Das Boleto Turístico für Cusco & Umgebung

Sobald du mehr als einen Ausflug ins Umland von Cusco machst, lohnt es sich das Boleto Turistico in Betracht zu ziehen. Dieses Ticket beinhaltet die meisten Sehenswürdigkeiten in und um Cusco. Die wichtigsten Inkastätten verkaufen keine Einzeltickets, du brauchst also in jedem Fall eines der Pakete oder zahlst ordentlich drauf. Zwei Teiltickets kosten 140 Soles, das Vollticket nur 130 Soles. Wer also Stadt und Heiliges Tal sehen will, nimmt deshalb das Vollticket. Wir haben es 2022 und 2025 gekauft und würden es jederzeit wieder tun.

Was das Boleto Turistico im Genauen ist, welche Sehenswürdigkeiten und Orte enthalten sind und wo du es kaufen kannst, das zeigen wir dir hier im Artikel.

Boleto Turistico Cusco
Wir 2025 in Cusco
Das Boleto Turistico auf einen Blick

📍 Region: Cusco und Heiliges Tal der Inka, Peru
🏛️ Perfekt für: Kulturinteressierte, Individualreisende, alle, die mehrere Tage in Cusco bleiben
⏳ Empfohlene Aufenthaltsdauer: mindestens 7 Tage, mit Tagestouren ins Umland eher 10 Tage
🚗 Fortbewegung/Anreise: Collectivo, Taxi oder Tour; Tickets nur vor Ort
💰 Preisniveau: Vollticket 130 Soles (rund 30 bis 35 €), Teilticket 70 Soles
☀️ Beste Reisezeit: Mai bis Oktober (Trockenzeit)


1. Was ist das Boleto Turístico?

Das Boleto Turístico del Cusco ist ein offizielles Kombiticket der Tourismusbehörde. Es gilt für 16 Sehenswürdigkeiten in der Stadt und im Heiligen Tal, ist personalisiert und nicht übertragbar, und du brauchst deinen Reisepass beim Kauf. Es gibt zwei Varianten:

  • Vollticket: 130 Soles, 10 Tage gültig, alle 16 Stätten
  • Teiltickets: 70 Soles pro Circuit, jeweils nur eine Gruppe von Stätten

Die Gültigkeit beginnt am ersten Nutzungstag und lässt sich nicht pausieren. Plane deinen Aufenthalt deshalb so, dass du die zehn Tage ausnutzt.

2. Welches Ticket brauchst du?

Dein PlanTicketPreis
Nur die vier Ruinen oberhalb von Cusco (1 Tag)Circuit 170 Soles
Nur Stadt-Museen, Tipón und Pikillacta (2 Tage)Circuit 270 Soles
Nur Heiliges Tal: Pisac, Ollantaytambo, Chinchero, Moray (2 Tage)Circuit 370 Soles
Stadt-Ruinen und Heiliges TalVollticket130 Soles
Kinder von 10 bis 17 Jahren, StudierendeVollticket 70, Teilticket 40 Solesreduziert

Der Vergleich: Circuit 1 plus Circuit 3 kosten zusammen 140 Soles, das Vollticket mit zehn Tagen Zeit nur 130. Mehr als einen Circuit solltest du deshalb nicht einzeln kaufen.


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3. Was ist enthalten?

  • Circuit 1 (1 Tag): Sacsayhuamán, Qenqo, Puka Pukara, Tambomachay
  • Circuit 2 (2 Tage): Museo Municipal de Arte Contemporáneo, Museo Histórico Regional, Museo de Sitio del Qorikancha, Museo de Arte Popular, Centro Qosqo de Arte Nativo, Monumento a Pachacútec, Tipón, Pikillacta
  • Circuit 3 (2 Tage): Pisac, Ollantaytambo, Chinchero, Moray

Was kostet extra?

  • Pinkuylluna in Ollantaytambo: kostenlos, du trägst dich nur am Kassenhäuschen ein.
  • Maras (Salzterrassen): 20 Soles pro Person. Moray ist im Ticket, Maras nicht.
  • Qorikancha (Sonnentempel) und Kathedrale: rund 20 Soles pro Person, nach unserer Erinnerung kann es bis 30 Soles sein. Prüf den Preis vor Ort. Im Ticket enthalten ist nur das Museum neben bzw. unter dem Tempel.
  • Machu Picchu: hat ein eigenes Ticket.
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4. Wo kannst du das Ticket kaufen?

Das Ticket gibt es nicht online. Du kaufst es in Cusco beim offiziellen Büro der COSITUC (Galerías Turísticas, Av. El Sol 103, im Gebäude wo sich auch das Museo de Arte Popular befindet) oder an den großen Stätten. Wir haben es 2022 und 2025 jeweils am Ticketschalter von Sacsayhuamán gekauft, weil das immer unsere erste Station war. Das ist ein guter Plan, denn die Ruine liegt direkt über der Stadt und eignet sich gut zum Akklimatisieren. Die kleineren Ruinen verkaufen kein Ticket, du musst es also vorher haben. Nimm deinen Reisepass mit.

5. Unsere Erfahrung mit dem Boleto

2022 haben wir das Vollticket für zehn Tage genutzt und damit Sacsayhuamán, Qenqo, Puka Pukara, Tambomachay, Pisac, Ollantaytambo, Chinchero und Moray besucht. Zu zweit haben wir 65 € bezahlt. Es hat sich definitiv gelohnt.

2025 haben wir das Ticket noch einmal gekauft und die vier Ruinen oberhalb von Cusco, alle Stadt-Museen mit dem Centro Qosqo de Arte Nativo, Pisac, Ollantaytambo und Moray besucht.

Die Museen: Wir haben alle besucht, es war ganz nett, wenn man das Ticket hat und einen halben Tag Zeit. Sie liegen alle nah beieinander in der Stadt. Ohne Ticket würden wir dafür kein extra Geld ausgeben, dafür sind sie zu klein und nicht interessant genug.

Die Tagestour ins Heilige Tal: 2022 haben wir eine Tagestour gemacht, mit vielen Stopps. Inkaruinen und Verkaufsläden wechselten sich ab. An den Ruinen blieben oft nur 30 Minuten, in den Läden gern über eine Stunde, plus Mittagessen. Die Leute wollten das so: zwei, drei Fotos machen und dann shoppen. Die Tour richtete sich also nach den Wünschen der meisten Touristen, nicht nach unseren. Wir haben es mit Humor genommen und wussten, worauf wir uns bei einer Tagestour einlassen.

Aus beiden Besuchen würden wir mitnehmen: Pisac immer auf eigene Faust, weil die Anlage so groß ist. Ollantaytambo mit Übernachtung, weil es sich lohnt. 2022 haben wir uns fast geärgert, dort nicht übernachtet zu haben, und es 2025 nachgeholt: drei Tage, für die Wanderung von Moray nach Maras und die Ruinen auf der anderen Seite des Ortes. Der Rest war mit einem kurzen Besuch auch okay.

Die Ruinen von Ollantaytambo sind sehr groß und es lohnt sich im Ort zu übernachten

6. Die Sehenswürdigkeiten im Boleto Turístico

In und um Cusco

Sacsayhuamán

Die große Festungsanlage liegt direkt oberhalb von Cusco, und schon der Weg hinauf bietet immer wieder Blicke auf die Altstadt. Wir sind beide Male aus der Innenstadt hinaufgelaufen, gut 30 Minuten, mit Stopps eher eine Stunde. Beeindruckend sind die riesigen Steinmauern und der zentrale Platz, auf dem am 24. Juni das größte Fest der Stadt, das Inti Raymi, gefeiert wird. Große Teile wurden nach der Ankunft der Spanier zerstört und von Erdbeben beschädigt, aber die Mauern sind robust und viele bis heute erhalten. Für den Besuch solltest du gut zwei Stunden einplanen. Für uns war es jedes Mal die erste Station.
➡️ Alle Infos zu Sacsayhuamán findest du hier in einem ausführlichen Artikel dazu.

Sacsayhuaman über der Stadt Cusco

Qenqo

Eine kleinere Anlage ganz in der Nähe von Sacsayhuamán, die als Heiligtum und Ort für rituelle Zeremonien diente und in einen Felsen gehauen wurde. Man ist schnell durchgelaufen, aber es war sehr interessant, vor allem wegen der in den Stein geschlagenen Kanäle, Altäre und kleinen Gänge. Von Sacsayhuamán sind es etwa 30 Minuten zu Fuß, ein entspannter Spaziergang.

Qenqo

Puka Pukara

Die „rote Festung” liegt rund 7 Kilometer von Cusco entfernt. Sie war vermutlich eine Befestigungsanlage, ein Umschlagplatz für Waren und ein Rastplatz an der Straße. Die Anlage ist klein, für den Besuch reichen 30 bis 60 Minuten. Wir haben ihr 3 von 5 Sternen gegeben. Der eigentliche Reiz ist die Wanderung dorthin und zurück, mit wunderschönen Ausblicken auf Cusco und die umliegenden Berge.
➡️ Alle Infos zu Puka Pukara findest du hier in einem ausführlichen Artikel dazu.

Puka Pukara

Tambomachay

Direkt neben Puka Pukara liegt das kleine Wasserheiligtum. Natürliche Quellen werden hier durch einen Tempel geleitet, und bis heute fließt Wasser durch die steinernen Kanäle. Der Wassertempel ist beeindruckend, die Anlage selbst aber klein und in 30 bis 40 Minuten besichtigt. Wir geben ihr 2 von 5 Sternen. Von hier kannst du zu Fuß zurück nach Cusco wandern.
➡️ Alle Infos zu Tambomachay findest du zusammen mit Puka Pukara hier in einem ausführlichen Artikel dazu.



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Museo Municipal de Arte Contemporáneo

Das städtische Museum für zeitgenössische Kunst zeigt in zwei Räumen wechselnde Werke regionaler Künstler. Es verbindet Einflüsse der Andenkultur mit moderner Kunst und ist in einer halben Stunde besucht. Interessant, wenn du Kunst magst, aber kein Muss.

Museo Histórico Regional

Das Museum befindet sich im ehemaligen Wohnhaus des Chronisten Inca Garcilaso de la Vega und zeigt in 13 Räumen vorspanische Funde wie Keramik und Werkzeuge. Oben folgt die Geschichte Cuscos in der Kolonialzeit bis zur Republik. Das Gebäude selbst ist schon ein Stück Geschichte.

Museo de Sitio del Qorikancha

Das Museum neben dem Sonnentempel zeigt Funde aus den Ausgrabungen, darunter Keramik, Metallobjekte und Mumien, dazu Modelle des Tempels zu Inkazeiten. Der Eintritt zum Tempel Qorikancha selbst ist nicht im Ticket enthalten. Wer das Museum besucht, versteht den Tempel danach besser.

Museo de Arte Popular

Eine bunte Sammlung traditioneller Handwerkskunst mit Skulpturen, Masken, Keramik und Figuren aus Alltag und Festen. Bekannt sind die kleinen „Manuelitos”. Das Museum ist klein und schnell besucht, aber farbenfroh und gut für einen kurzen Eindruck der Volkskunst. Was uns besonders gut gefiel, waren die alten Fotografien aus der Vergangenheit von Cusco.

Centro Qosqo de Arte Nativo

1924 gegründet und der Bewahrung traditioneller Musik und Tänze der Region gewidmet. Täglich gibt es Folklore-Shows mit Tänzen aus verschiedenen Regionen Perus, in originalen Kostümen und mit traditionellen Instrumenten. Ein kleines Museum erklärt die Hintergründe. Eine nette Abwechslung am Abend.

Monumento a Pachacútec

Die 11 Meter hohe Bronzestatue des Inka-Herrschers steht auf einem mehrstöckigen Turm, in dem die Geschichte des Inkareiches gezeigt wird. Von der obersten Plattform hast du einen Panoramablick über die Stadt. Wir haben das Monument nicht besucht.

Tipón

Eine der beeindruckendsten, aber weniger besuchten Anlagen im Süden von Cusco. Berühmt ist sie für ihre Terrassen, durch die bis heute klares Wasser über Kanäle und Brunnen fließt, vermutlich ein königlicher Garten oder ein landwirtschaftliches Versuchsfeld. Wir waren nicht dort, nach Recherche ist sie ruhig und grün gelegen.

Pikillacta

Eine der wenigen Stätten aus der Zeit vor den Inka, aus der Wari-Kultur. Die weitläufige Anlage mit rechteckigen Gebäuden, Straßen und teils bis zu sieben Meter hohen Mauern wirkt deutlich geometrischer als die Inka-Ruinen. Wir waren nicht dort, sie gilt als spannende Ergänzung für alle, die mehr Zeit haben.

Im Heiligen Tal

Pisac

Für uns die schönste Inkaanlage im Heiligen Tal, eine riesige Anlage auf mehreren Berghügeln mit Terrassen, Tempeln, Wohngebäuden und fantastischen Ausblicken. Unsere Runde 2025 war 6,3 Kilometer lang, mit 525 Höhenmetern und gut 5,5 Stunden Gesamtzeit, ab der Stadt zu Fuß. Schwindelfreiheit ist hilfreich. Oben gibt es keine Toiletten, Verkäufer oder Wasser, bring alles mit. Unten im Ort lockt der bekannte Markt. Pisac würden wir immer auf eigene Faust machen.
➡️ Alle Infos zu Pisac findest du hier in einem ausführlichen Artikel dazu.

Die Ruinen von Pisac

Ollantaytambo

Eine sehr bemerkenswerte Inkastätte, die sich entlang der Berghänge zieht und als nördliche Verteidigungslinie des Heiligen Tals galt. Hier findest du zeremonielle Gebäude und große landwirtschaftliche Flächen, dazu Terrassen und Tempel, die steil den Berg hinaufführen. Wir würden hier immer übernachten, denn der Ort mit seinen kleinen Gassen ist selbst schön.
➡️ Alle Infos zu Ollantaytambo findest du hier in einem ausführlichen Artikel dazu.

Die Ruinen von Ollantaytambo

Chinchero

Hier siehst du, wie die Spanier eine Kirche auf den Mauerresten einer Inkastätte gebaut haben, rings um den Hügel liegen noch viele Terrassen. Du kannst frei herumlaufen, vor der Kirche breiten Marktfrauen ihre Souvenirs aus, und in den Webwerkstätten gibt es Vorführungen mit anschließendem Verkauf. Wir fanden Chinchero als Stopp einer Tour nett, als eigenen Ausflug nicht unbedingt, weil es im Tal schönere Ruinenstädte gibt.
➡️ Alle Infos zu Chinchero findest du hier in einem ausführlichen Artikel dazu.

Chinchero

Moray

Ein „Inkalabor” aus vergangener Zeit: Auf kreisrunden Terrassen, die tief in die Erde reichen, testeten die Inka vermutlich, welche Getreide- und Gemüsesorten wo am besten wachsen, denn die Terrassen simulieren durch ihre Lage unterschiedliche Klimazonen. Die geometrische Form unterscheidet sich stark von anderen Ruinen und ist ein beliebtes Fotomotiv. 2022 hatten wir auf der Tour nur 30 Minuten, 2025 sind wir ein bis zwei Stunden eine komplette Runde gelaufen, auch hinunter in die Terrassen.
➡️ Alle Infos zu Moray findest du hier in einem ausführlichen Artikel dazu.

Moray

Zusätzlich, nicht im Ticket: Salinas de Maras

Die Salzterrassen von Maras sind älter als die Inka und trotzdem beeindruckend. Rund 3.000 bis 4.000 Salinenbecken sind bis heute in Betrieb und produzieren mehrere Tonnen Salz: Mineralhaltiges Quellwasser aus den Bergen wird in die Becken geleitet und verdunstet. Der Eintritt kostet 20 Soles pro Person. Zwischen die Becken darfst du nicht, es gibt eine Aussichtsplattform und einen Rundweg.
➡️ Alle Infos zu den Salinas de Maras findest du hier in einem ausführlichen Artikel dazu.

Die Salinen von Maras

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7. Die perfekte Reiseplanung für Cusco

Plane mindestens 7 Tage ein, wenn du das Boleto ausnutzen und in Ollantaytambo übernachten willst. Wenn du Tagestouren ins Umland einbaust, eher 10 Tage. So würden wir es heute machen:

Tag 1: Ankommen und akklimatisieren. Spaziergang durch die Altstadt und San Blas, viel trinken, nichts Anstrengendes. Cusco liegt auf über 3.400 Metern.

Tag 2: Sacsayhuamán und Qenqo, Ticket kaufen. Am Ticketschalter von Sacsayhuamán holst du dein Boleto. Beide Ruinen kannst du zu Fuß erreichen. Für Sacsayhuamán brauchst du gut zwei Stunden, nach Qenqo sind es 30 Minuten zu Fuß.

Tag 3: Puka Pukara und Tambomachay. Fahr mit dem Taxi oder Collectivo hinauf nach Tambomachay und wandere über Puka Pukara hinunter nach Cusco. Die Strecke ist nur 4,8 Kilometer lang und läuft fast nur bergab, rund eineinhalb bis zwei Stunden reine Gehzeit, dazu kommen die Ruinen. 2022 sind wir die gesamte Strecke hoch und wieder runter gewandert, 2025 mit dem Taxi hinauf, was wir empfehlen. Es gibt keine Beschilderung, nutze eine Offline-Karte. Collectivo oder Bus kostet nur wenige Soles.

Tag 4 bis 6: Ollantaytambo. Fahr mit dem Collectivo ins Heilige Tal und bleib dort, wir waren 2025 drei Tage da. Am ersten Tag besuchst du die Anlage. Der südliche Teil ist nur zwischen 13 und 15 Uhr zugänglich, die gesamte Anlage hat nach Auskunft unseres Guides bis etwa 17:30 bis 18 Uhr geöffnet. Plane den Aufstieg so, dass du vor 15 Uhr oben bist, wir kamen 2025 kurz nach 15 Uhr an, als gerade zugemacht wurde. Am zweiten Tag machst du die Wanderung von Moray zu den Salzterrassen von Maras (Maras 20 Soles extra). Am dritten Tag besuchst du Pinkuylluna auf der anderen Talseite: kostenlos, du trägst dich am Kassenhäuschen am Ortsrand ein und steigst rund 30 Minuten steil über Stock und Stein hinauf. Oben kannst du zwischen den Ruinen herumklettern. Wenn du nicht in Ollantaytambo schlafen* willst, findest du hier eine Tour nach Ollantaytambo.

Tag 7: Zurück nach Cusco, Museen. Am Nachmittag besuchst du die Museen, pro Museum reichen meist 30 Minuten. Wir würden sie nur mit dem Ticket besuchen. Viele Museen sind montags geschlossen.

Tag 8: Pisac. Mit dem Collectivo morgens von Cusco hin, am späten Nachmittag zurück. Die Wanderung führt vom Ort Pisac hinauf bis ganz nach oben und hinüber zum anderen Eingang an der Straße, dann an den Terrassen vorbei teils auf demselben Weg wieder hinunter. Wir haben das 2022 und 2025 gemacht: 6,3 Kilometer, 525 Höhenmeter, gut 5,5 Stunden. Ein 30-Minuten-Stopp, wie ihn viele Touren anbieten, wird der Anlage nicht gerecht.

Tag 9: Südtal (optional). Tipón und Pikillacta sind am einfachsten mit einer Tour* zu erreichen. Wir waren dort nicht.

Tag 10: Chinchero oder Moray und Maras. Je nach dem, was du noch nicht gesehen hast. Mit dem Collectivo oder dem Taxi nach Chinchero, falls du es noch nicht gesehen hast und Zeit übrig ist, oder eine Tour mit Chinchero, Moray und Maras*.

Kurztour als Alternative: Wenn du wenig Zeit hast, gibt es eine Sacred-Valley-Tour ab Cusco mit Chinchero, Ollantaytambo, Moray, Maras und Pisac an einem Tag*. Wir haben sie 2022 gemacht, die Stopps sind sehr kurz, man rennt quasi durch die Highlights.

Mit diesen Tagen hast du fast alles gesehen. Fehlen nur noch das Pachacútec-Monument und die Folklore-Show im Centro Qosqo. Danach füllen Ausflüge in die Berge leicht weitere zehn bis vierzehn Tage. Eine Übersicht aller Tagestouren und Mehrtagestouren findest du hier.

8. Unser Fazit zum Boleto Turistico – Lohnt es sich?

Ganz klar: Ja, das Boleto Turístico lohnt sich absolut.

Wenn du mehrere Tage in Cusco und Umgebung verbringst, kommst du an diesem Ticket kaum vorbei. Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind mit Ticket zugänglich, und einzeln würdest du deutlich mehr bezahlen.

Noch wichtiger ist aber: Cusco ist viel mehr als nur ein Zwischenstopp für Machu Picchu. Die Region gehört für uns zu den schönsten und vielfältigsten Orten der Welt. Du hast hier eine unglaubliche Mischung aus beeindruckender Natur, tief verwurzelter Kultur und faszinierenden Inka-Ruinen.

Wir empfehlen dir ganz klar, mindestens 7–10 Tage in Cusco zu verbringen. Neben den enthaltenen Sehenswürdigkeiten im Ticket gibt es unzählige weitere Möglichkeiten:

Du kannst hier problemlos mehrere Wochen verbringen, ohne dass es langweilig wird. Die Anden haben etwas Magisches – die Landschaft, die Weite und die Geschichte machen diese Region zu einem unvergesslichen Reiseziel.

Verpasse nicht den Mercado San Pedro in Cusco, den größten Markt der Stadt

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Boleto Tursitico

Lohnt sich das Boleto Turístico?

Ja, sobald du mehr als einen Ausflug ins Umland machst. Einzeltickets werden an den Hauptstätten nicht verkauft, zwei Teiltickets kosten 140 Soles, das Vollticket 130.

Was kostet das Boleto Turístico?

Das Vollticket kostet 130 Soles, jedes Teilticket 70 Soles. Kinder von 10 bis 17 Jahren und Studierende zahlen weniger.

Wie lange ist es gültig?

Das Vollticket zehn Tage ab dem ersten Nutzungstag, Circuit 1 einen Tag, Circuit 2 und 3 zwei Tage.

Wo kaufe ich das Ticket?

Im COSITUC-Büro in Cusco, nahe dem Plaza de Armas oder an den großen Stätten, wir haben es immer in Sacsayhuamán gekauft. Online gibt es das Ticket nicht.

Brauche ich meinen Reisepass?

Ja, das Ticket ist personalisiert und wird auf deinen Namen ausgestellt.

Ist Machu Picchu im Ticket enthalten?

Nein, Machu Picchu hat ein eigenes Ticket, ebenso die Salzterrassen von Maras und der Tempel Qorikancha.

Kann ich Moray und Maras ohne Boleto besuchen?

Moray nur mit Boleto, Maras braucht ein eigenes Ticket für 20 Soles.

Wie viele Tage brauche ich für das Vollticket?

Gut sieben Tage, wenn du in Ollantaytambo übernachtest und alles sehen willst, mit Tagestouren ins Umland eher zehn.

Lohnen sich die Museen?

Nur wenn du das Vollticket hast. Sie sind klein und liegen nah beieinander, ein halber Tag reicht.

Lohnt sich Chinchero?

Als Stopp einer Tour ja, als eigener Ausflug nicht unbedingt. Pisac und Ollantaytambo sind eindrucksvoller.


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Nico & Katja


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