Essen & Trinken in Argentinien

Unsere Erfahrungen mit der Landesküche

Wie schmeckt das Essen in Argentinien?

Wir waren über vier Wochen in Argentinien unterwegs – von Buenos Aires über den Norden bis nach Patagonien – und Essen hat diese Reise mehr geprägt, als wir vorher gedacht hätten. Klar, das Steak stand ganz oben auf unserer gedanklichen Liste, bevor wir losgefahren sind. Am Ende war es aber eine gefrorene Himbeere in Schokolade, die uns am meisten überrascht hat.

Schon in Buenos Aires ist uns aufgefallen, wie sehr die italienische Einwanderung die Küche geprägt hat. Pizza, die dicker und käsiger daherkommt als in Neapel, dazu Empanadas an jeder Ecke – die Stadt fühlt sich kulinarisch anders an, als wir es aus anderen südamerikanischen Ländern kannten. Weiter im Norden, in Salta, wurde es würziger und rustikaler. Die Empanadas dort schmecken komplett anders als die in Buenos Aires: kleiner, saftiger und einer leichten Schärfe in der Füllung. Und in Patagonien, rund um Bariloche, hat uns die Schokoladentradition der deutschen und schweizerischen Einwanderer regelrecht überrumpelt – wir hatten mit Seen und Bergen gerechnet, nicht mit einer kleinen Chocolatier-Szene, die es locker mit europäischen Städten aufnehmen kann.

Weil wir über einen Monat im Land waren, haben wir nicht nur in Restaurants gegessen. Gerade in Unterkünften mit eigener Küche haben wir oft selbst gekocht – auch, weil die Inflation in Argentinien während unserer Reise ziemlich hoch war und Restaurantbesuche an manchen Tagen einfach über dem Budget lagen.

Was uns am Essen in Argentinien besonders gut gefallen hat: Es ist bodenständig. Wenig Chichi, dafür ehrliche, oft einfache Gerichte, die richtig gut gemacht sind, wenn man weiß, wo man hingeht. Genau darum geht es in diesem Artikel – wir zeigen Dir, was wir selbst probiert haben, wo es uns am besten geschmeckt hat und wo wir vielleicht auch enttäuscht wurden.

Zu den Preisen vorab so viel: Die Inflation in Argentinien ist notorisch hoch, weshalb wir hier bewusst auf konkrete Peso-Beträge verzichten, die in wenigen Monaten schon wieder veraltet wären. Als grobe Einordnung: Isst Du zu argentinischen Preisen, ist Essengehen im Vergleich zu Deutschland oft überraschend günstig – vor allem bei Fleisch und Wein. Importierte Marken- oder Spezialprodukte im Supermarkt können dagegen richtig teuer sein.

Essen in Argentinien
Unser Highlight in Argentinien: Schokolade in Bariloche, am besten bei Rapanui




Die Küche von Argentinien auf einen Blick

Anders als in vielen Nachbarländern spielen typisch südamerikanische Zutaten wie Mais, Kartoffeln oder scharfe Chilis in der argentinischen Küche eine eher kleine Rolle. Stattdessen dominieren Rindfleisch, Weizenmehl und Milchprodukte – ein direktes Erbe der europäischen Einwanderung.

Prägende Einflüsse: Zwischen 1880 und 1950 kamen Millionen Italiener und Spanier nach Argentinien. Das erklärt, warum Pizza, Pasta und Gebäck hier so selbstverständlich zum Alltag gehören wie das Steak. In Patagonien, vor allem rund um Bariloche, kommt zusätzlich ein deutscher und schweizerischer Einfluss dazu – erkennbar an der Schokoladentradition und an einigen Bierstilen.

Typische Zutaten: Rindfleisch von Weiderindern, entsprechend mager und fest im Biss, dazu Weizenmehl für Empanadas, Pizza und Gebäck, Dulce de Leche als süße Basis unzähliger Nachspeisen sowie Yerba Mate als koffeinhaltiges Nationalgetränk.

Essenszeiten: Daran mussten wir uns erst gewöhnen. Mittagessen findet oft erst gegen 13 bis 14 Uhr statt, Abendessen selten vor 21 Uhr – in Buenos Aires waren Restaurants um 20 Uhr teilweise noch komplett leer. Wer früh isst, isst als Tourist.

Essgewohnheiten: Asado ist weit mehr als nur Grillen. Es ist ein sozialer Anlass, der sich über Stunden ziehen kann, meist am Wochenende, oft mit der ganzen Familie. Mate wird ähnlich gemeinschaftlich getrunken: eine Tasse, ein Strohhalm, reihum.

Regionale Unterschiede: Buenos Aires und der Osten sind stark italienisch geprägt (Pizza, Pasta, Gelato). Der Norden um Salta und Jujuy kocht würziger und andiner, mit mehr Mais, Kürbis und Kreuzkümmel. Patagonien punktet mit Lammfleisch, Craft Beer und der Schokolade. Wer nur Buenos Aires besucht, bekommt also nur einen Ausschnitt der Küche zu sehen.setzt.

Die typischen Gerichte in Argentinien

Von den folgenden Gerichten haben wir wirklich jedes selbst gegessen, einige davon mehrfach. Wir konzentrieren uns hier bewusst auf das, was wir aus eigener Erfahrung beurteilen können.

🥩 Asado – das berühmte argentinische Steak

Asado bezeichnet streng genommen die Grillmethode, wird umgangssprachlich aber oft synonym zum Steak verwendet. Das Rindfleisch wird über Stunden bei niedriger Hitze über Holzkohle gegart, meist beginnend mit Chorizo-Würsten und Innereien, bevor die eigentlichen Fleischstücke folgen.

Wir essen im Alltag eigentlich nicht besonders viel Fleisch, wollten uns ein gutes Steak in Argentinien aber nicht entgehen lassen. Unsere Wahl fiel auf das El Boliche de Alberto in Bariloche, ein Steakhaus, das von Einheimischen wie Reisenden gleichermaßen empfohlen wird. Das Bife de Chorizo dort war butterzart, außen leicht rauchig, innen genau auf den Punkt – für uns bislang das beste Steak, das wir irgendwo gegessen haben, Argentinien eingeschlossen.

Wenn Du kein Fan von großen Fleischportionen bist: Die meisten Steakhäuser bieten auch kleinere Cuts wie Lomo (Filet) an, die magerer und weniger wuchtig sind als Ribeye oder Bife de Chorizo.

Unsere Bewertung: ★★★★★

🥟 Empanadas

Die kleinen gefüllten Teigtaschen sind in Argentinien so allgegenwärtig wie belegte Brötchen bei uns. Rindfleisch, Hähnchen, Käse, Schinken oder Gemüse – die Füllungen unterscheiden sich von Region zu Region teils deutlich.

Am meisten überzeugt haben uns die Empanadas aus Salta im Norden des Landes. Sie sind kleiner als die Variante aus Buenos Aires, dafür saftiger und deutlich würziger, mit Kreuzkümmel und manchmal einer leichten Schärfe. Bei La Salteñería in Salta haben wir uns durch gefühlt die halbe Karte gegessen – der Teig war hauchdünn und knusprig, die Füllungen aromatisch, ohne fettig zu wirken. Ein Pflichtstopp, wenn Du in der Stadt bist.

Unsere Bewertung: ★★★★★

🍕 Pizza nach argentinischer Art

Dass ausgerechnet Pizza zu den Nationalgerichten Argentiniens zählt, überrascht viele Reisende. Durch die große italienische Einwanderungswelle hat sich aber ein eigener Stil entwickelt: dickerer Boden und großzügig Käse serviert.

In Buenos Aires haben wir zwei Adressen getestet. Güerrín in der Innenstadt gilt vielen als Pflichttermin und ist entsprechend voll – an einem Wochenabend haben wir gut 20 Minuten auf einen Stehplatz an der Theke gewartet. Geschmacklich hat sich das gelohnt: dick belegt, ordentlich Käse, angenehm salzig. Kentucky, eine der vielen Filialen der Kette in der Stadt, war dagegen fast leer und geschmacklich kaum schlechter. Wenn Du keine Lust auf Warteschlangen hast, ist das die entspanntere Alternative.

Unsere Bewertung: ★★★★★ (Güerrín) / ★★★★☆ (Kentucky)

🍮 Dulce de Leche

Diese karamellisierte Milchcreme taucht in Argentinien praktisch überall auf: aufs Frühstücksbrötchen gestrichen, als Füllung in Kuchen und Keksen, als Basis für Eis. Der Geschmack ist intensiver und weniger süßlich-flach als bei europäischem Karamell, mit einer leicht milchig-nussigen Note. Uns hat es schon geschmeckt, aber die Argentinier übertreiben gerne mal in der Menge und dann wird der Kuchen schnell zum Zuckerschock. Wer Karamell generell mag, wird das lieben. Wir mochten es eher zurückhaltend, in kleineren Mengen.

Unsere Bewertung: ★★★☆☆

🍫 Schokolade aus Bariloche

Unser eigentliches kulinarisches Highlight der ganzen Reise war überraschenderweise weder Steak noch Empanada, sondern die Schokolade aus Bariloche. Die Stadt gilt dank deutscher und schweizerischer Einwanderer als Schokoladenhauptstadt Argentiniens, mit einer erstaunlichen Dichte an kleinen Manufakturen in der Innenstadt.

Unser Favorit dort: die Franuí von Rapanui, gefrorene Himbeeren, erst in weißer, dann in Milchschokolade getaucht. Wir haben davon deutlich mehr gegessen, als uns lieb ist zuzugeben. Mittlerweile gibt es Franuí sogar in einigen deutschen Supermärkten, falls Du nach der Reise nicht ganz darauf verzichten willst.

Unsere Bewertung: ★★★★★ (unser persönliches Highlight)

Typische Getränke in Argentinien

🧉 Mate

Mate ist in Argentinien weniger ein Getränk als ein soziales Ritual. Der bittere, leicht erdige Aufguss aus den Blättern des Mate-Strauchs wird aus einem kleinen Gefäß mit einem Metallstrohhalm (Bombilla) getrunken – meist reihum in der Gruppe, mit derselben Tasse.

Wir haben in fast jedem Park, an jeder Bushaltestelle und in jedem Wartezimmer Menschen mit Thermoskanne und Mate-Becher gesehen. Der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig: bitter, herb, für uns anfangs eher gewöhnungsbedürftig als sofort angenehm. Wer Argentinien besucht, sollte es zumindest einmal probiert haben, allein wegen der kulturellen Bedeutung.

🍷 Malbec und argentinischer Wein

Argentinien gehört zu den bedeutendsten Weinländern der Welt, und der Malbec aus der Region um Mendoza hat sich international einen exzellenten Ruf erarbeitet. Kräftig, fruchtig, mit angenehmen Tanninen. Auch abseits von Mendoza bekommst Du in praktisch jedem Restaurant guten Wein zu Preisen, die in Europa für vergleichbare Qualität deutlich höher lägen. Selbst einfache Restaurants haben oft eine überraschend gute Weinkarte. Im Supermarkt kostet eine solide Malbec-Flasche meist nur einen Bruchteil dessen, was Du für vergleichbare Qualität in Deutschland zahlen würdest.

🍺 Craft Beer, vor allem in Patagonien

Neben Wein hat sich in den letzten Jahren eine lebendige Craft-Beer-Szene entwickelt, besonders rund um Bariloche und El Bolsón in Patagonien. Kleine Brauereien mit deutschem oder europäischem Einschlag stellen dort IPAs, Stouts und klassische helle Biere her.

☕ Kaffee und Facturas

Was uns überrascht hat: Argentinien hat eine ausgesprochen ernsthafte Kaffeekultur, deutlich näher an Italien als an dem eher dünnen Filterkaffee, den wir aus anderen Teilen Südamerikas kannten. Ein Cortado – Espresso mit einem Schuss warmer Milch – gehört für viele Argentinier zum festen Vormittagsritual, gerne kombiniert mit Facturas, kleinem süßem Gebäck.

🥤 Fernet con Coca

Kaum ein Getränk ist so eng mit dem argentinischen Nachtleben verbunden wie Fernet-Cola: der bittere Kräuterlikör Fernet Branca, gemischt mit reichlich Cola. Optisch erinnert das Ergebnis an Rum-Cola, geschmacklich ist es deutlich bitterer und intensiver. In Bars und auf Partys ist das Getränk überall präsent, oft literweise in großen Krügen serviert. Wenn Du in Buenos Aires ausgehst, wirst Du kaum daran vorbeikommen.

Restaurants, Reservierung, Trinkgeld & Bezahlung

In den großen Städten wie Buenos Aires findest Du praktisch jede Preisklasse: von einfachen Menüs für wenig Geld bis zu gehobenen Steakhäusern mit entsprechenden Preisen. Auf dem Land und in kleineren Städten wie Salta ist die Auswahl kleiner, dafür oft bodenständiger und günstiger.

Reservierung: Für die meisten Restaurants haben wir keine Reservierung gebraucht. Ausnahmen sind sehr bekannte Adressen wie Güerrín in Buenos Aires zur Abendessenszeit – dort war teilweise ein Stehplatz an der Theke die einzige Option, wenn wir nicht warten wollten. Für gehobene Steakhäuser am Wochenende lohnt sich ein Anruf oder eine Reservierung über eine App vorab.

Trinkgeld: Üblich sind rund 10 Prozent, in Restaurants meist in bar, da es beim Kartenzahlen selten automatisch aufgeschlagen wird. Bei sehr einfachen Lokalen ist Trinkgeld weniger verbreitet.

Bezahlung: Bargeld ist in Argentinien weiterhin sehr präsent, gerade wegen der wirtschaftlichen Unsicherheit im Land. Kartenzahlung funktioniert in Restaurants und Supermärkten der Städte inzwischen meist problemlos, auf dem Land oder bei kleinen Anbietern solltest Du aber immer etwas Bargeld dabeihaben. Ein Punkt, den viele Reisende unterschätzen: Wegen der hohen Inflation und der verschiedenen Wechselkurse lohnt es sich, sich vor der Reise über aktuelle, seriöse Wechselmöglichkeiten zu informieren – die Differenz zum offiziellen Kurs kann erheblich sein.

Lokale Restaurants vs. Touristenfallen: Rund um die großen Sehenswürdigkeiten in Buenos Aires, etwa in Recoleta oder direkt an der Plaza de Mayo, sind die Preise spürbar höher, ohne dass die Qualität automatisch besser wäre. Unser Eindruck: Ein paar Straßen weiter, dort wo auch Einheimische essen, bekommst Du für weniger Geld oft das bessere Essen.

Supermärkte und Selbstversorgung

Bei einer Reise von über vier Wochen kochen wir grundsätzlich gerne mal selbst, auch um dem Reisebudget etwas Luft zu verschaffen. In Argentinien hat sich das besonders gelohnt, weil Restaurantbesuche durch die Inflation phasenweise spürbar teurer wurden, während Supermarktpreise für argentinische Grundprodukte vergleichsweise stabil blieben.

Supermärkte wie Carrefour, Coto oder Día sind in praktisch jeder größeren Stadt zu finden, meist mit einer für uns überraschend großen Auswahl an Nudeln, Fleisch, Wein und natürlich Dulce de Leche in gefühlt zwanzig Varianten. Unterkünfte mit eigener Küche oder sogar einem kleinen Parrilla-Grill auf der Terrasse waren ideal, um sich selbst an einem einfachen Asado zu versuchen – mit deutlich weniger Routine als die Profis in den Steakhäusern, aber durchaus mit Erfolg.

Günstig waren vor allem lokale Grundprodukte: Rindfleisch, Wein, Nudeln, Brot. Teurer wurde es bei importierten Marken oder Spezialitäten wie ausländischem Käse oder bestimmten Kosmetik- und Hygieneartikeln. Für die tägliche Selbstversorgung reicht ein mittelgroßer Supermarkt völlig aus, größere Städte haben zusätzlich oft gute Wochenmärkte für Obst und Gemüse zu niedrigeren Preisen als im Supermarkt.

Kulinarische Erlebnisse

Ein Asado-Abend in Bariloche

Der Abend im El Boliche de Alberto in Bariloche war für uns mehr als nur Essen gehen. Der Grillmeister hantierte gefühlt eine Ewigkeit am offenen Feuer, bevor die ersten Teller kamen: erst Chorizo, dann die eigentlichen Steaks. Was uns aufgefallen ist: Niemand hier hatte es eilig. Ein Asado ist in Argentinien kein schnelles Abendessen zwischendurch, sondern eher ein Ereignis, das sich über zwei, drei Stunden zieht. Wir haben diesen entspannten Rhythmus mitgenommen und sind an dem Abend selbst zu den gemütlicheren Essern geworden, die wir sonst eigentlich nicht sind. Noch mehr Tipps für Bariloche findest du hier.

Empanada-Verkostung in Salta

In Salta haben wir uns bewusst Zeit genommen, um durch das Angebot von La Salteñería zu probieren, nicht nur eine oder zwei Sorten, sondern eine ganze Runde verschiedener Füllungen. Die Bedienung hat uns dabei geholfen, uns durch die Karte zu arbeiten, und am Ende hatten wir mehr bestellt, als wir eigentlich vorhatten. Interessant fanden wir den direkten Vergleich zu den Empanadas, die wir zuvor gegessen hatten: gleiche Grundidee, komplett anderer Charakter. Wer nur eine Stadt in Argentinien besucht, verpasst dadurch tatsächlich einen guten Teil der kulinarischen Vielfalt des Landes. Noch mehr Tipps für Salta findest du hier.

Pizza-Tour durch Buenos Aires

Aus einem einzelnen Restaurantbesuch wurde in Buenos Aires fast eine kleine Mission: Wir wollten wissen, ob Güerrín den Hype wirklich rechtfertigt, und haben deshalb bewusst noch eine zweite, weniger bekannte Pizzeria dagegengestellt. Das Warten bei Güerrín, im Stehen, an der Theke, umgeben von hungrigen Porteños, gehörte für uns am Ende genauso zum Erlebnis wie die Pizza selbst. Noch mehr Tipps für Buenos Aires findest du hier.

Schokoladenverkostung in Bariloche

Ein Spaziergang durch die Innenstadt von Bariloche reicht aus, um festzustellen, dass hier etwas anders läuft als im Rest des Landes: Schaufenster reihen sich an Schaufenster, alle voll mit handgemachten Pralinen und Tafeln. Wir haben uns durch mehrere Manufakturen probiert, bevor wir bei Rapanui und den Franuí hängengeblieben sind. Rückblickend hätten wir uns wahrscheinlich einen ganzen Nachmittag nur für die Schokoladenläden der Stadt einplanen sollen.

Praktische Tipps für Deinen Argentinien-Trip

  • Trinkgeld: Rund 10 Prozent sind in Restaurants üblich, am besten in bar.
  • Leitungswasser: In den großen Städten wie Buenos Aires, Salta oder Bariloche haben wir bedenkenlos Leitungswasser getrunken. In abgelegeneren, ländlichen Gegenden sind wir sicherheitshalber auf Flaschenwasser umgestiegen.
  • Allergien: Kreuzkontamination ist gerade bei Weizen (Empanadas, Pizza, Gebäck) ein Thema, glutenfreie Optionen sind in größeren Städten aber zunehmend verbreitet. In kleineren Orten würden wir vorher gezielt nachfragen.
  • Vegetarisch/Vegan: Argentinien ist als Fleischland bekannt, in Buenos Aires und anderen größeren Städten gibt es aber inzwischen eine wachsende Zahl vegetarischer und veganer Restaurants. Auf dem Land wird es dünner, dort bleiben oft Pizza, Pasta oder gefüllte Gemüse-Empanadas als verlässliche Optionen.
  • Essenszeiten: Mittagessen ab etwa 13 Uhr, Abendessen selten vor 21 Uhr. Wer wie in Deutschland um 18 Uhr essen gehen möchte, findet viele Restaurants noch geschlossen oder komplett leer.
  • Reservierungen: Für die meisten Restaurants nicht nötig, bei bekannten Adressen am Wochenende aber empfehlenswert.
  • Kartenzahlung: In Städten meist problemlos möglich, auf dem Land und bei kleineren Anbietern lieber etwas Bargeld dabeihaben.
  • Hygiene bei Street Food: Wir selbst haben in Argentinien vergleichsweise wenig Street Food gegessen, da Empanadas und Pizza meist ohnehin in Lokalen serviert werden. Grundsätzlich gilt wie überall: Stände mit sichtbar hohem Durchlauf und frisch zubereiteten Speisen bevorzugen, statt länger stehender Ware.

Fragen zum Essen & Trinken in Argentinien

Was solltest Du in Argentinien unbedingt probieren?

Zu den kulinarischen Klassikern gehören Asado (argentinisches Grillfleisch), Empanadas, Pizza nach argentinischer Art, Dulce de Leche und, etwas überraschender, die Schokolade aus Bariloche. Wenn Du nur eines auswählen müsstest: Ein gutes Steak in einer traditionellen Parrilla gibt Dir einen guten ersten Eindruck von der argentinischen Esskultur, weil Asado eben nicht nur ein Gericht, sondern ein soziales Ereignis ist. Für Nicht-Fleischesser lohnen sich Empanadas mit Gemüse- oder Käsefüllung und die vielen italienisch geprägten Gerichte wie Pizza und Pasta. Unser persönlicher Geheimtipp abseits der üblichen Empfehlungen bleibt die Schokolade aus Bariloche, die auf den meisten Listen gar nicht auftaucht, uns aber am meisten überrascht hat.

Ist Essen in Argentinien teuer?

Das kommt stark auf den Wechselkurs und die Inflation zum jeweiligen Reisezeitpunkt an, weshalb wir hier bewusst auf konkrete Zahlen verzichten, sie wären in wenigen Monaten schon wieder veraltet. Unser Eindruck während unserer Reise: Essen zu argentinischen Preisen war im Vergleich zu Deutschland oft günstig, vor allem bei Fleisch, Wein und lokalen Grundprodukten im Supermarkt. Importierte Marken, ausländischer Käse oder Getränke aus dem Ausland waren dagegen spürbar teurer. Informiere Dich vor Deiner Reise am besten aktuell über die Wechselkurssituation, da sich diese in Argentinien häufiger und deutlicher verändert als in den meisten anderen Reiseländern.

Kann man Street Food in Argentinien bedenkenlos essen?

Wir persönlich haben in Argentinien vergleichsweise wenig klassisches Street Food gegessen, da viele typische Gerichte wie Empanadas oder Pizza meist direkt in Lokalen serviert werden statt an Ständen. Dort, wo wir unterwegs Kleinigkeiten gekauft haben, hatten wir keine Probleme. Wie überall gilt: Stände mit sichtbar hohem Andrang und frisch zubereiteten statt lange stehenden Speisen sind die sicherere Wahl. Bei Unsicherheit hilft es, dort zu kaufen, wo auch Einheimische Schlange stehen.

Gibt es vegetarische Gerichte in Argentinien?

Ja, auch wenn Argentinien vor allem für Fleisch bekannt ist. In Buenos Aires und anderen größeren Städten ist die Auswahl an vegetarischen und veganen Restaurants in den letzten Jahren spürbar gewachsen. Auch klassische Gerichte wie Gemüse-Empanadas, Pizza oder Pasta sind fast überall verfügbar. In kleineren Orten und auf dem Land wird die Auswahl dünner, dort bleiben meist Pizza, Pasta und einfache Beilagen als verlässliche Optionen.

Wie viel Trinkgeld ist in Argentinien üblich?

Etwa 10 Prozent des Rechnungsbetrags gelten in Restaurants als üblich. Am besten gibst Du das Trinkgeld in bar, da es beim Kartenzahlen nicht automatisch aufgeschlagen wird und separates Trinkgeld per Karte nicht überall möglich ist. Bei einfachen Lokalen, Cafés oder Street-Food-Ständen ist Trinkgeld weniger verbreitet, aber auch dort gern gesehen, wenn Du zufrieden warst.

Kann man in Argentinien Leitungswasser trinken?

In den großen Städten wie Buenos Aires, Salta oder Bariloche haben wir problemlos Leitungswasser getrunken. In abgelegeneren, ländlichen Regionen sind wir zur Sicherheit auf Flaschenwasser umgestiegen, einfach weil die Wasserqualität dort schwanken kann und wir keine Erfahrungswerte hatten.

Welche Getränke sind in Argentinien besonders typisch?

Mate als koffeinhaltiges Nationalgetränk, dazu Malbec und andere argentinische Weine, Craft Beer vor allem in Patagonien, eine ausgeprägte Kaffeekultur mit Cortado und Facturas sowie Fernet con Coca als fester Bestandteil des Nachtlebens. Wer nur eines probieren möchte: Mate gehört kulturell am ehesten zu Argentinien dazu, auch wenn der Geschmack am Anfang gewöhnungsbedürftig ist.

Gibt es in Argentinien gute Supermärkte für die Selbstversorgung?

Ja, Ketten wie Carrefour, Coto oder Día sind in praktisch jeder größeren Stadt vertreten und bieten eine solide Auswahl an Grundprodukten. Für eine längere Reise mit Unterkünften, die eine eigene Küche haben, lohnt sich Selbstversorgung vor allem bei Fleisch, Wein und Nudeln, die im Vergleich zu Restaurantbesuchen deutlich günstiger sind. Importierte Produkte sind dagegen oft teurer als in Deutschland.


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