Vietnam Rundreise 2 Wochen

Zwei Wochen reichen nicht, um Vietnam von der chinesischen Grenze bis zum Mekong-Delta zu bereisen – dafür ist das Land mit seiner Nord-Süd-Ausdehnung von über 1.600 Kilometern schlicht zu lang gestreckt. Wer diesen Fehler trotzdem macht, verbringt am Ende mehr Zeit im Bus und im Flugzeug als an den Orten, für die er eigentlich gekommen ist. Sinnvoller ist es, sich für eine Landeshälfte zu entscheiden und diese dafür wirklich kennenzulernen, statt jeden Tag nur ein Highlight abzuhaken.

Genau dafür haben wir zwei Routen zusammengestellt, die sich beide in 14 Tagen entspannt bereisen lassen. Die Süd-Zentral-Route startet in der pulsierenden Metropole Ho-Chi-Minh-Stadt, führt durch die grünen Wasserwege des Mekong-Deltas und endet über die Lampionstadt Hoi An, die Tempelruinen von My Son und die alte Kaiserstadt Hue in Da Nang. Die Nord-Zentral-Route beginnt dagegen in Hanoi, verbindet die weltberühmte Halong-Bucht mit der ruhigeren Kalksteinlandschaft von Ninh Binh und trifft in Hue auf die gleiche Kaiserstadt, bevor auch sie in Da Nang endet. Beide Varianten zeigen dir eine unterschiedliche Seite des Landes, ohne dass eine davon zwangsläufig die bessere ist.

Wer Städte mit intensivem Alltagsleben und ein Stück vietnamesischer Kriegsgeschichte erleben möchte, ist mit der Süd-Route besser bedient. Wer stattdessen Karstlandschaft, Reisfelder und die Ruhe des Nordens sucht, findet in der zweiten Route das passendere Programm. Beide Routen verbinden dabei Stadt, Natur und Geschichte und lassen dir genug Zeit, an jedem Ort auch tatsächlich anzukommen, statt nur durchzureisen. Den Großteil der Strecken legst du mit dem Bus, dem Zug oder – auf den langen Abschnitten – per Inlandsflug zurück; ein eigener Mietwagen ist in Vietnam wegen des Verkehrs und der oft unübersichtlichen Beschilderung keine Option, die wir empfehlen würden.

Beide Routen eignen sich für Individualreisende, Paare und Roadtrip-Fans zwischen Mitte 20 und 60, die selbstständig planen und trotzdem nicht jeden Tag neu improvisieren wollen. Vorkenntnisse über Südostasien brauchst du nicht, ein gewisses Maß an Flexibilität bei Bus- und Zugverspätungen aber schon – die vietnamesische Infrastruktur ist besser als ihr Ruf, an Zuverlässigkeit deutscher Fernbusse solltest du sie trotzdem nicht messen.

Kaffeekultur in Hoi An gehört zum Vietnam Urlaub dazu

Route 1 : Süd- und Zentralvietnam

Von Ho-Chi-Minh-Stadt über Mekong-Delta und Hoi An nach Da Nang

Diese Route zeigt dir den Süden und die Mitte Vietnams als logische Einheit. Du startest im geschäftigen Ho-Chi-Minh-Stadt, tauchst im Mekong-Delta in ein deutlich langsameres Lebenstempo ein, fliegst weiter in die Zentralregion und arbeitest dich von dort über Hoi An und Hue bis an die Küste bei Da Nang vor. Die Strecke zwischen dem Delta und Hoi An ist mit über 800 Kilometern zu lang für den Landweg – hier lohnt sich ein kurzer Inlandsflug, den wir dir bei der jeweiligen Station genauer erklären.

Die 2 Wochen Route durch Süd- und Zentralvietnam auf einen Blick

⏳ Reisedauer: 14 Tage / 13 Nächte
📍 Reiseart: Rundreise
🚗 Transport: Bus, Boot, Inlandsflug HCMC–Da Nang, Zug
💰 Budget: Mittelklasse, ca. 45–65 € pro Person und Tag
🏛️ Perfekt für: Individualreisende, Paare, Kulturinteressierte
☀️ Highlight: Bootsfahrt durch die schwimmenden Märkte des Mekong-Deltas


Routenübersicht

ReisetagOrtÜbernachtungen
Tag 1–3Ho-Chi-Minh-Stadt2
Tag 4–5Mekong-Delta2
Tag 6–9Hoi An (inkl. Ausflug My Son)3
Tag 10–11Hue2
Tag 12–13Da Nang2
Tag 14Abreise ab Da Nang–

Tag 1–3: Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon)

Zwischen Wolkenkratzern und Kriegsgeschichte

Flug von Deutschland nach Ho Chi Minh City ca. 12 Stunden Direktflug mit Vietnam Airlines

Fast jede Reise in den Süden Vietnams beginnt in Ho-Chi-Minh-Stadt*, das die meisten Vietnamesen bis heute Saigon nennen. Die Stadt schlägt dich vom ersten Moment an mit einer Verkehrsdichte, die sich schwer beschreiben lässt, bevor man sie selbst erlebt hat: Millionen Motorroller fließen durch die Straßen wie ein eigenes Ökosystem, mit ungeschriebenen Regeln, die sich erst nach ein, zwei Tagen erschließen. Wer zum ersten Mal eine Kreuzung überquert, sollte sich vorher von Einheimischen zeigen lassen, wie es geht: langsam, gleichmäßig, ohne stehen zu bleiben.

Drei Tage geben dir genug Raum, dich an dieses Tempo zu gewöhnen und trotzdem tief in die Geschichte der Stadt einzutauchen. Das War Remnants Museum ist dabei keine leichte Kost – Fotografien und Dokumente zeigen den Vietnamkrieg aus vietnamesischer Perspektive, ungeschönt und teilweise verstörend. Wir würden dir raten, diesen Besuch nicht mit einem vollen Sightseeing-Tag zu kombinieren, sondern danach bewusst eine ruhige Pause einzulegen, etwa in einem der Cafés in den umliegenden Kolonialstraßen. Die Cu-Chi-Tunnel, in denen sich der Vietcong während des Krieges verschanzte, liegen rund 70 Kilometer außerhalb der Stadt und lassen sich gut als halbtägiger Ausflug einbauen, wenn du für die drei Tage etwas mehr Geschichte einplanen willst.

Der zweite Teil der Stadt zeigt ein völlig anderes Gesicht: die französische Kolonialarchitektur rund um die Notre-Dame-Kathedrale und das alte Hauptpostamt, dazwischen unzählige kleine Rooftop-Bars, aus denen sich abends ein Blick über das Lichtermeer der Stadt bietet. Der Ben-Thanh-Markt ist tagsüber vor allem etwas für Souvenirjäger mit Verhandlungsgeschick, abends verlagert sich das eigentliche kulinarische Leben in die Straßenstände der umliegenden Gassen. Eine gegrillte Banh-Mi-Variante für umgerechnet einen Euro schmeckt hier oft besser als jedes Gericht in einem klimatisierten Restaurant mit Touristenkarte.

Wer sich für die Stadtviertel abseits des Zentrums interessiert, sollte einen halben Tag für Cho Lon einplanen, das historische Chinesenviertel mit seinen Pagoden und Gewürzmärkten. Eine geführte Fahrradtour durch die kleineren Gassen von District 3 und District 5 zeigt dir zudem eine Seite der Stadt, die sich zu Fuß kaum erschließen lässt, weil die Distanzen dafür zu groß sind. Ho-Chi-Minh-Stadt ist laut, unübersichtlich und anstrengend – gerade deshalb lohnt sich der Auftakt hier: Nach drei Tagen mitten im urbanen Trubel wirkt das ruhigere Mekong-Delta gleich noch intensiver.

Highlights:

  • War Remnants Museum
  • Cu-Chi-Tunnel (Halbtagesausflug)
  • Notre-Dame-Kathedrale und Zentralpost im Kolonialviertel
  • Ben-Thanh-Markt und Streetfood-Gassen
  • Rooftop-Bars mit Blick über die Skyline

Transport – Anreise nach Ho-Chi-Minh-Stadt:

Internationale Flüge landen am Flughafen Tan Son Nhat (SGN), der nur rund 8 Kilometer vom Zentrum entfernt liegt. Ein Taxi oder eine Fahrt per Grab-App kostet für diese kurze Strecke umgerechnet etwa 6–9 US-Dollar und dauert je nach Verkehr 25 bis 45 Minuten – zur Rushhour am späten Nachmittag kann sich das deutlich in die Länge ziehen. Wer aus Kambodscha anreist, findet zudem gute Busverbindungen von Phnom Penh, die Strecke dauert rund 6–7 Stunden.

Unterkunftsempfehlungen in Ho-Chi-Minh-Stadt:

  • The Myst Dong Khoi* – modernes Boutique-Hotel im Herzen der Stadt, Doppelzimmer mit Frühstück ab ca. 60–80 US-Dollar.
  • Fusion Suites Saigon* – zentral, stilvoll und mit eigener Küchenzeile in den Zimmern, Doppelzimmer ab ca. 55–75 US-Dollar.

Unser Tipp:

Buche die Cu-Chi-Tunnel-Tour nicht über die günstigsten Anbieter direkt am Ben-Thanh-Markt, sondern über dein Hotel oder eine etablierte Agentur – die Busse der Billigtouren sind oft völlig überfüllt und der Zeitplan entsprechend gehetzt. Für den Abend lohnt sich ein Spaziergang entlang des Bui-Vien-Viertels, auch wenn du selbst kein Nachtleben suchst: Die Straße zeigt ein gutes Bild davon, wie viel Energie diese Stadt nach Einbruch der Dunkelheit noch hat.


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Tag 4–5: Mekong-Delta

Schwimmende Märkte und das langsamere Vietnam

Tagestourausflug ab Ho Chi Minh City oder  per Bus 4 Stunden

Nur zwei bis drei Autostunden südwestlich von Ho-Chi-Minh-Stadt beginnt eine völlig andere Welt. Das Mekong-Delta* ist ein Labyrinth aus Flussarmen, Kanälen und Reisfeldern, in dem sich ein guter Teil des vietnamesischen Obst- und Reisanbaus abspielt. Der Kontrast zur Großstadt könnte kaum größer sein: Statt Hochhäusern siehst du Palmenhaine, statt Rooftop-Bars kleine Anlegestellen, an denen Boote mit Ananas, Drachenfrüchten und Litschis beladen werden.

Zwei Tage reichen für einen guten ersten Eindruck, auch wenn Kenner des Deltas dir sagen werden, dass man hier problemlos eine ganze Woche verbringen könnte. Die meisten Reisenden steuern die Region um Can Tho an, die größte Stadt des Deltas und Ausgangspunkt für den bekannten schwimmenden Markt Cai Rang. Am besten legst du dafür einen sehr frühen Start ein – schon ab sechs Uhr morgens verkaufen hier Händlerinnen von ihren Booten aus Obst und Gemüse an Großhändler und andere Boote, die an einer langen Stange jeweils zeigen, welche Frucht sie im Angebot haben. Gegen acht Uhr lässt der Trubel bereits merklich nach.

Der zweite Tag eignet sich gut für eine ruhigere Bootstour durch die kleineren Kanäle, vorbei an Obstplantagen und traditionellen Handwerksbetrieben, in denen Kokosbonbons, Reispapier oder Reiswein hergestellt werden. Wer mag, kann diese Tour mit dem Fahrrad durch eines der Dörfer ergänzen – die schmalen Betonwege zwischen den Kanälen sind für Radtouren bestens geeignet und zeigen ein Vietnam, das mit dem Tourismus in Hoi An oder Hanoi wenig zu tun hat. In vielen Homestays kannst du zudem beim Kochen typischer Deltagerichte zusehen oder mithelfen, etwa bei der Zubereitung von gedämpftem Fisch in Kokosmilch.

Das Mekong-Delta ist keine Station voller spektakulärer Sehenswürdigkeiten, sondern eine, die vom Eintauchen in den Alltag lebt. Wer ausschließlich an Städten und Kultur interessiert ist, kann die Zeit hier knapper halten und stattdessen früher nach Hoi An weiterreisen. Für alle anderen ist diese Verlangsamung nach dem hektischen Auftakt in Ho-Chi-Minh-Stadt genau die richtige Ergänzung.

Highlights:

  • Schwimmender Markt Cai Rang bei Sonnenaufgang
  • Bootsfahrten durch kleine Kanäle und Obstplantagen
  • Fahrradtouren durch Delta-Dörfer
  • Handwerksbetriebe für Reispapier und Kokosbonbons
  • Homestay-Übernachtung mit Kochkurs

Transport – Anreise von Ho-Chi-Minh-Stadt ins Mekong-Delta:

Nach Can Tho, dem gängigsten Ausgangspunkt für Touren ins Delta, fährt der Bus in etwa 3 bis 3,5 Stunden über eine gut ausgebaute Straße; Tickets kosten umgerechnet rund 6–10 US-Dollar. Alternativ bieten viele Agenturen in Ho-Chi-Minh-Stadt geführte Zwei-Tages-Touren inklusive Transport, Bootsfahrten und Übernachtung an, die organisatorisch bequemer, dafür aber weniger flexibel sind. Wer selbstständig reisen möchte, bucht Bus und Bootstouren getrennt und gewinnt dadurch etwas mehr Zeit an den Orten, die ihn wirklich interessieren.

Unterkunftsempfehlungen im Mekong-Delta:

  • Mekong Rustic* (Tan Phong Island Homestay) – charmantes Homestay mit Flussblick, Doppelzimmer ab ca. 30–45 US-Dollar.
  • Victoria Can Tho Resort* – komfortable Unterkunft direkt am Fluss in Can Tho, Doppelzimmer mit Frühstück ab ca. 70–90 US-Dollar.

Unser Tipp:

Verbringe mindestens eine Nacht auf einem Hausboot oder in einem Homestay statt in einem klassischen Hotel in Can Tho – der Unterschied zwischen Tagesbesuch und Übernachtung mitten im Delta ist hier größer als bei fast jeder anderen Station dieser Route.


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Tag 6–9: Hoi An mit Ausflug nach My Son

Lampions, Altstadtgassen und ein Tempel im Dschungel

Zug ab Ho Chi Minh City nach Da Nang 18 Stunden – von dort 30 Minuten Taxi nach Hoi An

Von Can Tho geht es zurück nach Ho-Chi-Minh-Stadt und von dort mit dem Flugzeug weiter nach Da Nang, dem Tor zur Zentralregion. Die knapp 30 Kilometer von Da Nang nach Hoi An legst du am besten per Taxi oder vorgebuchtem Transfer zurück. Warum der Umweg über den Flughafen? Die direkte Straßenverbindung zwischen dem Mekong-Delta und Hoi An wäre mit weit über 15 Stunden Fahrzeit schlicht nicht praktikabel – der gut einstündige Inlandsflug ist hier die einzig sinnvolle Option.

Hoi An empfängt dich mit einem Bild, das inzwischen zum festen Repertoire jeder Vietnam-Reise gehört: eine komplett erhaltene Altstadt aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, in der sich chinesische, japanische und französische Einflüsse zu einer eigenen Architektur vermischt haben. Tagsüber wirkt die Altstadt vor allem wegen der zahlreichen Schneidereien und Kunstgalerien belebt, abends verwandelt sie sich, wenn hunderte bunte Seidenlampions angeschaltet werden und sich die Gassen am Ufer des Thu-Bon-Flusses in ein Lichtermeer verwandeln. Wer kann, sollte den Besuch der Altstadt bewusst auf den frühen Abend legen, wenn die Tageshitze nachlässt und die Beleuchtung einsetzt, aber die größten Reisegruppen schon wieder zurück in ihren Hotels sind.

Vier Tage geben dir Zeit für mehr als nur die Altstadt. An einem der Tage lohnt sich eine Fahrradtour durch die Reisfelder und Gemüsegärten von Tra Que, nur wenige Kilometer außerhalb des Zentrums, oder ein entspannter Nachmittag am An-Bang-Beach, der deutlich ruhiger ist als die bekannteren Strände weiter südlich. Auch eine Bootsfahrt auf dem Thu Bon in einem der runden Korbboote, die ursprünglich zum Fischen genutzt wurden, gehört für viele Reisende zu den Höhepunkten der Station.

Einen ganzen Tag solltest du für den Ausflug zu den Tempelruinen von My Son reservieren, einem UNESCO-Weltkulturerbe der einstigen Champa-Kultur, die zwischen dem 4. und 13. Jahrhundert in Zentralvietnam herrschte. Die Anlage liegt in einem Talkessel, umschlossen von dichtem Dschungel, und wurde während des Vietnamkriegs teilweise durch amerikanische Bombardierungen zerstört – einige Krater sind bis heute sichtbar. My Son ist deutlich kleiner als etwa Angkor in Kambodscha, dafür aber ruhiger, wenn du früh am Morgen anreist, bevor die Tagesbustouren aus Hoi An eintreffen. Ein lokaler Guide hilft dabei, die religiöse Bedeutung der Hindu-Symbolik an den Sandsteintürmen einzuordnen, die sich auf den ersten Blick nicht sofort erschließt.

Highlights:

  • UNESCO-Altstadt von Hoi An mit abendlicher Lampionbeleuchtung
  • Fahrradtour durch die Gemüsegärten von Tra Que
  • An-Bang-Beach
  • Tempelruinen von My Son
  • Schneidereien für maßgefertigte Kleidung

Transport – Anreise von Ho-Chi-Minh-Stadt nach Hoi An:

Der Inlandsflug von Ho-Chi-Minh-Stadt nach Da Nang dauert etwa 1 Stunde 20 Minuten und kostet je nach Buchungszeitpunkt zwischen 35 und 70 US-Dollar; mehrere Airlines bedienen die Strecke mehrmals täglich, eine frühe Buchung lohnt sich besonders in der Hochsaison zwischen Dezember und März. Vom Flughafen Da Nang nach Hoi An sind es rund 30 Kilometer, die ein Taxi oder ein vorgebuchter Transfer in 40 bis 50 Minuten für umgerechnet 10–15 US-Dollar zurücklegt. Innerhalb Hoi Ans selbst ist ein Fahrrad, das die meisten Unterkünfte kostenlos verleihen, das praktischste Fortbewegungsmittel.

Unterkunftsempfehlungen in Hoi An:

Unser Tipp:

Kaufe direkt am ersten Tag das Altstadt-Ticket, das dir Zutritt zu mehreren historischen Häusern, Tempeln und der japanischen Brücke gibt, und verteile die Besichtigungen über mehrere Tage statt alles an einem Nachmittag abzuarbeiten. Für den My-Son-Ausflug empfiehlt sich eine Tour mit Abfahrt vor sieben Uhr morgens – wer stattdessen den späteren Standardbus nimmt, teilt sich die Ruinen mit mehreren hundert Tagesgästen gleichzeitig.


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Die besten Unterkünfte in Vietnam – hier haben wir übernachtet:
Song Lua (Silk River Villa) in Hoi An 
Nguyen Shack – Phong Nha Eco Resort in Phong Nha
Tam Coc Lake View Homestay in Tam Coc
Botanik House Saigon in Ho Chi Minh


Tag 10–11: Hue

Die Kaiserstadt am Parfümfluss

Mit dem Taxi nach Da Nang und dann mit dem Zug über den Wolkenpass 2,5 Stunden

Von Hoi An führt die Route weiter nach Hue, der einstigen Hauptstadt der Nguyen-Dynastie und bis 1945 kaiserlichem Regierungssitz Vietnams. Wo Hoi An vor allem mit seiner erhaltenen Altstadtkulisse punktet, zeigt Hue die politische und zeremonielle Geschichte des Landes – eine Ebene, die in den touristischeren Stationen dieser Route sonst kaum vorkommt.

Im Zentrum der Stadt liegt die Kaiserzitadelle, eine von hohen Mauern und einem Wassergraben umschlossene Anlage nach dem Vorbild der Verbotenen Stadt in Peking. Große Teile wurden während der Tet-Offensive 1968 zerstört, ein Wiederaufbau läuft bis heute in Etappen. Wer sich Zeit nimmt, findet zwischen den restaurierten Palästen und den noch immer ruinösen Bereichen ein eindrückliches Bild davon, wie nah Prunk und Zerstörung in der jüngeren vietnamesischen Geschichte beieinanderliegen. Etwas außerhalb der Zitadelle verteilen sich entlang des Parfümflusses die Grabanlagen mehrerer Nguyen-Kaiser, von denen sich das Grab von Kaiser Minh Mang und das architektonisch ungewöhnlichere Grab von Kaiser Khai Dinh am meisten lohnen.

Zwei Tage reichen für ein ruhiges Programm zwischen Zitadelle, ein oder zwei Kaisergräbern und dem Thien-Mu-Tempel, der mit seiner siebenstöckigen Pagode zu den bekanntesten religiösen Bauwerken Zentralvietnams gehört. Eine Bootsfahrt auf dem Parfümfluss, die viele Anbieter mit dem Tempelbesuch verbinden, ist zwar touristisch etabliert, bietet aber einen angenehmen, langsamen Blick auf die Stadt, der sich vom Verkehr an Land deutlich abhebt. Kulinarisch ist Hue eine eigene kleine Offenbarung: Die Küche der einstigen Kaiserstadt gilt in Vietnam als besonders raffiniert, mit der Nudelsuppe Bun Bo Hue als bekanntestem Gericht – schärfer und kräftiger gewürzt als das bekanntere Pho aus dem Norden.

Hue eignet sich vor allem für Reisende, die neben Landschaft und Streetfood auch Interesse an politischer und dynastischer Geschichte mitbringen. Wer diese Themen weniger interessieren, kann die Station auf eineinhalb Tage kürzen und den Rest der Zeit für Da Nang nutzen – ganz auslassen würden wir Hue wegen seiner Bedeutung für die vietnamesische Geschichte aber nicht empfehlen.

Highlights:

  • Kaiserzitadelle mit Verbotener Stadt
  • Kaisergräber, insbesondere Minh Mang und Khai Dinh
  • Thien-Mu-Tempel
  • Bootsfahrt auf dem Parfümfluss
  • Bun Bo Hue und weitere kaiserliche Küche

Transport – Anreise von Hoi An nach Hue:

Für die rund 130 Kilometer zwischen Hoi An und Hue hast du zwei gute Optionen. Ein privater Transfer oder Shuttlebus über den Hai-Van-Pass braucht etwa 3 bis 3,5 Stunden und kostet umgerechnet 10–15 US-Dollar pro Person; die Passstraße bietet dabei immer wieder Ausblicke auf die Küste, weshalb sich ein kurzer Fotostopp am höchsten Punkt lohnt. Alternativ verkehrt von Da Nang aus mehrmals täglich ein Zug nach Hue, der auf einer der landschaftlich schönsten Bahnstrecken Vietnams über den Pass führt und etwa 2,5 bis 3 Stunden dauert; Tickets kosten je nach Klasse zwischen 6 und 15 US-Dollar. Für die reine Landschaft ist der Zug die schönere Wahl, für Tür-zu-Tür-Komfort der Transfer.

Unterkunftsempfehlungen in Hue:

  • Pilgrimage Village* – ruhiges Resort mit authentischem Ambiente etwas außerhalb des Zentrums, Doppelzimmer ab ca. 60–80 US-Dollar.
  • Hotel Saigon Morin* – historische Unterkunft direkt im Zentrum, Doppelzimmer mit Frühstück ab ca. 50–70 US-Dollar.

Unser Tipp:

Besuche die Zitadelle am frühen Morgen kurz nach Öffnung, bevor die Hitze und die Reisebusse aus Da Nang eintreffen, und kombiniere den Nachmittag mit einer der Grabanlagen etwas außerhalb der Stadt. Für die Bootsfahrt auf dem Parfümfluss reicht eine Stunde am späten Nachmittag völlig aus, ein ganzer Tagesausflug ist hier nicht notwendig.


Tag 12–13: Da Nang

Strand, Drachenbrücke und ein entspannter Ausklang

Mit den Zug oder Bus zurück nach Da Nang

Die letzte Station dieser Route ist Da Nang, die drittgrößte Stadt Vietnams und zugleich der Ort, an dem sich die meisten internationalen Rückflüge der Zentralregion sammeln. Anders als Hoi An oder Hue ist Da Nang keine historische Kulisse, sondern eine moderne, funktionierende Küstenstadt mit breiten Boulevards, kilometerlangem Sandstrand und einer Skyline, die in den letzten zwei Jahrzehnten enorm gewachsen ist.

Zwei Tage geben dir Raum für einen ruhigen Ausklang der Reise. Die Drachenbrücke, die abends am Wochenende Feuer speit, ist längst ein Symbol der Stadt geworden, auch wenn das Spektakel selbst nur wenige Minuten dauert und eher etwas für Fotografen als für tiefere kulturelle Auseinandersetzung ist. Interessanter sind für uns die Marble Mountains südlich der Stadt, ein Cluster aus fünf Marmor- und Kalksteinhügeln mit Höhlentempeln, buddhistischen Statuen und guten Aussichtspunkten über die Küste. Wer noch Energie für einen aktiven Tag hat, kombiniert den Besuch mit einer kurzen Wanderung zu den oberen Aussichtsplattformen, von denen man bei klarem Wetter bis zur Halbinsel Son Tra sehen kann.

Der eigentliche Reiz von Da Nang liegt für uns aber im Strand selbst. My Khe Beach, direkt an der Stadt gelegen, bietet feinen Sand und ist deutlich ruhiger als vergleichbare Strände in Thailand – für einen entspannten Tag mit Schwimmen und einem Bier bei Sonnenuntergang braucht es hier kein Ausflugsprogramm. Als zweiten Ausflugstag bietet sich zudem ein Abstecher zur Halbinsel Son Tra mit ihrem Affen-Naturschutzgebiet und der großen Linh-Ung-Pagode an, die sich über eine Serpentinenstraße mit Roller oder Taxi gut erreichen lässt.

Da Nang eignet sich als Abschlussstation vor allem deshalb gut, weil sie im Gegensatz zu Hoi An und Hue keine dichte Sightseeing-Liste erfordert. Nach neun intensiven Tagen zwischen Großstadt, Delta und Kaiserstadt darfst du hier bewusst wenig planen, bevor der Rückflug wieder mehr Tempo verlangt.

Highlights:

  • Drachenbrücke am Han-Fluss
  • Marble Mountains mit Höhlentempeln
  • My Khe Beach
  • Halbinsel Son Tra mit Linh-Ung-Pagode
  • Skybar-Blick über die Küste

Transport – Anreise von Hue nach Da Nang:

Die rund 100 Kilometer zwischen Hue und Da Nang bewältigst du am bequemsten per privatem Transfer über den Hai-Van-Pass in etwa 2,5 bis 3 Stunden, für umgerechnet 15–20 US-Dollar. Der bereits erwähnte Zug fährt dieselbe Strecke in ähnlicher Zeit und ist mit 6–15 US-Dollar die günstigere, dafür weniger flexible Option. Wer wenig Zeit hat, kann alternativ den neueren Straßentunnel durch den Berg nehmen, der die Fahrzeit auf reinen Transportbasis auf rund zwei Stunden verkürzt, dabei aber die Passausblicke auslässt.

Unterkunftsempfehlungen in Da Nang:

Unser Tipp:

Wenn dein Rückflug erst am späten Nachmittag geht, nutze den letzten Vormittag noch für einen Spaziergang am My Khe Beach statt für ein weiteres Sightseeing-Programm – nach dreizehn Tagen Rundreise ist das oft die bessere Entscheidung als der letzte Punkt auf der Liste.


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Route 2 : Nord- und Zentralvietnam

Von Hanoi über Halong-Bucht und Ninh Binh nach Hue und Da Nang

Diese zweite Route zeigt dir den Norden Vietnams von seiner bekanntesten Seite und ergänzt ihn um die stillere Kalksteinlandschaft von Ninh Binh, bevor sie mit der Kaiserstadt Hue in dieselbe Zentralregion mündet wie die Süd-Route. Wer beide Varianten miteinander vergleicht, wird merken, dass Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt zwar beide Millionenstädte sind, sich in Charakter und Geschichte aber deutlich unterscheiden – der Norden wirkt insgesamt traditioneller und weniger auf schnelles Wachstum ausgerichtet.

Die 2 Wochen Route durch Nord- und Zentralvietnam auf einen Blick

⏳ Reisedauer: 14 Tage / 13 Nächte
📍 Reiseart: Rundreise
🚗 Transport: Bus, Dschunke, Zug, optional Inlandsflug
💰 Budget: Mittelklasse, ca. 45–70 € pro Person und Tag
🏛️ Perfekt für: Individualreisende, Paare, Naturliebhaber
☀️ Highlight: Übernachtung auf einer Dschunke in der Halong-Bucht


Routenübersicht

ReisetagOrtÜbernachtungen
Tag 1–3Hanoi2
Tag 4–5Halong-Bucht1 (plus 1 Nacht auf der Dschunke)
Tag 6–8Ninh Binh / Tam Coc3
Tag 9–11Hue2 (plus 1 Nachtzug)
Tag 12–13Da Nang2
Tag 14Abreise ab Da Nang–

Tag 1–3: Hanoi

Kolonialcharme, Streetfood und der Duft von Egg Coffee

Hanoi empfängt dich anders als Ho-Chi-Minh-Stadt: kleinteiliger, geschichtsbewusster und mit einem Straßenbild, das trotz des ebenfalls dichten Rollerverkehrs ruhiger wirkt. Die Altstadt rund um den Hoan-Kiem-See ist in 36 traditionelle Gassen gegliedert, die einst jeweils einem bestimmten Handwerk vorbehalten waren – bis heute erkennt man das an Straßennamen wie „Hang Bac“ (Silberschmiede) oder „Hang Gai“ (Seide).

Drei Tage geben dir Zeit, dich langsam in diese Stadt einzufinden. Der Hoan-Kiem-See selbst ist ein guter Ausgangspunkt für den ersten Spaziergang, mit der leicht kitschigen, aber charmanten Ngoc-Son-Pagode auf einer kleinen Insel. Das Wasserpuppentheater am Seeufer zeigt traditionelle vietnamesische Volksgeschichten auf einer Bühne mitten im Wasser und ist trotz der Sprachbarriere unterhaltsam, weil die Handlung ohnehin visuell erzählt wird. Wer sich für die Kolonialzeit interessiert, findet in der Umgebung der Oper und des ehemaligen Gouverneurspalastes gut erhaltene Bauten aus der französischen Verwaltungszeit.

Kulinarisch ist Hanoi für viele Reisende der eigentliche Höhepunkt der Stadt. Eine Streetfood-Tour durch die Altstadt führt üblicherweise über mehrere Stationen: eine Schüssel Pho zum Frühstück, gegrilltes Bun Cha zum Mittag, dazwischen der berühmte Egg Coffee, eine Kaffeespezialität aus Eigelb und Kondensmilch, die auf den ersten Blick befremdlich klingt und auf den zweiten überzeugt. Am zweiten oder dritten Tag lohnt sich ein Ausflug zum Ho-Chi-Minh-Mausoleum-Komplex mit dem angeschlossenen Ein-Säulen-Tempel und dem Literaturtempel, Vietnams erster Universität aus dem 11. Jahrhundert. Wer noch Zeit übrig hat, kann eine Fahrradtour durch die Dörfer am Roten Fluss unternehmen, die einen Kontrast zur dichten Altstadt bieten.

Hanoi eignet sich besonders für Reisende, die Streetfood, Geschichte und Architektur in einer Stadt verbinden wollen, ohne sich dabei im Tempo einer Millionenmetropole wie Ho-Chi-Minh-Stadt zu verlieren. Die Stadt ist zugleich das logistische Tor zum Norden – von hier starten sowohl die Touren in die Halong-Bucht als auch die meisten Verbindungen nach Ninh Binh.

Highlights:

  • Hoan-Kiem-See mit Ngoc-Son-Pagode
  • Wasserpuppentheater
  • Streetfood-Tour durch die Altstadt
  • Ho-Chi-Minh-Mausoleum-Komplex und Literaturtempel
  • Französische Kolonialarchitektur rund um die Oper

Transport – Anreise nach Hanoi:

Internationale Flüge landen am Flughafen Noi Bai (HAN), der rund 30 Kilometer nördlich der Stadt liegt. Ein Taxi oder eine Fahrt per Grab-App kostet umgerechnet etwa 12–18 US-Dollar und dauert 40 bis 60 Minuten; günstiger, aber weniger komfortabel mit Gepäck, ist der Flughafenbus für rund 1,5 US-Dollar. Innerhalb der Altstadt lässt sich fast alles zu Fuß erreichen, für weiter entfernte Ziele wie das Mausoleum bieten sich Grab-Roller oder -Taxis an.

Unterkunftsempfehlungen in Hanoi:

  • La Siesta Hotel Trendy* – zentral und stilvoll mitten in der Altstadt, Doppelzimmer mit Frühstück ab ca. 55–70 US-Dollar.
  • Hanoi Pearl Hotel* – modernes Boutique-Hotel in Altstadtnähe, Doppelzimmer ab ca. 40–55 US-Dollar.

Unser Tipp:

Nimm an einer geführten Streetfood-Tour am frühen Abend teil statt am Mittag – viele der besten Garküchen öffnen erst gegen 17 oder 18 Uhr, und die Altstadt wirkt bei Dunkelheit mit ihren Lichtern und dem dichteren Trubel noch einmal deutlich stimmungsvoller.


Tag 4–5: Halong-Bucht

Karstinseln und eine Nacht auf dem Wasser

Bus und Fähre etwa 3 Stunden nach Cat Ba Island oder 2,2-3 Stunden Busfahrt nach Halong

Kaum ein Bild steht so sehr für Vietnam wie die Halong-Bucht: Tausende Kalksteininseln, die aus smaragdgrünem Wasser aufragen, dazwischen kleine Fischerboote und die traditionellen Dschunken, mit denen die meisten Touren unterwegs sind. Zwei Tage reichen für eine Übernachtung auf dem Boot, die den eigentlichen Reiz dieser Station ausmacht – wer die Bucht nur als Tagesausflug bereist, verpasst den Sonnenuntergang und den Sonnenaufgang über dem Wasser, die zu den stimmungsvollsten Momenten der gesamten Reise gehören.

Der übliche Ablauf sieht so aus: Anreise am Vormittag von Hanoi, Einschiffung am frühen Nachmittag, danach je nach Anbieter Kajakfahrten zwischen den Kalksteinformationen, ein Besuch in einer der zahlreichen Tropfsteinhöhlen wie der Sung-Sot-Höhle und am Abend gemeinsames Essen an Bord, während draußen die Silhouetten der Inseln im letzten Licht verschwinden. Am zweiten Morgen zeigen viele Boote noch eine kurze Tai-Chi-Session auf dem Oberdeck, bevor es zurück zum Hafen geht.

Wer die Halong-Bucht selbst schon einmal besucht hat oder etwas weniger Rummel sucht, kann alternativ Lan Ha Bay bei Cat Ba wählen – landschaftlich mindestens ebenso eindrucksvoll, aber mit spürbar weniger Bootsverkehr, weil viele Tagestouren hier nicht hinkommen. Wir haben CatBaVentures für diese Variante selbst getestet und können den Anbieter für Segel- und Kajaktouren ab Cat Ba uneingeschränkt empfehlen.

Zwischen den größeren Tourismus-Dschunken lohnt sich ein Blick auf die Bewertungen und die Bootsgröße – kleinere Boote mit maximal 20 Kabinen bieten in der Regel ein persönlicheres Erlebnis als die großen Kreuzfahrtschiffe mit über hundert Passagieren. Buche die Tour idealerweise mehrere Wochen im Voraus, besonders in der Hochsaison zwischen Oktober und April sind die besseren Boote schnell ausgebucht.

Highlights:

  • Übernachtung auf einer traditionellen Dschunke
  • Kajakfahrten zwischen den Kalksteininseln
  • Sung-Sot-Höhle
  • Sonnenuntergang und Sonnenaufgang über der Bucht
  • Alternative: Lan Ha Bay bei Cat Ba mit weniger Bootsverkehr

Transport – Anreise von Hanoi in die Halong-Bucht:

Die rund 170 Kilometer von Hanoi zum Hafen in Halong City oder Tuan Chau dauern per Bus oder privatem Transfer etwa 2,5 bis 3,5 Stunden, viele Bucht-Touren schließen diesen Transfer bereits in den Gesamtpreis ein. Für die Variante über Cat Ba kommt zusätzlich eine kurze Fährüberfahrt von rund 45 Minuten hinzu. Eine ein- bis zweitägige Dschunkentour kostet inklusive Verpflegung und Ausflügen je nach Kategorie zwischen 90 und 200 US-Dollar pro Person.

Empfohlene Anbieter:

  • Ab Cat Ba: CatBaVentures – von uns selbst getesteter Anbieter für Segel- und Kajaktouren.
  • Ab Halong:
    • Bhaya Cruises – etablierter Anbieter für komfortable Dschunken-Touren.
    • Indochina Sails – solide Mittelklasse-Option mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Unser Tipp:

Frag beim Anbieter gezielt nach der Kabinengröße und danach, ob das Boot mit anderen Schiffen an denselben Stopps ankert – bei den günstigeren Touren teilst du dir Höhlen und Kajak-Stellen sonst schnell mit mehreren hundert weiteren Reisenden gleichzeitig.


Tag 6–8: Ninh Binh / Tam Coc

Die „Halong-Bucht auf dem Land“

Von Cat Ba oder Halong nach Ninh Binh mit Bus/Fähre 4,5 Stunden oder Bus 4 Stunden

Von der Küste geht es zurück ins Landesinnere nach Ninh Binh, einer Region, die wegen ihrer schroffen Kalksteinfelsen inmitten von Reisfeldern oft als „Halong-Bucht auf dem Land“ bezeichnet wird. Der Vergleich trägt weiter, als man zunächst denkt: Statt Meer prägen hier Flüsse und Reisfelder die Landschaft, statt Dschunken paddeln flache Ruderboote durch schmale Flusstäler zwischen senkrechten Felswänden.

Drei Tage geben dir genug Zeit für die wichtigsten Programmpunkte der Region, ohne dich zu hetzen. Die bekannteste Attraktion ist eine Bootsfahrt durch Tam Coc, bei der lokale Ruderinnen – häufig mit den Füßen statt mit den Händen paddelnd, eine Technik, die man sich erst einmal erklären lassen muss – durch drei natürliche Felsdurchgänge navigieren. Ähnlich, aber großflächiger angelegt, ist Trang An, ebenfalls UNESCO-Weltnaturerbe, wo die Bootsroute durch mehrere Höhlen und an kleinen Tempeln vorbei führt; einige Szenen aus dem Kong-Skull-Island-Film wurden hier gedreht.

An einem der Tage lohnt sich der Aufstieg zum Hang-Mua-Aussichtspunkt, eine steile, aber überschaubare Treppe hinauf zu einer Plattform mit Blick über die gesamte Reisfeld-Landschaft samt der mäandernden Flussarme – einer der Ausblicke, die auf Fotos zwar überall zu sehen sind, in echt aber trotzdem beeindrucken. Die Bich-Dong-Pagode, in einen Felsen hineingebaut, ergänzt das Programm um eine ruhigere, weniger überlaufene Station. Wer mag, mietet sich ein Fahrrad und fährt eigenständig durch die Dörfer zwischen den Reisfeldern, vorbei an Wasserbüffeln und kleinen Tempeln, die selten einen zweiten Touristen zu Gesicht bekommen.

Ninh Binh eignet sich besonders für Reisende, die Naturlandschaft und Ruhe nach dem touristischeren Programm der Halong-Bucht suchen. Die Region ist zugleich deutlich preiswerter als die Küste, was sie zu einer guten Station für alle macht, die ihr Budget über die Reise verteilen wollen.

Highlights:

  • Bootsfahrt durch Tam Coc
  • Trang An mit Höhlen und Tempeln
  • Aussichtspunkt Hang Mua
  • Bich-Dong-Pagode
  • Fahrradtouren durch Reisfeld-Dörfer

Transport – Anreise von der Halong-Bucht nach Ninh Binh:

Nach der Rückkehr vom Boot ist die direkte Verbindung von der Halong-Bucht nach Ninh Binh mit dem Bus rar; die gängigste Lösung ist ein privater Transfer oder ein Bus mit Umstieg in Hanoi, insgesamt etwa 4 bis 5 Stunden für umgerechnet 20–30 US-Dollar. Wer die Fahrzeit verkürzen möchte, kann auch zunächst zurück nach Hanoi und von dort am folgenden Morgen separat nach Ninh Binh weiterfahren, was den Reisetag entzerrt, dafür aber eine zusätzliche Zwischenübernachtung in Hanoi bedeutet.

Unterkunftsempfehlungen in Ninh Binh / Tam Coc:

Unser Tipp:

Plane die Bootsfahrt durch Tam Coc oder Trang An für den frühen Vormittag, sowohl wegen der Hitze als auch wegen der Reisegruppen, die meist erst gegen Mittag aus Hanoi eintreffen. Für den Aufstieg zum Hang-Mua-Aussichtspunkt lohnt sich festes Schuhwerk – die Stufen sind uneben und bei Regen rutschig.


Tag 9–11: Hue

Die Kaiserstadt am Parfümfluss

Ninh Binh nach Hue mit dem Zug 10,5 Stunden

Von Ninh Binh aus liegt Hue rund 550 Kilometer entfernt – zu weit für eine einzelne Tagesfahrt, weshalb sich hier ein Nachtzug anbietet. Du checkst am Abend aus, verbringst die Nacht im Schlafwagen und kommst am nächsten Morgen bereits mitten in der Kaiserstadt an, ohne einen kompletten Reisetag im Bus zu verlieren.

Hue war bis 1945 Sitz der Nguyen-Dynastie und zeigt bis heute die zeremonielle Seite der vietnamesischen Geschichte, die im touristischeren Nordteil der Route bislang wenig vorkam. Im Zentrum liegt die Kaiserzitadelle nach dem Vorbild der Verbotenen Stadt in Peking, umschlossen von einem Wassergraben und massiven Mauern. Weite Teile wurden während der Tet-Offensive 1968 zerstört; der Wiederaufbau läuft bis heute schrittweise weiter, was der Anlage einen eigenen, nicht nur musealen Charakter gibt. Etwas außerhalb, entlang des Parfümflusses, liegen mehrere Kaisergräber, von denen sich das Grab von Minh Mang und das ungewöhnlich verspielte Grab von Khai Dinh am ehesten lohnen.

Drei Tage geben dir genug Raum für Zitadelle, ein oder zwei Gräber und den Thien-Mu-Tempel mit seiner markanten siebenstöckigen Pagode, dem religiösen Zentrum der Stadt. Eine Bootsfahrt auf dem Parfümfluss lässt sich gut mit dem Tempelbesuch kombinieren und zeigt die Stadt aus einer ruhigeren Perspektive. Kulinarisch gehört Hue zu den interessantesten Stationen der gesamten Reise: Die einstige Kaiserküche ist feiner und aufwendiger komponiert als die Alltagsküche in Hanoi, mit der kräftig gewürzten Nudelsuppe Bun Bo Hue als bekanntestem Gericht.

Nach dem eher naturorientierten Programm in Halong-Bucht und Ninh Binh bringt Hue noch einmal einen deutlichen inhaltlichen Wechsel in die Route – für Reisende, die sich für vietnamesische Geschichte interessieren, ist genau das ein Gewinn.

Highlights:

  • Kaiserzitadelle mit Verbotener Stadt
  • Kaisergräber, insbesondere Minh Mang und Khai Dinh
  • Thien-Mu-Tempel
  • Bootsfahrt auf dem Parfümfluss
  • Kaiserliche Küche und Bun Bo Hue

Transport – Anreise von Ninh Binh nach Hue:

Der Nachtzug fährt vom nahegelegenen Bahnhof Ninh Binh Richtung Hue und braucht für die Strecke etwa 9 bis 10 Stunden; ein Ticket in der Soft-Sleeper-Kategorie mit vier Betten pro Abteil kostet umgerechnet 20–30 US-Dollar. Wer lieber fliegt, fährt zunächst zurück nach Hanoi (ca. 1,5–2 Stunden per Auto) und nimmt von dort einen rund 1-stündigen Inlandsflug nach Hue oder Da Nang für 40–70 US-Dollar – schneller, aber mit einer zusätzlichen Zwischenetappe und ohne die entspannte Nachtfahrt im Zug.

Unterkunftsempfehlungen in Hue:

  • Pilgrimage Village* – ruhiges Resort mit authentischem Ambiente, Doppelzimmer ab ca. 60–80 US-Dollar.
  • Hotel Saigon Morin* – historische Unterkunft im Zentrum, Doppelzimmer mit Frühstück ab ca. 50–70 US-Dollar.

Unser Tipp:

Buche im Nachtzug ein Vier-Bett-Abteil und nicht das günstigere Sechs-Bett-Abteil – der Unterschied im Preis ist gering, im Schlafkomfort dagegen deutlich spürbar. Nimm dir außerdem Ohrstöpsel mit, die vietnamesischen Nachtzüge sind zuverlässig, aber selten geräuscharm.


Tag 12–13: Da Nang

Strand, Drachenbrücke und ein Tagesausflug nach Hoi An

Mit den Zug 2,5 Stunden über den Wolkenpass nach Da Nang

Die letzte Station dieser Route ist Da Nang, moderne Küstenstadt und zugleich der Ort, von dem aus die meisten Reisenden ihren Rückflug antreten. Nach den intensiven Tagen in Hue darf es hier bewusst ruhiger zugehen.

Am ersten Tag reicht ein entspanntes Programm aus Strandbesuch am My Khe Beach, einem Spaziergang über die Drachenbrücke und optional einem Ausflug zu den Marble Mountains südlich der Stadt, einem Cluster aus Kalksteinhügeln mit Höhlentempeln und guten Aussichtspunkten über die Küste. Am zweiten Tag lohnt sich ein Tagesausflug nach Hoi An, das nur rund 30 bis 40 Minuten entfernt liegt. Die Lampionstadt zeigt sich tagsüber vor allem über ihre Schneidereien, Kunstgalerien und die historische Altstadtarchitektur; wer den Ausflug bis in den Abend ausdehnt, erlebt zusätzlich die beleuchteten Gassen entlang des Thu-Bon-Flusses, bevor es zurück nach Da Nang zum Abflug geht.

Da Nang selbst braucht kein dichtes Besichtigungsprogramm – gerade das macht die Stadt zu einem passenden Ausklang nach zwölf ereignisreichen Tagen zwischen Hauptstadt, Bucht, Reisfeldern und Kaiserstadt. Wer den zweiten Tag lieber am Strand statt in Hoi An verbringen möchte, verpasst dabei nichts Entscheidendes; die Altstadt lässt sich bei Bedarf auch am ersten Nachmittag kurz einbauen.

Highlights:

  • Drachenbrücke am Han-Fluss
  • My Khe Beach
  • Marble Mountains
  • Tagesausflug nach Hoi An
  • Halbinsel Son Tra mit Linh-Ung-Pagode

Transport – Anreise von Hue nach Da Nang:

Die rund 100 Kilometer legst du per privatem Transfer über den Hai-Van-Pass in etwa 2,5 bis 3 Stunden zurück, für umgerechnet 15–20 US-Dollar. Alternativ verkehrt der Zug über dieselbe Strecke in ähnlicher Zeit für 6–15 US-Dollar und bietet dabei die schöneren Ausblicke auf die Küste. Für den Tagesausflug nach Hoi An reicht ein Taxi oder Grab (ca. 9–13 US-Dollar pro Strecke) oder ein gemieteter Roller für rund 6–8 US-Dollar pro Tag.

Unterkunftsempfehlungen in Da Nang:

Unser Tipp:

Fahr für den Hoi-An-Ausflug früh los, spätestens gegen acht Uhr, und plane die Rückfahrt nach Da Nang für den späten Nachmittag ein – so bleibt Zeit für ein letztes Abendessen an der Strandpromenade vor dem Abflug am nächsten Tag.

Vietnam Rundreise 2 Wochen

Routenzusammenfassung

Beide Routen funktionieren, weil sie sich jeweils auf eine Landeshälfte konzentrieren und die Reisezeit nicht mit unnötig langen Überlandstrecken verschwenden. Die Süd-Zentral-Route lebt vom Kontrast zwischen dem urbanen Tempo Ho-Chi-Minh-Stadts, der Langsamkeit des Mekong-Deltas und der Geschichte in Hue, ergänzt um die fotogene Altstadt von Hoi An und den Tempel von My Son. Die Nord-Zentral-Route setzt dagegen stärker auf Landschaft: Halong-Bucht und Ninh Binh liefern die Naturhighlights, während Hanoi und Hue die kulturelle und historische Substanz beisteuern.

Für Reisende, die vor allem Städte, Streetfood und ein Stück jüngere Kriegsgeschichte erleben wollen, passt die Süd-Route besser. Wer stattdessen Karstlandschaften, Bootsfahrten und etwas ruhigere Reisetage bevorzugt, ist mit der Nord-Route besser bedient. Beide Varianten eignen sich für Individualreisende und Paare, die selbstständig planen, und lassen sich bei entsprechendem Budget auch in der Komfort-Kategorie statt der hier beschriebenen Mittelklasse bereisen.

Zeitlich funktionieren beide Routen am zuverlässigsten zwischen Februar und April sowie im August und September, wenn Regenzeiten in Süd- und Zentralvietnam sich am wenigsten überlappen. Die Zentralregion um Hue und Da Nang ist zwischen Oktober und Dezember besonders regen- und teilweise taifunanfällig, was bei beiden Routen die letzten Stationen betrifft – ein Blick auf die aktuelle Wettervorhersage vor Buchung der Inlandsflüge oder Zugtickets lohnt sich in dieser Zeit besonders.

In der Zitadelle von Hue

Erweiterungsmöglichkeiten

Falls du mehr Zeit mitbringst, lassen sich beide Routen gut verlängern:

+3 Tage: Ergänze bei der Süd-Route einen Abstecher nach Phu Quoc, Vietnams größte Insel im Golf von Thailand, direkt per Kurzflug von Ho-Chi-Minh-Stadt erreichbar. Bei der Nord-Route bietet sich stattdessen ein zusätzlicher Tag in Sapa an, allerdings nur mit einem weiteren Inlandsflug oder Nachtzug ab Hanoi.

+1 Woche: Kombiniere beide Routen zu einer durchgehenden Vietnam-Reise von Süd nach Nord oder umgekehrt, mit Hue als natürlicher Nahtstelle zwischen beiden Programmen. Wer die Süd-Route erweitert, kann zusätzlich Nha Trang oder Dalat einbauen, beide gut per Bus oder Kurzflug von Ho-Chi-Minh-Stadt oder Da Nang erreichbar.

+2 Wochen: Baue die Reise zu einer größeren Südostasien-Tour aus, etwa mit Kambodscha im Anschluss an die Süd-Route – die Grenze bei Chau Doc im Mekong-Delta lässt sich per Bus und Boot direkt nach Phnom Penh überqueren – oder mit Laos im Anschluss an die Nord-Route über die Grenze bei Dien Bien Phu. Und besuche unbedingt den Phong Nha Ke Bang Nationalpark mit den größten Höhlen der Welt.

Elephant Cave im Phong Nha Ke Bang Nationalpark

Spartipps für deine Vietnam-Rundreise

  • Inlandsflüge früh buchen, idealerweise sechs bis acht Wochen vorher – Strecken wie Ho-Chi-Minh-Stadt–Da Nang oder Hanoi–Da Nang werden kurz vor Abflug deutlich teurer.
  • Nachtzüge statt Hotelübernachtung nutzen, etwa zwischen Ninh Binh und Hue – spart eine Übernachtung und einen kompletten Reisetag.
  • Streetfood und lokale Garküchen statt Restaurants mit Touristenpreisen, ein vollwertiges Gericht kostet oft nur 1,50 bis 3 US-Dollar.
  • Fahrrad statt Taxi für kurze Strecken in Hoi An und Ninh Binh, viele Unterkünfte verleihen Räder kostenlos an ihre Gäste.
  • Die günstigere Lan-Ha-Bay-Variante ab Cat Ba statt der klassischen Halong-Bucht-Tour wählen – oft preiswerter und weniger überfüllt.
  • In der Nebensaison zwischen Mai und Juli reisen, wenn Hotelpreise in Da Nang und Hoi An merklich fallen, dafür aber auch die Luftfeuchtigkeit steigt.
  • Vietnamesische Dong statt US-Dollar für Kleinbeträge verwenden, an Märkten und Garküchen wird in der Landeswährung oft günstiger kalkuliert.
  • Bus- oder Zugtickets direkt über die Website des jeweiligen Anbieters statt über Vermittlungsplattformen buchen, das spart in der Regel eine zusätzliche Servicegebühr.

Häufige Fragen zur Vietnam Rundreise

Wie viele Tage sollte man für Vietnam einplanen?

Für eine der beiden hier beschriebenen Halblandes-Routen sind 14 Tage realistisch. Wer das ganze Land von Norden bis Süden sehen möchte, sollte mit mindestens drei, besser vier Wochen planen – sonst bleibt für jede Station zu wenig Zeit.

Wann ist die beste Reisezeit für Vietnam?

Vietnam hat wegen seiner Länge kein einheitliches Klima. Für die Süd-Route eignen sich Dezember bis April am besten, für die Nord-Route September bis November und März bis April. Die Zentralregion um Hue und Da Nang, die in beiden Routen vorkommt, ist zwischen Oktober und Dezember besonders regenanfällig.

Braucht man ein Visum für Vietnam?

Deutsche, österreichische und schweizerische Staatsangehörige benötigen für Aufenthalte über 15 beziehungsweise 45 Tage je nach aktueller Regelung ein Visum, das sich unkompliziert online als E-Visa beantragen lässt. Da sich die visumfreien Regelungen in der Vergangenheit mehrfach geändert haben, lohnt sich vor der Buchung ein aktueller Blick auf die Website der vietnamesischen Einwanderungsbehörde oder des Auswärtigen Amts.

Sind Inlandsflüge in Vietnam sinnvoll?

Bei beiden hier beschriebenen Routen ja, und zwar an genau den Stellen, an denen die Überlandstrecke sonst über 15 Stunden dauern würde – etwa zwischen dem Mekong-Delta und Da Nang. Auf kürzeren Abschnitten wie Hue–Da Nang lohnt sich dagegen Bus oder Zug mehr, sowohl aus Zeit- als auch aus Landschaftsgründen.

Wie teuer ist eine zweiwöchige Vietnam-Reise?

Im Mittelklasse-Budget, wie es diesen Routen zugrunde liegt, solltest du mit 45 bis 70 Euro pro Person und Tag rechnen, inklusive Doppelzimmer mit Frühstück, lokalem Essen, Überlandtransport und den beschriebenen Ausflügen. Wer im Guesthouse-Segment bleibt, kommt auch mit 25 bis 35 Euro pro Tag aus.

Kann man die Routen auch andersherum fahren?

Grundsätzlich ja, die Logistik funktioniert in beide Richtungen. Wir empfehlen trotzdem die hier beschriebene Reihenfolge, weil beide Routen so von der intensiveren Stadt- und Kulturphase zu den ruhigeren Küsten- und Strandtagen in Da Nang hin abklingen statt umgekehrt.

Welche der beiden Routen ist für Vietnam-Erstbesucher besser geeignet?

Beide sind für Erstbesucher gut machbar. Die Süd-Route ist logistisch etwas einfacher, weil sie ohne Nachtzug funktioniert, dafür braucht sie den Inlandsflug ins Mekong-Delta. Die Nord-Route bietet mit der Halong-Bucht das bekanntere Postkartenmotiv, verlangt dafür etwas mehr Flexibilität beim Nachtzug nach Hue.

Braucht man einen Mietwagen in Vietnam?

Nein, davon würden wir eher abraten. Der Verkehr in den größeren Städten ist gewöhnungsbedürftig, und Busse, Züge sowie private Transfers sind auf allen Strecken dieser Routen günstig und zuverlässig verfügbar. Für kurze Strecken vor Ort, etwa in Hoi An oder Ninh Binh, reicht ein gemietetes Fahrrad oder ein Roller völlig aus.

Welche Kreditkarte eignet sich für die Reise?

Eine Kreditkarte ohne Auslandseinsatzgebühren und ohne Gebühren bei Bargeldabhebung spart auf einer zweiwöchigen Reise mit vielen kleinen Barzahlungen spürbar Geld. In größeren Städten wie Hanoi, Ho-Chi-Minh-Stadt und Da Nang sind Geldautomaten gut verfügbar, in ländlicheren Stationen wie Ninh Binh oder dem Mekong-Delta solltest du dagegen ausreichend Bargeld vorhalten.

Lässt sich Kambodscha oder Laos gut anschließen?

Ja. An die Süd-Route lässt sich Kambodscha über die Grenze bei Chau Doc im Mekong-Delta oder ab Ho Chi Minh City unkompliziert per Bus und Boot anschließen, meist direkt weiter nach Phnom Penh oder Siem Reap. An die Nord-Route schließt sich Laos über die Grenze bei Dien Bien Phu an, wenn auch mit deutlich längeren Fahrzeiten.


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