Die Salinas de Maras

Weiße und rosa schimmernde Becken, dicht an dicht, mitten in einer braunen Andenschlucht: Die Salinas de Maras gehören zu den Bildern aus dem Heiligen Tal, die viele schon vor der Reise im Kopf haben. Wir waren zweimal dort. 2022 waren die Salinen ein Stopp auf unserer Sacred-Valley-Tour. Der Bus brachte uns bis vor den Eingang, und wir hatten gut eine Stunde Zeit. 2025 kamen wir zu Fuß, von Moray über die Hochebene. Diesmal haben wir die Salzterrassen zuerst von oben gesehen und sind dann in die Schlucht abgestiegen. Es war derselbe Ort, aber er hat sich ganz anders angefühlt.

Hier findest du, was der Eintritt inzwischen kostet, wie du hinkommst und was dich vor Ort erwartet. Außerdem erklären wir, warum wir beim zweiten Mal den längeren Weg gewählt haben.

Salinas de Maras
Die Salzbecken von Maras liegen mitten in einer Schlucht an den Berghängen
Salinas de Maras auf einen Blick

📍 Region: Heiliges Tal der Inka, bei Maras, zwischen Chinchero und Urubamba, auf rund 3.200 Metern
🏛️ Perfekt für: Fotografen, Kulturinteressierte, Wanderer (zusammen mit Moray)
⏳ Empfohlene Aufenthaltsdauer: etwa eine Stunde für die Salinen, ein halber bis ganzer Tag mit Moray
🚗 Fortbewegung/Anreise: Tour ab Cusco oder Ollantaytambo, Taxi oder Wanderung von Moray
💰 Preisniveau: günstig, Eintritt 20 Sol, nur bar
☀️ Beste Reisezeit: Mai bis Oktober (Trockenzeit)


Kurzantwort: Lohnt sich Maras?

Ja, als Teil des Heiligen Tals, aber nicht als eigenes Tagesziel. Die Salinen sind ein ungewöhnliches Landschaftsbild: ein Mosaik aus weißen, braunen und rosa schimmernden Becken, die sich in Terrassen eine Schlucht hinabziehen. Du schaust sie dir in rund einer Stunde an, vom Rundweg und der Aussichtsplattform aus. Der Ort Maras selbst ist dagegen keinen Umweg wert. Am schönsten haben wir die Salinen auf der Wanderung von Moray erlebt, nicht auf der Tagestour.

1. Die Salinas de Maras

Die Salzterrassen schmiegen sich in eine Schlucht und bestehen aus rund 3.000 bis 4.000 einzelnen Becken. Gespeist werden sie von einer Quelle in den Bergen: Das mineralhaltige Wasser läuft durch ein Labyrinth aus Kanälen in die Becken. Ist ein Becken gefüllt, wird der Zulauf mit Steinen blockiert, das Wasser verdunstet, und das Salz bleibt zurück. Es gibt unterschiedliche Qualitäten, vom feinen Speisesalz bis zum Salz für Bäder und Industrie. Die Salzgewinnung ist bis heute Handarbeit.

Die Salinen sind älter als die Inka. Funde in der Gegend reichen bis etwa 700 v. Chr. zurück, und auch zur Zeit der Inka wurde hier Salz gewonnen. Seit 1980 gehören sie der Gesellschaft Marasal S.A., die Bewohnern von Maras und Pichingoto gehört. Rund 400 Familien besitzen Becken, die sie bewirtschaften.

  • 📍 Region: Schlucht bei Maras, Heiliges Tal
  • ⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4/5)
  • 🕒 Aufenthaltsdauer: etwa eine Stunde
  • 💰 Eintritt: 20 Sol, nur bar
  • Geeignet für: Fotografie, Kultur, Wanderer

2. Eintritt und Öffnungszeiten

Die Salinen sind nicht im Boleto Turístico enthalten, der Eintritt wird separat bezahlt, nur in bar. [Link: Boleto Turístico]

  • Öffnungszeiten: Nach unserer Recherche täglich von etwa 7 bis 17 Uhr, letzter Einlass gegen 16:30 Uhr. Prüf das vor Ort.
  • 2025: 20 Sol pro Person, von uns selbst an der Kasse bezahlt, als wir von oben auf der Wanderung ankamen.
  • 2022: Zu zweit haben wir 5 € bezahlt, also rund 10 Sol pro Person. Den Eintritt hatte der Guide vorher bei der Gruppe eingesammelt. Seitdem hat sich der Preis etwa verdoppelt.
  • Tour: Bei einer gebuchten Tour ist der Eintritt oft nicht im Preis enthalten, frag vorher nach.
Die Salinen von Maras vom Wanderweg oben betrachtet

3. Der Rundgang

Zwischen die Becken darfst du nicht. Es gibt eine Aussichtsplattform und einen Rundweg um die Terrassen, von dem aus du die ganze Anlage überblickst. Das war 2022 und 2025 so, bei uns gab es nie einen Weg zwischen die Becken. Die Betreibergesellschaft hat das Betreten eingeschränkt, weil Besucher die Salzgewinnung beeinträchtigt haben. Der Rundgang ist kurz, aber für Fotos reicht er: Du siehst die Becken in Weiß, Braun und Rosa in der Schlucht liegen.

Wir hatten 2022 gut eine Stunde Zeit, genug für den Rundgang. Es war nicht voll, immer moderat. Am Eingang gibt es Toiletten, und Salz kannst du vor Ort kaufen. Wir haben keines gekauft.


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4. Der Ort Maras

Wir würden den Ort selbst nicht empfehlen. Der Hauptplatz ist ganz nett, und es gibt Läden, in denen du Wasser und Snacks auffüllen kannst, viel los war dort aber nicht. Wenn du auf der Wanderung durchkommst, kannst du eine kurze Pause machen. Als eigenes Ziel lohnt er sich unser Meinung nach nicht.

  • 📍 Region: Hochebene oberhalb der Salinen
  • ⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐ (2/5)
  • 🕒 Aufenthaltsdauer: kurzer Stopp
  • 💰 Eintritt: kostenlos
  • Geeignet für: Pause auf der Wanderung
Hauptplatz in Maras

5. Anreise zu den Salinen von Maras: Tour oder Wanderung?

  • Mit der Tour: Das ist der einfachste Weg. Maras wird meist mit Moray kombiniert oder als Teil einer größeren Sacred-Valley-Tour besucht. Wir haben das 2022 gemacht, mit einer Tagestour (zu zweit 73 €, mehrere Stopps). In Maras blieb uns gut eine Stunde. Preise für Touren liegen nach unserer Recherche je nach Anbieter bei etwa 20 bis 30 € pro Person. Die Touren gibt es als Tagestouren in Verbindung mit dem Besuch von Moray* oder als Tour mit allen Sehenswürdigkeiten des Sacred Valley*.
  • Mit der Wanderung (unsere Empfehlung): 2025 sind wir von Ollantaytambo aus gewandert, von Moray durch die Landschaft, vorbei am Ort Maras, im Abstieg zu den Salinen, und von dort weiter hinunter zur Straße zwischen Ollantaytambo und Urubamba. Die Salinen siehst du so von oben, du kommst ganz anders an als mit dem Bus. Route, Dauer und Schwierigkeit findest du im eigenen Artikel.
  • Mit Bus oder Taxi: Nach unserer Recherche fährt ein Bus ab Cusco Richtung Urubamba, du steigst an der Abzweigung nach Maras aus und nimmst ein Taxi. Wir haben das nicht selbst gemacht.
Wir auf unserer Sacred Valley Tour in Maras in 2022

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6. Unsere Erfahrung

2022 waren die Salinen ein Stopp auf der Sacred-Valley-Tour, zwischen Chinchero, Moray und Ollantaytambo. Wir fanden sie beeindruckend, auch wenn sie nicht auf die Inka zurückgehen: fast 4.000 Becken, die bis heute mehrere Tonnen Salz im Jahr liefern, gespeist aus einer Quelle in den Bergen. 2025 haben wir sie ein zweites Mal gesehen, diesmal auf der Wanderung. Wenn du die Wahl hast: Die Wanderung ist unser Favorit, weil du Moray, den Ort Maras und die Salinen in einem Tag verbindest, ohne im Bus zu sitzen.

Die Salinen von Maras von der anderen Seite betrachtet, hier schaut man aufs Besucherzentrum

7. Unser Fazit

Maras ist ein Ziel, bei dem die Landschaft für sich spricht: ein Netz aus Kanälen und Becken, das seit vorinkaischer Zeit Salz liefert. Du siehst es in einer Stunde, aber am schönsten ist es für uns auf der Wanderung von Moray, wenn du von oben in die Schlucht schaust. Plane Maras zusammen mit Moray und nimm dir Zeit.



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FAQ: Häufig gestellte Fragen zu den Salinen von Maras

Was kostet der Eintritt zu den Salinas de Maras?

20 Sol pro Person, nur bar. 2022 waren es noch rund 10 Sol.

Ist der Eintritt im Boleto Turístico enthalten?

Nein. Moray gehört zum Boleto Turístico, die Salinen nicht, sie werden separat bezahlt.

Wie lange dauert der Besuch?

Etwa eine Stunde für den Rundgang. Mit der Wanderung von Moray rechnest du mit einem halben bis ganzen Tag.

Kann ich zwischen den Salzbecken laufen?

Nein, es gibt nur die Aussichtsplattform und den Rundweg.

Wie komme ich zu den Salinas de Maras?

Mit einer Tour ab Cusco oder Ollantaytambo, mit dem Taxi oder zu Fuß von Moray. Wir würden die Wanderung wählen.

Gibt es Toiletten und Läden?

Ja, am Eingang gibt es Toiletten, und du kannst Salz kaufen. Im Ort Maras findest du Läden für Wasser und Snacks.

Wann ist die beste Reisezeit?

Mai bis Oktober, in der Trockenzeit.

Lohnt sich Maras ohne Moray?

Die Salinen allein sind ein kurzer Stopp. Zusammen mit Moray und der Wanderung lohnen sie sich mehr.


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Nico & Katja


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