Butter Chicken mit selbstgemachtem Naan
Das beste Gericht der indischen Küche zuhause nachgekocht
Butter Chicken haben wir in Malaysia gegessen, so oft es ging. Für Katja ist es das liebste indische Gericht überhaupt, und kombiniert mit frischem, warmem Naan hat es uns jedes Mal dazu gebracht, uns hoffnungslos zu überfressen – viel zu volle Bäuche, aber restlos glücklich. Genau dieses Gefühl, das Genießen und nicht die vollen Bäuche, wollten wir uns mit nach Hause holen. Deshalb kochen wir es jetzt selbst nach, und hier ist unser Rezept, damit es auch bei dir gelingt.
Nebenbei: Butter Chicken ist eigentlich Resteverwertung – in den 1950ern wickelten Köche im Moti Mahal in Delhi übrig gebliebenes Tandoori-Hähnchen einfach in eine cremige Tomatensauce, statt es wegzuwerfen. Bis heute schmeckt man genau das noch heraus.

Butter Chicken Rezept auf einen Blick
Für: 2 Personen
Zubereitungszeit: 40 Min
Ruhe-/Marinierzeit: 1 Std. Marinade + 1 Std. Naan-Teig gehen lassen (Hähnchen idealerweise über Nacht marinieren)
Kochzeit: 35 Min
1. Zutaten für unser Butter Chicken und das Naanbrot
Für die Marinade:
- 400 g Hähnchenbrustfilet, in mundgerechte Stücke geschnitten
- 150 g Naturjoghurt
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 1 Stück Ingwer (ca. 2 cm), gerieben
- 1 TL Kurkuma
- 1 TL Paprikapulver
- 1 TL Kreuzkümmel
- 1 TL Garam Masala
- Salz
Für die Sauce:
- 1 TL Garam Masala
- 1 TL Kurkuma
- 1 TL Kreuzkümmel
- 1 TL Korianderpulver
- 1 TL Paprikapulver
- 1 Dose stückige Tomaten (400 g)
- 100 ml Sahne
- 50 g Butter
- 1 TL Zucker
- Salz, Pfeffer nach Geschmack
- Frischer Koriander zum Garnieren
Für das Naan-Brot (4 Brote):
- 250 g Mehl (Type 405)
- 1 TL Zucker
- ½ TL Salz
- 1 TL Trockenhefe
- 3 EL Naturjoghurt
- 3 EL Milch
- 1 EL Pflanzenöl
- 80 ml lauwarmes Wasser
- 1 EL geschmolzene Butter (zum Bestreichen)
- Optional: Knoblauch und frischer Koriander zum Garnieren

2. Zubereitung des Butter Chicken
- Hähnchen mit Joghurt, Knoblauch, Ingwer, Kurkuma, Paprikapulver, Kreuzkümmel, Garam Masala und Salz vermischen. Mindestens 1 Stunde, besser über Nacht, zugedeckt im Kühlschrank marinieren.
- In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und das marinierte Hähnchen darin rundherum leicht anbraten. Herausnehmen und beiseitestellen.
- In derselben Pfanne die Butter schmelzen, dann die Gewürze für die Sauce (Garam Masala, Kurkuma, Kreuzkümmel, Korianderpulver, Paprikapulver) kurz mit anrösten, bis es duftet.
- Die stückigen Tomaten und den Zucker dazugeben und alles etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Sauce leicht eindickt.
- Die Sahne einrühren und das Hähnchen zurück in die Pfanne geben. Bei niedriger Hitze etwa 10 Minuten ziehen lassen, bis das Hähnchen gar und die Sauce cremig ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Mit frischem Koriander garnieren und zusammen mit dem Naan-Brot servieren.



3. Zubereitung des Naan-Brot:
- Mehl, Zucker, Salz und Trockenhefe vermischen. Joghurt, Milch, Pflanzenöl und lauwarmes Wasser dazugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen, bis sich der Teig sichtbar verdoppelt hat – das ist der wichtigste Schritt für ein fluffiges Naan, also lieber etwas länger warten als zu kurz.
- Den Teig in 4 gleich große Portionen teilen und jede zu einem flachen, ovalen Fladen ausrollen.
- Eine beschichtete Pfanne stark vorheizen, bis sie richtig heiß ist – nur dann bekommt das Naan die typischen Blasen. Die Fladen einzeln in die heiße, trockene Pfanne geben und von jeder Seite etwa 2–3 Minuten backen, bis sie aufgehen und leicht bräunen.
- Das frisch gebackene Naan sofort mit geschmolzener Butter bestreichen. Optional mit gehacktem Knoblauch und frischem Koriander garnieren.




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4. Vor-Ort-Tipp
Im Restoran Kapitan in George Town, wo wir während unseres Aufenthalts gleich dreimal gegessen haben, gab es das beste Naan und Butter Chicken, das wir bisher hatten. Anders als man erwarten würde, isst man dort mit Besteck statt mit den Händen – mit den Fingern wird eher an den Straßenständen gegessen. Das Naan wird direkt an die heiße Innenwand des Tandoor-Ofens geklatscht und backt dort in Minuten auf, was für die unglaublich fluffige, leicht rauchige Kruste sorgt. Mit einer beschichteten Pfanne zuhause kommt man da nie ganz ran, aber mit einer richtig heißen Pfanne und etwas Geduld beim Teig kommt man erstaunlich nah dran.
5. Beilagen / Variationen
- Vegetarisch: Statt Hähnchen einfach Halloumi verwenden (in Scheiben oder Würfeln kurz anbraten, marinieren funktioniert genauso) – schmeckt in der Sauce mindestens genauso gut.
- Statt Naan passt auch Basmatireis gut dazu (ca. 15 Min. Garzeit) – praktisch, wenn der Naan-Teig keine Zeit zum Gehen hat.
- Für mehr Schärfe eine fein gehackte grüne Chili mit den Sauce-Gewürzen anrösten.
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Nico & Katja

