Essen & Trinken in Peru

Unsere Erfahrungen mit der Landesküche

Wie schmeckt das Essen in Peru?

Peru gilt als eines der großen Food-Ziele der Welt. Ganz ehrlich: Bei uns sah das etwas anders aus. Drei Monate waren wir insgesamt im Land unterwegs. 2022 waren es zwei Monate auf unserer Weltreise, mit Stationen in Lima, Huaraz, Paracas, Huacachina, Cusco, im Manu-Nationalpark und in Arequipa. 2025 kamen wir für einen weiteren Monat zurück, diesmal nur nach Cusco und Arequipa.

Was wir gegessen haben, deckt sich nur zum Teil mit dem, was in den meisten Peru-Artikeln ganz oben steht. Das hat zwei Gründe. Fisch essen wir nicht, wegen der Gräten und weil wir bei Frische und Hygiene unsicher sind. Nico mag ihn ohnehin nicht. Damit fällt klassische Ceviche, das Nationalgericht, für uns weg. Alkohol trinken wir ebenfalls nicht, also auch keinen Pisco Sour und kein Cusqueña-Bier.

Dazu kommt ein Versäumnis, das uns im Nachhinein ein bisschen ärgert: Ausgerechnet in Lima, der kulinarischen Hauptstadt des Landes, haben wir fast nur selbst gekocht. Die guten Restaurants haben wir dort schlicht verpasst. Eine Ausnahme gab es, und die war großartig: Picarones bei Mary am Parque Kennedy in Miraflores.

Die eigentliche Überraschung war Cusco. Dort haben wir uns bei beiden Aufenthalten regelrecht durch die Restaurants gefuttert. Unser Highlight war eine vegane Ceviche mit Mango und Avocado im Restaurant Avocado, die einzige Ceviche, die auf unserem Teller gelandet ist. Mittags holten wir uns oft Sandwiches vom Mercado San Blas. Alles, was wir in Cusco ausprobiert haben, findest Du in unserem Food Guide für Cusco.

In Arequipa sind wir dann bewusst ausgeschert: Crêpes, italienische Nudeln, Burger. Nach Wochen mit peruanischer Kost waren wir froh, uns mal wieder durch die westliche Küche schlemmen zu können. Auch das gehört zu einer langen Reise.

Ein Bild ist uns aus Cusco besonders im Kopf geblieben, allerdings kein schönes. Beim Inti-Raymi-Fest wurden überall Meerschweinchen gegrillt, zu Haufen auf den Rosten. Für uns war das herzzerreißend, probiert haben wir Cuy nicht.

Regional unterscheidet sich die Küche stark. An der Küste dreht sich viel um Fisch und Meeresfrüchte, im Hochland um Kartoffeln, Mais und Fleisch, im Amazonasgebiet um Früchte und Flussfisch. [Platzhalter: Preise – was habt Ihr ungefähr für Frühstück, Mittag, Abendessen in Soles bezahlt? Ein Satz zum Preisniveau, z. B. Cusco im Vergleich zu Arequipa.]

Auf dieser Seite zeigen wir Dir, was wir selbst gegessen und getrunken haben, welche Klassiker es außerdem gibt und was Du wissen solltest, wenn Du wie wir keinen Fisch isst oder keinen Alkohol trinkst.

Essen in Argentinien
Unser Highlight in Argentinien: Schokolade in Bariloche, am besten bei Rapanui


Die Küche von Peru auf einen Blick

Zutaten: Die Basis bilden Kartoffeln, von denen es in Peru mehrere tausend Sorten gibt, dazu Mais in allen Farben, Quinoa, Süßkartoffeln, Limetten und Koriander. Choclo, der großkörnige Andenmais, liegt oft als Beilage auf dem Teller.

Gewürze und Schärfe: Typisch sind Ají Amarillo, eine gelbe, eher fruchtige Chili, und der deutlich schärfere Rocoto. Viele Gerichte kommen trotzdem mild auf den Tisch. Die Schärfe steht als Sauce daneben.

Einflüsse: Neben den Andenvölkern haben spanische, afrikanische, chinesische und japanische Einwanderer die Küche geprägt. Aus der chinesischen Linie stammt die Chifa-Küche, aus der japanischen die Nikkei-Küche.

Regionen: Grob teilt sich das Land in Costa (Küste), Sierra (Anden) und Selva (Amazonas). Jede Region hat eigene Grundzutaten und eigene Klassiker.

Essenszeiten: Die Hauptmahlzeit ist das Mittagessen, etwa zwischen 12 und 15 Uhr. Viele lokale Lokale bieten dann ein Menú del Día an, meist mit Suppe oder Vorspeise, Hauptgericht und Getränk. Abends essen viele Peruaner leichter.

Die typischen Gerichte in Peru

🍩 Picarones

Was ist das? Picarones sind frittierte Teigringe aus Süßkartoffel und Kürbis. Serviert werden sie warm, übergossen mit Chancaca, einem dunklen Sirup aus Rohrzucker, oft mit Zimt und Nelken gewürzt.

Unsere Erfahrung: In Lima haben wir fast nichts Peruanisches gegessen, Picarones aber schon. Wir haben sie bei Mary am Parque Kennedy in Miraflores gekauft, und für uns waren sie perfekt: außen knusprig, innen weich, der Sirup süß, aber nicht klebrig-schwer. [Platzhalter: Preis pro Portion? Stand oder kleines Lokal? Abends gegessen?] Wenn Du in Miraflores unterwegs bist, nimm Dir für einen Abstecher dorthin Zeit.

🥑 Vegane Ceviche

Was ist das? Klassische Ceviche besteht aus rohem Fisch, der in Limettensaft gart, dazu rote Zwiebeln, Chili, Süßkartoffel und Mais. In vegetarischen und veganen Restaurants gibt es Varianten ohne Fisch.

Unsere Erfahrung: Weil wir keinen Fisch essen, war die vegane Version unsere einzige Chance auf Ceviche. Im Restaurant Avocado in Cusco kamen statt Fisch Mango und Avocado auf den Teller. Das Ergebnis war frisch, säuerlich und leicht süß, für uns das beste Gericht der ganzen Peru-Zeit. [Platzhalter: weitere Zutaten, Preis, 2022 oder 2025?] Mehr dazu und weitere Adressen stehen in unserem Food Guide für Cusco.

🥪 Sandwiches vom Mercado San Blas

Was ist das? Der Mercado San Blas ist ein kleiner Markt im gleichnamigen Künstlerviertel von Cusco, oberhalb der Plaza de Armas. An einfachen Ständen gibt es dort belegte Brötchen, Säfte und günstige Mittagsgerichte.

Unsere Erfahrung: Die Sandwiches waren unser Standard-Mittagessen in Cusco. Schnell, günstig und satt machend. [Platzhalter: Welche Füllungen habt Ihr gegessen? Preis? Gab es einen Lieblingsstand?]

🍝 Westlich essen in Arequipa

Arequipa hat eine eigene, recht deftige Regionalküche. Bekannt sind die Picanterías, traditionelle Lokale, in denen zum Beispiel Rocoto Relleno serviert wird, eine gefüllte scharfe Paprika. Wir haben diese Seite der Stadt ausgelassen. Stattdessen gab es Crêpes, italienische Pasta und Burger. Nach Wochen mit peruanischer Kost tat das gut, und die Auswahl an internationalen Restaurants ist in Arequipa groß. [Platzhalter: Lieblingslokal oder Preisbeispiel?]

🐹 Cuy – das Meerschweinchen

Was ist das? In den Anden wird Meerschweinchen seit Jahrhunderten gegessen, vor allem zu Festen. Meist wird es im Ganzen gegrillt oder frittiert.

Unsere Erfahrung: Beim Inti-Raymi-Fest in Cusco lagen die Tiere zu Haufen auf den Grills am Straßenrand. Für uns war das ein herzzerreißender Anblick. Probiert haben wir Cuy nicht. Viel Fleisch ist ohnehin nicht dran. Wenn Du neugierig bist, bekommst Du es in Cusco und Arequipa in vielen traditionellen Restaurants.

Klassiker, die wir (noch) nicht probiert haben

Diese Gerichte stehen auf fast jeder Speisekarte. Wir kennen sie aber nicht aus eigener Erfahrung, deshalb hier nur kurz:

  • Ceviche: roher Fisch in Limettensaft, das Nationalgericht. Am besten an der Küste und mittags.
  • Lomo Saltado: Rindfleischstreifen mit Zwiebeln, Tomaten und Sojasauce aus dem Wok, dazu Reis und Pommes. Ein typisches Beispiel für den chinesischen Einfluss.
  • Ají de Gallina: zerzupftes Hähnchen in einer milden, cremigen Sauce aus Ají Amarillo, Brot und Milch.
  • Papa a la Huancaína: gekochte Kartoffeln mit kalter Käse-Chili-Sauce, oft als Vorspeise.
  • Causa Limeña: geschichtetes, kaltes Kartoffelpüree mit Limette und Ají, gefüllt mit Hähnchen, Thunfisch oder Avocado.
  • Anticuchos: gegrillte Spieße, traditionell aus Rinderherz, abends an Straßenständen.

Typische Getränke in Peru

🟣 Chicha Morada

Chicha Morada hat uns von allen peruanischen Getränken am besten geschmeckt. Hergestellt wird es aus lilafarbenem Mais, dem Maíz Morado. Die Kolben werden mit Ananasschalen, Zimt und Nelken ausgekocht, danach kommen Zucker und Limettensaft dazu. Alkohol ist keiner drin, auch wenn der Name an Chicha de Jora erinnert, ein vergorenes Maisbier aus den Anden.

Geschmacklich hat uns Chicha Morada an Kinderpunsch vom Weihnachtsmarkt erinnert: fruchtig, leicht würzig, mit Zimt und Nelke im Hintergrund. Nur eben kalt. Die Farbe ist ein tiefes Dunkelviolett, fast wie Traubensaft.

Du bekommst Chicha Morada in fast jedem lokalen Restaurant, oft ist ein Glas im Menú del Día schon enthalten. Im Supermarkt gibt es sie fertig in Flaschen und als Pulver zum Anrühren. Die frisch gekochte Variante ist meist weniger süß und schmeckt intensiver nach Gewürzen. [Platzhalter: Wo hat sie Euch am besten geschmeckt? Preis pro Glas oder Krug?]

Wenn Du keinen Alkohol trinkst und trotzdem etwas typisch Peruanisches bestellen möchtest, ist Chicha Morada die naheliegende Wahl.

🥤 Inca Kola

Inca Kola ist die Limonade Perus. Sie ist leuchtend gelb und schmeckt süß nach Kaugummi und Vanille, dahinter steckt Zitronenverbene. Für viele Peruaner gehört sie zu einem Teller Chifa oder einem Pollo a la Brasa einfach dazu.

Im Land ist Inca Kola mindestens so verbreitet wie Coca-Cola. Du findest sie in jedem Kiosk, in kleinen Flaschen, großen PET-Flaschen und Dosen. Ob sie Dir schmeckt, ist reine Geschmackssache: Manche finden sie viel zu süß, andere nehmen sich am Ende einen Vorrat mit. [Platzhalter: Habt Ihr Inca Kola probiert? Wie fandet Ihr sie?]

🌿 Mate de Coca

In den Anden, vor allem in Cusco und Huaraz, bekommst Du überall Coca-Tee. Er wird aus getrockneten Blättern der Coca-Pflanze aufgebrüht und schmeckt grasig und leicht bitter, ähnlich wie grüner Tee. Viele Unterkünfte stellen ihn kostenlos in der Lobby bereit.

Einheimische trinken ihn traditionell gegen die Beschwerden der Höhe. Cusco liegt auf rund 3.400 Metern, Huaraz auf gut 3.000 Metern. Eine Wirkung gegen Höhenkrankheit ist wissenschaftlich nicht sicher belegt, ein warmes Getränk und viel Flüssigkeit schaden in der Höhe aber nicht. Wichtig: Coca-Blätter und Coca-Tee darfst Du nicht nach Deutschland mitnehmen, sie fallen dort unter das Betäubungsmittelgesetz. [Platzhalter: Habt Ihr Mate de Coca getrunken?]

☕ Kaffee

Peru baut viel Arabica-Kaffee an, vor allem in den Anden und an den Osthängen Richtung Amazonas. Lange ging der Großteil in den Export. In Lima, Cusco und Arequipa gibt es inzwischen viele Specialty-Cafés, die peruanische Bohnen selbst rösten und als Filterkaffee oder Espresso anbieten.

In einfachen Lokalen bekommst Du dagegen oft Kaffee-Essenz aus einem Kännchen, die Du mit heißem Wasser verdünnst, oder schlicht Instant-Kaffee. [Platzhalter: Lieblingscafé in Cusco oder Arequipa? Preis für einen Kaffee?]

🍹 Frische Säfte

Auf den Märkten gibt es Saftstände, die Dir die Früchte direkt vor Deinen Augen in den Mixer werfen. Typisch sind Papaya, Mango, Ananas, Maracuyá und Mischungen mit Milch. Oft bekommst Du nach dem ersten Glas noch einen Nachschlag aus dem Mixer. [Platzhalter: Habt Ihr Säfte auf dem Mercado San Blas getrunken? Lieblingssorte, Preis?]

🍸 Pisco Sour und Bier

Der Pisco Sour ist Perus Nationalcocktail, gemixt aus Traubenbrand, Limettensaft, Zuckersirup und Eiweiß. Die bekanntesten Biere sind Cusqueña, Pilsen Callao und Cristal. Da wir keinen Alkohol trinken, können wir zu keinem davon etwas aus eigener Erfahrung sagen. Die Pisco-Region liegt übrigens rund um Ica, ganz in der Nähe der Oase Huacachina.

Restaurants, Reservierung, Trinkgeld & Bezahlung

Cusco: Hier haben wir am meisten auswärts gegessen, und die Auswahl hat uns überrascht. Es gibt einfache Lokale mit Menú del Día, moderne Restaurants mit peruanischer Küche und viele vegetarische und vegane Adressen. Unsere Favoriten, Cafés und Spartipps haben wir im Food Guide für Cusco gesammelt.

Lima: Wir haben dort fast nur selbst gekocht und können Dir deshalb kaum Restaurants nennen. Wenn Du mehr Zeit und Budget hast, plane für Lima ein paar Restaurantbesuche ein. Die Stadt ist bekannt für ihre Ceviche-Lokale, Chifa-Restaurants und Nikkei-Küche, gerade in Miraflores und Barranco.

Arequipa: Rund um die Plaza de Armas und in den Seitenstraßen gibt es viele internationale Restaurants, von Crêpes bis Pasta. Wer peruanisch essen möchte, sucht sich eine Picantería.

Lokal oder touristisch? In den Touristenvierteln, etwa rund um die Plaza de Armas in Cusco, zahlst Du deutlich mehr als zwei Straßen weiter. Ein Menú del Día in einem einfachen Lokal kostet nur einen Bruchteil eines À-la-carte-Gerichts im Touristenrestaurant. [Platzhalter: Euer Preisbeispiel aus Cusco oder Arequipa?]

Reservierung: Für einfache Lokale brauchst Du keine. Bei bekannten Restaurants in Lima und bei gefragten Adressen in Cusco solltest Du vor allem am Wochenende vorher reservieren.

Supermärkte & Selbstversorgung

In Lima haben wir überwiegend selbst gekocht. Das spart Geld, vor allem wenn Du länger in einer Unterkunft mit Küche bleibst. In größeren Städten findest Du Supermarktketten wie Plaza Vea, Tottus, Metro und Wong, in Lima zusätzlich Vivanda als gehobene Variante. Die Auswahl ist dort mit europäischen Supermärkten vergleichbar, importierte Produkte sind aber teurer als lokale.

Obst, Gemüse, Eier und Brot bekommst Du auf den Märkten günstiger und meist frischer. Kleine Läden, die Bodegas, haben die Grundversorgung für zwischendurch.

Selbstkochen spart vor allem in Lima Geld, weil Restaurants in Miraflores vergleichsweise teuer sind. In Cusco haben wir dagegen fast nur auswärts gegessen: Ein Sandwich vom Markt oder ein Menú del Día kostet wenig, und die Restaurantauswahl ist groß.

Kulinarische Erlebnisse

Inti Raymi in Cusco

Das Sonnenfest Inti Raymi findet jedes Jahr am 24. Juni in Cusco statt. Der Höhepunkt ist eine Zeremonie in der Festung Sacsayhuamán oberhalb der Stadt, dazu kommen Umzüge in den Tagen davor. Für Essen interessiert man sich dabei eher am Rand, doch dort spielt sich viel ab: Rund um die Festplätze stehen unzählige Garküchen und Grills.

Uns ist vor allem ein Bild geblieben: Meerschweinchen, die zu Haufen auf den Rosten lagen. Das ist uns ehrlich gesagt nahe gegangen. Wenn Du zur Inti-Raymi-Zeit in Cusco bist, rechne mit vollen Straßen, höheren Hotelpreisen und solchen Szenen am Straßenrand. [Platzhalter: In welchem Jahr wart Ihr beim Inti Raymi? Gibt es einen eigenen Artikel zum Verlinken?]

Märkte in Cusco

Der Mercado San Blas war unsere Anlaufstelle für ein schnelles Mittagessen. Er ist klein, überschaubar und weniger touristisch als der große Mercado San Pedro in der Nähe des Zentrums. Dort reihen sich Saftstände, Garküchen, Brotstände und Händler mit Kartoffeln, Mais und Kräutern aneinander. Ein Rundgang über San Pedro ist auch interessant, wenn Du dort nichts isst. [Platzhalter: Wart Ihr auch auf dem Mercado San Pedro?]

Was es außerdem gibt

Kochkurse, Food-Touren oder Verkostungen haben wir nicht gemacht. Falls Du so etwas einplanen möchtest, bietet Peru einiges:

  • Kochkurse in Cusco und Lima: meist mit Marktbesuch am Anfang, gekocht werden Klassiker wie Lomo Saltado oder Ceviche.
  • Schokoladen-Workshops: In Cusco kannst Du unter anderem im ChocoMuseo von der Kakaobohne bis zur Tafel selbst Schokolade herstellen.
  • Pisco-Bodegas bei Ica: Von Huacachina aus werden Touren zu Weingütern und Brennereien angeboten, meist mit Verkostung.
  • Food-Touren in Lima: Viele führen durch Miraflores, Barranco oder über den Mercado de Surquillo.
  • Lodge-Küche im Amazonas: [Platzhalter: Wie war das Essen auf Eurer Manu-Tour? Ein, zwei Sätze würden hier gut passen.]

Praktische Tipps

Leitungswasser: In Peru solltest Du Leitungswasser nicht trinken, auch nicht in Lima oder Cusco. Wasser in großen Flaschen oder Kanistern bekommst Du in jedem Supermarkt, eine Trinkflasche mit Filter spart Plastik. Bei Eiswürfeln und rohem Salat in einfachen Lokalen ist Vorsicht sinnvoll. [Platzhalter: Wie habt Ihr es gemacht? Magenprobleme ja oder nein?]

Trinkgeld: In einfachen Lokalen und an Marktständen wird kein Trinkgeld erwartet. In Restaurants sind etwa 10 Prozent üblich, wenn der Service nicht schon auf der Rechnung steht. Schau kurz nach, ob dort „servicio“ aufgeführt ist. [Platzhalter: Eure Erfahrung?]

Bezahlung: Auf Märkten, an Straßenständen und in kleinen Lokalen zahlst Du bar in Soles. In Restaurants in Cusco, Lima und Arequipa geht meist auch Karte, manchmal mit Aufschlag. Kleine Scheine sind praktisch, große Banknoten können Händler oft nicht wechseln. [Platzhalter: Bar oder Karte – wie war es bei Euch?]

Höhe: In Cusco, Huaraz und Arequipa isst Du auf 2.300 bis 3.400 Metern. Leichte Mahlzeiten und viel trinken helfen in den ersten Tagen, schwere Gerichte am Abend vertragen viele schlechter.

Ohne Fisch: Viele Klassiker der Küste fallen dann weg, im Hochland ist das aber kaum ein Problem. Bei Ceviche gibt es in vegetarischen Restaurants Alternativen wie die vegane Version mit Mango und Avocado.

Ohne Alkohol: Chicha Morada, frische Säfte und Inca Kola gibt es überall. Bei Pisco Sour fragst Du am besten nach einer alkoholfreien Variante, einige Bars mixen sie.

Vegetarisch und vegan: In Cusco findest Du sehr viele vegetarische und vegane Restaurants, in Lima und Arequipa ebenfalls eine gute Auswahl. In kleinen Orten wird es schwieriger: Fleisch ist dort Standard, und Gemüsesuppen sind oft mit Fleischbrühe gekocht.

Street Food: Iss dort, wo viele Einheimische stehen und frisch zubereitet wird. Rohen Fisch an der Straße würden wir meiden.

Fragen zum Essen & Trinken in Peru

Was sollte man in Peru unbedingt probieren?

Das hängt davon ab, was Du isst. Wir können Dir Picarones empfehlen, die frittierten Süßkartoffelringe mit Sirup, die wir bei Mary am Parque Kennedy in Lima gegessen haben. Dazu Chicha Morada, den kalten Saft aus lila Mais, der ein wenig an Kinderpunsch erinnert. In Cusco war die vegane Ceviche mit Mango und Avocado im Restaurant Avocado unser Lieblingsgericht. Wenn Du Fisch isst, gehört klassische Ceviche an der Küste dazu, ebenso Lomo Saltado als bekanntestes Fleischgericht und Ají de Gallina als milder, cremiger Klassiker. Für den Abend sind Anticuchos vom Grill typisch. Diese Gerichte stehen in fast jedem Restaurant auf der Karte, Du musst also nicht gezielt danach suchen.

Ist Essen in Peru teuer?

In lokalen Lokalen nicht. Ein Menú del Día mit Suppe, Hauptgericht und Getränk ist die günstigste Art, satt zu werden. Sandwiches und Säfte vom Markt kosten ebenfalls wenig. Teurer wird es in den Touristenvierteln, etwa rund um die Plaza de Armas in Cusco oder in Miraflores in Lima, und bei gehobenen Restaurants. Dort zahlst Du teils europäische Preise. [Platzhalter: Eure Preise für Frühstück, Mittag, Abendessen, Getränke und Supermarkt in Soles oder Euro.] Wer wie wir in Lima selbst kocht und in Cusco gezielt zwischen Markt und Restaurant wechselt, kommt mit einem überschaubaren Budget gut durch.

Kann man in Peru vegetarisch oder vegan essen?

Ja, zumindest in den größeren Städten. Cusco hat eine erstaunlich große vegetarische und vegane Szene, unser bestes Gericht in Peru war dort eine vegane Ceviche. In Lima und Arequipa findest Du ebenfalls eigene vegetarische Restaurants und vegetarische Optionen auf vielen Karten. Die peruanische Küche bringt mit Kartoffeln, Mais, Quinoa und Bohnen gute Grundlagen mit. Schwieriger wird es in Dörfern und bei einfachen Menús: Fleisch gehört dort dazu, und auch Suppen ohne sichtbares Fleisch sind oft mit Brühe gekocht. Frag im Zweifel nach „sin carne“ und „sin caldo de carne“.

Kann man in Peru Leitungswasser trinken?

Nein. Das Leitungswasser in Peru ist nicht als Trinkwasser geeignet, auch nicht in Lima, Cusco oder Arequipa. Zum Zähneputzen nutzen viele Reisende es trotzdem, wer empfindlich ist, nimmt auch dafür Flaschenwasser. Große Wasserflaschen oder Kanister gibt es günstig in Supermärkten und Bodegas, manche Unterkünfte stellen gefiltertes Wasser zum Nachfüllen bereit. Eine Trinkflasche mit Filter ist eine gute Ergänzung, gerade auf längeren Touren wie in Huaraz oder im Manu-Nationalpark. In guten Restaurants werden Eiswürfel meist aus gefiltertem Wasser gemacht, an Straßenständen ist das nicht sicher.

Muss man in Peru Meerschweinchen essen?

Nein. Cuy ist eine Spezialität der Anden und wird vor allem zu Festen gegessen, im Alltag spielt es für Reisende kaum eine Rolle. Du findest es in traditionellen Restaurants in Cusco und Arequipa, meist im Ganzen gegrillt oder frittiert, und rund um Feste wie Inti Raymi an vielen Grills auf der Straße. Wir haben es nicht probiert. Der Anblick der vielen Tiere auf den Rosten war für uns schwer zu ertragen, und viel Fleisch ist an einem Meerschweinchen ohnehin nicht dran. Niemand erwartet von Dir, dass Du es bestellst. Wenn Du neugierig bist, frag in einem gut besuchten traditionellen Lokal nach, denn dort wird es am ehesten frisch zubereitet.

Kann man in Peru gut essen, ohne Fisch zu mögen und ohne Alkohol zu trinken?

Ja, das haben wir drei Monate lang ausprobiert. Im Hochland, also in Cusco, Huaraz oder Arequipa, bestehen die Klassiker ohnehin aus Kartoffeln, Mais, Hähnchen und Rind. An der Küste wird die Auswahl kleiner, weil sich dort viel um Ceviche und Meeresfrüchte dreht. Statt Pisco Sour gibt es Chicha Morada, frische Säfte und Inca Kola, und in vielen Bars bekommst Du auf Nachfrage einen alkoholfreien Cocktail. Fehlt Dir zwischendurch die vertraute Küche, findest Du in Cusco und Arequipa genug Pasta, Burger und Crêpes.



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