6–8 | Cusco | 3 |
| Tag 9 | Heiliges Tal (Ollantaytambo) | 1 |
| Tag 10–11 | Machu Picchu (Aguas Calientes, danach Cusco) | 2 |
| Tag 12–13 | Arequipa | 2 |
| Tag 14 | Rückflug über Lima | 0 |
Die Tagesangaben beziehen sich auf die Nächte. Der Anreisetag zur nächsten Station ist jeweils der erste Tag des neuen Abschnitts.
Tag 1–2: Lima
Hauptstadt der Küche, nicht der Postkarten
(Internationaler Flughafen Jorge Chávez, Beginn deiner Reise)*
Lima ist keine Stadt, die man auf den ersten Blick mag. Sie liegt in einer Wüste am Pazifik, hat etwa zehn Millionen Einwohner, viel Verkehr und im Winter wochenlang grauen Himmel. Trotzdem lohnt sich der Aufenthalt, vor allem wegen des Essens. Lima gilt als eine der kulinarisch besten Städte Südamerikas, mit Ceviche, Anticuchos, Lomo Saltado und Pisco Sour als Klassikern. Wer einmal frisch gemachtes Ceviche am Meer gegessen hat, versteht den Ruf.
Gegründet wurde die Stadt 1535 von Francisco Pizarro. Sie war Hauptstadt des spanischen Vizekönigreichs, und das sieht man im historischen Zentrum, das zum UNESCO-Welterbe gehört. An der Plaza de Armas stehen die Kathedrale und der Regierungspalast, in der Kirche San Francisco liegen unter dem Boden Katakomben mit Tausenden Knochen. Das Zentrum ist tagsüber interessant, abends solltest du dort nicht mehr herumlaufen.
Zwei Nächte sind ein sinnvoller Einstieg, weil du nach dem Flug mit Jetlag ankommst. Die Zeitverschiebung beträgt sechs bis sieben Stunden. Am ersten Tag erkundest du Miraflores, gehst an den Klippen entlang und siehst die Huaca Pucllana, eine Lehmziegelpyramide mitten im Wohnviertel. Der zweite Tag gehört dem Zentrum und dem Viertel Barranco mit Street-Art, Bars und Brücke der Seufzer. Wer Museen mag, besucht das Museo Larco mit vorspanischer Kunst. Ein Abendessen in einer Cevichería, am besten mittags, wenn der Fisch frisch ist, gehört dazu.
Lima passt zu Reisenden, die Essen und Stadtleben mögen. Wer nur Landschaft sucht, kann die Zeit auf eine Nacht kürzen.
Highlights
- Historisches Zentrum mit Plaza de Armas, Kathedrale und Kloster San Francisco
- Miraflores mit Klippen-Promenade und Huaca Pucllana
- Barranco mit Street-Art und Nachtleben
- Museo Larco mit vorspanischer Kunst
- Ceviche und Pisco Sour in einer Cevichería
Transport
Anreise: Die Flüge aus Europa dauern mit Umstieg etwa 14 bis 17 Stunden, Direktflüge ab Madrid rund 12 Stunden. Der Flughafen Jorge Chávez liegt rund 15 Kilometer vom Zentrum, die Fahrt nach Miraflores dauert je nach Verkehr 45 bis 90 Minuten. Taxi oder Uber kosten etwa 15 bis 25 Euro.
Vor Ort: Uber und Taxis sind praktisch. Abends nimmst du immer ein Taxi.
Unterkunft
- Libre Hotel, BW Signature Collection (~80 USD)*: In Miraflores, moderne Zimmer
- Second Home Peru (~90 USD)*: Im künstlerischen Barranco, Meerblick
Unser Tipp: Geh zum Mittagessen in eine Cevichería, nicht abends. Ceviche wird traditionell nur mittags serviert, weil der Fisch frisch sein muss. Für bekannte Restaurants wie Central oder Maido reservierst du Monate im Voraus. Hier liest du mehr über Lima.

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Tag 3–4: Paracas
Seelöwen und Pinguine an der Wüstenküste
Paracas ist ein kleiner Küstenort etwa 260 Kilometer südlich von Lima. Die Landschaft ist karg: Wüste trifft Meer, die Küste ist rot, gelb und braun, der Himmel meist klar. Der Ort lebt vom Tourismus, hat eine Promenade, ein paar Hotels und Restaurants, und alle Wege sind kurz. Viele Reisende nennen die Islas Ballestas „Klein-Galápagos“. Der Vergleich hinkt, weil du die Inseln nur per Boot besuchst und nicht betrittst. Trotzdem sind die Tiere dort zahlreich: Seelöwen, Humboldt-Pinguine, Pelikane, Tölpel.
Die Bootsfahrt dauert rund zwei Stunden und startet meist am Vormittag, oft schon um 8 Uhr. Auf der Fahrt siehst du das Geoglyphe El Candelabro am Hang, ein rätselhaftes Bild im Sand, dessen Alter nicht eindeutig geklärt ist. Es ist nur vom Wasser aus zu sehen. Die Wellen sind am Morgen ruhiger, am Nachmittag fahren keine Boote mehr, weil der Wind auffrischt.
Zwei Nächte genügen. Der erste Tag gehört der Ankunft und dem Nationalreservat Paracas, einer Wüstenlandschaft mit Klippen, der Playa Roja und Aussichtspunkten. Die Felsformation La Catedral ist 2007 bei einem Erdbeben eingestürzt, aber der Blick aufs Meer lohnt sich noch. Der zweite Tag beginnt mit der Bootsfahrt, danach bleibt Zeit für Strand und Promenade. Die Landschaft ist rau und hat ihren eigenen Reiz, ist aber nicht für jeden etwas. Wer viel Natur erwartet, findet in den Anden mehr.
Paracas passt zu Reisenden, die Tiere und Küstenlandschaften mögen und einen ruhigen Einstieg suchen.
Highlights
- Islas Ballestas: Bootstour* ~40–60 PEN + Hafengebühr
- Paracas Nationalreservat*: Sandige Küstenklippen, rote Strände, Vogelbeobachtung
- El Candelabro: In den Wüstensand geritztes Geoglyph, vom Boot aus sichtbar
- Humboldt-Pinguine und Seelöwen
Transport
Anreise von Lima: Fernbusse von Cruz del Sur, Oltursa und Soyuz fahren mehrmals täglich nach Paracas, Fahrzeit 3,5 bis 4 Stunden, Kosten etwa 10 bis 20 Euro. Cruz del Sur bietet bequeme Sitze und eine Platzreservierung. Einige Busse halten direkt in Paracas, andere in Pisco, von wo du ein Taxi nimmst.
Vor Ort: Die Bootsfahrt und das Reservat buchst du im Ort oder über das Hotel. Für das Reservat nimmst du Taxi oder Tour.
Unterkunft
- Hotel Riviera Inka Paracas (~40USD)*: Schöner Blick auf die Bucht
- Hostal Los Frayley (~25 USD)*: private Zimmer an der Strandpromenade
Unser Tipp: Buche die Bootsfahrt am Vormittag, bevor der Wind kommt. Nimm eine Windjacke mit, die Fahrt ist kühl, und die Sonne brennt trotzdem. Hier liest du mehr über Paracas.

Tag 5: Huacachina
Eine Oase aus dem Reiseführer
(Bus Paracas → Ica ~1 Std., Taxi zur Oase ~10 Min.)*
Huacachina ist ein winziger Ort rund um eine grüne Lagune, umgeben von hohen Sanddünen, etwa fünf Kilometer außerhalb der Stadt Ica. Das Bild ist ungewöhnlich: Palmen, ein See und Dünen bis zum Horizont. Die Oase ist vor allem ein Ort für Buggy-Touren und Sandboarding. Das Wasser der Lagune wird inzwischen künstlich aufgefüllt, weil der natürliche Zufluss versiegt ist, was manche Reisende enttäuscht.
Der Besuch dauert nicht lange. Am späten Nachmittag fährst du mit einem Buggy durch die Dünen, zwischendurch machst du Halt zum Sandboarden, am Ende stehst du oben und siehst die Sonne untergehen. Die Fahrt ist ruppig und macht Spaß, hat aber Risiken: Es gab Unfälle, achte auf Sicherheitsgurte und nüchterne Fahrer. Der Ort ist stark touristisch, mit Hostels, Partys und Bars, und für Ruhe nicht gemacht.
Eine Nacht reicht. Mehr Zeit verbringst du in Ica, wo Weingüter und Pisco-Brennereien Führungen anbieten, etwa Bodega Tacama oder Vista Alegre. Das passt, wenn du Zeit hast. Wer Peru in zwei Wochen sieht, kann Huacachina streichen und stattdessen eine zusätzliche Nacht in Cusco oder im Heiligen Tal planen. Das ist die Station der Route, die am ehesten ersetzbar ist.
Huacachina passt zu Reisenden, die Action und Sonnenuntergänge mögen. Für Kulturinteressierte ist es ein Zwischenstopp.
Highlights
- Dünen-Buggy & Sandboarding* (Tour ~50–80 PEN)
- Sonnenuntergang auf den Dünen, grandiose Fotomotive
- Wein- & Pisco-Tour in Ica* (Halbtagesausflug)
Transport
Anreise von Paracas: Per Bus* oder Taxi nach Ica (ca. 1,5 Stunden), dann Taxi zur Oase (ca. 10 Minuten). Viele Busgesellschaften verbinden Paracas und Ica, die Fahrt kostet wenige Euro.
Vor Ort: Alles ist zu Fuß erreichbar. Tagsüber ist es sehr heiß, Sonnenschutz und Wasser sind wichtig.
Unterkunft
- Banana’s Adventure (~50–60 USD)*: Hostel-Atmosphäre, Tourbuchungen
- Hotel El Huacachinero (~70–80 USD)*: Direkt an der Lagune, Pool & Restaurant
Unser Tipp: Wähle den Buggy-Anbieter nach Sicherheit, nicht nach Preis. Frag nach Gurten und Fahrern, die nicht trinken. Komm am späten Nachmittag, wenn es kühler ist und das Licht besser wird. Hier findest du mehr Infos zu Huacachina.

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Tag 6–8: Cusco
Die alte Hauptstadt der Inka
(Bus Ica → Lima ca. 4–5 Std., Flug Lima → Cusco ca. 1–1,5 Std.)
Cusco liegt auf 3.400 Metern in einem Hochtal. Die Stadt war das Zentrum des Inka-Reichs, bis die Spanier sie 1533 eroberten. Sie bauten ihre Kirchen und Häuser auf die Fundamente der Inka-Tempel, und das Ergebnis siehst du überall: Spanische Balkone über perfekt gefügten Inka-Mauern. Der Sonnentempel Qorikancha steht unter dem Kloster Santo Domingo, an der Plaza de Armas erhebt sich die Kathedrale. In den Gassen von San Blas arbeiten Kunsthandwerker, und Quechua-Frauen in bunter Tracht bieten Wollsachen an.
Die ersten Stunden gehören der Höhe. Du kommst aus Lima, hast in einem halben Tag 3.400 Meter überwunden, und viele Reisende merken das mit Kopfschmerzen, Müdigkeit und schnellem Puls. Die beste Strategie ist langsam machen, viel trinken, Coca-Tee probieren und keinen Alkohol. Wer anfällig ist, spricht vorher mit einem Arzt über Medikamente.
Drei Nächte geben dir Zeit. Der erste Abend bleibt ruhig. Am zweiten Tag gehst du zur Plaza de Armas, zum Qorikancha und durch San Blas. Der dritte Tag gehört den Ruinen oberhalb der Stadt: Sacsayhuamán, einer Festung mit riesigen Steinblöcken, sowie Q’enqo und Tambomachay. Für diese Anlagen brauchst du ein Sammelticket, das Boleto Turístico. Der Mercado San Pedro ist ein guter Ort für Obst, Säfte und einfache Gerichte.
Cusco passt zu Reisenden, die Geschichte und Kultur mögen. Wer mehr Kondition mitbringt, nutzt die Zeit für Tagesausflüge.
Highlights
- Plaza de Armas und Kathedrale
- Qorikancha, der Sonnentempel
- Viertel San Blas mit Kunsthandwerk
- Sacsayhaman, Q’enqo und Tambomachay
- Mercado San Pedro
Transport
Anreise von Ica: Du fährst am Morgen mit dem Bus von Ica nach Lima (rund 4 bis 4,5 Stunden) und fliegst am Nachmittag* nach Cusco (rund 1,5 Stunden). Der Tag ist lang. Buche den Flug erst, wenn du die Busankunft kennst, und plane Puffer ein. Flüge von LATAM, Sky und JetSMART kosten bei früher Buchung etwa 50 bis 120 Euro.
Vor Ort: Das Zentrum ist zu Fuß erreichbar, Taxis sind günstig.
Unterkunft
- Casa Andina Standard (~90-150 USD)*: Kette mit gutem Service
- Brothers House (~17 USD)*: Gemeinschaftsküche, zentrale Lage neben San Blas
Unser Tipp: Nimm den ersten Tag ernst und mach nichts Anstrengendes. Heize dein Zimmer abends, im Winter sinken die Temperaturen unter null. Mach das Boleto Turístico am dritten Tag, wenn du dich angepasst hast. Hier liest du mehr über Cusco.

Tag 9: Heiliges Tal
Terrassen, Märkte und Inka-Festungen
(Tagesausflug oder Übernachtung im Tal – Collectivo ab Cusco)
Das Valle Sagrado, das Heilige Tal, war das landwirtschaftliche Herz der Inka. Es liegt auf rund 2.800 Metern, also tiefer als Cusco, und das Klima ist milder. Die Terrassen an den Hängen, mit denen die Inka Mais und Kartoffeln anbauten, sind bis heute erhalten. Zwei Orte sind die wichtigsten Stationen: Pisac mit Markt und Terrassen und Ollantaytambo mit einer Festung, die sich über dem Ort erhebt.
Ein Tag reicht, wenn du früh startest. Du fährst am Morgen nach Pisac, bummelst über den Markt, der am Sonntag am größten ist, und steigst, wenn du magst, zu den Ruinen hinauf. Danach geht es durchs Tal nach Urubamba und Ollantaytambo. Wer Zeit hat, besucht unterwegs die Salinen von Maras, Salzterrassen, die seit Jahrhunderten genutzt werden, oder die kreisrunden Terrassen von Moray. Beides erreichst du als Halbtagestour von Cusco aus, oder in einem Tag mit Auto und Fahrer.
Die Übernachtung in Ollantaytambo hat einen praktischen Grund: Der Zug nach Machu Picchu fährt dort ab, und du sparst dir die Fahrt von Cusco. Der Ort ist klein, hat Pflastergassen und Inka-Mauern, die noch genutzt werden. Die Festung ist kurz, aber steil, rechne mit eineinhalb Stunden.
Das Heilige Tal passt zu Reisenden, die Kultur, Landschaft und Dörfer mögen. Wer wenig Zeit hat, kann Pisac auslassen und nur Ollantaytambo besuchen.
Hotel. Dein großes Gepäck kannst du in Ollantaytambo oder Cusco lassen.
Highlights
- Pisac mit Markt und Terrassen
- Ollantaytambo mit Inka-Festung
- Optional: Salinen von Maras und Terrassen von Moray
- Spaziergang durch Ollantaytambo
- Landschaft entlang des Urubamba
Transport
Anreise von Cusco: Per Taxi, Colectivo oder geführter Tour. Von Cusco nach Pisac sind es etwa 45 bis 60 Minuten, von Pisac nach Ollantaytambo rund 1,25 Stunden. Colectivos sind günstig, aber langsamer. Wer Moray und Maras einplant, nimmt ein Taxi mit Fahrer für den Tag, Kosten etwa 40 bis 70 Euro.
Unterkunft
- Casa Paqocha Garden* – direkt an den Inkaruinen (ab 21 Euro/Nacht)
Unser Tipp: Fahr am Sonntag nach Pisac, wenn der Markt am lebendigsten ist, aber früh, bevor die Reisebusse ankommen. Pack für Machu Picchu einen kleinen Rucksack, der Rest bleibt im

Tag 10–11: Machu Picchu
Der Höhepunkt der Reise
(Zug Ollantaytambo → Aguas Calientes)
Machu Picchu liegt auf einem Bergrücken auf rund 2.400 Metern, umgeben von steilen Hängen und Nebelwald. Die Inka bauten die Anlage im 15. Jahrhundert, vermutlich als Residenz für ihre Herrscher. Die Spanier entdeckten sie nie, und erst 1911 machte der Forscher Hiram Bingham sie weltweit bekannt. Heute zählt sie zu den Neuen Sieben Weltwundern und zu den meistbesuchten Orten Südamerikas.
Das macht den Besuch anstrengend, aber lohnend. Der Ort ist voll, die Wege sind festgelegt, und du brauchst Tickets mit festem Zeitfenster und Route. Sie sind begrenzt und in der Hauptsaison oft Monate vorher ausverkauft. Prüf die aktuellen Regeln, auch zu Rundwegen und ob ein Führer vorgeschrieben ist. Wenn du Tickets hast, ist die Anlage selbst eindrucksvoll: Terrassen, Tempel und Mauern, die ohne Mörtel gefügt wurden, und dahinter der Berg Huayna Picchu.
Der Ablauf: Am Tag 10 fährst du mit dem Zug von Ollantaytambo nach Aguas Calientes, rund 1,5 Stunden durch das Urubamba-Tal. Der Ort ist touristisch, aber bequem. Am Tag 11 stehst du früh auf, nimmst den Bus zum Eingang (ca. 24 USD hin und zurück) oder gehst die Treppen in etwa 1,5 Stunden, und bleibst drei bis vier Stunden in der Anlage. Am Nachmittag fährst du mit dem Zug zurück nach Ollantaytambo und weiter nach Cusco, die Ankunft ist am Abend. Wer zusätzlich den Huayna Picchu oder den Machu Picchu Mountain besteigen will, braucht ein Ticket mit dieser Option und gute Kondition.
Der Zug kostet je nach Klasse und Anbieter (PeruRail, Inca Rail) etwa 60 bis 100 USD pro Strecke. Buche frühzeitig, vor allem für die frühen Verbindungen.
Machu Picchu passt zu allen Reisenden. Wer Menschenmassen nicht mag, kommt früh am Tag oder am späten Nachmittag.
Highlights
- Machu Picchu Zitadelle mit Terrassen und Tempeln
- Optional: Huayna Picchu oder Machu Picchu Mountain
- Zugfahrt durch das Urubamba-Tal
- Aguas Calientes mit Thermalquellen
- Nebelwald und Orchideen entlang der Wege
Transport
Anreise von Ollantaytambo: Zug nach Aguas Calientes, rund 1,5 Stunden. Von dort Bus zum Eingang, rund 25 Minuten. Rückfahrt mit Zug nach Ollantaytambo und per Van oder Taxi nach Cusco (rund 2 Stunden).
Vor Ort: Du brauchst Reisepass und Ticket, der Eingang ist streng geregelt. Große Rucksäcke sind nicht erlaubt.
Unterkunft
- Hotels in Aguas Calientes – Doppelzimmer meist 60 bis 120 Euro. Die zweite Nacht verbringst du wieder in Cusco.
Unser Tipp: Wähle das früheste Zeitfenster, um die Anlage zu sehen, bevor es voll wird. Nimm eine Regenjacke mit, das Wetter wechselt schnell. Hier liest du mehr über Machu Picchu.

Tag 12–13: Arequipa
Die weiße Stadt am Vulkan
(Flug Cusco → Arequipa ca. 1 Std., alternativ Nachtbus Cusco → Arequipa 10 Std. )*)
Arequipa liegt auf rund 2.300 Metern, umgeben von den Vulkanen Misti, Chachani und Pichu Pichu. Die Altstadt besteht aus hellem Vulkangestein, dem Sillar, und leuchtet in der Sonne weiß, deshalb der Beiname „weiße Stadt“. Das Klima ist trocken und mild, mit viel Sonne, und das ist nach den Anden und Cusco eine Wohltat. Die Altstadt gehört zum UNESCO-Welterbe.
Zwei Nächte genügen für die wichtigsten Stationen. Das Kloster Santa Catalina aus dem 16. Jahrhundert ist eine Stadt in der Stadt, mit Gassen, Innenhöfen und Zellen in Blau und Orange. Du brauchst etwa zwei Stunden. An der Plaza de Armas steht die Kathedrale, vom Dach siehst du den Misti. Das Museo Santuarios Andinos zeigt die Mumie Juanita, ein Inka-Mädchen, das auf einem Vulkan geopfert wurde. Vom Aussichtspunkt Yanahuara hast du einen guten Blick auf die Stadt und den Vulkan. Probiere Rocoto Relleno, gefüllte scharfe Paprika, und Adobo in einer Picantería.
Der Colca-Canyon mit dem Aussichtspunkt Cruz del Cóndor liegt rund vier Stunden von Arequipa entfernt und braucht mindestens zwei Tage. Das passt nicht mehr in diese Route. Wer mehr Zeit hat, siehe die Erweiterungen.
Arequipa passt zu Reisenden, die Architektur und Essen mögen und nach Cusco etwas Ruhe suchen.
Highlights
- Kloster Santa Catalina
- Plaza de Armas mit Kathedrale
- Museo Santuarios Andinos mit der Mumie Juanita
- Aussichtspunkt Yanahuara
- Picanterías mit regionaler Küche
Transport
Anreise von Cusco: Der Flug nach Arequipa dauert etwa 1 Stunde, wenn eine Direktverbindung besteht, sonst fliegst du über Lima. Prüf den aktuellen Flugplan, Direktflüge fahren nicht täglich. Der Bus ist keine Alternative, er braucht rund 10 bis 11 Stunden.
- Bus Cusco → Arequipa (Nachtbus ~10 Std.)* oder Flug (1 Std.)*
- Colca Canyon Tour* (2 Tage, ~70–100 USD), Eintritt ~70 PEN
Vor Ort: Das Zentrum ist zu Fuß erreichbar. Taxis sind günstig.
Unterkunft
- Las Torres de Ugarte (~50–60 USD)*: Kolonialer Innenhof, nahe Santa Catalina
- Casa Andina Standard Arequipa (~70–80 USD)*: Zentral, gutes Servicekonzept
- Le Foyer Arequipa (25 USD)*: zentrale Lage mit schöner Dachterrasse
Unser Tipp: Besuche das Kloster Santa Catalina am späten Nachmittag, wenn das Licht weicher ist und weniger Gruppen kommen. Nach dem Besuch gehst du auf die Dachterrasse eines Cafés an der Plaza und siehst den Sonnenuntergang über dem Misti. Hier liest du mehr über Arequipa.

Tag 14: Rückflug über Lima
Du fliegst von Arequipa nach Lima (rund 1,5 Stunden) und von dort nach Europa. Plane mindestens vier Stunden Puffer zwischen den Flügen, vor allem, wenn du das Gepäck neu aufgeben musst. Viele Flüge nach Europa starten am späten Abend. Wenn du Zeit hast, gehst du zum Abschied noch einmal in eine Cevichería in Miraflores.

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Rother Wanderführer Peru
Die 62 schönsten Wandertouren in Peru. Ein perfekter Begleiter um die Natur zu Fuß zu durchstreifen. Und Peru ist mit seinen schneebedeckten Gipfeln in den Anden ein Wanderparadies.
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Gebrauchsanweisung für Peru
Witzig geschrieben und mit allerlei Geschichten, die du bestimmt noch nicht kennst. Hier taucht man noch mal auf eine ganz andere Art in das Land ein.
Routenzusammenfassung
Die Route verbindet Küste, Wüste, Anden und Kolonialstadt in einer Reihenfolge, die die Höhe schrittweise steigert. Du siehst die Tierwelt von Paracas, die Dünen von Huacachina, Cusco und das Heilige Tal, Machu Picchu und zum Schluss Arequipa. Mit Bus, Zug und drei Flügen kommst du ohne lange Busfahrten aus.
Sie passt zu Erstbesuchern, die Peru in zwei Wochen sehen wollen und bereit sind, früh aufzustehen und Termine vorab zu buchen. Wer mehr Ruhe sucht, streicht Huacachina und gibt Cusco und dem Heiligen Tal einen Tag mehr.

Erweiterungsmöglichkeiten
- +3 Tage: Besuche den Colca-Canyon von Arequipa aus, mit zwei Tagen Tour und dem Aussichtspunkt Cruz del Cóndor. Alternativ gibst du Cusco und dem Heiligen Tal je einen Tag mehr.
- +1 Woche: Fahr oder fliege von Cusco nach Puno an den Titicacasee (rund 7 Stunden per Bus oder kurzer Flug von Juliaca) mit den schwimmenden Inseln der Uros und der Insel Taquile. Alternativ verlängerst du in den Dschungel bei Puerto Maldonado, mit Lodges am Rio Tambopata.
- +2 Wochen: Ergänze die Region um Trujillo und Chiclayo im Norden mit Lehmstadt Chan Chan und Pyramiden, oder die Cordillera Blanca bei Huaraz mit Wanderungen auf über 4.000 Metern. Auch die Nazca-Linien lassen sich ab Ica besuchen. Die Rundflüge dauern rund 30 Minuten.

Spartipps
- Nebensaison nutzen: Im April, Mai und Oktober sind Preise niedriger, das Wetter ist meist ausreichend.
- Inlandsflüge früh buchen: Die Preise von LATAM, Sky und JetSMART steigen kurzfristig stark. Buche den Flug nach Cusco zwei bis drei Monate vorher.
- Machu-Picchu-Tickets und Zug früh buchen: Das spart Stress und oft Geld. In der Hauptsaison sind Zeitfenster Monate vorher ausverkauft.
- Fernbusse an der Küste nutzen: Cruz del Sur und Oltursa bieten komfortable Fahrten zu günstigen Preisen. Ein Flug lohnt dort nicht.
- Menú del día: Viele Lokale bieten mittags ein Menü mit Suppe, Hauptgang und Getränk für 3 bis 6 Euro.
- Boleto Turístico in Cusco: Das Sammelticket spart Geld, wenn du mehrere Anlagen besuchst.
- Colectivos statt Taxi: Im Heiligen Tal sind Colectivos günstig. Sie fahren ab, wenn sie voll sind.
- Wasser nachfüllen: Das Leitungswasser ist nicht trinkbar, aber viele Hotels haben Filter. Das spart Plastikflaschen und Geld.

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FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Peru Reise
Wie viele Tage sollte man für Peru einplanen?
Mit zwei Wochen siehst du die klassische Route mit Lima, Cusco, Machu Picchu und Arequipa. Für Titicacasee, Dschungel oder den Norden planst du eine weitere Woche ein.
Wann ist die beste Reisezeit?
Von Mai bis September ist es in den Anden trocken und sonnig. Von November bis März ist Regenzeit, und im Februar sind einige Wege gesperrt. In Lima ist es von Juni bis November oft grau.
Braucht man einen Mietwagen?
Nein. Du reist mit Bus, Zug und Flügen. Im Heiligen Tal kannst du ein Taxi mit Fahrer nehmen.
Sind Inlandsflüge sinnvoll?
Ja, Lima–Cusco und Cusco–Arequipa sparen jeweils einen Reisetag. Buche früh und achte auf Gepäckregeln, die Low-Cost-Anbieter nehmen Gebühren.
Wie teuer ist die Reise?
Rechne in der Mittelklasse mit etwa 1.800 bis 2.600 Euro pro Person ohne den internationalen Flug. Machu Picchu mit Ticket, Zug und Bus ist der größte Einzelposten.
Kann man die Route auch andersherum fahren?
Ja, du beginnst dann mit Arequipa und endest in Lima. Das ist hinsichtlich der Höhe weniger günstig, weil du zuerst in 2.300 Metern bist und danach in Cusco. Der Vorteil ist ein entspannter Abschluss an der Küste.
Ist die Route für Anfänger geeignet?
Ja. Die Infrastruktur ist gut, und die Stationen sind touristisch erschlossen. Die Höhe ist die größte Herausforderung, vor allem in Cusco.
Welche Kreditkarte eignet sich?
Visa und Mastercard werden in Hotels und größeren Restaurants akzeptiert. Nimm eine Karte ohne Fremdwährungsgebühr mit und zusätzlich Bargeld in Sol, vor allem für Busse, Märkte und kleine Orte.
Brauche ich ein Visum oder Impfungen?
Als deutscher Staatsbürger brauchst du für Peru kein Visum, du kannst bis zu 90 Tage bleiben. Eine Gelbfieberimpfung ist für diese Route nicht nötig, wird aber für den Dschungel empfohlen. Informiere dich vor der Reise bei einem Tropeninstitut.
Wie gehe ich mit der Höhe um?
Plane in Cusco den ersten Tag ruhig, trink viel Wasser und Coca-Tee, vermeide Alkohol und schwere Mahlzeiten. Bei starken Beschwerden steigst du ab. Wer anfällig ist, bespricht Medikamente vorab mit einem Arzt.
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