Der Salkantay Trek
66 Kilometer zu Fuß nach Machu Picchu
Machu Picchu einfach mit dem Bus anzufahren, kam uns zu einfach vor. Wer sich das Ziel erlaufen will, hat zwei Möglichkeiten: den bekannten Inka Trail oder den etwas weniger bekannten Salkantay Trek, auch Salkantay Trail oder Salkantay Trekking genannt. Wir sind den Salkantay Trek gelaufen: fünf Tage, 66 Kilometer, ein Pass auf rund 4.600 Metern. Wir würden es genauso wieder machen. Für Katja war es ein Traum, von dem sie nicht dachte, dass er sich je erfüllt.
Hier liest du alles zu den Etappen, Kosten und dem Inka Trail im Vergleich.

Der Salkantay Trek auf einen Blick
📍 Region: Region Cusco, von Mollepata/Soraypampa bis Aguas Calientes (Machu Picchu)
🏛️ Perfekt für: Wanderer mit guter Grundkondition, Naturfreunde, Individualreisende
⏳ Empfohlene Aufenthaltsdauer: 5 Tage Trek, vorher mehrere Tage Akklimatisierung in Cusco
🚗 Fortbewegung/Anreise: Bus oder Transfer ab Cusco nach Mollepata und Soraypampa, zurück per Zug und Shuttle
💰 Preisniveau: hoch, bei uns 580 € für zwei Personen alles inklusive (Stand 2022)
☀️ Beste Reisezeit: Mai bis Oktober (Trockenzeit)
1. Der Salkantay Trek im Überblick
Der Trek führt über etwa 66 Kilometer vom Salkantay-Pass durch Bergland, Nebelwald und subtropischen Regenwald hinunter nach Aguas Calientes, dem Ort am Fuß von Machu Picchu. Je nach Routenwahl werden es bis zu 75 Kilometer. Gelaufen wird in vier bis fünf Tagen, bei uns waren es fünf.
Kurz & knapp
- 📍 Region: Mollepata bei Cusco bis Aguas Calientes
- ⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
- 🕒 Dauer: 4 bis 5 Tage
- 💰 Kosten: bei uns 290 € pro Person inklusive Machu-Picchu-Ticket, Zug und Rückfahrt (2022)
- Geeignet für: Wanderer mit guter Grundkondition, Höhenerfahrung von Vorteil

2. Salkantay Trek oder Inka Trail?
Beide Wege lassen sich kaum direkt vergleichen, dafür sind sie zu unterschiedlich.
Der Inka Trail führt nach unserer Recherche über rund 43 Kilometer an zahlreichen gut erhaltenen Inkaruinen vorbei, ist konditionell etwas einfacher und erreicht seinen höchsten Punkt auf etwa 4.200 Metern. Dafür ist er streng limitiert: Pro Tag werden insgesamt nur 500 Permits vergeben, davon etwa 200 für Trekker und der Rest für Guides, Köche und Träger. In der Hochsaison zwischen Mai und Oktober solltest du mindestens sechs Monate im Voraus buchen, Juni und Juli sind oft schon nach wenigen Tagen ausgebucht. Die Permits für 2026 wurden nach Angaben aus dem Markt im November 2025 freigeschaltet, plane also im Herbst des Vorjahres.
Seit 2026 ist der Eintritt nach Machu Picchu außerdem nicht mehr im Permit enthalten, du brauchst ein eigenes Ticket. Und der Inka Trail ist jedes Jahr vom 31. Januar bis 1. März wegen Wartungsarbeiten geschlossen.
Der Salkantay Trek hat dagegen keine Besuchergrenze und lässt sich deutlich spontaner planen, zwei Wochen Vorlauf reichen in der Regel. Dafür ist er wegen der Höhe und der langen Tage konditionell anspruchsvoller.

Beide Trails im direkten Vergleich:
| Salkantay Trek | Inka Trail | |
| Länge | ca. 66 km | ca. 43 km |
| Dauer | 4 bis 5 Tage | meist 4 Tage |
| Höchster Punkt | rund 4.600 m | rund 4.200 m |
| Genehmigung | keine Besuchergrenze | 500 Permits pro Tag |
| Vorlauf | ca. 2 Wochen | mind. 4 bis 6 Monate |
| Landschaft | Berge, Nebelwald, Regenwald | viele Inkaruinen |
| Schwierigkeit | anspruchsvoller | etwas einfacher |
| Geschlossen | bei Erdrutschgefahr | jährlich im Februar |
Für den Salkantay Trek sprachen für uns klar diese Punkte:
- Llactapata ist Teil der Route, eine Ruinenstadt gegenüber von Machu Picchu mit dem ersten Blick auf dein eigentliches Ziel. Dabei läufst du sogar ein Stück des Inka Trails mit. Nicht jede Tour hat das im Programm, aber du solltest es unbedingt einfordern.
- kurzfristig buchbar oder komplett auf eigene Faust machbar
- keine Besuchergrenze auf der Strecke
- eindrucksvolle Bergpanoramen
- extreme Abwechslung der Naturräume: von schneebedeckten Bergen über Nebelwald bis zum Regenwald

Anzeige*
3. Beste Reisezeit und Sperrungen
Die Trockenzeit von Mai bis Oktober ist die beste Zeit. Juni bis August ist Hochsaison, dann sind die Nächte kalt. Wir waren Ende Juni 2022 unterwegs: tagsüber sonnig und warm, auf den Bergen kühler, nachts bis zu −5 Grad.
Die Regenzeit von November bis April ist anfälliger für Sperrungen. Im März 2025 war der Salkantay Trek wegen Erdrutschen bis auf Weiteres gesperrt. Anfang 2026 wurde die Humantay-Lagune wegen eines aktiven Erdrutsches im Sektor Balcompata gesperrt. Prüf deshalb kurz vor Abreise den aktuellen Status, vor allem außerhalb der Trockenzeit, und sei bereit, deine Route notfalls anzupassen.

4. Schwierigkeit und Vorbereitung
Du brauchst keine Bergsteigererfahrung, aber gute Grundkondition. Einfach ist der Trek nicht: Du bist über weite Strecken oberhalb von 3.000 Metern unterwegs und läufst an manchen Tagen über 20 Kilometer.
Wir hatten vorher zehn Tage in Cusco* auf 3.400 Metern verbracht und die Wanderungen in Huaraz als Fitnesstest genutzt. Wir waren unsicher, ob wir es schaffen. Die Höhe war an sich gut verkraftbar, man merkt die Anstrengung aber stärker. Am Salkantay-Pass musste Katja alle zehn Schritte anhalten und durchatmen, danach war wieder alles gut. Trink genug, und geh dein eigenes Tempo. Lass dich nicht von der Gruppe hetzen.

Anzeige*
Die besten Unterkünfte für Deine Peru – Reise
Hostal Claudia* in Huacachina
Blacky Hostel* in Cusco
Brothers House* in Cusco
Peru Swiss Hostel* in Arequipa
Casa de Virgina* im Colca Canyon
5. Der Ablauf mit einer gebuchten Tour
Unsere Gruppe: Wir waren anfangs gut 20 Teilnehmer, dazu ein Guide, zwei Köche und ein Pferdeführer für die ersten zwei Tage. Die Gruppe wurde nach und nach kleiner: Einige liefen nur bis zur Humantay-Lagune, andere stiegen am Nachmittag von Tag 3 aus und fuhren weiter nach Aguas Calientes. Am Ende waren wir noch etwa 15. Eine kleine Tasche mit maximal 5 Kilo durften wir den Packpferden mitgeben, der Rest blieb im eigenen Rucksack. Die Gruppe war bunt gemischt: Brasilianer, Deutsche, Australier, Niederländer und Israelis.
Tag 1: Ziel Soraypampa (ca. 3.850 m)
Los ging es um 4:30 Uhr in Cusco, mit gut drei Stunden Anfahrt. Nach einem kurzen Frühstück starteten wir etwa 200 Höhenmeter tiefer als Soraypampa. Der Anstieg danach fühlte sich wie ein Kaltstart an, danach ging es entspannt an einem Wasserkanal entlang. Nach nicht einmal zwei Stunden waren wir im Camp.



Nach dem Mittagessen folgte am Nachmittag der Aufstieg zur Laguna Humantay, einem türkisfarbenen Gletschersee etwa 250 Höhenmeter oberhalb des Camps, mit Steigungen bis 30 Prozent über Geröll. Wir haben rund anderthalb Stunden hinauf gebraucht. Der Eintritt kostete bei uns 10 € für zwei Personen, aktuell werden meist 20 Sol pro Person genannt, bar zu zahlen. Mehr dazu im eigenen Artikel.
Die erste Nacht war richtig kalt: In einer einfachen Hütte bei −5 Grad lagen wir mit allem, was wir an Kleidung hatten, im Schlafsack. Die geliehenen Schlafsäcke waren aber sehr gut und warm.

Tag 2: Ziel Colcapampa (2.800 m)
20 Kilometer, 730 Höhenmeter hinauf zum Salkantay-Pass (rund 4.600 m, wir haben 4.580 gemessen) und danach fast 1.800 Höhenmeter hinunter. Der Tag gilt als der anstrengendste, bei uns stimmte das nicht ganz, anstrengend war er trotzdem.
Der Aufstieg begann kurz nach 6 Uhr. Die Sonne ging gerade über den Bergen auf, es war schweinekalt, aber die Bewegung wärmte. Drei Stunden ging es nur bergauf. Immer wenn wir dachten, jetzt müsste der Pass kommen, kam die nächste steinige Passage. Die letzten 600 Meter kamen wir kaum voran, das Herz schlug wie wild, und man fragt sich, warum man sich diesen Mist antut. Die Antwort kommt oben auf dem Pass: wegen der Aussicht, und wegen des Gefühls, über die eigenen Grenzen gegangen zu sein.


Die restliche Gruppe war schneller, und der Guide wollte weiter. Die Pause am Pass dauerte nur gut eine Viertelstunde, für uns zu kurz nach so einem Aufstieg. Danach ging es 620 Höhenmeter über Geröll hinunter zum Mittagessen. Die lange Mittagspause war eher kontraproduktiv, danach fehlte die Lust zum Weiterlaufen.


Nach dem Mittag folgten noch einmal rund 1.000 Höhenmeter Abstieg, und die Vegetation wechselte vom Bergland in den Nebelwald. Wir kamen erst nach Einbruch der Dunkelheit kurz nach 18 Uhr im Camp an, nach rund 12 Stunden.



Tag 3: Ziel Playa Sahuayaco (2.060 m)
Der entspannte Tag: 12 Kilometer, rund 800 Höhenmeter mal hinauf, mal hinunter, was unser Guide „Inka Flat“ nannte. Nach etwa fünf Stunden waren wir im dritten Camp und hatten den Nachmittag frei. Von hier konnte man zu heißen Quellen fahren, das war nicht im Preis enthalten. Wir haben lieber gechillt.
Entspannt war der Tag nur auf dem Papier: Wegen der Teilnehmer der 4-Tages-Tour, die mittags mit dem Bus weiterfuhren, mussten alle schon um 5 Uhr aufstehen statt um 7 Uhr. Das hat uns um das geplante Ausschlafen gebracht.



Tag 4: Weiter nach Aguas Calientes
Wieder 5 Uhr aufstehen, um kurz nach 6 Uhr ging es los. Der vierte Tag ist oft der längste, bei uns waren es 23 Kilometer in rund 12 Stunden.
Zuerst ging es nach Llactapata, fast 600 Höhenmeter hinauf über ein Stück des Inka Trails, mit einem Stopp am „Inkan Starbucks“ für einen sehr guten Kaffee. Das Besondere an Llactapata sind nicht die Ruinen auf 2.600 Metern, sondern der Blick auf die gegenüberliegenden Berge: Hier sahen wir zum ersten Mal Machu Picchu. Es war ein magischer Moment und neben dem Pass das Highlight des Treks. Es schien so nah, war es aber noch nicht.



Danach ging es rund 1.000 Höhenmeter durch den Wald bergab, die Beine brannten, und beim Anhalten fühlten sie sich an wie Wackelpudding. In Hidroeléctrica kann man mit dem Zug weiter oder zu Fuß gehen, und wir sind natürlich gelaufen: gut zehn Kilometer an den Schienen entlang, rechts der Fluss, ringsum Nebelwald. Der Weg zog sich unendlich, und als wir die angekündigten 20 Kilometer erreicht hatten, setzte sich Nico erst einmal hin. Wir waren aber noch lange nicht da, am Ende waren es über 23. Wir kamen kurz vor der Dunkelheit an, müde und kaputt. In Aguas Calientes übernachtet ihr in einem Hotel. Am Abend wurde klar, wie chaotisch das Ticketsystem werden kann, wenn die Agentur schlecht organisiert ist, mehr dazu im Machu-Picchu-Guide.

Tag 5: Machu Picchu
Um 5 Uhr öffnet das Tor am unteren Eingang, dann geht es im Dunkeln über rund 1.750 Stufen hinauf, gefühlt für Riesen gebaut. Wir waren gegen 6 Uhr oben. Für Katja war das der Endgegner, nach 66 Kilometern in den Beinen. Aber dann war es geschafft.
Wir haben die Anlage mit einem sehr guten Guide zum Sonnenaufgang erkundet, mit kaum jemandem sonst. Welches Ticket du brauchst und wie du an die richtige Einlasszeit kommst, steht im Machu-Picchu-Guide. Zurück ging es mit dem Zug ab Aguas Calientes und mit dem Shuttle von Ollantaytambo nach Cusco, das hat die Agentur organisiert. [Link: Ollantaytambo]




Anzeige*
DuMont Reisehandbuch – Peru
Der Reiseführer, der alles hat. Hier liest du über das Land selbst, die schönsten Sehenswürdigkeiten und bekommst allerhand Tipps zu Unterkünften und Restaurants. Der Allrounder sozusagen.
Rother Wanderführer Peru
Die 62 schönsten Wandertouren in Peru. Ein perfekter Begleiter um die Natur zu Fuß zu durchstreifen. Und Peru ist mit seinen schneebedeckten Gipfeln in den Anden ein Wanderparadies.
NATIONAL GEOGRAPHIC Reiseführer Peru
Ein sehr schöner Reiseführer, mit vielen Insidertipps und Spartipps. Ein schöner Begleiter, wer mal etwas anderes als die ganz großen Reiseführerverlage haben möchte.
Gebrauchsanweisung für Peru
Witzig geschrieben und mit allerlei Geschichten, die du bestimmt noch nicht kennst. Hier taucht man noch mal auf eine ganz andere Art in das Land ein.
6. Welche Variante ist die beste?
Den Trek gibt es als Vier- oder Fünftagestour, mit leicht unterschiedlichen Etappen. Wir empfehlen die fünf Tage: Du siehst mehr, es ist entspannter, und du läufst die gesamte Strecke. Plane Humantay-Lagune und Salkantay-Pass nicht am selben Tag ein, beides ist in dieser Höhe für sich anstrengend genug.
Die Viertagesvariante überspringt unseren vierten Tag: Ein Bus bringt dich am dritten Tag nach Hidroeléctrica, von dort läufst du nach Aguas Calientes, und Machu Picchu fällt auf Tag 4. Achte bei jeder Variante darauf, dass Llactapata dabei ist. Der Umweg hat es in sich, aber der Blick ist einzigartig.

7. Die Tour: Agentur, Essen und Unterkunft
Die Agentur: Bei uns war die Gruppe ein bunter Haufen aus Leuten, die bei verschiedenen Agenturen gebucht hatten. Wir waren froh, dass unsere Agentur den Trek selbst durchführte. Frag deshalb bei der Buchung, ob die Agentur den Trek selbst macht oder nur weiterverkauft.
Der Guide: Unser Guide war toll und hat sich um alles gekümmert. Mit anfangs rund 20 Teilnehmern unterschiedlicher Fitness war es für eine Person aber zu viel. In Machu Picchu hat er jeden persönlich zu seiner Einlasszeit gebracht und war den ganzen Tag oben, bis alle drin waren, auch die, die erst für 14 Uhr ein Ticket hatten. Am Abend vorher war bei der Gruppe einiges durcheinander: Eine Teilnehmerin hatte ein Ticket für 13 Uhr, obwohl sie um 14:30 Uhr am Bahnhof sein sollte, andere hatten andere Zeiten als besprochen, einer hatte gar keins. Am Ende hat er alles gelöst, aber es war wild. Bei uns hat alles perfekt geklappt.
Unterkunft: Wir haben in Hütten und Zelten geschlafen, sehr einfach, aber in Ordnung. Duschen und Toiletten waren extrem einfach, teils ohne warmes Wasser. Mehr Luxus bekommst du nur bei einer teureren Privattour.
Essen: Das Essen war super, ausgewogen und abwechslungsreich: Frühstück, Mittagessen und Abendessen, dazu morgens um 5 Uhr heißer Coca-Tee. Nur Snacks wie Riegel und Schokolade für unterwegs musst du selbst mitbringen.


8. Was du mitnehmen solltest
- warme Kleidung im Zwiebellook, Mütze, Handschuhe
- Regenschutz
- feste, eingelaufene Wanderschuhe
- Schlafsack, wenn die Agentur keinen stellt (wir haben geliehen, sie waren sehr warm)
- Snacks, Riegel und Schokolade
- Bargeld für Eintritt und Extras
9. Kosten für den Salkantay Trek
Unsere Ausgaben 2022 (zwei Personen):
| Posten | Kosten |
| Salkantay Trek, 5 Tage (inklusive Machu-Picchu-Ticket, Zug, Rückfahrt nach Cusco, Verpflegung) | 580 € |
| Schlafsäcke (Leihe) | 28,50 € |
| Eintritt Humantay-Lagune | 10 € |
Mehr haben wir nicht gezahlt. Das waren 290 € pro Person. 2025 haben wir in Cusco gesehen, dass die Preise vor Ort gestiegen sind. Rechne heute mit deutlich mehr, je nach Anbieter und Leistungen. Online-Anbieter nennen nun teils über 700 US-Dollar für fünf Tage.

Anzeige*
10. Der Salkantay Trek auf eigene Faust
Da es keine Besuchergrenze gibt und es entlang der Strecke Unterkünfte gibt, lässt sich der Trek auch gut in Eigenregie planen. In der Hochsaison lohnt eine Vorbuchung. Verpflegung ist meist im Übernachtungspreis enthalten.
Der Vorteil: eigenes Tempo, eigene Pausen, eigene Streckenplanung.
Der Nachteil: die Machu-Picchu-Tickets. Für einen guten Circuit und eine frühe Einlasszeit musst du mehrere Monate im Voraus buchen, Details im Machu-Picchu-Guide. Eine Agentur hat dafür größere Kontingente. Wer noch nie einen Mehrtagestrek gemacht hat oder wenig Höhenerfahrung hat, ist mit einer geführten Tour sicherer unterwegs.
Anreise: Der Trek beginnt kurz hinter Mollepata. Der öffentliche Bus fährt vom Terminal Arcopata in Cusco und kostet etwa 15 Sol bei rund 1 Stunde 40 bis 2 Stunden Fahrzeit. In Mollepata geht es mit dem Sammeltaxi oder einem privaten Taxi weiter nach Soraypampa, dafür kannst du mit etwa 70 Sol rechnen. Der Humantay-Eintritt kostet aktuell meist 20 Sol pro Person, nur bar. Entlang der Strecke gibt es keine Geldautomaten.
Route: Orientiere dich an den Etappen der geführten Touren, dort findest du auch die meisten Übernachtungsmöglichkeiten. Unterhalb von Llactapata gibt es eine kleine Unterkunft mit Campingmöglichkeit, mit grandiosem Blick auf die Berge um Machu Picchu. Wenn du die Gelegenheit hast, bleib dort eine Nacht und erlebe den Sonnenaufgang.

11. Unser Fazit zum Salkantay Trek
Der Salkantay Trek war für uns fünf Tage voller Momente, in denen wir uns fragten, warum wir uns das antun, gefolgt von Momenten, in denen genau das die Antwort war. Der Pass auf 4.600 Metern, die kalte erste Nacht in Soraypampa, der erste Blick auf Machu Picchu von Llactapata aus: all das ist zu einem der intensivsten Abschnitte unserer Reise geworden. Wer fit ist und sich Zeit für die Höhenanpassung nimmt, sollte ihn ernsthaft überlegen, gerade weil er spontaner planbar ist als der Inka Trail. Und wenn du am Ende erschöpft vor Machu Picchu stehst, weißt du, warum du nicht einfach den Bus genommen hast.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Salkantay Trek
Salkantay Trek oder Inka Trail, was ist besser?
Das hängt von dir ab. Der Inka Trail führt an vielen Ruinen vorbei und ist etwas einfacher, aber lange im Voraus ausverkauft und jedes Jahr im Februar geschlossen. Der Salkantay Trek ist spontaner buchbar und landschaftlich abwechslungsreicher, aber anstrengender.
Wie schwer ist der Salkantay Trek?
Konditionell anspruchsvoll, technisch einfach. Die Höhe am Pass und die langen Tage (20 Kilometer und mehr) sind die Herausforderung.
Brauche ich für den Salkantay Trek eine Genehmigung?
Nein, anders als beim Inka Trail gibt es keine tägliche Besuchergrenze. Du kannst kurzfristig buchen oder auf eigene Faust gehen.
Wie früh sollte ich buchen?
Für eine geführte Tour reichen meist zwei Wochen. Kümmere dich aber früh um das Machu-Picchu-Ticket, das ist der eigentliche Flaschenhals.
Wann ist die beste Reisezeit?
Mai bis Oktober. In der Regenzeit gibt es Sperrungen, im März 2025 war der Trek wegen Erdrutschen geschlossen.
Ist der Salkantay Trek für Anfänger geeignet?
Du brauchst keine Bergsteigererfahrung, aber gute Grundkondition. Wer noch nie mehrere Tage in großer Höhe gewandert ist, sollte eine geführte Tour wählen.
Soll ich Llactapata mitnehmen?
Ja unbedingt. Nicht jeder Trek hat den Umweg im Programm, frag gezielt danach. Der erste Blick auf Machu Picchu von dort war für uns unbeschreiblich. Daher mache diesen unbedingt.
Was kostet der Salkantay Trek?
Wir haben 2022 zu zweit 580 € bezahlt, also 290 € pro Person, alles inklusive. Aktuell liegen die Preise höher, je nach Anbieter deutlich.
☕ Hat dir dieser Artikel geholfen?
Wir hoffen, dass dir unsere Tipps bei deiner Reiseplanung weiterhelfen.
Alle Inhalte auf In X Tagen um die Welt entstehen aus unseren eigenen Reisen und unserer persönlichen Erfahrung. Wir investieren viel Zeit in Recherche, Fotografie, Videos und das Schreiben unserer Reiseberichte – damit du kostenlos von unseren Erfahrungen profitieren kannst.
Wenn dir unsere Arbeit gefällt und du unseren Reiseblog unterstützen möchtest, freuen wir uns über einen virtuellen Kaffee. 💚
Jeder Beitrag hilft uns dabei, auch in Zukunft unabhängige Reiseberichte, praktische Tipps und neue Reiseziele mit dir zu teilen.
Vielen Dank für deine Unterstützung!
Nico & Katja

