Kambodscha Rundreise 2 Wochen

Kambodscha stand bei uns lange im Schatten seiner Nachbarn Thailand und Vietnam – zu Unrecht, wie wir nach unserer Reise durch das Land feststellen mussten. Kaum irgendwo sonst in Südostasien liegen pompöse Tempelanlagen, eine erschütternde jüngere Geschichte und ein Alltagsleben, das sich noch nicht komplett auf Touristen eingestellt hat, so nah beieinander. Diese 15-tägige Route führt dich einmal quer durchs Land: von der Hauptstadt Phnom Penh über die Tempelstadt Siem Reap und das verschlafene Battambang bis zu den Stränden von Koh Rong und dem kolonialen Kampot.

Die Reihenfolge der Stationen ist kein Zufall. Du bewegst dich von Ost nach West durch den kambodschanischen Kernraum, sammelst in Phnom Penh und Angkor zunächst die kulturhistorischen Highlights und lässt die Reise an der Küste im Süden ruhiger ausklingen. Wer andersherum startet, würde nach entspannten Strandtagen direkt wieder in ein dichtes Besichtigungsprogramm wechseln müssen – das funktioniert selten gut. Den Großteil der Strecke legst du mit klimatisierten Bussen zurück, die in Kambodscha erstaunlich zuverlässig und günstig sind. Nur zwischen Sihanoukville und den Inseln kommt eine Fähre dazu, und wer die lange Überlandstrecke von Battambang an die Küste nicht am Stück sitzen möchte, kann stattdessen einen Nachtbus nehmen.

15 Tage klingen erstmal nach viel Zeit, sind für Kambodscha aber gut investiert. Die Wege zwischen den Stationen sind länger als man auf der Landkarte vermutet, und gerade der Angkor-Archäologiepark verdient mehr als einen hastigen Tagesausflug. Diese Route eignet sich für Individualreisende und Paare, die abseits organisierter Gruppenreisen unterwegs sein wollen, ebenso wie für Backpacker mit etwas größerem Budget als dem absoluten Minimum.

Kambodscha Rundreise 2 Wochen Angkor
Für viele der Grund nach Kambodscha zu kommen: die Tempel von Angkor
Die 2 Wochen Route durch Kambodscha auf einen Blick

⏳ Reisedauer: 15 Tage / 14 Nächte
📍 Reiseart: Rundreise
🚗 Transport: Bus, Fähre, optional Inlandsflug Phnom Penh–Siem Reap
💰 Budget: Mittelklasse, 45-70 Euro pro Person am Tag
🏛️ Perfekt für: Individualreisende, Paare, erfahrene Backpacker
☀️ Highlight: Sonnenaufgang über Angkor Wat


Routenübersicht

ReisetagOrtÜbernachtungen
Tag 1–2Phnom Penh2
Tag 3–6Siem Reap & Angkor4
Tag 7–8Battambang2
Tag 9–12Koh Rong / Koh Rong Sanloem3 (plus 1 Nachtbus)
Tag 13–14Kampot2
Tag 15Phnom PenhAbreisetag

Tag 1–2: Phnom Penh

Zwischen Königspalast und schwerer Vergangenheit

Die meisten internationalen Flüge landen in Phnom Penh*, und das ist auch gut so: Die Hauptstadt ist ein Ort, an dem du dich langsam an Kambodscha herantasten kannst, bevor die Route ruhiger oder intensiver wird. Nach der Ankunft bleibt am ersten Tag meist nicht mehr viel Zeit für Programm – nutze sie für einen ersten Spaziergang entlang der Uferpromenade am Sisowath Quay, wo sich Mekong und Tonle Sap treffen. Abends füllt sich die Promenade mit Familien, Joggern und improvisierten Freiluft-Fitnesskursen, ein guter erster Eindruck davon, wie sich die Stadt tatsächlich anfühlt.

Phnom Penh hat kein einzelnes überwältigendes Wahrzeichen wie Bangkok oder Hanoi, dafür eine Mischung aus französischer Kolonialarchitektur, buddhistischen Tempeln und einem Verkehr, der sich nach eigenen, nicht immer nachvollziehbaren Regeln organisiert. Zwei volle Tage reichen, um die wichtigsten Seiten der Stadt zu sehen, ohne dabei nur von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu hetzen. Wer möchte, kann den zweiten Tag ganz bewusst in zwei Hälften teilen: Vormittags Königspalast und Nationalmuseum, nachmittags dann die deutlich schwereren Themen der Killing Fields und des S-21-Gefängnisses.

Genau diese Kombination macht Phnom Penh interessant und gleichzeitig anstrengend. Der Königspalast mit der Silberpagode zeigt das offizielle, glänzende Kambodscha, während die Gedenkstätten aus der Zeit der Roten Khmer zwischen 1975 und 1979 zeigen, wie nah die Katastrophe zeitlich noch liegt – viele Kambodschaner, denen du auf der Reise begegnest, haben Großeltern oder Eltern verloren. Wer sich auf diesen Kontrast einlässt, bekommt in zwei Tagen einen ehrlicheren Eindruck vom Land als in mancher zweiwöchigen Reise, die die Hauptstadt nur als Durchgangsstation behandelt.

Für Reisende, die vor allem wegen Angkor nach Kambodscha kommen, mag Phnom Penh im ersten Moment wie ein Umweg wirken. Aus unserer Sicht lohnt sich der Stopp trotzdem: Die Stadt liefert den historischen Kontext, der die spätere Reise durch den Rest des Landes verständlicher macht.

Wenn zwischen den größeren Programmpunkten noch Zeit bleibt, lohnt sich ein Abstecher zum Wat Phnom, dem namensgebenden Hügeltempel der Stadt, oder ein Bummel über den Central Market mit seiner markanten Art-déco-Kuppel aus den 1930er-Jahren. Kulinarisch ist Phnom Penh unterschätzt: Neben klassischem Amok, einem milden Currygericht im Bananenblatt gedämpft, findest du in den kleineren Gassen abends Garküchen, an denen Einheimische deutlich günstiger essen als in den touristischen Restaurants entlang der Uferpromenade. Ein kurzer Spaziergang abseits der Hauptstraßen lohnt sich fast immer.

Highlights:

  • Uferpromenade am Sisowath Quay, besonders am frühen Abend
  • Königspalast mit Silberpagode
  • Nationalmuseum mit Khmer-Kunst und präkolumbianischen Exponaten
  • Tuol-Sleng-Genozid-Museum (S-21)
  • Choeung Ek Killing Fields

Transport – Anreise nach Phnom Penh:

Die meisten Reisenden landen am Flughafen Phnom Penh (PNH), der etwa 20 Minuten vom Zentrum entfernt liegt. Ein Taxi oder eine Fahrt per Grab-App kostet für diese Strecke umgerechnet rund 8–12 US-Dollar und ist deutlich komfortabler als die Tuk-Tuk-Alternative mit Gepäck. Wer aus einem Nachbarland wie Vietnam oder Thailand anreist, findet auch gute Busverbindungen, etwa von Ho-Chi-Minh-Stadt (ca. 6–7 Stunden) oder Bangkok (deutlich länger, meist mit Umstieg an der Grenze).

Empfohlene Unterkünfte:

  • The Pavilion* – Ein charmantes Boutique-Hotel im Herzen der Stadt, bekannt für seinen gepflegten Garten und freundlichen Service.
  • Okay Boutique Hotel* – Zentral gelegen, modern und preislich attraktiv, ideal für einen ersten Aufenthalt in Phnom Penh.
  • Sofitel Phnom Penh Phokeethra* – Luxuriöses Hotel am Flussufer, ideal für anspruchsvolle Reisende, die zentral übernachten möchten.

Unser Tipp:

Besuche die Killing Fields und S-21 an einem Vormittag und plane danach bewusst ein paar ruhige Stunden ein, etwa mit einem Kaffee an der Uferpromenade – die Eindrücke brauchen etwas Zeit zum Sacken.


Anzeige*

Powered by GetYourGuide

Tag 3–6: Siem Reap & Angkor

Vier Tage zwischen Tempelstadt und Dschungelruinen

Von Phnom Penh geht es weiter nach Siem Reap, der Stadt, die praktisch komplett um den Tourismus zu den Angkor-Tempeln herum gewachsen ist. Das merkt man ihr an – anders als Phnom Penh oder Battambang wirkt Siem Reap streckenweise wie für Reisende gebaut, mit einer dichten Zeile aus Bars, Massagesalons und Restaurants rund um die berühmte Pub Street. Wer damit rechnet, wird davon nicht überrascht, sondern kann die Infrastruktur einfach nutzen.

Nach der Ankunft am dritten Reisetag bleibt meist noch der Nachmittag, um dich zu orientieren: ein Bummel über den Old Market, ein erstes kambodschanisches Curry in einem der Restaurants abseits der Hauptstraße, vielleicht ein Besuch der kleinen Kunstgalerien in der Altstadt. Die eigentliche Hauptattraktion beginnt aber erst am nächsten Morgen.

Für den Angkor-Archäologiepark solltest du dir bewusst drei volle Tage nehmen. Das mag angesichts der Größe mancher Pauschalreise-Programme, die Angkor in einem einzigen Tag abhaken, viel erscheinen – ist es aber nicht. Der Park umfasst mehrere Hundert Tempelanlagen auf einer Fläche von über 400 Quadratkilometern, und allein Angkor Wat selbst braucht schon zwei bis drei Stunden für einen aufmerksamen Rundgang. An deinem ersten Tempeltag lohnt sich ein früher Start: Viele Besucher stehen bereits vor Sonnenaufgang an den Teichen vor Angkor Wat, um die Silhouette der Türme im ersten Licht zu fotografieren. Das Bild kennt man aus jedem Reiseprospekt, trotzdem ist der Moment vor Ort etwas anderes als auf dem Foto.

Am zweiten Tag bietet sich die Tempelstadt Angkor Thom an, deren Herzstück der Bayon-Tempel mit seinen zahlreichen steinernen Gesichtern ist – wer genau hinschaut, entdeckt an fast jedem Turm ein leicht anderes Lächeln. Ergänzend dazu lohnt Ta Prohm, wo Feigenbäume und Würgefeigen die Tempelmauern regelrecht durchwachsen haben. Die Bilder aus „Tomb Raider“ wurden hier gedreht, entsprechend voll ist es an manchen Stellen – ein Besuch am späteren Vormittag statt direkt zur Öffnung kann helfen, die schlimmsten Besuchergruppen zu umgehen. Für den dritten Tag empfiehlt sich ein Ausflug zu den weiter entfernten Tempeln: Banteay Srei mit seinen filigranen rosafarbenen Sandsteinreliefs zeigt eine ganz andere Seite der Khmer-Steinmetzkunst, und wer noch Energie hat, kombiniert den Ausflug mit Beng Mealea, einer kaum restaurierten Ruine mitten im Dschungel.

Ein Wort zur Praxis: Kaufe deinen Angkor-Pass idealerweise am Vortag nach 17 Uhr an der offiziellen Ticketstelle. Der Pass gilt dann bereits für einen kostenlosen Sonnenuntergangsbesuch am Kaufabend, während die eigentliche Gültigkeit erst am Folgetag zu zählen beginnt – ein kleiner, aber effektiver Bonus.

Wer nach drei Tempeltagen noch nicht genug hat, kann einen halben Tag für das Angkor National Museum in Siem Reap reservieren, das die Geschichte der Khmer-Reiche gut aufbereitet zeigt und die zuvor besichtigten Tempel noch einmal in einen größeren Zusammenhang setzt. Auch ein früher Ausflug zum schwimmenden Dorf Kompong Phluk am Tonle Sap ist von Siem Reap aus möglich und zeigt ein Kambodscha, das mit Tempeln nichts zu tun hat: Häuser auf meterhohen Stelzen, die je nach Wasserstand des Sees mal mitten im Wasser, mal auf trockenem Boden stehen.

Highlights:

  • Angkor Wat im ersten Morgenlicht
  • Bayon-Tempel mit den steinernen Gesichtern in Angkor Thom
  • Ta Prohm mit den überwucherten Tempelmauern
  • Banteay Srei mit filigranen Sandsteinreliefs
  • Old Market und Pub Street in Siem Reap am Abend

Transport – Anreise von Phnom Penh nach Siem Reap:

Für die rund 315 Kilometer zwischen Phnom Penh und Siem Reap hast du zwei realistische Optionen. Der klimatisierte Bus (unter anderem von Giant Ibis oder Mekong Express) braucht etwa 5–6 Stunden und kostet rund 12–18 US-Dollar; die Strecke ist inzwischen fast komplett asphaltiert. Alternativ verkehren mehrmals täglich Inlandsflüge in etwa 45 Minuten, die je nach Buchungszeitpunkt zwischen 60 und 100 US-Dollar kosten. Für diese Route empfehlen wir den Bus – der Zeitgewinn durch den Flug ist wegen der zusätzlichen Fahrt zu und vom Flughafen gering, und du bekommst auf der Fahrt einen Eindruck von der Landschaft zwischen den beiden Städten. Innerhalb des Angkor-Parks sind Tuk-Tuks das gängigste Fortbewegungsmittel; für einen ganzen Tag zahlst du üblicherweise 15–20 US-Dollar für Fahrer und Fahrzeug, unabhängig von der Personenzahl im Tuk-Tuk.

Empfohlene Unterkünfte:

  • Lotus Blanc Resort* – Ein stilvolles Resort mit Pool und ruhiger Lage, ideal zum Entspannen nach langen Tempeltagen.
  • Angkor Palace Hotel* – Komfortables Hotel im Zentrum, das sowohl Erholung als auch gute Anbindung an die Tempel bietet.

Unser Tipp:

Buche deinen Tuk-Tuk-Fahrer für alle drei Tempeltage gleich am ersten Tag fest. Die meisten Fahrer bieten einen Tagespreis an, kennen nach kurzer Absprache deine Interessen und Pausenwünsche und warten geduldig an jedem Tempeleingang – deutlich entspannter, als jeden Tag neu zu verhandeln. Hier liest du mehr über die Angkor-Tempel im Detail.


Anzeige*

Stefan Loose Reiseführer Kambodscha
Der Reiseführer, der alles hat. Hier liest du über das Land selbst, die schönsten Sehenswürdigkeiten und bekommst allerhand Tipps zu Unterkünften und Restaurants. Der Allrounder sozusagen. Im Moment der Einzige aktuelle ausführliche Reiseführer auf dem Markt.

Geschichte Kambodschas: Von Angkor bis zur Gegenwart 
Kambodscha ist durch die grandiosen Tempel aus der Angkor-Zeit bekannt, aber auch als Ort des Völkermords der Roten Khmer. Die Geschichte Kambodschas ist spannend, traurig und teilweise unbegreiflich. Jeder der nach Kambodscha reist, sollte sich auch damit auseinandersetzen. 

Gebrauchsanweisung für Vietnam, Laos und Kambodscha
Der Autor erzählt, in diesem Buch mit einer großen Portion Humor wie das Länder Vietnam, Kambodscha und Laos so ticken.

Reise Know-How CityTrip Angkor und Siem Reap
Dieser aktuelle Stadtführer ist der ideale Begleiter, um die Tempelanlagen des Angkor-Reichs und die Provinzhauptstadt Siem Reap selbstständig zu entdecken.


Tag 7–8: Battambang

Kambodschas ruhige Seite abseits der Touristenrouten

Battambang ist der Gegenentwurf zu Siem Reap: kleiner, ruhiger, weniger auf Tourismus ausgerichtet. Die Stadt am Fluss Sangkae war während der französischen Kolonialzeit ein wichtiges Handelszentrum, was man an den gut erhaltenen Shophouses und Kolonialgebäuden in der Altstadt noch heute erkennt. Wer schon länger in Südostasien unterwegs ist, wird hier eine willkommene Verlangsamung im Reisetempo spüren.

Zwei Tage reichen für Battambang gut aus – die Stadt selbst ist überschaubar, die interessantesten Ziele liegen aber im Umland. Am Ankunftstag lohnt sich ein Spaziergang durch die Altstadt mit ihren Straßenzügen aus den 1920er- und 30er-Jahren, kombiniert mit einem Blick in eine der kleinen Galerien, die zeitgenössische kambodschanische Kunst zeigen. Battambang gilt unter Kennern als heimliches Kunstzentrum des Landes, unter anderem wegen der Phare Ponleu Selpak, einer Kunst- und Zirkusschule, die abends Vorstellungen für Besucher anbietet.

Der zweite Tag gehört dem Umland und damit dem bekanntesten Wahrzeichen der Stadt: dem Bamboo Train, lokal Norry genannt. Auf einer improvisierten Plattform aus Bambus, die auf zwei Achsen über die alten französischen Gleise rollt, geht es rund 20 Minuten durch Reisfelder und kleine Dörfer – begegnen sich zwei Wagen, wird kurzerhand einer von Hand von den Schienen gehoben. Es klingt kurios, ist aber tatsächlich eines der wenigen noch aktiven Relikte dieser Art in Südostasien. In der Nähe liegen außerdem mehrere Tempel auf Hügeln, etwa Phnom Sampov mit seinen Fledermaushöhlen und einer bedrückenden Gedenkstätte aus der Zeit der Roten Khmer.

Battambang eignet sich besonders für Reisende, die nach den dichten Programmen in Phnom Penh und Siem Reap eine Verschnaufpause suchen, ohne dabei komplett auf Sightseeing zu verzichten. Wer stattdessen direkt von Siem Reap an die Küste weiterreisen will, kann diese Station auslassen – für ein vollständigeres Bild des Landes würden wir das aber nicht empfehlen.

Wer lieber selbst unterwegs ist statt an einer organisierten Tour teilzunehmen, mietet sich in Battambang ein Fahrrad und fährt eigenständig durch die Reisfelder südlich der Stadt. Auf dem Weg liegen kleine Werkstätten, in denen traditioneller Reiswein oder Fischpaste hergestellt wird, sowie mehrere Tempel, an denen selten ein anderer Tourist zu sehen ist. Auch kulinarisch hat die Stadt einiges zu bieten: In den Garküchen rund um den Psar Nath, den zentralen Markt, bekommst du kambodschanische Nudelsuppen und gegrilltes Fleisch zu Preisen, die deutlich unter denen in Siem Reap liegen.

Highlights:

  • Bamboo Train (Norry) durch Reisfelder
  • Koloniale Altstadt mit Shophouses aus den 1920er-Jahren
  • Phnom Sampov mit Fledermaushöhlen bei Sonnenuntergang
  • Kunstgalerien und die Zirkusschule Phare Ponleu Selpak
  • Lokale Märkte abseits touristischer Routen

Transport – Anreise von Siem Reap nach Battambang:

Die Straßenverbindung zwischen Siem Reap und Battambang ist mit dem Bus in etwa 3–4 Stunden zu schaffen, Tickets kosten rund 5–8 US-Dollar. Wer Zeit und ein wenig Abenteuerlust mitbringt, kann stattdessen das Boot über den Tonle Sap nehmen – eine der bekannteren, aber auch launischeren Touren des Landes. Die Fahrt führt an schwimmenden Dörfern vorbei und dauert je nach Wasserstand des Sees zwischen 5 und 8 Stunden, in der Trockenzeit mit niedrigem Pegel mitunter noch deutlich länger. Sie kostet mit 20–35 US-Dollar spürbar mehr als der Bus und ist in erster Linie ein Erlebnis für sich, kein reines Transportmittel. Für alle, denen es primär um eine zuverlässige Ankunft geht, ist der Bus die bessere Wahl.

Empfohlene Unterkünfte in Battambang:

Unser Tipp:

Kombiniere den Bamboo Train mit den Tempeln bei Phnom Sampov am späten Nachmittag – gegen Sonnenuntergang verlassen dort tausende Fledermäuse eine Höhle in der Felswand, ein Schauspiel, das nur wenige Minuten dauert, aber gut getimt sein will. Frag am Fuß des Hügels nach der ungefähren Uhrzeit, sie verschiebt sich leicht mit der Jahreszeit.


Anzeige*
Die schönsten Unterkünfte in Kambodscha 
Blossoming Romduol Boutique* in Siem Reap
Monsoon Bassac Hotel* in Phnom Penh
Long Beach Resort Koh Rong
* auf Koh Rong


Tag 9–12: Koh Rong bzw. Koh Rong Sanloem

Der lange Weg an den Strand – und die Belohnung danach

Der neunte Reisetag ist der unbequemste der ganzen Route, und das solltest du von vornherein einplanen: Zwischen Battambang und der Küste bei Sihanoukville liegt keine direkte Straße, jede Busverbindung führt über einen Umweg via Phnom Penh. In der Praxis heißt das eine Fahrzeit von 8,5 bis teilweise über 14 Stunden, je nach Busunternehmen und Anzahl der Zwischenstopps. Wer diese Strecke bei Tageslicht fährt, verliert dafür einen kompletten Reisetag im Bus. Wir empfehlen deshalb, wo verfügbar, einen Nachtbus zu nehmen: Du steigst am Abend in Battambang zu, schläfst – so gut das in einem Reisebus eben geht – und kommst in den frühen Morgenstunden in Sihanoukville an. So bleibt vom neunten Tag praktisch nichts verloren, und du kannst nach der Ankunft direkt die Fähre zu den Inseln nehmen.

In Sihanoukville selbst musst du dich nicht lange aufhalten; die Stadt hat durch den Bauboom der vergangenen Jahre stark an Charme verloren und dient für diese Route in erster Linie als Umsteigepunkt zum Fährhafen. Von dort geht es weiter nach Koh Rong oder Koh Rong Sanloem – zwei Inseln, die unterschiedlicher kaum sein könnten, obwohl sie nur eine kurze Bootsfahrt voneinander trennt. Koh Rong ist die belebtere der beiden, mit einem Hauptort voller Bars, Restaurants und – vor allem an Koh Touch Beach – einer Partyszene, die nicht jedermanns Sache ist. Wer etwas außerhalb des Hauptorts bleibt, findet aber auch hier ruhige Buchten wie Long Beach mit seinen kilometerlangen, fast menschenleeren Sandstränden. Koh Rong Sanloem dagegen ist insgesamt kleiner und ruhiger, mit Bungalow-Unterkünften, die sich über mehrere Buchten verteilen und teils nur per Boot voneinander zu erreichen sind.

Für die drei Tage auf der Insel würden wir dir keinen festen Plan mitgeben – genau das ist der Punkt an dieser Station der Reise. Nach den intensiven Kultur- und Geschichtstagen in Phnom Penh, Siem Reap und Battambang darf hier bewusst wenig passieren: schwimmen, im Hängematte lesen, vielleicht eine Schnorcheltour zu den vorgelagerten Riffen oder eine Kajaktour entlang der Küste. Am Abend zeigt sich bei ruhigem Wetter zudem Biolumineszenz im Wasser rund um beide Inseln – ein Naturphänomen, bei dem das Meer beim Hindurchschwimmen bläulich aufleuchtet. Ob es an einem bestimmten Abend gut sichtbar ist, hängt von Mondphase und Planktondichte ab und lässt sich nicht zuverlässig planen, aber es lohnt sich, danach zu fragen.

Wer eher Infrastruktur, Restaurants und ein bisschen Nachtleben sucht, ist auf Koh Rong besser aufgehoben. Wer stattdessen drei Tage komplette Ruhe will und mit einfacheren Bungalows ohne durchgehenden Strom leben kann, wählt Koh Rong Sanloem.

Wassersportlich Interessierte finden auf beiden Inseln mehrere Tauchschulen, die von Schnuppertauchgängen bis zum PADI-Open-Water-Kurs über mehrere Tage das komplette Programm anbieten. Die Sichtweiten im Golf von Thailand sind nicht mit denen der Andamanensee vergleichbar, für einen ersten Kontakt mit der Unterwasserwelt reicht es aber allemal, und einige Riffe rund um die vorgelagerten kleineren Inseln zeigen erstaunlich viel Fischleben. Wer keine Lust auf ein festes Programm hat, findet in den Strandbars der Hauptorte auch abends genug Gesellschaft für ein Bier bei Sonnenuntergang.

Highlights:

  • Lange, kaum überlaufene Strände wie Long Beach auf Koh Rong
  • Schnorcheln und Kajakfahren an den vorgelagerten Riffen
  • Biolumineszenz im Wasser an dunklen Abenden
  • Bungalow-Buchten auf Koh Rong Sanloem
  • Frische Meeresfrüchte in den Strandrestaurants

Transport – Anreise von Battambang zu den Inseln:

Nach dem Nachtbus über Phnom Penh nach Sihanoukville (siehe oben, ca. 22–32 US-Dollar) folgt die Fähre zur gewählten Insel. Die Überfahrt dauert je nach Anbieter und Zielort 30 bis 90 Minuten und kostet zwischen 15 und 24 US-Dollar pro Strecke. Mehrere Reedereien bedienen die Route mehrmals täglich, in der Nebensaison mit reduziertem Fahrplan. Prüfe die aktuellen Abfahrtszeiten am besten einen Tag im Voraus vor Ort oder online, da sie sich saisonal verschieben.

Empfohlene Unterkünfte auf den Inseln:

Unser Tipp:

Buche deine Unterkunft auf der Insel vorab und nicht erst vor Ort, besonders in der Hochsaison zwischen November und März – die Zahl der Zimmer ist auf beiden Inseln begrenzt, und Strom sowie Internet sind stellenweise nur zu bestimmten Tageszeiten verfügbar. Packe außerdem etwas Bargeld in kleinen Scheinen ein, Kartenzahlung ist auf den Inseln noch die Ausnahme.


Tag 13–14: Kampot

Pfefferfelder, Flussufer und das ruhigste Reisetempo der Route

Von der Küste geht es zurück Richtung Festland nach Kampot, einer Kleinstadt, die vielen Kambodscha-Reisenden erst spät auf dem Radar erscheint – zu Unrecht. Kampot liegt am gleichnamigen Fluss, umgeben von den bewaldeten Hängen des Bokor-Nationalparks, und war während der französischen Kolonialzeit ein bedeutender Hafen. Von diesem Wohlstand zeugen bis heute die Kolonialfassaden im Zentrum, von denen einige restauriert sind, viele andere noch immer im malerisch verfallenen Originalzustand vor sich hin altern.

Zwei Tage reichen aus, um Kampot in einem angenehmen Tempo kennenzulernen. Der erste Tag eignet sich gut für die Stadt selbst: ein Spaziergang am Flussufer, ein Kaffee in einem der Cafés in ehemaligen Kolonialhäusern, ein Abstecher zum Nachtmarkt. Kampot ist zudem der Ausgangspunkt für den weltbekannten Kampot-Pfeffer, der auf den umliegenden Plantagen angebaut wird. Ein Besuch einer solchen Plantage – etwa der bekannten La Plantation – zeigt, wie viel Handarbeit in den kleinen schwarzen und roten Pfefferkörnern steckt, die in Europa mittlerweile in gehobenen Küchen Standard geworden sind.

Am zweiten Tag lohnt sich, sofern das Wetter mitspielt, ein Ausflug in den Bokor-Nationalpark. Auf dem Plateau, das mit dem Auto oder Roller in etwa einer Stunde erreichbar ist, liegen die Ruinen einer französischen Hill Station aus den 1920er-Jahren, darunter ein verlassenes Kasino-Hotel, das seine besten Jahre lange hinter sich hat und gerade deshalb fotogen ist. Alternativ – oder ergänzend, falls die Zeit reicht – bietet sich eine Fluss- oder Kajaktour bei Sonnenuntergang an, bei der du mit etwas Glück Glühwürmchen in den Mangroven am Ufer beobachten kannst.

Kampot ist die richtige Station für alle, die auf dieser Reise noch einmal einen Gang runterschalten wollen, bevor es zurück in die Hauptstadt und zum Rückflug geht. Wer stattdessen noch Energie für ein weiteres Ziel hat, kann von hier aus einen Tagesausflug ins nahegelegene Kep unternehmen – dazu weiter unten mehr bei den Erweiterungsmöglichkeiten.

Je nach Reisezeit lohnt sich auch ein Blick auf die Salzfelder am Stadtrand, in denen zwischen Januar und April Meerwasser in flachen Becken verdunstet und von Hand geerntet wird – ein weiteres Standbein der Region neben dem Pfefferanbau. Und wer im späten Frühjahr unterwegs ist, trifft in Kampot auf die kambodschanische Durian-Saison: Die Region gilt neben Kep als eine der besten Anbaugebiete des Landes für die stachelige, streng riechende Frucht, die man entweder liebt oder komplett meidet.

Highlights:

  • Spaziergang und Cafés am Kampot-Fluss
  • Besuch einer Pfefferplantage
  • Ruinen der alten Hill Station im Bokor-Nationalpark
  • Kajak- oder Bootstour bei Sonnenuntergang
  • Nachtmarkt mit lokalen Spezialitäten

Transport – Anreise von den Inseln nach Kampot:

Von Sihanoukville nach Kampot sind es rund 105 Kilometer, die der Bus in etwa 2 bis 2,5 Stunden zurücklegt; ein Ticket kostet ungefähr 5–8 US-Dollar. Rechne zusätzlich die Rückfahrt per Fähre von der Insel nach Sihanoukville ein (siehe oben). Praktisch bedeutet das für Tag 13: erst mit der Fähre zurück aufs Festland, dann direkt weiter mit dem Bus nach Kampot – an einem Tag machbar, aber plane für die Fähre einen Zeitpuffer ein, falls sie sich verspätet.

Empfohlene Unterkünfte in Kampot:

  • Kampot Cabana* – Stilvolles Hotel am Fluss, ideal für romantische Abende.
  • Cambodhi* – Gemütliche Unterkunft in zentraler Lage, mit entspannter Atmosphäre.

Unser Tipp:

Miete dir für einen Tag einen Roller (ca. 5–8 US-Dollar) und fahr die kleine Runde entlang des Flusses aus der Stadt heraus – schon nach 15 Minuten bist du zwischen Pfefferfeldern und Reisfeldern, ohne organisierte Tour und ohne festen Zeitplan.


Anzeige*

Powered by GetYourGuide

Tag 15: Rückkehr nach Phnom Penh & Abreise

Am letzten Reisetag geht es zurück nach Phnom Penh, von wo aus die meisten internationalen Rückflüge starten. Die Strecke von Kampot in die Hauptstadt dauert mit dem Bus etwa 3 bis 4,5 Stunden und kostet rund 6–10 US-Dollar; plane je nach Flugzeit genug Puffer ein, insbesondere wenn dein Flug am selben Tag geht. Bei einem späten Rückflug oder Weiterreise am Folgetag bleibt sogar noch Zeit für ein letztes Abendessen an der Uferpromenade oder ein paar Besorgungen auf dem Russian Market, der für Souvenirs und Second-Hand-Kleidung bekannt ist.

Wer nach dieser Route noch nicht genug von Südostasien hat, kann von Phnom Penh aus unkompliziert weiterreisen: Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam ist per Bus in rund 6–7 Stunden oder per Kurzflug in etwa einer Stunde erreichbar und bietet sich als nächste Station an.

Empfohlene Unterkünfte in Phnom Penh (für die letzte Nacht):

  • The Pavilion* – Ein charmantes Boutique-Hotel im Herzen der Stadt, bekannt für seinen gepflegten Garten und freundlichen Service.
  • Okay Boutique Hotel* – Zentral gelegen, modern und preislich attraktiv, ideal für einen ersten Aufenthalt in Phnom Penh.
  • Sofitel Phnom Penh Phokeethra* – Luxuriöses Hotel am Flussufer, ideal für anspruchsvolle Reisende, die zentral übernachten möchten.
Kambodscha Rundreise 2 Wochen Phnom Penh
Am Abend sind die Menschen in Phnom Penh an der Riverfront am Königspalast unterwegs

Routenzusammenfassung

Diese 15-tägige Route funktioniert, weil sie Kambodscha in klar abgegrenzten Etappen zeigt, ohne dass du ständig zwischen völlig gegensätzlichen Reisestimmungen hin- und herspringst. Auf die intensiven Geschichtstage in Phnom Penh folgt mit Angkor das kulturelle Kernstück der Reise, danach sorgt Battambang für eine erste Verlangsamung, bevor Koh Rong beziehungsweise Koh Rong Sanloem für reine Erholung sorgt. Kampot rundet die Route mit einem ruhigen, aber inhaltlich noch einmal eigenständigen Kapitel ab, bevor es zurück zum Ausgangspunkt geht.

Die Route eignet sich für Individualreisende und Paare, die selbstständig planen und dabei sowohl kulturelle Substanz als auch echte Erholungstage wollen. Für sehr knapp kalkulierte Backpacker-Budgets ist sie ebenfalls machbar, wenn auch der Inlandsflug-Verzicht und die Nachtbusse dabei mehr Rolle spielen als bei der hier vorgeschlagenen Mittelklasse-Variante. Wer stattdessen nur an Angkor interessiert ist und Zeit sparen möchte, kann die Route auf Phnom Penh, Siem Reap und eine Insel kürzen – das eigentliche Bild von Kambodscha bekommt man dabei allerdings nur in Ausschnitten zu sehen.

Zeitlich funktioniert diese Route am zuverlässigsten in der Trockenzeit zwischen November und April, wenn sowohl die Straßen im Landesinneren als auch die Fährverbindungen zu den Inseln am stabilsten sind. Wer in der Regenzeit reist, sollte an einzelnen Tagen etwas Flexibilität einplanen – konkret betrifft das vor allem die Bootstour über den Tonle Sap und die Fähren zu den Inseln, die bei starkem Wellengang gelegentlich ausfallen.

Erweiterungsmöglichkeiten

Falls du mehr Zeit mitbringst, lässt sich diese Route gut verlängern:

  • +3 Tage: Ergänze einen Abstecher nach Kep, eine Autostunde von Kampot entfernt. Der Ort ist bekannt für seinen Crab Market, an dem Fischerboote frische Krabben direkt an die Garküchen am Ufer liefern, sowie für Wanderwege im nahegelegenen Kep-Nationalpark.
  • +1 Woche: Nutze die zusätzliche Zeit für die Nordostprovinzen Mondulkiri oder Ratanakiri, wo du in kühleren Höhenlagen wandern, in Wasserfällen baden und in ethischen Elefanten-Sanctuaries – ohne Reiten, nur Beobachtung aus der Distanz – Zeit mit geretteten Elefanten verbringen kannst. Alternativ bietet sich ein Abstecher zu den abgelegeneren Tempeln Koh Ker und Preah Vihear an, beide deutlich weniger besucht als Angkor.
  • +2 Wochen: Kombiniere Kambodscha mit einer Rundreise durch Vietnam, etwa dem Mekong-Delta und Ho-Chi-Minh-Stadt im Anschluss an Phnom Penh, oder reise über die Grenze weiter nach Laos, um die Route zu einer größeren Südostasien-Tour auszubauen.

Spartipps für deine Kambodscha-Rundreise

  • Wasserflaschen aus Sammelstationen auffüllen statt ständig neue Plastikflaschen zu kaufen – viele Hostels und einige Cafés bieten das inzwischen an.
  • Nachtbusse statt Hotelübernachtung nutzen, etwa zwischen Battambang und Sihanoukville – spart eine Übernachtung und einen halben Reisetag.
  • Angkor-Pass nach 17 Uhr am Vortag kaufen, um den Sonnenuntergang gratis mitzunehmen und die Gültigkeit optimal auszunutzen.
  • Streetfood und lokale Garküchen statt Restaurants mit Touristenpreisen – ein vollwertiges Gericht kostet oft nur 2–4 US-Dollar.
  • Tuk-Tuk oder Roller für einen ganzen Tag mieten statt Einzelfahrten zu verhandeln, das ist meist günstiger pro Kilometer.
  • In der Nebensaison zwischen Mai und Oktober reisen: Hotelpreise fallen spürbar, dafür musst du mit kurzen, kräftigen Regenschauern am Nachmittag rechnen.
  • Kambodscha-Riel statt US-Dollar für Kleinbeträge verwenden – an vielen Ständen ist die lokale Währung geringfügig günstiger kalkuliert.
  • Busse statt Inlandsflüge buchen, wo die Fahrzeit vertretbar bleibt, etwa zwischen Phnom Penh und Siem Reap.
Kambodscha Rundreise 2 Wochen Koh Rong
Strandidylle auf Koh Rong

Häufige Fragen zur Kambodscha Rundreise

Wie viele Tage sollte man für Kambodscha einplanen?

Für die wichtigsten Stationen – Phnom Penh, Angkor, Battambang, eine Insel und Kampot – sind 14 bis 15 Tage realistisch, wie in dieser Route beschrieben. Mit 10 Tagen lässt sich das Programm auf Phnom Penh, Siem Reap und eine kurze Strandpause verdichten, allerdings mit spürbar weniger Zeit pro Station.

Wann ist die beste Reisezeit für Kambodscha?

Die Trockenzeit von November bis Februar bietet die angenehmsten Temperaturen und die geringste Regenwahrscheinlichkeit, ist dafür aber auch die touristische Hochsaison. März und April werden bereits sehr heiß und schwül. Die Regenzeit von Mai bis Oktober bringt meist kurze, heftige Nachmittagsschauer, dazwischen bleibt es oft sonnig – für Reisende, die niedrigere Preise und weniger Trubel an den Tempeln in Kauf nehmen, eine gute Alternative.

Braucht man ein Visum für Kambodscha?

Die meisten Nationalitäten, darunter deutsche, österreichische und schweizerische Staatsangehörige, benötigen ein Visum. Am unkompliziertesten ist das E-Visa, das du vorab online beantragst; es kostet inklusive Bearbeitungsgebühr rund 36 US-Dollar und ist 30 Tage gültig. Alternativ ist ein Visa on Arrival an den internationalen Flughäfen und wichtigen Landgrenzen möglich. Zusätzlich ist seit 2024 eine Online-Registrierung über das Cambodia e-Arrival-System vor Einreise vorgeschrieben.

Sind Inlandsflüge in Kambodscha sinnvoll?

Für diese Route nicht zwingend. Die einzige Strecke, auf der ein Flug ernsthaft infrage kommt, ist Phnom Penh–Siem Reap; der Zeitgewinn gegenüber dem Bus ist wegen der Wege zu und von den Flughäfen aber gering. Für die Strecke Battambang–Sihanoukville gibt es aktuell keine kommerziellen Flugverbindungen, hier führt kein Weg am Bus über Phnom Penh vorbei.

Wie teuer ist eine Rundreise durch Kambodscha?

Im Mittelklasse-Budget, wie es dieser Route zugrunde liegt, solltest du mit 45 bis 70 Euro pro Person und Tag rechnen, inklusive Doppelzimmer mit Frühstück, lokalem Essen und Überlandtransport. Wer im Guesthouse-Segment bleibt und konsequent Streetfood isst, kommt auch mit 25 bis 35 Euro pro Tag aus.

Kann man die Route auch andersherum fahren?

Grundsätzlich ja, die Logistik funktioniert in beide Richtungen. Wir würden trotzdem die hier beschriebene Reihenfolge empfehlen, weil die Reise so von den intensiven Kultur- und Geschichtsstationen zu Strand und Entspannung hin abklingt statt umgekehrt.

Braucht man einen Mietwagen in Kambodscha?

Nein, und wir würden davon eher abraten. Der Verkehr in den größeren Städten ist gewöhnungsbedürftig, Beschilderungen sind stellenweise lückenhaft, und Busse sowie private Fahrer sind auf allen Strecken dieser Route günstig und zuverlässig verfügbar. Für Ausflüge vor Ort, etwa in Battambang oder Kampot, reicht ein gemieteter Roller völlig aus.

Koh Rong oder Koh Rong Sanloem – welche Insel ist besser?

Das hängt von deinen Prioritäten ab. Koh Rong bietet mehr Infrastruktur, Restaurants und Nachtleben, dafür auch mehr Trubel rund um den Hauptort. Koh Rong Sanloem ist ruhiger, kleiner und mit einfacheren Bungalow-Unterkünften ausgestattet – die bessere Wahl für alle, die vor allem Ruhe suchen.

Ist Kambodscha sicher zu bereisen?

Für Individualreisende gilt Kambodscha als vergleichsweise unproblematisches Reiseland. Übliche Vorsicht bei Verkehr, Taschendiebstahl in belebten Bereichen und beim Geldwechsel reicht in der Regel aus. Vor Reisebeginn lohnt sich trotzdem ein Blick in die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.

Welche Kreditkarte eignet sich für die Reise?

Eine Kreditkarte ohne Auslandseinsatzgebühren und ohne Gebühren bei Bargeldabhebung spart auf einer zweiwöchigen Reise mit vielen kleinen Bargeldabhebungen spürbar Geld. In größeren Städten wie Phnom Penh und Siem Reap sind Geldautomaten gut verfügbar, auf den Inseln und in Kampot solltest du dagegen ausreichend Bargeld vorhalten. Wir nutzen auf Reisen die Kreditkarte der DKB und sind damit sehr zufrieden – hier gehts zur DKB*.


☕ Hat dir dieser Artikel geholfen?

Wir hoffen, dass dir unsere Tipps bei deiner Reiseplanung weiterhelfen.

Alle Inhalte auf In X Tagen um die Welt entstehen aus unseren eigenen Reisen und unserer persönlichen Erfahrung. Wir investieren viel Zeit in Recherche, Fotografie, Videos und das Schreiben unserer Reiseberichte – damit du kostenlos von unseren Erfahrungen profitieren kannst.

Wenn dir unsere Arbeit gefällt und du unseren Reiseblog unterstützen möchtest, freuen wir uns über einen virtuellen Kaffee. 💚

Jeder Beitrag hilft uns dabei, auch in Zukunft unabhängige Reiseberichte, praktische Tipps und neue Reiseziele mit dir zu teilen.

👉 Zur Kaffeekasse

Vielen Dank für deine Unterstützung!
Nico & Katja


WEITERE INTERESSANTE BEITRÄGE FINDEST DU HIER

  • Ruinen von Sukhothai Historical Park Thailand

    Sukhothai Historical Park Thailands erste Hauptstadt in Ruinen Der Sukhothai Historical Park gilt als einer der bedeutendsten archäologischen Schätze Thailands. Zahlreiche erhaltene Tempelruinen, Buddha-Statuen und historische Bauwerke zeugen von jener Epoche, in der Sukhothai als erste Hauptstadt den Grundstein für viele kulturelle und religiöse Traditionen Thailands legte. Wer sich für Geschichte, frühe Architektur und buddhistische…

  • Thailand Reiseroute 4 Wochen

    Die perfekte 4‑Wochen Thailand Reiseroute Eine komplette Reise durch das ganze Land Wer vier Wochen Zeit in Thailand verbringt, hat die einmalige Gelegenheit, sowohl die kulturelle und historische Vielfalt des Nordens als auch das tropische Inselparadies des Südens in vollen Zügen zu erleben. Diese Route kombiniert einen ausgiebigen Aufenthalt im Norden – mit pulsierendem Bangkok,…

  • Koh Chang in Thailand

    Die Insel Koh Chang in Thailand Alle Infos für deinen Besuch der Elefanteninsel Koh Chang, die drittgrößte Insel Thailands, ist ein echtes Naturparadies und gleichzeitig noch ein Geheimtipp. Während Inseln wie Phuket, Koh Samui oder Koh Phi Phi längst touristisch erschlossen sind, hat sich Koh Chang viel von seiner Ursprünglichkeit bewahrt. Hier findest du traumhafte…

  • Doi Suthep Temple Thailand

    Wat Phra That Doi Suthep Chiang Mais bekanntester Tempel Der Wat Phra That Doi Suthep, meist kurz Doi Suthep Tempel genannt, ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Chiang Mais. Hoch auf einem Berg gelegen, bietet er sowohl spirituelle Einblicke als auch einen weiten Blick über die Stadt und die umliegende Landschaft. Für uns war er 2022…

  • Bangkok Sehenswürdigkeiten

    Die 44 besten Bangkok Sehenswürdigkeiten Kultur, Shopping und reichlich gutes Essen erwarten dich in der pulsierenden Hauptstadt Die besten Bangkok Sehenswürdigkeiten, verbinden alte Traditionen und modernen Charme so selbstverständlich wie kaum eine andere Metropole Asiens. Die Stadt hat für jeden etwas zu bieten: von majestätischen Tempeln und historischen Stätten bis hin zu lebhaften Märkten und…