Argentinien Sehenswürdigkeiten

18 Highlights für deine
Reise

Kaum ein anderes Land Südamerikas hat uns so sehr überrascht wie Argentinien. Wer an das Land denkt, hat vermutlich Tango, Steak und vielleicht Fußball im Kopf – die schiere Weite und landschaftliche Vielfalt unterschätzt man dagegen leicht. Auf keiner anderen Etappe unserer Reise sind wir so oft aus dem Fenster gestarrt und haben gedacht: Das sieht aus wie ein anderer Kontinent.

Im Norden liegen bunte Andenberge, Salzwüsten auf über 3.000 Metern Höhe und schmale Schluchten mit jahrtausendealter Geschichte. Weiter Richtung Osten warten subtropischer Regenwald und die gewaltigen Iguazú-Wasserfälle. Im Süden schließlich beginnt Patagonien: Gletscher, die mit lautem Krachen ins Wasser brechen, Granittürme, an denen sich Wanderer seit Jahrzehnten die Zähne ausbeißen, und eine Atlantikküste voller Wale, Pinguine und Seelöwen. Dazwischen liegt Buenos Aires, eine Stadt mit europäischem Flair und südamerikanischem Tempo.

Wir haben rund sechs Wochen im Land verbracht und sind dabei mit Mietwagen, Fernbussen und ein paar Inlandsflügen quer durchs Land gereist – vom subtropischen Norden bis ans Ende der Welt nach Ushuaia. Gerade diese Streckenlänge hat uns gezeigt, wie unterschiedlich sich einzelne Regionen anfühlen können, obwohl sie zum selben Land gehören.

Argentinien Sehenswürdigkeiten
Die bunten Berge in Argentinien, hier in Purmamarca


Unsere 3 persönlichen Highlights in Argentinien

„Wenn wir nach Argentinien reisen würden – welche drei Erlebnisse dürften auf keinen Fall fehlen?“

🥇 Perito-Moreno-Gletscher

Wir haben schon einige Gletscher gesehen, aber keiner hat uns so lange sprachlos gemacht wie der Perito Moreno. Die Eiswand ist an manchen Stellen 70 Meter hoch, und wenn ein Stück davon abbricht, hört man es, bevor man überhaupt hinschaut. Die Stege sind so angelegt, dass Du den Gletscher aus mehreren Höhen und Winkeln siehst, ohne dafür wandern zu müssen. Wir sind über drei Stunden zwischen den Plattformen hin und her gelaufen und hatten trotzdem das Gefühl, zu wenig Zeit gehabt zu haben. Wer mag, kann zusätzlich eine Bootstour direkt an die Eiskante buchen oder aufs Eis steigen. Für uns war schon der Blick von den Stegen mehr als genug, um zu verstehen, warum dieser Ort zu den bekanntesten Naturschauspielen Südamerikas zählt.

🥈 Iguazú-Wasserfälle

Auf Fotos wirken die Iguazú-Wasserfälle schon groß – steht man davor, wird einem erst klar, wie sehr Bilder die Dimensionen verkleinern. 275 einzelne Fälle verteilen sich über fast drei Kilometer, und an der Garganta del Diablo verschwindet die Wassermasse förmlich im eigenen Nebel. Wir haben zwei Tage im Nationalpark verbracht, einen auf argentinischer Seite mit den Stegen mitten durch den Regenwald, dazu eine Bootstour, die uns bis auf wenige Meter an die Fälle heranbrachte. Trocken blieb dabei niemand. Zwischendurch liefen uns Nasenbären über den Weg, in den Bäumen saßen Tukane, und aus dem Wald drangen ständig neue Geräusche. Für uns gehört Iguazú zu den Orten, an denen Fotos einfach nicht ausreichen, um zu zeigen, wie groß und laut die Natur hier tatsächlich ist.

🥉 El Chaltén & Fitz Roy

El Chaltén ist das einzige Dorf, in dem wir fast eine ganze Woche geblieben sind, ohne dass uns langweilig wurde. Die Wanderwege beginnen direkt am Ortsrand, sodass Du ohne Auto oder Bus in wenigen Minuten mitten in der Bergwelt stehst. Die Tour zur Laguna de los Tres mit Blick auf den Fitz Roy war für uns die anstrengendste, aber auch lohnendste Wanderung unserer gesamten Südamerika-Reise. An einem Morgen zeigte sich der Gipfel wolkenfrei, wenige Stunden später war er komplett verschwunden – dieses launische Wetter gehört hier einfach dazu. Auch ohne lange Tagestouren lohnt sich ein Spaziergang zum Mirador de los Cóndores direkt oberhalb des Ortes, von dem Du bereits einen ersten Eindruck der Bergkette bekommst. Wer Wandern mag, sollte El Chaltén nicht als Tagesausflug, sondern als eigenes Reiseziel einplanen.


Die Regionen Argentiniens im Überblick

Argentinien misst von Nord nach Süd fast 3.700 Kilometer – die Entfernungen zwischen den einzelnen Highlights sind dementsprechend groß. Damit Du Deine Route leichter planen kannst, haben wir alle Sehenswürdigkeiten in fünf Regionen sortiert.

🌆 Buenos Aires & Zentralargentinien

Der Osten des Landes verbindet Großstadtleben mit kolonialer Geschichte und der Ruhe am Flussufer. Hier liegen die Hauptstadt Buenos Aires, die Universitätsstadt Córdoba und das entspanntere Rosario am Paraná.

  • Buenos Aires
  • Rosario
  • Córdoba

🌈 Nordwesten (Salta & Jujuy)

Für uns die größte Überraschung der gesamten Reise: bunte Andenberge, endlose Salzflächen und enge Schluchten, dazu Kolonialstädte mit eigenem Charakter. Diese Region eignet sich hervorragend für einen mehrtägigen Roadtrip.

  • Salta
  • Purmamarca
  • Quebrada de Humahuaca
  • Salinas Grandes
  • Cafayate

🌿 Nordosten

Subtropisches Klima, dichter Regenwald und die berühmten Iguazú-Wasserfälle prägen den Nordosten Argentiniens. Wer Tierbeobachtungen abseits ausgetretener Pfade sucht, findet in den Esteros del Iberá eines der artenreichsten Feuchtgebiete Südamerikas.

  • Iguazú-Wasserfälle
  • Esteros del Iberá

🍷 Cuyo

Am Fuße der Anden liegt Argentiniens bekannteste Weinregion. Mendoza steht vor allem für Malbec, gute Restaurants und die Kulisse schneebedeckter Berge im Hintergrund.

  • Mendoza

🏔️ Patagonien

Für viele der eigentliche Grund, nach Argentinien zu reisen. Gletscher, Granitgipfel, türkisfarbene Seen und eine Atlantikküste mit Walen, Pinguinen und Seelöwen machen diese Region zum Schwergewicht der Reiseplanung – und beanspruchen entsprechend viel Zeit.

  • Martillo Island
  • Perito-Moreno-Gletscher
  • El Chaltén & Fitz Roy
  • Bariloche & die Seenregion
  • Península Valdés
  • Puerto Madryn
  • Ushuaia & Feuerland
Auf dem Circuito Chico – die Seenlandschaft um Bariloche

Die 18 schönsten Sehenswürdigkeiten in Argentinien

Damit Du siehst, wie die einzelnen Highlights zueinander liegen, haben wir sie alle auf einer Karte markiert. Auf einen Blick erkennst Du, welche Orte sich zu einer Route verbinden lassen und wie groß die Distanzen tatsächlich sind – ein Punkt, der bei der Planung einer Argentinien-Reise schnell unterschätzt wird. Während sich der Nordwesten rund um Salta gut mit dem Mietwagen erkunden lässt, liegen Patagonien und die Iguazú-Wasserfälle oft mehrere Flugstunden auseinander. Für die meisten Reisenden ist eine Kombination aus Inlandsflügen und einzelnen Roadtrip-Abschnitten die praktikabelste Lösung.


Buenos Aires & Zentralargentinien

Der Osten Argentiniens ist meist der Startpunkt jeder Rundreise. Hier triffst Du auf die pulsierende Hauptstadt Buenos Aires, dazu auf ruhigere Städte wie Rosario und Córdoba mit eigenem Charakter. Koloniale Architektur, Flusslandschaften und ein spürbar europäischer Einschlag prägen diese Region. Wer seine Reise hier beginnt, bekommt einen guten ersten Eindruck vom Land, bevor es in die entlegeneren Regionen weitergeht.

1. Buenos Aires – Tango, Kolonialbauten und die Energie einer Elf-Millionen-Metropole

Buenos Aires war unser Startpunkt in Argentinien, und schon nach den ersten Stunden war klar: Zwei Tage waren viel zu wenig. Die Stadt wechselt von Viertel zu Viertel komplett ihren Charakter. In San Telmo laufen Straßenmusiker über Kopfsteinpflaster, an den Wänden hängt Second-Hand-Ware neben Antiquitäten, und sonntags verwandelt sich die Gegend in einen riesigen Trödelmarkt. Palermo dagegen wirkt jung und aufgeräumt, mit Parks, Streetart und Cafés, in denen man problemlos einen ganzen Nachmittag verbringen kann. La Boca kennt fast jeder von den knallbunten Häusern der Caminito – auch wenn dort inzwischen deutlich mehr Souvenirläden als echtes Wohnviertel zu finden sind.

Am meisten mitgenommen haben uns aber die kleinen Momente abseits der bekannten Fotospots: ein Tangopaar, das mitten am Nachmittag auf einem Gehsteig übt, der Geruch von gegrilltem Fleisch, der durch halb San Telmo zieht, oder ein Kaffee auf einer der unzähligen Plazas. Kulinarisch ist Buenos Aires ohnehin eine eigene Reise wert – vom klassischen Asado bis zu kleinen Empanada-Ständen, an denen man für wenig Geld satt wird.

  • Beste Reisezeit: März bis Mai und September bis November, wenn Temperaturen und Luftfeuchtigkeit am angenehmsten sind.
  • Öffnungszeiten: Die Stadt selbst ist rund um die Uhr zugänglich. Museen und Sehenswürdigkeiten haben eigene, meist tagesabhängige Öffnungszeiten.
  • Eintritt: Frei zugänglich. Kosten entstehen nur für einzelne Museen, Touren oder Tango-Shows.
  • Anfahrt: Über die Flughäfen Ezeiza (EZE) für internationale und Aeroparque (AEP) für Inlandsflüge. Vom Flughafen aus bringen Dich Taxi, Shuttle oder Bus ins Zentrum.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Rechne mit mindestens drei bis vier Nächten. Wer noch Museen, eine Tango-Show oder einen Tagesausflug einplanen will, sollte eher fünf Tage einplanen.
  • Unser Tipp: Bevor Du auf eigene Faust loslegst, lohnt sich eine kostenlose Free Walking Tour durch San Telmo. Über Trinkgeld finanziert, bekommst Du dabei einen guten Überblick über die Geschichte der Stadt – und siehst ein paar Ecken, die man alleine schnell übersieht.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Buenos-Aires-Reiseführer.

Kurz & knapp

📍 Region: Buenos Aires & Zentralargentinien
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Empfohlene Aufenthaltsdauer: 3–5 Tage
💰 Eintritt: Stadt kostenlos, einzelne Attraktionen kostenpflichtig
Geeignet für: 🏛️ Kultur · 💃 Tango · 🍽️ Kulinarik · 📸 Fotografie


2. Rosario – Ruhige Flussstadt am Paraná

Rosario liegt rund 300 Kilometer nordwestlich von Buenos Aires direkt am Paraná und gilt als eine der ruhigeren Großstädte Argentiniens. Anders als in der Hauptstadt bestimmen hier breite Uferpromenaden, Parks und ein vergleichsweise entspanntes Tempo das Stadtbild.

Wahrzeichen der Stadt ist das Monumento Nacional a la Bandera, ein imposanter Denkmalkomplex zur Erinnerung an die Entstehung der argentinischen Nationalflagge. Von der Aussichtsplattform reicht der Blick über den Fluss und die Skyline Rosarios. Rund um das Monument reihen sich Cafés und Grünflächen, in denen Einheimische joggen, Rad fahren oder einfach die Zeit am Wasser verbringen.

Rosario ist zudem als Geburtsstadt von Che Guevara bekannt, entsprechend finden sich einige Museen und Erinnerungsorte zu seiner Biografie. Wer mehr Zeit mitbringt, kann von der Stadt aus eine Bootstour zu den Inseln des Paraná-Deltas unternehmen und dort ruhige Natur abseits der Stadt erleben – ein Kontrastprogramm zum urbanen Zentrum.

  • Beste Reisezeit: März bis Mai sowie September bis November bei milden Temperaturen.
  • Öffnungszeiten: Die Stadt selbst ist frei zugänglich, Museen haben individuelle Öffnungszeiten.
  • Eintritt: Öffentliche Plätze und Promenaden sind kostenlos, für Museen fallen teilweise Gebühren an.
  • Anfahrt: Rosario besitzt einen eigenen Flughafen (ROS). Alternativ verkehren komfortable Fernbusse ab Buenos Aires (etwa vier bis fünf Stunden).
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reichen ein bis zwei Übernachtungen. Wer das Paraná-Delta besuchen möchte, sollte einen weiteren Tag einplanen.
  • Unser Tipp: Der späte Nachmittag eignet sich gut für einen Spaziergang entlang der Uferpromenade bis zum Monument – zu dieser Zeit ist an der Flusspromenade meist am meisten los.
Kurz & knapp

📍 Region: Buenos Aires & Zentralargentinien
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Empfohlene Aufenthaltsdauer: 1–2 Tage
💰 Eintritt: Stadt kostenlos, Museen teilweise kostenpflichtig
Geeignet für: 🏛️ Kultur · 📸 Fotografie · 🌅 Entspannung · 🚶 Städtereise


3. Córdoba – Koloniales Erbe und junges Universitätsleben

Córdoba ist die zweitgrößte Stadt Argentiniens und verbindet koloniale Bausubstanz mit einem auffallend jungen Stadtbild – kein Wunder bei einer der größten Universitäten Lateinamerikas. Historische Kirchen und Plätze liegen hier direkt neben Bars, Cafés und einer Kulturszene, die sich deutlich vom eher europäisch geprägten Buenos Aires unterscheidet.

Zentrum der Altstadt ist der Plaza San Martín mit der Kathedrale sowie der Jesuitenkirche Iglesia de la Compañía de Jesús. Gemeinsam mit der historischen Universität gehört dieser Bereich, die sogenannte Manzana Jesuítica, zum UNESCO-Welterbe und zählt zu den bedeutendsten Kolonialbauten Argentiniens.

Mindestens genauso interessant ist die Umgebung: Die Sierras de Córdoba bieten zahlreiche Wanderwege und kleine Bergdörfer. Ein beliebtes Ziel ist der Cerro Uritorco, der für seine Aussicht und seinen Ruf als angeblicher Ort für UFO-Sichtungen bekannt ist. Dadurch lässt sich ein Besuch in Córdoba gut mit einem Ausflug in die Natur kombinieren, statt sich allein auf die Stadt zu beschränken.

  • Beste Reisezeit: März bis Mai sowie September bis November.
  • Öffnungszeiten: Historische Gebäude und Museen haben eigene Öffnungszeiten, meist mit Ruhetag.
  • Eintritt: Die Altstadt ist frei zugänglich, für Museen und einzelne Kirchen wird teils Eintritt erhoben.
  • Anfahrt: Córdoba besitzt einen internationalen Flughafen (COR). Fernbusse ab Buenos Aires benötigen etwa zehn bis zwölf Stunden.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei bis drei Übernachtungen, um sowohl die Altstadt als auch einen Ausflug in die Sierras unterzubringen.
  • Unser Tipp: Wer die Sierras de Córdoba besuchen möchte, sollte dafür einen eigenen Tag reservieren – die Strecke zum Cerro Uritorco allein nimmt bereits einiges an Zeit in Anspruch.
Kurz & knapp

📍 Region: Buenos Aires & Zentralargentinien
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Empfohlene Aufenthaltsdauer: 2–3 Tage
💰 Eintritt: Altstadt kostenlos, Museen teilweise kostenpflichtig
Geeignet für: 🏛️ Kultur · ⛪ Geschichte · 🥾 Wandern · 📸 Fotografie


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Nordwesten (Salta & Jujuy)

Der Nordwesten rund um Salta und Jujuy war für uns die größte Überraschung unserer gesamten Reise. Bunte Andenberge, endlose Salzwüsten und enge Schluchten wechseln sich hier auf engstem Raum ab. Dazu kommen kleine Kolonialstädte und eine der bekanntesten Weinregionen des Nordens rund um Cafayate. Die Region eignet sich hervorragend für einen mehrtägigen Roadtrip mit dem Mietwagen.

4. Salta – Kolonialer Charme und Ausgangspunkt für den Nordwesten

Salta* gehört für uns zu den schönsten Städten, die wir in Argentinien besucht haben. Das milde Klima, die farbenfrohen Kolonialfassaden und das ruhige Tempo machen die Stadt zu einem angenehmen Ausgangspunkt, bevor es in die Berge geht – gleichzeitig lohnt sich Salta auch für sich genommen.

Rund um den Plaza 9 de Julio reihen sich Kolonialgebäude, Cafés und die Kathedrale aneinander. Für uns war das Museo de Arqueología de Alta Montaña (MAAM) der spannendste Programmpunkt: Hier werden drei Inka-Mumien ausgestellt, die auf über 6.700 Metern Höhe am Vulkan Llullaillaco gefunden wurden – ein Thema, das durchaus zwiespältig diskutiert wird, gerade was den Umgang mit den Funden betrifft. Wer es körperlicher mag, fährt mit der Seilbahn auf den Cerro San Bernardo und blickt von dort über die gesamte Stadt.

Salta ist aber vor allem ein Sprungbrett: Von hier aus erreichst Du die bunten Berge um Purmamarca, die Quebrada de Humahuaca, die Salinas Grandes und die Weinregion Cafayate binnen weniger Stunden. Wer einen Roadtrip durch den Nordwesten plant, kommt an dieser Stadt kaum vorbei.

  • Beste Reisezeit: April bis November, meist trocken und mit angenehmen Temperaturen tagsüber.
  • Öffnungszeiten: Die Altstadt ist jederzeit zugänglich, Museum und Seilbahn haben feste Tageszeiten.
  • Eintritt: Altstadt kostenlos, für Museum und Seilbahn wird Eintritt fällig.
  • Anfahrt: Salta besitzt einen internationalen Flughafen (SLA) mit guter Anbindung an Buenos Aires.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Mindestens drei Übernachtungen, damit neben der Stadt auch Zeit für erste Ausflüge in die Umgebung bleibt.
  • Unser Tipp: Miete Deinen Wagen direkt in Salta und starte von hier den Roadtrip durch die Provinzen Salta und Jujuy. Dieser Teil Argentiniens hat uns mehr überrascht als jede andere Region der Reise.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Salta-Reiseführer.

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📍 Region: Nordwesten
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4/5)
🕒 Empfohlene Aufenthaltsdauer: 3–4 Tage
💰 Eintritt: Altstadt kostenlos, Museum & Seilbahn kostenpflichtig
Geeignet für: 🏛️ Kultur · 📸 Fotografie · 🚗 Roadtrip · 🍽️ Kulinarik


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5. Purmamarca – Der Berg der sieben Farben

Purmamarca* ist nur ein kleines Dorf, aber der Cerro de los Siete Colores direkt dahinter sorgt dafür, dass fast jeder Argentinien-Reisende früher oder später hier vorbeikommt. Je nach Tageszeit und Lichteinfall verschieben sich die Farbtöne im Gestein zwischen Rot, Ocker, Grün und Violett – wir haben so etwas vorher noch nicht gesehen, und die Farben wirken auf Fotos fast zu kräftig, um echt zu sein.

Rund um den Dorfplatz verkaufen Einheimische Textilien, Schmuck und Kunsthandwerk, in kleinen Restaurants gibt es regionale Küche wie Locro oder Tamales. Das Dorf selbst lässt sich in ein bis zwei Stunden zu Fuß erkunden, doch der eigentliche Grund für einen Besuch liegt draußen: Bereits eine kurze Fahrt oder Wanderung um den Ort herum bringt weitere Blickwinkel auf die Berge.

Am schönsten fanden wir die frühen Morgenstunden, wenn das Licht noch flach steht und kaum andere Besucher unterwegs sind.

  • Beste Reisezeit: April bis November, trockene Luft und meist klarer Himmel.
  • Öffnungszeiten: Dorf und Aussichtspunkte sind durchgehend zugänglich.
  • Eintritt: Kostenlos.
  • Anfahrt: Mit dem Mietwagen oder per Tagestour ab Salta oder San Salvador de Jujuy.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Eine Übernachtung reicht für das Wesentliche, mit zwei Nächten lässt sich die Umgebung entspannter erkunden.
  • Unser Tipp: Steh für den Sonnenaufgang auf – zu dieser Zeit wirken die Farben am kräftigsten, und der Ort gehört noch fast Dir allein.

➡️ Hier findest Du unseren Artikel zu einem 4-Tage Roadtrip durch die Region Jujuy.

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📍 Region: Nordwesten
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Empfohlene Aufenthaltsdauer: 1–2 Tage
💰 Eintritt: Kostenlos
Geeignet für: 🏔️ Landschaft · 📸 Fotografie · 🚗 Roadtrip · 🥾 Wandern


6. Quebrada de Humahuaca – Schlucht mit jahrtausendealter Geschichte

Die Quebrada de Humahuaca* zieht sich über etwa 150 Kilometer durch den Nordwesten und wurde zurecht zum UNESCO-Welterbe erklärt. Was uns am meisten überrascht hat: wie stark sich die Landschaft innerhalb weniger Kilometer verändert. Rote Felswände wechseln sich mit gelben und violetten Gesteinsschichten ab, dazwischen liegen kleine Orte wie Tilcara, Maimará oder Humahuaca, in denen indigene Traditionen bis heute Alltag sind. Der berühmteste Ort unterwegs ist der Hornocal, der Berg der 14 farben der auf über 4000 Meter liegt. Für uns der schönste Regenbogenberg, den wir bisher sehen durften.

Mit dem Mietwagen lässt sich die Strecke gut in eigenem Tempo befahren. Wir sind immer wieder angehalten, haben uns Aussichtspunkte angeschaut und haben den Berg der 14 Farben, den Hornocal besucht. Besonders Tilcara mit seinem kleinen archäologischen Freilichtmuseum, dem Pucará – von dort oben reicht der Blick weit über die Schlucht.

Wer nur bis Purmamarca fährt und dann umdreht, verpasst aus unserer Sicht die interessanteren Orte der Region. Gerade die kleineren Dörfer entlang der Strecke und der Hornocal lohnen einen Stopp.

  • Beste Reisezeit: April bis November.
  • Öffnungszeiten: Die Schlucht und selbst ist frei zugänglich, das Pucará in Tilcara hat feste Öffnungszeiten.
  • Eintritt: Straße kostenlos, für das Pucará in Tilcara und den Hornocal wird eine kleine Gebühr fällig.
  • Anfahrt: Am besten mit dem Mietwagen ab Salta oder Jujuy, alternativ per Tagestour.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Plane mindestens einen ganzen Tag ein, besser zwei, um auch Tilcara und Humahuaca zu besuchen.
  • Unser Tipp: Fahr nicht nur bis Purmamarca. Tilcara und Humahuaca liegen etwas weiter, sind aber mindestens genauso sehenswert und deutlich weniger überlaufen.

➡️ Hier findest Du unseren Artikel zu einem 4-Tage Roadtrip durch die Region Jujuy.

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📍 Region: Nordwesten
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Empfohlene Aufenthaltsdauer: 1–2 Tage
💰 Eintritt: Kostenlos (Pucará kostenpflichtig)
Geeignet für: 🚗 Roadtrip · 📸 Fotografie · 🏛️ Kultur · 🏔️ Landschaft


7. Salinas Grandes – Weißes Salz auf 3.400 Metern

Die Fahrt zu den Salinas Grandes über die Ruta 52 war für uns fast genauso eindrücklich wie das Ziel selbst. Die Straße windet sich über den Abra de Potrerillos auf mehr als 4.000 Meter, vorbei an Kakteen, Lamas und immer neuen Ausblicken auf die Anden.

Auf den Salzpfannen angekommen, wird schnell klar, warum viele Besucher hier ins Staunen geraten: Die Fläche wirkt komplett flach und endlos weiß, der Übergang zum Horizont ist kaum auszumachen. Ein lokaler Guide begleitet Dich auf das Salzfeld, erklärt den traditionellen Abbau und hilft bei den bekannten Perspektivfotos, bei denen sich Größenverhältnisse durch die fehlenden Bezugspunkte verschieben.

Die Höhe merkt man hier deutlich – schon kurze Strecken zu Fuß gehen langsamer als gewohnt. Wer aus dem Flachland kommt, sollte sich vorher etwas Zeit zur Akklimatisierung nehmen, idealerweise über ein paar Tage in Salta oder Purmamarca.

  • Beste Reisezeit: April bis November bei trockenem Wetter und guter Sicht.
  • Öffnungszeiten: Täglich geöffnet, meist bis zum späten Nachmittag.
  • Eintritt: Guide-Gebühr wird vor Ort direkt bezahlt.
  • Anfahrt: Mit dem Mietwagen oder per Tagestour ab Purmamarca oder Salta über die Ruta 52.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei bis vier Stunden vor Ort reichen aus, rechne aber genügend Zeit für die Anfahrt ein.
  • Unser Tipp: Nimm Sonnencreme, Sonnenbrille und Wasser mit. Die UV-Strahlung ist auf dem weißen Salz in dieser Höhe deutlich stärker, als man erwartet.

➡️ Hier findest Du unseren Artikel zu einem 4-Tage Roadtrip durch die Region Jujuy.

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📍 Region: Nordwesten
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Empfohlene Aufenthaltsdauer: 2–4 Stunden 💰 Eintritt: Guide-Gebühr vor Ort
Geeignet für: 📸 Fotografie · 🚗 Roadtrip · 🏔️ Landschaft · 🌞 Natur


8. Cafayate – Wein zwischen roten Felsen

Cafayate* war für uns der passende Abschluss des Roadtrips durch den Nordwesten. Die Stadt ist vor allem für ihren Torrontés bekannt, einen aromatischen Weißwein, der in dieser Höhe und Trockenheit besonders gut gedeiht. Gleichzeitig liegt Cafayate in einer der schönsten Landschaften der Region.

Schon die Anfahrt durch die Quebrada de las Conchas ist Teil des Erlebnisses: riesige rote Felsformationen, enge Schluchten und immer wieder Aussichtspunkte mit Namen wie Garganta del Diablo oder Anfiteatro, die zum Anhalten einladen.

In Cafayate selbst geht es ruhiger zu als in Mendoza. Rund um den Hauptplatz reihen sich kleine Weingüter, in denen Du direkt beim Erzeuger verkosten kannst, oft in familiärer Atmosphäre statt im großen Betrieb. Auch wer sich für Wein wenig interessiert, findet in der Landschaft rund um die Stadt genug Gründe für einen Stopp.

  • Beste Reisezeit: März bis Mai sowie September bis November.
  • Öffnungszeiten: Weingüter haben individuelle Öffnungszeiten, meist mit Mittagspause.
  • Eintritt: Stadt kostenlos, Weinproben und Führungen kostenpflichtig.
  • Anfahrt: Mit dem Mietwagen oder Bus ab Salta, am besten tagsüber wegen der Aussichtspunkte entlang der Strecke.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei Übernachtungen, um sowohl Weingüter als auch Umgebung in Ruhe zu erkunden.
  • Unser Tipp: Plane für die Strecke zwischen Salta und Cafayate genügend Pufferzeit ein. Wer durchfährt, verpasst die schönsten Aussichtspunkte der Quebrada de las Conchas.
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📍 Region: Nordwesten
⭐ Unsere Bewertung: nicht selbst besucht
🕒 Empfohlene Aufenthaltsdauer: 2 Tage
💰 Eintritt: Stadt kostenlos, Weinproben kostenpflichtig
Geeignet für: 🍷 Wein · 📸 Fotografie · 🚗 Roadtrip · 🏔️ Landschaft


Nordosten

Im Nordosten Argentiniens wird es subtropisch: dichter Regenwald, hohe Luftfeuchtigkeit und eine Tierwelt, die sich deutlich von der des restlichen Landes unterscheidet. Bekanntestes Ziel sind die Iguazú-Wasserfälle direkt an der Grenze zu Brasilien. Wer zusätzlich Zeit mitbringt, findet in den Esteros del Iberá eines der artenreichsten Feuchtgebiete Südamerikas – deutlich ruhiger und touristisch weniger erschlossen.

9. Iguazú-Wasserfälle – 275 Fälle auf fast drei Kilometern

Die Iguazú-Wasserfälle waren für uns einer der Programmpunkte, auf den wir uns am meisten gefreut hatten – und trotzdem hat uns die Größe vor Ort noch überrascht. Auf fast drei Kilometern Breite stürzen insgesamt 275 einzelne Fälle in die Tiefe, umgeben von dichtem Regenwald.

Wir haben zwei Tage im Nationalpark verbracht. Der obere Rundweg führt oberhalb der Fälle entlang und bietet weite Ausblicke, der untere Weg bringt Dich dagegen bis auf wenige Meter an das Wasser heran. Höhepunkt ist für die meisten die Garganta del Diablo, ein hufeisenförmiger Abschnitt, an dem enorme Wassermassen förmlich im eigenen Nebel verschwinden – dort steht man länger, als man eigentlich vorhatte, einfach weil es schwerfällt, wieder zu gehen.

Neben den Fällen hat uns auch der Regenwald selbst überrascht: Tukane in den Bäumen, Nasenbären, die sich an Rucksäcken zu schaffen machen, und ständig neue Geräusche aus dem Dickicht. Eine Bootstour direkt unter die Fälle rundet den Besuch ab – nass wird dabei garantiert jeder.

  • Beste Reisezeit: Ganzjährig möglich, am angenehmsten sind März bis Mai und September bis November.
  • Öffnungszeiten: Der Nationalpark hat täglich geöffnet, meist von morgens bis zum späten Nachmittag.
  • Eintritt: Eintritt in den Nationalpark erforderlich, Tickets gibt es vor Ort oder online.
  • Anfahrt: Von Puerto Iguazú aus mit Bus, Taxi oder Mietwagen in wenigen Minuten erreichbar.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei volle Tage, damit beide Rundwege sowie eine Bootstour ohne Zeitdruck möglich sind.
  • Unser Tipp: Pack Wechselkleidung für die Bootstour ein und bewahre elektronische Geräte in einer wasserdichten Tasche auf – der Sprühnebel reicht deutlich weiter, als man denkt.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Guide zu den Iguazú-Wasserfällen.

Kurz & knapp

📍 Region: Nordosten
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Empfohlene Aufenthaltsdauer: 2 Tage
💰 Eintritt: Nationalpark kostenpflichtig
Geeignet für: 🌿 Natur · 📸 Fotografie · 🚤 Bootstour · 🥾 Wandern


10. Esteros del Iberá – Feuchtgebiet abseits der Touristenrouten

Die Esteros del Iberá zählen zu den größten Feuchtgebieten Südamerikas, sind touristisch aber deutlich weniger erschlossen als etwa die Iguazú-Wasserfälle oder Patagonien. Wer sich für Tierbeobachtung abseits der bekannten Routen interessiert, findet hier eine der artenreichsten Regionen des Landes.

Auf Boots- und Wandertouren lassen sich Kaimane, Capybaras – die größten Nagetiere der Welt – sowie zahlreiche Vogelarten beobachten, mit etwas Glück auch der seltene Sumpfhirsch. Die Landschaft unterscheidet sich deutlich vom Rest Argentiniens: Statt Bergen oder trockener Steppe prägen hier Lagunen, Schilfgürtel und dichte Ufervegetation das Bild.

Weil das Gebiet weniger stark besucht wird als andere Nationalparks des Landes, gilt Iberá bei Naturreisenden zunehmend als Geheimtipp. Für eine ausgewogene Rundreise durch Argentinien bietet die Region einen ruhigen Gegenpol zu den bekannteren Stationen im Norden und Süden.

  • Beste Reisezeit: April bis Oktober, angenehme Temperaturen und gute Sichtungschancen.
  • Öffnungszeiten: Die Schutzgebiete sind täglich geöffnet, Boots- und Safaritouren starten zu festen Zeiten.
  • Eintritt: Je nach Schutzgebiet fallen Eintritts- oder Guide-Gebühren an.
  • Anfahrt: Am einfachsten mit dem Mietwagen oder einem Transfer ab Posadas oder Corrientes.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei bis drei Übernachtungen, damit sich mehrere Boots- und Beobachtungstouren lohnen.
  • Unser Tipp: Ein Fernglas erleichtert die Tierbeobachtung deutlich, da sich viele Tiere in größerer Entfernung aufhalten.
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📍 Region: Nordosten
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht) 🕒 Empfohlene Aufenthaltsdauer: 2–3 Tage
💰 Eintritt: Teilweise kostenpflichtig
Geeignet für: 🦜 Tierbeobachtung · 🌿 Natur · 🚤 Bootstour · 📸 Fotografie


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Cuyo

Cuyo liegt am Fuß der Anden und ist vor allem für seinen Weinbau bekannt. Mendoza gilt als Zentrum der Region und ist gleichzeitig Ausgangspunkt für Ausflüge in die umliegenden Berge. Wer Wein, gutes Essen und Berglandschaft miteinander verbinden möchte, ist hier richtig.

11. Mendoza – Weinregion am Fuß der Anden

Mendoza* gilt als Zentrum des argentinischen Weinbaus und taucht in nahezu jeder Argentinien-Route auf. Die Stadt liegt am Fuß der Anden, was ihr eine ungewöhnliche Kulisse verschafft: schneebedeckte Gipfel im Hintergrund, davor Weinberge, die sich über weite Flächen erstrecken.

Bekannt ist die Region vor allem für Malbec, mittlerweile so etwas wie der inoffizielle Nationalwein Argentiniens. Rund um Mendoza liegen zahlreiche Bodegas unterschiedlicher Größe, von großen Weingütern mit Restaurant bis zu kleinen Familienbetrieben. Viele bieten Führungen mit anschließender Verkostung an, einige lassen sich gut mit dem Fahrrad verbinden.

Auch die Stadt selbst hat einiges zu bieten: Rund um die Plaza Independencia reihen sich Cafés, Restaurants und kleine Läden. Wer aktiver unterwegs sein möchte, findet in den umliegenden Anden Möglichkeiten zum Wandern, Mountainbiken oder Rafting – Mendoza lässt sich also nicht nur als Weinreiseziel, sondern auch als Ausgangspunkt für die Berge nutzen.

  • Beste Reisezeit: März bis Mai sowie September bis November.
  • Öffnungszeiten: Weingüter haben individuelle Öffnungszeiten und bieten meist geführte Touren an.
  • Eintritt: Stadt kostenlos, Weinverkostungen und Führungen kostenpflichtig.
  • Anfahrt: Mendoza besitzt einen internationalen Flughafen (MDZ), zudem gute Fernbusverbindungen.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei bis drei Übernachtungen, um Stadt und Weinregion in Ruhe kennenzulernen.
  • Unser Tipp: Weinverkostungen in der Hauptsaison möglichst im Voraus buchen – beliebte Bodegas sind teilweise Wochen vorher ausgebucht.
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📍 Region: Cuyo
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Empfohlene Aufenthaltsdauer: 2–3 Tage
💰 Eintritt: Stadt kostenlos, Weinproben kostenpflichtig
Geeignet für: 🍷 Wein · 🍽️ Kulinarik · 🚴 Radfahren · 🏔️ Landschaft


Patagonien

Patagonien ist für viele Reisende der eigentliche Grund, nach Argentinien zu fliegen. Gletscher, Granittürme, türkisfarbene Seen und eine Atlantikküste voller Wale, Pinguine und Seelöwen liegen hier auf engem Raum beieinander – auch wenn die Distanzen innerhalb der Region selbst beträchtlich sind. Wandern, Roadtrips und Tierbeobachtung lassen sich in Patagonien besonders gut kombinieren. Plane für diese Region allein schon mehrere Wochen ein, wenn Du sie in Ruhe erleben möchtest.

12. Perito-Moreno-Gletscher – Eiswand mit Donnergeräusch

Schon von der ersten Aussichtsplattform aus wirkt der Perito Moreno gewaltig – die Eiswand erreicht an manchen Stellen 70 Meter Höhe, und die Ausmaße lassen sich kaum in Relation setzen, solange man nicht selbst davorsteht. Wir haben mehrere Stunden auf den verschiedenen Stegen verbracht und den Gletscher aus immer neuen Blickwinkeln betrachtet.

Am meisten im Gedächtnis geblieben ist uns das Geräusch: Immer wieder brechen große Eisblöcke ab und stürzen mit lautem Krachen in den Lago Argentino. Man hört es oft, bevor man überhaupt sieht, wo genau es passiert ist – und dreht sich dann gerade rechtzeitig um, um die letzten Spritzer im Wasser zu erwischen.

Wer noch näher heran möchte, kann eine Bootstour entlang der Eiskante buchen oder an einer geführten Minitrekking-Tour direkt auf dem Gletscher teilnehmen. Uns hat aber schon der Blick von den Stegen vollkommen ausgereicht, um zu verstehen, warum dieser Ort so bekannt ist.

  • Beste Reisezeit: Oktober bis April, wenn die Temperaturen in Patagonien am mildesten sind.
  • Öffnungszeiten: Der Nationalpark Los Glaciares ist täglich geöffnet.
  • Eintritt: Eintritt in den Nationalpark erforderlich.
  • Anfahrt: Ab El Calafate mit Mietwagen, Shuttlebus oder geführter Tour in etwa anderthalb Stunden.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Ein ganzer Tag reicht für die Stege, wer eine Bootstour oder Gletscherwanderung dazubucht, sollte etwas mehr Zeit einplanen.
  • Unser Tipp: Nimm Dir Zeit auf den unterschiedlichen Ebenen der Stege – jede Plattform zeigt einen anderen Ausschnitt der Eiswand, und mit etwas Geduld erlebst Du auch einen abbrechenden Eisblock.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Guide zum Perito-Moreno-Gletscher.

Kurz & knapp

📍 Region: Patagonien
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Empfohlene Aufenthaltsdauer: 1 Tag
💰 Eintritt: Nationalpark kostenpflichtig
Geeignet für: 🧊 Natur · 📸 Fotografie · 🚤 Bootstour · 🥾 Wandern


13. El Chaltén – Wanderhauptstadt am Fitz Roy

El Chaltén ist ein kleines Bergdorf, das komplett auf Wanderer ausgerichtet ist – und genau das macht den Ort so angenehm. Fast alle Trails beginnen direkt am Ortsrand, sodass Du innerhalb weniger Minuten mitten im Nationalpark Los Glaciares stehst, ohne Bus oder Auto zu brauchen.

Wir sind fast eine Woche geblieben und hätten problemlos noch länger dortbleiben können. Die Wanderung zur Laguna de los Tres mit Blick auf den Fitz Roy war für uns die anstrengendste, aber auch lohnendste Tour der gesamten Reise – der letzte Anstieg zieht sich, die Aussicht am See entschädigt aber vollständig dafür. Etwas entspannter, aber landschaftlich mindestens genauso schön, ist die Wanderung zur Laguna Torre mit Blick auf den gleichnamigen Granitturm.

Was uns überrascht hat, war das Wetter: An einem Morgen zeigte sich der Fitz Roy komplett wolkenfrei, Stunden später war er im Nebel verschwunden, und am Nachmittag kam wieder die Sonne heraus. Wer mehrere Tage bleibt, erhöht die Chancen auf klare Sicht deutlich – ein Tagesausflug reicht dafür kaum.

  • Beste Reisezeit: November bis März, beste Bedingungen zum Wandern.
  • Öffnungszeiten: Ort und Wanderwege sind jederzeit zugänglich.
  • Eintritt: Zugang zum Ort kostenlos, für einzelne Nationalparkbereiche können Gebühren anfallen.
  • Anfahrt: Mit Bus oder Mietwagen ab El Calafate in etwa drei Stunden.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Drei bis vier Übernachtungen, Wanderfreunde können problemlos eine ganze Woche einplanen.
  • Unser Tipp: Starte die Wanderung zur Laguna de los Tres möglichst früh am Morgen – dann sind die Wege leerer, und die Chance auf einen wolkenfreien Fitz Roy ist höher.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen El-Chaltén-Wanderführer.

Kurz & knapp

📍 Region: Patagonien
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Empfohlene Aufenthaltsdauer: 3–5 Tage
💰 Eintritt: Wanderwege kostenlos
Geeignet für: 🥾 Wandern · 🏔️ Berge · 📸 Fotografie · 🌿 Natur


14. Bariloche & die Seenregion – Berge, Seen und viel Schokolade

Bariloche* liegt am Nahuel-Huapi-See, umgeben von Wäldern und schneebedeckten Bergen – eine Kulisse, die dem Ort schnell den Beinamen „argentinische Schweiz“ eingebracht hat. Gleichzeitig hat die Stadt einen eigenen, deutlich südamerikanischeren Charakter.

Wir haben mehrere Tage dort verbracht, die meiste Zeit auf der Circuito Chico, einer Panoramastraße mit Blick auf türkisfarbene Seen, bewaldete Hänge und kleine Buchten. Immer wieder haben wir angehalten, sind kurze Stücke gewandert oder haben einfach nur den Ausblick vom Cerro Campanario genossen, der sich über eine kurze Sesselliftfahrt erreichen lässt.

Was uns fast noch mehr beschäftigt hat als die Landschaft: die Schokolade. Bariloche gilt als Schokoladenhauptstadt Argentiniens, an fast jeder Straßenecke findet sich eine Chocolatería. Unser Favorit war Rapanui, vor allem wegen des Frambuesa – gefrorene Himbeeren, umhüllt von Schokolade. Wir waren während unseres Aufenthalts mehrfach dort, was für unsere Reisegewohnheiten eher ungewöhnlich ist. Für uns gehört diese Süßigkeit zu den besten Dingen, die wir während der gesamten Südamerika-Reise gegessen haben.

  • Beste Reisezeit: Dezember bis März zum Wandern, Juni bis August für Wintersport.
  • Öffnungszeiten: Die Stadt ist jederzeit zugänglich, Bergbahnen haben saisonale Öffnungszeiten.
  • Eintritt: Stadt kostenlos, für Bergbahnen und Bootsfahrten fallen Gebühren an.
  • Anfahrt: Bariloche besitzt einen eigenen Flughafen (BRC) mit guter Anbindung an andere Landesteile.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Vier bis fünf Übernachtungen, um die Region ohne Zeitdruck zu erkunden.
  • Unser Tipp: Fahr die komplette Circuito Chico mit dem Mietwagen und plane genügend Stopps ein. Einen Abstecher zu Rapanui und dem Frambuesa solltest Du Dir dabei nicht entgehen lassen.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Bariloche-Reiseführer.

Kurz & knapp

📍 Region: Patagonien
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Empfohlene Aufenthaltsdauer: 4–5 Tage
💰 Eintritt: Stadt kostenlos, einzelne Attraktionen kostenpflichtig
Geeignet für: 🥾 Wandern · 🏔️ Berge · 🍫 Kulinarik · 📸 Fotografie


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15. Península Valdés – UNESCO-Welterbe für Tierbeobachtung

Die Península Valdés* an der Atlantikküste Patagoniens wurde zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt und gilt als einer der zuverlässigsten Orte Südamerikas für Tierbeobachtungen im Meer. Je nach Saison lassen sich hier Südliche Glattwale, Orcas, See-Elefanten, Seelöwen und Magellan-Pinguine beobachten.

Zwischen Juni und Dezember ziehen Wale in die geschützten Buchten der Halbinsel, um dort ihre Jungen zur Welt zu bringen – eine der bekanntesten Walbeobachtungsmöglichkeiten weltweit. In den Sommermonaten kommen zusätzlich Orcas an die Küste, die dort ihre für die Region typische, riskante Jagdtechnik anwenden, bei der sie kurzzeitig an Land gehen, um Seelöwen zu erbeuten.

Neben der Tierwelt prägt auch die Landschaft selbst die Halbinsel: karge Steppen, weite Küstenlinien und einsame Strände. Entlang der Zufahrtsstraßen sind zudem häufig Guanakos und Nandus zu sehen.

  • Beste Reisezeit: Juni bis Dezember für Walbeobachtung, September bis März für Pinguine.
  • Öffnungszeiten: Die Halbinsel ist täglich zugänglich.
  • Eintritt: Eintritt in das Schutzgebiet erforderlich.
  • Anfahrt: Ausgangspunkt ist meist Puerto Madryn, von dort mit Mietwagen oder geführter Tour.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei Tage, um verschiedene Tierkolonien ohne Zeitdruck zu besuchen.
  • Unser Tipp: Wer zwischen Juni und Dezember reist, sollte eine Walbeobachtungstour fest einplanen – die Chancen auf Sichtungen sind in dieser Zeit besonders hoch.
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📍 Region: Patagonien
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Empfohlene Aufenthaltsdauer: 2 Tage
💰 Eintritt: Schutzgebiet kostenpflichtig Geeignet für: 🐋 Tierbeobachtung · 📸 Fotografie · 🌿 Natur · 🚗 Roadtrip


16. Puerto Madryn – Tor zur Tierwelt der Atlantikküste

Puerto Madryn* dient den meisten Reisenden als Basis, um die Tierwelt der Atlantikküste zu erkunden. Die Stadt liegt direkt am Golfo Nuevo und ist der übliche Ausgangspunkt für Ausflüge zur Península Valdés.

Von hier starten Tagestouren zur Walbeobachtung, zu Pinguinkolonien oder auf die Halbinsel selbst. Auch die Stadt selbst hat einen eigenen Reiz: eine lange Uferpromenade, ruhige Strände und Restaurants, die frischen Fisch und Meeresfrüchte servieren. Die beste Zeit für Schnorchelausflüge mit Seelöwen liegt zwischen Dezember und März, ein Angebot, das zunehmend nachgefragt wird.

Wer mehrere Tage bleibt, kann verschiedene Tierbeobachtungen gut miteinander kombinieren, statt alles in einen einzigen, langen Tagesausflug zu packen. Das macht Puerto Madryn vor allem für Reisende interessant, die sich gezielt Zeit für Natur und Tierwelt nehmen möchten, ohne dabei auf eine gewisse touristische Infrastruktur verzichten zu müssen.

  • Beste Reisezeit: Juni bis Dezember für Wale, September bis März für Pinguine.
  • Öffnungszeiten: Stadt jederzeit zugänglich, Touren starten zu festen Zeiten.
  • Eintritt: Stadt kostenlos, Touren und Nationalparks kostenpflichtig.
  • Anfahrt: Nächstgelegener Flughafen ist Trelew, zudem gute Fernbusverbindungen.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Zwei bis drei Übernachtungen, um mehrere Ausflüge unterzubringen.
  • Unser Tipp: Buche Wal- oder Pinguintouren frühzeitig, gerade in der Hauptsaison sind viele Termine schnell ausgebucht.
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📍 Region: Patagonien
⭐ Unsere Bewertung: – (nicht selbst besucht)
🕒 Empfohlene Aufenthaltsdauer: 2–3 Tage
💰 Eintritt: Stadt kostenlos, Touren kostenpflichtig
Geeignet für: 🐋 Tierbeobachtung · 🌊 Küste · 📸 Fotografie · 🍽️ Kulinarik


17. Ushuaia – Die südlichste Stadt der Welt

Ushuaia* trägt den Titel „südlichste Stadt der Welt“, eingeklemmt zwischen den Anden und dem Beagle-Kanal. Allein die Lage macht den Ort zu etwas Besonderem – hier endet die Panamericana, und von hier starten Expeditionsschiffe in Richtung Antarktis.

Die Anreise über die letzten Ausläufer der Anden war für uns bereits ein eigenes Erlebnis: schroffe, teils schneebedeckte Gipfel, die direkt bis ans Wasser reichen. Von der Uferpromenade blickst Du auf den Beagle-Kanal, während im Hintergrund die Berge aufragen.

Im Tierra-del-Fuego-Nationalpark führen Wanderwege durch Wälder und Moore bis zum südlichen Ende der Panamericana. Ebenfalls empfehlenswert ist eine Bootsfahrt auf dem Beagle-Kanal, bei der wir Seelöwen und Kormorane auf kleinen Felsinseln beobachten konnten, mit etwas Glück lassen sich auch Delfine blicken. Wer noch weiter in den Süden möchte, findet in Ushuaia den Ausgangspunkt für Antarktis-Expeditionen – für uns eher eine Randnotiz, aber sicher ein Grund, warum manche Reisende extra für diesen Punkt anreisen.

  • Beste Reisezeit: November bis März bei den mildesten Temperaturen.
  • Öffnungszeiten: Stadt jederzeit zugänglich, Nationalpark und Bootstouren haben feste Zeiten.
  • Eintritt: Nationalpark und Bootsausflüge kostenpflichtig.
  • Anfahrt: Ushuaia besitzt einen internationalen Flughafen (USH) mit direkten Inlandsflügen.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Drei Übernachtungen, um Nationalpark und Bootstour unterzubringen.
  • Unser Tipp: Nutze ein Wetterfenster für die Bootsfahrt auf dem Beagle-Kanal – der Blick auf Stadt und Berge vom Wasser aus ist eine völlig andere Perspektive als von Land.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Ushuaia-Reiseführer.

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📍 Region: Patagonien
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Empfohlene Aufenthaltsdauer: 3 Tage
💰 Eintritt: Nationalpark und Touren kostenpflichtig
Geeignet für: 🥾 Wandern · 🚤 Bootstour · 🏔️ Landschaft · 📸 Fotografie


18. Martillo Island – Pinguine aus nächster Nähe

Martillo Island im Beagle-Kanal beherbergt eine Kolonie von Magellan-Pinguinen und einigen wenigen Eselspinguinen, die zwischen Oktober und März dort brüten. Der Ausflug beginnt mit einer Bootsfahrt durch den Kanal, vorbei an kleineren Inseln mit Seelöwen und Kormoranen.

Je nach gebuchter Tour lassen sich die Pinguine entweder vom Boot aus beobachten oder, unter Aufsicht eines Guides, aus nächster Nähe an Land. Die Gruppen werden dabei klein gehalten, und die Guides achten darauf, dass genügend Abstand zu den Tieren bleibt, damit die Kolonie möglichst wenig gestört wird.

Von den Tierbeobachtungen unserer gesamten Argentinien-Reise war dieser Ausflug für uns einer der schönsten. Die neugierigen Pinguine, die karge Küstenlandschaft Feuerlands im Hintergrund und die vergleichsweise kurze Dauer des Ausflugs machen Martillo Island zu einer guten Ergänzung für jeden Ushuaia-Aufenthalt.

  • Beste Reisezeit: Oktober bis März, während der Brutzeit der Pinguine.
  • Öffnungszeiten: Nur im Rahmen geführter Touren zugänglich.
  • Eintritt: Tour kostenpflichtig.
  • Anfahrt: Die Bootsausflüge starten in der Regel direkt in Ushuaia.
  • Unsere Empfehlung für Deinen Aufenthalt: Ein halber bis ganzer Tag reicht für den Ausflug.
  • Unser Tipp: Buche die Tour frühzeitig, die Teilnehmerzahl ist begrenzt und beliebte Termine sind oft Wochen im Voraus ausgebucht.

➡️ Hier findest Du unseren ausführlichen Guide zur Bootstour im Beagle Kanal zu Martillo Island.

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📍 Region: Patagonien
⭐ Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
🕒 Empfohlene Aufenthaltsdauer: Halbtagesausflug
💰 Eintritt: Tour kostenpflichtig
Geeignet für: 🐧 Tierbeobachtung · 🚤 Bootstour · 📸 Fotografie · 🌿 Natur


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Welche Argentinien Reise passt zu Dir?

Argentinien lässt sich auf ganz unterschiedliche Arten bereisen, je nachdem, wie viel Zeit Du mitbringst und worauf Du Lust hast. Hier ein paar Vorschläge, mit welchen Highlights sich verschiedene Reisetypen gut kombinieren lassen.

Zum ersten Mal in Argentinien (2–3 Wochen) Für einen ersten Überblick empfiehlt sich eine Kombination aus Großstadt, Wasserfällen, Gletschern und Bergen:

  • Buenos Aires
  • Iguazú-Wasserfälle
  • El Calafate mit dem Perito-Moreno-Gletscher
  • El Chaltén
  • Bariloche

Für Roadtrip-Fans Unser persönlicher Favorit ist der Nordwesten rund um Salta und Jujuy – für uns einer der abwechslungsreichsten Roadtrips Südamerikas:

  • Salta
  • Purmamarca
  • Quebrada de Humahuaca
  • Salinas Grandes
  • Cafayate
  • Quebrada de las Conchas

Für Wanderfreunde Wer gerne wandert, kommt an Patagonien kaum vorbei:

  • El Chaltén
  • Fitz Roy
  • Laguna de los Tres
  • Laguna Torre
  • Perito-Moreno-Gletscher
  • Bariloche
  • Tierra-del-Fuego-Nationalpark

Für Tierliebhaber Argentinien zählt zu den ergiebigsten Ländern Südamerikas für Tierbeobachtungen:

  • Iguazú-Nationalpark
  • Península Valdés
  • Puerto Madryn
  • Martillo Island
  • Esteros del Iberá

Je nach Reisezeit lassen sich hier Wale, Orcas, Pinguine, Seelöwen, Capybaras, Kaimane und zahlreiche Vogelarten beobachten.

Für Genießer Auch kulinarisch hat das Land einiges zu bieten:

  • Steak und Asado in Buenos Aires
  • Weinverkostungen in Mendoza oder Cafayate
  • Empanadas im Nordwesten
  • Schokolade in Bariloche

Besonders die Schokolade von Rapanui in Bariloche ist uns in Erinnerung geblieben – das Frambuesa gehört für uns zu den besten Süßigkeiten unserer gesamten Südamerika-Reise.

Die schönsten Strände Argentiniens

Auch wenn Argentinien vor allem für Gletscher, Berge und Weite bekannt ist, verfügt das Land über eine mehrere tausend Kilometer lange Atlantikküste mit einigen Badeorten. Zu den bekanntesten zählen:

  • Mar del Plata – der bekannteste Badeort Argentiniens
  • Las Grutas – klares Wasser im Norden Patagoniens
  • Puerto Madryn – Strand und Tierbeobachtung an einem Ort
  • Pinamar – beliebtes Ferienziel südlich von Buenos Aires

Für einen klassischen Strandurlaub eignen sich Länder wie Brasilien oder Uruguay allerdings deutlich besser. Die argentinische Küste versteht sich eher als Zusatzprogramm während einer Rundreise, nicht als eigenständiges Reiseziel.

Fitz Roy Massiv in El Chalten

Häufig gestellte Fragen zu Sehenswürdigkeiten in Argentinien

Was sind die schönsten Sehenswürdigkeiten in Argentinien?

Aus unserer Sicht zählen die Iguazú-Wasserfälle, der Perito-Moreno-Gletscher, El Chaltén mit dem Fitz Roy, Buenos Aires und der Nordwesten rund um Salta zu den stärksten Argumenten für eine Argentinien-Reise. Jeder dieser Orte steht für eine andere Seite des Landes: Iguazú für subtropische Natur, Patagonien für Gletscher und Bergwelt, Buenos Aires für Stadtleben und Kultur, der Nordwesten für Farben und Weite. Wer nur begrenzt Zeit hat, sollte sich für einen dieser Schwerpunkte entscheiden, statt zu versuchen, alles auf einmal zu sehen – dafür sind die Distanzen in Argentinien schlicht zu groß. Eine Kombination aus zwei bis drei Regionen ergibt für die meisten Reisenden das stimmigste Bild vom Land, ohne dass die Route zur reinen Transitstrecke wird.

Wie viele Tage sollte man für Argentinien einplanen?

Für einen ersten Eindruck solltest Du mindestens zwei bis drei Wochen einplanen. Aufgrund der enormen Entfernungen – Argentinien misst von Nord nach Süd fast 3.700 Kilometer – lassen sich in kürzerer Zeit nur einzelne Regionen sinnvoll bereisen, etwa der Nordwesten oder Patagonien für sich genommen. Wer versucht, in zehn Tagen sowohl Buenos Aires als auch Iguazú und Patagonien unterzubringen, verbringt einen Großteil der Reise in Flugzeugen und Wartehallen statt vor Ort. Mit drei bis vier Wochen lassen sich bereits mehrere Regionen entspannt kombinieren, inklusive Pufferzeit für Wetterumschwünge, die gerade in Patagonien keine Seltenheit sind. Wer noch mehr Zeit mitbringt, kann zusätzlich Regionen wie Mendoza, Córdoba oder die Esteros del Iberá einbauen, die bei kürzeren Routen meist zuerst gestrichen werden.

Was darf man in Argentinien nicht verpassen?

Der Perito-Moreno-Gletscher, die Iguazú-Wasserfälle, eine Wanderung am Fitz Roy in El Chaltén sowie Buenos Aires gehören für uns zu den Stationen, die bei kaum einer Argentinien-Route fehlen sollten. Wer zusätzlich Zeit hat, sollte einen Roadtrip durch den Nordwesten rund um Salta und Jujuy einplanen – für uns eine der größten positiven Überraschungen der gesamten Reise, obwohl diese Region international weniger bekannt ist als Patagonien. Auch die Atlantikküste mit Península Valdés und Puerto Madryn lohnt sich, sofern die Reisezeit passt, da Wale und Pinguine dort nur saisonal zu beobachten sind. Wichtiger als eine lange Liste an Orten ist am Ende aber, sich für einzelne Regionen wirklich Zeit zu nehmen, statt jeden Programmpunkt nur anzureißen.

Welche Region ist die schönste?

Das lässt sich schwer pauschal beantworten, weil die Regionen sehr unterschiedliche Reisen bieten. Für Wanderungen und Berglandschaften würden wir Patagonien empfehlen, für Roadtrips und Farbenspiele den Nordwesten rund um Salta, für Tierbeobachtungen die Atlantikküste und für Stadtleben und Kultur Buenos Aires. Welche Region am besten zu Dir passt, hängt also weniger von objektiver Schönheit ab als von Deinen eigenen Interessen: Wer lieber wandert als Wein verkostet, wird in Patagonien glücklicher als in Mendoza, und umgekehrt. Für einen ersten Argentinien-Besuch würden wir dazu raten, mindestens eine Naturregion (Patagonien oder Nordwesten) mit Buenos Aires zu kombinieren, um sowohl Stadt als auch Landschaft kennenzulernen, statt Dich von Anfang an auf eine einzige Region festzulegen.

Wann ist die beste Reisezeit für Argentinien?

Da sich Argentinien über fast 3.700 Kilometer erstreckt, gibt es keine einheitliche beste Reisezeit für das ganze Land. Patagonien lässt sich am besten zwischen November und März bereisen, wenn die Temperaturen am mildesten sind und die meisten Wanderwege schneefrei sind. Der Nordwesten dagegen eignet sich fast ganzjährig, am angenehmsten sind die Monate April bis November mit trockenem Wetter. Buenos Aires und Zentralargentinien liegen dazwischen, hier bieten sich März bis Mai sowie September bis November an. Wer mehrere Regionen kombinieren möchte, sollte die Reisezeiten der jeweiligen Ziele gegeneinander abwägen: Eine Reise im argentinischen Winter (Juni bis August) eignet sich gut für den Norden, schließt aber viele Wanderungen in Patagonien aus.

Lohnt sich ein Mietwagen in Argentinien?

Ja, vor allem im Nordwesten und in Patagonien bringt ein Mietwagen deutlich mehr Flexibilität als Busse oder organisierte Touren. Viele der schönsten Aussichtspunkte, etwa entlang der Quebrada de Humahuaca oder der Ruta 52 zu den Salinas Grandes, liegen abseits fester Busrouten und lassen sich nur mit eigenem Fahrzeug in Ruhe erkunden. In Städten wie Buenos Aires ist ein Mietwagen dagegen eher hinderlich – hier kommst Du mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis oder zu Fuß meist schneller und stressfreier ans Ziel. Für lange Distanzen zwischen den Regionen, etwa von Buenos Aires nach Patagonien, lohnen sich in der Regel Inlandsflüge mehr als eine Anreise mit dem Auto, allein schon wegen der Fahrzeit.

Wie teuer ist eine Reise nach Argentinien?

Die Kosten hängen stark vom Reisestil und der gewählten Route ab. Unterkünfte, Restaurants und lokale Touren sind im Vergleich zu Westeuropa meist günstiger, Inlandsflüge und importierte Ausrüstung dagegen oft teurer als erwartet. Gerade Flüge nach Patagonien oder in den Süden des Landes machen bei vielen Routen einen erheblichen Teil des Budgets aus, da die Distanzen mit Bus kaum in vertretbarer Zeit zu bewältigen sind. Wer flexibel bei den Reisedaten ist und Flüge frühzeitig bucht, kann hier deutlich sparen. Restaurants, Wein und Fleisch sind im Alltag meist erschwinglich, während Nationalpark-Eintritte, geführte Touren und Ausrüstung für Patagonien zusätzliche Posten sind, die sich in der Reisekasse bemerkbar machen.