Vietnam

Warum sich eine Reise nach Vietnam lohnt?

Unser elftes Land auf der Weltreise, fast ein Jahr unterwegs, und ausgerechnet in Ho Chi Minh City lernen wir noch einmal neu, wie man über eine Straße geht. Grüne Ampel heißt hier nicht viel, der Verkehr fließt einfach um dich herum, und nach ein paar Tagen läufst du selbst mitten durch den Moped-Schwarm, ohne zu zögern. Vietnam war 2023 unsere letzte Station in Südostasien – und ein Land, in dem wir 2027 wieder gelandet sind, weil vier Wochen beim ersten Mal einfach nicht gereicht haben.

Ho Chi Minh City ist laut, wuselig und voller Roller.  Zwei Tage blieben uns für Saigon, mehr ließ unser 30-Tage-Visum 2023 nicht zu, und wir haben sie vor allem in Museen verbracht. Das Geschichtsmuseum hat uns gezeigt, dass vietnamesische Geschichte lange vor 1945 beginnt, mit Dynastien und einem Königreich, das schon existierte, als man sich in Europa noch die Köpfe einschlug. Das War Remnants Museum war das genaue Gegenteil: erschütternde Fotos aus dem Vietnamkrieg, die uns fassungslos zurückgelassen haben, ähnlich wie später die Killing Fields in Kambodscha. Für uns gehören beide Museen zu einem Vietnam-Besuch dazu, so unbequem sie sind.

Von Saigon aus ging es 19 Stunden mit dem Nachtzug nordwärts nach Da Nang, in einem eigenen Vierer-Abteil, das wir uns komplett gemietet hatten. Vietnam hat nur eine einzige Zugstrecke, immer der Küste entlang von Süd nach Nord, mit Ausweichstellen, wo sich zwei Züge begegnen dürfen. Unser eigentliches Ziel war Hoi An, dessen Altstadt die Bombenangriffe der Kriege weitgehend unbeschadet überstanden hat. Bunte Lampions, alte Kaufmannshäuser, abends ein Gedränge am Kanal entlang – wir haben unseren Aufenthalt spontan verlängert, weil wir es dort einfach nicht eilig hatten.

Mit dem Zug über den sogenannten Wolkenpass, die Wetterscheide zwischen Nord- und Südvietnam, kamen wir nach Hue. Die alte Kaiserstadt, 143 Jahre lang Sitz der Nguyen-Dynastie, haben wir mit Audioguide zu Fuß erkundet, dazu drei der Kaisergräber, jedes komplett anders im Charakter. Danach wurde es ruhiger: Bus statt Zug, rein in den Phong Nha Ke Bang Nationalpark, wo wir bei 40 Grad und Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent durch die Paradise Cave gewandert sind und mit dem Boot in die Phong Nha Cave gefahren sind. Zwei der eindrücklichsten Stunden unserer gesamten Weltreise, ganz ohne die berühmte Son-Doong-Höhle gesehen zu haben, für die man Jahre im Voraus bucht.

Nach Ninh Binh und Tam Coc bin ich schon lange vor der Reise gefahren, zumindest in Gedanken. Bilder der sogenannten trockenen Halong-Bucht hatte ich immer wieder gesehen, und der Ausblick vom Hang-Mua-Viewpoint hat das Versprechen gehalten. Die Bootsfahrt am nächsten Morgen, fast allein auf dem Fluss zwischen Reisfeldern und Kalksteinfelsen, war einer dieser Bucketlist-Momente, die man sich Jahre vorher ausgemalt hat und die am Ende trotzdem größer sind als erwartet. Von Cat Ba aus haben wir dann das gemacht, wovon ich in jedem Vietnam-Gespräch vorher erzählt hatte: eine Nacht auf einem Boot in der Lan Ha- und Halong-Bucht verbringen, kajakfahren, leuchtendes Plankton im dunklen Wasser aufscheuchen.

Den Schlusspunkt setzte Hanoi, ausgerechnet am Wiedervereinigungstag, an dem große Teile der Altstadt zur autofreien Zone wurden. Wir haben kein einziges klassisches Sightseeing-Programm mehr abgespult, sondern sind durch die Gassen getrieben, haben Wasserpuppentheater geschaut und Kaffee getrunken.

Vietnam war unser letztes Land in Südostasien auf unserer Weltreise 22/23, und es hat uns nicht losgelassen: Anfang 2027 waren wir wieder da, diesmal mit vierzehn Tagen für Saigon, Hoi An, Da Nang und Hanoi. Manche Länder reist du einmal und hakst sie ab. Vietnam gehört für uns eindeutig nicht dazu.

💚 Unsere 3 Highlights in Vietnam

🕳️ Die Höhlen von Phong Nha Paradise Cave zu Fuß, Phong Nha Cave mit dem Boot – zwei riesige Höhlensysteme mit Stalaktiten und Stalagmiten, bei angenehmen 20 Grad statt 40 Grad draußen. Ganz ohne die legendäre Son-Doong-Höhle, für die du Jahre im Voraus buchst.

🚣 Tam Coc und Ninh Binh Die trockene Halong-Bucht: Kalksteinfelsen, grüne Reisfelder und eine Bootsfahrt, bei der die Bootsführerin mit den Füßen rudert. Dazu der Ausblick vom Hang-Mua-Viewpoint, für den wir ein paar hundert Stufen hochgestiegen sind.

⛵ Übernachtung in der Halong-Bucht Eine Nacht auf dem Boot ab Cat Ba, Kajaktouren durch kleine Höhlen in versteckte Lagunen, leuchtendes Plankton im Wasser. Einer der Momente, auf den ich mich schon vor der Weltreise gefreut hatte.

Die schönsten Vietnam Routen – unsere Empfehlungen

Vietnam zieht sich von Saigon im Süden bis Hanoi im Norden über fast die gesamte Länge des Landes, und genau das macht die Routenplanung zur Grundsatzfrage: einmal von unten nach oben durchqueren oder dich auf eine Hälfte konzentrieren? Wir haben beides gemacht. 2023 sind wir in vier Wochen von Saigon bis Hanoi durchgereist, über Hoi An, Hue, Phong Nha, Ninh Binh und die Halong-Bucht. 2027 waren wir mit vierzehn Tagen unterwegs und haben uns auf Saigon, Hoi An, Da Nang und Hanoi konzentriert. In unseren Routen-Artikeln findest du verschiedene Varianten mit Etappen, Fahrzeiten und Tagesaufteilung.

Alle Reiseziele auf unserer Vietnam Karte

Auf dieser Karte findest du alle Orte, zu denen wir einen ausführlichen Reiseguide veröffentlicht haben. Klicke auf einen Ort in der Liste und gelange direkt zum passenden Artikel.

Direkt zum passenden Guide:
📍Ho Chi Minh City / Saigon
📍Hoi An

📍My Son Sanctuary
📍Da Nang
📍Hue
📍Phong Nha Ke Bang Nationalpark

📍Ninh Binh / Tam Coc
📍Cat Ba / Lan Ha Bay / Halong Bucht
📍Hanoi

Warum wir Vietnam lieben?

Drei Worte für Vietnam: verrückt, spannend, einmalig.

Weil sich das Land von Süd nach Nord komplett neu anfühlt, mehrfach. Weil Ho Chi Minh dich zwingt, Angst vor Verkehr einfach abzulegen, und Ninh Binh dich zwei Tage später in eine ganz andere, stille Welt aus Reisfeldern und Kalkfelsen entlässt. Weil die Geschichte hier nie weit weg ist, in Museen genauso wie an den Kaisergräbern von Hue. Und weil vier Wochen 2023 gereicht haben, um zu merken: Wir sind noch lange nicht fertig mit diesem Land. Daher ging es 2027 ein weiteres Mal für uns nach Vietnam.

Die schönsten Regionen in Vietnam

Vietnam lässt sich grob in drei sehr unterschiedliche Landesteile gliedern, die sich beim Reisen komplett anders anfühlen: der Süden rund um Saigon und das Mekongdelta, das geschichtsträchtige Zentrum mit Hoi An, Hue und Da Nang, und der Norden mit den Kalkfelsen von Ninh Binh, der Halong-Bucht und Hanoi. Wir stellen dir unsere bereisten Regionen im Detail vor.

Hoi An in Zentralvietnam

Osaka, ist ein pulsierendes Zentrum der Kultur, des Handels und der kulinarischen Freuden. Mit seiner reichen Geschichte und modernen Dynamik bietet Osaka eine einzigartige Mischung aus Tradition und Innovation. Wir zeigen die die besten Sehenswürdigkeiten und Must See in Osaka.

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Hanoi

Entdecke die beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten – von historischen Tempeln wie dem Senso-ji in Asakusa über das lebendige Treiben an der Shibuya Crossing bis hin zu futuristischen Highlights wie dem Tokyo Skytree. Hier kommen die 19 Must See in der
Hauptstadt von Japan.

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Die besten Unterkünfte in Vietnam – hier haben wir übernachtet:
Song Lua (Silk River Villa) in Hoi An 
Nguyen Shack – Phong Nha Eco Resort in Phong Nha
Tam Coc Lake View Homestay in Tam Coc
Botanik House Saigon in Ho Chi Minh

Die schönsten Erlebnisse in Vietnam

Manche Momente in Vietnam waren keine klassische Sehenswürdigkeit, sondern Erlebnisse, die uns noch lange begleitet haben: eine Nacht auf dem Boot in der Halong-Bucht, eine Bootsfahrt durch die Höhlen von Trang An oder eine schweißtreibende Fahrradtour zur Bai-Dinh-Pagode. Hier zeigen wir dir, was du selbst erleben kannst.

Höhlenwanderung in Phong Nha (Paradise Cave & Phong Nha Cave)

In diesem ausführlichen Guide erfährst Du alles, was Du über die Universal Studios Japan wissen musst: Warum sich ein Besuch lohnt, welche Highlights Dich erwarten, praktische Informationen zu Eintrittspreisen aund Öffnungszeiten sowie Tipps, um das Beste aus Deinem Tag herauszuholen.

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Bootsfahrt mit Übernachtung in der Halong Bucht

Tauche ein in ein einzigartiges digitales Kunstmuseum, in dem Technologie und Kreativität verschmelzen. Entdecke interaktive Installationen, die alle Sinne ansprechen und dich zum aktiven Teil der Kunstwerke machen. Alle Infos für Deinen Besuch!

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Stefan Loose Reiseführer Vietnam
Der Reiseführer, der alles hat. Hier liest du über das Land selbst, die schönsten Sehenswürdigkeiten und bekommst allerhand Tipps zu Unterkünften und Restaurants. Der Allrounder sozusagen.

Vietnam entdecken – Eine Rundreise zu den schönsten Sehenswürdigkeiten des Landes
Mit wunderschönen Fotografien zeigt dieser Reiseführer mit Fokus auf den Fotografien  all die Schönheit der Insel. Ein perfekter Einstieg um sich die schönsten Orte für Deine Reise heraus zu suchen. 

Fettnäpfchenführer Vietnam: Wo der Büffel zwischen den Zeilen grast
Wer Lust auf unterhaltsame Lektüre hat und mal etwas anderes lesen möchte als den klassischen Reiseführer der ist hier richtig. Auf witzige und spannende Art erfährt man im Fettnäpfchenführer auch viel über das Land.

Gebrauchsanweisung für Vietnam, Laos und Kambodscha
Zarte Frauen mit Kegelhüten und Mönche in safranfarbenen Roben; am Straßenrand weiße Rinder und duftende Garküchen; bizarre Felsformationen und die berühmtesten Tempel der Welt: Südostasien bezaubert. Der Autor erzählt, in diesem Buch mit einer großen Portion Humor wie das Länder Vietnam, Kambodscha und Laos so ticken.


Häufige Fragen zur Vietnam Reise

Wie viele Tage sollte man für Vietnam einplanen?

Für eine Rundreise von Saigon bis Hanoi solltest du mindestens drei, besser vier Wochen einplanen. Wir hatten 2023 vier Wochen und waren trotzdem froh, 2027 mit vierzehn Tagen noch einmal gezielt zurückzukommen. Wer sich auf eine Landeshälfte konzentriert, kommt auch mit zwei Wochen gut zurecht.

Braucht man ein Visum für Vietnam?

Deutsche Staatsangehörige können seit 2023 für bis zu 45 Tage visumfrei einreisen, der Reisepass muss dabei noch mindestens sechs Monate gültig sein. Für längere Aufenthalte oder mehrfache Einreise gibt es das e-Visa, gültig für bis zu 90 Tage, das du online beim vietnamesischen Einwanderungsamt beantragst. Prüfe die Bestimmungen vor Abflug trotzdem noch einmal, sie ändern sich regelmäßig, und Vietnam führt 2026 zusätzlich ein digitales Pre-Arrival-Formular ein.

Wann ist die beste Reisezeit für Vietnam?

Das Tückische an Vietnam: Norden, Zentrum und Süden haben unterschiedliche Klimazonen. Für eine komplette Rundreise gilt Februar bis April als bester Kompromiss, weil dann in den meisten Regionen Trockenzeit herrscht. Wir waren im April 2023 und im Januar 2027 dort, beides funktioniert, mit unterschiedlichen Schwerpunkten je nach Region.

Ist Vietnam teuer oder günstig?

Vietnam gehört weiterhin zu den günstigeren Reisezielen Südostasiens. Mit 25 bis 45 Euro pro Tag und Person kommst du je nach Reisestil gut zurecht, in den großen Städten und bei organisierten Touren wie der Halong-Bucht-Bootsfahrt liegst du etwas darüber.

Wie kommt man in Vietnam am besten von A nach B?

Der Zug verbindet als einzige Bahnstrecke des Landes Saigon im Süden mit Hanoi im Norden, komplett der Küste entlang. Für lange Strecken lohnt sich ein eigenes Schlafabteil. Zwischen kleineren Orten fahren Busse, oft günstiger, aber auch unbequemer als der Zug. Für die letzte Etappe zu Inseln wie Cat Ba brauchst du zusätzlich eine Fähre.

Wie lange dauert die Zugfahrt von Saigon nach Hanoi?

Am Stück fährt kaum jemand durch, aber einzelne Etappen geben eine Vorstellung: Von Saigon nach Da Nang sitzt du rund 19 Stunden im Zug, von Da Nang nach Hue über den Wolkenpass, die wohl schönste Strecke im Land, noch einmal etwa drei Stunden.

Lohnt sich eine Übernachtung auf dem Boot in der Halong-Bucht?

Für uns absolut. Ab Cat Ba beziehungsweise der vorgelagerten Lan Ha-Bucht ist deutlich weniger los als am Ort Halong selbst, wo täglich hunderte Schiffe ablegen. Kajaktouren durch kleine Höhlen und eine Nacht auf dem Wasser geben der Bucht eine Ruhe, die man bei einem reinen Tagesausflug nicht bekommt.

Wie viele Tage sollte man für die Höhlen in Phong Nha einplanen?

Ein bis zwei Tage reichen für die zugänglicheren Höhlen wie Paradise Cave und Phong Nha Cave. Wer die legendäre Son-Doong-Höhle sehen will, muss ein bis zwei Jahre im Voraus buchen, sechs Tage einplanen und mit rund 3.000 US-Dollar rechnen – das sprengt bei den meisten Reisenden das Budget.

Ist Vietnam sicher zu bereisen?

Wir haben uns während unserer gesamten Zeit in Vietnam nicht unsicher gefühlt. Die größte Herausforderung ist der Straßenverkehr, vor allem in Ho Chi Minh City und Hanoi, wo du dich als Fußgänger erst an die Fahrweise gewöhnen musst. Taschendiebstahl kommt in den Großstädten vor, üblich Vorsicht mit Wertsachen reicht meist aus.

Lässt sich Vietnam gut mit anderen Ländern kombinieren?

Sehr gut. Wir sind über Land aus Kambodscha eingereist, mit dem Bus von Phnom Penh nach Saigon. Auch Laos im Nordwesten oder ein Flug weiter nach China lassen sich anschließen. Für eine Südostasien-Rundreise ist Vietnam oft der letzte oder erste Baustein.

Braucht man Impfungen für Vietnam?

Neben den Standardimpfungen werden meist Hepatitis A und, je nach Reisestil und Region, auch Typhus, Japanische Enzephalitis und Tollwut empfohlen. Verbindliche Auskunft bekommst du beim Tropen- oder Reisemediziner, am besten einige Wochen vor Abflug.

Womit bezahlt man in Vietnam?

Offizielle Währung ist der Vietnamesische Dong, in großen Scheinen mit vielen Nullen, an die du dich erst gewöhnen musst. In touristischen Orten wird teils auch in US-Dollar kalkuliert, bezahlt wird aber fast überall in Dong. Kartenzahlung ist in Städten verbreitet, auf dem Land und für kleinere Beträge brauchst du Bargeld.